Indiana Tribüne, Volume 27, Number 183, Indianapolis, Marion County, 25 March 1904 — Page 6

Judiana Tribüne. 23. März 190.

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Wayern. M ii n ch t n. Bei der Regulirung des Noctherberges wurde mittels Rollwagen Kies abgefahren. Bei meinem solchen Transporte verunglückte der 3fcjahnge verwittwete Taglöhner Franz Laumer aus Oberneuching bei ii-ding, dadurch, daß er es unterließ, beim Äbwärtsfahren die Bremse anzuziehen; er stieß vahe? auf den vorausfahrenden Waggon an und winde mit solcher Wucht beiseite geschleudert, daß er schlvere innerliche Bcrle-zungen erlitl und verstarb. Bad R e i ch e n h a l l. Kaufhaus

Zaunmayr befindet sich jetzt 100 Jahre !

im Besitz der Familie Zaunmayr. Gegründet wurde das Geschäft im Jahre 1680; es befindet sich noch im gleichen Hause. Der derzeitige Besitzer, Anton Zaunmayr, ein allseitig geschätzter, vielfach im Dienste der )effentlichkeit

wirkender Mann, hat dus altrtnom ,

mirte Kaufhaus zu hoher Blüthe gebracht. k M ü h l d 0 r f. Der Gastwirth VbNttUM wollte mit seinem Knechte den (5islaufplatz auf seinem Weiher absperren, als plötzlich die Decke einbrach und der Knecht unter dem Eise verschwand. Abcntum drang zur ttnfallstätte vor, wo er den mit dein Tode ringenden Knecht unter eigener Lebensgefahr glücklich rettete. Nürnberg. Im Neichswalde wurde ein Mann aufgefunden, der durch schwere Brandwunden erheblich verletzt war. Jn's Krankenhaus ver bracht, gab cr an, von Räubern überfallen und seiner Werthsachen beraubt worden zu sein; schließlich hätten ihn die Räuber mit Spiritus übergössen und so zugerichtet. Wie sich aber hcr aussjcllte, liegt ein Selbstmordversuch vor. (5r hat sich selbst am ganzen Lelbi.' mit Spiritus übe gössen und in Brand gesetzt. Der Schtveroerletzte ist ein LSjährigN Äoldschlägcr Namens Buschezg und giebt an, die That aus Lebensüberdruß begangen zu haben. P a s s a u. Das hiesige Kriegsgericht verurthcilte den Soldaten zweiter

Klasse und Milirstrafgefang.'nen

auf Oberhaus, laugen JorS, der am lf. August in seiner Zelle den Aufsichtssergeanten Hüffner mit einem Wasserkrug zum Krüppel geschlagen batte. zu 12 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust, Entfernung aus dem Heere und Zahlung von 3000 Mark Schmerzensgeld. Jörns ist bereit 22 Mal vorbestraft und hatte 4 Jahre 9 Monate auf Oberhaus zu verbüßen. P l e i l i n g bei Vohburg. In der Nähe des hiesigen Weilers wurde Austrägler Johann Hcctel ermordet und beraubt. Der des Raubinorde drin gend verdächtige Andreas Strobl wurde verhaftet und ist geständig, die That verübt zu haben. Strobl ist in Landshut geboren und war zuletzt in Mettenbach bei Geisenfeld in Aufenthalt. Miirttc'inocrs;. Stuttgart. Im Alter von 74 Jahren ist hier der hervorragende Techniker, Geheime Regierungöratb Adolf von Schübler gestorben. Er ha zahlreiche Eisenbahnbauten geleitet' von 1872 bis 1897 gehörte er der Generadirektion der Reichseisenbahnen in Elsaß - Lothringen an. Leu! nant Eberhard v. Mauch im Grenadier - Regiment Königin Olga No.

119 stürzte in der Nähe der oberen Cannstatter Ziegelei so unglücklich vom Pferde, daß er, nachdem ihm zuvor in Cannstatt ärztliche Hilfe zu theil geworden war, hierher ins Ludwigsspital verbracht lverden mußte. V f a l z g r a f e n w e i I e r. Wohnhaus und Scheuer des Bauern Epple brannten bis auf den Grund nieder. Die Bewohner konnten nur das nackte Leben retten. Man vermuthet Brandstiftung. R o h r b a ch bei Ziegelbach. Dienstknecht Anton Dinscr wurde hier im Streite von dem in Ziegelbach bediensteten Ferdinand Spehn aus Haidgau durch Messerstiche so schwer verletzt, daß er nach wenigenAugenblicken starb. Der Thäter ist verhaftet. I ch m i o t n. Der in guten Vermögcnsverhältnissen lebende Bauer Jacob Bürkle hat sich in seiner Scheuer erhängt. Der Bruder des Verlebten endete am Neujahrstage an derselben Stelle und auf gleiche Weise. U l m. Der frühere Schiffmann und nachmalige Holzhändler Anton Molfenter beging mit seiner ftniu Regime, geb. Scheiffele, das Fest der goldenen Hochzeit. Aus der Donau wurde die Leiche der in den 40er Iahren stehenden Uhrmacherswittwe Banzhaf gelandet. Z e l l bei Plochingen. Lohnarbeiter Johannes Bosch und seine Ehefrau feierten in bester Gesundheit im Kreise von drei Kindern und 15 Enkeln das fast der goldenen Hochzeit. i ?3r5c,r. Karlsruhe. Beim Auspichen von Fässern in der Brauerei Höpfner Burghof") hatte das in einem Faß befindliche Pech Feuer gefangen, wo durch Kopf und Boden des Fasses abgesprengt wurden. Zwei dabei be schäftigte Personen, Friedrich Beil und Josef Dressel. wurden so schwer verletzt, daß sie mittelst Sanitätswagen ins Krankenhaus verbracht werden mußten, woselbst Beil seinen Verletzungen erlag. Baden-Baden. Der Stadt-

rath hat beschlossen, Hierselbst am Hause Quettigstraße 11, in dem der Komponist Adolf Jensen 1879, also vor 25 Jahren, gestorben ist, und am Hause Schillerstrabe 15, in dem der Dichter Iwan Turgenjew viele Jahre gewohnt hat, Gedenktafeln zum ehrenden Gedächtniß der beiden Männer anbringen zu lassen. E t t i n g e n. Ein im Bau begriffener Holzschuppen, welcher umfiel, erschlug das sechs Jahre alte Kind des Milchkuranstaltsbesitzers Mallingcr. E h i n g e n. Das hiesige Dienstmädchen Maria Küchele erbte aus dem Nachlaß ihrer Herrin in Zürich 10.000 Francs nebst einer vollständigen Wohnungseinrichtung. F r e i b u r g. Im Alter von 73 Jahren verschied der hiesige Geheime Oberjustizrath und Senatspräsident a. D. Julius von Cloßmann. G o ch s h e i m. Hier brannte die Ziegelfabrik von H. Jung vollständig ab. Nur d"s hochragende Kamin schaute auf die leergebrannte Stätte nieder. Konstanz. Sein 40jähriges Dienstjubilauin und zugleich seinen70. Geburtstag feierte Gepäckbestätter Blasius Schneble; der Jubilar war etwa 25 Jahre als Güterbegleiter bei der Balmverwaltung im Dienst und leitet nun seit 15 Jahren die Gepäckbcstätterei ani hiesigen Bahnhofe. Mannheim. In seinerWohnung gab der 15 Jahre alte KaufmannsLehrling Friedrich Stern aus Dettensce (Sigmaringen) zwei Schüsse aus einem Revolver auf sich ab. Der Schwerverletzte starb später im allgemeinen Krankenhause. Ueber das Motiv der That ist Zuverlässiges nicht bekannt. Schöne noach (Bonndorf). Das Anwesen des Holzhauers N. Eckert brannte völ".ig nieder. Die Feuerwehr konnte die Nebengebäude nur mit der größten Anstrengung retten. Der Schaden beträgt etwa 4500 Mark; er ist durch Versicherung gedccit. Weingarten. Dem Bäckergesellen H. Lailgendörfer streute ein College Lauge ins Bett. D'ie Lauge löste sich auf und verursachte auf Langendörfers Körper Ausschläge, die schließlich den Tod herbeiführten. Der Thäter wurde verhaftet. Zimmerholz. Kürzlich erhielt ein Mädchen von hier, das in Frankreich bei einer alten Dame seit mehreren Jahren im Dienste steht, von ihrer Dienstherrin zu Weihnachten 10,000 Francs geschenkt. Jetzt ist die Dame gestorben; sie vermachte dem Mädchen weitere 30,000 Francs. Das Mädchen ist die hiesige Tochter des Rathschreibers Schwanz. r ?!yeinpscilz. S p e y e r. Konsistorialrath Ney, Vorstand des Vereins zur Erbauung der Protestationskirche. sowie der Schriftführer des Vereins, Gymrnisialprofessor Grümbel. begaben sich nach Berlin, um Kaiser Wilhelm zur Einweihung der hicsigenProtestationLtirche einzuladen. Für die Weihe ist der Monat August in's Auge gefaßt. Zu derselben werden auch eine Anzahl Freunde desWerkcö aus Amerika hierher kommen. H o ch st e i n. Auf dem hiesigen unteren Eisenwerke in der Blechpolirerei acrieth der 16 Jahre alte Taancr Jakob Baumgärtner von Jmrnch in

die Transmission und wnrde herumgeschleudert. Da die Transmission nicht hoch vom Boden läuft, tvurde cr lmmer mit dem Kopfe aufgeschlagen. Der Verunglückte wurde buchstäblich zermalmt. Der Tod trat sofort ein. Baumgärtner wurde ganz verstümmelt von der Transmission losges nitten. Die Kleider waren ihm bis auf einen Strumpf vom Leibe gerissen. fk 1 1 e l b e r i a ch. Auf der Grube Bexbach geschah ein Unglück durck schlagende Wetter, durch das drel Bergleute schwer betroffen wurden. Die Namen derselben sind: Karl Ecker und Ludwig Sagemüller von hier, sowie Wilhelm Kollmar von Klein Ottweiler. Das Unglück geschah auf der 4. Sohle der Abtheilung Wcrlle. 10. Flötz. Alle drei sind schwer verletzt. N e u st a d t. Dem Gesängnißwärter M. Zipp hier wurde aus Anlaß seiner 50jährigen Thätigkeit im Staatsdienst (als Soldat. Gendarm und Gefängnißwärter) vom hiesigen Amtsvorstand, Oberlandesgerichtsrath Tisch, die goldene Ehrenlnünze des Ludwigsordens überreicht. Der Jubilar ist siebenzig Jahre alt und noch äußerst rüstig. Rheingönheim. Der 16Jahre alte Richard Riedel, Sohi; von Wirth Philipp Riedel, tam etwas verspätet nach Hause und stieg, um in die elterliche Wohnung zu gelangen, über den Gartenzaun. Unglücklicherweise stürzte er hierbei ab und zog sich ernstliche, innerliche Verletzungen zu, an deren Folgen er verstarb. i Srsh.Lowrwgen. Dieden hosen. Es wurde der vor dem Pulvcrschuppen zu Diedenhofcn stehende Posten. 'Musketier Eich. Horn von der 10. Compagnie eö 3. Lothringischen Infanterie Regiments No. 135, erschossen aufgefunden. Im geladenen Gewehr des Postens fanden sich die Patronen vollständig nicht abgeschossen vor. M e tz. Einen vergrabenen Schatz fanden Maurer hier bei Arbeiten im Keller eines alten Hauses. Sie entdeckten in der Kellerwand eingemauert eine Holzkassette mit 3000 Mark In.

halt in 10- und 20-Markstücken. Woher das Geld stammt, ist unbekannt. Leutnant v. Schweinigen vom Regiment 145 wurde wegen Trunkenheit im Dienst. Beleidigung eines Feldwebels und thätlichen Angriffs auf den wachhabenden Unterofficier zu 13 Monaten Festung und Entlassung verurtheilt. S t a h l h e i m. In große Trauer wurde die Familie des Herrn OberMeisters Fuhrmann von hier versetzt. Der 18jährige Sohn desselben bohrte sich durch einen Unglücksfall imStahlwerk auf Straße 0 beim Walzen von vierzehn Millimeter starkem Vierkanteisen ein Stück glühendes Eisen durch das Bein, woran der Aermste im Lazareth in Rombach verstarb. Zklecttlcnurg. Dudendorf. Tagelöhner Gebert rutschte beim Abladen eines Fuder Holz aus und fiel vom Wagen. Ein nachstürzender flarker Baumstamm zerschlug ihm das Schlüsseldein. Auch hat Gebert innere Verletzungen erlitten. G ü st r o w. Der hiesige Amtsrichter Hans Veselin wurde von der Strafkammer des Landgerichts wegen Unterschlagung von Erbschaftsgeldcrn zu zlveieinhalv Jahren Gefängniß verurtheilt. SK a l l i n. Ein schrecklicher Unglücköfall trug sich auf dem hiesigen Bahnhofe zu. Bahnhofsvorsteher Behnke daselbst fiel so unglücklich von einer Leiter, daß er besinnungslos liegen blieb. Als seiner Ehefrau sein zu langes Ausbleiben auffiel, ging sie auf die Suche und erschrak über den Un glücksfall ihres Ät'anncs so sehr, daß sie, vom Schlage gerührt, alsbald ihren Geist aushauchte. Am meisten sind die drei unerzogenen Kinder zu bedauern, die ihre Mnüe? und auch wahrscheinlich ihren Vater verlieren. N c u st a d t. In dem benachbarten Dorse Kiez entstand Feuer, durch welches in kurzer Zeit drei Gehöfte, den Erbpächtern Lehmann, Jhde und Kluge gehörig, in Asche gelegt wur den. R ö d l i n. Der älteste bisher noch im Amt stehende Geistliche Mecklenburgs ist in dem 86jährigen Kirchenralh Doerbrandt hier nunmehr in den Ruhestand getreten. Mit der vorläufigen Verwaltung der Pfarrstelle wurde der Kandidat Wildt aus Neubrindenburg betraut. Der in den Ruhestand getretene Seelsorger hat fast 50 Jahre der hiesigen Gemeinde vorgestanden. Schön berg. Die Reihe der stcinalten Leute in hiesiger Stadt ist durch den Tod gelichtet worden. Im Alter von annähernd 90 Jahren starb die Justizräthin von Oertz,'n, die Wittwe des hier schon vor vielen Jahren verstorbenen Justizraths von Oertzen, des bekannten Komponisten der Vandalia"; ferner schied aus dem Leben die älteste Person in ganz Mecklenbürg, die 102 Jahre alte Frau Wittwe Spicckermann. Krde,rbrrrg. Oldenburg. Der in der Nähe des Dorfes Collenrade wohnhafte Müller Stöver fuhr letztens nach Bassum zum Markt. Später wurde er auf dem Wege von Bassum nach Collenrade mit durchschlagenem Schädel als Leiche gefunden. Sein Geld und sonstige Werthsachen lvaren ihm geraubt worden. Die sofort eingeleiteten Recherchen ergaben, daß ein Knecht Kamenß Sandmann sich dem Stöver unterwegs zugesellt habe und dieser mit dem Ermordeten zuletzt zusammen gewesen sei. Bei einer bei Sandmann vorgenommenen Untersuchung wurden ca. 100 Mark und die Uhr des Ermordeten vorgefunden. Dieser gab nun, in die Enge getrieben, zu, dem Stöver die Uhr und das Geld entwendet zu haben, er will jedoch an dem Tode des Ermordeten unschuldig sein. Sandmann wurde verhaftet und in'S Gefängniß gebracht. E u t i n. Auf dem Eutiner See brachen drei Knaben des Chausseewärters Kühl im Alter von 11, 8 und 5 Jahren ein und ertranken. G a n d e r k e s e n. DaS Gastwirth Auffahrt'sche Haus nebst dem angrenzenden Stalle brannte vollständig nieder. Von dem Mobiliar konnte nur ein Theil gerettet werden.

E in Gegenbeweis. Lieber Hans, du hast mir nicht gesagt, daß dein Rasirmesser so außerordentlich scharf ist? Ja, geiviß! Ich hab' es mir auf dem Riemen ganz wundervoll abgezogen. Und trotzdem Plag' ich mich schon eine Viertelstunde, dl?se Sardinenbüchse damit zu Offnen. Feiner Geschmack. Pro. cssor: Ich lveiß nicht, an dem Pud. ding muß etwas fehlen." Frau: Aber Mann-, ich habe ihn genau nach dem Rezepte gemacht, daö ich mir abgeschrieben. Sieh, hier hast Du die Abschrift." Professor: Na also, ich Mßte es doch; Du hast ja Mehl ohne h" geschrieben; das fehlt." GesundeLeibesübung. Ich lese da grade, daß etn französischer Arzt an der Hand der Statistik herausgebracht hat, welche die gesündeste, anregendste und ungefährlichste LeibesÜbung ist. Nun, und welche ist es? Das Duell. Zweierlei. Johnny: Großmama, ich wollte, Du gäbst mir Kuchen." Mutter: Habe ich Dir nicht gesagt, Johnny, Du sollst Großmama nicht um Kuchen bitten?" Johnny: Ich habe auch nicht gebeten, Mama, ich habe gewollt."

othe KMht." Thätigkeit ttv B??etttttttq d,r Tsl,tttttsl,us,n in bet SttniiDidiiim. In dem Manifeste, das der Vizekönig Ad'nira! Alerejew veim Auobruche des russisch japanischen Krieges an die B?völlerunez der ?.!andschueer erließ, warnte er ganz besonders vor den Tschuntschufen, indem er jeden Einwohner, der einen Tschuntschufen beherberge oder sein Versteck verheiniliche, mit Strafe bedrohte. U?ber die Tschuntschufen herrschen oielfach irrige Ansichten. Sie sind kein eigener Aol:os:anlm, sondern einfach orgcnisirtc Räuleroanden von Chine-, sen. Der Name bedeutet ..Rothe Räuder," weil ein rothes Abzeichen bei Banden, die sich den Nimbus der Zugehörigleit zu cin?r weitverzweigten geheimen Gesellschaft geben wollen, in China Mode geworden ist. In den Tschuntschufen, die seit einigen Jahren in oer Mandschurei ihr Wesen treiben und oft den ötussen Ber.inlassung zur Ausführung kleiner militärischer Erpeditioncn gaben, hat man eine ahnliche Bildung eines unrechtmäßigen Machtsaktors zu erblicken, wie in der Niafia in Italien oder den Räuberbanden im Balkangebiete. Hier wie dort dient der Deckmantel der großen ZusammcngeHörigkeit auch oft dazu, um ein paar Banditen, die vom Brandschatzen der Dörfer und Landstädte leben, den nöthigen Respekt zu verschaffen. Man erkauft lieber die Ruhe vor ihnen durch eine mäßige Abgabe, als daß man sich ihren Gewaltthaten aussetzt. Der Vor-

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Tschlmtschieli. wand, gegen die Russen zu kämpfen und diese fremden Teufel" mit ihren Eisenbahnen, Telegraphen und Soldaten fernzuhalten, ist das Argument, mit dem die gutloilligen Leistungen von der friedlichen Bevölkerung verlangt werden. Es gibt aber auch in den Krc: sen der chinesischen Mandarinen, die wieder zurückgekehrt sind, und der Lite raten, die unter russiscker Verivaltun stellenlos geworden sind, politische Köpfe, die durch Vereinigung der Räuberbanden eine Macht bilden wollen, die den Russen die Okkupation streitig machen kann. Ein Hauptreiz dieses politischen Gedankenspiels ist die geheime Hoffnung, daß der neue Geist, den Japans Vorbild und Beistand im eigentlichen China erweckt hat. die p triotischc Hinneigung in der Mandschurei erkennen und belohnen wird. ,3 um PoWuchnl. 2tr Vorsthtttde dco Sauokomites if Post ftr.xter ,,d Poftstrnfze,, Repräsentant Jesse Overstreet. der durch die Bekanntgabe des Bristow'schen Spezialöerichts über die Postskandale eine so gewaltige Sensation im Kongreß hervorgerufen hat, ist der Vorsitzende des Hauskomites für Postämter und Poststraßen und eines der bekanntesten Kongreßmitglieder de Staates Jndiana. Er wurde im Dezember 1859 in Johnson County. Ind.. geboren und nach Vollendung seiner Studien im Jahre 1886 als Rechte anmalt zur Bar zugelassen. Während der Wahlkampagnen in den Jahren

Jesse Cuafticfr. 1898, 1900 und 1902 fungirte er als Sekretär des nationalen republikani schcn Kongreß-Komites. Während der 64., 55., 56. und 57. Kongreßsesnon war er Mitglied des 'Repräsentantenhauses, und für die 58 , ongreßsession wurde er mit großer MaDVität wieder. Zewäblt. X

Dm ftetitcl)en .Iieic!5llM. (Erwartungen und Enttäuschungen von neuen Abgeordneten.

JaiUreiche ?!euling Per jetzige Legislatur. peli.'Sc öl'liHer v-iser Uttc.nttstlgeA Ver IzüttiK HommNsic! arbeite Epia, ltiten Alte Schule. Ungewöhnlich zahlreich, so schreibt nan aus Berlin, sind in der 11. LegiSlaturpcriode de deutschen Reichstages die Neulinge erschienen. Aon insge sammt 397 Abgeordneten sind nicht weniger ! 103 solche Abgeordnete, die bisher dem Reichstage noch nicht angehört hatten. Rechnet man dazu noch diejenigen, die war in früheren Perio den schon einmal im Reichstage saßen, aber in der vorigen Legislaturperiode ausgesetzt hatten, so kommt man zu der Zahl von 147 neuen Rcichstagsmitgliedern. Ter Neuling im Reichstage will Eifer zeigen; er träumt von unerhörten Triumphen auf der Rcdncrvühne, um freilich nur zu bald eine Entläuschung zu erleben. Alles, was man sagen tönnte, haben schon viele andere gesagt oder wollen es sagen. Auch ist es etwas niederdrückend, daß das Bcdürfniß. zunlhören, in einem sehr ungünstigen Verhältniß zum Redcbedür,'nis; der einzelnen Abgeordneten steht. Was hilft die schönste Rede, wenn Niemand darauf achtet! Die alten erfahrenen Führer, die mit den parlamentarischen ''Gebräuchen längst vertraut sind und sich selbst auch durch die größte Unciufmertsamkeit im Hause nicht aus ihrer Fassung bringen lassen, nehmen sich der neuen Kollegen liebreich an. ermutbigen sie auch zu einem rednerischen Versuch und drücken ihnen nachher in gut aespielte? Bc ounderung die Hand. Aler der Reichiag als ?)?nsfe ist grausam und zeigt nit die geringste '.'ccigung. einem stTebcnden Gemüth sich als Sprungbrc'.: zur Verfügung ,?u stellen. Um so schärfer aber weiß er die kleinen Schwächen und Unzulänglichkeiten eines Neulings zu erspähen: so mamber ist schon durch einen boshaften Zwifchenruf oder ein spöttisches Gelächter aus dem Kontext gebracht worden. Und vermeidet der neue Abgeordnete alle vom Hause drohenden Gefahren, so thront doch hinter ihm in unnahbarer Hoheit der Präsident, der oft gerade im i .Dünsten Moment ihn auf die Tage Ordnung hinweist und ihm damit den Redefadcn durchschneidet. Vor die Tüchtigteit setzten die Gol ter den Schweiß. Das empfindet auch der Reichsiagsneuling nur zu bald. Der eine muß schaudernd erle'.'eu. daß seine rednerische Begabung, die er in Volksversammlungen oft so glänzend erprobte, für die Reichstagstribüne nicht ausreicht. Der andere begnüg; sich schon mit den schlimmen Ersahrungen des lieben Nächsten. Sie geben sich für die Zukunft damit zufrieden, eine Statistenrolle zu spielen oder in den Kommissionen zu arbeiten. Auch dann können sie noch nützlich Wirten, wenn sie die Sitzungen fleißig besuchen und sich allmälig in Einzelfragen der Gesetzgebung und des Etats einarbeiten. Die größere Zahl gibt indessen das Wettrennen bald als aussichtslos auf und findet auch ein Haar in dem regelmäßigen Besuch der Sitzungen, in denen nur immer die Anderen Reden halten. Kommen dann noch Rüeksichten auf Familie oder Geschäft hinzu. so wenden nicht wenige dem Undankbaren Reichstag den Stücken, um hoch stens einmal bei großen Sitzungen zu erscheinen, oder noch einmal kurz vor den Neuwahlen sich als eifrige Diener des Volköwohls aufzuspielen. Nur wenige von den vielen Berufenen sind auerwählt. Die großen Zei ten sind auch für den deutschen Reichstag vorüber; die wirthschaftlichen Be dürfnisse mit ihren lrassen Einseitigkei ten treten in den Vordergrund. So ist kein Platz im Reichstage für Persönlichkeiten, die von hoher Warte die Ziele und Aufgaben der Gesammtheit überschauen; an ihre Stelle sind die Svezialistcn getreten, die Wortführer der Landwirthschaft, des Handwerks, der Industrie, der Arbeiter. Mit dem aro ßen Zuge, der in den 70er Jahren durch den Reichstag ging, sind cu'.ch die großen Parlamentarier ausgeschieden, llnd heute noch hängt das Ansehen de? Reichstages zum Theil an Männern, die in jener großen Zeit ihre Schule durchgemacht haben. Taö Marea-Hvlz. In der Gegend des Tsad-Sees und des Bahr-el-Ghcisal in Afrika wächst ein der Familie der Mimoscngewächse zugehöriger kleiner Baum, den die Eingeborenen Marea nennen. Er erreich! eine Höhe von 13 bis 10 Fuß und einen unteren Stammdurchmesser bis zu 1 Fuß, doch verjünat sich der Stamm schnell, so daß er einen verlängerten Kegel darstellt, und seine Aeste tragen Dornen und gelbe Blumen. Sein Holz ist leichter als Kork und dabei so zähfaserig, daß es sich zur Fabrikation von Soldatcn-Schilden eignet, welche den Stößen der Sagais und Landen widerstehen. Diese Leichtigkeit macht es ebenso geeignet zu Schwimm- und Nettungögeräthen, wie ur HccresauSrllstung. "Jedermann ist dort in der Uferlandschaft mit einem 0 Fuß lan gen Marea-Stamm versehen, der nur eine geringe Belastung darstellt und es ermöglicht, den See. selbst an den dreiteren Stellen, zu durchqueren.