Indiana Tribüne, Volume 27, Number 175, Indianapolis, Marion County, 16 March 1904 — Page 6

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Jndiana Tribüne, Mär; 1904

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Europäische Nachrichten. Provinz Westfalen. Börnig - Sodingen. Hier fand die feierliche Einweihung der katholischen Kirche statt. Die Weihe des neuen Gotteshauses, dessen Herstellungskosten sich auf 250,000 Mark belaufen, nahm im Auftrage des Bischofs Dechant Keweloh aus Castrop vor. Dortmund. Von der Strafenbahn wurden in Lütgendortmunv dem Zjjährigen Sohm desAergmanns Ongsiek beide Beine abgefahren, so doß der Tod auf der stelle eintrat Herne. Schachtaufseher Heinrich Baule verunglückte kürzlich im Bergwerk dadurch, daß ihn ein herabfallender Stein im Schachte erschlug. Der Verstorbene hinterläßt seine Mutter, Frau und zwei kleine Kinder. Hövelhof. Das große Wiesemann'sche Anwesen brannte mit allen, sehr erheblichen Borräthen vollständia nieder. Die Ursache des ??uers ist unbekannt. Haus und Inventar waren versichert. Kamen. (5 in schreckliches Unglück ereignete sich auf Schacht Grillo der Zeche Monopol. Der Maschinist Krenzer. ein Mann von 2R Jahren, betrat trotz strengen Verbots den Umschalteräum der elektrischen Leitungen und kam mit einem Starkstrom von 5400 Volt Spannung in Berührung. Auqcnblicklich war der Mann eine Leiä)e; den Draht hielt er im Tode noch krampfhaft fest. Beim Ausschalten des Stromes entstand Kurzschluß, wodurch eine derartige Hitze entwickelt wurde, daß der .'.'caschinenraum in Brand gerieth. L i p p s p r i n 9 e. Die (5heleute Mertens feierten das Fest der goldenen Hochzeit. M e n g e d e. Auf Bahnhof Raurel verunaliictten die Bergleute Fran, Heinriche, Friedrich Schlenz und Heinriä) Göl'ert von hier, indem sie durch den durchsahrenden Schnellzug von Dortmund nach Herne überfahren und sofort getodtet wurden. sterfeld. Im gräflich Wester. holt'schen Walde wurde ein Mann ?Iq wen s Spenact aus Hamborn erschossen aufgefunden. Den Revolver hielt der Selbstmörder noch in der Hand. Siegen. Personen, die zufällig eine in der Nähe der Stadt gelegene Farbmühle betraten, fanden die furcht bar verstiimm. te Leiche eines Mannes, dessen Körper in mehrere Stücke gerissen im Triebwerk hing. Es stellte sich heraus, daß der Verunglückte der Müller Schulte war. der seit kurzer Zeit als einziger Müller in der Mühle beschäftigt war. Nach einigen Anzeichen kann angenommen werden, daß ein Band einer Lederkappe, die der Verun -gliittte zum Schutz vor dem Staub über den Kopf gebunden hatte, zuerst mit dem Triebwerk in Berührung kam. j8i$eutpcvtft. Barmen. Auf der Stelle todt war der 10jährige Sohn des Fabrikarbeiters Alt. Der Junge vergnügte sich auf der sehr glatten Rudolfstraße am Ostersbaum mit Schlittschuhlaufen und fuhr dabei mit großer Wucht gegen einen starken Baum. Der Anprall war derart, daß der Junge hinstürzte und auf der Stelle verschied. Duisburg. Den Hals durchschnitten' hat der Zuschläge? Ludwig Rosky einer mit ihm in wilder he lebenden Frau Namens Schawinski auf der Schwanenstraße. Bei seiner Verhastnng leistete der Thäter erheblichen Widerstand und bedrohte den Beamten mit einem Messer. Die Frau wurde tödtlich verletzt zum Krankenhanse gebracht. Der Handelsmann Kaspar Wirges wurde auf einezn Ziegelofen todt aufgesunden. Der Mann scheint erfroren zu sein. Essen. Ein schweres Unglück infolge Gasentzündung ereignete sich an der Rellinghauscrstraße. In der Wirthschaft Mas wollte.das Gas nicht recht brennen. Frau Mas, ein Mädchen und die Dachdecker Gelissen und A. Höfels begaben sich deshalb in den Keller, um zu sehen, woran die Störung liege. Eben im Keller angelangt, entzündete sich an der mitgenommenen brennenden Petroleumlampe das angesammelte Gas. Durch die Erplosion wurden zwei Personen furchtbar verbrannt. Hönningen a. Rhein. Nach längerem schwerem Leiden starb hier Bürgermeister Jakob Konrad im Alter von 70 Jahren. Der Verstorbene verwaltete seit 28 Jahren die Bürgermcisterei Leutedorf in bester We,se. Kempen lassen). Drei Söhne des Ackerers Fliegen brachen durch die Eisdecke; einer ertrank, die beiden übrigen wurden durch Wiederbeleoungsversuche gerettet. S a a r b r ü ck e n. In der Küfergasse fiel die zehnjährige Tochter des Wagenführers Schlaf mit ihrem kleinen Brüderchen, das sie auf dem Arme trug, rücklings in einen Kübel voll heißer Seifenlauoe,- den die unvorsichtige Mutter in der Küche aus den Boden gestellt hatte. Beide Kinder derbrühten so furchtbar, daß ihre Rettung ausgeschlossen ist. S t e r k r a d e. Hier wurde der 4jährige Bergmann Paul Fischer von einem holländischen Arbeiter ohne jeden Grund erstochen. Der Thater befindet sich in Hast. Wermelskirchen. DaS vierjährige Söhnchen Paul deö Tagelöhners Wilhelm Dahl wollte in der elterlichen Wohnung und im Beisein der

lSeschtet die lilai?nung dei? Natun!

No. 1117 Terpstchore Strafte, Hl t te C 1 1 e a n d, si a den 30. Mürz. 1003. Ich litt zwei Jal?re sang an zu starker und zu HIusiaer Menstruation, die manchmal mich einer Unterbrechung von zehn bi5 fcftie!)" Tagen widerlehrte und grobe Niederackchlageiieit, Schwindel und Sckwächeansälle dcrursachte. Ich ha!te so viele nuv lose Medizin eingenommen, bcib ich völlig cnlr-.uihigt war, als der Win ot Cardnl als Heilmittel mir empfohlen wurde. Ich nuhm i'n drei Tage lang ein, und fand zu meinem grohen Troste, dasz mein allgemeiner Zustand sich besserte. Nach

zweimonatlichem .'brauche drisUi hatte sich mein Zustand bedeutend gebesert. und fam iri mir rote neugeboren vor. Meine Perl,-den wurdet, regelnläbig. schmerzlos und

utürlich. und innerhalb vier Monaten erfreute U mich vollkommener Gesundheit. rrr1 . .t i . - fm-i .1 - . r i.u . 1 1.

üunc iuiiiiiii iu( III uii icmifliuori xüciic me.ne xunioacieii uno nuirreociiykil

die wir zurlickerstaitele lesundycit ausdrücken. u,td werde ich stets eine treue y

Sekretärin des La Metairie (5lub.

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Freundin Ihrer wertvollen Medi'ln blris'en.

WINECARDUI

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Mrss.Dorothy Palmen

Tic Natur kornuc keine nachdrücklichere Warnung geben, als den beständigen Schmerz, der ein Begleiter der meustrucllcrl Störungen ist. Um der Leidcndct die Gefahr ihre? Zustandes nachdrücklich zum Bewußtsein zu bringen, erneuert sich der Schmerz mit Hefli it bei jeder menftruellen Periode. Ueber diese Warnung lalln kein Zweifel bestehen, obgleich sie in hinderten aus tausend gefährlichen Fällen unbeachtet bleibt.

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Fräulein Palmer hätte ihre Leiden Vermeiden können, wenn sie den Winc of Cardui genommen hätte, sobald die erste Warnung sich vor n &U)ttl1 zeigte. Und Ihr köliut Erleictucrung finden, lvenn Ihr den W'iue ot Cardui nehmt, wie sie es gethan tu. Es ist (ucc Pri

vilegium, (5ucb Dieselbe ErleMdrung vi sichern, die s,i viele Tausende von Frauen heute vom wUm ot Curüui erhallen. Derselbe ist eine positive ,inr f i:: die quälenden enstruelten Leiden. Warum fahrt Ihr fort, Euer Leben mit diesen schrecklichen Schnierzen und Entzündungen

zu veriric'rn, wenn Ihr tcn.r. oah bielben memm? von selbst verschwtnoen tveroellc Ste können nilr kurierr werden, indem man dre erregende Ursache entfernt. Wenn dieselben nicht kuriert werden, so entwickeln sie sich in tiiederdrückende Echmerzen, Ejersb .'schmerzen, Nervosität, Galligkeit. Blutveristting od.'r tödtliche Geschwüre. Könnt Ihr Z-rl. Palmer'S Brief lesen, ohne Euch nach Hcilung zu sehnen?

Uk Apotheker vcl laufen $1.00.iachcn des Wine of Cardui.

Mutter einen Tsps mit lochend heißem Wasser vom Ofen nehmen. Der Topf schlug um. und der Inhalt ergosz sich dem kleinen über die beidenOberschenkl. Das Kind wurde so schwer verbrüht, daß es starb. Xanten. Der frühere Bürgermeister Schlaft ist im Altec von 84 Jahren gestorben. 5rcvt,,z Kcssc',r laslnu. Kassel. Eine Anfangs der A)er Jahre stehende ffrau Geßner. die an epileptischen 5l?ämpfen litt, verbranrne in schrecklicher Weise. Als sie. mit einer Petroleumlampe in der Hand, ihr Schlafgeniach betrat, wurde sie von einem Anfall ihrer kranthelt Heimat sucht. Die Lampe entglitt ihrer Hano und explodirte. Sosort fing ihr leichtec Geivand Feuer. Als ihre Angehörig.n hinzukamen, war sie schon mit furchtbare Brandwunden bedeckt, denen sie nach dem Landlrantenh.uise verbracht erlag. g s ch w e g e. In dem benachbarten (ltmannebausen hat sich ein entsetzlicher Ungliicksf..ll ereignet. Der Tagelöh.ier Hermann und dessen rau wa ren zur Arbeit gegangen und hatten ihre beiden Knaben im Alter von 0 und 2 Jahren zu Hause allein gelassen und di" Wohnung verschlissen. Die Kinder spielten mit Streichbölzern. die Betten qeriethen in Brand. ia Stroh in den Betten brannte lichterloh und als die Nachbarn auf da entsetzliche Hilfegeschiei herbeigeeilt, war Hilfe zu spät. Der ältere Knabe im? bereits eine Leiche und der jüngste hatte eben falls tödtliche Brandwunden erlitten. I m m e n h a u s e n. In dem Gebände des Fleischcrmeisterö Lengeseld entstand auf bisher unaufgeklärt' Weise Feuer, welches daö ganze bände is auf die Grundmauern einäscherte. Marburg. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurde gegen die (5iv frau Elisabeth Weiershäufer vonGo felden verhandelt, die im Streit ihrem Mann mit einem vorher für etwaige Prügelten bereit gestellten Stück Holz den Schädel eingeschlagen batte. so daß der Tod eintrat. Sie wurde linier Annahme mildernder Unlstände zu drei Jahr?n Gefängniß verurtheilt. Wilhelm: Hausen. Das Gnstav Noth'sche Anwesen und das dan?den stehende Haus det Steinhauers Friedrich Schütz brannten nieder; Ursache unbekannt. Das Hans von Noth steht mit 24.000 Mark in der Brandlasse. W i e s b a d en. Der fünfjährige Knabe des früheren Schauspielers En gelsdorff fiel in einen Zuber kochenden Wassers und erlitt schwere BrandNNMden. die den Tod des Kleinen znr Fclge hatten. Zttitterdcutschc- Klagte. A ! t e n b u r g. Der Herzog von. Altenburq hat den vom Schwurgericht Gera wegen Mordes zum Tot' verurtheilten Porzellanoreher Baumgärtel aus Eckersreuth zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Baumgärt?l batte am 17. April v. I. hier den Maurer Martin todtgechlagen un seine Leiche in die Saale geworfen. B r a u n s ch .v e i g. Nack langem Leiden starb hier der frühere Lehrer Kantor emer. I. A. Kütelhan im Alter von 72 Jahren. Die hiesige Landgerichtsstrafkammer verurtheilte den 17jährigen Knecht Joseph Jankowski aus Blumenthal bei Bremen, der am 2. December v. I. in Dibbesdorf den jährigen Knaben Georg Krendel auf scheußliche Weise mit einemBeil ermordet hatte, zu der höchsten gesetzlich zu lässigen Strafe von 15 Jahren Gefängniß. C a a s ch w i j. Dampfziegelei-Ve-sitzer Pendorf stürzte in der Dunkelheit in einen Kohlensäacht, wobei er das Genick bracht Gera. In einem Anfall geistiger Erregung erschoß sich in seiner Wohnung der Ober - Postassistent Ritter. G o t h a. Seinen 80. Geburtstag feierte hier der Generalmayor z. D. von der Dollen.

. flöt her;. Auf. eine 25jährigi!

bätiakeii an der im Verlage von Pro jcssvr Dr. G. Krause hier erscheinenden Ehemiker ' Zeitung- konnten Prokurist Hermann Thaeder und Wilhelm Lezius zurückblicken. Seitens des Ehefs erhielt jeder der Jubilare eine lostbae goldene Nepetuuhr mit entsprechender Widmung nebst schwerer goldener Kette, sowie eine Gelddotatioil von je Ü)00 Otark. K o b u r g. Passanten der Heiligkreuzstraße hörte kürzlich aus der Gajtl'Nlthschaft ,ur grünen Linde". deren Inhaber ein Böhme Namens Donja ist. mehrere Nevolverschnsse sckmeu hintereinander fallen. Der l.inn hattc mehrmals aus seine Frau gefeuert, indeß prallten die Geschosse vom Korrjett ax. Darauf schoß der WirlH aus sich selbst und machte daNit jciilem Leben durchE:hnngen ein Ende. 15 sind drei Binder vorhanden; die älteste Tochter ist 17 Jahre alt. Unerqui(1lick)e Faknilienverhältmsse, in de reu Folge ein Sch?idunqsversuhcen schivbte. sckinctt dcn 'Mattn ur Vcr ztveislung getrieben zu haben. Lehr c. Wohnhaus. Scheune und Stallung ha BrInkbestßtsD .Heinrich Nicu.ann brannten vollständig tliedcr. Beim Einstoßen einer Scheunenlvand ji, .te die Wand anstatt nach initcn

nach außen u..d blgslib die beiden Feu-

rwet)rletite Koch aus Flechtvrf und

.luschhailsen cut Lehfk unter sich.

koch starb bald darauf, lvähcend Muuschhalisen schlver kranl darniederliegt. S a a l f e l d. Sanitätsrath Dr. Mauer beging sein 7)0jährigks Doctorjubilänm. Aus dieseni Anlaß erneuerte ihm die Universität Jena dos Doctordiplom. lind d,e hiesige Stadt ernannte den Jubilar zum Ehrenbürger. S ch ö n i n g e n. Die goldene Hochzeit feierte das Heinrich Zimmermann'sche Ehepaar. Der noch rüstige Jubilar versieht nach wie vor noch seineu Posten ans der Maschineiifabrik von W. Axtmann. Bon dem Regenten erhielt das Jubelpaar das übliche Geschenk. Weimar. Nach längerem Leiden ist hier er Eomponist tlnd frühere HofkapeUincisier Ednard Lassen im Alter von 74 Jahren genorben.

Freiherr Oto Nordenskjöld hat ltnlängst den schwedischen Reichstag ersncht, ihm 55,000 Kronen, auf fünf Jahre vertheilt, zur Bcarbcituug der wissenschaftlichen Resultate seiner Reise zu bewilligen. In der Motivirung des Antrages führt er an, er habe aus seinen eigenen Mitteln über 70.000 Kronen gebraucht und könne daher die Kosten der Beröffentlichung der Resultate nicht bestreikn. Wie bedeutend die von ihm mitgebrachten Sammlungen sind, geht daruns heroo". daß die Versteinerungen allein, die sich alle in Schweden befinden, 20 groe Kisten füllen, und daß sie die ersten und einzigen sind, die man bisher im südlichen Polargebiete gefunden hat. Es sei nicht leicht, sagt Noroenskjöld. den Werth der Sammlungen anzugeben, im Vergleich aber mit dem viel geringerenMaterial, das er im Jahre 1897 aus dem Feuerlande mitgebracht und das später vom Reichsmufcum und der Universität Upsala ertooroen wurde, dürfte der Werth schr groß sein. Es wäre natürlich sehr wünschenswerth, über die Mittel verfügen zu können, um die Schulden dn Expedition zu bezahlen, anderseits se! es aber bedauerlich. wenn die Sammlungen deshalb nicht Zn Schweden verbleiben sollten. -Schmeichelhaft. Tourtst: Sie müssen sich doch hier eigentlich recht einsam fühlen! Bergbewohner: (Zinsam? Ach nein! Ich habe so manche Abwechslung. Neulich kain ein 5)und vorüber, gestern ein Schwein und heute Sie! Unerwartet. ..Wie hat es Dir in der Spiritistenversammlung gefallen?" Garnicht! Ich habe ,en Geist eines Rechtsanwaltö in einer Klagesache um Ratb gefragt da hat er gleich zehn Mark Vorschuß verlangt! .

QW 5lMl!!Nk?. Ei (beschichte .ins dr ttraniieiiliaus. Bei den Leidensgefährtinnen war sie nicht beliebt; an hatte ihr den Spitznan'.en die Stumme" gegercn. weil feit der Einlieseru7.g in das "anken' Haus nur w'nig. Worte über ihre Lippcn gekommen ivaren. Heute sitzt situ der von allen Kranken gen.denen Ec!c. wo die olauen Schirme, die d.'n Anblick Sterbeiider verbergen sollen, aufbewahrt werden, und sieht träumerisch in den sckineeverhullten Garten es ist ihr erster Tag, au dem sie nach langem Krankenlagtt aufstehen darf. Was nützt ihr, die mit dem Leen fertig ist. die Genesung Ihr wäre in dem stillen Kämmerlein wohler, zu dem sechs Fuß Erde allem Weh' und Leid den Eintritt verbieten. Sie bemerkt nicht, daß ihre Gefährtinnen sich zur Besuchsstunde rüsten. Die blauweißen Anzüge t?erden nach Möglichkeit geordnet; die außer Bett befindlichen traitken stellen sich am Eingang des Saales auf, und die Ar men. die noch das Bett hülen müssen, heben bei jedem Oefsnen der Thür den Kopf. Was geht das alles sie an? Zu ihr kommt doch Niemand. Plötzlich zuckt die ..Stumme" zukammen. denn die Wärterin rief eben ihren Nai.ien und zeigt auf eilten Mann mit grauem Haar, der jetzt nach ihrer ein samen Ecke sieht, langsam richtet sich die Kranke auf: was mag man von ihr wollen? Jetzt steht der Mann vor ihr und will nach ihren Händen greifen. N'un erst weiß die Stumme." wen sie vor sich hat. Mit einem Aufschrei sinkt sie in den Stuhl zurück und schlägt die Hände vor das Gesicht es ist der, den sie vor Jahren durch ihr: Untreue von sich und damit aus der Heimath trieb. Begütigend legt der Mann seinen Arm um ihre Schulter und macht ihr Gesicht frei. Anna. Gott sei Dank, daß ich Dich noch am Leben finde!" Immer mehr schluchzt die Kranke und will sich aus seinen Armen winden. ..Geb' lveg. laß mich mit meinem Elend allein!" Als Antwort preßt der Graukopf sie fester an sich. Die Wärterin kommt jetzt zu dem Paarc, sie hat Angst um die noch Schwache. ..Sie, Onkelchen, verfahren Sie nicht zu rabi.'.t mit meinen Kranken, das ist gegen die Ordnung! Sie ist wohl eine alte Flamme?" Der Mann lacht: Gerathen!" Ueber das blasse Gesicht der Stummen" huscht ebenfalls ein Lächeln, doch gleich darauf bricht sie in lautes Wcinen aus. Paul, Du hast ja schon ganz graue Haare, und ich ich bin schuld daran!" Liebkosend streicht er über ihren vollen schwarzen Scheitel. Laß es gut sein! Das macht die Arbeit in der Fremde." Schuldbewußt läßt die Kranke den Kopf hängen. Paul. Du bist bitter gerächt; der Schuft hat mich in Jammer und Schande gebracht." Ernst nickt der Graukopf. Deine Wirthin, zu der mich die Polizei wies, hat mir alles erzählt. Lafsen wir's jetzt ruhen!" Und nun berichtet er von seinen Erlebnissen in Südruhland, wie es ihm im Anfang übel ging, und wie er die Zäbne zusammenbiß und weiter arbeitete, weil er immer noch an sie denken mußte. Er wußte ja, wie es gehen würde mit dem glatten Halunken, llnd er hatte für die Stunde der Rückkehr gearbeitet, die ganzen zehn Jahre lang. Die Kranke hörte ihm andächtig zu. bis die Glocke den Besuchern des Krankenhauses das Zeichen zur Trennung gab. Noch einmal umschlingt Paul die Stumme." Auf Wiedersehen bis zur nächsten Besuchsstunde! Jcb spreche mit dem Arzt wegen Deiner baldigen Entlassung." Still läßt sich Anna seine Liebkosungen gefallen. Dann führt ihn die Wär

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Zur nächsten Besuchsstunde stellt stl der Grautopf pünktlich ein; jetzt erwartet ihn Anna ebenfalls an der Thür und hängt sich an seinen Hals. Paul, Du bist in den drei Tagen um zehn Jahre jünger geworden!" Er legt den Arm um ihre Schulter. Weißt Du nicht, daß eine richtige Freude einen rückwärts leben läßt Das Einzige, was ich in der ganzen Zeit fürchtete, war immer nur. daß mir verloren gehen könntest, bevor icz genug hatte, um Dich ganz zu besitzen. Nun ist unser Haus gebaut." Die Stumme" wird ganz blaß. Paul, heirathen willst Tu mich? Mich-? Nach alledem Na, glaubst Du denn, daß ich Dich wieder auf dit Straße lasse? Daß ich Dich jetzt, nachdem Tu iicder gesund und hübsch geworden, ncch einmal solch einem Kerl gönne? Was gewesen ina. mich allein Uhr'S an. wenn ich's vergessen will. Ich hab' es runterge schluckt und daran gewürgt. Jahre lang; jetzt will ich mich meine Freude daran haben. Du warst ja viel zu übermüthig für mich einfachen Menscheu. Wer weiß, ob ich Dich überHaupt gekriegt hätte, wenn Du nicht ein bischen unglücklich geworden wärest. Siehst Du! Na also! Ich bin ein ganz gemeiner Spekulant. Aber

wartim sagst Du denn nichts?"

Die Stumme wcirn, als wenn ihr das rn breeber. olNe. Sie älki harte, abgearbeitete Hand des Mannes und drückt sie an ihre Ärust. Es scheint, daß sie jetzt wirklich stimm geworden ist vor Freude. (alvestons Tchuhmahregeln. Binnen Kurzem wird in Galveston. Tex.. die große Seemauer vollendet sein, die bestimmt ist, der Stadt in Zukunft Schutz gegen so furchtbare Zerstörungen zu gewähren, wie sie solche vor etlichen Jahren erlebte. Die Mauer bildet eines der großartigsten Werke der Welt in ihrer Art, sie erhätt eine Länge von mehr als drei Meilen i.nd eine Höhe von 17 Fuß. Sie ist aus zermalmtem Granit, Sand und Cement aufgeführt und ruht auf einem Fundament von Pfählen, welche bis zu einer Tiefe von 40 Fuß in den Boden eingerammt sind. Die Geldmittel wurden ganz allein von der Bevölkerung der Stadt durch die Aufnahme einer Anleihe im Betrage von $1,500,000 ausgebracht. Dazu kommt noch eineErhöhung des Niveaus der ganzen Stadt, welche eine holländische Firma für $2,000,000 übernommen und im Laufe von drei Jahren fertigzustellen hat. Damit verbunden ist die Aushebung eines durch die ganze Stadt lausenden Kanals von 150 Fuß Breite und 20 Fuß Tiefe. Zu der Tragung der Kosten hat der Staat nichts weiter beigetragen, als daß er der Stadt die Staatssteuern auf den Zeitraum von 15 Jahren erlassen hat. Korrtzzirte Päpftezabl. Die katholische Kirchengeschichte zählte bisher von Petrus bis auf Pius X. im Ganzen 264 Päpste. In der Basilika des heiligen Paulus in Rom sind ihre Bildnisse bis auf Leo XIII.. den 263. Papst, der Reihe nach vereinigt. Das kürzlich zum ersten Mal amtlich erschienene Jahrbuch de. atikans für 1904. die Gcrarchia." z'hlt jedoch Pius X. nicht a's ."en 264., sondern als den 258. Papst auf. Sechs Päpste sind also gestrichen, und diese Streichung ist auf Grund der gelehrten Forschunger. erfolgt, die Msgre. Duchcsne, der Direktor der französischen Schule in Rom, über die lZchtheit gewisser Päpste des Mittelalters angestellt hat. Seine kritische Arbeit ist von dem Vatikan aß beweiskräftig erachtet worden. Zwangsverkaus e t n e r Bahn. Der Zwangsverkauf der Mauch Chunk, Lehighton und Slatington elektrischen Bahn wegen einer F)rwotoek. von $600.000 ist lektbin von

Richter Endlich von Reading, Pa.. ver-

fugt worden. Der Aerraus wurde von I. H. Baineß von Philadelphia im Namen der dortigen West End Trust Co. verlangt. Richter Endlich setzte den Minimalpreis auf 518.000 an.