Indiana Tribüne, Volume 27, Number 165, Indianapolis, Marion County, 4 March 1904 — Page 5
Kleine Stadtnachrichten.
E i n unbekannter Wohl thätet hat der Day Nursery Aff'n. ein Piano zum Geschenk gemacht. In der Lieder'schen Kunft.Gallerie hat Walter ilman Page aus Boston, ein bekannter Maler von Portrait und hiftorischen Bildern, sechs seiner letzten Portrait ausgestellt, darunter zwei, die er hier angefertigt hat, nämlich eine von Frau John W. Holtzman. der Gemahlin unsere Mayor, und eine von BundeSrichter A. B. Anderson. Die Gemälde bleiben bis zum 15. März auögeftellt. Der P a x ! 0 r Club" hat beschlossen, der drohenden Schließung de Katherine.Heime für Greisinnen" vorzubeugen und oahin zu arbeiten, daß alle Club in der Stadt einen Pro centsatz ihrer jährlichen Einkünfte der wohlthätigen Anstalt doniren, deren Finanzen jetzt erschöpft sind. Der Club hat Frau W. R. Rexford, Vorsitzende. Frau Edgar A Bromn und Frau Geo. F. Batz al Comite ernannt, um mit den Leiterinnen de Heime über wei tere Pläne zu berathen.
Ein Rift im Eis.
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Polizeiliches. Der gestrige Tag in der Polizei Station war einer der ruhigsten feit langer Zeit. Von 9 Uhr Vormittags bi Mitternacht waren nur sechs bedeutende Verhaftungen vorgenommen worden. Die Polizisten Morgan und Samuel wurden gegen 5.30 Nachmittag nach der Belmont Str. und Big Four Bahn. Geleisen gerufen, woselbst mehrere Tramps sich ein Vergnügen eigener Art bereiteten, indem sie einige Tele graphenpfähle in Brand steckten. Als die Polizisten erschienen, waren die Burschen verschwunden ; daS Feuer wurde von den Beamten rasch gelöscht. Der Marschall Greenwood langte um Miternacht auS Southport mit den bei den farbigen Farmern JameS Reynolds und LeSley Ewing hier an und ließ sie in der Polizeiftation unter der Anklage der böswilligen Sachbeschädigung und Trunkenheit einsperren. Sie hatten die Bewohner von South. Port durch ihre Streiche förmlich terro risirt und u. A. auch eine Anzahl Fen fterscheiben. darunter auch die der Bahnstation eingeworfen. Die letzte Ehren.
Im Trauerhause an der Nord Meri dian Str. fand gestern Nachmittag un ter Leitung von Rev. I. Cumming Smith eine entsprechende. eindruckS. volle Trauerfeier für Col. Charles Kahlo statt, der sich wie berichtet in de? Montag Nacht in Knoxville. Ten.. in einem SchwermuthS-Anfalle das Le den genommen hatte. Die Leiche wurde alSdann zum Bahnhofe geleitet, um nach LoganSport geschafft zu wer den, wo heute Morgen die Beisetzung stattfindet. Die Hren-Bahrtuchträger waren Gouv. W. T. Durbin, Gen. Geo. F. McGinniS, JameS Whitcomb Riley, Adj..Gen. Jnhn R. Ward. John E. Cleland. Capt. W. W. Dougherty. D M. Parry und E. P. Hendrickson, während folgende Herren als active Bahrtuchträger fungirten : Cha. W. Miller. Charles L. Vieler, W. W. Richardson, E. I. Robison. Charles Mayer. Dr. George E. Hunt. Dr. 'Frank Foxworthy und Samuel D. Miller.
Die Gefahr ist vorüber. Fort W a y n e. Das Eis im St. Joe Flusse nördlich von der Lake, stde Brücke ist gebrachen und der Strom nimmt wieder sein natürliches Bett, ein. Diese erfreuliche Nachricht beruhigte vorgestern Abend die angst, liehen Bewohner von Lakeside. Man hatte gefürchtet, daß im Falle eine starken Regen Lakestde unzweifelhaft unter Waffer gesetzt werden würde. Der Regen kam, jedoch brachte er Ret tung anstatt Verderben. Mehr al eine Stunde lang regnete e in Strü men. Die hatte in doppelter Be. ziehung einen günstigen Einfluß. Der warme Regen machte da Ei porös und hob die Eisschollen, welche in dem Flußbette festsaßen, in die Hähe. Um 9 Uhr Abend lösten sich die ersten Schollen lo und bald setzte sich die ganze CiSmaffe in Bewegung. In ungefähr einer Stunde war der Fluh oderhalb de? Brücke völlig frei von t. Da der Maumee Fluß breit ist, so ftoffen die Eimagen ungehindert den Stron hinab.
NoveUette von Max Thtelert. In meine: Heimath, gnädige Frau, sind jetzt die Seen und Fluhläufe ver-
eist. Weiße flimmernde Kristalle Ö aen wie blocken aus den meit?n Min
- j - - i - - kenden Flachen, durch die man hinunter bis zum Grund zu blicken vermeint, und der schneidenve tztahl der Schlittschuhe dringt wie widerstrebend in das Ei ein, auf dem keine andere Spur als die des kecken Fahrers zu fthen ist. Das Knirschen und Knistern hallt aus der Ferne dumpf und rollend wieder, und die Einsamkeit des klaren blauen Winterhimmels, des Eises und deö trockenen Schilfes, da der Wanderer vorsichtig durchfährt, und der herllber hängenden Weiden vor dem Wald unterbricht nur ein Raubvogel- oder Krähenschrei oder Krachen des berstenden Eises, wenn es sich auf das Wasser senkt. Es ist eine grenzenlose Einsamseit, in die der eilende Fuß hineingleitet, die den beschwingten Wanderer auf einmal zu rasten zwingt, während er in die Todesstille nach einem vefreundeten Laut hinauslauscht. Aber jede Regung des Lebens liegt gefesselt; wie ein großes unbekanntes Land, fremd und schön und fruchtbar liegen die Fluren und Fluthen der Heimath, die dem Wanderer so vertraut dünkten in seinen Träumen. Und mich packt eö wieder, gnädige Frau, wie einst. Ich möchte mich einmal wieder. groß und frei über den Wassern der Heimath fühlen. Geben Sie Ihrem Gesängenen Urlaub. Herrin, dem seine alte Poetenfreiheit, zu bleiben und zu gehen. unter Ihren Augen zerrann." Wann hätte ich Sie gehalten. Herzbruch? Gehen Sie doch. wenn Sie können. Aber mir ist da ein Gedanke aufgestiegen. Ich habe da oben an diesen wildcn Seen eine Freundin aus meiner Pensionszeit, der ich längst einen Besuch schuldig bin. und ich nehme soviel Antheil an Jbnen. Sie hartnäckiger Mensch, um Ihr Paradies kennen lernen zu wollen. Meine Freundin heißt Ilse, denken Sie. Herr Doktor. gerade wie das Mädchen, dem Sie Ihre ersten Lieder gewidmet haben, und ich werde mir mit großem Genuß erzählen lassen, wie thöricht Sie schon als Primaner und junger Student gewesen sind. Ihr Mann ist so ein brummiger Gutsbesitzer, den sie aus Verzweiflung nahm, weil ein gewisser Doktor und Poet nothwendigerweise in tausend andere schöne' Frauenauqen blicken mußte. Reisen Sie glücklich. mein Lieber!" Das leise Lacken der araziösen Frau verklang hinter der Portiere. Aber der Doktor beqab sich eilends nach Hause, um sich ein Kostüm zusammenzustellen. wie es weite ffisfahrten erfordern, knapp und nickt allzu warm, und besondere Sorgfalt auf den guten Sft der Schuhe verwendend, in deren backen Stablvlatten zu sicherer Befestigung der Stahlschneiden einoelassen waren. jfil dem weiten, dicken Pel? und mit der ledernen, faltenreichen Tasche, die er noch von seinem Vater ererbt hatte, stapfte er zum Bahnbof, von wo ihn in wenigen Minuten der Zug nach Nordosten entführte. In einem Wirthsbaus. das just an der anderen Seite der Seenkette lag, wie der Gutöhof von Ilses Gatten, hatte sich der Doktor eingemietet. Und jeden Morgen, wenn er sich die blanken Skahlschneiden unter die Füße legte und hinausflog über die schimmernden Flächen, überlegte er, ob er nicht den schmalen Spalt des fließenden Wassers am Ende des großen See überspringen und hinüberfahren sollte. Der Sprung zwar erwies sich bei näherer Besichtigung als ziemlich erheblich, da daS Eis auf beiden Seiten etwa einen halben Meter zu schwach war, um einen Menschen zu tragen, aber Klaudius Herzbruch hatte in seiner Jugend breitere Spalte übersprungen. Ihn lielt die Anwesenheit jener Frau dort drüben zurück, die ihn in fast unlösbare Fesseln geschlagen hatte und um die zu werben ihm der Eigensinn einer Jugendliebe und eines Jugendideals vom Weibe verbot. Wie er nun eines Tages in weiten, wuchtigen Linien aus den Spalt zu heranstob, wobei er mit kühler Sicherheit Eislöcher und Risse vermied, bemerkte er drüben ein junges, große? und schlanke Mädchen von blühenden Formen, wie sie fast nur die Gesundheit und Kraft dieses Landes gibt. Sie bohrte den Hacken ihres Schlittschuh in das Eis und betrachtete den heransausenden Doktor wie eine NaturMerkwürdigkeit dieserEinsamkeit. Aber ohne auch nur einen Moment an Geschwindigieit nachzulassen, hob sich Klaudiu Herzbruch einen halben Meter vor dem Riß auf die Spiden und setzte hinüber. Während er nun drüben eine Weile fortschoß und dann wendete. grüßte er da junge Mädchen ernst und nachdenklich. Ilse und doch nicht Ilse.- sagte er dann langsam, al er neben ihr ftand. Aber sie hatte txnt Schwester, Gerda wäre e rnöglidfe DaS junge Mädchen nickte, während sie unter dem prüfenden Blick unwillkllrlich die blauen, strahlenden Augen niederschlug und erröthete. Merkwürdig", fuhr der Doktor ta demselben nachdenklichen Tone fort, daß kleine Schwestern immer noch rje.'j . . . .
icyoner merven rönnen. Bitte eme ganz allgemeine Betrachtung, 8räu
lein crbr. VLx'Jttm so kübne Scklitt
schrhläufein? Wie weit ist es noch bis Lugaus?Ueber eine Stunde? ES gehört soviel dazu, um die Einsamkeit zu ertragen. Muth, ein freies Herz und freie Gedanken. Darf ich Sie zurückbringen. Gerda?" wa junge Maocyen gav tnrn scyweigend die Hand. Frau von Höxter ist bei uns. Sie hat uns erzählt, daß Sie hier irgendwo in der Nähe herumstreiften." Dann komme ich nicht mit", rief dir Doktor plötzlich, wie in ausbrtchendem Zorn. Woher nimmt diese Frau das Recht" Er hielt inne. Sie müssen eS wohl gegeben haben", sagte Gerda einfach. Klaudius Herzbruch fah sie an. Vielleicht. Man ist stets ein Thor, wenn man die erste große Liebe feines Lebens versäumt hat. Alle Surrogate schmecken bitter. Ich kann nur Frauen lieben wie Jls- und ". Er biß sich auf die Lippen. Sie hat nicht gewollt, oder wir haben uns vergcssen. Sehen Sie mich nicht so erstaunt an, ich erzähle keine Märchen, Gerda, das Leben ist ganz anders, als Sie es sich träumen lassen, nicht so hoch, aber viel erbärmlicher, man lebt dahin und vergißt, auch sich selber vergißt man, und wenn man aufwacht und sich besinnt, ist man alt und grau und ein Thor, der einmal in seiner Jugend geträumt hat." Ich könnte nicht vergessen," sagte Gerda langsam und ernsthaft. Wollen wir nicht die Arme kreuzen? Sie fahren zu schnell, ich muß Sie zurückhalten. Was soll ich zu Hause melden?" Sagen Sie, e wäre ein Riß in dem Eis meiner Seele und niemand könnte zu mir hinllberfprinqen. Werden Sie morgen wieder dort sein? Wenn der Bach dann noch weiter zugefroren ist. versuchen Sie einmal in mein Reich hinüberzugelangen. Es tjt vier- und fünfmal so groß wie daS hier und meilenweit spiegelglatt. Freilich auch gefährlicher. Die Strömungen zwischen den Seen haben HohleiS und offene Stellen gelassen, man muß aufmerksam und entschlossen fahren. Aber Sie können das. Gerdo. Und wir fliegen dann über Raum und Zeit immer weiter und weiter, als ob es nie ein Ende gäbe. Vielleicht holen wir ein Stück verlorener Freiheit der Jugend ein. Wollen Sie?" Das Ja" des jungen Mädchens klang kurz und leise, aber unwiderruflich. Und gleich darauf sprach es weiter. wie um eine tiefe Verlegenheit zu verbergen: Soll ich überhaupt sagen. daß ich Sie getroffen habe? Rein?! Dann müssen Sie hier umkehren, hinter der Schilfinsel ist der See frei. Fahren Sie vorsichtig und glücklich! Und nun lassen Sie meine Hände lo. Herr Doktor. Sie können mich doch nicht mitnehmen." Nein", meinte Klaudius. diese? ginge nicht." Und dabei fah er dem Mädchen in die Augen. Aber ich erinnere mich an einen schönen Brauch. Als ich noch bei Ihnen Hauslehrer war und Sie elf oder zwölf Jahre, küßte ich Sie zum Abschied auf die Stirn." Nur zweimal! Wie kann man da von einem Brauch reden!? Und überHaupt bin ich kein Kind mehr!" Nichtsdestoweniger", sagte der Doktor mit unveränderter und ernsthafter Miene, war dieser Brauch schön. Man muß diese Erinnerungen Pflegen, was bleibt denn sonst von dem Leben? Einmal, Gerda, Sie wurden nämlich so glühend roth, dabei, das möchte ich gern wiedersehen." Gut, einmal". Das junge Mädchen machte sich frei und flog davon. Wie ein Vogel schien sie über die blanke Fläche zu schweben, während die schlanke Gestalt sich hin- und herwiegte. Klirrend und klingend stob Klaubiuiä Herzbruch nach Hause. Einmal wartete der Doktor über drei Stunden. Sie hätte mit Frau von Höxter fahren müssen, erklärte Gerda, und erst spät koskommen können. Bleiben Sie drüben." rief sie. ich will versuchen, ob ich über diese schmale Eisbrücke fahren kann. E geht sicher, mich trägt sie schon - Aber Klaudiuö war auf der Hut. In demselben Moment, als die schlanken Füße des Mädchens über den Steg glitten und in dem blätternden Eis de? Oberfläche stecken zu bleiben drohten, faßte er blitzschnell ihre Hand und zog sie hinüber. Nachdem er sie dann freigelassen hatte, starrte er tiefsinnig aus diese Brücke und das fliehende Wasser darunter. ..S hält schon noch für den Rück' weg", meinte Gerda leicht. UnterdeS friert noch immer mehr an. Wollen Sie mieb nickt haben? Sie sollen mich nicht umfassen! Nun zeigen Sie mir Ihr Reich!" Schön-, sagte der Doktor. Spielen wir mit dem Verderben! ES geht ja um eine der schönsten Frauen diese Landes. Ich wäre der letzte, der e nicht wagte. Und morgen muß ich zurück, e ist noch ein Nachmittag mit Ihnen, Gerda, dann ist wieder ein Traum zu Ende. Und zum Schluß, nachdem ich dieses stolze Mädchen ausdie Stirn geküßt habe, darf ich e nicht einmal anrühren. Vale carlf mma. Bitte, sagen Sie ein. Sind Sie jemals mit Frau von Hörte? so gelaufen. den Arm um sie gefaßt?" .Nein.- . A
Dann dürfen Sie mit mir so fahren. Geben Sie Ihre Hand. so. ganz seicht, nun gleiten wir 'n die Ewigkeit. Aber Ihr Reich ist schön. wie im tiefen Frieden, wie die Seligkeit." Als die beiden aus ihrem Traum erwachten, brach die frühe Winterdämmerung herein. Wie KlaudiuS vorsichtig die Eisbrücke am Spalt untersuchte. brach sie zusammen. Es war wunderbar. daß sie das erste Mal gehalten hatte. Der Doktor lachte grimmig; ich haoe lyr nie getraut", sagte er, was nun? Zurück können wir beide nicht mehr, wir jagen in der Dunkelheit im ter das Eis. Bleibt der Sprung. wenn wir es nicht vorziehen, hier in der Nacht zu erfrieren oder im Umherirren doch noch in ein Loch zu gerathen bei der teuflischen Dunkelheit. Di: Seite drüben ist sicher. Gerda, mein Lieb, willst du den Sprung wagen? Ja? Du mußt also dein Kleid schürzen. Kind, wenn es nicht überhaupt besser ist, die Untergewänder abzulegen. Geht nicht? Also mit Reform ins Wasser. Noch höher, Gerda, ich sehe gar nicht hin. du brauchst nicht so roth zu werden. Hindert dich nichts mehr? Gut, nun merke auf: Wir nehmen zusammen Anlauf, genau auf den gebrochenen Eissteg zu. Kurz vor her lasse ich dich los, und du springst. Ich komme dicht hinter dir, keine Furcht, Gerda, du bist doch ein so tapfeies Mädchen. Nun den legten Kuß, sieh doch, so sehr liebst du mich, stolzes Kind, wer hätte das gedacht? Nun weiß ich auch, wa? mir in der Seele gebrannt hat. alö etwas Fernes und Unbegreifliches: Als ich dich, kleines Mädchen, damals zum Abschied auf die Stirn küßte, botest du mir den jungen Mund. Und du hast mich festgehalten, bis ich alt wurde und beinahe verloren war. .Und nun, eö wird dunkler, zum Anlauf! Fest anfahren, Gerda, wir springen um den Tod! Ruhig, eins, zwei! Eins zwei! Aus fah ren! Los! Der Ansatz des jungen Mädchen war gut und sicher. Aber die Schwungkraft reichte nicht aus. sie wäre durch das Randeis gebrochen, wenn sie gelandet wäre. Dicht hinter ihr aber sprang Klaudius Herzbruch, wie in den stolzen Tagen seiner Studentenzeit, hinüber und noch ein Stück über das Ziel, jetzt wie ein Löwe hinter feineBeute. Und noch ehe Gerda das Eis berührte, hatte er sie mit.gerissen. ! Drüben fielen beide in die Knie und schössen gleitend eine Strecke über die Fläche hin. ' ..Sehr niedlich, das Rutschen", aneinte der Doktor ironisch, während
i sie sich dabei, umsah und hinter ihnen
,das Wasser mtt klmgendem Gurgeln sich an den Kanten des Eises stieß, ..indessen kommen wir so nicht zu Hause. Gerda. Liebling, willst du nicht mit meiner Hilfe den Versuch machen, aufzustehen? Laß daS Kleid, ich sehe nur dein erschrockenes Gesicht. Du scheinst nock ganz verwundert über deinen Muth. Auch noch den uß verstaucht? Nicht erheblich, meinst du. und du willst nicht den Schuh ausziehen? Glänzend, ich meine für mich; dann darf ich dich auch noch nach Haufe tragen. So. nun schlinge deine Arme um mich. fest, ganz fest, und ruhe auS von Todesangst und Liebe. Kurz vorher will ich dir noch erzählen, was ich bei euch thun werde. Deiner Schwester werde ich die Hand küssen, lange und sehr ernst, und du wirst mich dabei ansehen. Dann werde ich daö auch vergessen haben. Dein Schloager wird mich mit biederem Druck willkommen heißen und wird ein mächtiges Hallo über den wiedergefundenen Jagdkameraden anstimmen. Frau von Höxter, die etwas von uns beiden ahnt, wie du sagst, wird eine Zeitlang über den Abtrünnigen spotten und dann vielleicht au Aerger den dickenEommerzienrath oder den langen Baron erhören. Und du wirst mit deinen schlanken Fingern die letzten Falten eines alten Leides auS meiner Seele glätten. Ganz werden sie freilich nie mehr schwinden
Robert mmett's Geburtstag.
Unsere irischen Mitbürger begingen am Donnergag Abend das 126. IahreSfeft der Geburt ihre Landes Patrioten Robert Emmett. Die Feier fand in Morrison'S Halle statt und war sehr zahlreich besucht. Der Festredner war M. O'Eonnor.
Ans de anitarinm enlftohen.
I. E. Martin, ein Insasse von Dr. 30. B. Fletcher'S Sanitarium ist, während er im Gymnasium Uebungen vornahm, entflohen. Er ist 24 Jahre alt und in Lafayette zu Haufe.
5i) r e t it e antrauver. Banditen sprengten jüngsthin Nachts den Geldschrank der Bank von Ravia. I. T.. und erbeuteten $1700. Die Bitrger, die durch die Explosion ausgewckt wurden, griffen die Räuber an. allein diese erwiderten daö Feuer und rew?rkstelliaten ifcre luckt.
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