Indiana Tribüne, Volume 27, Number 163, Indianapolis, Marion County, 2 March 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
Miite'deutlche Staaten. A d e r st e d t bei Bernburg. Al das sechsjährige Töchterchen des Maurers Wekel vom Eise auf der Strenge zurückkehrte, wurde es von einem Geschirr des Gutsbesitzers Nöthe übersah, ren. Die Räd:r des Wagens gingen dem Kinde derart über den Oberkörper. daß ihm der Kopf buchstäblich vom Rumpfe getrennt wurde. A l t e n b u r g. Nach stebenjährigern Bestehen hat die hiesige elektrische Straßenbahn das erste Menschenleben al Opfer gefordert. Das vierjährige Söhnchen des Böttchermeisters Rau5oId, das auf das Gleis gelaufen war. wurde von einem elektrischen Postwagen erfaßt und rberfahren. Im Kindcrhospitale ist es an den erlittenen Verletzungen gestorben. B r a u n s ch w e i g. Auf dem Grundstücke Goslarsche Straße 19 wurde die 7jährige Tochter des Mölkercibesttzers Riemenschneider in einer Regentonne mit dem Kopfe nach unten todt aufgefunden. Durch sein eigenes ffuhrwerk todtgefahren wurde der Knecht Fritz Wahmann aus Neudorf, der Torf nach hier fahren wollte. Der Unglückliche fiel auf dem Tt,unerberg unter ein Rad. so daß sein 5copf zerschmettert wurde. Er starb alsbald im hiesigen Krankenhaus. Köchin Bertha Äbel zog sich im Hause Adolfstrafte 58 durch Explosion eines Petroleumkochers schwere Brandwunden am Oberkörper zu und verstarb im herzogl. Krankenhause. B ü d d e n st e d t. Der hier vor einiger Zeit verunglückte Dachdecker Töpke ist infolge seiner schweren Verletzungen gestorben. n t i n g h a u s e n. Vorsteher Buschmann konnte auf eine 25jährige Tdätigeit in unserer Gemeinde zurückds'cken. Gemeindemitgleider brachten Um Jubilar einen Fackelzug. Hilburghausen. Der hier verstorbene Maler Vogel hat seinen Nachlaß in der Höhe von 1.300.000 )1!.irk für Kunstzwecke zur Errichtung cm Scraphine Vogel - Familienstiftung für deutsche Kunstmaler hinterlassen. Jena. Senatspräsident Dr. Blomeyer wurde an Stelle des in den Ruhestand getretenen Präsidenten von Brueger zum Oberlandesgerichtspräsidenten ernannt. Käthen. Hofrath Rudolf Bunge, der bekannte Verfasser früher viel gegebener Dramen und Librettist des in aller Welt verbreiteten Trompeter von Säkkingen", feierte in voller Rüstigkeit sein 50jähriges Dienstjubiläum. Staotoldenvorf. Berunglückt auf dem Friedhofe ist der Todtengräber Reinecke von hier. Er sägte einen Baum -ab. wobei letzterer so unglücklich fiel, daß er einen Beinbruch und schwere innere Verletzungen erlitt. Hachsen. Dresden. Der hiesige Hofuhrmache? Andreas Ludwig Teubner feierte sein 50jähriges Meister- und Ge-
schäftsjubiläum. Zahlreiche Ehrungen wurden dem Jubilar 311 Theil. Eduard Gasch. Direktor der 3. Bezirksschule, schied aus seinem Amte. 46 Jahre hat er der Schule gedient. 35 Jahre hier, davon fast 18 in seiner jetzigen Stellung als Direktor. A l t m i t w e i d a. Goldene Hochzeit feierten hier die Eheleute Friedrich Wehner. E h e m n i tz. Dem Laboratoriumsdiener an den technischen Staatslehranstalten Keutes wurde das Allgemeine Ehrenzeichen und dem langjährig in der Sächsischen Maschinenfabrik beschäftigten Monteur Weißbach dasEHrenzeichen für Treue in der Arbeit verliehen. Döbeln. Der emeritirte Bürgerschulsehrer Friedrich Thümmel feierte mit seiner Ehefrau Minna, geb. Kramer. die goldene Hochzeit. Kleinzschocher. Der 7 Jahre alte Sohn des Markthelfers Winter war letztens rücklings in eine Wanne heißen Wassers gefallen und hatte sich am Rücken derartig verbrüht, daß bald
darauf der Tod den Knaben von seinem Schmerzenslager erlöste. Leipzig. Ein schreckliches Brandunglück hat sich in der Wohnung des Bierfahrers Aug. Steude in L.-Lin-denau zugetragen. Die Frau hatte ih rem Manne nach der im Südvkrtel gelegenen Arbeitsstelle Essen getragen und während dessen ihren 5y2 Jahre alten Sohn Walter und ihr dreijähriges Töchterchen Emilie-Emma allein zurückgelassen. In der Küche, in der sich die deinen Kleinen befanden, ist nun Feuer entstanden, wobei dasMädchen so schwere Brandwunden am ganzen Körper davon trug, daß es auf der Stelle verstarb, während der Knabe nur vom Rauche betäubt wurde und bald wieder zu sich gebracht werden konnte. Direktor Friedrich Reinhardt. der sein 25jähriges Jubiläum als Leiter der Bierbrauerei Riebeck & Co.. Aktiengesellschaft, feierte, stiftete ein Kapital von 25.000 Mark zur Unterstützung der Wittwen und Waisen des gesammten Geschäftspersonals. M i t t w e i d a. Hier begingen die BUrgerschullehrer Rentzsch und Fischer das 25jährige Ortsjubiläum und wurden aus diesem Anlaß mehrfach ausgezeichnet. An den Folgen eines Sturzes aus seinem Wagen verstarb in Wiederau der 73jährige Gutsbesitzer Kolbe. P e n i g. Tödtlich verunglückt ist
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No. 2807 Locust Strafte. St. Louis. Mo., den 29. Mkrz. 1903. Ich tont ein Opfer von Schlaflosigkeit und auberfter Nervosität. achUrhn Monate lang nicht im Ttande. ew gute Nachtruhe zu genieben, und war beständig müde und auf'S tteuberste erschöpft. Ich gerictb leicht in Zorn und wurde bei der geringsten Veranlassung hysterisch, aber der Win ok Cnrdai verschaffte mir erstaun liche Erleichterung. Innerhalb einer Woche, nachdem ich dessen Gebrauch begann, erlebte ich .die erste wirklich gute Nachtruhe seit Monaten. Mein Appetit kehrte wieder zurück, mein System war gestärkt, und von Ncr
vosität war keine Spur mehr vorhanden. EA macht mir das gröhte Vergnügen, die Heilkraft Ihrer Gesundheit gebenden Medizin anzuerkennen, und empfehle ich dieselbe von ganzem Herzen.
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Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf die v-MrS:'.eigc und augenblickliche Heilung lenken, die Frau Best erlangte, indem sie den Wlh k Cnrüul nahm. Innerhalb einer Woche, nachdem sie dessen Gebrauch begonnen, schlief Frau Best zum ersten Male gut und fest in achtzehn Monaten. Ihre Rastlosigkeit war durch Nervosität verursacht, und kann der Wlne Qf Cordul
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aus dem hiesigen Bahnhofe der Anbeiter Eisenreich von hier dadurch, daß er beim Kohlenabladen ausglitt und so unglücklich stürzte, daß er einen Schädelbruch erlitt, an desscnFolgen er 6ald verschied. S t e i n p l e i s. Das zweijährige Kind des Oberschweizers Aeschlimann brach auf dem Rittergutsteiche ein und ertrank. Wehrsdorf. Im Schwaar und Hocke'schen Steinbruche ereignete stch ein schwerer Unfall. Als man einen Stein herauswinden wollte, stieg der Steinarbeiter Zwahr aus NeumittelSohland hinein, um ihn anzuschlingen. Während dieser Zeit löste stch ein Stück Wand und begrub 5wahr unter stch. Er konnte nur als Leiche geborgen werden. Sbcttcrx'Varmflabl. D a r m st a d t. In der Nähe des nördlichen Stellwerks wurde derHilfsbremser Mager aus Stockstadt a. Rh. von einem von Frankfurt kommenden Schnellzug überfahren. Dem Bedauernswerthen wurde der Schädel vollständig gespalten. Man verbrachte ihn in das städtische Krankenhaus, wo er seinen Verletzungen erlag. A l z e y. Condukteur Ludwig Keller von hier, welcher nach Bodenheim fahren wollte, wurde auf der Station Gau - Odernheim mitten entzwei gefahren und -blieb auf der Stelle todt. Babenhausen &i Harkertshausen. Wittwer Joseph Wez wurde erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Als des Mordes dringend verdächtig wurden die hiesigen Gist-
wtrths - Eheleute Rothärmel in Uitersuchungshaft abgeführt. Der Berdacht wurde auf Rothärmel gelenkt durch die Thatsache, daß man neben der Leiche des Welz ein Gewehr liegen fand, wie es Rothärmel kürzlich bei einem Waffenhändler in Aschaffenburg kaufte. Es sollte den Anschein haben, als ob WelzSelbstmord begangen habe. E b e r st a d t. Im Alter von 81 Jahren verstarb hier der Forstmeister i. P. Carl Anton Joseph. Gau - Odern he im. Auf der hiesigen Station wurde der in Alzey stationirte Schaffner Kelle? von einem Nge überfahren und auf der Steue getödtet. Heideöheim. Der hiesige Küfermeister Heiser, welcher letztens im benachbarten Heidenfahrt Gelder einkasstrte. ist seit dieser Zeit spurlos verschwunden. Vermuthlich ist derselbe in sväter Abendstunde vom ricbtiaen uege aogerommen und lm Ayeine ertrunken. Mainz. Auf dem Wege von ihrer Wohnung nach der Kirche in der Augustinerstrabe ist das 51 Jahre alte Fräulein Wagner plötzlich auf der Straße erblindet. Sie kam in das Spital. Pfiffligheim. Dem BahnWärter Dauth wurden von einem Zuge beide Beine abgefahren. 'Mnyern. München. Der aus dem letzten Spielerprozesse bekannt gewordene Commissionär Lehmann Bamberger beging in seiner Wohnung an der Zwingerstraße einen Mord- und Selbstmordversuch. Bor der That war die Geliebte Bambergerö zu Bambergerö Hausfrau gekommen, um ihr mitzutheilen, daß Bamberger der noch acht Monate Gefängniß wegen Falschspiel abzubüßen gehabt hätte einen Fluchtversuch vorbereite; ste habe davon Nachricht an die Polizei gegeben. Bamberger, der nach Hause kam, wurde durch die Hausfrau hiervon verständigt; daraufhin hatte er eine scharfe Auseinandersetzung mit seiner Geliebten, die sich in die Küche zurückgezogen hatte. Bald darauf fielen mehrere Schüsse; die ersten beiden trafen daö Mädchen am Unterleib und an der Hand. Der dritte und letzte Schuß wurde von Bamberger gegen stch selbst gerichtet; er traf die Stirn. Beide wurden schwerverletzt nach dem Krankenhause überführt. Der 20jährige Malergehilfe David Ritzler wurde vor fe" 5rberae zur Heimatb von dem 18-
jährigen Buchbinder Wilhelm Schütt aus Nagy - Becskerek durch einenMesserstich verletzt und erlag im Cbirurgischen Svital seinen Berletzunaen. G m u n d. In der hiesigen Papierfabrik wurde der ledige Fabrikarbeiter Franz Kaiser in fürchterlich vstllmMeltem Zustande todt am Boden liegend aufgefunden; es waren ihm ein Fuß und beide Arme abgerissen. Kaiser war beim Nachtdienst der Trans-
Mission zu nahe gekommen. I m m e n st a d t. Im nahen Oberdorf wurden auf dem Ladegeleise der Mechanischen Ziegelei dem 56iäbriaen
Arbeiter Joseph Fischl durch einen
vollbeladenen Wagen beide Füße abgefahren. Der Bedauernswerthe starb binnen Kurzem. R e u m a r k t. Der Altenhofbauer Vitzthum erhängte sich nach mißglücktem Mordversuche an seiner Magd. Nürnberg. Im östlichen Theil des Centralbahnhofes wurden hier die ledigen Aushelfer im Bahnunterhaltungsdienst. Martin Wendler und Jeseph Bertoldtshofer. beim Ueberschreiten der Geleise von einem ausfahrenden Zug überfahren. Wendler war sofort todt. Bertoldshofer erlitt schwere
Verletzungen.
Stegen bürg. Der mit einem Taschenrevolver spielende 22iäbriae
Söldnerssohn MichaelPlank schoß den
iiayrlgen Maurer Eduard Manhard oberhalb des rechten Auaes in die
Stirne. Bei dem Getroffenen trat alsbald der Tod ein.
T r a u n st e in. 3km 58. Lebens
jahre starb hier der rechtskundige Bürgermeister a. D. und Rechtsanwalt Karl Pohl. Der Verstorbene war lan-
ze Burgermelster von Schwabach.
Eine Liebeö-und Entführungsgeschichte. bei der zwei deutsche Damen die Hauptrolle gespielt haden sollen, wissen lombardische Zeitungen zu erzählen. In einem der vornehmsten Viertel Mailands wohnte seit etwa einem Jahre in einer Villa eine schöne :ind stattliche Dame, die sehr zurückgecge, lebte. An einem der letzten Taqe körte man aber vor der sollst so stillen Villa großen Lärm. Vor der Thür hielten zwei Droschken, und einer entstieg eine sehr vornehm aussehende Dame mit ihrem Rechtöanwalt. Man wollte ihr die Thür nicht öffnen, und aus dem Hause heraus ertönten in deutscher Sprache die Worte: ..Wenn Ihr mit Gewalt eindringt, schieße ich!" ..Ich kann auch schietzen." erwiderte die unwillkommeneBesucherin ebenfalls deutsch. ..aber es ist doch vielleicht besser, wenn wir alles in Ruhe abmachen. Ich weiß, daß mein Mann hier ist. und ich will ihn wiederhaben." Nach einigen Unterhandlungen öffnete stch die Thür. Die Frau, die ihren Mann suchte, fand ihn in der Villa, und bald darauf fuhr die Dame mit ihrem wiedereroberten Gatten davon. FUrdeutscheWeinhändl e r und Rebleute wichtig ist eine Entscheidung der Strafkammer in Colmar im Elsaß. Bei einer Weinguts, besitzerin in Türkheim wurde in den Weinen von drei Fässern Stärkezucker festgestellt. Die Frau gab auch unumwunden zu, daß bei der Herstellung deö Weines, der ihr Haustrunk sei. Ka offelzucker verwendet worden sei. Es ist nun verboten. Wein oder weinähnlichen Getränken nicht technisch reinen Stärkezucker zuzusetzen; es wurde Anklage gegen die Frau erhoben. Sie machte zu ihrer Vertheidigung geltend, baß die Verwendung von Kartoffelzucker zur Zubereitung des Trinkmeines dort allgemein üblich und das Verbot nur wenigen bekannt sei; eS habe ihr das Bewußtsein der Rechtswidrigkit gefehlt. Das Gericht kam jedoch zu einer Verurteilung, da auch bei der Herstellung nur weinähnlicher Getränke, soweit sie andern als NahrungS- und Genußmittel, also auch alS Haustrunk dienen, die Verwendung von Kartoffelzucker unzulässig ist. Daö Urtheil lautete auf 20 Mark Geldstrafe und Einziehung deö Inhalts der drei Fässer.
Neben den Jubiläumsgeschenken der weiland Königin Victoria werden auf der Weltausstellung in St. Louis auch die Spielsachen zu seden sein, mit denen sich die Großmutter Europa's in ihren Kindertagen die Zeit vertrieb. Der britische W?l'tausstellnnas - Pavillon soll u. A. eine getreue Wicd?roabe der Oranaerie im Kensington Park, der Geburtsstätte d?r Koniqin Victoria, enthalten. Dort war es. wo dt nachmaliae Herrscherin mit ibren Puppen spielte. Letztere sind sorafältia aufb-wahrt worden und werden sieb den Besuchern der Ausstellunq im Original präsentiren soviel von ihnen noch übrig geblieben. An einer ist die Glasur aus dem Gestcht weggekratzt, einer anderen fehlt der Arm und einer dritten ist das Bein auSgerissen. DaßeinMannauö seiner Wohnung geworfen werden soll, weil seine Locken zu lang sind, dürfte, trotz Ben Akiba. noch nicht dagewesen sein. Dieses Ungewöhnliche ist in New York passirt. Spät Abends erschien, wie berichtet wird, ein gewisser Frank Crane in der Tenderloin - Station und ersuchte den Sergeanten, ihn von einem seiner Miether, dem bejahrten George Dougherty. zu befreien. Der Mensch bezahlt prn Wich," erklärte der entrüstete Landlord, denn er ist reich. Sein Vermögen beträgt zwischen 75,000 und $100.000. Sein einziger Fehler ist. daß er die Haare nicht schneiden lassen will. Seit vo? 18 Jahren seine Geliebte starb, hat keine Scheere mehr sein Haupt berührt. Sein Haar ist vollständig verfilzt und meine anderen Miether, die in meinem Restaurant speisen, wollen mit dem Sonderling nicht mehr zu Tische sitzen. Ich habe mich wiederholt erboten, ihn zum Barbier zk nehmen und die Kosten deö Hair Cut" zu tragen, dessen er so dringend bedarf, aber er will nichts davon hören. Wenn ich ihn nicht los werde, laufen mir alle meine ZimmerHerren davon." Der Sergeant bedauerte. seine Hand zur Hinauswerfung des behaarten Alten nicht bieten zu können, und rieth dem erbosten Hausbesitze?, sich an die Civilgerichte zu wenden. Bon einem eigenthüml i ch e n Mißgeschick wurde dieser Tage in Paris ein junges Ehepaar betroffen. Nach der kirchlichen Trauung begab man sich mit der Hochzeitsgesellschaft in ein Restaurant, wo die Bedeutung des Tages bei festlicher Tafel gebührend gefeiert wurde. Als sich das junge Paar von den Gästen verabschiedete. erschien der Wirth und präsentirte dem Ehemann die Rechnung in Höhe von 250 Francs. Dieser erklärte, daß sein Schwager vonihm damit beauftragt worden sei. die Rechnung zu begleichen, und rief nach dem Bruder seiner Frau. Zu seinem Schrecken mußte er bald sehen, daß der Gesuchte nicht zu finden war. Da der Wirth sich auf Weiterungemnicht ein. lassen wollte und auf seinen Schein bestand, versuchte die Hochzeitsgesellschaft durch eine rasch veranstaltete Sammlung den Gläubiger zu befriedigen und das Ehepaar aus der peinlichen Situation zu befreien. Leider croab die Collekte nur 77 Francs, und der Restaurateur holte infolgedessen kurzerhand einen Schutzmann herbei und ließ die Neuvermählten mit einem Theile der Hochzeitsgesellschaft festnehmen. Als der Polizeicommissär auf der Wache gerade die Aussagen der Arrestanten zu Protokoll nahm, erschien plötzlich der schmerzlich gesuchte Schwager auf der Wache mit allen Zeichen deö Schreckens und erzählte, daß er während der Hochzeitsfeier auö dem Saale gegangen wäre, um frische Luft zu schöpfen; draußen setzte er sich auf eme Bank, schlief ein und wurde bestohlen. Da der Commissär diesen Bericht bestätigt fand und der junge Ehemann glaubhaft machen konnte, daß er dem Wirthe die schuldige Sum me bezahlen werde, wurde das Paar, nach zwei bös Stunden, vor dev Wacke entlassen.
D ie Tanie mit dem großen Mund.
5ins: Tante, könntest Du mir dielleicht die Kokosnuß einmal auf-knacken?-
Unter Freundinnen. Nachdem ich das Buch Weltall" gelesen habe, kann ich mir ein ganz gutes Bild von dem vorsintfluthlichen Leben machen." Bei Dir ist der Abstand ja auch gar nicht so sehr groß."
Imposant.
Was hast Du gestern Nachmittag gemacht?" Im Cafe gesessen und impontrt! Liebevoll. Er: Also, liebste Weiberl. wenn ich sterbe, -erhältst Du von der Lebensversicherung fünfzigtausend Mark." Sie: So waS plaudert man doch nicht aus! Hättest Du mich nur damit überrascht!"
Geschäftsgeheimniß.
Prinzipal (zum neu eingetretenen Lehrling) :..MerkenSie sich's. wir führen dreierlei Sorten von Olivenöl: 1. reines Olivenöl. 2. Olivenöl mit Mohnöl. 3. reines Mohnöl!" , WA t -m Nach der Rauferei. Herr Wirth, haben Sie denn gar nichts gethan, um die erhitzten Gemüther zu beschwichtigen?" O ja. den yauptkrakehlern hab' i a kühle Maß um die ander' aeb'n."
Erkannt. Herr Rath." wendet sich ein Bureaubeamtn an seinen Vorgesetzten, ich möchte Sie um die Erlaubniß bitten, heute Nachmit. tag fortbleiben zu dürfen. Mein Onkel wird beerdigt." .Sehr gern, mein Freund.... Aber warten Sie, bitte, auf mich. Wir können zusammen geden ich will nämlich auch nach dem Renplatz!"
