Indiana Tribüne, Volume 27, Number 160, Indianapolis, Marion County, 27 February 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
f?rovit& VranbenKurg. Berlin. Der Italiener Irancesco Forgierini, der seine frühere Geliebte, die 19jährige Charlotte Nitzsch. durch Messerstiche schwer verletzte, verübte im Untersuchungö - Gefängniß Selbstmord durch Erhängen. Die Nitzsch ist so weit hergestellt, daß sie aus der Charitee entlassen werden konnte. In der Thurmstraße 49 zerschmetterte die :3jährige Frau des Schneiders M. Lindemann ihren beiden. 7 und 5 Jahre alten Knaben Bruno und Walter mit dein Küchenteil den Kopf. Unmittelbar nach dem Morde wurde die Wahnsinnige, ehe sie Selbstmord verüben konnte, von ihrem Ehemann der Polizei übergeben. Kürzlich half der 31 Jahre alte Arleiter Hermann Schellact aus der Hennigödorferstrahe 24 auf dem Neubau Kamerunerstraße 40 beim Balkenlegen für den vierten Stock. Dabei stürzte er rückwärts ab, schlug auf einen Balten, der auf dem Hofe lag, und blieb mit zerschmette.tem Schädel todt Ite gen. Sein 25jähriges Jubiläum als unbesoldeter Kommunalbeamter feierte der Schlächtermeister Carl Freitag. Von Seiten des Magistrats wurde dem verdienten Jubilar eine Adresse überreicht. In der unbenannten Straße , an der Wachst ruße, gerieth der neben seinem Stein wagen hergehende Kutscher Richard Anton durch einen Fall unter die Näder, die ihm beide Unterschenkel völlig zermalmten. Das goldene Ehejubiläum feierte in voller geistiger Frische der ehemalige Eisenbahnzugsührer bei der Stettiner Bahn, Friedrich Raatz mit seiner Ehefrau Emilie, geb. Rambow, wohnhaft Hussitenstraße 16. Selbstmord durch Erschießen beging im Hotel ein 26 Jahre alter Handlungsgehilfe Karl Menzel, der in Thorn bei seinen Eltern wohnt: und erst kurz vorher hier angekommen war. Der junge Mann hatte seit einigerZeit keineStellung und außerdem schien ihn Liebeskummer zu bedrücken. R i ? d o r f. Einen Revolverangriff auf seine Frau verübte der Schlosser Richard Fiedler. Die Frau lebte getrennt von ihm bei ihren Eltern in der SchH.kestraße 24. Dort suchte Fiedler sie auf, feuerte zwei Rcvolverschüsse auf sie ab, ohne zu treffen, und entfloh dann. Am Maybachufer schoß er sich eine Kugel in die linke Schläfe und wurde schwer verwundet nach dem Krankenhaus gebracht. S e l ch o w bei S t o r k o w. Vor ungefähr dreißig Jahren verschwand von hier spurlos der Büdner August Roggatz. Schon damals ging das Gerücht. daß er wegen Erbschaftsstreitigkeiten von Verwandten beiseite gebracht worden sei. Als Mühlenmeister Görsdorf, der jetzige Besitzer seines Grundstücks, letztens im Garten neben dem Hause eine Kartoffelgrube auswerfen wollte, stieß er aus ein menschliches Gerippe, von dem die älteren Ortsinsassen mit Bestimmtheit annahmen, daß es die Ueberreste des Verschwundenen sind. Die als Mörder in Betracht gekommenen Angehörigen sind nickt mehr am Leben. S ch ö n b e r g. Restaurateur Peter Wagner, Hohenfriedbesiraße 8. feierte mit seiner Ehefrau Louise, geb. Deichsel, das Fest des silbernen Etiejubiläumö. Der F8iähr!ge Schuhmachermeister Hintze. Sedanstraße 11. kitt seit längerer Zeit an Athembeschwerden und häufigen Erstickungserscheinungen. Um seinem Leiden ein Ende zu bereiten, erschoß sich der Unglückliche. Der Gram um den DaHingeschiedenen hatte eine Krankheit der Frau zur Folge, der sie wenigeTage darauf erlaa. Da die Leiche deS Schuhmachermeisters von der Behörde beschlagnahmt war, konnten beideEbe gatten zusammen beerdigt werden. C1gemeinsames Grab vereinigte oas Ehepaar im Tode. 'Zfrovinz Hstprcußen. Königsberg. Zum Rektor unserer Universitzt für das Studienjahr 1904 05 ist durch das Generalkonzil Geh. und Oberbergrath Prof. Dr. Adolf Arendt gewählt worden, der unserer Albertina seit dem Wintersemester 1900 01 angehört. Ein vielversprechender junger Gelehrter, der hiesige Privatdozent Dr. Max Jmmich. ist dieser Tage in Berlin gestorben. Bei dem Ueberschreiten der Tahme bei Grünau brach der Kaufmann Grohkopf aus Königsberg ein und ertrank. F i s ch h a u s e n. Auf dem Rittergute Laptau war der Gespannmann Frank mit einem vierspännigen, mit Holz beladenen Wagen vorgefahren. Nachdem er abgestiegen war, zogen die Vorderpferde plötzlich nochmals an. wobei Frank zu Fall kam und schwer verletzt wurde. G u t t st a d t. Das Hotel Deutjches Haus" ist biö auf daS untere Stockwerk niedergebrannt. Das Feuer brach im Dachstuhl aus. H e i l b e r g. Anläßlich eine Begräbnisses war der in den 50er Iahren stehende Schneider Joseph Braun mit dem Trauergeläute beschäftigt, als er, jedenfalls infolge eines Süiwindel anfalles. ausglitt und den Läuteschacht viele Meter tief hinunterstürzte. Er war sofort todt. KarlSrode. Ertrunken ist im Timberfluß der Zeitpächter Grecksch. Auf dem Heimwege von Sussemilken wollte er über die noch ganz dünneEis decke des Flusses gehen, brach aber ein und ertrank.
Gin Srief aus Süd-Afrika.
9lo. 2 Temeterv. Road. Transvaal Noad, tmberlev. Llld.frtkn. den 28. April 1903. Dertn of crdnl bat meiner Frau gebolfen und ihr Etürke verlieben. Ich bin mehrere Monat, von u Hause st gewesen, und w bet meiner Nuckkehr überrascht, sie so guten Muthes zu finden, ls ich wettging. war ihr Besicht abgemagert. Sie war zwei Jahre lang unter ärztlicher Behandlung gewesen, und litt an Schmerzen in der Ma. gengrube. Tte einzige Milderung, die sie ersubr. war don dem Gebrauch hetfzcr Salzbeutel, nl'er ihre Schwester gab ihr eine Ihrer Wlne k Cardui Bücher und sie sagte mir. sie wlintchte. sie batte vorder aewukt.wt viel weniger Schmerzen sie in toi dessen Hütte ausstehen müssen. Sie sagt, sie kann aus id bin bekrüsttaen. dak d es wabr ist.
.2JIclnJ au bat Ihre Bücher an ihre Freundinnen ausgetheilt, und dieselben finden grobe Srletch teruna. indem s,e den ftinoof crdnl und Thodford'a Blaok-Dwight geocnuchicrt.
uiui ounrn virs etwas ylllk. t0 mögen te eS veröffentlichen, fo dab andere ranen
nicht langer lciden müssen. Hier kaust man ihn
um o -Minna. oie wnicric, aber meine irau sagte, würde er 10 TbtllinaS ver lascbe kosten.
fte würde nicht ohne ibn fein. Meine ffrau. ihr
ewe,ker und ,yre reunotnnen ersuchten mich.
siicn luiici d" irloen.
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wine Cardui
Cor wenigen Jahren war der Win of Oarda eine Medizin, die in südlichen Häusern auSschlieblich bekannt war. Derselbe wurde allmülig 'm Norden. Osten und Westen beliebt. ?'csicllligen für den Vlu ot Crdul kamen von Surova. Llsten und Süd . Afrika, wo viele Kuren bewirkt werben find. Der Wlnoof Cardui ist eine beliebte Medizin in Honolulu und sein Ruf hat sich thatsächlich über die aanze Welt verbrettet.
Herrn Jnmieson'ö Brief ist nur einer aus vielen dankbaren Botschaften, die wir empfangen hl-.bcn. und die bekunden. waS der Vln. k C.rdnl für leidende Frauen auf der anderen Seite der Ccde bewirkt. Bedeutende Beftellungcn von in ot Cardui werden nach Süd Afrika versandt und diese!, den finden dort schnclen Absah. uLSrHil bSH M m in. miAm m. m darin zu finden, dab derselbe nicht eine Medizin der gewöhn. I'ch n Berdiensie ist. Derselbe ist ein rfolg. well er nicht einfach den Schmerz beschwichtigt, ohne dauernde Resultate zu bringen sondern er ist eine Medizin, die leidenden Frauen ihre vollkommene Gesundheit wiedcrgtcbt. Derselbe bat genügend Borzüge. um den Herrn' Jamicson zu ver.
,i,,m'n. vcreitwillig aus Südafrika eines dankbaren Mannes Dank zu erstaiten. Der w, ok Vtxdui ist bei allen Avotbckern für tl 00 v Slusche erhültltch. ,r u.
L a b t a u. Altsitzer Smikt ertrank im Gilgeflusse. Er war im Begriffe, in seinen Kahn zu steigen, als er auf dem gefrorenen Boden des Kahnes ausglitt und über Bord in's Wasser stürzte. O r t e l s b u r g. Gelegentlich des Sptels führte die sechsjährige Tochter des Besitzers Piczonka aus dem unweit von hier gelegenen Dorfe Szczionnek mit einem spitzen Messer in der Hand eine so unglückliche Bewegung nach dem Gesicht ihrer elfjährigen Schwester aus, daß das linke Auge derselben getroffen und der Augapfel durchstochen wurde. infolge dessen das Auge im Augenblick auslief. ' S ch i p p e n b e i l. Den Arbeiter Komalewski aus Roseschatzken fand nian hinter einer Scheune bewußtlos liegen. Man verabsäumte nichts, um ihn in's Leben zurückzurufen. Die Bemühungen waren vergebens. S t u m b e r n bei Goldap. Dem Besitzer Kutz'schen Ehepaar wurde aus Anlaß der goldenen Hochzeit die EheJubiläumsmedaille verliehen. 'Arovitz Westpreußen. D a n z i g. Dem ordentlichen Honorar - Professor für Mathematik an der Universität Jena. Dr. phil. Gottlob Frege, ist der Hofrathstitel verliehen worden. Kommerzienrath I. I. Berger vollendete sein 80. Lebensjahr. In voller Rüstigkeit vollendete KaufmannTheodor Kleemann sein 70. Lebensjahr. D i r s ch a u. Letztens wurde der verstorbene, in Sängerkreisen bekannte Friseur und Heilgehilfe Dargel auf dem evangelischen Friedhofe bestattet. Dargel bekam am Kopf ein Karbunkel. kurirte als Heilgehilfe zuerst selbst daran herum und mußte schließlich in das Johanniter - Krankenhaus gebracht werden, wo er starb. Er war 40 Jahre Mitglied des hiesigen Männergesangvereins. E l b i n a. In der Werkstätte deö Tischlermeisters Schmaglowski ereignete sich ein Unfall. Der Tischler Au. gust Ernst glitt beim Ersteigen der zur Werkstätte führenden Treppe aus und stürzte rückwärts herab. Die Verletzungen waren so schwer, daß der Verunglückte bald starb. Großendorf. Die Frau des Eigenthümers und Dorfdieners elewski ließ ihre vier kleinen Kinder lm Alter von V4 bis 3VL Jahren allein in der Stube zurück, deren Ofen sie soeben mit Torf geheizt hatte, und verrichtete draußen ihre Wirthschaftsangelegenheiten. Als sie 'nach einiger Zeit in die Stube zurückkehrte, war diese vollftändig mit Rauch gefüllt und das älteste Kind verbrannt. Die drei jüngsten waren betäubt, konnten aber noch in's Leben zurückgerufen werden. K a r t h a u s. Zur -Feier ihrer goldenen Hocbei! ist den Altsitzer Raulin'schen Eheleuten in Kelpin ein Kaiserliches Geschenk von 30 Mark zutheil geworden. Marienburg. Ein schwerer Unfall mit tödtlichem Ausgange ereignete sich bei Drescharbeiten in Heubuden. Der am Roßwerk thätige Dienstjunge Schneider fiel in das Räderiverk und wurde, da die Maschine nicht sogleich zum Stillstand gebracht werden konnte, getvdtet. P a r s ch ü tz. Der vierjährige Sohn des Tagelöhners Kreft fiel rn einen mit kochendem Wasser gefüllten Topf und verbrühte sich derartig, dag er starb. S t u h m. Beim Aufladen von Holz im Hohendorfer Walde wurde der Arbeiter Dargel von hier von einem schweren Baumstamm derartia befallen. daß er sarb. Er hinterläßt Frau und Kinder. Z o p p o t. Große Theilnahme erregt hier der Tod eines schönen jungen Mädchens. Fräulein Eva Zolland aus Königsberg, welche nach langem Leiden als Opfer zu leidenschaftlichen TenniSspielenS gestorben ist. Den ganzen Sommer war sie die erste und die letzte Spielerin auf den Tennisplätzen und erregte stets Bewunderung durch ihre Anmuth. Durch das übertriebene Spiel tVti sie sich Verrenkungen der inneren Organe zugezogen, von denen
keine ärztliche Kunst sie zu heilen vermochte. Provinz Sommern. Stettin. Im ..Vulcan" wurde der Motorwärter Anton Dammann aus Zllllchow durch einen in Bewegung befindlichen Krähn an eine Wand gedrückt. Dammann erlitt derartig innere Verletzungen, daß er im Züllchower Krankenhause verstarb. D r a m b u r g. Der 17jährige frühereFleischerlehrling Ferdinand Kattke hatte im vergangenen Jahre das Unglück, sich eine Verletzung zuzuziehen, die es erforderlich machte, daß ihm das rechte Bein abgenommen werden mußte. Der Kaisert ihm nun auf seine Bitte ein künstliches Bein bewilligt und durch Vermittlung des Regierungspräsidenten ist eine Firma in Köslin zur Anfertigung eines solchen für den Verunglückten veranlaßt worden. Grimmen. Zwischen dem Schmiedemeister Praefke und dem Schlächtermeister Schulz kam es in einer Gastwirthschaft zu einem WortWechsel, der bald zu recht derben Thatlichkeiten überging, wobei dem Praefke von Schulz der halbe Daumen abgebissen wurde. Marquardsmühl (Kamm i n). Mühlenbesitzer Ernst Gauger lerieth mit der linken Hand xn den Dreschkasten, welcher ihm dieHand völlig zermalmte und den unteren Theil des Vorderarmes zerfleischte. Die Verletzung war eine so schwere, daß dem Verunglückten die Hand bis zum unteren Drittel des Vorderarmes abgenommen werden mußte. Niederhagen (Regenwalde). Ein betrübender Unglücksfall hat die Familie desBauernhofsbesitzers Fischer hier in tiefe Trauer versetzt. Das dreijährige Töchterchen kam einem mit kochendem Leinsamen gefüllten Gefäß zu nahe und fiel in dasselbe hinein, wodurch es sich schwere Brandwunden am ganzen Körper zuzoc.. P i r b s t o w. Die Windmühle de Mühlenbesitzers Pagel wurde ein Raub der Flammen. 'U s e d o m. B :im Schlittschuhlau. fen hatte sich der 13jährige Sohn deS früheren Gastwirths Jüngling auS Gellenthien auf das Eis deS höchst unsicheren PeenestromS bei Carnin begeden. Er gerieth hier in eine offene Stelle und mußte, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte, ertrinken.
crwc:tdnng von Traudenkernen.
Moderne Köchin.
ünf Taae waren Sie in
Ehemnitz in Stellung, vier Tage in
Frelbcrg und heute sind Sie den dritten Tag bei mir in Dresden und wollen schon wieder auötreten!" ..Freilich ich hab' ja ein Rund, reisebillet!" Ein Knallprotz.
Denk' Dir. Arthur, der Hausherr hat unS schon wieder g'fteigerti" .Na. da bin ich begierig, wer'ß länger aushält!"
Interessante Versuche über die VerWendung der Trabenkerne wurden vor 100 Jahren in verschiedenen Weinorten der Gegend von Schlettstadt angestellt. Man trocknete die Kerne, nachdem aus den Trebern schon Branntwein gebrannt worden war, und brachte sie unter die Presse, um O:l daraus zu gewinnen. Ein Winzer behauptete, bei einem solchen Versuche aus 20 Liter getrockneten Traubenkernen drei Liter vortreffliches, klares und wohlschmeckendes Oel gewonnen zu haben. Ein Spekulant ließ in den Weinorten darauf mehrere hundert Säcke solcher Kerne aufkaufen. Die Versuche scheinen aber nicht überall dasselbe Ergebniß geliefert zu haben, und man sann auf eine andere Art der Verwendung dieser Kerne. Man röstete die Kerne, um sie dann zu mahlen und als Kaffeesurrogat zu verwenden. Der so gewonnene ..Traubenkernenfasset" soll vortrefflich gemundet haben und fand zu 60 Centimes das Pfund in Schlettstadt und auch in Straßburg starken Abgang. schnöden M iß brauch mit der Soldaten - Uniform trieb in Brooklyn der 22jährige Harry Baker, angeblich der Sohn respektabler Eltern daselbst. Er wurde im Polizeigericht unter Bürgschaft festgehalten, damit über seine Person nähere Nachforschungen angestellt werden können. Der junge Mann war verhaftet worden, weil verschiedene Geschäftsleute sich beklagt hatten, er habe sie angebettelt und beschimpft, als er nichts bekam. Baker trug die Uniform eines regulären Soldaten, die er sich, wie er im Verhör zugab. in der Bowery in New Fork. um als Bettler mehr Effekt zu machen, geliehen hatte. In seinem Besitze befanden sich 150 einzelne Cents. Die sogenannte Kuhkrätze hat sich in so ausgedehnter Weise unter dem Rindvieh im westlichen Theile von Nord-Dakota festgesetzt, daß GouverneurWhite sich entschlossen hat, dem Wunsche der Viehzüchter deS Staates nachzugeben und SpezialInspektoren zu ernennen, welche die Viehgegenden besuchen und alle Viehheerden unter Quarantäne stellen sollen. in denen Krätze herrscht. Die Association der Viehzüchter befürchtet, daß. wenn nicht prompte Schutzmaßregeln seitens des Staates angeordnet werden, die Bundesregierung am Ende sich veranlaßt sehen möchte, den ganzen Distrikt westlich vom Flusse abzusperren. Viele de? Züchter waschen ihr Vieh mit antiseptischen Flüssigkeiten und verhüten so den Ausbruch und die Verbreitung der Krankheit, aber andere wieder sind leichtsinnig und lassen ihr Vieh, auch wenn es erkrankt ist, frei umherlaufen und verbreiten dadurch die Ansteckung unter anderen Heerden. Ueber den N i e d e r q a n g der Schiffahrt auf dem Mississippi wird aus New Orleans berichtet: Bis zu den Sechziger Jahren war die Schifffahrt auf dem Mississippi und seinen Nebenflüssen vom Ohio und Missouri bis hinunter zum Red River in voller Blüthe. Frachtdampfer verkehrten auf denselben in großer Zahl, und prächtige Salondampfer boten dem Reisenden allen erdenklichen Comfort. Zwischen Cincinnati. St. Louis und New Orleans fuhren wahre Paläste, und den Missouri und Mississippi hinauf ging ein Packet- und Last-Boot nach dem anderen bis Fort Benton und anderen Plätzen. Dann kam mit dem Bau der Pacific-Bahnen die Ausbreitung des Eisenbahnnetzes, die vielfach mit fieberhafter Eile betrieben wurde. Parallel-Bahnen und Kreuzund Quer Bahnen entstanden, und längs der Thalsohle der Müsse zog der Güter- oder Nersonenzug die gleiche Straße wie de? Dampfer. Der letztere konnte billiger befördern, der Bahnzug aber schneller, und in einer Periode, wo die Schnelligkeit Trumpf wurde, trugen natürlich die Bahnen den Sieg davon.
Ein merkwürdiges Drama aus dem Leben, so wird aus Louisville berichtet, geht jetzt lm StadtHospitale dem Schlußakte entgegen. Daselbst liegt Baron Alexander Allgeier, ein ehemaliger, könialich preußischer Offizier und Angehöriger einer der besten Familien des alten Vaterlandes, im Sterben. Baron Allgeier entstammt einem alten Adelsgeschlecht, das in der Nähe Bremens ansässig ist. Er erhielt seine Gymnasialbildung in Berlin und besuchte dann ein Jahr die Universität Heidelberg, wo er manches Duell ausfocht. Mit siebzehn Jahren mußte er, da sein Vater sein Vermögen verloren hatte, die Universität verlassen, und trat in die preußische Armee ein. Beim Ausbruch des Krimkrieges, 1853, trat er als Freiwilliger in die britische Armee ein und zeichnete sich aus. Nach Ende des Krieges kehrte er als Offizier in den preußischen Dienst zurück. Ein Duell führte seine Ausschließung aus dem Heere und seine Verbannung aus der Heimath herbei. Und dabei handelte es sich um einen lächerlichen Zank mit einem Civilisten in einer Wirthschaft! Im Duell fiel sein Gegner, die Sache kam zu des Königs Ohren, der verfügte seine Entlafsung aus der Armee. Sechs Monate nach seiner Ankunft im Lande der Freiheit" ließ er sich als Gemeiner bei der Armee anwerben, und wurde alsbald nach einer Grenz - Garnison im Westen abgeschickt. Im Laufe derZeit hat er Blut gesehen, und im Jahre 1886 erhielt er auf Posten eine Kugel ins rechte Bein. Die Wunde heilte nie und er mußte den Dienst quittiren. Dann ging er nach Cincinnati. wo er ein Cigarrengeschäft betrieb, das er im Jahre 1892 aufgab. Dann kam er nach Louisville. wo er so heftig am TyvhuS erkrankte, daß er ins StadtHospital gehen mußte, wo er sich schließlich erholte. Er erhielt daselbst die Aufsicht über die Gründe, die er zu einem hübschen Garten umgestaltete. Voi Jahresfrist mußte er sich zu Bett legen, und jetzt geht es, wie gesagt, schnell dem Ende zu. I m Londoner Hippo. drom. wo unlängst eine Anzahl von Elephanten in dem Stücke ..Die goldene Prinzessin und die Elephantenjäger" eine Hauptrolle spielten, gab einer der Elephanten eine Extravorstellung. durch die er das Ballettcorps in wilden Schrecken versetzte. Charlie" sollte sich in den heiligen Fluß stürzen, entschloß sich aber plötzlich anders und ging eine Treppe hinauf, die zum Zimmer des Managers führte. Es scheint, daß er dort einige Beschwerden vorzubringen hatte. JedenfallS zeigte das Zimmer große Spuren vom Unwillen des Besuchers. Die Thür verschwand vollständig, und Sofa und Stühle wurden ebenso wie ein große? Standspiegel vollständig, zerschmettert. Nachdem Charlie auf diese Weise dem Manager, der sich übrigens vor dem Besucher respektvoll zurückgezogen, seine Meinung zum Ausdruck gebracht hatte, begab er sich ein Stockwerk höher auf den Gang, an den die Ankleidezimmer der Balletteusen stoßen. Die Mädchen wußten zuerst gar nicht, wie sie sich den furchtbaren Tumult in dem Gange erklären sollten. Daö ganze Gebäude zitterte unter den schweren Tritten des Besucher. Die Angst der Mädchen erreichte den Höhepunkt, als der Elephant. den wahrscheinlich die Corridorwande beengten, heftig trompete. Den Mädchen gelang eS schließlich, halb angekleidet eine Leiter zu errei chen. die zum Dache führte. Zitternd vor Frost und Furcht kamen sie erft dann wieder herunter, nachdem eS mit vieler Mühe gelungen war, den Elephanten in seinen Stall zurückzubrin-gen.
Ein harter Schädel. . . .Also ein Automobil ist Dir über den Kopf gegangen. Girgl? Wie lang bat denn die Heilung gedauert V Girgl: fto, so a vier Woch'n is '5 beim Mechaniker g'ftanden'.-
