Indiana Tribüne, Volume 27, Number 174, Indianapolis, Marion County, 15 March 1904 — Page 6
Jttdiana Tribüttc. 1. März 100.
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Euroräische Nachrichten.
Zfrc?Vinz ScHrosien. V r e s l a u. Vicepräsident deS Reichstage, Graf Udo Stolberg-Wer-uigerode, wurde zum Wirklichen Äe, Heimen Rath mit dem Prädikat Excel, lenz ernannt. Dem Oberst i. D. und Commandeur des hiesigen Landtwhr&jfrfl I., v. Kropff, wurde der Hronenortxn zweiter Klasse mit Schwertern am Ringe verliehen. T ic Reue Sandstraße No. 2 wohnende Wittwe Bcrtha Franse wurde in ihrer Wohnung durch den aus der Arbeit z)eimkehrendii Schn todt aufgefunden. Ein Arzt stellte fest, daß der Tod durch Einathn'en von K hlengascn erfolgi ist. B e u t h e n. Die Ehefrau des Weis chenstellers Nowak, welche unerlaubter Weise zwischen den Geleisen auf Bahnhof Börsianers Sohlen einsaminelte, wurde von einem ankommenden Z'.lge erfaßt und lebensgefährlich verIlng'''ctliche würd? htm hiesigem Ur.. kenhsuse überfuhrt, wo sie ihren schweren Verletzungen er? lag. B o l k e n h a i n. Rentenempfänger
Fr. Riedel kam auf der Straße so un- j
glücklich zu Fall, daß er. in srine Woh nung zuriicklxfördert. an den Folgen des Sturzes verstarb. 8 ii b e n. Der hiesige, aus 86 Mitgliedern bestehende Bienenzüchterverein beging das Fest seines Mahrigen Bestehens. Zugleich feierte Ledrer ricke-5iniegnitz fein jähriges Iin kerjubiläum. N a m s l a u. Die Tischlermeister
Poffeltschen Eheleutc begingen in be- I
stcr körperliche und geistiger Frische ihre diamantene Hochzeit. Pleß. Daö 50jährige Meisterjubiläum feierten hier die beiden Tischlermeister Olowsen und Henschel. Jedem der Jubilare überreichte Olermeist Metzko im Namen der TischlerInnung eine goldene Taschenuhr mit Widmung. S ch l e g e l. Beim Legen einer ohle stürzte der Zimmermann Junge in den neuen Schacht etwa 30 Meter tief hinab. Durch den gewaltigeil Aufprall wurde die Schädeldecke total zertrümmert, fodah der Tod .sofort eintrat. Z a v r z e. Im Gefängnisse gestorben ist hier der frühere Bürgermeister von Friedland O.-S., Schindler. Er war zur Berbiißung seiner sechsmr Glichen Gefängiiißstrafe hierher gebracht worden. Der Verstorbene kränkelte schon längere Zeit. 'zfrovlnz Z'osen. A l t b o y e n. Ein D-Zug PsenBreSlau überfuhr zwischen Altboyt und Leiixrode ein mit drei Personen besehes Fuhrwerk, der Bahnwärter hatte die Schranken nicht geschlossen. Von den Insassen wurde der 19j,?hrige Sohn des Gemeindevorstehers Kuhnert aus Zirpe sehr schiver am Kopfe verletzt, während ein aus Berlin um Besuch hier weilendes junges Mädchen erhebliche Beschädigungen m Rücken, soioie einen Bruch des Unterarms davontrug. Buk. Auf dem Vorwerke Josefo wo. Besitzer v. Tiedemann Seeheiln. brannte ein Einwohnerhaus und die daneben stehenden kleinen Ställe nieder. Die Arbeiterfrau Glucha, die noch einmal in das brennende Haus ging, um Sachen aus ihrer Stube zu retten, ist in den Flammen umgekommen. G n e s e n. iiin tövtlicher Unglücksfall ereignete sich auf dem Gute Zerniki. Der Schlosser Matecki aerietb mit einem Betn tn orereimmascykne. vasselbe wurde ihm vollständig abgerissen. Elx ärztliche Hilfe geholt werden konnte, hatte der Verunglückte einen so starken Bliltverlust, daß er, nachoei.i er in das hiesige Krankenhaus geschafft worden war, starb. K o t s ch i n. In der Scbeune des Landwirths ToraS in Jagodnodorf entstand Feuer; auch das Wohnhaus wurde bald ein Raub der Flammen. Von hier sprang das Feuer auf dieBesiZUNg d.s Land.virths Skibiczyinöki über und äscherte Wohnhaus undStallung ein. N e u t u ch o r z e. Den eigenen Bruder hat der 9jährige Sohn ds iiqenthiimers Traugott Hi"te erschossen. Er nahm ein geladenes Gewehr, das der' Vater in der Scheune hatte hängen lassen, um damit zu spieicn. Dabei entlud sich das Gewehr. D!e iugel traf den lljährig.n Bruder so unglücklich, daß der Tod auf der Stelle eintrat. P l e s ch e n. Während ihre Eltern vom Hause abwesend waren, spielte die 6 Jahre alte Tochter des Postillons Kowalski mit Streichhölzern. Hierbei fingen ihre Kleider Feuer. Herbeiei-
lende Nachbarn rissen dem Kinder die breiinenden Kleider vom Leibe und löschten das itun, doch ist da Kind seinen schrecklichen Brandwunden erlegen. R o g o w o. Auf der Welna-Brücke wurde Frau Marianne Karajus aus Ulanowo bei Keltzko erstarrt aufgefunden und, nachoem sie wieder ins Leben zurückgerufen war. in das Kreisfrankenhaus Zum gebracht. Sie befand sich aber in einem derartigen Schwächezustande, daß sie, noch bevor ihre Aufnahme erfolgte, starb. Thüre. Beim Auflegen eines Riemens qerieth der Müllergeselle Manthey ins Getriebe der hiesigen Mühle und wurde zerquetscht und zerriss:n. Der Verunglückt hinterläßt seine Frau und vier uncrzogene Kin der.
Provinz Sachsen. Magdeburg. Vom Zuge überfahren wurde r? Stationsassisteut Sauer auf dem Bahnhofe zu Buckau. Der Verunglückte hat b?i der von ihm beabsichtigten Geleisübcrschreituna das Hecannaben des nach Alumenbcra ausfahrenden Personenzuaeö üverhdrl, tuurde von diesem Zug erfaßt und buchstäblich in zwei Theile getheilt, so daß d?r Tod auf der Stelle eintrat. B i r k u n g e n. Landwirth Bernhard Fuhlrott und Frau feierten das Fest d?r goldenen Hochzeit. D t Ii fc f ch. Bei dem Bahnstrange in der Nähe des Wassertburmes verunglückte der 19jährige Streckenarbeiter Scharf beim Aufspringen auf den schon im Gange befindlichen Güterzug. Er glitt aus und kam unter die Räder, so daß ihm die Beine abgefahren und der Kopf gespalten wurde. Der Tod trat sofort ein. Bei einem Stubenbrande erstickten drei Kinder des Ehepaares Güllendorf Hierselbst in der Herwarthstraße. Die Kinder waren für einige Zeit, in einem Zimmer eingeschlossen, sich selbst überlassen: sie haben am Herdfcuer Papier angezündet, damit gespielt und schließlich durch das Fortwerfen eines brennenden FidibuS ein Sofa angezündet. !Q a 1 1 1 a. S. Der frühere Jnhaber des Restaurants Fortuna". Libau. verletzte in einem anderen Restaurant seine Frau durch Revolverschüsse schwer und tödtete seinen Schwager Ahlert. Die Beweggründe zur That waren Streitigkeiten über oie Schank - Eoncession, mit der man Libau n einem Restaurant Schwierigkeiten bereitete. Libau wurde verhaftet. Langensalz a. Schwer verunglückt ist in seinem Berufe der Mühlenbauer Karl Gerhardt. In der Mühle zu Nägelstedt mit Reparaturarbeiten beschäftigt, wurde er vom Getriebe erfaßt und mehr-re Male mit hcrumgeschleudert. Er hatte fürchterliche Wunden an Kopf. Arm, Brust u.id Beinen davongetragen. Sollstedt. Ein' schwerer Unglückßfal! hat sich auf dem hiesigen Kalibergu.'.erk ereignet. Bei der Beseitigung der ini Sandstein anstehenden Sprenglöcher wurde die Zimmerung heruntergeschossen. Infolge dessen stürzte der Drittelführer Louis Günther aus Sollstedt, der auf einer Fahr bühne unter der Schiehbühne stand, in den Schacht und erlitt emen schrecklichcn Tod. Der Verunglückte war ver heiratbet und Vatcr von fünf Kindern. Teistungen. In dem neu erbauten Gehöft des Lail0wirthes Karl Borchardt brach Feuer aus. Es griff mit so rasender Schnelligkeit um sich, daß binnen Kurzem Scheune und Siallilng eingeäschert wurden. Die Entstehun'sursache ist unbekannt.
rovlnz Hannover. Hannover. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit konnte der Rathüdiener a. D. Färber mit seiner Ehefrau, Amalie, geb. Utermöhlen. gebürtig, aus Hann. - Münden, in bestem Wohlsein feiern. A s e n d o r f. Ein recht betrübenderUnglückssall ereignet sich im ,Arbster Sunder". Der Landmann Herm. Wienberger jr., der sich dort auf der Jagd befand, war im Begriffe, seinen Knecht, der mit einem Gespanne eine große Chaussee. oalze bedient hatte, abzulösen. Wknberaer übergab seinen Rucksack dem Knechte, legte die Jagdflinte auf die Walze und ging zu den Pferden. Kaum hatten die Gäule angezogen, ertönte ein Schuß und der neben der Wal,,r gehende Chausseewärter Timke von hier sank getroffen zu Voden. Bei dem durch das Anziehen der Pferde entstandenen Ruck war das ge ladene Gewehr in den an der Walze befindlichen Steinkasten gefallen und hatte sich entladen. Hammersbeck. Ein entjetzlicher Raubmord ist hier an dem Ziegelmeister der B lsse'schcn Ziegelei, Namens Sander, einem allgemein beliebten Manne, ausgeführt wcnden. Die Leiche wurde in einem Graben hinter einer Hecke liegend von einem Arbeiter aufgefunden; das gänzlich entstellte Gesicht des Ermordeten war mit seinem eigenen Rocke zugedeckt. Die That ist wahrscheinlich mit einem Beile ausgeführt worden, denn der Kops ist toial bis zur Unkenntlichkeit zerhackt. Sander hatte sich von seinem Arbeitgeber Gtld geben lassen, um damit seine Arbeiter auszulohne.l. Dies scheint der Raubmörder gewußt zu haben. H a r b u r g. Von schwerem Mißaeschick ist die Familie des hiesigen Schlachtermeisters Türkis betroffen worden. Vor etwa einem Jahre tödt:it sich eine erwachsene Tochter imAnfalle von Wahnsinn dadurch, daß sie ich die Pulsader offnere, und kürzlich hat die andere Tochter, die noch im elterlichen Haufe weilte und schon längar au Schwe.muth litt, den Tod durch lrtrinken im Außenmühlenteiche gefunden. S ch i f f d o r f. Durch eigene UnVorsichtigkeit überfahren und getödtet wurde der Arbeiter Hinrich Harms lind dessen Ehefrau, eine Hebamme, von hier. Dieselben wollten von einer Hochzei'sfeier im Dorfe Hollen kommend, den Arbeiterzug noch erreichen, um nach Hause zu kommen. Sie i'berschritteit in der Nähe des Bahnhofs das Geleise, obwohl die Schranke geschlössen war, wurden beide vom Zuge, der chim im Einfahren begriffen war, erfaßt und zermalmt.
Tie Lage in Maz.doni,,,. Den jüngsten Nachrichten aus den Balkanstaaten zufolge sind Rumänien. Serbien und Bulgarien bereit, sich in nächster Zeit aller Fcindseliqkeiten gegen die Türkei zu enthalten und den: Reformwerk der Mächte keinerlei Hindernisse in den Wcg zu legen. Von Rumänien, auf dessen Thron ein Hohenzoller ist. gilt das eigentlich als felbstoerständlich. die Bulgaren und Serben sind aber unsichere Kantoniften". Daß Bulgarien rüstet und der Pforte bereits seit geraumer Zeit Schwierigtciten aller Art bereitet, ist zur Genüge bekannt. Die Mächte haden aber seinen Kriegs- ,und Erobe runa?gelüstcn einen kräftigcn Dämpfer aufgesetzt. Auf Serbien ist kein rechter Verlaß, weil der König Peter sich willenlos und machtlos in den Händen der Mörder seines Vorgängers befindet. So lange diese Herrschaft anhält, darf der König auf keine Unterstützung von Seiten des Auglande rechnen, (r weiß das sehr wohl und giebt sich deshalb persönlich lkdlich Mühe, die Mächte zu versöhnen und zu bewegen, ihre abbcrufenenGesandtcn wieder nach Belgrad zurückzuschicken. .Kürzlich ließ er in Wien durch seine Vertrauensmann Balongtschitsch die Vcrsichcriing geben, daß Serbien nicht da ran denke, die Ruhe zu stören, und daß es namentlich auch der serbischen Agitation in Bosnien und der Herzegowina Zügel anzulegen bereit sei. Man nabm davon Keiintnis'. und antwortete mit der Gegenvi'rsichernnq, daß der .Honig Peter keine Unannehmlichkeiten zu erwarten habe, so lange seine Unterthanen kein (Einschreiten nöthig machten, daß aber die Gesandten der Mächte nicht früher nach Belgrad zurückkehren würden, bis nicht ivenigstens die Offiziere aus der Umgelnlng es 5cönig:- entfernt wären, die ihre Hände mit d?m Blute Alexanders und Dragas befleckt haben. Wenn Peter sich der Mörder nicht zu enilediaen vermag, und diese das Ruder der Regierung in Händen behalten, bliibt Serbien eire unbekannte Größe, mit der die Mächte in ihrer Balk-...oliik zu rechnen haben. Ber' higond wirkt dttv gegenüber die VersichkrungOesterreZchs, für dieDurch. sühning der Reformen in Mazedonien sorgen zu wollen, auch wenn Rußland noch stärker im fernen Osten beschäftigt werden sollte. Die österreichische Regierung wird dabei ohne Frage die rückhaltloseste Uiiterstützung der Wstmächte finden. Deren üingrfau dürfte dem Sultan aber wohl höchst unerwünscht lein, weil ihre Fordernn gen. bonders jene Englands, viel weiter gehen, als der 'österrcichisch ruf fische R-formplan. Im Ueorigen ist '..ie europäische Kontrolle bereits in straft oetretet., und ss scheine auch sonst Anzeichen dafür vorha.iden zn sein, daß der Aufstand in diesem Fahre nicht den Umfang annehmen ,ird. wie im vorigen. Mit den albaNischen Alifriiinern scheinen die türkischcn Truppen diesmal schnell fertig geworden zu sein. Die Bevölkerung der Aufruhrdistrikte ist zudem stark gelichtet. Viele der Insurgenten sind getödtet. anbete wurden gefangen genommen oder sind gestoben. Die Zahl der Flüchtlinge in Bulgarien allein beträgt nach einer Mittheilung Sfv Ministers Petkow an die Sobranje 4s6o Familien mit 11,000 Kinde-n. Für deren Unterhaltung mußte die bulgarisch Regierung einen Sonderkredit lern 500,000 Franken beantragen. Der
Sultan läßt mit der Verkündigung der versprochenen Amnestie noch wa'.ten. wahrscheinlich, um die Leilte vor der Begnadigung recht mürbe zu machen. Wenn nicht alles täuscht, geht in der Bevölkerung Mazedoniens ein Umschwung in der Gesinnung vor sich. Die Mazedonier sind mit den Erfolgen des letztjährigen Aufstandes sehr begreiflicher W'ise wenig zufrieden und einer Wiederholung der gemachten Erfahrungen durchaus abgeneigt. Die Brandschatzung der Komi'.adschicwird sehr drückend empfunden und du Ermordung angesehen ler Mazedonier, die siel, dem W'llen Sarafow's und Cienossen nicht blindlings unterwarfen, hat große Erbitterung verursacht. Wenn die Komitadschis wieder losschlagen sollten, so dürften ste diesmal auch bei der Landbevölkerung nicht mehr dieselbe Unterstützung finden, wie im Vorjahre. Die Leute wissen jetzt, daß die türkische Regierung einen Rückhalt bei den europäischen Groß mächten hat; und überdies dürfte die Art und Weife, wie die Türken neuerdings mit den Banden verfahren, etwas abkühlend auf viele Hitzköpfe wirten. Jedenfalls erscheint die Gefahr, daß die Blitze im Wetterwinkel die Brandfackel eines europäischen Kriegs entflammen könnten, weiter hinausgerückt als seit Jahren. Von den im laufenden Winterhalbjähr an den Universitäten der Schweiz Studircnden der Medizin sind 891 Frauen, also mehr als die Hälfte. Die meisten Studentinnen der Medizin zählt Bern, nämlich 377. gegen 352 im Winterhalbjahr 190102. Es folgen: Lausanne mit 181, Zürich mit 177 (gegen 156 im Winter 190203 und 7 im Winter 190102), Genf mit 151 und Basel mit 5. Die 763 Studeuten der Medizin vertheilen sich auf die einzelnen Universitäten wie folgt: Basel 135. Bern 167, Genf 156. Lausänne 94 und Zürich 211. Von der Gesammtzahl 1654 sind 593 (576 Herren und 17 Frauen) Schweizer.
Allerlei sür-s HauS.
V l S Mittel gegen Vlüth. ch e n i m G e s i ch t werden u. A. empsohlen: Massage ut.d zeitweiseDampsbäder; Honigaufstreichen mit nachfolgendem Warmbad oder auch nur Dampfen und hierauf Reiben mit einem warmen, wollenen Lappen. Fcrner erfreut sich folgendes Recept eines guten Rufes: 1 Theelöffel Glycerin. 12 Drachme Borax und y Unze gereinigter Honig werden langsam erwärmt, etwa 5 Minuten lang gut umgerührt, Abends aufgestrichen und am nächsten Morgen abge.'vaschen. 3u Gramm süßes. 16 Gr. bitteres Mandelöl. 300 Gr. Kirjchwasser. 4 Gr. Quecksilberchlorid. 24 Gr. Bcnzoetinktur. 16 Gr. Citronensaft. Vor dem Gebrauch gut zu schütteln und vorsichtig du betreffenden Stellen damit betupft. Behandlung der Fett, flecken mitBenzin. Das Eilt-
fernen von Fettflecken mittels Benzin wird noch vielfach in ganz verkehrter Weife vorgenommen. Der Fleck wird mit Benzin eingenäßt und mit einem Tuche gerieben. Dabei wird das Fett von dem Benzin gelöst und aus einen größeren Raum vertheilt, aber keineswegs entfernt, wodurch der sogenannte häßliche Hof (Rand) entsteht.' Derselbe verflüchtigt sich und läßt das nicht flüssige Fett da. wo es ursprünglich war. zurück, nur mit dem Unterschiede, daß der Fleck durch den Hof noch größer geworden ist. Da durch das Reiben der Stoff mebr oder wemger abgenutzt wird, so zeigen sich später bei auffallendem Staub die Flecke noch mehr. Das einzig richtige Verfahren, den Fleck zu beseitigen, vesteht darin, daß man einen Bogen gewöhnlich ', graues Löschpapier dreimal zusammenbricht, auf dieser dicken Papierlage den Fleck ausbreitet, tüchtig mit Benzin einnäßt, mit einer zweiten Lage von Löschpapier überdeckt und mittels eines warmen lja nicht heißen) Bügelcisens derb preßt. AlleS Feit wird hierdurch gelöst, sammt dem LösungSMittel von dem Papier aufgesogen und somit vollständig aus dem Zeuge entfernt. Kaffeeflecke wäscht man mit einer Lösung von 2 Unzen Kochsalz in 1 Quart Regenwasser aus. In Wollsachen bestreicht man die Flecke mit nicht parfümirtem Glycerin, wäscht es mit lauwarmem Wasser wieder aus und bügelt noch feucht die betreffende Stelle auf der Rückseite. Das Glycenn absorbirt das Fett der Milch und die Farbsäure des Kaffes und schadet der Farbe nicht im Geringsten. Bei Seide mit empfindlichen Färbungen mischt man 5 Theile Glycerin. Theil Salmiakgeist und 5 Theils Wasser, bl. reicht damit den Fleck und läßt den Stoff einige Stunden liegen, worauf man ihn mit einem reinen Tuche abreibt, dann mit ganz reinem Wasser wäscht und zuletzt den Stoff zwischen zwei reinen Tüchern einem mäßigen Drucke aussetzt. Ist der Fleck trocken, so trägt man sehr vorsichtig stark verdünnten arabischen Gummi auf. der dem Stoff den alten Glanz wiedergibt. Das Anlaufen der Jenst c i, besonders der Schaufenster, ist zu verhindern, wenn ein am Fenster entlang laufendes Blechqcfäß. etwa 2 Zoll im Geviert, mit Salz gefüllt, angebracht wird. Auch das Aufstellen einiger flacher Teller mit Chlorcalcium, welches die im Schaufenster herrschende Feuchtigkeit anzieht, ist zu empfehlen. Das Chlorcalcium muß von Zeit zu Zeit erneuert werden, daö feuchtgewordene ist aber keineswegs unbrauchbar, sondern nur zu trocknen, um es von neuem verwenden zu können. Um Wasserleitungen geg e n F r 0 st zu schützen, bedeckt man die dem Frost ausgesetzte Rohrleitung mit einer dünnen gleichmäßigen Schicht von Stroh, Sägespähnm odr Gerberlope. Hierauf gibt man eine Schicht faustgroßer Stücke ungelöschten Kalks und darauf wieder eine dickere Lage irgend eines schlechten Wärmeleiters. Die ersterwähnte Schicht hat Hauptsächlich den Zweck, die metallische Rohrleitung vor der Berührung mit dem ungelöschten Kalk und damit vor einer chemischen Einwirkung zu schützen. Der Kalk wirkt in der Weise, daß er aus der Umgebung Feuchtigkeit anzieht und sich dabei erwärmt. Da die äußere Hülle nur wenig Luft zikläßt, bleibt im Laufe des Winters so viel Kalk ungelöscht, daß die Erwärmung genügt. Eine solche Pa-kung schützt den Rohrstrang den ganzen Winter hindurch vor der Gefahr des Einfrierens und dem hierdurch oft deranlahten Bersten. Herstellung von Schafkäse. Die Herstellung des Schafkäses erfolgt nach denselben Grundsätzen wie die von Kuh- und Ziegenkäse. Danach wird die Milch möglichst rasch (meist unter Zusatz von Lab) zum Gerinnen gebracht. Dann scheidet man die Molken aus. preßt die zurückbleibende Milch aus, salzt sie und giebt ihr sodann mit der Hand oder mittels Formen die gewünschte Gestalt. Nun werden die Käse unter öfterem Umwenden an einem luftigen Orte getrocknet. Zu Rahmkäsen verwendet man recht frische Milch, zu Sauerkäsen sauere; auch unterscheidet man fette, halbfette und magere Käse, je nachdem die Milch mehr oder weniger abgerahmt wurde, ehe man fie gerinnen ließ.
Mitgefühl.
"
Sie haben eine Blume abgepflückt, mein Fräulein! Dafür müssen Sie süns Mark Strafe bezahlen'.O Gott, und das Blumenorakel ifl noch dazu schlecht ausgegangen er liebt mich nicht!" ..Das thut mir aber leid dann brsuche Sie natürlich nur eine Mf Strafe zu zahlen!"
Unerklärlich. Schauspieler: Gevcn Sie mir doch zehn Mark Vorschuß; der Schneider bedrängt mich furchtbar! Direktor: Was. Sie wollen Heldendarsteller sein und lassen sich von einem Schneider in's Bockhorn jaaen? Schlechter Dank.
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Dame: Hier, lieber Mann!" Bettler: ..Danke. Acltere Personen haben doch mehr Herz als junge."
Viele wenig machen ein viel. Gattin: Was. Du bringst mir blos einen Hasenschwanz mit? Ist vas die ganze Jagdbeute? Gatte (SonntagSjäger): Ja. siehst Du. Kind, wir waren zwölf Teilnehmer und haben ehrlich getheilt.
Ein Feinschmecker.
Dturnist (der gewohnt ist. die Tintenklexe abzuleckcn): ..Donnerwetter. Fritz, laufen Sie schnell zurück und tauschen Sie die Tinte um! Die ist nicht zu gebrauchen die schmeckt a fürchterlich nach dem Pfropfen:"
Reingefallen. Arzt: Wenn ich Sie kuriren soll, müssen Sie mir versprechen, genau das zu befolgen, was ich Ihnen sage. Wollen Sie daS thun?" Patient: ..Ich verspreche es." Arzt: ..Gut. dann fertigen ie mir einen Check zur Begleichung meiner alten Rechnung aus!"
Immer im Beruf.
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vh 5 7MJ!
Führer: .. . .4200 Meter kcch ist der Berg, den wir besteigen!" Kaufmann: Nu. können Se da ni; nachlassen?"
Wort gehalten. A.: Man mag von Schulze sagen, waö man will, aber er hält doch sein Wort! B.: Finden Sie? A.: Ja. er hat sich vor einem Jahr von mir 20 Mark geborgt und dabei gesagt, er würde meine Freundlichkeit nie txrgessen! B.: Na. und? A.: Na. und jedesmal, wenn er sich Geld borgen will, kommt er immer zu mir! Unangenehm. Ungarischer Gutsbesitzer: Donnerwetter! Hob ich 9000 Joch Grundajgenthum und dies verwünscht Flieg'n wajß kajn anderes Platzl zum Niedersitz'n ali auf Nos'n majniges!
MB
