Indiana Tribüne, Volume 27, Number 164, Indianapolis, Marion County, 3 March 1904 — Page 7
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Pochen an das Kasernenthor. Stille 'ringsum. Nur das eintönige tauschen des Regens durch die Winternacht, ab und zu ein Windstoß, der stöhnend iil er die finstere, menschenleere Gasse duhinfegt. Nun nähern sich von innen schwere, schlürfende Tritte. Werda?" Die Stimme des Postens klingt verschlafen. Passant! Tie schlürfenden Tritte entfernen sich wieder, nach der Wachtstube zu. wo der Unteroffizier mit dem Kasernenschlüssel in der Tasche schnarcht. Nach einiger Zeit kehren sie wieder. Das Schloß knarrt und schwerfällig öffnet sich das dicke Thor. Unteroffizier Rother von der siebenien Kompagnie, die deute die Wache stellt, blinzelt, den Helm schief auf dem Kopf, stumpfsinnig in die Nacht hinaus und fährt mit einem Ruck zusammen. als er einen Aorgesedten erkennt. Und noch dazu einen Leutnant der eigenen Kompagnie. Herr von Elcke hat mit ein paar andern jüngeren Offizieren seine DienstWohnung in der Kaserne. Der Leutnant tritt ein. Das Regenwasser trieft ihm von dem blinkenden Helm, es rieselt an dem Paletot herunter und tropft von den Spitzen des dunklen Schnurrbarts. Er gähnt. Na Sie sind's. Rother'. 'n bißchen rascher könnten Sie bei dem Hundewetter wohl aufmachen" 'Befehl, Herr Leutnant! ich wußte nicht, daß der Herr Leutnant war!"
--na, 's is gut! n Abend. Rother!" Guten Abend. Herr Leutnant!" Aus der Ecke des halbdunklen Thorgangs tönt dai Klatschen eines GeWehrs in breiten Handflächen. Dort steht der Posten und präsentirt. Der Leutnant winkt ihm ab. wirft einen zerstreuten Blick nach der Käsernenstube links, wo undeutliches Schnarchen ertönt und eine blakende Oellampe in kümmerlichem Scheine die abenteuerlich auf der Holzpritsche zusammengekrümmten Gestalten übergießt und schreitet dann zur Rechten des winddurchpfiffenen Gewölbes, langsam mit dem Säbel klirrend, die langen Treppen und Gänge hinauf zu seiner Wohnung. Kein Mensch ringsum, kein Laut! Nichts rührt sich von den zweitausend Menschenleben, denen der weitläufige Gbäudekomplex auf Jahre hinaus die Heimath bedeutet. Die langgestreckten Gänge lieaen öde da. in einem trüben Halbdunkel, das nur alle fünfzig oder hundert Schritt einmal durch den spärlichen Dunstkreis eines Flurlämpchens unterbrochen wird. Wo dieser Kreis hinreicht, da blin ken in seinem gelblichen Scheine einförmig die Läufe der Gewehre, die, eins neben dem andern, so weit das Auge reicht, längs der Wand in ihren Stützen stehen, neben jedem ein Papptäfelchen mit der Nummer und dem Namen des Inhabers. Auf der anderen Seite des Flurs sind die Fenster. Sie gehen nach den Kasernenhöfen zu. Eines von ihnen steht offen. Leutnant von Elcke lehnt sich daran und blickt hinaus in die Nacht. Wie aus weiter Ferne tönt durch das Regengeriesel noch der letzte Walzer an sein Ohr. In dem Dunkel draußen steigt noch etnmal der helle Ballsaal vor ihm auf, fegende Schleppen, silbernes Lachen, blanke Schultern, ein süßer Duft von Blumen und Parfüm, der ihn bis hierher in die schweigende Oede der Kaserne begleitet. Er versinkt in Träumen. Da schnarrt es aus dem Dunkel heraus. hoch oben von den Dächern her. alö ob sich ein alter Mann räuspern wollte. Die invalide Kasernen-Uhr rüstet sich zum Schlagen. Irgendwo, in der regcndurchrauschten Finsterniß, hebt es an, in mattem Klänge. Eins zwei drei vier fünf. Fünf Uhr Morgens! Da wird es mit dem Schlafen heute nichts mehr. Bis man sich mit kaltem Wasser Übergossen, sich umgezogen sl!i.i dienstfertig gerecht hat, ist es sechs Uhr vorbei, und um sieben beginnt die Rekruten-Jnstruktion. Der Leutnant schreitet mihmuthig den Gang entlang nach seinen Zim-
Jn den freien Hof hinaustretend, an die Lippen.
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mern.
Unterwegs bleibt er plötzlich stehen und stößt eine der Thüren auf. die zu den Stuben seiner Rekruten führen. Eine abscheuliche Lust dcingt ihm aus dem Raume entgegen, der still und dunkel da liegt. In dem spärlichen Licht, dai von dem Flur her eindringt, zeichnen sich undeutlich an den Wänden die Umrisse der Doppelspinde ab, da
vor, tmmer eines über einem andern. die schmalen, eisernen Bettstellen, wohl zwanzig oder mehr. In den Bettstellen schnarchende, regungslose Gestalten, in allen möglichen und unmöglichen Stellungen über den Strohsack hingeflegelt. Da und dort starrt ein riesiger Fuß oder ein halberyovener Arm in die iQotjt. vcccjt an der Tßüre hängt schaukelnd ein muskulöses Bein aus einem der oberen Betten herunter. Wo es hin gehört, kann man nicht erkennen, da der Lichtstreifen hier jäh abschneidet. Der Mann darunter ist wach und blinzelt aus blöden Augen zu dem Leutnant herauf. Auch sonst regt es sich da und dort. Ein schweres Seufzen wird im Hintergründe hörbar. Elcke schließt die Thüre. Er ist froh, als er wieder in der kühlen Nachtlut des Ganges steht. Welch ein lächerlicher Kontrast. Diese finsteren Räume mit ihren un geschlachten Bewohnern, ihrer erstickenden Luft. Und vor einer Viertelstunde noch der lichtüberfluthete Ballsaal. die träumerischen Klänge des Wiener Walzers. und. nach diesen Klängen in seinen Armen sich wiegend, ein süßes, unbestimmtes Etwas, eine Wolke von duftigem Tüll, ein Gewirr von krausen. blonden Locken, das sich an seine Schulter lehnte, ein großes blaues Augenpaar, das sehnsüchtig und bang zu ihm
emporsah. Nun war der bunte Traum verflogen. Die Wirklichkeit umgab ihn wieder, die öde Wirklichkeit. Kasernenluft und Nacht und Regen. Ein Hundeleben!" murmelte er ingrimmig vor sich hin. während er seine Thüre aufschloß und in das kalte Zimmer trat. Dort setzte er sich am Fenster hin. in Waffenrock und Epaulettes, wie er war, und starrte gedankenlos auf die dunkle Gasse. Vom Tisch her übergoß das flackernde Licht der Kerze sein Gesicht. Keine regelmäßigen Züge, noch weni ger ein geistreicher Ausdruck in ihnen. Nein, ein mageres, scharfgeschnittencs Antlitz, schmale encraische Lippen, über der Hakennase ein Paar scharf spähende Augen, im Ganzen ein Urbild jenes Raubvogeltypus. den manche Geschlechter des märkischen Uradels bis in die Gegenwart bewahrt haben. Derlei Köpfe imponiren den Frauen. Sie zeugen Den Kraf. Wie elegant hatte er heute wieder vorgetanzt auf dem großen Regimentsball, den er mit Alix Dahlem. der Tochter des Kommandeurs, eröffnet hatte, und wie sicher klappten unter seinem Kommando Quadrille und Menuett. Die Damenwelt hatte sich denn auch dankbar erwiesen. Ein wildes Gewirr von Kotillonorden bedeckte die linke Seite seines Waffenrockes. Aber der Leutnant schien nicht ge-
sonnen, die Trophäen nach altem Brauche unter dem Spiegel fernes Wohnzimmers an die Wand zu nageln. Er streifte sie sich ungeduldig und halb mechanisch ab und warf sie von sich, auf das Fenstersims, auf den Fußboden, wohin es traf während er in die Nacht hinausspähte. Dort draußen hatten sich mehrere Fenster erhellt, in dem finsteren alten Gebäude, das die andere Seite der Gasse einnahm. Das war die Dienstwohnung des Regiments-Kommandeurs. eine DienstWohnung von beinahe beängstigendem Umfang. Der verwittwete alte Graf Dahlem. der mit seiner Tochter da hauste, ließ keinahe die Hälfte der Räume leer und unbenutzt. Da war nun Licht. Man kehrte vom Balle heim. Das Licht ging durch verschiedene Gemächer. Es verschwand im Erdgeschoß nach dem Hofe zu. wo sich der Pferdestall befand, es kam zurück und hielt sich dann für kurze Zeit in dem Erkerzimmer. Die weißen Vorhänge waren dort herabgelassen. Einen Augenblick zeichneten sich auf ihnen zwei Silhouetten ab. die Iigur deö alten hageren Grafen und neben ihm ein zierlich-r Kopf auf leichtgebogenem Nacken, eine schlanke, hochaufgeschossene Gestalt, die mit koketter Schulterbeweung die Arme von sich ab zu Boden streckte, als wissest: sich vor Müdigkeit nicht mehr zu faen. Dann wurde es plötzlich finster. Man ging nach hinten, in die Schlafräume. Elcke blickte noch eine Zeitlang durch das dunkle Fenster, an das der Wind von Zeit zu Zeit klatschende Regengüsse warf. Dann sank sein Kopf vornüber.
Er schlief ein.
Es war nahe an sechs Uhr. Unten in der Wölbung des Kasernenthors ließ Unteroffizier Rother die Wachmannschaft zur Ablösung antreten. Der Posten vor dem Gewehr wurde gewechselt, dann stellten die Leute die Gewehre wieder in die Stützen und schlürften in die Stube zurück. Nur der Spielmann blieb stehen, nestelte sick sein fco? los und settte e
Weithin klang, sich an d:n hohen Wänden brechend und widerhallend, das langgezogene Signal, das die Ka sernensprache mit: ..Habt Ihr noch nicht lang genug geschlafen?" übersetzt. Der Spielmann ader ging weiter, durch die weitläufigen Höfe und Winkel des Kaserneng?wirrö. und immer wieder tönte die schmetternde Mahnung: Ihr noch nicht lang gc.iug ge schlafen?" ci begann es sich allmälig in der Kascrnc zu regen. Flimmernde Lichtpunkte tauchten da und dort i:i den langen Fenste:reihe.i auf. in den Gängen hallten schwer? Tritte und Rufe, üb:? das spiegelnd: Steinpflaster des Hofes trappten langsam einzelne Gestalten, in die grauen Mäntel gewickelt. 'Morgen. Lanos!" ..'Morgen!" Man begrüßte sich, ohne sich zu erkennen, denn das !orgeng:auen war noch fern. Aber schon schob untcn im Hcfe der Kantinenwirth mit seinen Leuten die schweren Eisenriegel vcn den Lad.'n und richtete innen den da mp selten Kaffee und den Morg:nschlM's; stöhnend off, neten sich die Flügel des KasernenthIis, um den Tag über an die Wand gelehnt zu bleiben, und der Posten vor Gewehr trat aus der Thorwölbung hinaus auf die naß glitzernde Gasse. Es wurde überall lebendig. Thürenschlagcn, eilfertiges Lausen durch die Gänge, das Kreischen der Pumpenschwengel an den Wassersteinen, Stimmengewirr. Gähnen und Fluchen aus den weitgeöffneten Fenstern, das alles klang zu einem regellosen, aufgeregten Lärm zusammen. Ein neuer Tag b
gann. Auch in der Mannschaftsstube, die der Musketier Frey, ElckeS Bursch:, bewohn:c. herrschte reges Leben. Tie Fenster waren geöffnet. Ver gcbens kämpfte die ersterbende Gluih des Ofens gegen die kalte, feuchte Winterluft, die von außen eindrang. Jn ihrem frischen Zuge flackerte das Läinpchen über dem großen Tisch, und auch der hellere Lichtschein, der aus der Ecke, aus dem Verschlage des Unteroffizier, aufsteigend sich an der Decke widerspieelte, zitterte unstät hin und her. Jn diesem Dämmerlicht machte die Mannschaftsstube einen chaotischen Eindruck. Alles war durcheinander: die zewtthlten Betten, die Kleidungstücke, die über die dreibeinigen Sch?mel hingen, die halboffenen Spinde mit ihrem Wirrwarr von Uniformen. Putzzeug, Kommißörod, Stiefeln und anderen Dingen, die nassen Waffenröck? und Hosen, die an quergespannten e' len von der Decke schwebten und den unangenehmen Dunst des feuchten Tu.cheö ausstrahlen. In dem Durcheinander bewegte sich enggedrängt die Mannschaft, achtzehn oder zwanzig Gestalten in weißen Dnllichröcken und klappernden Schuhen. Sie schüttelten ihren Strohsack auf. plantschten und pladderten in ihren wasstrgefüllten Steingutschüffeln. : die sie kurzweg den ganzen köpf hineinsteckten und triefend wieder heraus zogen, legten den Exerzierrock vierter Garnitur an. banden mit einem Endchen Zuckerschnur die bauschigen Hosen am Knöchel eng zusammen, um leichter die hohen Stiefel darüber zu ziehen und tappten endlich hinunter in die Kantine, um rasch noch etwas Warmes in den Leib zu bekommen. Dazwischen fegte der Mann der Stuben-Dujour das Zimmer aus. drr Unteroffizier haderte mit feinem Putzer, der ihm nicht rasch genug aus der Kantine die Schale dünnen, schwarzen Kafees und die Schrippen gebracht hatte, und in den Lärm, der den niederen Raum erfüllte, drang vom Gange her durch die offene Thüre aus der lang:n Reihe der angrenzenden Stuben dasselbe wirre Getöse.
Ter Musketier Freu war mit seiner eigenen Ausrüstung fertig und trat in das Zimmer seines Herrn, der immer noch im Stuhl am Fenster schlief. Herr Leutnant!" Keine Antwort. Herr Leutnant!" Der Bursche be berührte leicht die Schulter seines Herrn. Herr Leutnant 's is' halb sieben-" Elcke fuhr auf und starrte ihn geistesabwesen'o an. . . . halb sieben sagst Du?" Befehl. Herr Leutnant!" Tonnerwetter!" nun war Elcke wieder ganz wach, ..... rasch ich muß mich umziehen den schlechten Waffenrock die kurze Hose hohe Stiefel" Tas lag alles bereit. Der Pflichtgetreue Musketier hatte es am Abend vorher schon gerichtet. Trittst Du denn heute ein?" frug ihn Elcke mißmuthig aus d:m Nebenzimmer. während er sich wusch ui'd umzog.
Befehl! Die alte Mannschaft, die nicht auf Wache ist. hat Felddienst. Jn der Richtung auf Mattenwaag. Zr: Mann fünf Platzpatronen." Mit dem Burschen zusammen verließ auch sein ö?err das Zimmer. (Fortsetzung folgt.)
Geileral Ssacharow. l,s ei ruMlchtn st m tl känzend militärische La,,, bah. Der Chef des russischen Generalstabs. General Victor Victorowitsch Ssacharow. ein Verwandter deö zum amtirenden Kriegsminister ernannten bisherigen Stabschefs des militärischen Distrikts von Turkestan, wurde 1848 in Südrußland geboren und genoß seine erste militärische Ausbildung in der in Rußland berühmten Alexander-Kriegs-schule. Schon in dieser Lehranstalt bekündete er außergewöhnliche Begabung auf dem Gebiet der Strategie und der Takt'k. 9foch der mit Auszeichnung erfolgten Absolvirung der AlexanderKriegsschule trat er in die NikolaiAkademie des G?neralstabes ein. Im Dienste dieser höchsten militärischen Lehranstalt Nußlands verblieb er bis um Jahre 1876. Beim Ausbruch des russisch-türkischen Krieges wurde er dem Stabschef der operirenden Armee zugetheilt. Jn dieser Stellung leitete Ssacharow fast sämmtliche Operativnen der russischen Truppen auf dem Balkan, und viele Erfolge der russischen Waffen während des Kriegs wer den seiner Umsicht und Tüchtigkeit zugeschrieben. Im Jahre 1889 wurde Ssacharow dem Oberkommandirenden der Garde und der Truppen des Petersburger Militärbezirks. Großfürsten Wladimir.
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General Siacharow. zugetheilt. Auch hier bethätigte er sein organisatorisches Talent mit großem Erfolg, so daß er ein Jahr später zum Stabschef der zweiten Garde-Kaval-Ieriedivision ernannt wurde, um die von dem damaligen Kriegsminister Wannowskij entworfenen Reformpläne der Kavallcrietruppen durchzuführen. Im Jahre 1891 wurde er GeneralQuartiermeister des Warschauer Mili-. tärbezirks, und 1895 ernannte ihn der Jar zum Stabschef in Odessa, welchen Posten er 1998 verließ, um die Leitung des Generalftabs zu übernehmen. Japans Gencralstal'schcf. Statritr ,,d Wirken ves ldmnrfchallO Oyama VrSNn Oqama. Der Chef des Generalftabs der japanischen Armee, Feldmarschall Graf Iwao Oyama, hat eine brillante Karriere hinter sich. Er erhielt seine Aus. bildung in Frankreich und war Attache der dortigen japanischen Gesandtschaft. Im Jahre 1868 diente Oyama im Heere seines Onkels, des berühmten Staatsmannes und Generals LargoTakemore, der die Autorität der gegenwärtigen H-rrscherdynastie, die seit drei Jahrhunderten durch verschiedene Revolutionen wiederholt in Frage gestellt worden war. wieder aufrichtete. LargoTakemore erhob später selbst die Fahne des Aufruhrs, ein Unterfangen, das er mit seinem Tode auf dem Schlachtfelde büßte. Oyama warf dann 1876 mit einer Armee einen im Südwesten deö Landes ausgebrochenen Aufstand nieder. Der Rebellenführer Saigo. ein Verwandter Oyamas, endete durch Selbstmord. Oyama war später Hilfsminister des Inneren, Polizeiminister und Kriegsminister. Im chinesischjapanischen Kriege befehligte er die zweite japanische Armee. Oyama ist. wie seine Gattin, auch den Amerikanern kein Fremder. Er
Raucht die B0NANZA.
Im Cnarna. war in den 90er fahren auf einer Stu. dienreise in den Ver. Staaten; seine Gemahlin, eine geborene Stematz Famakawa, gehörte zu den jungen Japanerinnen, die 1 .72 zu ihrer Auöbildung von der spanischen Regierung tn' Ausland geschictt wurden. Fräu. kein Famakawa weilte von 1872 bl5 1882 in den Ver. Staaten und gra duirte im letztgenannten Jahre, im Vlter von 22 Jahren, am Vaffar Col. leqe bet Poughkttpsie. N. g.
Dr. Gsenbart in Ehin.
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ki,r br schwer rakh,ii,n. Der Ostastatische Llovd" brinat un
ter der Ueberschrift- Cbinesis cke
Krankenschau, eine Beurtheilung
von ttrantyekten nach auneren Merk-
malen nach einem chinesischen medizini-
schen Werke" eme ganze Reche von hoch interessanten Aufschlüssen der ckinest-
schen Medizinmänner über merkwürdige
ttrankyeiten. ihren Verlauf und chr Wesen. Aus den 17 Paragraphen" dieses wissenschaftlichen Kodex, die unwillkürlich an die Weisheit uud n stilistischen Schwung unsrer Baucrnkalendcr" erinnern, seien einige herausgegriffen. Paragraph 6 lautet: Wenn das Gesicht roth und die Augen weiß werden und es dem Patienten dabei schwer wird, Luft zu schöpfen, so wird in einem Zeitraum von zehn Tagen sein Schicksal entschieden sein. Uebcr lebt er diese Zeit, so kommt er durch. Die Lungen leiden dann durch die allzu große Hitze des Herzens. Paragraph 8. Wenn die Augen innen entweder gelb oder schwarz oder weiß werden und sich diese Verfärbung bis an die Nase und den Mund erstreckt, so ist dies ein
schlechtes Zeichen. Der Magen leidet dann von der überflüssigen Feuchtigkeit der Leber. Paragraph 11. Wenn der Kranke den Mund öffnet, wie gewisse Fische, und ihn nicht wieder schließt, wenn er den Athem heftiger ausltößt als an sich zieht, so ist er so gut wie todt. Herz und Lunge sind zwar noch in gutem Zustande, aber Leber und Nieren thun ihre Dienste nicht mehr. Paragraph 13. Wenn der Patient am ganzen Leibe eine durchgehende Verstopfung merkt und der Rücken ihm violett anläuft, so wird er es nicht über drei Tage bringen. Der Magen ist alsdann vom Zufluß der Leber überhäuft. Paragraph 17. Wenn ein Patient in den Lenden Schwere fühlt. Rückenschmerzen hat und am ganzen Leibe unruhig ist. so hat er kaum fünf Tage noch zu leben. Wird der Patient unbeweglich und steif am Leibe, so hat sich die Krankheit über den kranken Körper ausgebreitet; in sechs Tagen wird der Kranke sterben. Bcmcrkcnswrrthe Entdeckung. ltrömische Pferde in Venedig 5 e frühest clchichte der aguneustad. Pferde sind in Venedig so gut wie unbekannt. Die halbe Bevölkerung von Venedig bekommt nur durch die Brouzepferde über den Thüren der Martuskirche. durch ein Steinpferd in der Kirche von St. Giovanni e Paolo und durch ein paar hölzerne Pferde in der Kirche d-r Frari einen Begriff da-, von. was Pferde sind. Früher gab es aber auch lebende Pferde in Venedig. Die Tiepoli-Verschworer ritten auf Pferden; ein Mitglied der Familie Pessari hatte ein Pferd mit goldenen Hufeisen, die nur mit einem oder zwei Nägeln aufgeschlagen waren, so daß die Menge ihm in der Hoffnung folgte, ein goldenes Hufeisen aufzulesen. Nach einer alten Verordnung durften Pferde nicht jenseits des Feigenbaumes in San Giuliano. in der Merceria, gebracht werden. Aber mit der Einführung der Stufenbrücken statt der schräg ansteigcnden endete im 16. Jahrhundert die Zeit der Pferde in Venedig. Jetzt hat man aber Skelette von Pferden gefunden, die nn großes Interesse hervorrufen, da sie nicht von venetianischen, sondern von römischen Pferden stammen. Sie zeigen, daß die Römer mit ihren Pferden in Venedig waren, und daß die Römer dort Kavallerie hatten. Denn die Pferde gehörten Soldaten oder Offizieren der dritten Kohorte. Es müssen sogar Lieblingöpferde geWesen sein; denn sie liegen in einem sechs Fuß tiefen Steingrabe, und zwar hinter dem Markusplatze gegen Norden. Die das Grab deckende Platte zeigt eine Inschrift, die besagt, daß die Pferde der dritten Kohorte angehörten. Diese letzte Entdeckung zwingt also, die früheste Geschichte Venedigs von Neuem zu untersuchen und neu zu schreiben. Venedig wr? darnach vor seiner Gründung im Jahre 421 nicht von unkultivirten Fischern bewohnt, sondern der Sitz römischer Eroberung und Civilisation. Radium als Heilmittel. Dr. Exner berichtet in der Miene: Klinischen Wochenschrift" über einen Versuch, durch Radium einer durch Krebs hervorgerufenen SpeiseröhrenVerengung beizukommen. An das untere Ende einer Speiseröhren-Bougie wurde eine 60 Milligramm Radium enthaltende Hartgummi-Kapsel angeschraubt, worauf die Bougie bis an die kranke Stelle in die Speiseröhre toxtschoben uno dort einige Zeit festgehalten wurde. Die vom Radium aus. gehenden Strahlen beeinflussen daö Neugebildi, das nach einiger Zeit abstirbt. Die Speiseröhre wird weiter, so daß Speisen durchgehen. Die Methode ist aber nicht gefahrlos, da der Zerfall des Gewebes zu stark erfolgen und eine Durchbohrung der Speiseröhre hervorgerufen werden kann. Die Baumwollernte von Alabama, Arkansas und South Carolina stellt sich auf etwa 1.000.000 Ballen im Werthe von 550 per Ballen. Georgia und Mississippi produziren 1.400.000 Ballen und Texas 2.400. 000 Ballen. Mehr als die Hälfte der amerikanischen Baumwolle wird zur Zeit westlich vom Mississippi-Strome produzirt.
Feuer Signale.
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