Indiana Tribüne, Volume 27, Number 174, Indianapolis, Marion County, 15 March 1904 — Page 5
Jndiana Tribüne,
S
Der Bowlsn-ffall
Vor dem Coroner.
Vor bcm Koroner fand gestern die weitere Verhandlung über die Umstände statt, nie den Tod von Frau Wm. Bowlen begleiteten. Eine A.ugin. örau Walter JoneS von No. 17 Nord East Str., gab an. daß Frau Bowlen öfter zu ihr gesagt hake, ihr Manu würde sie todten, wenn sie ihn verließe. Sie hab? Frau Bowlen öfter mit Nahrungsmitteln und Geld ausgeholfen. Weitere Zeugenaussagen waren unbedeutend. Bowlen stellte durch seinen Anwalt den Antrag, daß die Leiche seiner Frau zwecks Untersuchung deö MagcnS aus. gegraben werde. Frau Bowlen starb am 15. August durch Vergiftung mittelst Karbolsäure. Der (oroner hatte s. Z. ein Berdict auf Selbstmord lautend abgegeben. In Folge der später auftauchenden Geruchten wurde beschlossen, eine erneute Untersuchung anzustellen.
Neue Jncorporationeu. Folgende neue Gesellschaften erwirkten ihre ncorporations-Papiere: Die ..Bernd BroS. tfo." von In dianapolis; Capital S.OOO. Die Jncorporatoren find: Daniel P. Bernd. Theodore I. Bernd und William C. F. Grieb. Die ..River Bend Cil A st!as sso."; Muncie: Capital $32,000; Directoren: Walter L. Davis. Thomas F. Barrctt, Martin Weeks, Jacob R. Hummell. H. Marsh Jackson, Johu W. Lambert und Cren 0. Arown. IndpIS. StereotyperS' Union Die gestcrn Abend von der JndplS. Stereotyper? Union No. bS in der Germania Hatte veranstaltete Unterhaltling nahm einen lchr erfolgreichen Vec. lauf. Dieselbe bestand aus einem Concert nebst anschließendem Ball. Für Unterhaltungen der zahlreich er. schicnenen Besuchn war in der Thal in ausgiebiger Weife gesorgt morden. Das für da Concert aufgestellte Programm war ein interessantes und eine jede Nummer irurde in vortrefflicher Weife durchgeführt. Die Mitwirkenden waren: Frau $. A Hallcrmann, FrlS. Httda ftallermann nnd Bertha Roth, Professor Georg M. Hebblcr, Hermann Frey, I. Fremont Frey, kory j E. Schmitt, Guy Moutani und das Columbia-Quartett.
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i mbttt F. AyreS i. Gestern früh starb Albert F. Ayrcs in seinem Heim, 1101 Central Ave. Er war als Sachverständiger für Untersuchung von County-Prototollcu hochgeschätzt. Als er vor Jahren als Criminal richter von Marion Co. erwählt wurde, weigerte er fich das Amt anzutreten wegen der Wahlfälschungen, die damal" c im Coy begangen hatte. Er wollte ein Ami nicht annehmen, wenn die Wahl in irgend einer Weise uuehr lich gewesen sei, erklärte er damals. In 187:. war er Hilfs'Gencralanwalt unter Herrn BuSkirk; dann hatte er denselben Posten unter Generalanwalt Woolen inne.
Polizeiliches. Die Polizisten erwählten gestern Abend John Caldwell und James l'ronin zu TrusteeS für den Polizei Unterstützungs'Fond für einen Termin auf 3 Jahre. W. G. WallS von der .Na tional Automobile Co." wurde gestern wegen rücksichtslosen Fahren verhaftet nnd prompt gegen Bürgschaft entlassen. Er wird sich am nächsten Samstag, im Gericht zu verantworten haben. W e g e n VeranstaltenS einer Prüge lei wurden Harry von 91 1121 Cft Washington Str. und Andrew Washburn von No. 5170 Market Str. festgenommen.
Ehrus Hnböard'S ffnll auf den 19. März verschoben. Eyrus Hubbard, welcher sein: Bru der Otis vermittelst eines BilliardQueue eine tödtliche Wunde beibrachte, wurde gestern dem Polizcirichter unter der Anklage des Mordes vorgeführt. Derselbe verschob jedoch den Fall auf uächsieu Samstag. An diesem Tage soll auch Mo. A. Ssttfon, welcher der Beihülfe zum Mord angeklagt ist, sein Vorverhör habn. Letztere? befindet sich gegen Bürgschaft von $590 auf freiem Fuß. Es wird angenommen, daß sich bis zum Sam stag schon die lroßges'hworettctt mit dem Fall beschäftigt haben werden. Seinen Verletzungen erlegen. August Kiesl von der Missouri und South Str., welcher am Sonntag in dein Etabl'.ss,.'mcnt von SofflH tfc Flct cher in ftoUv eines Jahrftuhl-ll'ifalles schwere Verlegungen erlitt, ist gestern denselben erleben.
Versammlungen der Gruben-arbeiter.
Die Voqelschtttz-Gesellschaft.
Die Jndianttpolis Alldubon lescll schaft hat die folgenden Beamten erwählt: Präsident. Rev. Richard E. Souta; Bice-Prüfident. . W. Woollcn; Se crctärin, Frl. Rhoda E. Selleck;
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chatzmeister. Frank P. V!anley.
B a u e r l a u b n i ß s ch e i n e. P. Schleich. Addition, 227 N. Delawäre. $150. JameS Anderfon. hz. Wohnhaus. 2912 N. Capital, 12900. A. L. efever. hdlz. Woh. hauS, 432 Rural, $800. Cor. diua Map, hölz. Wohnhaus. 1541 Union. $2500.
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Gestern Nachmittag waren alle Koh lengräber im Staate müßig, weil Mas. senversammlungen der Grubenarbeiter einberufen worden waren, um über die Lohnermäßigung. worauf die Gruben besitze? bestehen, zu berathen. Die Ab stimmung Über die Annahme der von den Grubenbesiern gestellten Bedingun gen wiro heute erfolgen.
P a r s i f a l" als S ch a i spiel. P i t t s b n r g. Pa., 15. März. Die :rftmalige Bül,nenProduttion von Parsifal" in dramatisirter Fornr fand im hiesigen Grand Opera Hous' statt uud ,nachte auf das z.rhlrcichePlldli!um einen Ultgewdh.ilich tiefen Eindruck. Das Stiick schlißt fii! in der Handlung genau an's Origl.:a! an. Direktor H : i n x ! ch C o n -rieb vom Jrving Place Theater und Metropolitan Opcri.hause in New ?)orf, wurde dieser Tage das Opfer eines Unfalles, der leicht schlimme oU gen hatte haben können. B'i dem italienischen Souper im Strollers' Club
wurde ein Versuch gemacht, eine Blitz licht Photographie von Mine. Vaeasi. der Prima - Ballerina bei Opernhaus ses. vier anderen grauen und zehn Männern auszunehinen. Das Magnesium erplodirte und tztc die Buh; nendckorationen in Brand. Unter den 500 Personen im t5 ludhause entstand eine Panik. Alles stürzte hinaus und einige besonnene Männer trugen die Frauen hinaus. Bom Balkon fiel eine Glasflasche herunter und traf das Haupt des Operngewaltigen, der als Ehrengast zugegen war. Herr Conried erlitt eine schlimme Hautwunde, welche von einem Arzte verbunden werden mus.te. sich jedoch nickt als gefährlich erwies. Die Bühllendekora tionen im Clubhausc wurden zerstört, doch war das Feuer von den Clubinitgliedern schon vor Eintreffen der rcquirirten Feuerwehr ausgelöscht worden. Schweres Unheil, Angst und Schncke wurden kürzlich in der Wohnung einer Friseuse. Frau Esther Schachter in New jork, durch ein Mit tel angerichtet, das der Händler Adanr Noth der Frau guni Kauf anbot. Seiner Versicherung nach sollte oas Mittel, das sich in e'.ner Bierflasche befand, ein vorzügliches Haarfärbei:littei sein; zugleich ügte er aber hinzu, daß es sehr explosiv sei. Dasi er in dem letzieren Punkt recht hatte, sollte sich bald zeigen. Trotzdem Frau Schachter ihn bat, daZ gefährliche Mittel gleich wieder in seine Tasche zu stecken, stellte es Roth aus den Tisck' und im Lause ihrer weiteren Unterhaltung vergasten be'lve der Flasche aus dem Tische.
Plötzlich gab es einen furchtbaren Knall, das Fenster sprang, alles, was auf dem Tische gestanden hatte, fiel zur Erde, dichter und erstickender Rauch füllte das Zimmer, sodaß nichts zu er; kennen war. Der 10jär)rige Max Schachter. Sohn der Friseuse, lag sckreiend auf der Erde uud Roth, der Besitzer dev Mittels, war ohnmächtig zu Boden gefallen. Als durch Luftzug der Rauch vertrieben war, zeigte sich, dah der kleine Max im Gesicht schrecklich blutete, und ein Arzt stellte fest, daß eines seiner Augen sehr gefährlich verletzt war. Roth erschien später im Essex Market Gericht, wo Fruu Schachter ihn sträslicher Nachlässigkeit beschuldigte. Der Fall wurde auf
! Montag vertagt.
ff i n S ch i f f s u n g l ü ck ganz eigener Art ereignete sic.) vor einiger Zeit in der Baststrafze. dem Meeresarme zynischen Tasmanien und dem australifcken Fcstlande. l?in Augezeuge theilt mit: Am erstenWeihnicktsfeiertage traten wir mit dem Dampfer Coaee, der die Verbindung zwischen Melbourne und Launceston verinittelt. unsere Fahrt an. Bald stellte si sich; ter Nebel ein, daft man nicht ,iinf Schritte weit seyen konnte; am lingnge des Haf.-ns von Warrnantöool lag der Dampfer Flinders. der die Einfahrt des Nebels wegen nickt sinden konnte nnd in grober Gesuhr schwebte. Unter l5anitän ?arrington ließ, als wir in die Baststrase kamen, den Dampfer slopoen. Plötzlich es war H Ubr Nackmittaas tauckte vor
unsern entsetzten Augen, wie ein lespenst. der Rumpf eines colossalen Scliiffes auf. es war der italieniscko viermastrqe Segler Fortunato Figari. Sein riesiger Klüverbaum, ein Baumstamm von 40 Fuft Länge und am dicken l?nde von Z Fuß Stärke, f-'te über den Dampfer weg und vernichtete alles, was dirauf war. lapitän nnd Steuermann waren sofort todt, Commandobrücke. Compasihäuschen. Geländer. Schornstein, alles war im Nu verschwunden. Da die Schiffsmaschinen lmbeschädigt waren, konnten wir. wenn auch mit großer Mühe, den nachstcn Hafen erreichen. Ueber einen e l f j ä h r igen Messerheld wird aus Berlin berichtet: Der 11'ährige Paul Hübner. Söhn eineo Beamten, besuchte die dritte Klasse der 156. Gemeindeschule und war Erster. In der letzten Zeichenftn.lde hatte er aber durch unruhiaeö Betragen dem Lehrer. Herrn Zeisiger. wiederholt Anlast zum Tedcl ge aeen und erhielt zuletzt zur besseren lkberwachung auf der vordtrstenBant, wo die sckwäck)stcll und unfo!gsamst''N Binder sitzen, einen Platz. Darüber gerietst der Knabe in große 5?rregung. Kaun, ite nach oem Unterricht oer Lehrc. Ueber,; ieher angezogen. a!s der 7 aufsprang, Herrn Zc'.siger nachüürjic und ihm n'it einem Ta scheNmesser drei Stiche in den Wicken 'ersetzte. (5rst als der Lehrer aufschrie nnd Blutstropfen ans den Boden sickerten, nahmen die anderen Schüler mit Entsetzen wahr, was geschah, warfen sich auf Hübner, dem Schau in vor dem Munde stand, und entrissen ibm das Acesscr. Als der Rektor der Schule kam. schien der Knabe wieder die Herrschaft über sich selbst gewon nrn u rViben: er blickte eine Wile starr nach dem seiner Oberkleider ent lediqtcn und zicmlick stark blut-nden Lebrcr. dann brach er unter Schlnchze zusammen Di? ftödtifch Schuldeputatin ist bereits erstickt lvorden. den Thäter aus der Gcmeindesi.mls auszustoszen. Dr Knabe sollte einmal selbst Lehrer werden; damit d.'rfte es jetzt vorbei sein. Jedenfalls aber haben rie Psychiater Veranlassung, sich mit oem Geistes nistand des Jungen eingehend zu beschäftigen. l? s n e beneiden swcrthe Stadt ist das 630 Einivohncr zählende Weihenburg i Mittelfranken. Gmeindeumlagcn giebt es dort nicht, diejenigen Bürger, die ein Holznutzungsrecht besitzen, erhalten sogar noch alljäyrlich aus dem 1889 Hektar großen Stadtwald 100 Well?n nnd eine "uhre Streu. Die Stadt hat, wie berichtet wird. 431.6( Mark Schulden, aver bei der eigenen 5tämmerei nnd bei dr Lakalmalzaufscklagskasse, ein Ncinvcrmöge.l von 2.75,9,80 Mact, od?r 423 Mark pro Kopf de Äcvölke' rung. D a d Grabdenkmal d e S Königs Za, eines der prähistorischen Herrschers in Ägypten, i uroe kürzlich in PartK aus den Privatsanii'ilungen Amelineau versteigert und von den Vertretern deö Louore - Museums für 94.000 Franks ersialiden. Das Denkmal rührt ans ci.'er Cpoche von 5 G000 Jahren v. Chr. her, also vor der Zeit der Erbauung der Pyramiden,
und ist Gegenstand elngehei'dster Forschungcn seitens der Archäologen. Wie Pariser Blätter melden, hatten sich auch Vertreter des Berliner Museums an der Versteigerung betheiliat. In Budapest hatte ein junger Mann aus reicher Familie Namens Dunyerszy an den ungarischen Neich'-'tagsavgeordneten tteorg Saczelkary im Baccarat die Summe von 1 ,( 00 Kronen verloren und die Faa ilie deZ Schuldner! verweigerte die Zahlung dieses Betrages, nno ar niit Rücksicht darauf, daß sich der junge Dullverözky in einem Äcisteszustände befinde, der es Niemand gestatte, mit ihm ernstlich um Geld zu spielen. Nun bat die Familie D'lnyerzky, um zu zeigen, daß es ihr n''&)i un, das ("eld zu thun sei, dcn Betrag vo.. 301.000 Kronen für wohlthätige Zwecke bestimmt. Durch einen I r r t h n m sein Leben eingebüßt hat ein Passagier eines von Hagen i. W. nach Breckerfeld abgegangenen Personcnzuges. Da der Zug keine Einfahrt hatte, muhte tt vor der Station Breckerfeld halte?. In dem Glauben, man sei schon im BahnHofe angelangt, verließ ein Fahrgast 3. Klaff- das Coupe. In demselben Augenblick stürzte der junge Mann mit einem gellenden Ausschrei die dort vcfindliche steile Böschung hinab, in die reißenden Fluthen des hochangeschwolleneu Flüßchens Bolme und kam nicht wieder ;um Vorschein. D'e Persönlichkeit des Unglücklichen konnte n'.cht festgestellt werden.
Auch im vergangenen Jahre nahmen, wie in den frühern Jahren, im Dampfschiffverkchr im .afen von (5herbourg die deutschen Dampfer ein- alle andern weit überragende Stellung ein. Während die französische loite. wie schon früher, nur durch Küstenfahrzeuge vertreten war. legten im Hafen von Cherbonrg neben den Dampf?rn der American Line hciuntsächlich die des Norddeutschen Lloyd und der Hamburg-Ame-rika - Linie an. Auster einigen in der Statistik ürer d'n Hafenvcrlehr nicht aufgefüdrteu Dampfern waren es im Jahre 11)03 2r,3 Dampfer, welche Reisende landeten odr an Bord nahmen. Von diesen waren nicht weniger als 219, das sind über 83 Proccnt, dentscl,. Dainpfer. Von den 24.0l2 übersceischen Reisenden, die in diesem 7.ahre in d'herbonrg ankamen oder an Bord gingen, benutzten 18 627 die deutschen Dampfer. Die American Line beorderte 4813 Reisend?, die übrigen, nicht nainnttich aufgezählten Dampfer ingesammi 572. Aon den 20,015 Postsäcken. die im vergangenen Jahre von Cherbourg abgingen oder dort ankamen, beförderten die deutschen Dampfer 1 2,956. Seit dem Jahre 1895 wurden insqsammt 95.093 Postsäckc gelandet oder an Bord genommen, davon 75,708 durch deutsche Dampfer. Von einem sauberen ..Gentleman" berichtet eine Berliner Zeitung: Als Referendar und Reserveleutnant" hatte er sich auf den Berliner Wittweiibällen eingeführt. Auf einem solchen Ball bemerkte ein anderer Besucher, daft der viel umschwärmte Referendar einen werthvollen Stock führte, der seinem kürzlich gestohlenen sehr ähnlich sah. Da der Stock Äuch den Namenszug C. S. trug, velanlast' te der Eigenthümer die polizeilicheeststelhlng des Don Juans. Und nun stellte es sich bald Heraus, mit wem man es zu thun hatte. Vor 14 Tagen lourde der mehrfach bestrafte Spitze bube Leo Siegel aus dem Gefängniß entlassen, hatte in Berlin sein altes Handwerk wieder aufgenommen und Ivurde sclwn polizeilich gesucht. Er iatte u. a. in dem Vorzimmer eines (sommerzienraths. den er anbetteln wollte, eine Schal- mit Visitenkarten geleert. Diese benutzte er, UM bei hohen Personen Eingang n finden, dort u betteln und zu stehlen. Dabei hatte er das Unglück, einem Herrn in Eharlottenburo die Karte eines vor einem Jahk gestorbenen Bekannten zu über-
reichen. Run legte er sich auf das Bitten und riihre anch den Herrn so. dasz dieser ihn an einen Dritten wies. Gleich darauf bereute der Herr die Weichhe'zigkeit und lief zu dem Dritten. um ihn zu warnen. Siegel war ihm aber zuvorgekommen und begec;nete ihm im Vorzimmer, nachdem r schon ein Geschenk eingeheimst hatte. Seinen Dank für . die Empfehlung.
dem er in Worten Andruck gab. bekräftigte er dadurch, daß er den im Borraum hingestellten Schirm stahl. Der Herr ..Referendar und Reservelentnant" hat nun Gelegenheit, sich im Gefängnist auf neue Geschäftstricks vorzubereiten. Es tvird vielfach über Brückenmangel im Indianer - Territorium gellagt. Eine Brücle von genügendcr Gröfze für den Wagenverkehr sei, so heißt es in diesen Beschwerden. geradezu eine Kuriosität: die zwei einzigen Brücken dieser Art. welche über den Arkansasflub gehen, seien erst in den letzten zwei Monaten eröffnet worden. Noch etwa ein haU Dutzend kle!nerBrüc:en gehen über unbedeutende Flüsse. und das sei Alles in diesem ieit ausgedehnten Land?. Ueberdics seien alle die letzteren Brücken von Privatgesellschaften gebaut und Jeder, knelcher das Wasser überqueren will, müsse eine Gebühr ! ahlen oder schwimmen. Als es noch gar keine Brücken in jener Gegend gab, da hatte man wenigstens Fähr-' boorOelegenheiten! und dieser Die-ü zahlte sich für die Eigenthümer zum Theil sehr gut. Ucberall 'jedoch, wo cnte Brücke gebaut wurde, und wenn t j auch nur eine eleudePrivat-Mauth-brüae war, da versch oanden die Fährboote oder verlegten ihre Thätigkeit weit weg. Die Gebühren für die BeNutzung einer solchen Manthbrücke betragen gewöhnlich für Fußgänger je 5 Eents. für ein einzelnes Bnggy 10 Cents, für andere Gefährte entsprechend mehr: eine Dresch-Zucs7.:asck)ine über eine solche Brücke zu schaffen, das tomm auf iW'j. Dollars, und mit Vieh i es noch schlimmer. E i n origineller An-
schlag befand sich kürzlich am..Schwar-
zen Brett" der Universität Leipzig. Jr demselben bedauert die Universitätsbehörde lebhaft das häufigcVerschwinden der Ueberröcke der Studirenden aus en Aufbewahrungsräumen, stellt es aber den Söhnen der nUnn Hinter anheim, sich vor dem Verlust ihrer Kleidungsstücke selbst zu schützen, da sie sich außer Stande sehe, das Aufsichtspersonal zu vermehren. Um den Musenjüngern aber entgegenzukommen, habe das Rentamt Ketten zum Vcrschluh der Ueberröcke an den Kleiderhaken anfertigen lassen. Kette nebst Schloß und Futteral kosteten 1.80 M. und können gegen 1 M. wieder zurückgegeben werden, wenn die Inhaber die Universität verlassen. Gleichwohl lehnt der akademische Senat jede Verantworiung in Fällen erneut eintretenden" Abhandenkommens der Ueberröcke ab.
MsenvKkn - Fshrpinn. Clev?land, tadincrtt, Chicago & St Ccuis Htttoftf,
t ltttltl Diliific 4 Abgang ftnttift New Fork fpret? tägl 4 40Bm Union Ktttz Aceom tag! 9 2bB Vdmeie & FtWayne p p. 7 00Vm ffort Wayne & tzl? vr n 10 ZVm 9 8 k 93 Lim täglich i d. . . 8 0 )Nm Äouthw?stern Ltd kgl ck . . 11 80Vm Muncicgt Wayne nur Son 8 U0Vm Ät Louis Ltd tgl ä s 3 iMm ledland Sxpreh 11 00Vm New Aork rpreh tägli b 6 ABWm N 8 fe Lim, tägl d 8.... 2 5583m V H Union CyckAndcrson rp 8 Ib'm Union City Ace tägl 4 4'Nm New Sork Ltd tägl g H 45Nw 'nickerbocker Sp täglich d Scb 25 St. Louiö Division. ""JCxo XKTox-lcJLm Foir Hont" St LouiS Mail 7 2i)Bm New Avrk Expreß täglich s.. 4 20Vir. Southweftern Lim tgl & k s 11 45.Vm St. LouiS Expreß tägl s.. . . 7 4Vm St LouiS Lim täglich pds. 3 2 .Mm Mat'n fc T Haute Acc 10 35Bm Terre Haute & Miti'n Acc.. 5 WRm N A Boston Lim tögl pdt 2 ö0Rw 9t 9 & St. LouiS Exv tägl.. 7 05Nm St Louis Mail 5 5 St Louiö Expreß tägl s. ... 12 06Vm Knickerbocke? Bv täglich &,& Q 10ÄM C i n c i n n at i Division. ki k Louö Rachtervreß tgl 8 4595m Cincinnati 2lcc täg auög SonlO 2SB St Louv & Gin Nachtezp tg s 4 LttBm S5hic öc St L Exvreß tg ct v & pll 40Bw Cincinnati Srp Sonnt auSg. 7 45Vm Chicago LouS k St L Szpreßll 40V S ilicinnati Acc 4 00Nm White Eity Spezil p 3 2öRm liincinnati F Expreß, tigl p 2 55m Eine k 3nd 91cc auög Ton.. 6 55Aw Louiö F Expreß 2 55Nm Ginc 3nb 6c t L G?pr tg s. .11 40N lincinnati Accam 4 OOrn Chic k Lnu UachteSni lg 8 U 50Nw Äinc & Wash F Ltg 6 s p 6 209? in Chicago Division. ttankakee Accom 7 00Bm Tinc Nachrpreß, tägl s.. .. 3 80Vvt (syieago Fast Sxpreß tgl d p 11 öOBm Kankakee Aceom 10 30Bm White City Tpecial s d k p. 3 30Rm Cinc Fast Erpreß tägl p 6. . 2 4Mv 2aFayette Accom 5 15,?lm Sa Fahette Accom 5 OOM Chicago Nachtexpreß tägl s. .12 10Bm Cinc k Wash g L., d k p. . 6 10Rm Mi ch ig a n Division. Aenton Harbor Zrpreß 7 WBm Elkhart Accom nur Sonntagö 9 SbB Michigan Mail Erpreß p...ll3um Elkhart Expreß 10 3093m Elkhart Acc täglich 4 4591m Benton Harbor Expreß p. .. . 2 555! Michigan Er'eß S löNm Peoria Divisio n w e st l i ch; Peoria Expreß & Mail 7 2bVm ColumbuS k inc Sxp tgl s 3 30V Gestern Expreß täglich p d. .11 50Bm Champaign Accom . .10 35B hampaign Accom 4 lORm N S k Ohio Special 2 4()R Peoria Sxpreß täglich 8 11 65Nm Peoria Expreß täglich p k d 6 08N Peoria D i r i s i 0 n ö st li ch. Columbuö Expreß tägl : 00Vm Lynn Accom 10 00Bm Ohio Special tägl dp 3 00Nm Columbus Expreß tägl dp. .11 40V Lynn Accom 6 IbNm ColumbuS Expreß tägl 8. ... 10 30R pittsburgh, Qncinnati, EKicago 6c St. Couis R'f. Indianapolis Division. Abgang Anlunsl Eaftern Expreß täglich ad .. 3 30Vm St LouiS Lim täglich s d b . . 6 35? Kolumbus Accom tägl 7 3055m Limited Mai! toglich 8 .. .. 6 40Bw New Äork Expreß täg d 8 lOBm St LouiS Sxpr tägl dkeb 12 lONw EolumbuS Accom 1 4Qvlu Ändianavolis Accom 12 4Mm Keystone Expreß tägl l k b b 3 05Nm Western Expreß tägl id 3 20?tn Atlantic Cxpreß täglich ... 5 00Nm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 309t N B Lim täglich s 6 b . . . . 6 60Nm World Fair Exp täglich 8 . . 11 59Nm
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