Indiana Tribüne, Volume 27, Number 176, Indianapolis, Marion County, 17 March 1904 — Page 5

Jndiana Tribüne, 17. März 190.

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Auf der Entdeckungsreise. Bon K. LubowSN. Der alte SÖrcit auf Hohen Libchcw War in tödtlicher Verlegenheit. Ein baumlanger Kerl, der so weit ganz manierlich aussah, stand vor ihm und versuchte mit heftigen Gesten, etlichen Brocken schlechtem Deutsch und einer Menge srciudländischer Lrute von ihm irqcnd etwas zu erlangen, was in den hintupommerschcn Schädel des braven ftlutcnpevbas" durchciilS nicht hineingehen wollte. Endlich packte der Vogt Klaus Pagel den blonden, fremden Manner in der Tracht eines Arbcitcrs steckte, bei den Schultern, schob ihn wie einen schweren Verbrecher vor sich ycr und winkte Ochsen - Wilhelm und Kuh - Karl als Eskorte an seine Seite. So erschienen sie in feierlichem Schritt vor ihrem Brotherrn, dem Rittergutsbesltzer ellenbrink Der meinte natürlich nichts anderes, als daß seine Macht als Amtsvorstcher herausgefordert würde, und setzte sich mit großer Umständlichkeit di: goldene Brille auf! U ten'I dat ma, Herr," sagt Pagel knurrig, mokt het hei nischt". Ich uill . . . work", fiel der Fremde ihm in die Rede und sprang zur Jllustration seiner Worte wie ein Besessener auf Herrn EUenbrinks Hirschfell herum, mit seinen langen Armen abwechselnd die Bewegung des Säens, Pflanzens und Steinklopfens ausführend. Der Rittergutsbesitzer begriff. Ein Ausländer offenbar Amrikaner der iuDeutfchlano Arbeit suchte, hm sonderbar. Er war ein starker Mensch mit seltsam klugem Gesicht und ein paar Riesensäusten. Wenn einer mit solchen Händen Arbeit suchte, war Ellenbrink immer zu haben noch dazu in der bitteren Zeit des Leutemangels. Hermann Degenbrot war schon längst reif, zum Kuckuck gejagt zu werden also wenn er sich ausweisen konnte sah er gar nicht ein. warum er ihn nicht anwerben sollte. Die Papiere stimm ten. Ellenbrink setzte sich also in Positur und fragte herablaffend: ..Du willst also Arbeit haben?" Jim Watherthod. wie ihn die Geburtsurkunde nannte, nickte lebhaft.

Sie quälten sich nnn redlich ab, um über Lobn. Kündigung und Art der Vcfcbäftiulng in's reine zu kommen. ES toax aber trotz beiderseitigen guten Willens nicht möglich. Da kam plötzlich in 'llenbrinks düsteres Gesicht ein Leuchten der Erlösung. Die Trudc mußte her. Natürlich! Day erdicht sofort an das Mädel gedacht bakte! Er x das Fenster auf und schrie seine Verlegenheit und Ungeduld mit machligtr Stimme in die weiche, feuchte Früblin.isiuft. Truöe. Trude" und noch ein halb dutzendmal denselben Namen, als gewährte es ihm nach der erfolglosen Qual hohe Befriedigung, die Wirkang eines verstandenen Wortes zu erproben. Hinten im abgezäunten Hühncrhof erhob sich eine' lichte Gestalt. Herrn

Ellenbrinks Jüngste war es. ?ie kannte ibren Vater. Wenn er ihren Namen einmal rief, konnte sie im Spazierschritt zu ihm gehen jede Wiederholung des Rufes indeffen gebot ein schnelleres Tempo! Deshalb ließ ßc das gelbgefleckte Küchlein, das direkt aus dem Ei in den warmen Sonnenschein geschlüpft war. aus ihrer Hand in die schüchternen Graöhälmchen deS ersten Griins hinabgleiten und jagte den Kriesweg entlang, dem Gutshause entgegen. Unterwegs schloffen sten ihr das Windspiel und die graue Dogge, die so fürchterlich zornig that und so herzensgut war. an. Genau in dieser Reihen'cZge stürmten sie auch in Ellenbrinks Arbeitszimmer. ini Watherthod, der mit dem NUcken gegen die Thür lehnte, bekam einen Sloß. daß tc an des alten Vogts Tonpfeife flog. Mit hochrothem Gesicht und lachenden Augen in der ganzen Lieblichkeit ihrer 18 Jahre, ftinb Truoe Ellenbrink vor dem erstaunten Amerikaner. Ihr Blick war ungeduldig und zugleich vergnügt, denn es (am selten vordaß sich ein .Herr nach Hohen - Libchow verirrte. Gleich dar auf wurde sie roth . . . Herr!! Wo hatte sie nur ihre Augen gehabt . . . kurze Jacke, blaue Weste. Leinwandhosen . . . Nee. gewebte ein ganz simpler Knecht war's, mit dem Kopf eines Gentleman! Jim Watherthod sah sie starr an. D.-m Ritterqu.sbesitzer behagte die,e stumme Vorstellung durchaus nicht. Er fuhr mit seiner schallenden Stimme

dazwischen und versetzte ver xogge einen Fußtritt, daß sie heulend in die entgegengesetzte Eck' deS Zimmers flcg. D Mann hier sucht Arbrt, Trude. Er soll Hermann Dgenbrots Schecken baben. 50 Pfennig pro Tag freies Effen Nachtlager mit den anderen zusammen im Pferdestall um 4 Uhr morgens muh er au den Federn sein, nach dem Abfüttern sofort Miede: in's Nest darf nicht saufen. nicht Schlägereien anfangen und. sogut es sein verdammtes Kauderwelsch zuläßt, Order pariren. Sag ihm das auf Englisch." Und Trude Ellenbrink machte ihn in ihrem schüchternen, em wenig uigelenken Pensionsenglisch mit seinen zukünftigen Pflichten bekannt. Er nickte. Well ich uill das so!" Tarauf wurde e r in die Gesindestube aeschoben kriegte einen Blechl'ösfel und eine irdene Ehschüssel ausgehändigt und mußte unter den Augen deö Voats in der für diese Zwecke prä-

parirten Petroleumtonne ein Bad nehmen. Ellenbrink hatte das wegen der vielen schlechten Erfahrungen und der Opposition der ''5nechte gegen jeden Neuen" so eingeführt. Danach wurde Hermann Degenbrot an die duft gesetzt, und Jim Watherthod war nun an ctnei stelle GutSknecht bet Den Schecken. Drei Wochen versah er bereits sein neues Amt. Anlaß zu Klagen gab er nicht. Er war anstellig, pünktlich und zuverlässig. Nur das Nachtlager der anderen Knechte theilte er nicht. Er zoy es vor, in dem wei-ch-n, duftenden Haferstroh zu nächti' gn. Er kam dadurch in allerhand schwarzeu Verdacht Aber an seiner kühlen Nuh glitten Grobheiten und Neckereien wirkungslos ab. Oester allerdings wurde Trude doch noch zu seiner Belehrung hinzligezogen: wenn es galt, ihm die Tiefe des Pflllgens oder die Behäaflung der jungen Kartos f c! n anzugeben. Es war immer etwas Heißes. Unruhiges in TrudeS Herz, so oft sie dat thun mußte. Sie verstand sich selbst nicht mehr in dem

thörichten, verzweifelten Gefühl, das sie jedesmal beschlich. wenn sie die großen, klugen Augen de& Amerikaners auf sich ruhen fühlte. Sie glaubte längst nicht '.icljr daran, daß Jim Watherthod ein einfacher Arbeiter sei. Sie beobachtete ihn scharf. Wie ein GeHeimpolizist war sie hinter ihm her. Aul dem heimlichen Lugauv in der Bucheulaube von der höchsten Spitze des alten Kirschbaums überall wachte sie über sein Thun! Und wirklieh hatte sie Erfolg. Aber s;e mußte noch einen dritten Ort ausfindig macken. um so weit zu kommen. In dem ticfen Gras des Grenzgrabens lag sie und schaute ihm, der kaum zehn Schritt von ihr entfernt auf feiner Eage saß und etwas zeichnete, scharf z Die kleinen, windschiefen Tagelöhnerkatcn erhoben sich da durch seine Hand festgehalten auf der Fläche des Bo gcns. noch hinfälliger und elender, als sie es in Wirklichkeit waren. Da kam ihr ein fürchterlicher Gcdanke. Wenn er ein Gedungener ein Spion ... ein auch Gott !as wußte sie ... was es noch mehr Schickliches gab sei! Nun suchte sie fieberhaft nach weiteremBelastungsMaterial. Tausend Kleinigkeiten, die ihr so lange e '.tgangen waren sein eifriges Spaltn nach Einrichtung und

Stellung jedes einzelnen trug sie zusammen. Am schwersten wog die letzte Entdeckung. In der Tasche seiner Jacke sond siü, ein Päckchen engbeschrieben Blätter. Als sie den In halt mit den Augen überflog, wurde sie leichenblaß. Nun gab es keinen Zweifel Mich? für sie. dafz er das alles that, um einen schrecklichen Schlag gegen sie zu fübren. Sie wohnen in kleinen Hütten," schrieb er in seine:', Notizen, .die Luft kommt durch die Rauchfänge. Fenster haben sie wohl, aber die sind zerbrochen, tiesbalb sie mit Papier und Hede verstopft sind. Zu waschen pflegen sie sich in einer Pfütze. Sie haben nicht einmal trt Bad?st;'be und schlafen zu vicr in einem Bett!" So ging es zehn Seiten hindurch. Trud? Ellenbrink biß voller Zorn

und Ingrimm die Zähne zusammen. Was verstand er von den Wünschen eines Pommerherzens! Am Abend lieh sie ihn zu sich herüber auf die Diel? rufen. Niemand konnte sich darüber wundern. Es kam oft genug vor, daß Fräulein Trude dem verrückten Waterpod" etwas verdeutschen mußte. Jim Watherthod". sagte sie gcinz leise, als er vor ihr stand, ich habe häßliche Dinge über euch erfahren. Ihr seid nicht der, für den Ihr Euch ausgebt!" Der Amerikaner blieb unbeweglich.

Sie fuhr deshalb fort. Ich beobachtete Euch und fand in Eurem Thun manches, was sich nicht mit der Stellung und den Gewohnheiien eines Knechts ve reinen ließ. Ihr zeichnet und schreibt. 'Und Ihr thut es zu keinem guten Zweck. Ihr seid ein Spion ein schlechter Mensch ein . . , Hier brach ihre Stimme in trockenem Schluchzen. Der große Mann lächelte auf sie herab. . Die erste ist richtig die zweite Behauptung stinint nicht." Und was ssld Ihr denn?" Er richtete sich hoch aus. We'm ich nicht wollte, brauchte ich Ihnen nicht Rede zu stehen, ber ich will. Wohlgemerkt, nicht etwa, weil Sie's mir befehlen, sondern weil ich es selbst so für gut halte. Ich bin nämlich auf einer Art Entdeckungsreise." Ich schreibe nämlich ein Buch. Arbeiterleben w den fünf Erdtheilen", beißt es. Verstehen Sie. Jetzt bin ich bei Europa angelangt. Mein Onkel wies mich nach Hohen-Libchow " Und darum nahmen Sie die Schecken und all die anderen Unbequemlichkeiten auf sich!" Allerdings! Denn man kann nur schreiben, was man weih, was man erfahren und erlebt hat. Ich wollte noch sagen, daß ich nun mit meinen Auszeichnungen zu Ende bin. Ich habe alles gefunden. waS ich suchte! Sogar noch mehr. Meine zukünftige Schlohsrau denn ich habe nämlich ein Schloß in New Z)ork eigentlich zwei ade? ich sage eins", weil wir doch nur das eine bewohnen können. Well! Wann aber wollen wir uns trau:n lassen?"'' ' Trude Ellenbrink war ganz bläh ge.

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worven. Was war vas nur für em schrecklicher Mensch . . . Nicht einmal einen ordentlichen Antrag triegt er zu Stande. . An seinen Worten zweifelte sie nicht. Was er da zur Ausklärung sagte, war alles so klar und selbstverständlich, daß sie sich ihres Mißtrauens plötzlich schämte. Trotzdem zitterte sie vor Glückseligkeit. Und als Jim Watherthod fit zittern sah, ging er auf sie zu und nahm sie in die Arme. Küssen wenigstens konnte er. Als sie sich selig umscklunaen hielten, :ift Ellenbrink die Ä.yur aus. ter hatte drinnen gciaoe einen Grand oder vier" verloren und wollte Lust schnappen. Das verging ihm allerdings beim Anblick des Paat&h Wie ein Wahnsinniger stürzte er auf Jim Watherthod zu und riß ihn zurück. Bemühen Sie sich gar nicht Herr Ellenorink" saate der Ameri-

kaner ganz ruhig. Wir haben schon alles vereinbart. In vier Wochen ist unsere Hochzeit. Ellenbrinks Gesicht lief blauroth an. Wl,'terpod Kerl Bandit Du oist des Deiwels." Trude hing sich wie der Blitz an den Hals des aufgeregten alten Herrn -und gab mit fliegendem Athem die nothwendigsten Erklärungen. Aber öllenbrink war nicht so leichtgläubig wie sein verliebtes Kind. Wer bürgte' ihm für die Wahrheit dessen, ioao dieser spleenige Mensch da er zählte? Well," sagte Watberthod ohne eine Spur von Gekränktsein. Kennen Sie den Commer,zienr..th Liebau in Stettin?"Ellenbrink nickte. Dann tclegra pbiren Sie ihm. l?r ist der Bruder meiner Mutter und kann mich legitimiren. Mein Vater war Amerikaner oder w '.n Ihnen das noch nicht genügt dem Bankhaus Jasterfielo Sa Son, dort habe ich zwei Millionen Dollars angelegt." Ellenbrink war plötzlich sehr höflich geworden. Er ließ anspannen uno fuhr nach Stettin. Ute Trude aber bekam bis zu seiner Rückkehr Einzelhaft. Am nächsten Tage gab es dann eine regelrechte Verlobung. Als der Pfropfen des sechsten Flasche an die Xidt knallte stand Jim Watherthod auf und ging zu seinem zukünftigen

Schwiegervater. ..Soweit ist NUN alles in gut-r Ord nung." sagte er, blos die Tagelöhnerkaten nocb nicht. Hier ist ein Check

Übe'' 10,0 )0 Dollar. Laß ihnen neue bauen. Mit eingemauerten Waschschüsseln 'md einem Ertra - Hühnerstall. In den alten brüten die Hennen in ihren Betten. In der Freude seiner Herzens solchen humanen und reichen Schwiegersöhn zu bekommen , nahm Ellenbrink den Check und versprach alles! catroenjchlndereien. Eine Bundes-Grand Jury in Balt'.more, Md., hat dieser Tage gegen MatrosensQ)itlder auf Baliimonr Austern schiffen Anklage erhoben. Es handelt

! sich dabei nicht nur um gräßliche Miß-

Handlungen, sondern auch um Mord und Todtschlag. Den Groß-Geschwo-renen wurden 20 schwere Fälle unterbreitet. Einer der entsetzlichsten dieser Vorfälle ist folg.üider: Ein Steuermann schlug einen Mann mit einem Strick; der Mc.in schrie um Hilfe; der Kapitän erschien auf Deck und schrie dem Steuermann zu: Nimm eine Art und schlage ibn todt!" Der Steuermann liest den Strick fallen und schlug den Mann mit der Faust zwischen die Augen. Der Misthandelte stürzte rückwärts über das Geländer in'S Wasser. Es wurde kein Versuch gemacht, ihn zu retten, und er ertrank. Die Beerdigung einer S q u a w. In einem Zelte des Lagers der Winnebago - Indianer bei 2j

Eröffn Wis.. fand züngst eine Todtenfeier für di: verstorbene junge Gattin Jim Grizzlybears statt. In dem Zelte wen seit einigen Tagen ein Feuer unterhalten worden, um die Erde aufzuthauen. Nachdem die Leiche sorgfällig in das Grab gebettet war, wurden allerlei Schmucksachen in ihre gefaltete Hände gelegt, damit die Verdorbene in den ewigen Jagdgründen" sich an denselben freue. Die junge Indianer., hatte ein Alter von nur 16 Jahren erreicht und war erst seit einigen Wochen verheirathet gewesen. Sie galt für eine dcr schönsten jungen Indianerinnen h; der Umgegend von La Crosse. Sie war in Folge von Vergiftung gestorben, die dadurch verursacht worden war, da sie von einer Speise gegessen Hatte, die in einem rostigen Kessel gekocht worden war. Pietät für gefallene Helden. Die irdischen Reste der spanischen Soldaten und Matrosen, welche 14 Monate lang die Stadt Baler gegen die Insurgenten vertheidigt hatten, und die Leichen der Matrosen, die aus dem spanischen Kreuzer Reina Christina" geborgen wurden, nachdem, dieser, vom Dewey'schen Geschwader in den Grund gebohrt, wieder gehoben worden war, sind jüngst auf einem von Manila nach Barcelona abgegangenen spanischen Dampfer nach Spanien ein geschifft worden. Vorher waren die Todten von einer amerikanischen Ehrenwache nach der Kathedrale eökortirt worden, wo ein feierliches Requiem für die Todten celebrirt wurde, dem Gouverneur Wright. General -Made. Rear-Admiral Sterling und eine Anz.ahl kirchlicher Würdenträger beiwohu-ten.

lZnssllchcs aucrnlrbcn. Vodttuttgktt. Vrnühruuq uuö cbrüuch dr Vndleute in, Zarenreiche. Ueber die Art und Weise, wie der russische Bauer lebt, gibt das unlängst erschienene Äuch Tolstoi, sein Lecn und Wirken," unter Anderem den fol gkNden Ausschluß: Mcrn vcrgegeni!.'ärtige sich, so heisst es in dem Werte, ein steildachies, hölk zernes Händchen mit einem einzigen Jnnenraum etwa von 20 Fuß im Quadrat und oon neun Fuß Höhe, an dessen Slcnwäitden die sie bildenden, auf. recht steheildcn Balken sichtbar sind, deren Zwischenräume man sorgfältig mit !oos oder Werg verschlossen hat. An ener Längsseite des Häuschens ist ferner ein klcinci Bvrraum mit Thüren nach innen und außen als Schutz gegen die strenge Winterkälte angebaut, und nur durch diesen kann man in die freie Lust gelaren. Rings um das ZimArc," mindestens an drei Seiten da von, oerläufl eine hölzerne Bank, die zu Sien, zuiu Schlafen und zur VeNutzung bei der Arbeit dient. In der Mitte steht ein kleiner Tisch. Ueber einem Theile des Raumes, etwa sech?Jtun, über der Diele, hängt ein Gegenstand, ähnlich dem Lutengitter der schiffe, worauf die verschiedsnsten Tinge gelegt werden und der im Falle des Bedarfs auch als Schlafstätte dient. In einei. (5äe erhebt sich das wichtig'te Stück der dürftigen (Einrichtung: der Heiz-, Back- und Koäwfen. Dieser bildet für sich selbst fast ein kleines Zimmer von achi Fuß Länge, fünf Fuß Tiese und fecliö Fuß Höbe. Ihn umschli'ßt drei uß hocb eine Ofenbank, die wiederum als Sil), als Tisch oder als Stufe dient, die Oberfläche des Ofenß zu erklettern. Düse ebe.e Oberfläche dient nämlich im Winter als Schlafstelle, die den alten Leuten und den Kindern vorbehalten bleibt. Das

Ofenungeheuer in Brand zu erhalten, darin Brot zu backen und Speisen zu bereiten, bildet die Hauptausgabe der Baurnfamille. In einem solchen Häuschen lebt eine Familie, zuweisen von zvei, ost aber v?n zehn bis zwölf jungen nnd alten Mitgliedern. Im Minter muß diese auch noch die Zimmerwärme oft genug mit den ihr gehörigen Hühnern. Schweinen und Zieg?n theilen.

'inzelräume sind nicht vorhanden; Jung und All entkleidet sich niemals, ußer wöckentlich einmal zu einem Vade im Badehaufe des Dorfes. Man .zieht die Stiefel aus. lockert einen Gür !el irnd legt sich, wo gerade Platz ist, nieder, nnd da nennt man dann zu Bett gehen." Fleisch essen diese dauern TiUselten; .'(oggenbrot, Suppe aus Hirse oder anderen Getreidearten, dazu ein felbst erzeugtes bnuws Bier bilden die Hauptn.ihrung der arme, Leute Warmhaltende Kleider müssen sie für den Winter natürlich haben; diese bestehen aus Schafpelgöf mit Gürtel und aus Filzhüten, wojür die Frauen dice, wollene Kopftücher tragen. Für den Sommei bevorzugt man Baumwollstoffe, meist von grellrotb?r Farbe oder von leuch tenden Mustern; 70.000.000 Menschen leben in dieser Weise im Norden. Süden. Osten und Westen in ihren kleinen Dörfern auf den grenzenlosen Ebenen von ihrem Felde oder von Waldarbeit.

Nur hier und dk ist em Flecken oder em Städtchen entstanden oder gab eine Grube oder Fabrik zum Bau einer unbedeutenden Gruppe menschlicherLüohnungen Anlaß. , "lmciicn und Termiten. Bci seinen 5lämpfen gegen die Termitenplag? hatte Dr. Adrien Loir vom Pasteur-Jttstitut auch Gelegenheit, die natürlichen Feinde der Termiten zu sludiren. Die gefürchtetsten Gegner der ..weißen Ameisen" von Matabele-Land sind, wie er fcm'o, grohe schwarze echte Ameisen, die man Matabeles" nen'.rt. weil sie die Farbe der menschlichen Bewohner des Landes habenD Sie sind bedeutend größer als unsere einheimischen Ameisen, und ein anrückende-'' Heer von ihnen verbreitet Schrecken im Termitenbau. Viel kräftiger als Termiten und mit furchtbaren Mandibeln versehen, stürzen sich diese Schwarzen auf ein Häufchen zusammengedrückter Termiten, und Loir sah. wie en e Ameise bis zu 13 Termiten mit einer. Male fortschleppte. Welchen Zweck haben diese Plünderungsszenen im Bau der Ter.inten, die doch den Ameisen keinen Abbruch thun? Beobachtet man die in den Ameisenbau gesw.epptcn Termiten genauer, so zeigt sich, daß ihnen dort kein Leid geschieht. Die Tcrmiten-Arbeiter sind nur Sklaven

der Ameisen geworden und haben nun für diese solide Wohnungen und Tunnels zu bauen und ihre Larven zu pflegen. Man trifft in den Bauten der Matabcle-Ameise sehr häufig eine grohe Truppe für sie arbeitender Termiten. Der auch verschiedenen unserer einheirnischen Ameisen innewohnende Instinkt für Sklavenzucht hat sich hi? also auf den Raub ihnen ganz fremder Geschöpfe ausgedehnt. Die Tcrmiwt verstehen fester zu bauen als die Ameisen. und das mögen die letzteren bemerkt haben. V a s C i v i l d i e n st - E x a -m e n bestehen im Durchschnitte 77 Prozent Frauen und nur 62 Prozent Mäirner. Unter allen Groß st ä d -ten der Ver. Staaten hat Chicago den größten Prozentsatz männlicher Einwobner.

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