Indiana Tribüne, Volume 27, Number 171, Indianapolis, Marion County, 11 March 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Meckkenburg. Schwerin. Der Geheime Kammerrath Birkenstaed trat in den Ruhe stand. B ü tz o w. Der zehnjährige Knabe H. Grammann von hier, welcher bei den Groheltern in dem nahegelegenen Steinhagen weilte, ging mit mehreren Knaben des Dorfes nach dem Rühner See, um Schlitschuh' zu laufen. Er und der zehnjährige Sohn des StattHalters Grambkow geriethen auf eine dünne Eisschicht, brachen ein und er tranken. B u ch m ü h l e n. Hofgänger ttrohn kam, trotzdem er gewarnt wurde. beim Schmieren der Häckerlings Maschine, als man diese in Betrieb setzte, den: Schwungrade zu nahe und wurde so schwer am Kopfe verletzt, daß C: verstarb. ftlod sin. Da ISjährige Dienstmädchen Drahn fiel beim Dungfahren von eim beladenen Wagen und gerieth unter die Räder, die ihm über Kopf und Nacken gingen. Der Tod trat sofort ein. R o st o ck. Nach schwerem Leiden verstarb hier im Alter von 46 Jahren eine nicht nur in Offiziers-, sondern auch in Civilkreisen sehr beliebte Persönlichkeit. Hauptmann a. D. Georg Rösner. Der Verstorbene stand früher in preußischen Diensten; nach seiner Verabschiedung lebte er hier im Ruhestand. S t r e l i tz. Zwei naben im Alin von acht Jahren, dec einzige Sohn des Bäckermeisters Greese und ein Sohn des CigarrenmachersTopp wurden in einem Wafserloche in der Nähe der aus dem hiesigen Zhuhose gelegenen Karl Stamer - Stiftung ertrunken aufgefunden, wo sie im Eise eiligebrochen waren. 20 arten. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit beging das frühere Schneidermeister Neyer'sche Ehepaar, das vor Kurzem von Plau nach hier ZU seinen Kindern gezogen ist. Der Jubelbräutigam ist 75 Jahre alt, die Frau 77. W i s m a r. Die Firma C. AhrenS, Ziegeleibesitzer, feierte ihr 50jährigeö Jubiläum. HkdonSurg. Oldenburg. Ein Raubmord ist in Großenkneten, an der Bahn 01 denburg-OSnabrück, an dem PferdeHändler Kempermann begangen worden. Der Mörder wurde in Oldenbürg eingeliefert. Der Großherzog I, at den Assessor Thorade in Oldenbürg zum Regierungsassessor und juristischen Hülfsarbeiter beim StadtMagistrat Oldenburg ernannt. Hatten. Schäfer Gorath, welcher beim Landwirth Grashorn diente, wurde todt auf der Diele gefunden. Gorath, der vorher angetrunken nach Haufe gekommen, batte den Heuboden als Lagerstätte aufgesucht und war durch die offene Bodenluke auf die Diele gestürzt. L ö j a. Wohn- und Wirthschafts, gebäude der Bähnk'schen Hufenstelle wurden durch Feuer zerstört. Das Vieh und ein großer Theil des Mobiliars konnten gerettet werden. Die Entstehungsursache ist nicht ermittelt. Ovelgönne. PostVerwalter Wragge wird zum 1. April nach Diefen versetzt und ist zu dessen Nachfolger Postassistent Güldener bestimmt. Ireie Städte. Hamburg. Die hiesige PapierGroßhandlung in Firma G. Michaelis & Co., deren jetzige Inhaber Ferdinand Gowa und Jacob Kaufmann sind, ist 1804 begründet und erfreut sich somit eines hundertjährigen Bestehens. Ewerführer Walbrecht stürzte in seine neben dem Dampfer ,.Maclio" am Afrikaquai liegende Schute und trug eine Gehirnerschütterung sowie schwere Kopfverletzungen davon, an deren Folgen er starb. Am Billhorner Canal betrat der zehnjährige Knabe Hans Meinicke die dünne Eisdecke des CanalS und brach ein. Trotzdem sofort Rettungsversuche angestellt wurden, konnte der Knabe leider nur als Leiche aus dem Wasser gezogen werden. Die Inhaber der Cigarrenfabrik L. Wolff stiftete 120,000 Mark für Wohlfahrtseinrichtungen seiner Arbeiter. Bremen. An Stelle des zum Se-
nator gewählten Richters Dr. Lürmann wurde der bisherige Staatsanwalt beim hiesigen Landgericht, Dr. Gerhold, und an Stelle des in den Ruhestand getretenen Richters Raben in Bremerhaven Reierungsassessor Dr. Flicke daselbst zum Richter erwählt. Als Nachfolger von Professor Pa;el wurde Schiffsbauingenieur Laas vin Tecklenborg'S Werft zum ordentlichen Professor für praktischen Schiffbau an die technische Hochschule in Berlin berufen. Lübeck. Die silberne Ehren -Denkmünze für langjährige Treue im Dienst verlieh der Senat dem seit 1870 bei der Firma I. S. Steltzner & Smaltz Nachfl. (Gebrüder Hartwig) thätigen Nikolaus Heinrich Dencker. Stadtgärtner M. Th. A. Langenbuch blickte unlängst auf den Tag zurück, an dem er vor 25 Jahren in die Dienste des Lübeckischen Staate eintrat. Unter Langenbuchs Leitung haben unsere sämmtlichen Park- und gärtnerischen Anlagen in der Stadt, den Borstädten und Travemünde eine völlige Umgestaltung und ihre jetzige prächtige Gestalt erhalten.
Chemische Metamorphosen. SerwadlNK von blöks und Aäkalie In ,brauch,gca,'tättdk. Die moderne chemische Industrie hat es verstanden, aus Stoffen, die früher als werthlos angesehen wurden, oder aa? aus unangenehnien Dingen nützliche und gern gekaufte Gegenstände herzustellen. Wenn wir heute an einem Luxusgeschäfte in einer unserer Großstädte vorübergehen, so fällt unser Blick nicht selten auf Stoffe, die noch vor wenigen Monaten ebenso friedlich im Müllkasten bei einander lagen, wie sie jetzt einen werthvollen Fenstermhali bilden. Da lagen zerschlagene Flaschen unter dem Hausmüll, weiße (.lassuzerben, die im Haushall nirgends nütze, von den Glasfabriken gern gekauft und zu ver mächtigen Spiegelscheibe mit eir.geschmolzen wurden, die jetzt das Fens.e: schließt. Derselbe Müllkasten barg auch die Korkpfropfcn der zerschlagenen Flaschen. In d.'r inoleui..fabrik lvurden diese gereinigt, vermahlen und zu geschmackvollen Wandtapeten verarbeitet. Da liegt des Weiteren blüthenweißes Velinpapier. Die Bestandtheile jener Bogen trieben noch vor wenigen Wochen im Wind als schmuj)ige Papierblätter und Leinewandfetzcn über oen interhof eines Mietshauses, bis sie im Müllkasten eine vorüber gehende Ruhestätte fanden. Jet hat sich der Lumpen in einen schneeigen Bogen gewandelt. Neben dem Papier sind ttammarten aus Schildpatt und Ebonit aufgestapelt. In Wirklichkeit haben wir es mit Stoffen aus Celluloid. Galalith und ähnlichen Surrogaten für das echte Schildpatt und Ebonit zu thun. Holzabfälle, unseren Eltern fast zum Verbrennen zu schlecht, wurden auf die Herstellung reiner Cellulose veraibeitet und durch Salpetersäure, mit Stickstoff angeräuchert, in Nitrocellulose verwandelt. Die Salp-tersäiu-e leitet auf Umwegen ihre Abstammung aus der Dunggrube her. Die Verbindung der Nitrocellulose mit Kampher zeitigte dann weiter jenen schönen, schildpattartigen Stoff, welcher hier in Form von Kämmen und Fächern all'--liegt. Daß die feinen Stahlwaaren, die funkelnden Messer und Scheeren der Auslage, vor Kurzem zum größten Theile noch als alte, übelverr.'stetc Eisenabfälle auf Stätteplätzen lagerteil, daß der Globus, welcher dort auf schöner Rundung Meere und Welttheile trägt, seine Entstehung auf altes Pa Pier und Gipsstuckabfälle zurückführt, wird nach dem Vorangegangenen nicht mehr sonderlich auffallen. Bemerkenswerth ober dürfte es sein, daß selbst die blaue Farbe, welche die Meere auf dem Globus anzeigt, aus zieml'ch dunkler Quelle fließt. Sie leitet ihre Entstehung aus dem Blutlaugensalz ab, und dieses wieder wurde aus alten Abdeckereiabfällen, aus Fleischresten, Sehnen, Hufen und Klauen gewonnen. Diese alten Abfälle hatte man erst auf Leim verarbeitet. Was aber von der Leimsiederei noch übrig blieb, wurde auf Blutlaugensalz verarbeitet und diente weiter zur Herstellung des Berliner Blau, welches dann schließlich den Atlantischen Ozean auf dem Globus markiren mußte. Auch das die Ausläge in breitem Strome übersluthende elektrische Licht entstammt einer dunklen Quelle. Es sind die Fäkalstoffe der Stadt, welche im Llektrizitätswerk verbrannt, Dampfmaschinenarbeit und weiter die Elektrizität erzeugen, welche hier in den Lampen erstrahlt. Die metallurgische Technik verarbeitet heute Halden, welche bereits vor Jahrhunderten auf Metalle aller Art abgebaut wurden, gewinnbringend von Neuem. Die geringen Metallüberreste, welche jener früheren Bearbeitung entgingen, werden heute so vollkommen ausgezogen, daß das Verfahren die Betriebsunkosten deckt und noch einen guten Gewinn übrig läßt. So wurde beispielsweise nach der Ausbildung des Siemens'schen Cyanidlaugenverfahrens eine nochmc lige, gewinnbringende Verarbeitung aller in Südafrika bereits verpachten und nach dem Amalgamationsverfahren behandelten Golderze möglich. Chinesischer Bnft- und Bettag. Unlängst fand in Shanghai, China, das sogenannte Hsia-Auan-Fest statt, das eine Art Buh- und Bettag für die Chinesen ist. Viele Menschen begeben sich an dem Tage, als Strafgefangene gekleidet, mit Handschellen angethan und mit fliegenden Haaren, in die Al -stadt, um den Göttern Opfer darzubringen. Man stellt sich also als armen Sünder hin, bittet die Götter um Vergebung wegen des bisherigen sträflichen Lebenswandels und verspricht, ein neues Leben anzufangen. In dem Tempel, wohin es ging, waren die zu künftigen Strafen, die die verstockten Sünder erwarten, in fürchterlich abschreckender Weise dargestellt. Dies soll dazu beitragen, die Ankömmlinge, unter denen immer viele Frauen sind, zu bewegen, recht zahlreiche Opfergaben für die Götter zu kaufen und sie dadurch gnädig und nachsichtig zu stimmen. Der Priester, bei dem die üblichen Sachen zu haben sind, verkauft sie immer weit über ihren Marktwerth, urd da er den ganzen Tag in Anspruch g--nommen wird, so macht er natürlich ein ausgezeichnetes Geschäft dabei. Die Zigeuner sollen ih"e Urheimath in Indien gehabt haben. Ihre Sprache zeigt starke Ähnlichkeiten mit dem alten Sanötrit.
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slnftel öams Tanesbote.
Die Karten des Ver. Statcn-Wct-terbureaus und ihre Entstehung.
0kel am al Z,ttuttaAma-Axrtigun der etrkart,n ,,srib,nd Thätigkeit. 9tt "0ff!jiclle Laubfrosch" 1 chwar,. kui,ftl,r" tttlivoll, Informationen. Jedermann kennt die Karten des Wetterbureaus und alle jene, welche sich ihrer aus dem einen oder anderen Grunde tagtäglich bedienen, würden es als schweren Verlust empfinden, wenn ihr Erscheinen plötzlich eingestellt würde. Es dürfte jedoch nur wenig bekannt sein, daß die kleinen Kärtchen in genau derselben Weise wie die großen Tageszeitungen hergestellt werden. Ein Stab von mehr als 100 Korrespondenten be. sorgt und telcgraphirt die nöthigen Berichte und Drucker und Stereotypeur müssen zur bestimmten Zeit die Form" für die Presse fertig haben, damit die zum Versandt gelangenden Karten den Postzug mit Sicherheit erreichen. Es herrscht deshalb in den verschiedenen Wetterbureaus der Ver. Staaten täglich für einige Stunden dieselbe nervenaufreibende Thätigkeit, wie knapp vor Redaktionsschluß im Betriebe eines Tageblattes. Pünktlich um acht Uhr an jedem Morgen werden in den verschiedenen Theilen des Landes Beobachtungen über den Wetterstand, die TemperaturVerhältnisse u. s. w. angestellt und an das Ver. Staaten-Wetterbureau nach Washington telegraphirt. Drähte sämmtlicher Telegraphenlinien werden zu diesem Zwecke für eine Stunde freigehalten. Von Washington aus werden unverzüglich in derselben Weise alle Zweigbureaus in den Ver. Staaten verständigt. Alle Telegramme sind nach einem Chifsrir-System abgefaßt, das selbstverständlich jedem Angestellten des Bureaus genau bekannt sein muß. Der Telegraphist reproduzirt den Text der Depesche aus SeidenPapier, wodurch es ermöglicht wird, gleichzeitig mehrere Kopien der DrahtNachricht zu erlangen. Eine dieser Kopien erhält nunmehr der Kartenzeichner, eine zweite der Drucker, eine dritte der Chef des lokalen Wetterbureaus, der die Prognose für die kommenden Tage stellt, u. s. w. Alle diese Leute gehen ohne Verzug an ihre Arbeit, denn es ist keine Minute zu verlieren, uns sie rechtzeitig fertigzustellen. Der Mann, welcher auö Gips die Form für die Metallplatte des Stereotypeurs herstellt, darf deshalb nicht warten, bis ihm der Zeichner eine fertige Karte liefert. Er zieht in der weichen weißen Masse feine Linien fast gleichzeitig mit seinem Kollegen vor dem Reißbrett, um die TemperaturverHältnisse in allen Theilen von Onkel Sams Gebiet zu veranschaulichen. Beide dürfen nur wenig hinter dem Telegraphisten zurückbleiben, denn von 8 bis 9j Uhr Morgens strömen dessen Berichte ein, und schon um zehn Uhr muß die Gipsform in Händen des Stereotypeurö sein. Es bleibt deshalb selten Zeit, die Arbeit des Zeichners mit der Gipsform zu vergleichen. Der Stereotypeur hat unterdessen über einem kleinen Gasofen sein Metall geschmolzen, daS nun in den Behälter, in dem sich die Gipsform befindet, gegossen wird. In einigen Minuten ist die Metallsorm für die Presse fertig. Derselbe Arbeiter, der die Buchstaben für die Wetterprognose u. s. w. setzte, bedient auch die kleine Presse, aus der nun in kürzester Zeit die Wetterkarten hervorgehen. Oft muß sich sogar der Chef des betreffenden Bureaus selber der allerdings nicht besonders schwierigen Arbeit des Stereotypeurs und Druckers ..nte?ziehen. Binnen einer Stunde aber muß nicht nur die Presse ihre Arbeit vollendet haben, sondern die Karten, Onkel Sams kleiner Tagesbote," müssen auch bereits am Bahnhof fein, um von dem schnaubenden Dampfroß alsbald in die verschiedensten Gegenden entführt zu werden. Eine ganze Reihe von Personen wäre nicht nur sehr enttäuscht, sondern oft in ihren Interessen geschädigt, wenn sie diese vom Wetterbureau unentgeltlich gelieferten Informationen auch nur für einen Tag entbehren sollte. Denn die Wetterkarte ist eö, welche Farmer und Pflanzer in den Stand setzt, ihre Produkte vor Wetterunbill zu schützen, sie gibt dem Rheder werthvolle Aufschlüsse über nahende Stürme und ermöglicht es den Eisenbahnen, ihren Frachtverke.ir mit Rücksicht auf das Wetter zu reguliren. Sie ist dem Publikum im Allgemeinen fast unentbehrlich, um Plane für GeschäftSzwecke und Vergnügungen zu entwerfen, und so ist eö denn kein Wunder, daß jeder Angestellte der BureauS alle Kräfte daran fetzt, sie alltäglich rechtzeitig in Versandt zu bringen. Gefährliche Brenns ch e e r e. AIS Frl. AgneS McGiffin von Fowler, Ind. sich ihr Haar vrennen wollte, ließ sie die heiße Brennscheere fallen, und dieselbe traf sie in das eine Auge. Nach Ansicht der Aerzte wird sie auf demselben erblinden. Beim Abendessen erstickt. AlS der 70 Jahre alte ehemalige Schuhfabrikant Adam Axt in Spring Valley, N. an einem Abende Schweineknöchel aß, blieb ihm ein Knochen im Halse stecken. Der rasch herbei, gerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Greises konftatiren.
Menschliche Laflthiere. Vle die Stuli n orea den Trausport o Laftn besorgen. Der koreanische Kuli trägt seine Last auf dem Rücken, und zwar auf einem Nach Art eines Ranzens mtt Strohseilen über den Schultern befestigten Holz-
koreanischer SUüi. gestelle in Form einer Staffelei. Die Schenkel derselben sind so lang, daß sie den Kopf des Trägers um etwa einen Fuß überragen und bis dwa einen Fuß zur Erde reichen. Da, wo bei der Staffelei das Bild aufsteht, befindet sich ein sitzartiges Brett, auf welches die l'-treffende Last gestellt, c; legt oder sonstwie befestigt w:rd. Selbst Wasser und andere Flüssigkeiten werden von den Koreanein aus diese Weise befördert, zu welchem Zwecke über das Lastbrett ein Querbaum gelegt wird, an dessen Enden die Töpfe, Eimer oder Blechgefäße gehängt werden. icuer Leiter des Schiffstrusts. Wrlßtomt Rksiauation und Verändern, t der Verwaltung. Mit der Wahl I. Bruce Jsmays, des bisherigen leitenden Direktors der White Star-Linie, zum Präsidenten der International Mercantile Marine Company (Schiffstrust), sind die seit längerer Zeit cirkulirenden Gerüchte von einer bevorstehenden Veränderung
I. Bruce JSniay. in der Leitung des Schiffstri'stS bestätigt worden. Man wußte, daß der bisherige Präsident des Riesenunternehmens, Griscom, die Führung des Trusts nur auf das Drängen I. Pierpont Morgans übernommen hatte; er hatte die sich gestellte Lebensaufgabe, die größtmögliche Dampfer-Kombina-tion zu Stande zu bringen, erfüllt und sehnte sich nach Arbeitserleichterung. In seinem Beschlusse, als Präsident zu resigniren, wurde er schließlich durch Kränklichkeit bestärkt. Griscom hat aber seine Verbindung mit der Gesellschaft nicht gelöst, sondern wird als Vorsitzender der Exekutive fungiren. Das Hauptbureau der International Mercantile Marine Company wird von Philadelphia nach New Jork verlegt, wohin auch Jsmay, der anher seinen Wohnsi in England hatte, mit seiner Gemahlin, einer Amerikanerin, verzieht. Jsmay ist noch ein junger Mann. Er folgte seinem Vater Thomas Jsmay als Leiter der alten Rhederfirma Jsmay, Jmrie & Co., deren Dampfer zwischen England und Australien, sowie zwischen San Francisco und Ostasien verkehren. Die International Mercantile Maeine Company umfaßt die White Star-, American-, Red Star-, Atlantic Transport- und Leyland-Linien. Sie wurde im Jahre 1902 mit einem Kapitale von tz120,000,000 gegründet und verfügte bei ihrer Konstituirung über 118 Schiffe mit einem Gefammtgehalt von 881,662 Tonnen. Die BevölkerungSzuahme m den Städten war in den selten zehn Jahren kleiner als früher.
Ostens Gibraltar." Vesestibungwerke. Hake. issbaul,Of schichte Port rttiur. Nicht mit Unrecht wird das jetzt so viel besprochene Port Arthur daS Gibraltar Asiens" genannt. Der die Hauptbefestigungen tragende thurmartige Hügel, obwohl nicht ganz so jäh abfallend, wie die Felsenwändc Gibraltars, beherrscht gleicher Weise die Umgebung. Von dem Hügel fällt das Land ab bis zu den geschützten Ufern des Hafens, und seine Gestaltung bei eine weitere günstige Gelegenheit zur Anbringung von Reihen von Erd- und Schanzwerken. Im Rücken ist der Platz halbkreisförmig von Hügeln umgeben, die ebenfalls befestigt sind, so daß Port Arthur nach jeder Seite hin vertheidigt werden kann. Am südwestlichen Ende der Liao-tung-Halbinsel gelegen, welche den Golf von Petfchili vom Gelben Meere trennt, ist Port Arthur von Natur bereits ein strategisch wichtiger Punkt. Hierzu kommt die geschützte Lage des HafenS. Man erreicht den Hafen, der das ganze Jahr eisfrei ist, von der See her durch einen englische Meilen langen, gekrümmten Kanal, der an seiner dreitesten Stelle nicht über 300 Yards hat, an etlichen Punkten sich aber bis auf 200 Fards verengert. Ein am User des Kanals liegendes Fort mit einer mächtigen Batterie an einem .orsprmgenden Punkte nimmt fast die ganze Länge des Kanals ein. Der Schiffsbauhof in Port Arthur, dessen Bau bereits 1881 von den Chinesen begonnen, aber erst 1890 von einer französischen
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Port Arthur. Gesellschaft im Auftrage der chinesischen Regierung beendet wurde, enthält ein Bassin für Ausbesserungen, zwei Docks, die eisengepanzerte Schiffe aufzunehmen vermögen, ferner Eisengießereien, Werkstätten und Maschinen nach den neuesten Konstruktionen. Port Arthur wurde im chinesischjapanischen Kriege 1894 auf 1895 von den Japanern genommen, die es jedoch im Frieden von Shimonoseki auf die Intervention von Rußland, Frankreich und Deutschland wieder herausgeben mußten. Im Jahre 1898 pachteten die Russen die Feste den Chinesen auf die Dauer von 25 Jahren ab und machten Port Arthur zu dem einen Endpunkte ihrer transsibirischen Eisenbahn. Schaden des SchnürleibS. In der Wiener Gesellschaft für innere Medizin zeigte Dr. O. Kraus an einer Reihe systematischer Aufnahmen mittelst Röntgen- und gewöhnlicher Photographie die Körperentstellungen, die sich Frauen und Mädchen zuziehen, wenn sie sich in Mieder einschnüren, um die erwünschte Wespentaille zu erlangen. Die Röntgenstrahlen zeigen eine verminderte Lungenhelligkeit, entstanden durch Zusammenpressung, das Herz wird nach oben gedrängt mit Verdrehung nach außen, Magen und Darm nach abwärts, der Brustraum wird verkleinert, der Bauchraum vergrößert. Es leidet die Athmung, der BlutkreiSlauf in den Lungen und in der Haut. Es wird die Entstehung eines Hängebauchs durch daS Korsett gefördert und nicht etwa beseitigt. Oft trägt nur das Korsett an gewissen hartnäckigen Magenkatarrhen oder an sogenannten nervösen Herzbeschwerden der Frauen die Schuld. Verlangt die Mode, daß die Frauen sich hochbusig brüsten, so sollten sie nach Dr. Kraus Tragbander für die Brust anlegen, wie die antiken Frauen, aber keinesfalls Korsetts, die unbedingt verwerflich sind. Nach der neuen Eintheil u n g gibt es in Texas einen Kongreßdistrikt mit 55 Counties. DaS Gesammt-Votum dieses Distrikts setzt sich jedoch blos aus 22,000 Stimmen zusammen. Nichts für A berglaubische. In Nürnberg hat die erst seit einigen Jahren bestehende Stelle eines Oberapothekerö im neuen städtischen Krankenhause bereits vier Jnhaber gehabt: der erste starb kurz nach Antritt feines Dienstes, der zweite beging Selbstmord, der dritte wurde irrsinnig und der vierte hat sich in plötzlich auSgebrochener Geistesstörung vergiftet. i rote ii. A.: .Jeden Abend sidt der Herr Rath bis zwei Uhr in der Kneipe. Eine sehr glückliche Ehe scheint der auch nicht zu führen!" B. (rnarimmia): Na, nennen Sie vielleicht d a ö eine glück, liche Ehe, wenn man jeden Abend um übn Mir Sause sein mufc?"
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