Indiana Tribüne, Volume 27, Number 172, Indianapolis, Marion County, 12 March 1904 — Page 3
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Erbittertcs Ringen. Der kürzlichc nächtliche Torpcdo-Kamps. Bcrluftc beiderseitig anscheinend nicht bedeutend. Ruff. Arm-Erp bleibt in Mukdcn. Kuropitkin nimmt Abschied. KriegsElend in Odessa. ..Grenzbolen" über Amerika. Slaven und Teutsche. Kaiser aus Reisen.
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Oftafien. Der Kampf zwischen den Torpedo -glotlllen. St. P e t e r S d u r g , 12. März. Die genaue Schilderung des heftigen Kampfes vor Port Arthur .wischen den Torpedoboot'Flotillen am Mitiwoch und der Beschießung, die sich am Donnerstag Morgen anschloß, wurde hier erst nach Mitternacht ausgegeben. Während des TageS waren vom Vice könig zwei Depeschen an den Zaren ge kommen, aber das Publikum blieb in der Spannung. Die Beamten, die den Text nicht hatten, standen unter dem Eindruck, Admiral Makaroff habe den Angriff auf die feindliche Flotte ge leitet. Als der Text erschien, zeigte eS sich, daß der Zusammenstoß zufällig NachtS eintrat, als die Russen nach dem Feinde suchten. Soviel man weiß, ist dies der erste Kampf von TorpedoBooten auf hoher See. Obwohl die Russen im Nach, theile waren, da die japanische Flotille die Unterstützung des Kreuzergeschwa hatten, so machten die Russen doch einen Helden müthigen Angriff und schnitten augenscheinlich bester in dem Kampfe ab, indem sie ein japan. Torpedoboot zum Sinken brachten, bis die Kreuzer in die Feuerlinte kamen, und eines ihrer Geschosse den Etereguchtchi" kampfunfähig machte. Das tapfere Vorgehen Makaroff's, indem er seine Flagge auf dem Kreuzer Novic" aufziehen ließ und in Angeficht deS Feindes zu einem Rettung?, versuche hinausfuhr, findet hohes Lob, da er sich zu Beginn feines Comman dos als Mann von Kraft und Aktion fähigkeit erweift. Der Beschießung wird hier wegen der großen Entfernung deS Feindes von den Batterien keine große Bedeutung beigemessen. Seine Kreuzer suchten Schutz hinter dem Liao Tschin Vor gebirge, um sich nicht dem direkten Feuer der Forts auszusetzen. Man nimmt an, daß Makaroff der sucht, seine Streitmacht zu dereinigen. indem er das Wladiwoftok'Veschwader nach Port Arthur bringt. Die Reparaturen des Retvizan" werden in einigen Wochen fertig fein.
Schlachtschiff Czarevltch" ist aber so schlimm beschädigt, daß es an keiner Operation für längere Zeit wird theil-
nehmen können. Ueber das neueste
Gefecht liegt kein amtlicher Bericht vor. Nach dem Berichte AlexieffS wurden am 11. bei dem TorpedoGefecht ein Capitän. ein Fähnrich und ein Ingenieur leicht verwuneet, der Fähnrich Zaeft schwer, indem er daS rechte Auge verlor. Bei der Beschießung am 10. wurden 6 Soldaten verwundet und 3 Einwohner in Port Arthur getödtet. Makaroff's Bericht. M u k d e n , Mandsch., 11. März. Admiral Makaroff sendet aus Port Ar. thur über den Nachtkampf vom 10. einen Bericht, dem noch Folgendes zu entnehmen ist: 6 Torpedoboote stießen mit den feindlichen, denen Kreuzer folg. ten, zusammen. Bei dem heißen Kampfe brachte der Torpedobootzer ftörer Blaftini ein feindliches Torpedo, boot zum Sinken. Auf dem Rückweg wurde das ruff. Torpedoboot Stere gutschtchi beschädigt und begann zu sinken. Der Admiral fuhr mit dem Kreuzer Novic zur Rettung hinaus, mußte aber wegm der japan. Kreuzer und des sich nähernden Schlachtschiff. Geschwaders zurückkehren. Das Torpedoboot sank; ein Theil der Mannschaft wurde gefangen, ein Theil ertrank. Bon 9 Uhr Morgens bis 1 Uhr be. schössen 14 feindliche Schiffe Port Ar. thu: aus weiter Entfernung, wobei ein Offizier leicht verwundet, ein Soldat getödtet und 4 Soldaten verwundet wurden. Der japan. Kreuzer Taka. fago soll ernstlichen Schaden erlitten haben, dessen Ausdehnung flch aber bei 5 Meilen Entfernung nicht feststellen ließ. Viele Geschosse wurden in einer Entfernung von 7 Meilen abgegeben. Ausfall von Port Arthur. St Petersburg, 11. März, 7.10 Abends. Die rusftfche Torpedo. Boot.Flottill: verließ heute früh bei
Hellem Tageslicht Port Arthur und griff die japanische Flotte an. Ein japan. Torpedoboot sank, ein russisches wurde vernichtet. Der Bezposhtchadni" sank. Da Geschick der Mannschaft ist nicht bekannt. Sobald Admiral Makaroff das Com. mando über die russische Port Arthur Flotte übernahm,' änderte er die Taktik vollständig. Er ließ zunächst das an der Hafen . Mündung gestrandete Schlachtschiff Retvizan", welches die Ausfahrt von Schlachtschiffen unmög. lich machte, entsernen und dirigirte heute früh eine Abtheilung der Tor. pedoboote, von verschiedenen Kriegs schiffen unterstützt, gegen das japanische Geschwader. Einzelheiten sind nicht bekannt. Elend durch den Krieg. Odessa, 11. März. Die Unter, brechung der Schifffahrt nach Oftasten bringt über die hiesigen Hafen.Arbeiter und ähnliche Berufsarten viel Elend. In den ärmeren Vierteln ist der Ty. phuS auSgebrochen und der Brodpreis hat sich Dank den Getreidespekulanten verdoppelt. Die G r e n z b o t e n" über A m e r i k a'S R o l l e. B e rl i n. 11. März. Der Heraus
geber der Leipziger Grenzboten", Wilhelm Srunow, zergliedert die internationalen Interessen im fernen Osten und sagt hiebei, der verstorbene Feld, marschall Waldersee habe nach seiner Rückkehr von China oft mit seinen in. timften Freunden über die Gewißheit gesprochen, daß die Ver. Staaten noch daselbst eine leitende Rolle spielen wür den. Mit der Stellung Amerika'S in Oft. afien war auch seine Sorge für die zu. künftigen deutschen Interessen ver knüpft. Grunow führt fort: Die Haltung AmericaS gegen Japan ergiebt sich aus seinen Handelsbeziehungen mit Japan und der Mandschurei und aus seinem
Ansprüche auf die Vorherrschaft im Stillen Ocean. Hierbei muß es mit Japan als Freund oder Feind rechnen und augenblicklich erfordern die Intereffen der Ver. Staatm freundschastliche Beziehungen zu Japan. Zur Zeit bildet die dritisch.japan. Allianz ein Hemmniß für die amerikanische Hege, monie auf der asiatischen Seite des Stillen Oceans. Grunow hält eine amer.britisch.japan. Allianz für mög. lich. Gefangene Japaner. TienTsin, 11. März. Ein Offt. zier und 4 japan. Soldaten, die kürzlich bei Wiju, Korea, in Gefangenschaft geriethen, wurden am 8. März durch die Straßen von Mukden zur Schau ge führt. Am 20. Februar war gemeldet wor. den, daß Kosacken bei Wiju einen japaNischen Major mit fünf Soldaten und zwei Civilisten gefangen hätten. Koreaner dienstwillig. Vladivoftock, 11. März. Die korean. Einwohner haben dem Com mandeur der Stadt zu Vertheidigung. Arbeiten ihre Dienste zur Verfügung gestellt. Fremde Bewohner Nagasaki'S, die hier eingetroffen find, erzählen, daß die in den Port Arthur . Kämpfen beschü. digtm Schiffe auf den japan. Wersten reparirt werden. Russischer Rückzug. Tien Tsin, 11. März. Ein chinesischer Flüchtling aus Han Yen be. hauptet, er habe gesehen, wie sich die Russen vom Valu.Flusse zurückzogen und unterwegs Dörfer zerstörten. Mukden, Mandschurei, 11. März. Infolge der zahlreichen sich widerspre chenden Berichte über die japanischen Truppenlandungen und die Absichten der japanischen Commandeure wird da in Harbin angelangte Armeecorps da. selbst bleiben. Da eS für diesen gro. ßen Truppenkörper an Quartieren fehlt, so bedeutet daS schwere Unan. nehmlichkeiten für die Soldaten. Wiju. Söul. Bahn. Tokio, 11. Mürz. Die Wiju. Söul.Eoncesfton wurde von den japa
Nischen und koreanischen Behörden un terzeichnet. Die Abreise de Prinzen Arisuga. welcher nebst seiner Frau den Hof bei der St. Louiser Ausstellung vertritt, ist verschoben. DaS japan. korean. Protokoll wurde gestern im korean. Reierungödlatte publicirt. Die korean. Regierung wird öffentlich ankündigen, duß hierdurch die
Rußland gewährten Concessionen an nullirt flnd. New York, 11. März. Dem Herald" zufolge hat man von den Torpedobooten, die am 7. zuiRecognoScirungSzmecken aus Port Arthur abfuh. ren, nichts gehört. ES wird befürchtet, fte feien den Japanern in die Hände gefallen. KuropatktnnimmtAb. schied. St. Petersburg, 11. März. General Kuropatkin, der demnächst nach dem Osten zur Uebernahme des Ober. CommandoS reift, hatt heute eine lange Abschiedsaudienz beim Kaiser. Auch von der Kaiserin und den Groß, fürften verabschiedete er sich. Der Kaiser drückte die höchste Zuver. ficht aus, der General werde den rusft. schen Waffen Ruhm bringen. Später empfing der General eine Deputation des Stadtraths, die ihm ine Adresse nd ein HelligeN'Bild überreichte. In seiner Antwort sagte H. u. a.: Leichte Rückschläge find möglich. Unsere Trup. pen versammeln sich langsam und in dieser Hinficht hängt Alles von der Eisenbahn ab." ES kann versichert werden, daß eS zu keinem Autorität Conftikt zwischen Vicekönig Alexieff und Gen. Kuro. patkin kommt. Dem ersteren bleibt die Leitung der
Verwaltung im Bicekönigthum unter stellt; Kuropatkin, wenn auch dem Na men nach Untergebener, hat die abso lute Leitung über die Landoperationen und Viceadmiral Makaroff commandirt die Flotte im Osten. Ueber die sibirischen Bahnen gehen täglich etwa 5,000 Mann ab und bi Mitte April find alle für die Pläne der Regierung nöthigen Truppen in Oft. afien. Die Land'Eisenbahn um den Bai. kal.See dürfte bi Mitte April fertig werden. Kanonenboot Mand. j u r." S h a n g a i, 11. Mürz, 11 Uhr Nacht. ist jetzt beschlossen, daß ein chinesisches Kanonenboot neben da russische Kanonenboot Mandjur" placirt werden soll, um die Munition, die Haupttheile seiner Maschinen etc. zu übernehmen. Heute kam der erste japanische Post Kämpfer seit dem Kriege an, wodurch der Dienft wieder eröffnet wurde. Deutschland. Kaiser Wilhem reift ab. Berlin, 11. März. Die heute beginnende, auf 6 bi 7 Wochen berech, nete Erholungsreise des Kaisers gilt allgemein als Zeichen, daß ihm die eu. ropäische Lage keine Sorgen macht. Allerdings wird er nur einmal länger als drei Tagereisen von der Reichs. Hauptstadt entfernt fein, nämlich bei dem Besuche in Athen. Immerhin aber erklärt es selbst ein solch' einfluß reiches Blatt wie die Rheinifch-Weft. phältfche Zeitung" für unverständig von dem Monarchen, das Land zu einem solchen Zeitpunkte zu verlassen. Unter den Reisebegleitern deS KaiserS befinden sich General v. Pleffen, Admiral v. SendenBibran, Admiral v. Hollmann, Marinemaler Stöwer, Dr. Jlberg und etwa zwanzig Mitglte der des Hofes. Streichungen beim Ma r i n e . B u d g e t. Berlin, 11. März. Die Bud getEommifsion des Reichstages ent schloß sich nach viertägiger Prüfung de Marine.Budgets zu einer Herabsetzung von A2,000,000, darunter Streichung eines Kanonenboot. Frankreich. Unterofffizier Martin. Pari, 11. März. Der Unter, suchungörichter bestimmte 2 bekannte Anwälte zur Vertheidigung des Unter. ofsizierS Martin und seiner grau, die beschuldigt find, an einen japanischen Marine.Atiache Marine . Geheimnisse verkauft zu haben. Der Fall wird mit der Dreyfu Affaire verglichen und droht eine ungünstige Stimmung gegm die Dreyfu. Revision zu schaffen. Ebensowenig wie im Dreyfu.Fall dürfte die Regierung Vorstellungen bei der verwickelten Macht, in diesem Falle Japan, erheben.
Aufregende Scene. Ungarischer Beamter begeht im Zrr sinn ein Attentat.
Wien, 11. März. Graf S. Na poleor Csaky, ein MinifterialBeamter, sprang heute Abend in einem Wahn finnS'Anfalle in der belebtesten Gegend der Ringstraße von einem Srtaßen dahnwagen, schoß auf eine nahestehende Dame und verletzte fte gefährlich. Er wurde sofort verhaftet und erklärte, die Frau nicht zu kennen. C. gehört zu einer der angesehensten Familien von Ungarn. Rußland. Urtheile i m K i s h i n e f f. Prozeß. Kishineff, 11. März. Der Prozeß gegen die Theilnehmer an den Juden.Abschlachtungen ist abgeschlossen. Nach 14tägiger Ueberlegung fällte der Gerichtshof heute das Urtheil gegen RuSneke und 57 andere. 18 wegen Tödtung und 40 wegen Aufruhr an geklagt. RuSneke und Bodijan wur den der Ermordung eines jüdischen PaareS Na nenS Forrarji schuldig be. funden. Ersterer erhielt 4, letzterer 20 Jahre Gefängniß. 15 deS Aufruhrs Angeklagte bekamen ein Jahr, 3 an dere 4 Monate. 36 der Angeklagten wurden freigesprochen. 2 Schaden ersatzklagen wurden nicht berathen und 64 verworfen. DaS formelle Schluß Urtheil kommt am 25. April zur Ver kündigung. Oefterreich'Ungarn. Deutsche und E z e ch e n. Wien. 11. März. V der Uni. verfität kam es heute zwischen Deutschen und Czechen zu ernsten Unruhen. Etwa 700 Deutsche hatten eine er. höhte Stellung vor dem Gebäude okk.
pirt, die von 200 Czechen erstürmt
wurde.
Beide Theile kämpften erbittert mit
ihren Spazierstöcken. Schließlich sieg
ten die Deutschen und drängten ihre
Gegner die Treppen hinunter. 40 Studenten find verletzt.
In Prag sind die Polizei-Stationen
mit Studenten u. anderen Tumultuan ten gefüllt. Die Verkündung des Standrechts droht. Angenommen.
Budapest, 11. März. Die Re
krutirungs Borlage, lange Zeit
hindurch der Gegenstand heftiger Käm pfe, wurde heute im ungarischen Abg. Hause mit sämmtlichen Paragraphen angenommen. Originelle Obstruktion. Wien, 11. Mürz. Die Czechen suchten heute eine neu? ObstructionS Weise im ReichSrath einzuführen, indem
Abg. Rizal eine Interpellation über
Hauptman'S neues Schauspiel Rose Verndt" einbrachte und verlangte, daS
ganze Stück solle dem Hause vorgelesen werden. Der Vorfitzende bezeichnete dies jedoch als unmöglich, da das Haus wegen Verletzung 'der Autoren.Rechte verfolgt werden könne.
Washington. Senator Till, man' Befinden ist nngünftiger, wenn auch nicht gefährlich. Eine nochmalzge Operation morgen wird anscheinend
nothwendig.
Die Bewohner der iie. benbürgischen Hochlande glauben noch immer fest daran, daß man dem Todten daß Herz durchstechen müsse, wenn man verhindern wolle, daß der Da. Hingeschiedene nach dem Tode umgehe". Dieser Tage starb nun in der Umgegend von Abrudbanya eine alte Bäuerin, die allgemein für eine Hexe gehalten wurde. Die Bauern durchstachen die Leiche mit einem glühenden Spieß, füllten den Mund der Todten mit Sisenstücken und legten schließlich den verstümmelten Körper verehrt in den Sarg. 5der Stuhlrichter, der von der Leichenschändung Kenntniß erhielt, ordnete sofort eine strenge Untersu
chung an. Da Schloß Robert de Teufels, des berühmten Normannenherzog, der in den Jahren 1028 1035 regierte, und den Scribe und Meyerbeer in der nach ihm benannten Oper verherrlicht haben, wird von seinem gegenwärtigen Besitzer Herrn Cozerat in seinen mächtigen Mauerwerken freigelegt und theilweise reconstruirt. Diese Schloß, ein Muster werk mittelalterlicher FestungSbauten, war einer der wichtigsten strategischen fZunkte am Unterlauf der Seine. Heute oll seine Romantik wieder aufleben, und man plant im weiten Schloßhofe während de nächsten Sommers eine ffestaufführung der Oper Robert der Teufel" durch die Veranftaltuna de historischen Verein der Normanvie.
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