Indiana Tribüne, Volume 27, Number 166, Indianapolis, Marion County, 5 March 1904 — Page 6

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Judian Tribüne, S. März 1004.

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Europäische Nachrichten.

Provinz Brandenburg. Berlin. Ingenieur Dr. Friedrich v. Hefner Alteneck, Mitglied der Akademie der Wiffenschaflen, erlag hier einem Schlaganfall. Dr. v. Hefner - Alteneck war der Sohn des kürzlick in hohem Greisenalter verstorbenen bayerischen Kunsthistorikers Jakob Heinrich v. Hefner - Alteneck und erreichte nur ein Alter von 58 Jahren. Sein goldenes Berufsjubiläum zu fei ein, war kürzlich dem Steindruckereibesitze? Adolph Feltzin. Reinickendorf West. Berlinersiraße 68 wohnhaft, vergönnt. Von diesen 50 Jahren ist er seit über 30 Jahren als selbstständiaer Druckerei - Unternehmer" für die hiesige Yisenbahndirektion, Schöneberger User, thätig. Im Alter von s Jahren starb hier der berühmte Botaniker der Universität, Professor August Garcle, der einer der besten Kenner der deutschen Zlora gewesen ist. Durch einen Sturz in den Keller ist der frühere städtische Wächter Julius Zander, einMann von 62 Iahreu, der bei seinem Schwiegersohne in der Wilhelmstrahe 22 im Ruhestande lebte, tödtlich verunglückt. Der Herein hiesiger Kaufleute und Jndustrieller feierte unter Theilnahme der hervorragendsten Vertreter der Politik, der Mislenschaft, des Gewerbes und :er Industrie sein 25. Stiftungsfest. Ein Berliner Original, Heinrich (?aluluon, der Besitzer des Eisernen flinitfi in der Lindenstraße, eine stadtbekannte Persönlichkeit unter den iastlvirthen, ist gestorben. Der König llche Ober - Bibliothekar Professor Ascherson. der langjährige frühere Bibliothekar der Universitätsbibliothek, ist gestorben. 91 Jahre alt. starb hier der Landgerichts - Präsident a.D. Wirklicher Geheimer Ober-Justizraty Hermann von Krüger. Er war in den 70er Jahren Präsident des hiesigen ltudtgerichts und wurde bei EinfühNlNg der Gerichtsorganisationen 1879 zum Präsidenten des Landgerichts 1 ernannt. Einige Jahre darauf trat er nach mehr als 50jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. B r i tz (Berlin). Das fünfjährige Töchterchen des Arbeiters Karl Hecht spielte hier mit brennenden Streichhölzern und verbrannte sich derartig, daß es an den Folgen der Verletzungen starb. l5 h a r l o t t e n b u r g. Der frllhere. am h October 1903 in den Ruhestand getretene Reichsgerichtspräsident v. Oehlschläger ist hier gestorben. ffinsterwalde. Goldene Hochzeit feierten der Tuchweber Heinr. Lehnert und seine Frau Johanna, geb. Wendt. Die betagten Eheleute der Jubilar ist 77, seine Frau 74 Jahre alt erfreuen sich besonderer Rüstigkeit. Görlsdorf. Der frühere BauerHofsbesitzer Koplin, der dem Trunke ergeben und bereits unter Vormundschaft gestellt ist, ermordete seinen 83jährigen Vater. Die Leiche des letzteren wurde im Bette gefunden. Das Verhältnis zlvischen Vater und Sohn war stets ein gespanntes. Der Vater war durch den Gram über seinen UNgerathenen Sohn geistig und körperlich vollständig gebrochen. Der Thäter wurde verhaftet. L e b u s. Auf eigenartige Weise suchte der hiesige Fischermeister Eduard Aecke? den Tod. Er gab seinen Söhn,n den Auftrag, kurze Zeit später das auf der Oder verankerte Boot heran zuholen. Dann bestieg er seinen Kahn, tieschinerte die Arme mit festgebundenen kleinen, hakte sich den Anker im Riilken des Rockes fest, wickelte sich in's Netz und stürzte sich in den Strom, ttur bestimmten Zeit kamen die Söhne, zogen ahnungslos den Anker wieder ein und fanden zu ihrem Entsetzen die Weiche des Vaterö. ii u b b e n a u. Im benachoarten Zeckwitz feierte das Richter'sche Ehepaar die goldene Hochzeit. Der Jubel. brantigam hatte im Mai v. I. sein uchtzigstes Lebensjahr vollendet. O l a n i e n b ll r I. Ein grcger Brand setzte kürzlich die Einwohnersrfjaft hiesiacr Stadt in Aufregung.

Die am Bärenklauer Wege belegene N?cntzel'sche Schneidemühle stand in hellen Flammen. Das erst vor wenigen Jahren errichtete Gebäude brannte vollständig nieder. Potsdam. Durch einen Sturz vom Pferde wurde der Ulan Erich Weseler aus Breslau getödtet. der bei der 2. Eskadron des 1. Garde-Ulanen-R(.iiments hier seiner Dienstpflicht gentiatl und als Officierbursche kom-

mandirt war. R u m m e l s b u r g. Auf derOber spree ertrank beim Schlittschuhlaufen ein Fräulein Schneider, die Tochter eineö hiesigen Bahnbeamten. Z e h l e n d o r f. Oberpostschaffner Otto Kupsch. jetzt in Hamburg. Pa penstraße 104. früher hier lange Jahre wohnhaft, feierte sein 25jähriges Dienstjubiläum. 'Mrovlnz Ostpreußen. Königsb?rg. Zum Rector Magnificus der hiesigen Universität ist für das Studiumjahr 1904 1905 der Professor für Staats-. Verwaltungö'. Kirchen- und Völkerrecht. Ge heimer und Oberbergrath Dr. Adolf Arndt gewählt worden. Direktor Dr. Albrecht, der erst vor Kurzem sein 60jährigeS Doktorjubiläum begehen konnte, hat seinen Ehrentag nicht lange überlebt. Im 89. Lebensjahre ist er jetzt verschieden.

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N e k v o r k i t d. . v.. den S. prtl. 190$, No. 185 West 88. Ttrabe. schafft, ?l, maba.ma?.t un? .n?,w?'7', I habe oft gesunden, datz er mir grobe Linderung der. IfleJ VS TnVm? f k kIm1 bin besonder dankbar für daS. waS er für un,re Tochter und ein. ?? .V..?"bachtete bah ihre monallichen Perioden sich derzögerken. und dak sie an Kopsweh und Gchwtndelan. vftESi ??E2n m Untnlelt ""d in den Lenden litt. Dies hinderte sie bedenklich in ihren Studien, und sie mutzte mehrere der.

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ein ganz andere Mödchen geworden. Die Pertoden wurden reaelmütaer. unk w? sfs?

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In diesen, Flle waren die MenstruationS-Funktionen nickt reaelmänia. und dieser unnatürlick Qusnh ,- k i,,- mxr, mt

einer Jnvalidi. Die Kopfschmerzen und Schwindclanfälle deuteten auf etwas mehr, als nur ein temporäres Leiden. Dieselben waren Symptome ein, r funktionellen Schwäche, welche im Laufe der Jahre sich verschlimmert hätte. Aber Frau Thompson war bereit, Rathschläge für daö Wohl ihrer Tochter anzunehmen, und sie gab der kleinen Patientin den Win ot Cardul, und ist diese jetzt ein gesunde, junge, Fräulein. Wenn J?.re Tochter kränklich ist und häufig leidet, dann enthält der Brief dieser guten Mutter den besten zu befolgenden Rath. Der Wlne Cardul ist der Menstruations-Regulator, der von zehn Fällen neun heilt. Junge Mädchen, Mütter und brauen im . t'f-m m 111. l v r w - , - . .

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D o m n a u. In der Scheunenstraße ging die Ztmmermeister Klein gehörige, mit Stroh und Feldfrüchten gefüllte Scheune in Flammen auf. Beim Anrücken der Feuerwehr hatten sich die Flammen bereits einer zweiten, der Wittwe Bah gehörigen Scheune mitgetheilt; beide Scheunen sind trotz der Anstrengungen der Feuerwehr, sie zu halten, völlig niedergebrannt. Es liegt Brandstiftung vor. Kurze Zeit darauf branste der Dachstuhl des massiven Hause? des Färbermeisters Morgcnroth in der Poststraße. Nur der großen Windstille ist es zuzuschreiben, daß das Flugfeuer keine weiteren Brände anrichtete. E b e r s b a ch. Bei dem Besitzer Martin Podlech wurdeHäcksel geschnitten. Der neunjährige Sohn des Eigenthümers Grunert hielt sich am Getriebe auf. Plötzlich kam er zwifchen die Räder, wobei der Kopf vollständig zermalmt wurde, so daß der Tod sofort eintrat. H e i l s b e r g. Ein schrecklicher Unglücksfall ereigmte sich auf dem Glockenthurm der katholischen Pfarrkirche. Der Schneidermeister Brar.n, welcher gewöhnlich vom Gioner zur Aushilfe beim Läuten angenommen war, stieg auf den Glockenthurm, um die Glocken einzuölen. Zsurch einen Fehltritt glitt er von der Leiter und stürzte durch die Oeffnung, in der die Glockenseile laufen, in die Tiefe. Man hörte in der Kirche während des Gottesdienstes nur noch einen heftigen Schrei, und als nachgesehen wurde, fand man Braun mit zerschmettertem Kopfe todt vor. Er hinterläßt eine Wittwe mit einem unerzogenen Kinde. L a u k n e n. Besitzer Samuel Kelch von hier machte eine Reise zumMarkte. Hier sprach er so stark der Flasche zu, daß er auf der Heimfahrt vom Wagensitz fiel. 5Zn seine Wohnung geschafft, staro er, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben. Der Arzt stellte Alkoholvergiftung fest. Er hinterläßt eine Wittwe mit sechs unerzogenen Kindern in den dürftigsten VerHältnissen. Zfrovinz 'Aornrnern. Stettin. In dem Hause Poststrahe 12 wohnen die Gebrüder Lehmann bei ihrer Mutter, der Wittwe Lehmann. Zwischen beiden Brüdern, welche arbeitsscheu sind, sich umhertreiben und von der Mutter ernähren lassen, ist eS schon oft zum Streit gekommen. Letztens kam es wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Brüdern. Hierbei griff der jüngere. Richard. 18 Jahre alt. zu einem Messer und brachte seinem Bruder Willy. 20 Jahre alt. vier lebensgefährliche Stiche bei. Der Thäter wurde festgenommen. Alt-Bewerödorf (Schlawe). Der 12 Jahre alte Sohn des Bauernhoföbcsitzers Ferdinand Kautz wurde in einer Wruckenmiete. aus der er Wrucken holen wollte, durch die zusamnienfallende gefrorene Erdmasse verschüttet und erstickte. F i d d i ch o w. Glasermeister Fritz Frey von hier, ein älterer, alleinstehender Mann, wird seit Kurzem vermißt. Alle über seinen Verbleib angestellten Nachforschungen waren ohne Erfolg. Kürzlich fand man auf dem Eise eines Nebengewässers der Oder feinen Hur. Man vermuthet daher, daß Frey über das Eis nach dem jenseits der Oder liegenden Dorfe Gatow zu seiner Schwester sich hat begeben wollen, unterwegs aber eingebrochen und ertrunken ist. Greifenberg. Arbeiter Freimarck, der beim Holzschlagen beschäftigt war, ist verschwunden. Am Regaufer fand man feine Stiefel, Hut und Ledertafche. Man nimmt an. daß der Mann ertrunken ist. Er hinterläßt eine Frau mit 4 unmündigen Kindern. K o l b e r g. Vom Speicher des Cigarrenfabrikanten Simon, Schlieffenstraße 51, stürzte die Frau Razetti beim Tabakverladen ab. Die Verunglückte wurde sofort nach dem neuen Krankenhause gebracht, wo dieselbe verstarb. Die Frau hinterläßt unmündige Kinder, die umsomehr zu be-

dauern sind, als der Vater sich in Haft befindet. Neustett in. Das Wohnhaus des EssiV- und Selterwasser-Fabrikanten H. Prgande in der Friedrichstraße brannte nieder. R e g e n w a l d e. Die einzige Tochtcr des Ackerbürgers Hermann Petermann wurde auf einem Felde ermordet aufgefunden; eS liegt ein Lustmord vor. Als dringend verdächtig, den Mord verübt zu haben, wurde der vor einiger Zeit hier zugezogene Drogist Willi Springer verhaftet. Die Oeffnung der Leiche der ermordeten Olga Petermann hat ergeben, daß der Tod nach geschehener Vergewaltigung durch Erdrosselung erfolgt ist. Drogist Springer, der gefesselt der Leichenöffnung beiwohnte, legte später ein Geständniß seiner That ab. S t a r n i tz. Die Wohnhäuser der Eigenthümer Carl Kaufmann und Johann Röhnke im hiesigen Abbau sind durch Feuer vollständig zerstört worden. Die Gebäude waren versichert. Zfrovinz Schleswig .Sdokstein. Alton a. Ein entsetzlicher Unglllcksfall ereignete sich aus dem Rangirbahnhof Langenfelde. Dem Bahnarbeite? Vogt wurden von einem Rangirzuge beide Beine abgefahren. Der Unglückliche wurde in hoffnungslosem Zustande nach dem hiesigen KrankenHause gebracht. B a r m st e d t. Die hiesige Sparund Leihkasse konnte aus ein LbjährigeS Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde der um die Entwickelung der Kasse hochverdiente frühere Bürgermeister Greve zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. B a l l u m. Die Kinder der Wittwe Juhl wagten sich auf dem Heimwege von der Schl'le auf das Eis einer größeren Mergelgrube zu weit hinaus. Die 12jährige Tochter der Wittwe brach ein und vermochte sich nicht wieder auf die dünne Eisdecke hinaufzuarbeiten. Es gelang den Geschwistern, sie zu erfassen und aus dem kalten Element herauszuziehen. Leider aber verstarb das Mädchen, bevor es vk-.ter Dach gebracht wurde. Eckernförde. Dem in den Ruhestand getretenen Oberbriefträger P.

Bock hierselbst ist anläßlich seiner 40 iähriqen treuen Dienstzeit das Allae

neine Ehrenzeichen verliehen worden.

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Kiel. 'Oem früheren Ingenieur beim Gouvernement von Deutsch-Ost-afrika. Hermann Küster, wurde der Kronenorden 4. Klasse verliehen. Werftoberinspektor a. D. Friedrich Müller erhielt dieselbe Auszeichnung. K a p p e l n. Für mehr als 25jährige treue Dienstzeit bei einer und derselben Herrschaft erhielten zum Weihnachtsfeste der Lagermeister Hübner bei Holzhändler Lorentzen. der Hausknecht Rath bei Gastwirth Paulsen und die Arbeiterin MargaretheHansen bei Produktenhändler Rosenow vom Kreisausschuß je ein Sparkassenbuch, auf 50 Mark lautend. M e l d o r f. Der bei all-n seinen. Mitbürgern in hohem Ansehen stehende Klempnermeister Max Borrmann feierte sein 25jähriges Geschäfts- und Meisterjubiläum in voller Rüstigkeit und geistiger Frische. Der Männergesangverein, dessen Vorsitzender M. Borrmann ist, brachte dem Jubilar aus diesem Anlaß ein Ständchen. N e u m ü n st e r. Dem Töpfer Ahrens, seit 57 Jahren in der Töpferei von Jansen, Firsthof, thätig, und dem Werkführer Zornig der seit 50 Jahren in der Westphalschen Tuchfabrik arbeitet. ist daS Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. Wehren bei Wesselburen. Die große Mühle deö MUllerö Meister brannte vollständig nieder. Das ab seit gelegene Wohnhaus blieb verschont. Wedding st edt. Daö seltene Fest der goldenen Hochzeit feierte daö Ehepaar I. Rohwedder. Der Mann ist Mitkämpfer von 1848 gegen Dänemark. Daö Jubelpaar erfreut sich noch

' einer auten Gesundheit.

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Allerlei für', Haus. Reinigen deö Kupferges ch i r r S. Zum Reinigen des verzinnten Kupfergeschirrs bediene man sich nie des Sandes, sondern nehme nur Asche; für die äußere kupferne Fläche dient am besten eine Mischung von Kleie, Salz und Essig. Auch der kupferne Boden muß immer fauber sein, da Rußansatz sehr störend auf die Wärmeentwickelung wirkt. Hier darf zuerst mit Sand gescheuert werden. Blousen auS feinem Bat i st, mit Spitzen - Inkrustationen u. dergl., wäscht und plättet man besser zu Hause. In's Schwenkwasser gibt man ein wenig Gum Arabic" und stärkt die Blousen nicht. Wenn noch ziemlich feucht, werden sie mit peinlich reinen, polirten Eisen gebügelt und erhalten dann das Ansehen und die leichte Appretur neuer Blousen. GefroreneFenster thaut man leicht und schnell mit warmem Salzwasser auf. Man taucht einen Schwamm in das warme Wasser, in dem man zuvor etwas Salz aufgelöst hat, und wäscht die gefrorenen Fenster damit ab. Nach kurzer Zeit sind die sterscheiben vom Eise befreit, müssen dann aber sofort nachgerieben werden. Um Fugen in gußeisernen O e f e n zu verstreichen, verstopft man dieselben mit Asbest, welcher mit etwas reinem Thon gemengt und mit Salzwasser benetzt ist; oder man stellt die Platten locker zusammen und füllt die Fugen mit einer sehr dünnen Schicht feinen Quarzsandes aus. Um das Springen eiserner Ofenplatten zu vermeiden, reibt man dieselben, ehe der Ofen in Gebrauch genommen wird, tüchtig mit Speckschwarte ein. Sind bereits Risse entstanden, so verstreicht man dieselben mit fein gepulvertem Braunstein, welcher mit Wasserglaslösung zu einer dicken Masse umgerührt ist. Oder man knetet gleiche Theile Holzasche und Kochsalz mit der erforverliehen Menge Wasser zu einem Teig und bestreicht damit die Risse. Man wendet den Kitt an, während der Ofen kalt ist; in der Hitze wird derselbe bald sehr hart. Talgflecke aus Kleidern zuentfernen. Man bedeckt den Talgfleck auf beiden Seiten mit recht weichem Löschpapier und stellt ein heißes Bügeleisen aus das Papier. Nach einiger Zeit wird das Papier entfernt und der Fleck mit gutem Spiritus und einem Läppchen möglichst von dem Stoffe des Kleides auögerieben. Ein Mittel, um Pelzwerk gegen Motten zu schützen, wird bereitet, indem man eine Hand voll Camphor und die zerkleinerte Schale von spanischem Pfeffer in starken Spiritus wirft, einige Tage unter öfterem Umschüttcln an einem warmen Orte stehen läßt und dann die Flüssigkeit durchseiht. Das Pelzwerk wird tüchtig damit bespritzt und in Leinwond oder starkes Papier eingewickelt. SchmutzigesNohrgeflecht. Das schmutzige Rohrgeflecht an Stühlen reinigt man am besten durchWasser, dem etwas Chlor beigefügt ist. Man bedient sich dazu lauen Wassers, gewöhnlicher weißer Waschseife und einer weichen Bürste und bearbeitet die Lehnen oder Sitze so lange, bis sie weiß sind. Dann werden sie mit klarem Wasser mehrere Male gespült und in die Sonne zum Trocknen gestellt. Natürlich muß man sich in Acht nehmen, daß die Politur des Holzeö mit dem Chlorwasser nicht in Berührung kommt. Rostflecke in Wäsche. Die meisten Mittel, um Rostflecke auS Wäsehe zu entfernen, wirken schädigend auf den Stoff. Das einfachste und völlig unschädliche Mittel ift Citronensäure. Daö gewaschene und getrocknete Zeug betröpfelt man mit dem Saft einer Citrone, den man über dem Flecken ausdrückt. Man kann auch coneentrirte Citronensäure nehmen, die in vielen Haushaltungen stets zur Hand ift. Bald daraus wäscht man daö Zeug in reinem Wasser auö, dem man auch et-

waS Citronensä'ure zusetzen kann, damit der Rost nicht etwa wieder hervortritt. Man kann dies unschädliche Verfahren übrigens öfter wiederholen. DieFlußfische. Wann schmecken unsere Flußfische am besten? ist eine oft aufgeworfene Frage. Nach den Aufzeichnungen einer Autorität auf dem Gebiete der Fischzucht sollen Lachse am besten schmecken in den Monaten März bis December, Forellen in den Monaten April bis September; g derselben Zeit können Schleie ui.d Barsche gegessen werden. Hechte sind am besten in der Zeit vom Juni .iS Januar. Zander in den Monaten Januar bis März und August biö N-vember.

Nach dem Beispiel von Jllinois sollen jetzt die vor Jahren in den Seen und Flüssen des Staates WiSconsin ausgesetzten deutschen Karpfen wieder ausgerottet werden. Auch dort ist. wie in Illinois, die Arbeit contraktlich vergeben worden und wird der Unternehmer ein gutes Geschäft machen; denn trotzdem die Amerikaner diesem deutschen Fisch keinenGeschmack abgewinnen können, bringen Karpfen einen guten Preis auf den Märkten der großen Städte. Die Arbeit soll beginnen, sobald die Seen und Flüsse eisfrei sind. Die deutschen Karpfen sind sehr fruchtbar und ob sie so leicht auszurotten sind, wird die Zeit lehren. EinefürchterlicheGefang e n s ch a f t während der Baltimore? Feuersbrunst schildert der Generalpassagier - Agent der Baltimore & OhioBahn so: Bei dem Großfeuer war der Wächter der Continental TrustsCompany im feuerfesten Gewölbe der Bank von Samstag bis Dienstag eingeschlossen. Inmitten des rasenden Feuer und der zusammenstürzenden Trümmer der brennenden Gebäude befand sich der Mann als Gefangener im Gewölb'. Als er endlich entdeckt und aus seiner schrecklichen Lage befreit wurde, erzählte er, nachdem er etwas Speise und Trank zu sich genommen, lächelnd seine Erfahrungen und Empfindungen. DieKindereiner öffentlichen Schule in Harlem, N. F.. haben ein neues Signal eingerichtet, welches ihnen zeigt, ob sie sich auf dem Wege zur Schule verspätet haben oder nicht. Einer städtischen Ordinanz zufolge müssen Schulhäuser während der Unterrichtsstunden eine amerikanische Flagge hissen. Wenn die Sierne und Streifen allein auf der Schule in der 116. Straße wehen, bedeutet es. daß die Schüler noch reichlich Zeit haben. Wenn aber eine blaue Flagge zu gleicher Zeit entfaltet wird, dann wissen die Kinder, daß ihre Abtheilungen bereits auf dem Wege nach den Klassenzimmern sind, und entwickeln größte Eile, um noch rechtzeitig Hineinzugelangen. Ueber verlorengegangene" und wiedergefundene" Diamanten wird aus Huron. S. D.. folgende merkwürdige Geschichte erzählt. Frau I. W. Campbell gab dieser Tage der höheren Society" ein großes Fest, und als die Menge der Gäste daö Haus verlassen hatten, machte sie die schreckliche Entdeckung, daß mehrere Etuiö mit Diamantringen. Brachen und anderen Schmucksachen verschwunden waren. Ein paar Abende später erschien vor dem Campbell'schen Hause eine geschlossene Kutsche, ein Mann sprang heraus und läutete heftig an der Thürglocke. Als Jemand öffnete, war daö Gefährt verschwunden und am Boden lag ein Packet, welcheö die verschwundenenDiamantring und anderen Schmucksachen enthielt. Eine ..höhere Lady" war jedenfalls die Die bin und ihr Mann wußte dieGeschichte geschickt zu verdecken. Festklebende Glasstöpsel loszumachen, halte man den Hall deö Glaseö. der Flasche etc. über eine Lichtflamme. Durch die Wärme dehnt sich daö Glaö auö. die Oeffnung erweitert sich und man kann den Stöpsel nun mit Leichtigkeit entsttnen.

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