Indiana Tribüne, Volume 27, Number 174, Indianapolis, Marion County, 15 March 1904 — Page 3

Jndtana Tribüne, 15. März löO'l.

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Togo's ergänzende Nachrichten. Aus ber Fahrt durch Sibirien. Leichenfcicr iu Söul. Chinas (Yrcuztrnppcn. Bom Balkan. Colombias Verzicht. Gegen die Jesuiten.

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Ost-Asien. Eingang versperrt. London, 15. März. Ein Cor. respondent der Daily Mail" in New Chwang meldet, daß nach der Entfer nuna, des russischen Schlachtschiffes Netvizan" vier russische Dampfer: ..Harbin". ..hailar". Ninguta" und Sungari", an oer HafenmUnoung in passender Lae verankert und ersenkt wurden, so oaß nur ein kleiner Durch fahrtScanal bleibt. Vice l.'miral Makaroff hatte vorher verordnet, daß die ganze Slotte außerhalb unter Dc .npf bleibe u.ld Sparsamkeit in Kohlen unnöthig sei. Diese Depesche, welche die Daily Mail" an hervorragender Stelle dringt und welche der lorrespondeut alS von russischer Insorrnatioll" herrührend bezeichnet, ist, wenn wahr, von großer Wichtigkeit. (5S würde damit beftä tigt, daß Markaroff die Offensive er. greifen und einen verzmeifelteu Versuch machen will, um Rußland'S gcsammte Seestreitkräfte zu sammeln oder einen Versuch, der japan. Flotte Schaden zuzufügen.

Die Sache muß jedoch sehr vorsichtig aufgenommen werden; denn die einzige Nachricht, welche eine? BestätiguugZähnelt, findet sich in einer Depesche des Daily Telegraph" aus ?)in Kow. die aber blos besagt: AiceAdmiralZMaka roff hat Befehle erlassen, mit den Kohlen nicht zu spare, die Munition flic die großen beschütze in den Forts jedoch zu schonen. Augeuscheinlich!gcht.diese Munition zur Neige. V o r p o st e c f e ch t. S t. Petersburg, 14. März. tZeneral llinSky depeschirt unter gest. rigem Datum: Am 4. entdeckten 'mehrere Patrouillen 9 feindliche Posten am Shong Chenq Ang Fluß und Ca

'oallerie Patcouillcn nahe Patetchen, nordwestlich von Ajur. Eine japan. (5c!valleriePatrouille ftel in einen Hin terhalt, wurde zerstreut und verlor einen Mann. Die Bevölkerung der Mandschurei verhält sich ruhig. In der Nacht vom 11. recognoScirten feindliche Schiffe die HelcnU'Bucht und das gegenübcrlie gende Ufer mit Scheinwerfern. Bejtä tigten Berichte zufolge machten die Japoner keinen Angriff nordlich von Gensan. Das ruls. KriegSpro' gram m. V in ff o w, Mandfch., 14. März. Die liiesigen russischen Behörden sind

über die dringlichen Anfragen auSlän

bischer KriegsschlffsBesehlshaber rück-

sichtlich der projektirten Blockade dcS i

Liao Flusses vor Aikkilnft der Iapancr erbittert. Obwohl die Blockirung des Liao und zugleich die Vertheidigung der Ansiedluug und der eingeborenen Stadt als unerreichbar gilt, so sind doch dc. züglich der Aufstellung der Geschütze und eines Vertheidigungsplanes be reit Arrangements gemacht. Indessen kamen die Vorbereitungen durch die vor einigen Tagen erfolgte Ankunft des Generals Kendrolovitch zum Still stand und es drohte die Aufgabe der ur spriinglichen Pl.'.ne. Nach bester Information, die aus russischen Quellen in Port Arthur und New Chwang erhältlich ist, wird zugestanden, daß ein Rückzugs Programm so lange ausgeführt werden soll, bis die Mobilmachung von 300,000 Trup. pcn zur Agresfive gegen die Japaner und wahrscheinlich von weiteren 200,. 000 zum Widerstand gegen die Chinesen vollendet ist. Zugleich wird versichert, Viceadmiral

Makaroff lei zu energischem Kainpfe entschloffen. Er will den Feind durch alle Mittel schwächen und die Opera til'nen der Ost'Seeftotte in Oftasien ermöglichen, obwohl ohne Pallada, Czarevitch und Retvizan gekämpft weroen muß, die in 6 Monaten nicht völlig reparirt werden können. Da eS ungewiß ist, ob eilt Schlamm dock für Czarevitch" und Retvizan" hergestellt werden kann, rechnen Sach v?rftündige mit einem Jahr für die Reparaturen.

Togo's Ergänzungs Bericht. Tokio, 14. März. Ein ergän zender Bericht deS ViceadmiralS Togo, über die Rettungsversuche bei den Mannschaften der beschädigten russischen Torpedojägcr am 10., traf heute ein. Kapitän Shopira Asai, der Eomman deur der Torpedojäger Flotille, con statirt, daß die Japaner weit mehr Feinde hätten retten können, wenn nicht daö vernichtende Feuer der Land-Batte ricn und die dichte Annäherung des russ. Kreuzers Novic gewesen. Außerdem erklärt der Bericht, daß 4 Gerettete, nicht, wie Anfangs gemeldet, zur Mannschaft des Steregnschtchi gehörten. Als die Japaner an jenes Schiff kamen, fanden sie nur die Todten an Bord; die Ueberlebeuden dürften über Bord gesprungen und ertrunken sein. S der geretteten Russen sindJngenieure, der vierte ein TorpedoOperator. 2 der Gefangenen waren leicht verwundet. Sie kamen auf ein japan. Kriegsschiff und erhielten leahnin und Medizin. Chinesische Truppe n nach der Grenze. Paris, 14. März. Der Temps"Correspondent in New Chwaug tele graphirt: Ich bin soeben von einer Tour der

Mandschurei-Grenze entlang zndh kehrt. Die Züge sind mit chinesischen Soldaten gefüllt, bis zu 21,000. die auf dem Wege zur Bewachung der Grenze sind. Ein japanischer Angriff hier wird Nlit Schmelzen des Schnees, in etwa zehn Tagen, crwariet. Na h dem Ct. Petersburger (5orre spondenten des TempS" haben du Ja paner bis jetzt? rnss.IHandelSschiffe ge kapert, deren Capitänen der KriegSaus bruch unbekaiint war. Nagasaki, 14. März. Der ostasiatjlche Dampfer Manchuria " wurde vom Prisengerichte in Sasebo sammz der Ladung, die theilweise neu trales Eigenthum ist. als Prise erklärt. Amtlich d e in e n t i r t. S t. Petersburg, 14. März. Die Gerüchte, daß die Ruffen Port Arthnr geräumt hätten, entbehren der Begründung. Admiral Abatza, der Sekretär der Commission für ostasiati. sch?Angelegenheiten, ecmächtigt zu einem Dementi. Er sagt, die Lage in Port Arthur sei unverändert u. in den letzten 24 Etuudcn hätte sich nichts von Be Deutung ereignet. T o l i o, 14. Mrz. Bice.König

Alextey fi Bericht, wonack ein japant scher Tnrpedo.Jäger gesunken und der Kreuzer Takasago" bei dem vierten Angriff auf Port Arthur schwer besäiädigt worden sei. wird amtlich als unwahr erklärt. Die beschädigten jap. Torpedojägcr können in einer Woche reparirt werden. Die Schrecken dcs Krieges. Tokio, 14. März. Im Variagzu Chemulpo fanden Bcrger die L u

chen von 2 russischen Soldaten. Sie wurden in Gegenwart deS japan. Eon suls bestattet. 8 von d'" russ. Verwundeten, die in'S rothc Kreuz Hospital karien, befinden sich in ernster Verfaffung. Drei wurden beide Beine von einn franz. hirnrgen amputir., abec eS ist eine nochmalige Operation nothwendig. Ein Russe hat 165 Wunden durch Stahl Splitter am Leibe. Die japan. Aerzte suchen diese Splitter mit Roentgen Strahlen. Antiker Opfermuth. Tokio, 14. März. Eine Japa necin in TakaShaki, die hörte, ihr Sohn sei von der Dienstpflicht befreit war fc?n, weil sie von s-inem Verdienst ab hänge, hat Selbstmord begangen. In einem Briese theilt sie mtt. sie stehe im Begriff sich das Leben zu neh. men. damit ihr Sohn für das ater land fechten sänne. Sie stien sich cinen Dolch in'S Herz, zog die Wage wieder heraus und händigte sie ihrem Sohne ein, der sich sofort zu praktischer DienstPflicht meldete. Tapferkeit belohnt. Tokio, 14. März. Ingenieur Mmumisawa, der tapfere Offizier des

Torpedoboots Kasumi, erhielt den Kyte Orden und wurde zum Ober-Jn genienr befördert. Der betreffende Orden entspricht dem britischen Victoria Kreuz und der amerit. Ehren.Medaille. M. ist der erste, dem der Orden für Tapferkeit vor dem Feinde verliehen wurde. Wahrscheinlich wird er jedoch seinen Wunden erliegen. Alls der Fahrt durch ' Sibirien. S k. Petersburg, 14. März. Ein russischer Correspondent, der sich nach dem Kriegsschauplatze begiebt. schreibt aus Jrkutök. Sibirien, an das hiesige TelegraphenBureau: Unsere Schnellzüge fahren lang samer als der langsamste Zug im europ. Rußland. Der Kriegsschauplatz ist noch fern, macht sich aber doch sein Vorhandensein fühlbar. Lange Reihen von Waggons, mit Soldaten gefüllt, die Earawanen und primitiven Schlitten, an denen uns der Weg zu den Bahnhöfen vorbeiführt, unterbrechen die Eintönigkeit oer fchneege fesselten Wüsten und der unendlichen Wälder; die tiefe Stille macht der Gesang fröhlicher Resermsten lebendig und der Klang der durch die kalte Lust tö.lenden Glocken der Dorfkirchen. Diese fieberhafte Thätigkeit in der sizirijch''n Einöde ist eine packendeZVer sinnbildlichung des russischenZ Riesen, wie er seine Glieder reckt, bevor 'er dcn Feind züchtigt. General Nennenkamps, der Führer der KosackeN'Divisivn, reist mit dem gleichen Zuge. Er sagte mir, daß alle diese Reservist 14 Tage, nachdem sie in der Frvni stehen, zu prätigen, gefesteten Soldaten geworden sind.

In JrlutSl sahen wir die ersten Opfer deS Krieges, Frauen und Kin der, bestrebt, wieder das europäische Rußland zu erreichen. Im Halbdunkel deS Bahnhofes grüßte uns das Wimmern der Kinder, deren M ferne Gesichter und blutunterlaufene, schattenlose Augen ein Her von Stein rühren würden. Die wilde panikartige Flucht ihrer Mütter aus der Mandschurei nach dem Kriegsansbruch hat zu großen Leiden geführt' Nach unsagbaren Leiden gelangten sie hierher, nur um zu finden, d-.ß es noch Wochen dauert, bcvor eine Weiterreise mit der Bahn möglich sein wird. Begräbnis; der Kaiserin

Wittwe. Söul, 14. März. DaS Begräb. der im Januar gestorbenen Kaife rin-Wittme fand heute hier statt. Der Sarg wurde auf einem Catafalk am Westthore dcr Stadt aufgestellt, wo sich Gesandter "lttcn und ander? Diplom

ten heute fri.h versammelten. Nach Ankunft des Kaisers begab sich der Leichenzug nach dem w-nige Meilen von der Stadt liegenden lrabmal. Die Procession war einigc Meilen lang und bot ein orientalisches Farbenbild, unter -Lorautritt der eingeborenen Po lizei, Laternen uud Speerträger in fantastischer .ffleidui'.g. mit Bannern und großen Pzpierpserden. Dann kamen 2 Särge reich g'schmückt und von Drachenköpfen Ubccragt und von Eu nuchen ".nd Hofdeamten nmgben. Dcr erste Sarg war leer, um die bösen Geister zu täuschn. Die Bevölkerung säumte die Straßen ein und üedeckte die Dächer, um das Schauspiel zu sehen. Nach dem Abgang de? Zuges empfing der Kaiser die ausländischen Diplomaten. Türkei. Wie zu erwarten stand. New York, 14. März. Nach einer Eonstantinopeler Depesche des Herald werden die optimistischen Be richte über die erfolgreiche Thätigkeit der R.form-Conlmisiare der Mächte in Macedonien nicht bestätigt. Die Commissare sind im Gegentheil völlig überzeugt, datz sie nicht den ge rinasten Einfluß auf den Gang der Ereigniffe haben und nichts GuteS auSznrichten vermögen. Colombia.

Verzicht auf gewaltsame Eroberung. New York, 1. März. Ein in Colon angelangter franz. Dampfer meldet, dtf die colomvische Regierung entgiltig aus alle Versuche zur Rttckg. winnung ihrcs verlorenen Gebietes ver zichtet und weitere Angriffe gegen die Panoma-Grenze untersagt hat. 900 colomb. Soldaten kehren jetzt nach Bogatu zurück. Die letzte colomb. Erpedition .tach Tutmati, 80 Mann, mukte wegen Krankheit nach Ccrtha gena zurücklehren.

Deutschland. Gegen die Jesuiten-Zu l a s s u n g. Berlin, 14. März. Der deut sche Zweig des evangelischen Bundes protestirt gegen die Zulassung der Je suiten nach Deutschland. Der Bund weift darauf hin. daß protestantische Körperschaften im ganzen Reiche ener gische Beschlüsse gegen den Schritt gefaßt haben und fordert die protcstan tische Bevölkerung des Reich? auf, bei der Agitation gegen die Wiederkehr der Jesuiten Hilfe zu leisten. Hübscher Profit. H a m b u r g, 14. März. Der hnte veröffentlichte Jahresbericht dcr Hfim bnrg.America DamvfschifffahrtS-Gesell-.

schaft zeigt für das Jk'hr einen Reinge winn von S',. 500, 000. HereroAufftand. Berlin, 11. März. Im Reich? tage kündigte hente der Direktor des EolonialanltS, Dr. tübel, den Em pfang einer Depesche von Oberst Leutwein, Gouverneur von S. W. Afrika, an, worin gesagt ist, daß 800 weiter mit 2 berittelK Batterien nnentbehr li'ch zur Unterwerfung der HereroS feien. 5000 von ihnen stehen unter Waffen und halten starke Stellungen an beiden Ausgan punkten der Bahn. Dem Hause wird baldmöglichst eine Vorlage für diese Verstärkungen nnter breitet. Frankreich. Der Kampf gegen die Orden. Paris. 11. März. Die Depu. tirtcnkawlncr nahm heute mit 318 gegen 31 Stimmen den ersten Theil

der Vorlage an, welche den Mitgliedern religiöser Orden jede Lehrthätigkeit an Volk.. Mittel- oder höheren Schulen verbietet. Die große Majorität spricht für baldige Annahme des ganzen Gcsctzes. Panama. Panama -Währung. Panama, 14. März. Nach einem heute veröffentlichten Eonven tionS-Dekret bildet vom 31. Dezember die Geld'Einheit in der Republik der Gold-Dollar von gleicher Größe und gleichem Gewicht wie dcr amerikanische Dollar. Die in in Emulation befindlich n Silbermünzen werden zur Rate von S100 in Gold für $225 in Silber umgewechselt. Das Dekret wird leb. hast diSkutirt.

Kurze Depeschen.

14. März. Au S? and. Neapel. Der 3. HilfS-Staat. Belretär Peirce, der die amer. Oon slllate am Mittelmeer inspicict, ist nach Egypten abgefahren. Inland. H a v a n a. Kreuzer Matzflower", mit HUlfS-Staatsfekretär Loomis und Admiral Dewey an Bord, fuhr heute nach Washington ab. SaultSatnteMarie, Mich. Richter Steere berief eine Grandjury l'.r Untersuchung der ßorruptions-An. klagen in der städtischen Verwaltung.

Schiffsnachrichtcn. A tt g e k o m nl e n : Bremen: Kaiser Wilhelm der Große" von Bremen. Hamburg: Moltke" von New York. Bremen: Kaiser Wilhelm der Große" von New Jork. Rotterdam: Amsterdam" von New York. New Vork: Kroonland" von Antwerpen. Genoa: Prinz Oskar" von New Z)ork via Neapel. Rotterdam: Slotermik" von New Bork. Liverpool: Armenian" von New Vork. Abgefahren : Plymouth: Penna" von Hamburg nach New Z)ork. Bouiogne: Statendam" von Rotterdam nach New Bork.

E i n seltenes VTV.n glück ist der in Heinersdorf bei Lobenstein wohnenden Wittwe Frau Dorothea leschmann zutheil geworden, die im 101. Lebensjahre steht. Si wurde vor Kurzem Ururgroßmutter. Der Vater des Ururenkclchens ist der Urenkel der bochbetaaten ftrau U e b e r f ! ü s f i g. Sohn: Du, Vater, warum sat man denn guten Appetit" aber nit auch guten Durst"? Nater: Dummer Kerl! Weil's dös mt braucht! Recht schmeichelhaft. Hausirer (vor dem zoologischen Garten): Backwaare gefällig, wenn Sie die Afftn füttern wollen? Passant: Geb nicht in die Menagerie. Hausirer: So nehmen Sie'S Ihren Kindern nach Hc.us mit.

Mord 7 In Danzig ist der zur do:iizen Wcrft kommandirte Feuerwerk derleutnant Gustav Hammermeister in seiner Wohnung erschossen ausgefuncen. Anfangs hatte man an einen Selbstmord geglaubt; die jetzt in Kiel geführte Untersuchung des traurigen Vorgangs erregte jedoch den dringenden Verdacht, daß der Jeuerwerksoffizfer einem Aerbrechen zum Opfer g?falli.n ist. Hammermeifter lag, als man nach der That seine Zimmer betrat, mit itm Säbel in der Hand auf dem Boden; sein Körper wies eine Schuhwunde am Kopfe und eine andere am Unterleib auf, sowie Verletzungen, die von Stichen herrührten. Der Revolver, aus dem die tödtlichen Schüsse abgefeuert waren, wurde mitten im Zimmer, niehrere Schritte von der Leicht' entfernt, gefunden. Man nimmt nun an, daß Hammermeifter erschossen worden ist, und daß dann der Mc'rder seinem Opfer die Stiche versetzte, damit nm so mehr an einen Selbstmord ce Offiziers, der ja den wahrscheinlich zur Abwehr ergriffenen Säbel noch umklammert hielt, geglaubt würde. Nun haben sich so zahlreiche Indizien gegen den Burschen dcs Verstorbenen, einen Matrosen Kleschies. ergeben, daß dieser unter dem Verdacht, das Verbrechen begangen zu haben, verhaftet wurde, (jin Untersuchungsrichter der 1. Marine-Inspektion hat sich zu weiteren Ermittelungen in der Affärc von Kiel nach Danzig be-geben.

Aus dein Vatiika. Zwei Angelegenheiten sind es, welche jetzt daö Interesse der vatikanischen preise voll in Anspruch nehmen. In erster Linie spricht man von dem be stehenden Umzug der Schwestern des Papstes in den Vatikan. Diese Maßregel hat sich dadurch nothwendig gemacht, daß die alten Frauen in ihrer Wohnung von einer endlosen Zahl von Bittstellern, Männern und Frauen, heimgesucht wurden, welche um die Fürbitte der Damen beim Papst baten. Vor einigen Tagen wurden sie sogar von einem jungen Manne, der ein solches Anliegen hatte, so arg belästigt, daß sie zu seiner Entfernung Polizei herbeirufen mußten, die den Zudringlichen wegen Hausfriedensbruchs in Haft nahm. Ueber alle diese Unannehmlichkeiten beklagten sich die Schwestern bei Pius X.. U7.d dieser hat die Anordnung ihres Umzuges um so lieder getroffen, als er nun öfter als bisher mit seinen Geschwistern traulich zusannnen sein kann. Die zweite Angelegenheit beweist, das', Pins X. über manche Vorurthcile seiner Umgebung gesiegt hat. So hat er nicht .nur mehreren piemontesischen 2i atorcn Au dienzen gewährt, sondern auch jetzt die Besuche der Gemahlin be ehemaligen Ministerpräsidenten Nndini und zweier Hofdamen der Königin Helene ange nommeii. Durch solche (Empfänge werden natürlich die seit 1870 bestehenden Gegensätze in der römischen Aristokratie immer mehr verwischt.

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