Indiana Tribüne, Volume 27, Number 179, Indianapolis, Marion County, 21 March 1904 — Page 4
Jndtana TciKüne, 21, März 190.
Jndiana Tribüne. H,rautbn von dr Gud? SS. Indianapolis, Ind.
Harry C. Thudium
Präfldent.
VeschitftS loealt Wo 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE
i,trcl nt th Po Office os Indiniolii ierond clatt mutier.
Eivittftrte KriegfäHruna gegen Hereros.
Was längst schon allgemein befUrchM wurde, daß die Hunderte von ver mißten" Kolonisten in Deutsch SUd. weftafrika ebenfalls todt und sammt liche unter schrecklichen Martern von den Wilden getödtet worden sind, findet nun nach den aus Südafrika kommen' den Depeschen seine schreckliche Bestäti. gung. Die Qualen unter denen die meisten jener Unglücklichen ermordet wurden, waren so grauenhaft, das: die Schilderung davon in ganz Deutschland einen" unheimlichen Eindruck macht. Wie alle Wilden find jene Hereroö unglaublich grausame Menschen. Sie find von einer mörderischen Rachsucht gegen ihre Feinde erfüllt, und haben ihr Vergnügen an den schrecklichen Zo deSzuckungen ihrer Opfer. Schaudernd wird von Forfchungsreisenden, die in jene Gebiete gedrungen sind, berichtet, wie die Hereros häufig Menschen, um sie zu tödten, in der Nähe von Hausen der großen dort lebenden Ameisen fest binden und dann aus sicherer Entfer nung zusehen, wie das von Ameisen bissen getödtete Opfer sick. stundenlang in Todesqualen windet. Bei diesen schrecklichen Nachrichten macht eS einen befremdenden Eindruck, daß schon wieder deutschländische Zei tungen verlangen, man solle den deut fchen Schußtruppen in Afrika rathen, sich zu mäßigen' und solle darauf drin gen, daß der Krieg gegen die HereroS auf ci'oilifirte.Weisc" geführt werden müsse. So unpraktische Heult sollten eigeni lich gar keine Eolonisationspolitik treiben. Diejenigen, welche ,'ür eine civi lifirte Kriegführung am wenigsten Anerkennung und f! Verständniß haben würden, wären jedenfalls jene immenschlich grausamen südafrikanischen Wilden selber. Die Civilisation kommt regelmäßig bei aller Colonial Politik sehr schlecht weg, wenn sie auch bei allen Eolonialbeftrebungen beständig als der durchsichtige und ziemlich stark abgenützte Vorwand dienen muß. Man kann ja das Recht der HereroS, für ihr Land zu kämpfen, nicht verke nen. Im Grunde genommen, hat kein europäisches Volk ein Recht, auf irgend ein afrikanisches oder anderes Übersee! sches Gebiet. Aber ohne solche Unter. jochungSpolitik wäre eine Eolonialpoli tik gar nicht möglich. Wie ein blut rother Faden zieht sich durch die ge sammle Geschichte der Menschheil die Unterdrückung schwächerer Volker durch stärkere, ja, ohne sie würde überhaupt keine Weltgeschichte geschrieben worden sein. Ganz gewiß sollte auch Colonial Politik von den civilisirten Völkern ohne Grausamkeit getrieben werden. Beim Bekanntwerden der Nachrichten von der gräßlichen Ermordung von Hunderten friedlicher deutscher An fiedler, Massen von Frauen und Kin htm unter ihnen, durch die südafrikanischen Wilden, ist e? aber doch luim am Platz, zu einer möglichst civilisir ten Kriegführung" gegen jene blut gierigen Stämme von Eingeborenen zu rathen. Wenn man gegen diese Wilden gerecht verfahren wollte, müßte man sie im unbestrittenen Besitz ihres Landes lassen. Aber das würde das Ende aller deutschen Colonialpoliti! fein. Zudem find ja allem Anschein nach auch die HereroS Eindringlinge in die sen Gebieten. Vor ihnen waren au qenscheinlich ganz andere Stämme dort ansässig, die von ihnen unterdrückt und vertrieben, oder . auch wahrscheinlich
ganz ausgerottet worden sind. Starke Völker unterdrückten überall und jederzeit die schwachen. Dabei wird eS wohl leider auch in späteren Zeitaltern bleiben, trotz der angeblich fortschreitenden Civilisation. Der Mensch kann seine Raubthiernatur nicht verleugnen. Bej den wehleidigen Klagen über uncivllisirte Kriegführung" gegen das grausame Mordgefinoel der HereroS erinnert man sich unwillkürlich der Übel angebrachten Ausfälle jener nämlichen deutschländische Zeitungen gegen den verdienstvollen deutschen Afrikaforscher
Carl PeterS. Unmittelbar nachdem derselbe in einem heroischen Kampf f lr Deutschland das große Gebiet am Kl lima Nndscharo unter unglaublichen Gefahren und Beschwerden erobert hatte, wurde er von einem Theil der deutschen Presse, weil er zwei seiner eingeborenen Diener wegen VerrathS hatte. hängen lassen, so wüthend at griffen, daß er sich genöthig! sah, sein deutsches Vaterland zu verlassen und sich den Engländern zuwendete. Uncivilisirte Kr.egfiihrung" können die guten Leute in Deutschland am besten vermeiden, wenn sie die Völker anderer Erdtheile ganz in Ruhe lassen. DaS wäre aber auch das Ende aller deutscher Eolonialpolitik. ES ist noch sehr die Frage, ob damit der CivilisaHon" ein großer Dienst erwiesen würde. Heute ist ein Jahrhundert vcrflossen. seit das berühmte französische Ge jebuch publizirt wurde, welches unter den Namen Code Civil oder Code Na. poleon, wie es während der beiden Kaiserreiche hieß, bis heute noch die bürgerliche Rechtsordnung Frankreichs beherrscht. Auch in den deutschen links rheinischen Gebieten wie in Baden stand der Code bis vor wenigen Jah ren, bis zum Erlaß des neuen Bürger lichen Gesetzbuchs", in Gesetzeskraft.
ES ist erklärlich, daß einem Wrke. welches sich so lange ohne wesentliche Aenderungen zu behaupten weiß, ein starker innerer Werth bciwohnen muß. Der Hauptvorzug des Code besteht in der knappen, kurzen und doch zugleich sehr klaren Auödnlckweise, eine Klippe, an der die meisten Codifikationen auf dem Gebiete deS bürgerlichen Rechts zu scheitern Pflegen. Auch die freie Bear beienng des römischen Rechts, auf wel chem das Gesetzbuch fußt, ist den Schöpfern trefflich gelungen. Der erste Verdienst an dem Werke gebührt dem franz. Convente, dem eS nach einem Ausdrucke von Joh. Schcrr. Bonaparte gestohlen". Ate Napoleon erster Consul wurde, waren allerdings die Grundsteine zur Collifi cation selbst gelegt, aber die schwierige Einzel Arbeit unternahm doch erst seine Regierung und der erste Consul hat sich persönlich, so wenig er im All gemeinen die ihm gefährlichen Advoka ten leiden mochte, an den Berathungen mit lebhaftem Eifer und großem Scharssinn detheiligt. Somit ist der
Name, den er ihm gab, nicht so ganz ohne Berechtigung. Ob der Code lUvil seine zweihun dertjährig? Geburtstagsfeier erlebt, ist eine Frage, die man angesichts der in Frankreich sehr starten socialift. Stim mung sicherlich nicht mit einem unbe dingten Ja wird beantworten dürfen.
Wo viel Schütten ist, ist auch viel Licht. St. LoutS, die stolze Missif sippistadt, welche von ihren eigenen Be amten verkauft und verrathen war, giebt der Welt jetzt ein glänzendes Bei spiel energischen BllrgersinneS durch die Ausnutzung der entsetzlichen Uebel, de nen das vertrauensvolle Volk geopfert wurde. Doppelt hell und groß erstrahlt inmitten der käuflichen Voltsvertreter die markige Figur des republikanischen Abgeordneten Richard Bartholdt her vor. Einen Mann, um den dasDeutfch.
thum andern Staaten den Stoi Mij souri füglich beneiden kann. Sein Wirken im Kongreß hat unS mit ge rechter Bewunderung erfüllt und die Schulo der Dankbarkeit, zu der Mis souri dem Manne verpflichtet ist, kann nm durch Verleihung der höchsten Eh ren getilgt werden. Nicht nur auf das Deutschthum von St. Louis macht sich da Wirken des Abgeordneten Bartholdt bemerkbar. Ueberall im Lande ist der Deutsch'Amerikaner stolz auf die Er rungenschaften deS ManneS. ES würd-' eine Kalamität für da) Deutsch.Ameri thum bedeuten, wenn eS der Dienste deS verdienstvollen Mannes verluftig gehen würde. Was er für den von ihm der trennen Congreßdistrilt gethan und erreicht hat, wäre wohl schwerlich einem Manne, der nicht so hohcö Streben, so hohe Ziele vor Augen hat wie Bartholdt, möglich gewesen. Die Jndiana Poliser Deutschen haben Herrn Bartholdt zum Festredner am Deutschen Tage erkoren: möge er auch in dem be vorstehenden Wahlkampf, in dem das corrupte Element feines DistrictS alles aufbieten wird, um den unbestechlichen Mann durch ein gefügiges Werkzeug zu verdrängen, siegen. Die Deu!fchen im Lande erwarken von den St. Louisern, daß Bartholdt mit fliegenden Bannern ü chlt wird, denn auch sie lieben ihn der Feinde wegen, die er gemacht hat.
Raucht die Tish I Mingo.
Die Maifeier der deutschen Gewerkschaften.
Der Fortschritt der Arrangement.
Die gestern Vormittag in der Columbia Halle abgehaltene Sitzung der Delegatetl der hiesigen deutschen Ge werkvereine, welche gemeinschaftlich den 1. Mai als Internationalen Arbeitertag iu der Südseite Turnhalle feiern werden, war wiederum von Vertretern aller betheiligten Vereine besucht. Das Preß-Eomite berichtete, daß eS seitens der deutschen Pr-sse der Stadt die freundlichste Unterstützung .finde und daß auch die englisch.' Presse die beabsichtigte Feicr in anerkenr.enswerther Weise unterstütze. Das Comite für Redner berichtete, daß es ihm wahrscheinlich gelingen
werde, Herrn Robert Saltiel von Wisconsin, einen der besten deutschen Red ner dieses Landes, der gegenwärtig eine AgitationStour durch die Vcr. Staaten macht, als Hauptredner für die Feier zu gewinnen. Herr Saltiel ist nicht nur als tüchtiger Gewerkschaft
ler und Sozialist bekannt, fondern hat auch einen guten Namen in den Kreisen der Freidenker und innrer und wird daher jedenfalls auch bei dem hiesigen Deuischtbum guten Anklang finden. DaS Comite für Zusammenstellung deS Programms konnte noch keinen endgültigen Bericht erstatten, meldete aber, daß soweit alle im besten Gange sei und eS ihm jedenfalls gelingen werde, ein ebenso interessantes wie reichhaltiges Programm für die Feier zusammenzubringen. DaS Comite für Drucksachen überlieferte die bestellten 2000 Tickets, und wurde beschlossen, dieselben nunmehr in Vertrieb zu geben. Der Preis derselben ist .5c G Person und sind solche an den folgenden Plätzen zu haben: Südseite Turnhalle an Prospect Straße. Columbia Halle, Delaware und Mc Carthy Str. Keller'Z Holle, 217 East Washing. ton Straße. Henry Victor. Noble und St. Clair Straße. ohn Weilacher. Kentucky Ave. Chaö. Hosencloser, 126 S. Delawäre Str. Aug. Doebber. MorriS Str. und Madifon Ave. Fritz Weiffenbach, 1401 Madifon Avenue. Henry Schwarz, 2602 W. Michlgan Straße, Haugbville. WeSley A. Miller, 2136 W. Michi. gan Str., Haughville. Die nächste DelegutenSitzung findet am Son::tag, den 3. April, Vormittags 10 Uhr, in der Columbia Halle statt. i i Aus deutschen Vereinen. Der Deutsche Gegensei tige UnterftütungS.Ver e i n erwählte in seiner gestrigen in der Columbia Halle abgehaltenen, gut besuchten, regelmäßigen Versammlung folgende Beamten: Präsident LouiS Hellmann. Vice.Präsident Gustav Merz. Schatzmeister Bernhard Thau. Secretär Louis Ziegler. Trustee auf 3 Jahre eorge M. Steivel. Nach Erledigung der Routine Ge fchäfte fand noch ein gemüthliches Bei-
sammenscin statt. In der Germania Halle hielt gestern Nachmittag der Deutsche Pio
ni er Verein seine sehr gut besuchte regelmäßige Versammlung ab. In derselben wurde der Bericht über den wohlgelungencn Verlauf des IahresfefteS entgegengenommen, allen Mitwirkenden nochmals ein herzliches Dankesvotum gezollt, sowie eine große Anzahl innerer Vercinsangelegenheiten geregelt. Zur Aufnahme vorgeschlagen wurden 3 Candidaten. Auch der Schwäbische Unter jtützungS-Verein erledigte in feiner in O. Keller'S Halle abgehaltenen gut besuchten Monatsversammli'ng durchweg nur mnere Vereins Ange lcgenheiten. Cin Candidat wurde zur Aufnahme in den Verein angemeldet.
Jnspls. Liederkranz. Eine interessante und genußreiche Abend, Unterhaltung.
Naiisications Versammlung. Werteter der Arbeiter in den Gru bendistrikten und Vertreter der Gruben besitze? werden yeute im Claypool Hotel eine Conferenz haben, um die neuen ArbeitSvertrüge betreffs der Lohnver ringerung von 5,55 zu unterzeichnen.
Der JndplS. Liederkranz veranstaltete gestern Abend unter der Leitung seines Dirigenten Herrn Carl Rieqener eine humoristische Abenbunterhaltung, welche eiren in jeder Beziehung erfolgreichen Verlauf nahm. Zwei Neuer'.lngcn für die Unterhol tungen waren eingeführt worden; zu nächst wurde das Programm ohne Unterbrechung durchgeführt und dann waren im Saale kleine Tische aufge stellt, um welche sich befreundete Familien gruppirten. Diese Einrichtung hatte zur Folge, daß von vornherein unter den Besuchern eine gemüthliche Stimmung herrschte. Eröffnet wurde die Unterhaltung von den Sängern deS Liederkranz, welche das effectvolle Lied Blücher am Rhein" in frischer trefflicher Weise zum Vortrag brachte. Hierauf folgte Cine fidele Gerichts sitzung" lhumoristifcheS Terzett), in welchem die Herren Jacob Schulmeyer (Richter"), Franz Schäfer i.,Ange klagter") und Kurt Korn (Gerichts diener") mitwirkten. Herr Schulmeyer errang mit seines Basses Grundgewalt förmlich Furore; Herr Schäfer war vortrefflich bei Stimme und Herrn Korn'S Komik versetzte das Publikum in heitere Stimmung. Der luftige Ctnacter bereite demselben eine genuß reiche halbe Stunde. Die Sänger trugen hierauf noch zwei Lieder Trinklied" oim Marsch, ner nnd das Volkslied Mein Wunsch" vor. Die SoloScene Der GcrichtSvoll zieher Krause", welche von Herrn Friedrich Schmidt vorgeführt wurde, fand beifällige Aufnahme. Herr Joseph 5txa4 brilljrte mit einem CornctSolv Romanze" von Ascher; er bewies, daß er auf dem In st.'ument Tüchtiges zu leisten vermag. Die Zuhörer ruhten mit ihrem Bei fall nicht eher, als bis er noch ein encore Es war ein Sonntag hell und klar" gegeben hatte. Hierauf kam die Hauptnummer des Abends, die Aufführung des Lieder spielS Ein Gespaß im Gebirg" von Lorenz. Dasselbe hatte erneu durch schlagenden Erfolg Dank der sorgfül tigen Eiustudirung, welche demselben seitens des Dirigent?, Herrn Rie.juer, zu Theil geworden war. Die Handlung spült sich in einer Schutzhülle in den Tyroler Alpen ad. In derselben ist ein Gesangverein ein gekehrt u.oieMitglieder desselben leisten sich mit den Botanik:? Prof. Niedlich einen harmlosen Scherz, indem einer
der Sänger sich als SennerinZverkleidet von dem Professor die Cour schnei den läßt. Die Sänger des Lie derkranz hab?n mit der brillanten flot kn Vorstellung dieser heiteren, einacti gen Operette große Chre eingelegt. Cö klappte Alles, so daß den Zuhö
rern in der That ein ungetrübter Ge nutz bereitet wurde. Der hor leistete im Spie! sowohl als im Gesang durch auS befriedigendes; Herr Franz Schä fer war eine fesche Sennerin, Herr Iu liuS Buschor, welcher den Führer Sepp spielte, sang und jodelte, daß kö eine wahre Lust war und Herr Kurt Kern stattete den Botaniker, Prof. Niedlich, mit aller ihm zu Gebote stehenden Comik auS. DaS Zusammenfpiel war ein flotteS und nicht die geringsten Stö' rungen kamen vor. Da auch die City Band, unter Lei' tung ihres Dirigenten Herrn Neinhold Miller vortresfliche Concert und Ball Musik lieferte, so konnten die Besucher der Unterhaltung in jeder Beziehung über einen genußreichen Abend quit tiren. Auf sonderb'are Weise ist fast die ganze Familie von James Dougherty in Sioux Falls, S. D., ausgestorben. Kürzlich wurde die Leiche eines Sohnes von Louisicna gebracht, welcher am Typhus gestorben war; alle wollten ihn noch einmal sehen und so wurde der Sarg aufgemacht. Darauf erkrankte die ganze aus sieben Personen bestehende Familie am Typhus; drei sind bereits gestorben und für die übrigen geben die Aerzte nur wenig Hoffnung. Gleich mehreren anderen großem Geschäftsgebäuden New Forks enthält auch de? kürzlich errichtete Geschäfts - Koloß No. 42 Broadway in seinen ganzen Räumlichkeiten die Nunimer 13 nicht. Es gibt dort keinen 13. Flur und auch auf keiner (tage ein Zimmer 13. Man betrachtet dies als ein Zugeständnist an die aber gläubi,chen Instinkte in Wall Str., wo die Furcht vor der Unglückszahl 13 nur übertrafen wird durch eine bange Scheu vor dem als noch mehr Unglück bringend verschrieenen Freitag.
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Socialer Turnverein
Vortrag seS Herrn John L. GrifftthS.
Unter d-n Auspicien des Comites deS Socialen Turnvereins fUr geistige Bestrebungen hielt gestern Abend Herr John L. Grifjtlhö im Auditorium des Deutschen HauseS einen Vortrag über Rußland". Der Vortragende bat das europäische Rußland im verflossenen Jahre bereist und er konnte dahcr auS cigeuen An fchauungen sprechen. Er kam zunächst auf den Krieg im fernen Cieit zu sprechen. Wenn auch s.inc Sympathie sich zu Japan neigt und er glaubt, daß dasselbe schließlich über Rußland trium phiren würde, so sei er doch überzeugt, daß zwischen dem siegreichen Japan und China eine Allianz stattfinden wird, welcher schließlich die 275 Millionen Eingeboren von Jndicn betreten wür den. Der Redner wieS darauf hin, daß in dem gegenwärtigen Conflict mehr als der Acsitz von Korea oder dte Annectirung der Mandschurei, oder die Ausdehnung deS amerikanischen Han delS im Orient involMrt fei, nämlich
das Schicksal der Civilisation selber. In Bezug auf Rußland führte Herr GriffithS z, nächst den großen Einfluß der griechischen Kirche, den Mangel im Erziehungswesen und die Censur der forti k;. m?;r;Mv.o(u
fJlVl, U 11 11 U II ilUllUl" Ull. Er kam auf die Ausgaben der großen Städte und die Corruption der Beamten zu sprechen. Er wleS darauf hin, daß Rußland das erste europäische Land xvut, welche? die Todesstrafe ab. schaffte, daß in einem Zeitraum von 5 Jahren unter Kaiser Alexander II., 11,000,000 Leibeigene zu freien Män nern wurden nnd daß ihre Regierung ihnen die Gelder bewilligte, um ihre communalen Lündereien anzukaufen und daß ihnen viele Jahre Zeit ge geben wurde, die Gelder zurückzuzahlen. Er wieS ferner darauf hin. daß im ganzen Kaiserreich Rußlands hochgebil dete Männer und Frauen beschäftigt seien, die Bevölkerung auf dem Lande aufzuklären. Herr Grissith glaubt, daß Rußland einer großen Zukunft entgegengeht und daß die Nation einst eine wichtige und progressive werden wird. DaS Publikum lauschte den AuS einandersetzungen des Vortragenden von Anfang bis zu Ende mit ficht lichem Interesse und zollte dernsel den am Schlüsse reichen Beifall.
John Wever's Wirthschaft. No. ?54 West Nortk, tr.
Siebzig Listen Wachteln (Quails) und Prairie - Hühner oder etwa &000 Stück, die ein Herr Rupert von Okeene von dort nach St. Louis verschicken wollte, wurden zu Enid. Okla., auf dem Nock Island - Bahnhof in Beschlag genommen, da laut dem Gesetz solche nicht aus dem Territorium verschickt werden dürfe.'. Rupert wurde um $00 bestraft. Von dem beschlagnahmten Federvieh wurden auf Andordnung des Gerichts 10 Kisten an die Armen der Stadt verschenkt und die anderen verkauft. Ein seltenes Hochzeit?fest find kürzlich im Hause von Pastor F. Tiede von der lutherischen Gemeinde in Albert Lca, Minn.. statt: drei Brautpaare traten auf einmal in den Stand de: Ehe. Die beiden Söhne des Pastors sind ebenfalls lutherische Geistliche, der eine in der Nähe von Dubuque, und seine Braut ist dieTochter eines Farmers daselbst; der andere amtirt m der Nahe von Waverly, Iowa; feine Zukünftige ist ebenfalls die Tochter eines Farmers. Das dritte Paar ist die Tochter des Hause'S und ihr Bräutigam ein Pastor, Namens Ackermann.
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