Indiana Tribüne, Volume 27, Number 181, Indianapolis, Marion County, 23 March 1904 — Page 3

JuSiana Tribüne, 2 März 1904.

Port Arthur bombardirt. Japaner dringcn mit ihrer Landmacht vor.

Vergiftet

Tcr Amir von Afttbanistan.

Ter Kaiser in Port Mahon. Wunrriiwnt in Bclsticn. Arbcitcr-Gesctz-gcbung in Frankreich.

Ost-Afien. Port Arthur bombardirt. S t. Petersburg. 22. März. Der Zar erhielt vom Vicekönig Alerie'f folgende Meldung: Generalleutnant Stoeffel berichtet, daß gegen Mitternacht am 21. Mrz mittels der Suchlichter japanische Tor. pedodoote vor Port Arthur gesichtet wurden. Unsere Wachtschiffe und Land-

lin gesandt. Belästigt wurde Keiner, aber c schien sicherer, sie allen möglichen Gefahren zu entreißen. Kuropatkin's Reise. . r k u t 5 t , Ost Sibirien. 22. März. General Kurovatkin, der ge ftern angelangte Oberbefehlshaber der oftas. Landtruppen, reiste heute nach dem Baikal See ad. B i z a r t a , Tunis, 22. März.

datierten etufftteten sofort jeuer. Um j Dtt russische Kreuzer Aurora und 8 4 Uhr früh wurde der Anarin wieder-' Torpedojäger kamen Hier an.

m - . 17 n II Holt. Um Halb 7 Uhr zeigten sich feindliche Schiffe vom Süden, gefolgt vom ganzen Geschwader von 11 Schlachtschiffen und 8 Torpedobooten. Unser Geschwader fuhr dem Feind entgegen. Um 9 Uhr eröffneten die Schlachtschiffe Feuer auf Liatoschin. dann nah' men sie in einer Felsmbucht Stellung und bombardirten Port Arthur. Eine nachträgliche Depesche Stoesjels vermeldet, daß da japanische Geschwader aus G Schlachtschliffen und 12 Kreuzern bestand. Gegen 9 Uhr Vormittags theilte sich daS feindliche Ge schwader in zwei Divisionen südlich uno südöstlich von Port Arthur. 20 Mi. nuten später eröffnete die Retvizan" Feuer auf den Feind, welcher nun sein Feuer auf die Stadt richtete. Unsere Flotte sormirte sodann im Außenhafen. Gegen 11 Uhr wurde das feindliche Feuer schwächer. Das feindliche Geschwader zog sich zusammen und dampfte in südöstlicher Richtung ab. Fünf von

unseren Truppen wurden während des Bombardements getödtet, 9 verwundet und ein Landsoloat leicht verletzt. Der Feind gab 100 Schüffe aus 12 zölligen Geschützen auf Port Arthur und 108 Schüsse auf die Umgebung der Stadt ad. Ein japanisches Schlachtschiff wurde von einer unserer Kugeln beschädigt und zog sich zurück. Vormarsch der Land t r u p p e n. M u k d e n. 22. März. Alericff telegraphirte an den Zaren, daß General Mitchenkofs ihm am 17. März mel dete, daß eine russische RecognoscirungStruppe am linkeu Ufer des Anju Laufgräben bemerkten, welche der Feind über Nacht aufgeworfen hatt?. Bis da hin hatte man den Feind noch bei 7)ong Pong. l.r Meilen nördlich vom Anju, vermuthet. tfs wird angenommen, daß eine japanische Division nun am Anju ist und der Rest deS l. Armee-CorpS in Ping Yang. Auf den Bericht hin, daß der Feind sich auch bei Pak Ehong, IS Meilen nordwestlich von Anju, gezeigt habe, wurden 200 ffosacken abgesandt, um dem Feind den Uebergang über d?n Pak Chong streitig zu machen. Drei japanische Schwadronen von je 190 Mann zogen sich beim Eintreffen unse rer Reiter auf Anjn zurück. 3000 japanische Kavalleristen waren am 19 März iu yjüiig Pqon und sind vorbereitet Ponton-Brücken über den Anju zu schlagen. Bestätigung fehlt. S t. P e t e ? S b u r g, 22. März. Die Regierung steht der Meldung, ein

iavauisches Geschwader sei vor dem

Hafen New lhwang gesichtet worden, skeptisch gegenüber.

Der Bericht, daS Vladivostock schwader sei in Port Arthur angekommen, wird hier nicht bestätigt. New E h w a n g . 22. März. Der heute hier gehörte Kanonendonner rührte von den Schießübungen eines Forts her. Da die Ankündigung bon dieser Schi?stübung durch die Russen erst spät erfolgte, so erregten die Schüffe beträchtliche Bestürzung. DaS EiS bricht rasch auf und der Fluß wird in den nächsten Tagen offen sein. Keine amerikanischen Bemühungen. St. Petersburg, 22. März. Der amer. Botschafter McTormick ist vom Staats Departement angewiesen worden, um RUckkehr-Erleichterung von 40,000 Japanern in Sibirien nach Japan zu ersuchen. ES sind überhaupt nur wenige Japaner in Sibirien; die meisten sind schon vor oder gleich nach Begimt deS Krieges abgereist. Die letzten 12 Japaner aus JrkutSk werden am Samstag nach Ber-

Parlaments Scandal. Tokio, 22. März. Anläßlich des Tadatmonopnl-ProjetteS droht ein ParlamentS-Scandal. Gewisse Abgeordnete sollen versprochen haben, gegen entsprechenden Gewinnantheil für Erhöhung der den Fabrikanten zu zahlenden Entschädigungen zu wirken. Der Plan war, den Fabrikanten eine Summe, die einem diesjährig e Gefchäfts Ertrage entspricht, zu zahlen und das Gniff" - Projekt wollte die Entschädigung auf 4 Jahre hinaufschrauben. Die Angelegenheit wird zunächst von der Polizei untersucht. Will das Christenthum ausrotten. S h a n g a i, 22. März. Eine Proklamation des Rebellenfllhrcrs Vuan, der an der Spitze von 1.000 Opium-Schmugglern kürzlich chinesische Truppen in der Provinz Szi Ehuan schlug, besagt, es bestehe nicht die Absieht, Die Chinesen oder Ausländer zu belästigen. Dagegen wolle ?)uan, zur Ausrottung der falschen anvländischen Wn,-Mn iVMnff 10 ,!,!, flTOrnttt

IIIUIVII f V V .1 , UtXlll ausheben, nach dem westlichen China

ziehen und die christliche Religion von auswärtigen Ländern zerstören. Die Proklamation richtet sich in erster Linie gegen die römisch-katholische Kirche.

Schutz verlangt. New Chwang, 22. März. Die britischen Einwohner sandten eine Petition an ihren Gesandten in Peking, n Kriegsschiff hierher zurücksenden zu wollen. Ter amerikanische Consul Miller schlägt vor, daß alle hiesige Ausländer sich zu gegenseitigem Schutze organisiren sollen. lrokbritannicn. Bestattung des Herzogs vsn Cambridge. London, 22. März. Der Herzog v. Cambridge wurde heute nach einer Leichenfeier zu Grabe getragen, wie sie seit dem Tode des Herzogs v. Wellington keinem englischen Soldatcn mehr zu Theil wurde. DaS Königspaar, fast alle Mitglieder der Kgl. Familie, Vertreter auswärtiger Herrscher, diploiuatische Corps und hervorragende Briten aus allen Berufsarteu wohnten der eindrucks vollen Feier in der Wl-stminster-Adtei bei. Nachher wurde die Leiche durch mit Truppen und Volk dicht besetzte Straßen nach dem Kensal Green Friedhose überführt. Alle Fahnen in der Stadt waren auf Halbmast gezogen und viele Leute hatten Trauerkleider

angelegt. Frankreich. C o m b e s bleibt z u n ä ch st. Paris. 23. Mürz. In uner

heutigen Unterredung stellt MinisterPräsident CombeS in Abrede, daß er in Folge der jüngsten Niederlagen deS CabinetS sofort zurückzutreten beab sichtige. Die Lage des Ministeriums sei allerdingS schmierig geworden, aber, waS ihn betreffe, so wolle er das begonnene Werk fortsetzen, ilrne von dem geplanten KurS um eines HaareS Breite abzuweichen. Sociali st ilcherVorschlag o n g e n o in m e n. Pk?riS. 22. März. Die Deputirtenkammer nahm heute den socialistischen Vorschlag au. ine Woche in jedem Monat speciell der Arbeiter-Gesetzgebung zu widmen. Spanien. Die Kaiser. Reise. Port Mahon, 22. Mürz. Kaiser Wilhelm langte in Port Mahon (In. sel Minorca) heute früh an und fuhr mit dem Dampfer König Albert" 5 Uhr Abends wieder ab.

St. Petersburg. 22. März. Von Ashkabad wird gemeldet, daß der Amir von Afghanistan von politischen Feinden vergiftet wnrde. Habibullah Khan wude im Jahre 1872 geboren und bestieg als Nachfolger seines Vaters Abdul Nahmen den Thron im Jahre 1901. Deutschland. Ein Vertheidiger der H c r e r o s. Berlin, 22. März. Ein Missionar in Südweft-Asrika vertheidigt im ..Reichsboten" die HcreroS gegen die Anklagen, sie hätten Frauen und Kinder abgeschlachtet. Er nennt die Na-

men einer Reihe von Faauen, die als ermordet gemeldet wurden, aber fäir.mt lich am Leben find, obwohl die Hereros Gelegenheit hatten, sie umzubringen. Eingeborene Christen, sagt der Misfionar weiter, halfen Franen und Kindern, daß sie die Militärftationen in Sicherheit erreichen konnten. ('in Eingeborener Namen? EliphaS erbst fein Ochsengeschirr, um Frauen und Kinder nach Olahandja zu dringen, trtz der Gefahr, die Ochsen könn ten beschlagnahmt rerden. Ein Missionar Brockmann ging mit Frauen und Kindeln zu Fuß ohnc Belästigung mitten durch die feindlichen HcreroS nach Okahandja, und eine UNvcrheirathete Deutsche, die nach Ctjimlugcre durch die kriegerischen Horden flob. kam unverletzt an. Der Missionar erzählt, drei Deutsche hätten in seinem Hanse Zuflucht gesucht, zwei als Unterdrucker der Eingeborenen bekannte Händler nnd ein gewisser Mariens, den die Wilden als gerechten Mann ansahen. Feindliche HcreroS kamen nach dem Hause, erschossen die Händler, schonten aber Mariens.

Regierung und Berliner Banken. Berlin, 22. März. In der heutigen Sitzung der ReichstagS-Bud-get'Eomm.ssion stellte ein Abgeordneter an den Finanzminister u. Rh.inbaben die Anfrage, warum er drei Tage vor dem Kriegsausbrüche 817,000,000 in preußischen EonsolS an ein Syndikat Berliner Banken verkauft habe, wo durch diese in Folge deS Kurssturzes schwere Verluste erlitten hätten. Der Minister erwiderte, dii Regie, rung hätte den Krieg nicht voraussehen

können und sei durch den plötzlichen AuSbruch überrascht worden. Der Regierung sei das Vorkommniß sehr peinlich, aber auch andere Länder, wie Frankreich, hätten unter Kursstürzen gelitten. Belgien. Wieder ein Anarchisten Anschlag. L Ü t t i ch, 22. März. Heute wurde wiederum ein Anarchisten Alkschlag versucht; man entdeckte jedoch eine Höllenmaschine in der Wohnung des PolizeiEommissärS Bret, bevor Schaden angerichtet werden konnte. Die Maschine war die gleiche wie die am 18. erlodirte, wodurch das Haus eines Polizei'CommissärS zertrümmert, ein Offizier getödtet und ein halb Dutzend Personen schwer verletzt wurden. Oesterreich'ttnsturn. Urenkel Franz I o s e p h's.

Prag. Böhmm. 22. März. Fürstin Elisabeth v. WinoischGrätz, Enkelin deS Kaisers V.: Oesterreich nnd des Königs der Belgier, gab heute einem Sohne das Leben. Von Eisabeth, der Enkelin des Für sten Otto Windisch-Grätz, war im Dezember berichtet worden, sie habe eine Schauspielerin Louise Ziegler, Geliebte ihreS Mannes, erschossen. Die Meldung wurde jedoch amtlich als unbegründet erklärt. Philippinen. Sultan fügt sich. Manila, 22. März. General, major Wood berichtet auö Jolo, der Sultan am Sulu habe die Abschaffung des BateS Vertrags oh::e Zeichen der Erregung hingenommen. Er hatte offenbar die Abschaffung seit den Feindseltchkeiten im letzten Herbst erwartet.

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H o u st o n, Tex. Beim Einsturz eineS NeubauS wurden 8 Personen, 3 wahrscheinlich lebensgefährlich, verletzt. New York. Im BundeSdiftrittsGericht wurde ucute von 3 Gläubigern die Eröffnung deS ConkurSverfnhrenS gegen die Firma D. I. Sully $ Co. beantragt.

T e l r f u n k r u . Da deutsche System MI . ahtlostn Telear, phi ud it. it Bortheil. Professor Braun, dessen große Berdienjie um die drahtlose Tclegraphie bekannt sind, hatte in einem zu Straßbürg im Januar vorigen Jahres gehaltenen Vortrage angedeutet, daß epocbemachende Neuerung? auf diesem Gebiete zu erwarten seien. Er machte damals die Mittheilung, dan es ihm gelungen fei, unbegrenzte EnergieMengen in Form elektrische? Wellen in den Raum zu senden, so daß Entfernungcn für drahtlose Telegraphie über haup: nicht mchr bestünocn. Vor Kur. zem hat Professor Braun in einen: zweiten Vortrage zu Slraßburg erläutcrt, auf welche Weise dieses auöführbn ist. , Das Problem ist dadurch gefi daß es Professor Braun gelungen ist, tlvt beliebige Anzahl elektrischer Sdjtoirn mgstreise miteinander zu verbinden, daß alle genau gleichzeitig (bis auf höchstzns 0.000.000,001 Sekunde)

mit gleicher Schwingungsperiode ein-

setzen, d adurch läßt sich die Energie beliebig vieler Kreise ausnutzen. Tie Braun'sche Erfindung wird bereits von der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie in Berlin unter der ÄeZeichnung System Telefunken in die Prciris übergeführt. Der jetzige Fortschritt ist von ähnlicher Bedeutung wie der, welche r im Jahre 1900 durch die Einführung der abgestimmten Schaltungsweisen gcienüber den bis dahin üblichen nicht abgestimmten und min. oerwerthigen Anordnungen erzielt tourde. Die neuen Erfindungen sind dazu angethan, bei allen von der genannten Gesellschaft eingerichteten Stationen durch Einfügung bestimmkt Abänderuntm entweder den Sicher heitskoesfizienten zu verdoppeln oder unter Beibehaltung des bisherigen die größte Reicki auf das Zweifache zu bringen. Nit eine vereinzelte Berbesserung, sondern eine durchgreifende Veränderung der Schaltungsweisen und Konstruktionen fast sämmtlicher Apparate hat diese Leistungserhöhung gezeitigt. Die Grenze der üderhauvt mit diesen

Verbesserungen erreichbaren nlfernungen konnie noch nicht festgestellt werden, aber man darf sie, in Folge der vermehrten Em; sindlichke des Empfängers und der Möglichten, die Geber-Energien auf dns Vielfache zu f eigern, als sehr weit gesteckt erachten. Durch die Arbeiten Professor Brauns nnd Professor Slaby, die, in dem Svstem Telefunk.n vereinigt, in die Praxis getreten sind, ist dieses deutsche System allen andern Systemen der drahtlosen Telegraphie weit überlegen. Vorgeschichtliches Dorf. Nachdem man in den letzten Jahren in der Vorder , Mittel- und der hohen Rhon eine ganze iieihe von Ringwällen als Restr: ehemaliger vthönburgen gefunden hat!e, die als eine Grenzwehr der Cyatten gegen die Hermuiiduren (Thüringer) anzusehen sind, ist man un!ängst in der Nähe vou Oberwaldbehrungen auf ein vorgeschichtliches Dorf mit 29 trichterförmigen Wohnun gen gestoßen. Die Wohnungen haben einen Durchmesser von acht bis zehn Nards und sind in ziemlich gleichen Abstände angebaut gewesen. Bei einem Querschnitt von drei ?)ardö stieß man auf glatt zugerichtete Mauersteine, mit denen jedenfalls die kreisförmigen Wände zum Sckmtz gea:n Einbruch von Boden und Wasser belegt waren. Ei' t

starke Platte auö Sandstein, die viel leichi als Rcibplatte benutzt worden ist. lag vor der Feuerstätte. Aschen- und Kohlenresie, die sich an diesc Stätte fanden, lassen darauf schließen, daß die trichterförmigen Vertiefungen einst von Menschen bewohnt waren. Unter einem Steinbelag fand man einen mit einer Cteinkrusie bedeckten Oberschenkelknochen eines Säugethiercs. Man glaubt, daß diese Wohnstätten auf eine'3X)0jährige Vergangenheit zurückblicken. In derNähe des vorgeschichtlichen Dorses liegt der sogenannte Hunörück, der, weil er viele Grabstätten barg, auch Hllnenrücken genannt wird. Im Gefängniß verb r a n n t. Zwei junge Leute, Namens Black und Hoggett, sind an einem Morgen gegen zwei Uhr im städtischen Gefängnisse in Mountain View, O. T.. verbrannt. Dieselben wurden um Mitternacht wegen Trunkenheit verhaftet, und man glaubt, daß ihr Bett durch eine brennende Eigarettc in Brand ge-

riety. Ehe ot Hilferufe der beiden Gefangenen gehört wurden, hatte das Feuer bereits ftar? um sich gegriffen, und als Rettungsmannschaften nach dem Gefängnisse gelangten, hatten die meiden jungen Leute bereits a'fgehört, gegen die eisernen Gitter zu schlagen, und das ganze Gebäude stand in Flammen. Tivetan' sche Justiz. Die Oberverwaltung Tibets liegt in den Händen eines Rathes Tevaschnn" unrer dem Vorsitz des Dalai Lama. Vier Mitglieder des Deoaschun werden vm Kaiser von China ernannt. Die Justiz ist käuflich und die Regicrungsgeschäfte werden mittelst Bestechungen betrieben. Bei kriminellen Untersuchungen werden Peitschenhiebe und Foltern angewandt, Worunter die schmerzhafteste das Bc?tropfeln mit heißem Siegellack ist. Von den Strafen sei das Auspeitschen, die Werurtheilung zu Gefängniß, zur Sklaverei, zum Ausstechen der Augen, zunl Abschneiden der Finger und le7ienslän glicher Prunger erwähnt.

Graf Tntlrthn." Ttr eins, d,S Ll, ndurgr rotzherzosA In den ver. Staat,. Wenn der Großherzcg Friedrich August von Oldenburg, der neulich unter dem Inkognito Gras Lensahn" auf dem Norddeutsen Llcyddamvfer önigin Luise" unerwartet von Genua in New ?)ork eintraf, auch nur wenige Tage in Onkel Sams Lande geweilt hat. so bildet die Thatsache doch einerseits einen neuen Beweis dafür, daß der Besuch der Ver. Staaten seitens Angehöriger fürstlicher Häuser in die Moöe gekommen ist; andererseits hat der roßherzog einen Rekord geschah fen, inöem er der erste regierende europäische Fürst ist, der je die Gestade der Union betreten hat. Großherzog Friedrich August, der gegenwärtig im 52. Lebensjahre steht. folgte feinem verstorbenen Vater GroßHerzog Peter im Jahre 1900 in der Negierung. Er war in erster Ehe mit der Prinzessin Elisabeth von Preußen, einer Tochter des Prinzen Friedrich Karl, vermählt, welche 1895 starb, worauf Friedrich August 1896 eine zweite Ehe mit der Herzogin Elisabeth von Mecklenburg einging. Er hat vier Kinder, einen jetzt sechsjährigen Sohn

Aerzte.

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Großherzog Friedrich August. und drei Töchter. Man rühmt Großherzog Friedrich August große Leutfeligteii, Einfachheit und ein allen Schmeicheleien abholdes Wesen nach. Er ist ein leidenschaftlicher Sportsmann, besttzt eine Tampfyacht und ist Mitglied des Kieler Jachtklubs, dessen vornehmster Angehöriger bekanntlich der deutsche Kaiser ist. " Da der Großherzog seit etlichen Jahren eine schwache Gesundheit besitzt, so befindet er sich viel auf Reisen. Diplomatcnwechscl. lit Versetzung dS v),sandtkn Varrett vn Argetttinte nach Panama. In dem von Präsident Roosevelt dieser Tage vorgenommenen DiplomatenWechsel dürfte die Versetzung des bis herigcn Gesandten für Argentinien. John Barreü. nach Panama, als Nachfolger des anherigen dortigen Gesandten Buchanan. im Hinblick auf die engen Beziehungen der Ver. Staaten zu der jungen Republik und den bevorstehenden Jsthmus-Kanalbau als das wichtigste Moment erscheinen. Barrett, der 1866 zu Grafton. Vt.. geboren ward nnd 1889 am Dartmouth College. N. H., gradnirte, war. nachdem er als Zeitungskorrespondent Hawai, Südamerika, Japan und China bereist hatte, von 1894 bis 1898 Gesandter in Siam. als welcher er den Eheek Streitfall, in dem es sich um nnrn Anspruch des Amerikaners Dr. Cheek an die siamesische Regierung zum Betrage von .ZL.lX)0.000 handelte, durch einen Vergleich aus der Welt schaffte und auf Reisen durch Ostasien Handelsgelegenheiten für die Ver. Staaten

John Barrett. studirte. Im Jahre 1901 war Barrett einer der Delegaten für die Konferenz dej amerikanischen Republiken in der Stadt Mexiko; nachdem fungirte er als Generattommissär der St. Louiser Weltausstellung für Asien; den ihm 1902 angetragenen Gesandtenposten für Japan lehnte er ab. um seine Aufgäbe als Ausstellungskommissär zu vollenden. Gesandter für Argentinien war Varrett seit Juli 1903.

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Kurze Depeschen.

. 22. März. Inland. D a l l a s , Tex. Ein Versuch, in der republikanischen Staats Conven tion eine Indossirung der Nomination Fairbanks als VicePräfidentschaftS. Candidat zu erlangen, schlug fehl. Jefferson City. Mo. Die Anklage gegen Senator Matthews auö St. LcuiS wurde im Kreisgericht abgewiesen, unter der Begründung, daß da Bewcismaterial deS Staats unge nügend fei.

Schiffsnachrichten. Angekommen. Bremen: Kaiser Wilhelm II." von New York. Antwerpen: Baderland" von New York. Abgefahren: New York: Kronprinz Wilhelm" nach Plymouth, Cherbourg und Bre men.

Die Amtshauptmanns cb a f t von Zwictaü und der Stadtrath von äNilmiitschau haben das über Krinimitschau verhängte Versammlungsverbot aufgehoben. Die Errichtung eines Panzerthnrms bei Laboe zum Schutze der Einfahrt in den Kieler Kriegshafen erfordert die Vergrößerung der Ma-trofenartillerie-Abtheilung. Die neue fünfte Kompagnie soll in Laboe zur Bewachung der Station und zur Bedien.ang der Geschütze ihren ständigen Aufenthalt nehmen. Bisher sandten die Compagnien der Friedrichsorter Matrosen artillericabtheilung abwechselnd ein kleines Detachement nach Laboe. Der Panzerthilrm führt zwei der größten Schnellfeuergeschütze der deutschen Schiffsartillcne. 28 Centimeterkanonen, die sowohl durch elektrische wie bydrüulrsche Kraft gedreht werden und die Hafeneinfahrt vollständig bestreichen können.