Indiana Tribüne, Volume 27, Number 173, Indianapolis, Marion County, 14 March 1904 — Page 4
t , 14. März 1009
Zndiana Tribüne. HrauebkN voa der ( Indianapolis, Jno.
Karry C. Thudium
Präsident.
eschäftSlocalt Ro 31 Süd Delaware Strahe. Telephone 2.
lke Pott Office or Iniianpli crond cIam matter.
mmerjäger Bristow.
Wie persisches Insektenpulver in dunkele Winkel gestreut, war die Wir kung deZ Briftow-LerichteS auf die na. tionalen Abgeordneten im Hause. Ans, geftöbert auS ihrer behaglichen Ruhe, gab 5S ein Gesumme und Gewirr unter den AottSvertretern wie man eS selten im Hause gehört hat. Abgeordnete, die nie zuvor den D!und zu tttoai ande ren wie zu Ja und Nein bei den Ab. flimmungen geöffnet hatten, fanden plötzlich Worte der Wuth gegen den pflichttreuen Beamten Briftow. Daß eS bedeutenden ManneSmuth erfor derte, 200 nationaler Abgeordneter, der Theilhaberschaft an den Durchsteche, reien im Postamt zu zeichen, versteht sich von selbst aber Bristow griff an ohne die Gegner die ihm erwachsen würden zu zählen. Jeder Leser der Tageszeitungen weiß, daß Briftow allein das Verdienst ge bührt für die tzrgedniffe der Unter, suchurg. Payn der Generalpostmeister, der zuerst Über alle Beschuldigungen ge lacht hatte, die gegen die Verwaltung des Poftoepartements laut wurden, der die Tullocl.Anklagen als blödsinnig bezeichnete, mußte schließlich gute Miene zum bösen Epiel machen und mit an der (nthüllungskarre ziehen die Bri störn in so flotten Gang gebracht hatte. Er konnte sich ja vortresflich bei inen betroffenen politischen Freunden damit entschuldigen, daß die Untersuchung während seiner häufigen Abwesenheit von Washington leibcr so energisch be trieben wurde. Gerade deshalb wohl klingt auch die lobende Anerkennung be fremdlich die Präsident Roosevelt seinem Freunde Payne. der alles gethan hatte um die Untersuchung im Sande ver laufen zu lassen, dersogar Postamts Jnfpectoren entließ weil sie ihm zu eifrig bei der Untersuchung waren, widmete. ES wird von jedem, der mit dem politischen Gang vertraut ist, zugegebeu werden müssen, daß Briftow's Bericht unbedingt richtig ist. Daß Senatoren sowohl wie Abgeordnete ihaen politi schen Pull" in ungesetzlicher. Verderblicher Weise in den verschiedenen Aegie rungSdepartementS g.!tend machen, um für einflußreiche politische Schlepper in ihren Distrikten pekuniäre Vortheile ilS Zahlung für politische Parteibienstc zu erlangen. TieserMlßstand ist leider dermaßen zumUsus geworden, daß die Her ren Abgeordneten es 13 ihr natürliches Recht betrachten, voll den Verwilllgun stunden für die sie stimmen, einen Theil als ehrlicbe Beute zur Abtragung politischer Schulden in Anspruch für ge toisse Elemente in ihren Distrikten zu nehmen. Daß ein großer Theil deS Zornes der 200 namhaft gemachten Volksvertreter ans den Präfioenten fällt, macht die Sache im Hinblick auf die bevorstehen den Nationalwahn doppelt interessant. Der spontane Versuch, Sprecher (Sannon als Präsidentschaftskandidat ge gen Roosevelt zii buhmen" z.'igt, daß die Herren Abgeordneten eS für drin gend erforderlich, daß der Träger der executiven Gewalt dem inneren Eircle" entspringt, damit er derartige Blosftcl lungen der Herren Vertreter im Kei.ne erstickell lann. Merkwürdig aber wa n besonders die LiebeSerkUrungen, welche in hchpoetischer Form on ein:gen der lautesten Schreier im .ause bei Presse gemacht wurden. Hoffen die Herren vielleicht dadurch zu erzielen, daß bi Zeitu.lgen den pflichttreuen Bezm ten Bristow durchhecheln würden, so haben die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Ein so weißer Rabe wie Briftow wird durch Druckerschwärze nicht in anftändigen Zeitungen schwarz gemacht, sondern rein erhalten bleiben, den Herren Ad georoneten aber lann man in'S Gedächtniß rufen, daß jetzt gerade Bubzeit ist. in Wie man auch über die Absichten der japanischen Politik denken mag, so wird selbst der gerecht denkende Gegner nicht umhin können, zu gestehen, daß die maßgebenden Persönlichkeiten bei dem Bestreben, eine möglichst günstige Stimmung im Auslande zu schaffen.
großes Geschick und auch Takt ent wickeln. ES ist durchaus nicht gesagt, daß diese Liebenswürdigkeit den Fremden gegenüber, die angesichts der russischen, auS Schwerfälligkeit und Hochmuth gemischten Haltung um so angenehmer hervortritt, auch in Zukunft bestehen bleibt; dies kann aber Mn Hinderniß bilden, die japanischen Verdienste der Gegenwart in dieser Richtung anzuerkennen. Gegenüber den Zeitungs.Eorrespon denten zeigt sich die Verschiedenheit am deutlichsten. Während allem Anscheine nach die Russen in Port Arthur lind Umgebung gegen Vertreter der Preffc sehr brüsk vorgehen, sind die Japaner bemüht, den die geldtrüppen begleiten oen Journalisten die Sache so ertrö lich wie möglich zu machen. Bei der Verschiedenheit der LebenSansprüche sorgten die Behörden dafür, daß ein l.5ontractor die Beköstigung ocr Eorre spondenten vermittelst einer Feldcantine übernimmt und für den eldtranSport nach den verschiedenen Stellungsplätzen sorgt. Im Nothfalle liefert die Regierung die japanischen Nationen, also in erster Linie Reis. Mit der ersten Hee reSabtheilung gehen zunächst nur 15 Eorrespondenten ab- acht englische, fünf Amerikaner, ein Franzose und ein Deutscher.
S üdscitc Turnverein.
Erfolgreiche Stiftungsfest des DalnenOereins.
Ehrungen für die Prnsidentin und Schatzmeisterin. Bnrtrefftiche Darstellung des Lustsp,els Teö Nächsten tzanSiran".
Die von Wien aus gehenden Meldüngen, eö stehe ein Einvernehmen zwischen Bulgarien und dem Sultan bevor, verdienen keinen Glauben. Selbst wenn anch ein Abkommen der Form nach zu Stande kommen sollte, so ist damit noch lange nicht ein Einvernehmen'' erzielt. Nur ein Kind kann glauben, duß der Sultan die macedonischen Reformen im gegenwärtigen Augenblicke ausführen
Der Damenv?rein des Südseite Turnvereins feierte gestern Abend sein W.jährigeö StiftnngSfest durch eine Unterhaltung und Ball. Trotz der unbehaglichen, n .ßkalten, polizeiwidrigen Witterung ließ der Be such doch nichts zu wünschen übrig. Der scstgebende Verein hatte es auch redlich verdient, daß es ihm an seinem Ehrentage nicht an zahlreichen Besuchern fehlte. Unentwegt und treu hat der Damenverein zum Südseite Turnverein gehal ten, und in Zeiten der ernsten CrisiS, von welkem der Turnverein befallen wurde, hielt der Damenverein treu zu dem Ersten Sprecher, mit welchem si? den Glauben an eine glänzende Zu kunft des Südseite Turnvereins theilten. In den Annalen oer Geschichte des Südseite Turnvereins sind dann auch die Verdienste, welche der Damen verein sich um den Turnverein crwor den hat. mit goldenen Lettern eingctragen worden. Für die gestrige eier deS Stiftung? festes war ein interessantes Programm aufgestellt worden. Nachoem daS Orchester mehrere Musikpiccen vorgetragen und die Ge sangsSec!ion des Südseite Turnvereins unter Leitung von Altmeister Baruö das stimmungsvolle Lied Der Tag de? Herrn" zum Vortrag gebracht
hatte, versammelte sich der Vorstand
wllldk selbst wenn n könnte was nach , M Turnvereins und der Damen.Ver.
einna)"gkn niriDiuern man zulrissl.
Somit wäre ein Einverständniß mit Bulgarien .nie durch möglich, daß letzteres seine Unterstützung der macedo Nischen Bewegung ausgiedt, eine Politik, die znr erzwungenen oder freiwilli gen Ajankung Ferdinand's führen müßte. Was somit etwa geschehen wird, ist alles nur Blendwerk. Gegen sätze, die so tief sind wie die zwischer den DonaU'Fttrstenthümern und der Türkei, können nun einmal nicht ,,har monisch" ausklingen.
In leUer Woche hat sich die schon ;jiclt aben.
vorher ,)wier.ge vage des (?ablnetS Balfour derart zugespitzt, daß man ohne Uebertreibung von einer Regie rungS-rise sprechen darf, die nach englischem Herkommen nur durch einen Appell an daS Land, durch Auflösung deS Parlaments und neuer Wahlen, gelöst werden kann. Herr Aalfonr hat sich den Anhän gern Ehamberlain'S nachdem 110 Un terhauS-Mitglleder ihr Festhalten an dessen weitgehendem SchutzZollPro. gramm betont, gefügt und hierdurch durch die lächerlich geringe Mehrheit von 1 stimmen den sonst sicheren 5turz seines Ministeriums Verhütet. Natürlich wurde die Scheidewand zwischen ihm und den freihändlerischen Unionisteu, wie Ritcaie, Herzog von Devonshire, Lord Balfour und seinen anderen früheren Kollegen, hierdurch erheblich erweitert. Auch ein leiden schaftlicher persönlicher Angriff, den Lord Rosederry in dem sonst so gesetz ten Oberhause gegen den Premier erhob, war nur ein Echr der Bitterkeit, welche in den einflußreichen Familien der ausgeschiedenen Cabinets-Mitglie der gegen das von Balfour geübte Re gierungSsyftcm existirt. Wie schon früher ausgeführt wurde, kommt die ungen.eine Verwirrung, welche in dem ehemals so stabilen eng lischen PortoSystem ausgebrochen ist. ausschließlich den Iren zu Gute. Welche Richtung auch bei den Wah len siegen wird, keine kann mit einer genügenden Mehrheit vor'S Parlament treten, um auch ;iur kurze Zeit ohn? Zustimmung b:r Iren am Rndcr zu bleiben.
ein auf der nhne, worauf der Erste Sprecher, Herr Henry Victor, folgende Anfprche hieli: Gekehrte Frau Freider, Präsidentin der DamenSection und alle anwesenden Mitglieder derslb.'n. In der Eigenschaft als erster 3Je amter deS Südseite Turn-VereinS und im Auftrage desselben gratulire ich Ihnen zu Ihrem heutige Feste sowie zu den großen Erfolgcn, welche Sie wäh
rend der 10 ahre Ihre Bestehens er
Zur Berbeffernng der ArbeiterLager in Dearborn Connty. Die Staats'GesundheitSdehörde hat, nachdem sie über den Bericht ihreS Se crturs Dr. Hurty betreffs der schauerlichen Zustände in den Arbciterlagern der Schutt Jmprovement Co. in Dear born County eingehend berathen hatte, einstimmig beschlossen, die GesundheitS Behörde von Dearborn County officiell aufzufordern, unverzüglich mit der Verbesserung bc sanitären Zustände in den Lagern vorzugehen. Die Staats behörde wird ihr in jeder Weife asfl. stiren.
Bald nach der Gründung deS Turn Vereins im Novbr. 1893 organisirtc sich die Damen-Section, die Anzahl der Mitglieder .betrug Iß, diese machten eS sich zurZ Ausgabe, den Südseite Turn Verein in allen Richtungen, wo Frauenhülfe anwendbar war, zu untere stühen. Das Amt als Präsidentin wurde Ihnen Frau Freiberg nach kurzee eit übertragen, Sie haben das..lbe während der ersten 6 Jahre zur Zufriedenheit alier Mitglieder verwaltet; sodann wurde ,sran Elisabeth selink Ihre Nachfolgerin für den Zeitraum von 2 Jahren und seit Anfang des Jahres 1902, haben Sie die Leitung der Section wiederum n Ihren Händen. Von Anfang an war die DamenSecturn bei dem Wiederaufbaue des Turnvereins nnser' beste Stütze; wir empfingen von Zeit zu Zeit namhafte Geldbeträge, um die Verwaltungskosten decken zu können, die prachtvolle Vereinöfahne it ein Geschenk der Damen und als der.Bau unseres jetzigen Hai len-GebäudeS in Angriff genommen wurdo, betlieiligte sich die Section mit der gleichen Anzahl Actien wie der Turnverein, heute eignet dieselbe 58 vollgczahlte Antheile in der Turnballe Ballgesellschaft. Reben Ihnen Frau Präsidentin hat Frau H. Roy volle 10 Jahre daS Amt als Schatzmeifterin der Section ver waltet, sie. ist unter den Mitgliedern an Jahren dk Aelteste, stets aber erfüllte sie die übernommenen Verpflichtungen pünktlich und gewissenhaft, dafür ge bült ihr volle Anerkennung. In gleicher Weife gedenke ich der Damen des Wirthschafts.Comitee, wd che bei Abhaltung aller Festlichkeiten stets die mühevollen Arbeiten verrichteten. Zum Schlüsse danke ich allen Mitgliedern der Section fül. dem Turn Verein erwiesene Freundschaft und uitte Sie Ihr Interesse der guten Sache auch in Zukunft zu widmen." Zum Schlüsse seiner Ansprache Über reichte Herr Victor im Namen des Ver ein der grau Freiberg. Präsidentin des Damen-VereinS, ein prichtvolles
Mmen.Bouquet.
Frau Freiberg nahm' dasseloc mit folgender Ansprache entgegen: Geehrter Herr Victor ! Die Mitglieder der Damen-Section und ich selbst find Ihnen dankbar für die soeben uns dargebrachte Gratula tion zu unserm heutigen Stiftung feste, verbunden mW freundlichen WUn sch?n für die Zukunst. Der Damen Verein besteht jetzt volle zehn Ja!,re. Ich hatte die Ehre, mit einer Unter brechung von zwei Jabren daj, Amt als Präsidentin zu betleiden. Während der ersten Jahre nach der Gründung der Dam?N'Sectiun, war die Anzahl der Mitglieder nur klein gegmttber den heutigen Verhältnissen. Zu allen Zeiten aber waren wir be reit, unsere Kräfte einzusetzen für das Wohl und Gedeihen des Südseite Turnvereins, welcher sich unter Ihrer Leitung, Herr Victor, durch die erziel ten E.solge einen l:uSgezeichne!en Na men bei dem gesammten Dcutschthum unserer (stadt erworben hat. Sie haben unsere Mithülfe stets voll und ganz gewürdigt; aus diesem Grunde und in Liebe sttr daS fernere Gedeihen des Turnvereins verspreche ich Ihnen, daß wir auch in Zukunft uns bemühen werden, sür die Interessen deS Vereins zu wirken. RamenS der Dann.i-Section füge ich den Wunsch bei, dav die Leitung deS Südseite-TurnucreinS noch recht lange Zeit in Ihren bewährten Hän den verbleiden möqe." Kaum hatte die Präsidentin ihre Ansprache beendigt, als ,rau Huegele, die VicePräsidetttin des DamenVer einS, derselben cin vrachtvolleS Blumen stück mit folgenden Worten über reichte : Werthe Frau Frei'-erg ! Im Auftrage der Mitglieder der Dame.lSection überreiche ich Ihnen diesen Blumenstrauß, als Zeichen der Anerkennung für die gute und un? Alle befriedigende ftüh.img Ihres Amtes als Präsidentin. Wir hoffen, daß Sie noch recht lange das wichtige ?lmt versehen mochtf,,, zum Besten unserer Section und oes Südseite Turn. Verein?: Wir Alle siltd bereit mitznh-lfen und die Bestrebungen des Turn-Vereins zu Unterstufen." Damit abi.r waren die Ueberraschun gen noch nicht vorüber, denn Herr Victor überreichte sodann mit einer herzlichen AusZnache der Frau Anna M. R o l), welche seit 10 fahren Schatz. Meisterin des Dam-'n-VereinS ist, im Namen des Turnvereins ein Pracht" volles goldenes Abwichen, indem er zu gleicher Zeit die treue Pflichterfüllung hervorhob, mit welcher gcau Roy stets ibr Amt verwaltet hat. Der Damen Verein beschenkte sie ebenfalls mit einer herrlichen Blumen gäbe. Die Gesangs Section brachte hierauf das Lied : Warum bist du so ferne V iu solch' vortrefflicher Weise zum Vortrag, daß die Zuhörer mit ihrem Beifall nicht eher ruhten, als bis die wackeren Sänger noch eine Drein gäbe zum Besten gaben; dieselbe trar das populäre Lied In einem kühlen Grunde." Die Hauptnummer dc? gestrigen Programms bildete jedoch die Auffüh rung des altbewährten Lustspiels D e s Nu chften H au Sf rau" seitens der Dramatischen Section dS Südseite Turnvereins. Die l?instudirung desselben war un tcr der umsichtigen Leitung des Herrn Carl Gutzwiller erfolgt, welcher sich augenscheinlich keine Müh: hatte ver drießen lassen, um eine abgerundete Vstrstellung zu erzielen. Die Mitwirkenden spielten sichtlich mit Lust und Liebe und da sie allc gut memorirt hatten, so kamen keine Pein lichen Störungen vor; das Zusammen siiel war ein flottes t'nd die Vorfiel' lung war unstrejtis die beste, welche die Dramatische Section Lnter der Leitung ihres tüchtigen R?gisicurS Herrn Crl (uywiller bis dahin geboten hat. Sie erfüllte ihrm Zweck vollkommen, denn sie unterhielt das Publikui.i in anrege:: der Weise und verschaffte demselben einige heitere Stunden. Ae! einer AmateurVovstellunz, bei welcher ja ?in Jeder der Mitwirkenden stets bemüht ist. nach seinem besten Können sein Bestes zu liefern, ist es wohl nit gut angebracht, Diesen oder Jene besonders hervorzuheben, aber es mag erwährt werden, daß die Drama tische Section deS Südseite Turnver eins zur Zeit einige ganz ausgezeichnete Kräfte besitzt. Die Mitwirkenden waren: Frau Carl Sander, Frau Curt Toll, Frau Gustav Doebber, Frau Julius (Im hardt, sowie die )errn Carl Gutzwtl
ler, Albert Ledig, Ed. Meßmer und Otto Jrrgang. Nach Schluß der Vorstellung wurde noch von Jung und Alt manch Stündchen fröhlich das Tanzbein gc schwungen. G Die G e s a n g SS e c t i o n. Die GesangSSeciion des Südseite Turnvereins, welche unter Leitung ihres Dirigenten, Herrn Prof. larl BaruS so ausgezeichnete Fortschritte ge ma.at hat, hat sich gestern Nachmittag wie folgt organisirt. Präsident-Fred Wm. Pich. Vice.Präs. Hy. Roebke. Secretär Carl Gutzwiller. Bibliothekar Franz Pich. Diriger.t Carl BaruS. Nach Stimmen ist die Section wie folg zusammengesetzt : 1. Tenor: Hy. RoeUe, David Pfaff, Paul Gutzwiller, Wm. Graber. 2. Tenor: Wm. Giercke, Emil Voß, Gottlieb Huber. 1. Baß: Fritz Mack, Sr., Franz ich. Her. mann AhrenS. LouiS C. KoSfeld, Carl Gutzwiller. 2. Baß. Fritz Weiffenbach. Gr.. Fred Pich. Leo. Pich. August Doebber.
Tie AuftNeilung v 'n MoreSnct. Der belgische Minister des Aus wärtigen erklärte in der Kammer sitzung, daß er Fragen nach dem Stande der Verhandlungen betreffs Aufthcilung des prukisch-belgischen Grenzgebietes Morcvne nicht beantWorten könne, weil der internationale Brauch ihm Schweigen auferlege. Die Frage selbst ist bezeichnend für das rege Interesse, das man in Belgien, wohl unter dem Einnck des kürzlichen Eingreifens des preußischen Kommsffars in der Spielangelegenheit, diesem Gegenstände widmet. Die Presse weist darauf hin, daß man dieser Frage seitens Preußei'.s die lebhafteste Aufmerksamkeit zuwende, währen die belgische Regierung in Unlhätigkeit verharre, und verlangt, dah die Bevölkerung der kleinen Enklave zu Worte komme. Die Neutralisation des in der Nähe der Linie VerviersBleyberg-Aachcn gelegenen, etwa 400 Hektar mit 3500 Einwohnern umfassenden Gebietes wurde bekanntlich wegen einer nicht zanz klaren Grenzbestimmuna des Wiener Vertrages im Jahre ' 1816 zwischen Preußen und den Niederlanden vereinbart. Die damals etwa 40,000 Francs betragenden fislalischeu Einkünfte aus den reichen Galmeigruben der Vieille Älcontagne wurden zwischen beiden Staaten getheilt. Im Jahre 185H) übernahm Belgien die nicoerländischen Rechte. Die Steuern fließen beiden Regierungen gemeinsam zu. Ein Wahlrecht wird von den Einwohnern nicht geübt. Die Mitglieder des Stadtrathes sowie der Bürgermeister werden in Wirklicbteit ron den beiden königlichen Kommissaren, dem Arrondiss'mentekommissar von Berviers und dem Landrath von Eupen, gewählt und haben lediglich berathende Stim mcn. während die Verwendung der Stsuergelder den Kommissaren zusteht. Diese Befugnisse sind gefestigt durch '.ie Geltung des Code Navoleon". der jede Jngerenz der Justiz auf die Verwaltungsbehörden ausschließt. Eine Austheilung des nentralen Gebietes ist von langer Hand vorbereitet und wnrde bereits im Jahre 1890 offizicll notifizirt. Damals erhielt die belgische Centralsektion der auswärtigen Angelegenheiten auf eine den Gegenstand treffende Llnfrage die Antwort, daß eine Einigung bezüglich der Abgrenzung erzielt, und daß die belgische Regierung m'.t einem Vertragsentwurf bezüglich der Auftheilung be schäftigt sei. Sieben Jahre später richtete die Moresnetsche Bevölkerung einePetition an den König der Belgier, die für Aufrechterhaltung der Neutralität oder für den Anschluß an Belgien eintrat. Belgischerseits wird betont, daß 90 Prozent der Einwohner, darunter ein sehr wesentlicher Bruchtheil deutscher und neutraler Elemente, sich der Pctition angeschlossen hätten. Seither ruhte die Sache bis auf die letzte Anfrage, die. ot erwähnt, keine 'Aufklärung ergeben hat. Gleichwohl ist man vielfach der Ansicht, daß die Angelegenheit in Wirklichkeit definitiv entschieden sei und zwar in wenig günstigem Sinne für Vgien. Es würde das Dorf Mor.'sne't neutre und damit etwa vier Fünftel der Bevölle' rung an Preußen fa?en. Eine VI i 1 1 h c i l u n g d e r Pforte an die Botschafter der Ententemächte besagt, Boris Sarafow k.iufe mit in England nnd Bulgarien ge sammeltem Geld Dynamit, um Bomben für geplante Anschläge gegen die Regicrungsgebäude in Adrianopel, dei. Bahnhof der Orientlahn in Stambul sowie' gegen das im Konstantinopeler Hafen liegende englische Wachtschiff herzustcUen.
Schwere Mitzstaude in der ital.c Nischen Marine. Durch die in einem Blatte erfolgte Veröffentlichung eines vertraulichen Circulares eines Verpflegsmittellieferanten, das dieser an die italienischen Verpflegs - Commissäre gerietet t. wurde be!annt, daß durch die Lieferung minderwcrthiger Waaren die Ma'rineverwaltung systematisch geschädigt wurde. Fccner ist constatirt worden, daß im Marinearsenal von Venedig eine riesige Verwahrlosung herrsche. Beisp'elsweise sollte dieser Tage das Kriegsschiff ..Eridano" im Auftrage der Regierung nach Nordamerika ab dampfen. Das Schiff wurde jedoch in einem oerart verwahrlosten Zustan de vorgefunden, daß sich im Schiffskessel sogar Mäuse eingenistet hatten, und wegen zahlreicher durch Nachlässigkeit entstandener Defecte das Schiff überhaupt nicht verwendet werden konnte. Der Generaldirector des Marinearsenals von Venedig Eontreadmiral Carlo Farina wurde bereits suspendirl.
Ein Denkmal für Victor von Scheffel wird in diesem Jahre in Stasfolstcin. am ?ju)c des von dem Dichter besungenen Staffelverges errichtet werden. Federunterdetten sollen oft gelüftet und in die Sonne gelegt werden. Sie nehmen die schlechten Stoffe am meisten an und behalten sie auch am längsten. Die Matratzen sind schon besser, am besten ist aber der Strohsack. Das Stroh ist glatt, wie glasirt, es wird also am wenigsten schlechte Stoffe aufnehmen. Viele Beispiele zeigen auch, daß die Leute, die ihr ganzes Leber nur auf Stroh oder dem Strohsaä geschlafen haben, die gesllndesten sind und das höchste Alter erreichen. Der Strohsack muß aber fest gefüllt und geheftet werden, wie eine Matratze; ein Loch darf sich in der Mitte nicht l üden, sonst kann der K'örper nicht gut ruhen.
Frenzel Bros., 9to. 1 W. Washington Str (Metfcrmnt., National Bank.)
Ein europäisches Department.
Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen
u alle Städte Europa.
Schisssscheine ntt"
Un- und verkauf ausländischen Geldes. ?i ist wohl zu bedeuten, der Einzige Weg in der Welt vorwärts zu koinnien, ist etwas von dem regulären Einkommen zu sparen
Ein Tepofit mit der INDIANA TRU3T COMPANY trägt Ihnen 6ff S Prozent Zinsen '(5 halbjährlich verrechnet, am I. Mai und 1. November.
Kapital.... 91,000,000 Nebersuh.. 200,000 Office: Jndiana Trust Gebäude "TUE PAB5T." ..Saloon.. I 428 Süd Dclawarc Str. Wm. MQELLER, Nachfolger von Henry Kurz.
Die "Cit? Bai"
Ctablirt 1863, nimmt jederzeit Sngage rnentö entgegen. Irgendwelche Orchester
Musik und irgend eine Anzahl von Musikern wird geliefert. Zteus-AuSftattung und neue Uniformen . rt. A. Miller, Direktor. Henry Sprengpfeil, Geschäftsführer, 80' Kentuery venue. Telephon Alt. roth 311. Reu 4598.
