Indiana Tribüne, Volume 27, Number 181, Indianapolis, Marion County, 23 March 1904 — Page 4

Jttdia,, Tribune, 23. Mär, 190.

Jndiana Tribüne. Hauegedn von btt AuKg Indianapolis, Ind.

Sarry C. Ihudium

i

Prasiöent.

eschiistsloeali No 31 Süd Delaware Straße. Telephone

Ki.tvred at the Pot Office os Indianapoli at cond claia matter.

Die russische Volksseele und der Krieg. Unser St. Petersburger Corresponbeut, der in der jUngften Zeit einen großen Theil deS europäischen Nuß. landS uns den Süden FinlandS bereist

hat, schildert seine Beobachtungen über die Wiriung deS Krieges auf die Hal tung der Masten folgendermasjen : Ueberall wurde mir versichert, daß der ledanke an die Möglichkeit eines solchen Krieges noch am & Februar nicht nur dem Volke und dem Popen, sondern auch den Literaten und den Kaufleute als eine reine Unmöglichkeit erschienen wäre. Man entschuldigt diesen völligen Mangel an Voraussicht eben mit dem System der Bevormun dung und Geheimhaltung, daS in jeder Beziehung unerträglich geworden sei und b?schuldigt die Regierung, daß sie trotz ihreS seit vielen Jahren mit Ja pan vertrauten', diplomatischen Ge sandten, Baron Nosen, mit seinen Mi. litär- und Parine-AttacheeS und seinem Stäbe von Dolmetschern sich über die japanische!Kriegsdereitschaft habe ebenso täuschen lassen, wie drr Muschik vom Marktschreier. Dieser gemeinsame Irr thum dient also nicht zur Versöhnung mit dem herrschenden System der Ver heimlichung, sondern als Beweis für die Unfähigkeit des höheren Beamten thumS. Aufgeschreckt auS dem entsagungs vollen Hinbrtlten sind aber die Massen in allen von mir bereiften GouvernementS doch worden; der Blitz auS hei terem Himmel bleibt ihnen noch immer ein Wunder, dem man nochspüren muß. Dazu regen ja auch die dadurch veranlaßten Maßnahmen der Regie, rung aufS energischste an. Denn abgesehen von den selbstverständlichen KrieSvorbereitungen finden ja auch überall patriotische Versammlungen, Aufforderungen zu freiwilligen Kriegs spenden, Verabschiedungen von den nach dem fernen Osten abreisenden Truppentheilen statt. AuS Furcht kior der Polizei verläuft ja alles äuße rlich in bester Ordnung. Aber wer sich un ter das Volk mischt, seine Eindrücke mit denen früherer Jahre '.der allgemeinen Erregnng vergleicht, ist von dem Un terschiedej von einst und jetzi auf äußerste betroffen. Das loyale Mitschreien besorgt man mit einer bewuß ten Ironie, in dem man ost geradezu dem gegebenen 'Zeichen der als halbe oder ganze Nihilisten oder doch als Resormpolitiker bekannten Akademiker folgt. Mehr noch als der zünftige Handwerker oder ider Gildenkaufmann empfindet der Muschik und der Rabat nek, derlHausierer und der Kutscher den politischen Werth solcher Theilnahme an deniöffentlichen Dingen. Man möchte doch auch nach eigenem Wunsche mitthun dürfen, wenn eS nicht wie diesmal blos um Leistungen für den Staat, sondern um Verbesserungen der elender. Lage deS Volkes handelt. Die bestelltkn Kundgebungen lösen in den angeregten Gemüthern die in der Tiefe schlummernden Wünsche nach einem menschenwürdigen Dasein auS.

Diese Nebenwirkung deS sich Über die Massen verbreitenden Selbstgefühls Der Bauer ist auch ein Mensch sozusa gen" wird von einigen leitenden Wüchicrn der Ordnung sogar für stärker und dem herrschenden Systeme gefährlicher bezeichnet, als die Anfachung des PatriotiSmus durch die Massensuggestion, die der eigentliche Zweck dieser Veran staltungen ist. Was die wegen nihilistischer Neigungen Verdächtigen jetzt auS Besorgniß für ihre persönliche Sicherheit thuu müsseu. nämlich am lauteten mitschreien für den Zaren und für den Krieg, das kommt sogar direct ihrer Propaganda zu Gute; denn sie können sagen, der Zur wünsche die Stimme des Volke ohne amtlichen Zwischenbericht zu ver. nehmen. Das ist gerade das Merk würdige, daß daS alte Mißtrauen zwi schen Akademikern und den Volksmasien ganz geschwunden ist. Früher konnte nichts leichter inscenirt werden als eine Verprügelung von zu. sammcngerotteten Studenten durch das eigentliche Volk. Jetzt hören die Um. stehenden andächtig zu, was das Büisch

chen in der Mütze ohne Kokarde ihnen erzählt vor: dem weiten Wege bis Port Arthur, voll dem baumlosen, kalten Sibirien, daS dazwischen liegt, von den Chinese,!, denen die Mandschurei gehört, von den Japanern, M Port Arthur im Frieden von Shimonoseki

erhalten hatten, aber cS auf Wunsch

deS Zaren den Chinesen zurückgaben. von den armen Koreanern, die sich unter japanischem Schutz begeben ha den. um ihre Wälder nicht an Rußland abtreten zu müssen. Manch ein Bäuer chen überläuft ein Gruselu, wenn ihm der gelehrte Akademiker erklärt, daß sein Sohn erst mit der sibirischen und dann mit der ostchinesischen Eisenbahn Tausende von Werft tranöportirt werden muß, ehe er dahin kommt, wo er die Japaner auS Korea hinaustreiben soll. . Da kann man sich denn nicht ronn dern, daß die Scenen auf den Bahn' Höfe, wenn die Truppenzüge abgehen,' immer fo rührsclig und 'hränenreich' verlaufen. Alfo noch weiter als die. ostsibirischen Kolonisten, die doch nie rnai in die Heimath zurückkehren, sol-' len diese jungen Leute reisen, um sich mit den Japanern herumzuschlagen. Selbst wenn man ihnen sagt, der Statthalter des Kwangtung' dieteS habe alles zum Empfange der Truppen vor. bereitet; wie viele MufchikS giebt es, die von der am 31. Juli a. St. (13. August) geschaffenen Statthalterschaft'

eroaS wiffcn oder den Namen Kmangtung jemals gehört haben und einen Begriff damit verbinden können ? Dagegen haben eS die volksfreund lichen Bearbeiter der ihnen von den Behörden verunstalteten Maffcnanfammlungen leicht, ihren Saamen auszustreuen. Von Tolstoischen Ideen, von den Arbeiter-Genoffenschaften, von der Verbreitung der Volksbildung ha ben alle schon etwas läuten hören und denken, das? damit die Ideale zusammenhängen, für die sich so viele SUu oentenVersammlungen und berühmte sociale Literaten von der Bureaukratie haben drangsaliren lassen. Hat man es doch erlebt, daß sich die MuschikS wie ein Damm hinstellen und sich von der Polizci und von den Kosaken haben mißhandeln losten, um den zusanimengerott(ten Studenten, an die die Behörden heran wollten, Zeit zu geben, sich durch Nebenstraßen zu retten: Gegen den wahren Wunsch des Zaren glauben die Massen durch ibre Verbrüü dcrung mit den Akademikern gewiß nichts zu unternehmen; der ist ja auch volksfreundlich und für die geistige Ae freiung der Masse, wie feine schöne Gründung in St. Petersburg mit der Aufschrift Volkshaus des Kaisers- Nikolaus II. uud seine weitverbreiteten Kundgebungen zur Abschaffung dct Kriegsgreuel beweisen. ; Von allem, was der Krieg bis jetzt ge zeitigt hat, muß das völlige Vcrschwinden der srüher den russischen Bureaukraten so günstigen Kluft zwischen Akadcmikcrn und den Massen als die be deutsamste politische Veränderung der Situation im eigentlichen Rußland bezeichnet werden. Ueber die Bcobachtuug in Polen und in Finnland folgt ein weiterer Bericht. Kriegsminister von Einem, der von den Socialisten im Reichstag verspottet wurde, weil er das vom FreiHerrn von Schlicht (Graf Wolsf Baudes sin) hcrauSgegebeue Buch Erstklassige Menschen" nicht, wie daS Bilse'scbe confisciren ließ, veranlaßte gestern in Berlin die Confiscirung der Vorräthe iu den Buchläden. Das Buch, welches

wahrheitsgetreu die Ueberhcdung und zugleich Verworfenheit der Offiziere eines gcwiffen Garderegiments geißelt, wird nun wohl auch seinen Verfaffer zum reicheu Manne machen.

Musikalisches.

Unter den Auspicien deS Central lollege of Music" veranstaltet,.' gestern Abend im Propylüum Frau B c a t r i c e H u b b e l P l u m m e r ei Recital, welches den zahlreich erschiene, nen Zuhörern einen hohen nhusikalischen Genuß bereitete. Die junge Künstlerin verfügt über einen herrlichen schönen Sopran und über eine brillante Vor. tragöweise. Außer der großen Arie auS Carmen" brachte sie noch Lieder

von Rnbinstein, Schumail, Meyer Hel. mud, FontainelleS, lhaminade, Lehman, Hildach, Norris, Rogerö. Mc Dowelk uud Caro Roma zum Vortrag. Die Zuhörer belohnten die Sängerin mit reichem Beifall. Sie wurdt von Frl. Carrie Hyatt in vortrefflicher Weise accomvagnirt.

i. i ji tmen y r "'. 1 'Ältow - PHHBw. ' ''' '' ; yXP' V I s' - ' ,lj(o ' JEL' ' 'v ""nJk& JL .ft t j?J!l5jK . I . 4dm??' :M " Jrfi ! t&- 9m , i ' 'i) ; :--sät&9, ' " ' f. '?. ' M ,' Ä iSS'f- V-A' ' iu .. ' ;. t$! :S: ' " tf& W fmmWmL, T$$M , mtr. , ' r Mty. Sm i M$.vi''si "tmlBXttuBLi t 's '-' ISSffitSSBrwil

Baron von Sternburg, Eyrcndoctor der Universität Chicago.

Ans dcn GcrichtLsjöfcn

Der Srodrick-prozesj.

Das Bcweismaterial gegen ihn wird von Tag zu Tag belastender.

IHaudit die Tibh 1 Mingo.

Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so!

wird der Fall des I. L. Brodrick. deS ehemaligen Präsidenten der insolventen Jndiana National Bank von Elkhart am nächsten Samstag den Geschworenen zur Berathung übergeben werden. Bundes-Districtsanwalt Kcaling rief gesternNachmittag als letztenBelaftungsZeugen den früheren Cafsircr der Baut W. L. CoUins auf den Zeugenstand. Derselbe hat sich bereits schuldig bekonnt, falsche Einträge in die Bücher der Bank gemacht zu haben. Die Vertheidiger des Brodrick hatten seitdem sich ununterbrochen bemüht, dem CollinS die Schuld für den Zu. fammcnbruch der Ban! aufzubürden, um ihren Clienten weißzuwaschen. Das ist ihnen bis jetzt sehr schlecht ge. lungcn. Den Aussagen der bis dahin ver nonimenen Zeugen gemäß, war Brodrick in der That der leitende Geist, welcher fast an allen dcn korrupten e schästen bctheiligt war oder sie doch sanctionirt hatte. In diesem Sinne lauteten auch die Aussagen des Collinö. Die rrichiede. nen falschcnEintragllngen in die Büchei, dicgefälschtcnBerichtean denControlleuc des Schatzamts, die riesigen Darlehen an Finnen, welche bereits ihr Conto um Taufende von Dollars überzogen hatten, geschah auf Anordnung resp, mit der Genehmigung deS Brodrick. Die Vertheidiger desselben hatten ihn aiS eine Art Strohpuppe hinstellen wollen, welche sich unt die Geschäfte der Bank wenig bekümmert, allein iLollins wieg an der Hand von Zahlen, Noten, Checks und Memoranden nach, daß gerade das Gegentheil der Fall war. Brodrick pflegte auch fast regelmäßig die Morgenpost u holen, dieselbe zu öffnen und ' Dispositionen zu treffen. Nicht geringes Aufsehen erregten die Aussagen, daß I. L. Brodrick, dessen Frau und Bruder C. B. Brodrick, so wie verschiedene andere Mitglieder der Brodrick und Collinö Familie ihre De. pofitcn in der Bank am Tage vor dem Zusammenoruch derselben zurückzogen. I. L. Brodrick zog S300, Collinö S109.50, seine Kinder Frank, LouiS und GiadyS M.2G, 841.77 und

$23.87 und Frau Brodrick 248.72. Auf die Frage deS Distrt-AuwaltS, wie n dazu gekommen wäre, das Geld aus der Bank zu ziehen, meinte Collinö ganz naiv, ja das wäre doch seinEigen.. thum gcwesei'" ; gleich daraus mußte er zugeben, daß er der Bank WOOO schul, dete. Walter Brown zog ebenfalls S386.05 aus der Bank, welche er bei derselben

als Vorsitzender des Republikanischen congressionellcn Comites deS '3. Districts deponirt hatte. Durch den Ex-Teller ThomaS der in solventen Bank wurde nachgewiesen, daß Roten der National Mfg. Co., welche von Walter Bromn unterzeichnet waren und aus hohe Beträgt lauteten, am 16. Oktober, am 12. und 15. No vember in den Büchern der Bank als gute baare Activa aufgeführt wurden. Durch diese Aussagen wurde nnchge wiesen, in welcher Weise die Fonds der Bank mißverwaltet wurden. Es stellte sich auch heraus, daß Gouverneur Dur. bin durch den Zusammenbruch der Bank S9000 verlor. Er hatte einen aus diesen Betrag lautenden Check in der Bank zu Gunsten der Elkhart Power Co.", dessen Actio'när der Gouverneur ist. deponirt. Die A.issageu der Direetoren der in. solventen Ban!, Pelton Hill und Dr.L. B. Shart, waren ebenfalls nicht dar nach angethan, den Brodrick in die Toga der Unschuld zu hüllen. Ihren Aussagen gemäß wurden die Geschäfte der Bank ausschließlich von Brodrick und CollinS geführt ; sie (die Direc toren) waren, was die Verwaltung der Ban! anbctraf, nur Strohpuppen. Sie rfuhren erst über das Fallissement der ym, nachdem dieselbe bereits ihre Pforten geschlossen hatte. Erst jetzt, während des Prozesses, er fuhren sie. daß als Baar.Activa SI05. 000 von den Noten und Bonds der Consolidated Paper & Bag Co.". 388,000 von den BondS etc. der National Mfg. Co.", 853,000 von der Buefchler Mfg. Co.". S25.000 von der Acme Cycle Co." und $50,. 000 von den BondS der Elkhart Paper Co." in den Büchern der Bank geführt wurden. Keine Honigmonate. LouiS D. Hudson reichte eine ScheiduugSklage gegen seine Gattin Pansy ein. Wie er sagt, hat dieselbe ihn zwei Monate nach der Hochzeit vertagn und seitdem haben sie .icht mehr zusammen gelebt. George L. Gvdfrey wünscht ebenfalls von den leidigen Ehefcsseln befreit zu werden, welche ihn an seine Gattin Florence knüpfen. Dieselbe ginj; mi Vorliebe des NachtS aus und kam häu fig erst nach Mitternacht nach Hause. Eines Tages verduftete st? nach rnibe kannten Regionen, auS welchen sie nicht urehr zurückgekehrt ist. Datum einerNotc ge ändert. Marslial Levey reichte eine Klage ge gen Wm. L. Baker ein, in welcher er verlangt, daß eine Note über $2000, welche er an denselben am 3. März 1903 ausgestellt hatte, für ungültig erklärt werde. Wie er sagt, hatte die. selbe ursprünglich die Clauscl Zahlbar nach 2 Jahrcu" enthalten ; diese soll der Verklagte jedoch in Zahlbar nach 1 Jahre" umgewandelt haben und er

soll jetzt gedroht haben, die sofortige Bezahlung der Summe zu erlangen. C r i m n a l g e r t ch t. Wm. Hudson, ein I8.jührigcr Spitz. bube, welcher unter on Anklagen des Diebstabls und ErnbruchS stand, bekannte sich gestern des Diebstahls schuldig. worauf er zu 1 - :t Jahren Refor matorium verurtbeilt wurde. Die auf (WufrniL?) lautende Anklage wurde auf Antrag deS StaatsanwaltS niederge schlagen. Calvin Smith, angeklagt, mit einem Rasirmeffer einen mörderischen Angriff i is lnruS B. Traubinger ausgeführt zu baben, erklärte sich nicht schuldig. TaS Scharmützel ereignete sich vor cinigen Tagen in Broad Ripple, als die beiden Männer sich wegen des Preises einer Wagenladung Kohlen nicht eini gen konnten. Die Big'Four . Bahn a p p e l l i r t. Vor einiger Zeit erhielt Dora Mar tin von Aurora, welche die Big Four Bahn. Gesellschaft auf Schadenersatz verklagt hatte, ein Urtheil über $1500 zu ihrcn Gunsten. Sie hatte, wie sie sagte, durch die Schuld der Angestellten der Gesellschaft Verletzungen erlitten, an dcren'Folgkn'sie zeitlebens zu leiden haben wird. Tie'Gesellschaft hat ge. stern gegensdaS Verbiet im Obcrgericht eine Appellation eingereicht. Eine L e b e n S v e r i i ch e ? u n g S Gesellschaft beschummelt. Die JUinois-ebeusverfichcrungS. Gesellschaft" bat Jsabclla McCork auf Zahlung von S750 verklagt. Ihr Gatte ' hatte teilt Leben für $3000 bei derselben versichert gehabt. Er starb vor einiger Zeit und die Gesellschaft zahlte der Wittwe die ihr pu kommende Versichernnassumme aus. Erst dann erfuhr die Gesellschaft, daß der Verstorbene, als die Police ausge fertigt wurde, ein unrechtes Alter angegeben batte. Er hatte erklärt, daß er am 23. December 1841 geboren worden war' wäzr?nd sein Geburtsjahr in Wirklichkeit 1837 war. In Folge dieses Altersunterschiedes hätte er S11 per S1000 mehr bezahlen müssen, als er in Wirklichkeit entrichtete und die Gesammtsumme, um welche die Gesellschaft angeblich betrogen wurde, betrug $744.90. Diesen Betrag wünscht sie jetzt von d r Wittwe wieder zu er langen. Die Klage der getüusch ten Sarah. Vor Richter Leatbers und Geschworene wurde gestern mit dem Verhör der Zeugen in dem Falle der Sarah Cox fortgefahren, welche, wie bereits berich. tet wurde, den Grocer John Wright von New August wegen Bruchs eines Heirathversprechens aus Schadenersatz

verklagt hat. ES kamen Briefe von der Klägerin zur Verlesung, deren liebegltthender Inhalt nicht darauf schließen ließ, daß sie von einer 57. jährigen Wittwe geschrieben waren. Wright selbst sagte auf dem Zeugen stände aus. daß er niemals der Kläge rin die Heirath versprochen hatte. Die gesammte Bevölkerung von New Au gusta nimmt regeS Interesse an dem Fall, denn ein großer Theil derselben wohnt beständig der Verhandlung bei. Scheidungsklage abge. w i e f e u . Indem Richter lVarter gestern die von Alfred Oscar Evans gegen seine Gattikl Eva Evans eingereichte Schei dungsklaqc abwies, hob er hervor, daß viele Chelcute mit dem Einreichen einer Scheidungsklage, sobald geringfügige Differenzen zwischen ihnen entstanden wären, gleich bei der Hand sind, ohne einmal mit sich selbst zu Rathe zu gehen, ob es nicht besser sei, den Frie. den wiederherzustellen. Evans hatte u. A. in seiner Klage seine Frau be schuldigt, einen ihrer Knaben gezüchtigt zu haben, wo eS gar nicht nothwendig gewesen wäre. Richter Cartcr meinte : Die meisten Jungen ver dienten hin und wieder eine Trat Prügel." Zu Gunsten der Kokomv' Gesellschaft ent. schieden. In der Klage der Columbia Wire Co." gegen die Kolomo Steel & Wire Co." hat BundcSrichtcr Anderson gestern eine Entscheidung zu Gunsten der Kokomo - Gesellschaft entschieden. Die Kläger hatten behauptet, daß ihre Patente von der verklagten Gesellschaft benutzt wurden. Ein brutaler Ehemann. Frau Coral Tilley wünscht von ihrem Gatten Millard I. Tilley, mit welchem sie sich vor 17 Jahren ver mählte, geschieden zu werden. Er soll

sie in der brutalsten Weise mißhandelt und einmal d.rartig geschlagen haben, daß sie da: Bewußtsein verlor. Probatgericht. Der Prodat.Commissär hat sagende Bürgschaften angenommen : Margarethe Roe; Verwalterin des Nachlasse von Anna Roe, $200; Wm. H. Hubbard, Verwalter des NachlasieS von E. Erwin Macnomar, $1500; Harry Hildebrand, Vormund von ?)Zary C. DaviS, S50; Wm. Heinrichs, Vormund deS geistesgestörten Wm. L. Rohde, $15,000; Albert Bangel, Ad. miniftrator deS Nachlasses von Jacob Bangel, S3500. Abrechnung über Frau S ch o w e's Nachlaß.

Wm. Giezendunner, welcher vom Probat-Commissär zum Verwalter deS

Nachlasses der Frau Schowe, welche zur

Zeit der Hochfluth im Flusse ertrank, ernannr wurde, hat gestern seine Ab rechnung eingereicht. An der Leiche waren bekanntlich $105 in Baar ge. funden worden. Von diesem Geld hat der Administrator $99 für Begräbniß. kosten. RnwaltSgebühren und andere nothwendigen Ausgaben bezahlt. Die $6, welche verblieben, erhielt er als Vergütung für seine Dienste. Im Polizeigericht wurde der Wirth Michael Traugott von No. 1107 Oliver Avenue wegen Verkaufens von Spiritussen am Sonn tag zur Zahlung von $20 und Kosten verdonnert. Derselbe hat sofort an das Kriminalgericht appelliri. Verlangt seine Commis. s i o n e n. Vor Richter Carter wurde gestern über die Klage verhandelt, welche Alexander P. Creßwell gegen die Featherstone Foundry 6: Machine Co. eingereicht hat. Derselbe war von der Firma als Reisender mit einem festen Gehalt von $175 per Monat und 2 Procent Commission von seinen Verkäufen angestellt gewesen. Kläger behauptet, daß die Verklagten ihm noch $6000 schulden.

Zur letzten Ruhe.

Das Leichendegängniß des am letzten Samstag verstorbenen Feuerwehrmannes Oscar F. S t e h l i n fand gestern Morgen unter zahlreicher Be theiligung der vielen Freunde des Ver blichenen von der St. John'S Kirche aus statt. Die Beisetzung der Leiche geschah auf dem hl. Kreuz-Kirchhof.

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