Indiana Tribüne, Volume 27, Number 178, Indianapolis, Marion County, 19 March 1904 — Page 6

Indianer Tribüne, I. Mrz lüO.

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Dr. August Kosnig's Kamöurger MWßee

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und deren Office ist 90. 1 Oft Washington trahe, oder Qttt Washington und Meridian tr. I n dia a polt. I d. H. i. Bronoo, sst Gen. Paff. Agent.

LuroväiMNackrichten. 9rAe Atciöts. Hamburg. Der Kaiser hat dem jetzigen Capitän des Aergnügungsdalnpsers der Hanlbllrg - LlmeritaLinie Prinzessin Aictoria Louise", Hans iHujer, in Anerkennung seiner Verdienste nli Führer des Südpolar schiffes aufe den Rothen Adlerorden 4. Klasse verliehen. Die Biirgerschaft hit in einer Sitzung rcirfilicfi zehn und eine Viertel Million Mark bewilligt für Verbesserung dei, Hafen verkehr näiill'ch gegen 8' Millionen zar Herstellung einer Wasserstrafze für den oberelhischcn 7)lubschiffsverkehr nach den 5tuhwärde Häfen in Verbindung mit einer neuen ZollabsertilingÄstelle für diesen Verkehr, solvie zur Herstellung einer VaHnverbindung ton der Peute nach denl Bahnhof WU lllnsburg. nnd reichlich zivei Millioncn ir AStfAg der Häfen für die größten chiff?kolosfe. Vermißt wirv seit einiger Zeit der Arbeiter Aiigust Nioch, der mit den Dampfer Brisgovia" ak llebcrarbeitcr von Vltv) itott nach hier gekommen war.

er Vermißt verließ oas Schiff und

!,t seit der Zeit nicht wieder gesehen wordene es ioirv vrkiiuthet, das; ihm ein Unfall zugestoßen ist. DieDeutjche Semnute bat den Vorstand der

nautischen Abtheilung der Hamburg, 1 Amerika - Linie, tlapitan Poli. die j silberne Medaille, und den Capitalien '

L. Leithäuser vom Danipfer Moltke" und Messing von der Patricia" die Vronzemekiille mit Diplom verliehen, sämmtlichen Herren in Anerkennung der umfassenden und präzisen nautischen Beobachtungen, die sie der deut schen Seewarte übern,i!telt haben. B r e n e n. Sein 25jähriacs Dieustjllbiläum beging der Sfriinin i! Wachtmeister Müller vom Polizeibu rcau 2 lSchleifmühle). 1879 wurde er al Polizeidiener Hierselbst angestellt. Infolge seiner guten Flihrung und vorzüglichen Leistungen wurde er am 1. Mai 1 89 zum KriminalWachtmeister befördert. L ü deck. Im Alter von 44 Iah. ren erlag oer .yandelSkammersyndlkus Dr. Sieivert einem Herzschlage. Dr. Siewert begann seine Laufbahn als Handelsredakteur eines Lübecker Blattes. Als solcher erwarb er sich große Verdienste um das Zustandekomknen des lilbe - Travekanals. Im Alter von 59 Jahren starb hier infolge eines Herzschlages Herr Carl Boy. der Battt der bekannten Schriftstellerin Jda Boy-Cd. 4 Ichwctz. A a r g a u. In Moskau starb, 93 Jahre alt, Bernhard Lerch. von Britt nau, ein lroßindustrieller alten Schlages. B ö z i n g e n. In der Nacht ist das Uhlenslelnatelier Steffen & iioch abgebrannt. An rohen lind verarbei teten Edelsteinen ging ein großer Vorrat!) zu Gliiltde. Das Feuer griff so rasch um sich, dast Die Belvohner mu Mühe das nackte Lebe retten konnten. Ä l a r u s. In der Glasfabrik Glarus explodirte ein Lylolfaf;. Lylol ist ein äufzerst feilergefiihrliche?. leich: sich verflüchtigendes Oel, da zur Entfernung der Diaphthalinanfätze in den OaßleitUKgen verioendet toird. Eill allgemein geachteter Angestellter der Fabrik, Namens Beeler, zn treubc jorgter Familienvater, if. todt, ein anderer Arbeiter, Namens Geui. nlußte in's ztantonsspital transpor tirt werden. Luzern. Vom 18. bis 22. Sep tember findet hier ein internationaler Ophthalmologen Congreh statt. Ehrenpräskdentei, sind Stadtpcästdent Heller und Negierungsrath Walter. Der Vorstand ocs Ltalcoinites be steht aus den Augenürztenp Stocler, Pfister und Vogel. M ü n s i r g t n. In der Graben mühle erstiek-en ln ihrer gemeinsamen Schlafkammer infolge Ausströmen von Kohlenolt)0gaS aus dem zu srüh geschlossenen Ofen drei Männer: ein älterer unverheiratheter Knecht, tya 'nenS Kaufmann, ein jüngerer lediger Arbeiter Weber, gewesen, r Pflegling derIrrenanstalt. und der oerheirathete Melker Stibi. Alle drei naren brave, arbeitsaine Leute. Oesterreich 'MNEavN. Wien. In seiner Amtswohnung ist der städ:ische Todtengräber auf dem Wiener lsentral - F"iedhof Douiinik Bauer gestorben. Der Professor um Confervatorium und Chormeister des Wiener Männergefangver eins Richard Heubcrger hat durch den .vd seiner Gemahlin. Frau Johanna H-'udergcr, einen schmerzlichen Verlust erlitten. AuL ihrer Wohnung. Floridsdorf. Schloßhoferstrabe '61, wird die L7jährige Private Cmma Pfuffahl vermißt. In einem zurückgelas senen Schreiben giebt sie die Absicht kund, sich zu todten. In VöSlau hat sich der Gärtner Robert Ottinger nach durchschwärmterNucht in betrunkenem Zustande erhängt. Der 47 jährige Bronze . Arbeiter Matthias Mittclböck, Grunösteingasse 1 wohnhast, wurde von Tobsucht befallen. Mit Mühe gelang eS, den Tobsüchtigen zu überwältigen. Er wurde gefesselt der psychiatrischen Klinik eingeliefert. Altstadt (Ung. - Hradisch). Unter einerJttundationsbrücke wurde hier der 54jährige V igant Fr. Tamonek erfroren aufgefunden. B i l l i ch g i a fe. Der Schuhma-

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Zesundheil für ZNädchen.

?qv Brecher Sirnye, t l a n I a, 9a. lese Heute denken, datz Patentmc' lzlnen wertlos stnd. aber wenn alle brauen, die leidend und krank sind, wie iA ti war. meine Srsahruna mtt dem Wme ot Cttr.Iul haben sonnten, dann würden st? ihre Ansicht Ändern. Ich hatte in der Tht lciiie,! einzigen gesunden aa selt meinem sltnfzehntk Lebensjahr, d,'. ich wahrend dcr Pk7iode manchmal an zu starker und dann wtcd.'r an zu spurli..r Menslruatton litt. bu sehr unregelmahtg und schmcrzhast war. Ich hatte solche Schmerzen in mclncm nütXen, icb ich nicht liegen, und keine bequeme cellung beim Sitzen finden konnte, und aus ditse Weise v.ubte ich jahrelang, jeden Mo??at eine öoche leiden.

Natürlich hatte ich verschiedene $d!mUUi für mein Leiden prcbtrt. und befand ich Mich manchmal bedeutend besser, und

dachte, ich wäre geheilt, aber in kurzer Zeit kam da Leiden wieder, und ich war nur im Stande dauernde Linderung durch den Gebrauch don

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" - n tnny 1 11, kj ( I. i . v v ... v.. r . .1.41. oU . III WMB ' y . mm m , f nun seit einem Jahre gesund, und habe debbalb allen Brund zu glauben. ff fy dab ich c bleiben werde. U U "

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cr Wlm os Cunliil ist eine Medien, die privatim Hanse m't donselbcn wohlthätigen Folgen genommen '"erdeil kann, alö wenn sie von di.m besten Aerzten in der Welt verschriedeil worden wäre. Diese einfache Behandlung verfehlt nie. gehörige Meiistruation zu veranlassen, und erlaubt der .ranken, in ruhiger Weise Die Würde der Weiblichkeit, ohne irgend welchen Schaden .zu erlangen. Fräulein Dockendorf hätte all' ihr Leiden vermeiden können, wenn sie sofort den V!u? ot Cardin" eingenommen hätte, und jede Mutter sollte ihre kocht mit dieser berühmten Kedigw versehen, ehe dieselbe in daz Frauenalter eintritt. Tie gnten Wirkungen der Medicin werden sich durch ihr ganzes Led.'n fühlbar machen. Der Win,- os CnnlM ist eine Medizin, du sowohl alte, wie jungk Frauen h.'ilr. Er ist ein sicheres Linderungöinittel für unregelmäfn'ge und schmerzhafte Menstruation in jedem Stadium. Er heilt niederdrückende Tchmer'en und all' die beiden, die schwache und nervöse Frauen heimsuchen.

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kyer Jakob Pctlenk stürzte beim Mit ternachtläuten vom Thurme ab .iud wurde tödtlich verlebt vom Platte gctragen. Ä i s e n z. Dragoner de hiesigen Dragoner - Regiments No. 10, ra tzcl. hat sich erschossen. Motiv ist unbekannt. Budapest. Der Jurist Andr. Aischitz, oer gegen einen Professor wegen dessen Strenge ein RevolverAttentat verüben ivollte und eelegirt wurde, hat sich in Monte (5arlo erschössen. -- Das Duell zwischen dem Abgevrdnei''n Grafen Georg Karyoli und dem Joucnalistelt aoislaus Senyc- fand in einem Fechtsaal, statt. Gleich beim ersten Wasfengange wurde Eeiiyes durch einer Hieb über SNrne und Gepchi s wcr verletzt. l- b b s. Alls dem Walchscc bei Uuf' stein sind zwei Einwohner aus dem hiesigen Orte, der Schuhmacher Darer und der Sattler Daxenbichler, im (5ise eingebrochen und ertrunken. Meran. Paul .straft. Ober-Jn-spektor und (5hefstelloertreter oer Süla terialverwattung der Staatseisenbahn Gesrllschast. Armenrath, Ehren Mitglied deö St. Vincenz i.'iereins, ist im Kö. Lebensjahre gestorben. S a a z. Der Taglöhner Johann Kraus; aus Perlsberg, der einenMordanfchlag auf den Polizei - (5ommiffär Stefan Wünsch verübte, ist an einem Lnngenleiden im Kreisgerichte Brü gestorben. Lutem5urg. Luxemburg. (5s starb hier in seiner Wohnung. Josefstrafte. der Är. chitekt Gedeon Bord lau im Alter von 7t Jahren. Er war der Erbauer deö Anbaues zum hiesigen Palais. (5 s ch. Daz t'ind des Arbeiters Kersch im Rcudorf-Viertel spielte in der Stube beim Ofen, als plötzlich die .Nleider desselben Feuer fingen. lHhk die Mutter, welche trank im Bette lag, Hilf- geben konnte, hatte das Kind schreckliche Brandwunden erlitten. E s ch d o r f. Aus bis jetzt noch unaufgeklärter Ursache brach im Anwesen der Wittwe Wagen seiner ans, das Stallungen und Scheline einäscherte. - .- m m Weihen Willst off keknigß man am besten mit einer Mischi'ng von Magnesia und Benzin. 3 6 (5szlös fei Magnesia vermischt mai; allmäh lieh mit so viel Benzin, das; sich ein dicklicher Brei bildet. Mit einer sehr weichen, in den Brei getauchten Zahnoder Nagelbürste bestreicht, man alsdann Strich für Strich das zu reini gende Kleidungsstü. Nachdem man auf diese Weise dasselbe ganz oder nur die schmutzigen Stellen bee.rbeict hat, bürstet man es nach dem Sprich tüchtig aus, um das am Stoff hängen gebliebene Magnesia zu entferne.. das Benzin verflüchtigte sich sofort und der Stoff ist nun sauber und von ursprünglicher Weihe. Man hüte sich aber, solche Reinigung bei Licht oder in der Nähe d? Ofens vorzunehmen wegen der grohen Feuergcfährlichkeit des B?n,ii.is auch bereite man nicht meyr Rcinigungsmatcrial, als MuN gerade zu der Arbeit bedarf, weil das Benzin sich rasch verflüchtigt. R e i n i g e n d e r B e st e rf t. Der . angenehme Geruch, der 1cesse und Gabeln nach dein Essen von Heringen anhaftet, ist durch Waschen nicht zu entfernen. Um ihn zu beseitigen, rühre man auS Lauge und Holzasche einen dünnen Brei und reibe mit diesem nnttelst eines WoNlappenS die Messer und Gabeln, spüle sie im warmen Wasser und putze sie wie gewöhnlich.

Verfehlter Effekt. WasV Ztvei J chre lang hben Sie mich nich. gemahnt? Aber lieber Freund, danr müssen Sie's doch seh'n. daß Sie ale Gläubiger ganz unbezahlbar sind. Kindermund. Elfe: Mama, meine Schuhe drücken ganz fürchterlich! Mutter- Kein Wunder, Du dumme Maus, wenn man sie an die verkehrte Fühe zicht! Elfe: Ader, Mamachen, vaö soll ich denn machen, ich hab' doch anderen ffiiue lantt!

(tne furchtbare -rsakrnni hatte vor Kurzem eine Schlangenbänöierin. Mlie. Anita Fougere. in Eanada durchzumachen. Sie wurde von einer Riesenschlange umstrickt und nur mit MUH s,ereltet. Sie schildert ihre Erfahrungen selbst sehr anschaulich: Es war so kalt, oa'ft meine Schlan gen fast zu nichlS zu brallchen waren. Die Brillenschlangen lagen ivic BaumKämme starr da. Ich nahm sie aus ihren warmen Decken und brachte f'e in ein geheiztes gimmer, Die Bor stellung fand am Abend? ftatt. Zum Schlüsse lam die Schanstcllung von Monarch", meiner grosicn Riesen ?chlange. Sie war währen o einiger ?ag in seltsaincr La:me gclvesen. Ja, war ihrer nicht ga sicher! Am Abend vorher, al sie sich um meinen 5I'ör per gewunden hatte, hatte ich bemerkt, daß sie mich gepreßt hatte, und ich war ein nxnia u,;ruhig. Monarch" war dressirt worden, aus ihrem Käsig her luZzuKKchen. Ich zog so viel von ihrem Lcibe aus dem .Näfige. daß ich sk einmal um meine Taille winden konn!e. und stand dann still, bis sie selbst die elf Fast ihrer übrigen Länge heranzog und mich umwand. Diese Pflege sie höchst sacht z,l thun. An diesem Abcnde aber, als eine Windung nach der anderen sich um mich legte, fühlte ich, wie die ganze Gestalt der Schlang, sich verengerte. Ich wollt'' schreien, wagte es aber nicht, denn das geringste Zeichen der Furcht oder des Nachgeben wäre verhängnisvoll gewe sen. ' Ich hiclt ..Monarchs'' Kopf in einer Ha?:d, und statt meine Zusckauer anzusehen, richtete ich meinen Blick in etc Augen der Schlange und sprach die ganze Zeit zu ihr mit leiser, schnarrender Stimme, an die sie gewöhn: war; aber sie sperrte ihren großen Rachen nur weiter ,iuf. Da gab ich den Anw?seizden ein Zeichen, sich etwas zu entfernen: denn eine wüthende Schlange darf nur ihren Herrn sehn. Der Schmerz war jetzt schon sehr start; ich fühlte, ah ich schwanken und fallen würde, aber ich wurde wie von einein eisernen Rohr aufrecht erhalten. Meine Füstc schienen nicht mehr den Boden zu berühren. Es war mir, als flog ich durch die Luft, mit dem großen Kopf der Riesens Klänge als Leitstern, deren runde Augen wie zwei Kohlen funlelten. Zuletzt verfiel ich in seltsame Erwägungen. Wie lange würde es noch dauern' bis ich meine Nippen brechen fühlte .und welche würde zuerst zerbrechen? Ich hatte meine Lungen ganz vergessen. Ich brauchte sie gar nicht mehr - ich konnte nicht athmen dann schloß ich meine Augen und wartete. In meinen Ohren dör:e ich Musik. Ja. das war die alte Drehocgel von Pierre Lccardi, den lch kannte, als ich ein Kind war. Ich sah nicht nehr den düsteren zitterndenKopf der Riesenschlange. . . Die Riesenschlänge niußte dann meine Bision durch einen stärkeren Druck gestört haben. denn ich sah mich 20 Jahre weiter versetzt und lag in den Arnn eines großen starken Mannes irgend ein? Gefahr lauerte in nächster Näh?, als der schützende Ar, eine5 Maanes sich um mich legte. . . Dann wurde ich ohnmächtig. Als ich wieder zu mir kam. schnitt man die Windungen der todten Riesellschlange von meinem Kör, per ab.

Auch mGroljherzogthum Sacksen-Weimar herrscht Lehrermangel. Um dem zu becFgnen, hat die weimarische Regierung sich entschlossen, oas Grundgehalt für die Lehrer und Lehrerinnen aufzubessern. Nach einer dem Landtage zugehendenBorlage sind für diesen Zweck rund 100,XX)' Mark vorgesehen; das würde einer Erhöhung von 100 Mark für jede Lehrerstell'e gleichkommen. Die jetzige Gehaltsstaffel leweat sich bei fest angestellten Lehiern neben freier Wohnung zwischen 1000 und 2000 Mark. Die Streckenwächter einzelner Eisenbahnen im Staate Massachusettö sind verpflichtet, jede Stunde an gewissen Orten Kontrolluhren aufzuziehen, welche allwöchentlich vom Bahnsuverintendenten inspizirt lverden.

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An der ersten Universität für Frauen in Tokio, die jetzt zwei Jahre besteht, studiren 00 Frauen. I u Rußland werden jährlich etwa 1,000,000 junge Männer zum Militärdienste aufgehoben. Davon treten jedoch nur 270,(XK) in die aktive Armee ein, der Rest ist 22 Jahre lang in der Reserve dienstpflichtig. Ein mathematisches Genie ist die Gutsbesitzerin Sapolski v. Sapolje aus dem (Gouvernement Rjasan, die kürzlich in Moskau das Examen als Mathematikcrin als erste Frau gläuzend bestanden hat. Die Presse lebhaft dafür rn, daß Frau Sapol?ki. die man eine zweite Sonja Kolvalewsty nennt, eine Anstellung in Rußland er halte. , Eine Petition um Eröffnung dvS höheren Postdienstes für Frauen hat der Verband fortschrittschlichr Frauenvereine in Berlin an den Reichstag ge sandt. Die genannten Bereine richten darin an die Bolkc?vertretung das Ersuchen: den Zugang zu den höhlen Stellen des Postdienstes durch Frei, aabe der Sckretärprüfung für weib' liche Postbeamte unter den gleichen Bedingungen wie für männliche eröffnen zu wollen. ch - Während des Jahres 1903 sind nach einer soeben veröffentlicht', n offiziellen Statistik 149 Ehejubiläumsmcdaillcn in Preußen verliehe n worden. Bon den mit der Medaille verliehenen Ehepaaren gehörten 1125 der evangelischen, 309 der katholischen Konfession an. 17 lebten in evangelisch-katholisch gelnischter Ghe. 1 Ehepaar war alt-katholisch. 1 gehörte der Mennoniten- 1 der Wallonischreformirten, 1 der Bapt'stcnsekte. 1 der Gemeinschaft der ?dventi,'ien vom sie beuten Tage. 38 der jüdischen Religion an; 15 Jubelpaare feierten das 60 jährige Ehejubiläum. ch ch 5

Anna Winlock. die seit 1875 an der Sternwarte der Harvard'Ur iversität beschäftigt war. ist plötzlich gestorben. Sie hat in den meisten 'Zweigen der auf die Himmelskunde angeivandten Mathematik Hervorragendes geleistet, namentlich in den ocrschicdenen Verfahren der Sternberechnunqen. Ihre Hauptarbeit, die von bleibendem Werth in der Astronomie sein wird, war die Herstellung eines Verzeichnisses Ur in der Näh: der Himmelspole stehendenSterne. Dieses ist das vollständigste, luU überhaupt besteht, und gilt als die bestc Grundlage für den Vergleich verschiedenr Beobachtungen. ch Die Moden in London zeigen gegenwärtig deutlich, nach welcher Seite die Sympathien der Engländerinnen in dem jetzigen Kampfe imernen Osten neigen. Der japanische ,,mmto" ist in England längst als loses Hauskleid Mode; j'tzt :vird er auch als Theaterumhong und sogar als Dinertleiv getragen. Die Mode, das Haar niedrig zu tragen, nimmt ab; die Frauen tragen das Haar vielmehr auch auf ja. anische A"t hoch und fragen nur nach der neuesten japanischen Haarmode. Außerdem werden nach Art der Geishas über beiden Ohren Schmueksachen im Haar getragen. Bei den Blumenhändlern werden Erysanthemen und Lotosblumen verlangt. Weiße japanische Fächer .haben für den Augenblick die zierlichen Blumen- undFederfächer verdrängt, die so lange unumschränkt aeherrscht haben. Das japanische Stutk ..Der Liebling der Götter" ist beliebter als je. und in allen VergnügungSorten hört man Musik aus japanischen Stüc?en.

Englische Blätter berichten von einem originellen Erfolge weiblichen Un ternehmungsgeistes. Zu den kühnen Luftfchifferinnen. den klugen Aerztin nen, Rechjssprecherinnen u. s. w. ge sellt sich nun auch als neueste Errun genschaft eine Entdcclerin nnd Schatz grälrin". Die Amerikanerin Miß E. R. Steiner darf das Vorrecht in il.spruch nehmm. die erste '.inngrube in Alaska entdeckt zu baben. Die Dame, ai'.s Baltimore gebürtig uno ein Abkömmling der alten deutsclen Adelsfamilie Steiner von Steindorf, kam auf seltsi-'ne Weise zu ihren Auswanderunggelüsten. Sie brauchte Geld zur Aufführung einer ihrer Opern! Miß Steiner ist nämlich nicht 'inr eine unternehmungslustige, sondern auch eine reichoegab'e Persöuiichkeit. oie sich in England auf dem Gebiete der Opcrnki'mposition einen gu :en Namen gemacht bat. Ihre bekanntesten Opern sind Der kleine Husar" und Fleurctte". Um nun das nöthige Geld zu säi.iffen. brach sie im Frübjähr 1900 nach Alaska auf und wird als die erste weiße Frau bezeichnet, die das genannte Metall dort zu Taae förderte. Nach einer harten, cntbehrunos reichen Zeit kehrte Miß Steiner nach New tyoxt zurück, interessirte hier die geeigneten Kreise für ihre Entdeckung und leitete 1903 die inzwischen zusam morkgetretene Expedition selbst nach dcm Fundort. Das Resultat der ailge stellten Forschung war ein überaus günstiges. Bemcrkcnöwerther 9?ütsganq.

Die Abnahme der Mediziner an den deutschen Universitäten ist in diesem Semester, wie eine Uebersicht über die Besuchsziffern erkennen läßt, wiederum rech! augenfällig. Belief sich die Ge sammtzahl der Mcdiinstudirencn an den deutschen Universitäten im Wintersemester 189495 noch auf 7796, so beträgt sie jetzt nur noch r,072, so daß also in diesen zehn Jahren eine Abnähme von 22 Prozent eingetreten ist. Einige Hochschulen sind an dem Rückgang in ganz besonderm Maße betheiligt, so Würzburg, wo in der angegedenen Frist die Zahl von 783 auf 422 sank. Leipzig von 727 auf 445, Greifswald von 381 auf 156. Breslau von 297 auf 205. München von 1125 auf 912, Erlangen von 355 auf 204, Freibürg von 383 auf 329, Göttingen von 207 auf 13. Halle von 249 auf 181, Kiel von 251 auf 194. Marburg von 225 auf 174. Straßburg von 300 auf 232. Bonn von 245 auf 206. Tübingen von 223 auf 184. In Berlin, der größten medizinischen Fakultät, sank die Zahl von 1220 auf 1193. Unschuldig iin Zuchthause. Im Herbste 1902 wurde der Hamburger Kaufmann Karl Bunners vom Landgerichte zu Lüneburg, Provin Hannover, wegen gewerbsmäßiger Hehlern zu einem Hahr neun Monate Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt, weil er für überfvyrt erachtet wurde, von der Ladung eines gesunkenen Kahns 20 Centner Rohgußeisen lim Werthe von 40 Mark), die gestohlen waren, .letoust zu habtn. Bunners. der sich völlig schuldlos fühlte, legte Revision beim Reichsgericht ein. die aber verworfen wurde; er mußte seine Strafe antreten. Vom Zuchthaus aus kämpfte der Berurtheilte unablässig weiter um Freiheit und Ehre. Ein Versuch um Wiederaufnähme des Verfahrens schlug fehl; erst nach vielen Bemühungen gelang es dem Hamburger Rechtsanwalt Dr. Gabain, eine Reihe so schwerwiegender neuer Beweismittel zur Entlastung beizubringen, daß das Wiederaufnahmever fahren angeordnet werden mußte; der Berurtheilte, der bereits zehn Monate seiner Strafe verbüßt hatte, wurde sofort auf freien Fuß gesetzt. Bei der neuen Verhandlung in Lünebu? wurde der Angeklagte kostenlos freigesprachen. In London sind 107.848 Kleidermacherinnen nn Dienste großer Firmen thatig. Abgesehen von etwa einem Dutzend Departement-Chefs. erhalten sie für ihre Arbeit wöchentlich nicht mehr alö 18 Shillings ($4.50).

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