Indiana Tribüne, Volume 27, Number 177, Indianapolis, Marion County, 18 March 1904 — Page 5
Jndiana Tribune, 18. März 190I
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Pettclbriefc.
Eine fr m nalistische 3ttsc von A. Oskar Klauftmann. Die Spekulation auf das Mitleid und den Wohlthätigkeitssmn der lieben Mitmenschen zeitigt immer rnch sehr werthvolle Resultate; ja es scheint mit der zunehmenden Wohlhabenheit ein auf ft gegründeter Erwerb größere Dimensionen anzunehmen, nämiich das Aettelbriefschrciben. Man ist im Publi?un- ebensowenig darüber unterrichtet, ht viel Tauscndc von Bettelbriefen täglich geschrieben werden, als über den klingenden Erfolg, den die Beticlbriefschreiber haben. Bei friste matischem Betrieb" des Bettelbriefschreibens erwerben kundige Männlcin und Weiblein so viel, daß sie ein geradezu glänzendes Leben führen und sich mit vollem Recht den Rentiertitel bei legen können, den sie der Öffentlichkeit gegenüber sehr oft führen. Eb gibt aber in diesem Geschäft" Abstufungen aller Art, und auher solchen systemaiischen Geschäftsleuten, auf deren Trei den wir noch zurückkommen werden, gibt es kleinere Betriebe und auch Arbeit von Dilettanten. DasBettelbriefschreiben wird gleichmäsjig in allen Culturstaaten betrieben. Am meisten geschäftsmäfzig ist der Betrieb in England und Amerika, weil dort die Leu'? mit den größten Vermögen leben, daher für die Bettelbriefschwindle? die Einnahmen reicher fli ßen. Auch in Frankreich, wo es iiel reiche Leute gibt und die Wohlthätigkeit zum Theil Modesache ist. kommen die Bettelbricfschreiber beiderlei Geschlecht- noch besser auf ihre Rechnung, als in Deutschland, wo sie indeß Tausende und abermals Tausende verdicnen. Beginn'".' wir mit dem Dilettanten! Da ist der liederliche junge Handwerker oder Arbeiter, der seinen Wochenlohn vertrunken hat und doch vom Scnntag etwas haben will. Flugs schreibt er auf einen Wisch Papier einen Bettclbrief und schickt die Kinder der Wirthin, bei der e? in Schlafstelle" liegt, mit der Straßenbahn nach den Stadttheilen, wo das bessere Publikum wohnt, damit sie von Haus zu Hauö gehen, an Leu Thüren klmgeln und mit wehleidigem lemurmel dem Oeffnen den den Bettelbrief übelgeben. Nach einigen Stunden dieses Herumziehens haben die Kinder so viel zusammengebracht, daß der Schlafbursche mitsammt der Familie, bei der er wohnt, Soi.ntag lactunittags was draufgehcn lassen kann. (1 ist geradezu sündhaft. Kindern, die solchc Bettelbriefe düngen, etwas u geben. Das Geld ist fortgeworfen, und für die Kinder ist diese Art der Beschäftigung ein moralischer Berderb, indem sie meist an dem erbettelten Geld Unterschlagungen beg?hen. um sich Näschereien zü kaufen oder andere unnütze Dinge anzuschaffen. T is Berliner Krimmalmuseum verwahrt ein interessantes Schriftstück, das ungefähr lautet: Eine arme Wittwe mit sechs hungernde Kinder bittet um einer iinterstützung. August Müller." Der Schlafbursche, der diesen Bettelbrief angefertigt hatte, war so in Eile, daß er seinen eigenen Namen unter den Brieb schrieb, anstatt auch in der Unterschrift die Wittwenmaske beizubehalten. Der nächstqrbßere Betrieb des Bet
telbriefschreibens nimmt schon die P 'l zu Hilfe. In die Kategorie dieser
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die routinirten Bettler,
die alle Wohlthätiqkeitsanstalten. alle milden Vereine, die Armencommission der Stadt, alle Unterstützungskassen mit ihren Eingaben belästigen. Faulenz und schrei, du bekommst für wei", bewährt sich an diesen Schreibern herrlich. Ihr inablässiges Gejammer bringt ihnen von allen SeiUn Gaben, manchmal große, manchmal nur kleine, aber die Menge muß es bringen", und bble Wenig machen ein Biel. Hat man doch vor einer Reihe von Jahren in Berlin einen heruntergekommenen Kaufmann entdeckt, dir sich durch systematische Bettelbriefschreiben und durch Queruliren bei den Wohlthätigkeitanstalten und mildthätigen Vereinen eine Jahres einnähme von baaren 4,000 Mark, außerdem freie Heizung. Wein, Fleisch, Brot, Medikamente und so weiter verschafft hatte. Die Leute mit der ungebildeten Handschrist benutzen natürlich röglichst schlechtes Schreibmaterial. Q find kleinliche Gauner, die annehmen, daß auch andere Leute kleinlich denken und sich sagen: wenn der Bettelbrieischreiber noch Geld hat, um anständiges Briefpapier nebst Umschlag zu beschaffen, so braucht man ihm seine Unterstützung zu geben. Ganz anders spekulirt der Gauner oder in Deutsche land vielmehr die Gaunerin mit der gebildeten Handschrift. Diese verwendet sogar gutes Schreibmaterial, und zwar aus taktischen Gründen. Scbon eine gebildete Handschrift macht auf den Angebettelten einen g'iten Eindruck. Das anständige Aeußere des Briefes gewährt die Sicherheit, daß der Brief geöffnet wird, und daß chn der Adressat selbst liest. Verdächtige Briefe mit schlechtem Umschlag und ungelenker Handschrift öffnen eventuell der Angestellte, der Sekretär oder Buchhalter. Aber auch der elegante Briefbogen trägt dazu bei, das Mitleid des Angebettelten zu erregen. Die Schreiberin des Briefes ist ja auch nicht etwa eine Person, die nichts mehr zu essen hat. Sie ist ein unglückliches
Menschenkind. da3 vermöge feines Na mens. seiner Tradition zu einer gewissen Repräsentation gezwungen ist, und dem da- allernothwendigste Geld dazu mangelt. Man weih es ja. welche schrecklichen Sorgen die Repräsentation. die Verpslichlung. au glänzen, vielen Tausenden tota Menschen, besonders in unserem deutschen Vaterland auferlegt. Der Empfänger oder die Empfängerin des Briefes haben vielleicht in früheren Zeiten selbst einmal unter dieser traurigen Pflicht der Repräsentation ' und des äußeren Scheins gelitten. Sie sind darum desto leichter geneigt, den Bitten der Briefs ellerin zu willfahren, wenn diese flehentlich Geld heischt, um der Tochter, die confirmirt werden soll, ein Kleid zu beschaffen, wenn sie um Geld bittet, um ihr einziges geliebtes Kind begraben zu lassen, wenn sie um Geld bittet, um einen kranken Angehörigen in einer Heilanstalt unterzubringen oder bei einer gefährlichen Erkrankung operiren zu lassen. Diese Sorte Briefbettlerinnen, besonders in Deutschland, arbeiten nach psychologischem Berechnungen. Sie senden ihre Bettelbriefe vor allem an Leute, die sich in einem besonderen Seelenzustand. sei es ein fröhlicher, sei es ein trauriger, befinden. Die Zeitungen. die amiliennachrichien bringen, bieten damit jedem die Liste jener Leute dar, die ihren Sohn oder ihre Tochter verheiraten, die die Geburt von Kindern oder Enkelkindern anzeigen, und endlich von Leuten, di? den herben Verlust eines lieben Familienangehörigen bekannt geben. So.'che. Leute sind in ihrer freudige oder traurigen Stimmung viel mehr zugänglich für einen rührend abgefaßten Bettelbrief als Menschen, bei denen diese psnchologischen Moncnte nicht
vorliegen. Dte Zettungen melden serner, wenn jemand einen Orden oder einen .Xitel erhält oder als Beamter i i eine höhere Stellung befördert wird. Die also Ausgezeichneten bekommen sicherlich mindestens ein Dutzend Bettelbriefe. In Pari? and London gibt es vollkommene Hirsen, an denen man sich die Adressen von Leuten kaufen kann, die auf Bettelbriefe reagiren. Befonders lverden reiche alleinstehende Frauen systematisch von Bettelbriefschreibern ausgebeutet. Eine reiche Londoner Wittwe ist von einer Gesellschaft von Bettclbriesschreibern im Lauf weniger Jahre um Tausende von Pfund Sterling gebracht worden. Die Gesellschaft entwarf gemeinsam rührende Briefe; auf einen von diesen erhielt das Gaunercomite 800 Mark, und die Gesellschaft hatte die Frechheit, schon 14 Tage später nuch eine Nachsorderung von 200 Mark, angeblich zur Rettung einer schwer erkrankten Person, zu stellen. Auch diese Summe wurde von der mildthätigen Dame hergegeben. Auletzt wurde es aber selbst dieser gutmhigen Frau fü viel; sie schickte sämmtliche an sie eingeheitden Bettelbriefe an einen Vereilt geger Verarmung und Bettelei, und die Recherchen, die hier angestellt wurden, ergaben, daß nicht einer der Briefe, voll des schrecklichsten Gejammers. der Wahrheit entsprach. Eine Statistik, die in London und Paris von Wohlthätigkeitsvereinen und orn der Polizei zusammengestellt worden ist, ergibt das überraschende gleichmäßige Resultat, daß von zehn '.'öettelbriefen, die besonders reiche und vornehme Leute erhalten, neun gemeiner Betrüg und Schwindel sind und nur eine? durchschnittlich von wirklich bedürftigen Leuten ausgeht. Reiche Leute, die das Bedürfniß haben, in umfassendem Maß wohltyätig zu feiu, sind in oe? Lage, sich Rechercheure zu heilten, die sich auf das Sorgfältigste nach den Verhältnissen der Briefschreiber zu erkundigen haben. Aber selbst diese Rech'rchen versagen, wen-i syste matische Vettclbriefschreiber, ganze Banden, die sich zusammengethan haben, Komödien aufführen. Diese Gauner halten sich besonders in Paris und London für ihren Prioatgebrauch lururiös ausgestattete Wohnungen, in denen sie herrlich und in Freue t leben. In den elendesten Stadttheilen aber wird dann eine klein? Wohnung gemie thet, die mit allen Künsten zu einer wahren Jammerhöhle der Armuth eingerichtet wird Hier haust ang?blich in Krankheit, Hunger und El?nd die Mutter mit den Kindern, die die Briefe geschrieben hat. und die auch die milden Gaben empfängt. Die männlichen oder weiblichen Rechercheure, die in diese Wohnung kommen und taZ l (end sehen, können nur bestätigen, daß die jammervollsten Angaben richtig sind, und das reichlich fließende Geld wird von der systematisch arbeitenden Bnde getheilt und verjubelt. Die Briefschreiber aller Länder Länder wissen sehr genau, daß die Wirkung 'hrer Briefe bedeutend unterstützt wird, wenn sie irgendwelche Dokumente" beifügen, die ihre Armuth und Bedürftigkeit bekräftigen. Solche Dokumente sind Todtenscheim. Pfandscheine, Exmissior.sandrohungen und gerichtliche Verfugungen zum Verlassen der Wohr.ung, Exekutionsmandate nud so weiter. Der allergrößte Theil dieser Vetielbriefbelege ist gefällt. Formulare für Dokumente kann man meist in der Papierhandlung kaufen, und irgend ein Mitglied der Bett?lbriefschreiberbande, das eine KanzleiHandschrift besitzt, fertigt die Schriftstücke aus, die eventuell mrt dem undeutlichen Abdruck irgend eines belie
bigen. amtlich aussehenden Stempel? versehen werden. Die raffinirte Gaunerin versetzt in irgend einem Leihamt einen geringfügigen Gegenstand und erhält dafür den Pfandschein in Höhe von vielleicht ein oder zwei Mark. Mit allen Künsten der Fälschung beseitigt sie dann die Ausschrist des Pfandfcheins und setzt eine neue Aufschrift auf ihn, indem sie darauf verzichtet den geringwerthigen Gegenstand über,ha'pt jemals einzulösen. Den Pfandschein fälscht sie vielleicht auf zwei Trauringe, und wenn eine junge verlobte oder vrheiratbete Frau aus reicher Familie den Bettelbrief einer Dame erhält, die mittheilt, daß sie ihren Trauriug und den des geliebten verstorbenen Gatten verjetzt habe und diese Trauringe in allernächster Zeit einlösen müsse,' weil sie ihr sonst verloren gingen, so wird die jung Verlobte oder Vermählte nur zu leicht geneigt sein, der Bettelbriefschreiberin das Geld zur Auslösung der angeblichen Trauringe zu senden. Den größten Künstler in Bettelbriefen hat man erst vor wenigen Monaten in London ..zur Sirecke gebracht". , Er war ein hochgebildeter Mann mit einein Exterieur, das ihn auf der Straße als eine sehr vornehme Persönlichkeit erscheinen ließ. Er war ein Meister im Nachahmen von Handschriften; außerdem konnte er nach Belieben seine Handschrift verstellen. Die Londoner Polizei behauptete, er könne zwölf Briefe hintereinander in gänzlich verfchiedenen Handschriften schreiben. Diese Fähigkeit der Handschriftenveründerung benutzte er zur Herstellung von Sammellisten. Erst fälschte er an der Spitze der Liste einen jammervollen und das Mitleid des herzlosesten Menscheu erregenden Appell, der angeblich von einem hochgestellten Geistlichen. Parlamentsmitglied oder einer Dame des höchsten Adels ausging. Wenn die Persönlichkeit sehr bekannt war. fälschte er genau Handschrift und Unterschrift. Dann standen unter diesem Appell auf der Liste drei oder vier angebliche Spender, die große Summen für die unglückliche Person, um derentwillen der Appell an die Wohlthätigkeit erging, gespendet hatten. Diese Listen schickte dann der Gauner an die
hervorragendsten Wohlthäter und erzielte derartige Erfolge damit, daß er. wie die Polizei feststellte, im letzten Jahr 1500 Pfund, das sind 30.000 Mark. Bankguthaben einzahlte, und daß er sich eine Equipage nebst Dienerschaft hielt. Die Vielseitigkeit dieses Meisters wird allerdings wohl nicht erreicht werden. Er kaufte z. A. kleinen Mädck.en. die erst stricken lernten, ihre Strickstrümpft ab und verschickte diese Produkte, dk nahirlten keine Meister werke waren, an wohlthätige Menschen. Die Strümpfe stammten an geblich von einer kinderreichen Wittwe, deren Hände verkrüppelt waren, und di um Go.tes willen bat. ihr die Stümpfe abzukaufen, damit sie Brot lür sich und ihre Kinder habe. Die B' iese waren so wunderbar abgefas.t und stilissrt, so geschickt auf d'- E"mMuna, ves Mitleid berechnet, daß natürltch jedes Paar dieser Strümpfe dem Gauner eine stattliche Geldsumme einbrachte. Sein Geschäft h?tle sich zuletzt so vergrößert, daß er eine An zahl von Leuten für die Buchhultuug, aber auch für die Instandhaltung seiner Listen halten maßte, und der Gauner verston'' es mit der größten Geschicklichkeit, die Leute, die er eng. girt hatte und anständig für ihre Hilfe oezahlte, über fein wirkliches (Geschäft vollkommen zu täuschen. Selbst seine Angestellten hatten keine Ahnung, daß d'l? großartigen Summn, die eingingen, lediglich durch das geniale Schreiben von Bettelbriefen verdtent wurden. Verklungene TSur.
Durch das Fettster seh' ich traurig Draußen rauscht der Regen nieder, Ach, ich denke ferner Zeiten! An Dein Spiel und Deine Lieder. Wie ein B'ten war Dein Singen. Wie ein leises Glückerslehen, Fremde, ach gar süße Weisen, Warum mußt ich sie verstehen! Werd' ich je nals wieder jenen Süß?n Zauberktäng?n lauschen? Ach loohl nimmer! Leise hör ich's Darch den Regen niederrauschen. teinign der .utfedern. Siraußenfedern reinigt mal: durch ein Seifenbad, legt sie mehrere stunden in lauwarme Lofung von chroms7.urem Kali mit Salpetcrsä'ire, spült und behandelt sie mit schwefliger Säure, bis sie hinreichend geblecht sind. Die Fedecn, welche weiß bleiben sollen, werden mit Jndigocarmin schwach geblaut. Um die Federn zu trocknen, behandelt man sio mit einer Mischung von kaltem Wasser mit Stärke or:r fein geschlemmter Kreide, nimmt sie sodcnn heraus und schlägt sie mit der Hand, mit welcher man die Feder hält, auf den anderen Vorderarm. Hierbei werden die Fransen der Bärte von einander getrennt, indem die Kreideoder Stärketbeilchen mit Gewalt aus den Zwisnröunien herausgetrieben werden. Zum Färben bedient man sich dann der Cremefarbe. Um die Federn zu kräuseln oder zu risiren, zieht man sie an allen Stellen mehrmals zwischen dcmDaurnen und einem glatten Horn oder einer ilumpfcnMesserklinge durch.
Das cebrulcrecht. Pariser ?!,ertl,S?ka, ation uns Det B gkiff ..KontrevattSe." In Folge des Krieges zwischen Ja pan und 'Rußland hat die verwickelte Frage de Seedeuterechts, deren Lösung Völterrechtsrer. Politiker und Ge lvervc. .iocnde seit einem halben Jahr, hnndct beschäftigt hat, wieder attuel. I Z 'tcresse erlangt. Während im Laitk iriege der Grundsatz herrscht, daß nur der Staut, nicht der einzelne Kürger bekämpft wird und alles Privatcis.enthiim vor der Wegnahme sicher ist, ltehiucn im Seekrieg die Kriegführenden uilev weg, dessen sie habhaft wer den können. Schiffe wie Ladungen, gleichviel ob dieselben dem feindlichen Staat ode" dessen friedlichen Bürgern gehören. Nach dem Völkerrecht komm! dabei hinsichtlich der Schiffe lediglich die Rationalität zur Zeit der Aufbrin gung in Betracht und eine etwaige spätere Uebertragung des Eigenthunls an einen Neutralen hat keine rechtliche Wirkung. Ist dagegen der Aufbrin gung eine wirkliche Veräußerung voraufgefangen, so muß dieselbe respektirt werden, selbst wenn sie erst nach Aus? bruch des Krieges stattgefunden hat. Auch die an Bord feindlicher Kauffah rer befindlichen Bemannungen fallen, sofern sie Angehörige des feindlichen Staates sind, unter die Bestimmungen des Seebeuterechts, d. h. sie können als Kricgagefangene festgehalten werden. Andere (rundsätze gelten selbstverständlich hinsichtlich der Behandlung der Neutralen, doch erstreckt stch unter gewissen Umständen auch auf diese das Seebeuterecht. Das demselben zu Grunde liegende Prinzip, daß feindliches Privateigcnthum zur See der Wegnahme unterworfen ist, kon.imt hier ebenfalls zur Anwendung und zwar
sind durch die Pariser Seerechtödeklaration vom 10. April 1866. der auch Japc.n beigetreten ist, die folgenden Sätze festgestellt: 1. Die Kaperei ist und bleibt abgeschafft. 2. Die neutrale Flagge deckt das feindliche Gut, mit Ausnahme der Kriegsks?ntrkbande. X Neutrales Gut unier feindlicher Flagge, mit Ausnrchme von Zlriegblontrebonde, darf nicht mit Bejchlag belegt werden. 4. Die Blockaden müssen, um rechtverbiudliä) zu fein, wirksam sein, das
heinl, Jurch eine Streitmacht aufrecht erhallen werden, welche hinreichi. um den Zltgang zu der Küste des Feindes wirklich zu verhindern. Was die praktische Anwendung dir ser S itze schwierig macht, ist die That sai.)e, daß dcc Begriff Kriegskontredurchaus nicht festgestellt ist. Im Al'zeii.einen versteht man darunter alle Gegenställde. die zur Verwendung fiir die Streitkräfte bestimmt sind, in s!cr Neihe also Waffen und Munitwn. Aon Et'gland werden auch solche Gegenstände, die an sich friedlicheti wie kriegerischen ivecken dienen können, wie Pferde. Wagen. Kohlen. DampfMaschinen. Segeltuch, Roheisen, Bau holz. Z'leiduitgsstücte, Lebensmittel. Geld und Wecthpapiere, sofern sie siL die Trunpen bestimmt sind, als Kriegkonrrebande behandelt. Die japanischen und die russischen Marineverwaltungen stehen auf dekuselben Standpunkt. Auch Schiffe, die für militärische TransPorte benutzt wedeu, gelten als Kriegskontrebande. DK vorstehend ausgeführten Beftimmungn des Secbeuterechts finden übrinö nur auf neutrale Schiffe Anioendung, welche nach dem Ausvruch des Krieges ihre Reife angetreten ha ben. Ist ein neutrales Schiff mit '.riegskontrelnde an Bord vor Erösfuuna der 7Zeindslligkeiten abgesegelt, so mujj der neutrale Eigenthümer für das weggenommene Kargo voll entschädigt werden, ebenso gemeinhin, wenn derselbe kein" Keniltniß von ihrer Be stimmung hatte. Deri Kriegführenden si'ht auch das Recht zu. Schiffe mit Kontrebande in einen neutralen Hafen zu verw-ifen und neutrale Handelsschiffe anzuhalten, sowie sie auf Kriegskontrebande zu durchsuchen. Hinsichti'H der Behandlung der genomme.len Schiffe und Ladungen bestehen genaue Bestitnmunaen.
Msenbuiin 5shrpiAn. Cleveland, Cincinnsti, LhicagO öc St. iouis Rsilw?.
In dem viele Wochen f cuon sich hinziehen': Vcrleumdungsprozeß wnrde der sozialistische Abgeordnete und Redakteur des Avanti, Enr':oFer ri. wegen fortgesetzte- Verleumdung geaen den vormaligen Marincminister Bettolo zu 1 Jahr und 2 Monaten Gefängniß und 1316 Lire Geldstrafe, zum Schadenersatz und zur Tragung der Kosten verurtheilt. Die Äerleum dunaenFerris bestanoen imWesentlichen in der Behauptung, daß Bettolo als Mari.:eminister Geschäfte zu stinem eigenen Vortheil gemacht halx. Auch der Herausgeber des AvZnti wurde verurtheilt. M i t a l i e d e r vom Ordell der )dd Fellows" gibt t in den Ver. Saaten und Kanada 1.083,473, Freimaurer 941.221 und Angehörige des ncumt Order o? 5e,6" 928.035. B a ck st e i n e legt man in Schweden bei -iner Temperatur von Zero. Der für den Mörtel gebrauchte Sand wird geheizt. 1ön ber gfcckirnbcirbstlnt. Reisender (zum Lokomotivführer): Sagen Sie, mein Bester, wie kommen denn Sie zu dieser Rettungsmedaillekann denn a ls einer solchen Schneckenbahn auch ein Unglück Passiren?" F ü h r e r : Dös wollt t moan'n! Bal i halt an Zua bei der Ueberfahrt net grad no zum stehn bring, nach fahrt uns halt der Herr Baron miYm Autl üoer'n Hauf'n!"
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