Indiana Tribüne, Volume 27, Number 166, Indianapolis, Marion County, 5 March 1904 — Page 5
Jndtona TribSne, y. Mär, 190,
Die Granate.
Nach dem Franzöfischi-n von Jutta Bueren Hahn. Al ich auf der Kriegsschule (Saint. Cyr) war, frühstückte ich öfter bei meinem Onkel von Ralleö. Er war ein großer, schlanker Mann, schon ein wenig ;rau, von militärischem Aeuhe ren der nur wenig sprach. Seit er seinen Abschied als Artillerie-Haupt-mann genommen hatte, lebte er ruhig und zurückgezogen. Er verbrachte seine Tage in ernstem Studium und schien nicht allein eine Beschäftigug, sondern wohl mehr Vergessen zu suchen. Vergessen einer unendlichen Traurigkeit, die von Zeit zu Zeit seinen Blick verdunkelte. In solchen Momenten richtete sein Auge sich mit starrem Ausdruck auf ein Stück von einer Granate, daö auf seinem Schreibtisch, zwischen dem Tintenfaß und dem Briefständer lag und alö Briefbeschwerer diente . . . Dieset bizarre Beschwerer lag auf einer Krystallplatte, unter welcher sich ein Dutzend lose Blätter befanden. Sie waren zerknittert, an manchen Stellen zerrissen und mit dunklen, braunen Flecken bedeckt, als wenn Blut darauf getropft wäre. Er war so geheimnihvoll und man ahnte den Tod! . . . Tiese Papiere erregten mich jedes mal ganz eigenthümlich, wenn ich sie sah. und ich wußte nicht einmal, daß sie das traurige Drama enthielten, welches die Karriere meines Onkels auf ewig gebrochen hatte . . . Eines Sonntags, als ich mit mei nem Onkel gefrühstückt hatte, und ihn besser als sonst aufgelegt fand, wagte ich ihn zu fragen, was diese Nippsache bedeute. Dies Wort entlockte ihm ein Lächeln, aber es war ein unsäglich trauriges Lächeln, und er antwortete mir: Diese Nippsache, wie Du sagst, mein Junge, würde sich schlecht in einem Boudoir einer hübschen jungen Frau ausnehmen. Es ist ein entsetzliches Schmuckstück!... Einige Sekünden, nachdem es abgefeuert war, hatte es meinen besten Freund getödtct und ich hatte Feuer commandirt." Seine Stimme war rauh geworden und zitterte merklich. Da fuhr er fort: Höre, mein Junge. Dieser Granatsplitter, den Du da vor Dir siehst, war der Grund, der mich plötzlich auS der Armee stieß und mich veranlaßt hat, daß ich heute nur noch an meine lustige Regimentszeit wie an ein entsetzliches Alpdrücken zurückdenke. Am 26. Juni 1888 und mein Onkel zeigte mir das Datum eingravirt auf dem Granatsplitter rückte ich Morgenö bei Tagesanbruch mit meiner Batterie aus, um eine Schießübung abzuhalten. An jenem Tage wurde auf Kopf- und Brustscheibe geschossen. Das Schießen ging ohne Zwischenfall vor sich, und nachdem die Geschüe geleert waren, ritt ich im Galopp zu den Ständen, um das Resultat zu constatiren. Hinter der ersten Scheibe, die 1.20 Meter hoch war. fand ich unter seinem Pferde liegend meinen Freund, den Hauptmann von Excuil. den die Granate meiner Batterie getödtet hatte. Neben seinem mit Blut überströmten Körper lagen diese einzelnen Blätter, welche er in Erwartung des kommenden Todes beschrieben hatte. Der Tod muß schnell erfolgt sein, denn die Kugel hatte ihn mitten in die Brust getroffen. Ein schreckliches Verhängniß hatte aus mir den Mörder meines liebsten Kameraden gemacht. Mein Schmerz war grenzenlos, ich konnte nicht einmal weinen! Damals war ich dem Wahnsinn nahe . . . Als ich in mein Zelt zurückgekehrt war, blieb ich stundenlang, ohne einen klaren Gedanken fassen zu können. Ich war in einer traurigen Gemüthsfassung Zufällig faßte ich in meine Tasche und fand diese Blätter ... die neben dem Leichnam meines Freundes gelegen hatten. Ich habe sie gelesen und bitterlich geweint . . . Das rettete mich vor dem Wahnsinn! Und dock, wäre er nicht diesen immerwährenden Vorwürfen, die mich Tag und Nacht quälen, vorzuziehen gewesen? Am anderen Morgen bat ich um meinen Abschied, und ich habe die Uniform zum letzten Male an dem Tage getragen, an welchem ich die sterbliche Hülle meines Freundes mit zu Grabe getragen habe. Da, mein Jur.e, lies, was auf diesen Blättern geschrieben steht, und möchte ein gütiges Geschick Dich vor solchem Leid bewahren, wie es Dein alter Onkel täglich, ja stündlich du.'chkostet." Mit zitternder Hand nahm ich die Blätter, die mein Onkel mir reichte, in Empfang und laö folgendes: Ich finde in meiner Tasche einat Notizbuchblätter und einen Bleistift. Gott sei Dank! Jetzt kann ich meine Gedanken niederschreiben. Die Zeit vergeht so schneller! Mein Gott, dieser dumme Sturz! Warum muhte ich auch über die Mauer setzen, ohne zu wissen, waö dahinter veroorgen? Meine arme Stute! Sie stürzte beim Sprung in ein mit Granaten gefülltes Loch und hat sich den Hals gebrochen. Ich habe das rechte Bein verletzt und liege unter meinem Pfrde. ES ist mir unmöglich mich zu rühren. Hinter diesem Schießstand muh ich liegen bleiben, bis man mich findet und mich aufhebt. höchst wahrscheinlich bis morgen früh, denn tS ist Schießübung angesagt. Uebri-
genS habe ich keine zu großen Schmerzen mel)r. die Nacht wird aber dennoch unangenehm werden; aber ein Soldat beißt die Zähne zusammen und hält auö. Es ist nicht die erste und auch nicht die letzte Nacht, die ich im Freien ubrinae! . . m meinem Messer habe ich em Loch in die Leinewand geschnitten. Jetzt habe ich ein Fensterchen und kann weit, weit in die Ebene hinaussehen." ... Ich höre den Zapfenstreich blasen; wie deutlich bor Klang mein Ohr trifft. ES fängt an, dunkel zu werden; bald wird die Nacht vollständig hereingebrochen sein." . . . Wirklich, ich hätte nicht ge. glaubt, daß es solch herrlichen Sonnenuntcrganq geben würde! Die Luft ist weich und von bewundernswürdiger Reinheit. Die Sonne, die langsam am Horizont niedersinkt, ver goldet noch einmal die Wipfel eine kleinen Gehölzes. Es schimmert orangengelb und dunkelgrün. Die schöngewachsenen Tannen werfen ihre schlanken Schatten aus den kalkigen Boden. Alles färbt sich gluthroth untei den goldigen Strahlen der untergeher. den Sonne." . . Werde ich schlafen können? . ." . . . Die Morgenrothe! Der frische Wind hat mich geweckt. Mich friert Ich leide . . . Meine Glieder sind von dem Liegen auf dem harten Boden ganz steif geworden. Gott sei dank. In fünf Minuten wird die Patrouille kommen und mich von meinen Qualen befreien. Meine Kameraden und mein Bursche werden sich in sckoner Unruhe befinden! ...." Wie ist eö nur möglich, daß sich die Patrouille so verspätet? Will man vielleicht so auf die Scheiben schießen, wie sie sind? Nein! Das ist unmöglich! Es wäre mein Tod! Nein, sie muß kommen. Ich höre ein Geräusch vom Wagen ... da sind sie . . . rechts . . ." . ! . Nein es ist keine Patrouille . . . Es wird auch keine kommen!" Die Scheiben sind übrigens iaUU loö, gewiß sind sie einige Minuten vor meinem Sturz ausgestellt worden. Daß ich das noch nicht bemerkt habe! Was nun? . . . . . Ich muß also liegen bleiben, ohne mich rühren zu können, unsichtbar hinter dieser Mauer aus Leinwand! Man wird mich schießen und mich treffen! Wenn ich mich nur ein wenig bewegen könnte, mich zeigen, schreien! ... Nein, eS ist unmöglich, mein Bein liegt unter der Stute. ... . . Alle mein? Bemühungen sind nutzlos. Ich kann mich nicht freimachen! Ich leide furchtbar. Was für ein Tod! Es ist nicht ausluden, ken! Sollte der schöne SonnenUntergang von gestern der letzte, gewesen sein, den mein Auge geschaut.? . . ." ... Jetzt sehe ich einen Reiter! Jetzt zwei drei ... Es ist ein Hauptmann der Hauptmann der Batterie, die heute Schießübung zu machen hat. Diese Silhouette sollte ich doch kennen! .. . Gewiß, es ist von Balles ... Mein bester Freund! ... Durch Dich muß ich sterben!... Welch ein Schicksal! ..." Ich habe gerufen. Man hat nicht hören können. . ." von Balles läßt die Geschütze auffahren . . . Werde ich den Muth haben, ruhig zu bleiben? Werde ich bis zum letzten Augenblick schreiben können, um aufzuzeichnen, was mein Herz bedrückt? Ich möchte es? Ja. Das wird daö beste sein. Ich will ruhig sterben, muthig wie ein echter Soldat, als fiele ich in der Schlacht angesichts einer ganzen Armee." . . - Jetzt fahren die Geschütze auf. Sie stehen in Front! Ihr schwarzer Schlund ist auf mich gerichtet . . . Geladen, schußbereit! Der Hauptmann commandirt: Feuer!" Der erste Schuß geht los; die Distanz war zu weit bemessen . . ." Dann entladet sich das zweite Ge schütz. Der Schuß traf zu kurz . . . In wenigen Minuten wird die Entfernung genau bemessen sein . . . und der Schuß wird treffen . . ." Oh! ... Der Tod! ... Er scheint mir bitter! . . . Mein Leben war so schön ... so reich! ... Ich sehe meine Kindheit vor mir ., . . meine arme Mutter . . . meine geliebte Frau und meine reizenden Kinderchen, so hübsch und sein . . . Morgen werden sie um den Vater trauern! ... Die Kriegsschule . . . mein Regiment, meine Frau, meine Lieblinge! . . ." Jetzt ist's zu Ende, die Schußweite ist genau bemessen. Ich werde sterben . . . beim nächsten Schuß . . . ek ist keine Rettung . . . ' .... Gott! ... Ach! ... DaS Beten habe ich verlernt und doch drängt es sich mir auf die Lippen, daS schöne Gebet: Vater unser, der Du bist im Himmel . . ." Jetzt verstand ich mit einem Mal, warum die Augen meines Onkels mit starrem Ausdruck auf dem Granatstück haften blieben und sich verschleierten. . . Es war der Schmerz, der ihm von der Seele in'S Auge stieg . . .
Unior der Fuhrleute. Eine vorläufige Union einer Anzahl Fuhrleute der Stadt ist organifirt worden und in den nächsten Tagen wird von der Brüderschaft der Fuhrleute ein Charter verlangt werden.
Die beste 5 Cent Cigarre in
der Stadt, Mucho'S Lbngfellow".
nrneitund Dtiytunq.
Von dem Kriegsschauplatze sowie aus den Hauptstädten Europas sind in der letzten Wpch: uns viele Nachrichten zugegangen, welche sich mit den Kämpfen in Ost'fan, sowie mit der finan' ziellen Lage Ruhlands und Japans beschäftigten. Wenn man die Spreu von dem Weizen sonderte, so blieb von letzterem nicht viel übrig. Namentlich die Berichte aus London waren zwar umfang.eich. aber inbaltleer und' ljS sie meldeten, erwies sich bei näherer Prlifung als durchaus unwahr. Die biedern enc.lischen Zeitungserausgeber, welche jeit Jahren im Auftischen von Unwahchci ten und Hetzereien (namentlich auch g:gen Deutschland) das Menjchenmögtiche leisteten, suchen jetzt i nmung gegen Rußland zu machen. In engli schen Spezial Kabeldepeschen vom Kriegsschauplatze, die aber fast ausnahmlos in London hergestellt werden, wurden die anfänglichen Erfolge rer Japaner aufgebauscht und neue Siege" einfach erfunden. Zweck dieser ungeheuerlichcn Lügen der Londoner Presse ist natürlich die Herabsetzung und Schädigung des Erbfeindes" Rußland. Wir erinnern nur an die Uebertrci bungen der Erfolge, welche der erste japantsche Angriff auf Port Arthur hatte. an die Menge der russischen Kriegsschiffe, die in denGrund gebohrt" wurden, an die angebliche Niedermetzelung von 2500 Russen am Yalu-?slusse, an blc Behauptung, daß Port Arthur um diese Zeit von den Japanern erobert sein würde, an die Meldung, daß die Brücken der ostsibirischen Bahn von Japanern in die Luft gesprengt wurden und an zahlreiche andere Lügen. D meisten englischen Zeitungen in den Vereinigten Staaten, selbst solche, welche den russischen Waffen Erfolg wünschen, ließen sich die britischen Lügenberichte aufschwindeln, obgleich schon eine Woche nach dem Beginn des Krieges jeder Urthellsfähige erkennen muhte, daß alle von London kommnde Berichte über die Vorgänge in Ostasien in England böswillig erfunden. odr von Korrespondenten erlogen waren. Denn bis jetzt hat sich noch kei ne dieser Spezial-Kabeldepeschen" als wahr erwiesen. Neben den Ausschneidersien über japanische Siege und russische Niederlagen beschäftigen sich die edeln Briten vor Allem damit, den finanziellen Kredit der Russen zu schädigen. Wir wollen unö nicht damit aufhalt?n. diese Räubergeschichten der Londoner Presse aufzuzählen. In Wirklichkeit ist. wie Jedermann weiß. Rußland zwar lang? nicht so kapitalkräftig wie die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland; aber doch viel stärker, als Japan. Letzteres hat aus Geldmangel (wie wir schon voraussagten) seine Zuflucht zur Ausgabe ungedeckten Papiergeldes genommen. In Korea bezahlen die Japaner nur mit solchen Zetteln und so weit das Heer und die Mannschaften der Flotte überhaupt Geld bekommen, werdcn sie jedenfalls auch nur solche Papierzettel erhalten. Allerdings behaupten die Japaner mit der ihnen eigenen Verlogenheit, daß sie dieses Papiergeld mit Gold einlösen; aber das ist eitel Unsinn. Japan hat an Goldmllnzen nur 63. schreibe dreiundsechszig. Cents per Kopf der Bevölkerung in Umlauf und es ist deskalb ganz auher Stande, sein jetzt massenhaft zur Ausgabe gelangendes Papiergeld mit Gold einzulösen. Daß eS schon in den ersten Wochen deö Krieges zu dem verzweifeltenMittel greift, zur Zeit uneinlosbares Papiergeld auszugeben, ist ein offenkundiger Beweis für seine verzweifelte Finanzläge. Diese Zettel müssen, wie die Erfahrunen anderer Länder lehren, schnell im Werthe fallen und ihre Kaufkraft wird sich entsprechend vermindern. Davon sagt aber die britische Lügenpresse nichts. Sie versucht es nur. die Finanzlage Ruhlanos als ganz schleckt darzustellen, um dem Zarenreiche die Aufnahme einer etwa nöthig werdenden Anleihe zu erschweren. Wenn die Engländer in der That von einem endlichen Siege der japanischenWaffen überzeugt sind, weshalb haben sie den Asiaten keine Anleihe b?willigt. als dieselben un-. längst in London einen Pump anlegen" wollten und weshalb kommen si? dem Mikado nicht jetzt mit wenigstens hundert Millionen Dollar in Gold zu Hülfe? Die Erklärung ist. daß ein Engländer ein Engländer veibt und wenn er bis zur Mittagsstunde jchlä.t." DaS Lügen gegen Rußland, das Erfinden japanischer Siegesnachrichten kostet nichts und damit sind die Londoner deshalb schnell bei der Hand. Wenn es sich aber darum handelt, einem armen Lande wie Japan mit einer größeren Summe beizustehen: dann ist der biedere John Bull nicht zu sprechen. Die Japaner wetteifern übrigens in Siegesnachrichten mit den Londoner Leitungen. Was sie im Lügen vor Ausbruch dei Krieges noch nicht wußten, haben sie seitdem von der Presse Eng land'S gelernt. Sie melden nur glänzende Erfolge und sie haben bisher nicht die geringste Besckädigung ihrer Flott: durch die Russen Zugegeben. Daaegen muß zugestanden werden, daß die aus St. Petersburg kommen, den Berichte sich bis jetzt als glaubwürdig erwiesen haben. Es wurde die schwere Beschädigung mehrerer vor Port Arthur liegenden russischen Vanzerschlffe zugestanden; eben so die Zerstörung etlicher anderer KriegSfahr-ima.
Herkunft der Kaiser ttovea.
Die Koreaner erzählen von dem Ursprung der Dynastie ihrer Herrscher folgende Legende: Die Favoritin deö Königs einer Provinz im Norden Chi. naö ging am Ufer eines Flusses spazieren. Da bemerkte sie plötzlich einen dicken Nebel, der bald die Form eines EiS annahm, und auö diesem Ei sah sie ein Kind herauskommen. daS sie dem König, ihrem Herrn, brachte. Der wüthende ,önig aber warf daS armKind den Schweinen zum Fraß hin; diese pflegten es jedoch sorgfältig und gaben ihm zu essen, statt es zu verschlingen. Als der König das sah. war er erstaunt und ließ das Kind in den Palast bringen und nannte eö Licht deö Ostens Der Knabe wuchs heran und wurde ein tüchtiger Schütze; aber seinen unbeständigen Beschützer packte bald die Eifersucht, und er verjagte ihn. Der Flüchtling kam an den Aalufluß; nachdem er einen Pfeil in'S Wasser ge worfen hatte, tauchten die Fische sofort zu Tausenden auf und bildeten mit ihrem Körper eine Brücke, die er überschreiten konnte, so daß er an's andere Ufer gelangte. Dort fand daö Licht deS Ostens" ein liebenswürdiges Volk, daö ihn zum König wählte. Durch die Trockenlegung des Zuydersees in Holland snll dem Meere Land zur Ansiedlung von 3.000.000 Menschen entrtssen werden. Die Trockenlegung soll ein 25 Meilen langer Deich ermöglichen, der $76,000,. 000 kosten wird. Das gewaltige Werk soll in 33 Jahren vollendet sein. Aus der leichten Absorbirbarkeit deö Kaliö er gibt sich, daß man die Düngung mit Kalisalzen so früh wie möglich vornehmen soll, im frühesten Frühjahre, oder besser noch im Herbste, und daß man das Salz tief unterpflügen soll. n v e m 1 e l b e'n 2fTa ß e, 1 o wird aus Minnesota berichtet wie die Kälte den Kohlenvorrath verringert. hat sie auch den Vorrath an Milch verringert, was die verdächtige blaue Farbe dieses Getränks in den KostHäusern erklären mag. Den Angaben des staatlichen Nahrungsmittel - Commissärs zufolge hat die Lieferung von Milch in den Molkereien deö Staate infolae des anhaltend kalten Wetters um 25 Prozent abgenommen. ES steht sogar zu befürchten, daß die Kühe im Frühjahr nicht den gewöhnlichen Betrag an Milch liefern werden, und steht nkfo auch im Sommer ein Milchmanoel in Aussicht. Aus dem südlichen Theil des Staates wird ebenfalline große Abnahme der Milchlieferung berichtet, und sollen einige Molkereien beabsichtigen, wegen Mangels den Betrieb temvorär aufzugeben. Dieser Vericbt ist aber sehr ttiahrscheinlich etpas übertrieben, da viele Molkereien oft während der kältesten Wochen zuscblienen. t m Deö Bischof's Hund vergiftet. Einer der zwei werthvollen Hunde des Bischofs Francis, ist den Schurken zum Opfer gefallen, welche in der letz ten Zeit in hiesiger Stadt eine Anzahl Hunde vergiftet haben. Der Hund hatte auf dem Seitenweg an der New Jersey Str., zwischen 16. und 17. Str., ein Stück Fleisch gefunden und war bald nach dem Genusse desselben verendet. Daö Fleisch war vergiftet gewesen. m Jndiana's Kunft in St Lonis Die ffunft-Jury", welche mit der Auswahl der Gemälde iJndianaer Künstler und Künstlerinnen für die St. Louiser Weltausstellung beschäftigt ist und auS den Herren I. Otis Adams, T. C. Steele, Wm. Forsyth, I. E. Bundy. Otto Stark und R. B. Gruelle zusammengesetzt ist, hatte bis gestern 31 solcher Bilder, theil Oelgemälde, theils Aquarelle, auserlesen und ließ dieselben durch Acil Alexander.Secretär der WeltauSftellungS-kommis-fton für 83270 versichern. Der Gesammtwerth der 31 Bilder wird auf SI 0.000 geschützt. Binnen Wochenfrift hofft die Jury noch mehr solcher Kunstwerke auserlesen zu haben. Mt. Jackson - Sanatorium verkaust. Jerry Hall hat das Mount JacksonSanatorium an John Lauler verkauft. Der Käufer wird dasselbe vergrößern und mit vielen weiteren Accommodationen versehen lassen.
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