Indiana Tribüne, Volume 27, Number 159, Indianapolis, Marion County, 26 February 1904 — Page 7

Jndiana Tribüne, S. Februar 190

Er ifi'S. Sine wahre Geschichte von Eusemia v. Adlersfelv BaUestrem.

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(Schluß.) Die Stimme brach der Armen und ohne nach dem Mysterium dieser Katastrophe zu forschen, that man, was man konnte, das heißt, man aß die Hummermayonnaise und ließ mit 2o deSverachtung die Himmelstorte darauf folgen und der Rath goß fleißig ein von seinen schwersten Weinen, um die schrecklichen Folgen einer solchen Speisenzusammenstellung zu verhindern. Aber als man dann zum Käse schritt, da öffnete sich leise die Thür und Christel erschien gesenkten Blickes, einen Hader in der Hand, und begann damit die Sintfluth aufzuwischen. Dieser schöne Eifer war aber nichts als Spiegelfechterei, denn sie wischte

über den Boden, wie eine solcher Arbeit ungewohnte Salondame, indem sie dabei nach dem Tische schielte und sich zum Stuhl des Dr. Neuberg hinpirschte. Kaum sah dieser aber dabei herab, als Christel wie ein Gummiball in die Höhe sprang. Er ist's! Er ist'S merklich!" jauchzte sie. und stürzte dann mit verhülltem Angesicht hinaus, ohne den Hader, der nun in der Bouillon lag, mitzunehmen. Denn auch ein Hader kann die Stelle eines Vorwandes vertreten. ,.Daö Frauenzimmer ist meschugge," sagte Fritz Neuberg mit Ueberzeugung, nachdem er sich vom ersten Schrecken er holt. Normal ist sie bestimmt nicht mehr!" konstatirte der Rath düster im Rückblick aus das genossene Diner. Was hat sie nur mit ihrem Er ist's" und warum sieht sie Fritz dabei so merkwürdig an?" fragte die junge Frau mißtrauisch. Das ist's ja sie sagt, Fritz wäre ibr Bräutigam!" platzte Frau Dora heraus. 3cr)r schmeichelhaft," meinte Fritz trocken, indem er sich noch eine Käsestulle zurecht machte. Eine Pause folgte, die etwas schwül war. Der Rath sah seinen Schwager merkwürdig forschend an, seine Frau fing diesen Blick auf und es wurde ihr plötzlich sehr heiß, die junge Frau aber bekam erst ein ganz langes Gesicht, dann wurde sie abwechselnd blaß und roth, der hübsche Mund fincK, an zu zucken wie bei einem Kinde, das weinen will und dann rollten ein paar dicke Thränen herab auf den Roquefort aus ihrem Teller. t ..Nanu. Mausi! Was ist denn los?" fragte der scheinbar allein ganz harmlose Fritz. Bi bi bist Du wirklich ihr Bräutigam?" schluchzte Mausie. 's scheint doch nicht, da ich Dein Mann bin," meinte Fritz heiter. Das bist Du doch erst seit acht Taaen," sagte die junge Frau jammervoll. Warst Du vielleicht früher " Der Bräutigam von Dora's Küchenfee? Bedaure. hebe nicht die Ehre gehabt," erwiderte Fritz trocken. Ach, daS ist ja auch " begann Frau Lieber, besann sich al'er und ging hinauS. um nach wenigen Minuten mit ganz perplexem Gesichte wieder zu kom men. ES ist ganz merkwürdig," sagte sie unsicher, aber Christel bleibt positiv dabei, daß Fritz ihr Bräutigam ist und daß sie sich nicht in der Person täuscht." ..ritz! Fritz! DaS thust Du mir an?" schrie die junge Frau auf. ..Ach. warum nicht gar!" sagte Frit halb lachend, halb ärgerlich. Ich habe die Person in meinem Leben nickt ge sehen!" ..Wir haben sie allerdings erst fH einem hclben Zahre und so lange war Fritz gar nicht bei uns," kam Dora ihrem Bruder zu Hilfe. Aber er kann doch schon früher mit ihr bekannt aewesen sein." meinte die junge Fra. Mausi, schäm' Dich was!" sagte der Dokto? ruhig. .Schäm' Du Dich lieber!" brauste Mausi auf. Ach. ich bin tädtlich troffen und schrecklich unglücklich!" jammerte sie und oufsprii.geno rannte sie aus demZimmer rurtf die Bouillon hindurch, gefolgt von ihr? .rschrockenen Schwägerin, die sich dabei arer das Kliid hoch hob. Die beiden Herren blieben allein zurück und Fritz schälte sie?) mit Seelenrube eine Bnne. Du folgst Deiner Frau nicht?" fragte der Rath nach einer Pause. Glaubst Du, daß sie im Ernste geredet hat?" fragte Fritz erstaunt zu. rück. Es schien mir doch verzweifelt ernst zu sein," meinte der Rath, und setzte jovial hinzu: Nun mal Farbe bekannt, alter Junge, wir sind ja hier unter vier Augen. waS ist an der Geschichte mit der Christel? Ich will Dir nicht etwa Moralpredigten halten Gottbewahre. Wir wissen ja: So'n junger Mann, der hat nun mal 'nen Hang für' Küchenpersonal." Jetzt ist's genug!" sagte Fritz auf' stehend, ich gebe Dir mein Wort, daß ich nie einen Hang für'! Küchenpersonal gehabt und eure Köchin bis zum heutigen Tage nie zuvor in meinem Leben gesehen habe. Genügt das?" Mir vollkommen!" Erwiderte ver Rath aufstehend. Und nun laß un sehen, ob' Deiner kleinen Frau auch genügen wird!" Fritz warf eir.en bedauernden Blick auf seine halbverzehrte Birne und

folgte fernem Schwager mit der Seelenruhe der Unschuld und war darum nicht schlecht erstaunt, als ihm im Salon seine junge Frau aufgelöst in Thränen entgegentrat. ..Aber Mau " fing er an. doch sie fiel im soaleich in's Wort. " ..Ich bin Ihre Mausi" nicht mehr!" rief sie schluchzend. Ich habe die Christel gesprochen und sie bleibt steif und fest dabei, daß Du Sie ihr Bräutigam sind! Nun denn, so trete ich zurück! Wir werden uns scheiden lassen und Sie werden das arme Geschöpf heirathen und damit wieder gut machen, was Sie an ihr verschuldet!" Es ist eine ganz bekannte Sache und sogar sprichwörtlich geworden, daß sich der Wurm krümmt, wenn man ihn tritt. Fritz Neuberg war dish:r nicht aus der Ruhe gekommen, aber nun lief der Topf sozusagen über. Da schlag' doch Pulvn und Blei

drein!" rief er wüthend. Laß Dich von mir scheiden, wenn Du das so auf die leichte Achsel nimmst! Ich kann Dich nicht zwingen, bei mir zu bleiben, mich aber kannst Du nicht zwingen, einen Trampel zu heirathen, den ich in meinem ganzen Leben heut' zum ersten Mal gesehen habe. Wenn sie mich für Gott weiß wen hält und die Suppenterrme hinwirft und unser ganzes Mittagessen verdirbt, ist das für mich eine mo.ralisye Verpflichtung, sie zu heirathen? Ich thu's nicht! Ein für allemal, ich thu's nicht! Und ich verlange jetzt, mit der Person konfrontirt zu werden!" Das ist das einzig richtige," stimmte der Aath bei und seine Frau ging hinaus, die Christel rufen. Mausi" aber sah ihren in ehrlichster Wuth schnaubenden Gattendaus roth gemeinten Augen zweifelnd an, denn bekanntlich glaubt die Eifersucht dem Schein immer mehr als selbst der Wahrheit in Person. Frau Dora erschien sofort wieder. gefolgt von der schrecklich verlegenen, grinsenden Christel, die sich in gänzli')tx Jgnorirung ihrer kulinarischen Schandthaten höchst gehoben und beseligt, denZeigefinger der rechten Hand im Munde, an der Tbür aufpflanzte. Nun sagen Sie" begann Frau Lieber, aber ihr Gatte unterbrach sie. Pardon, Liebste, aber hier bin ich der die lwtersuchung führende Nichlcr," sagte er. Sachgemäß müssen wir vorgehen, mein Schatz! Also, Christel, passen Sie auf! Kennen Sie diesen Herrn?" auf den immer noch mit moralisch gesträubten Federn dastehenden Fritz deutend. Ja," sagte Christel prompt. So?" fuhr der Nath fort, wer ist dieser Herr?" Mein Bräutigam!" wand Christel sicb verschämt lächelnd wie ein Aal in Essig. Dieser Herr kann Ihr Bräutigam nicht sein, denn er ist verheirathet und jene Dame ist seine Frau, " sagte der Rath etwas perplex. Ja, das thut nichts! Er ist mein Bräutigam!" behaupteteChristel, llberb ganze Gesicht grinsend. Wissen Sie auch, wer der Herr ist und wie er heißt?" forschte der Rath

etwas unsicher weiter. Nee. das weiß ich nicht," sagte sagte Christel, augenscheinlich aus eine Verstellung wartend. 2o So! Hm! Hm! " machte der Rath, entschieden auf dem Pfropfen ssJend. !TCun, ahem wo haben Sie diesen Herrn zum erster.mal gesehen?" Borhitt in der bstube, wie ich die uppe reinbrachte," war die Uberraschende Antwort. Und nie und nirgends vorher haben Sie d:n Herrn gesehen?" Ree!" grinste Christel. , Na. zum Schockdonnerwetter, wie können Sie denn behaupten, daß erJhr Bräutigam ist?" schrie der Rath, säe Geduld verirrend. Ja. ia? yab' doch feine Vhotogcaphie," rief Christel, die Häne in die Seiten stemmend. ,,3'in? wzs? Zeigen Sie her!" Mit einem unbeschreiblichen Blick Ut Berachirng "ibtx die Dummheit ihrer Nebenmenschen im Stande der Brotgeber, suhr Christel in ihre Kleidertasche und holte daraus eine auf einen schlechten Karton ohne Firma gezogene schlechte Photographie mit vielen fettigen Fingerabdrücken ver ziert, heraus und reichte rte dem Rath. Aber schlecht wie die Photographie auch war, so stellte s'e doch zweifellos in sprechender Aehnlichkeit den armen Fritz Neuberg dar! Hat Ihnen dieser Herr das Bild gegeben?" inquirirte der Rath, einen scharfen, eifersüchtigen Schrei seiner Schwägerin im Keim erstickend. JRf 'sagte Christel kopfschüttelnd. Ja, woher haben Sie's denn und wie ?"n men Sie dann gu der verrückt::i Behauptung, daß er Ihr Bräutigam ist? Heraus mit der Wahrheit," donnerte der Rath. Damit hatte er als Untersuchungsrichter immer grohen Effekt bei weiblichen Delinquenten gemacht und er verfehlte auch hier feine Wirkung nicht. Christel zog einen fürchterlichen Flunich. ' is ja gar kee GeheUnniß," maulte sie. Ich war doch am letzten Sonntag auf dem Jahrmarkt in der Bude, wo einen die Eonnenbuhle den

Zukünftigen zeigt, gehn Pfennige

Emtrltt. Dann fcjjt se emen an der Hand, dann kribbelt'S und man sieht durch'n Loch und darin ist der Zukünftige zu sehen. Weil ich'n aber

nicht ganz ordentlich erkennen konnte, da fragte der Mann, der den Vorhang vor dem Loche wegzieht, ob ich diePhotographie von der Erscheinung haben wollte, kostet fufzig Pfennige. Weil's doch nun ganz wahr und wahrhaftig wahr ist. wie' die Sonnenbuhle sat. da hab' ich mir die Photographie hatt für fufzig Pfennige gekauft. Man ill doch das Bild von seinem Bräutigam haben und der Herr da ist's ich hab' ihn gleich wiedererkannt und wenn er zehn Frauen hätte, mein Bräutigam ist er doch. denlz.die Sonnenbuhle hat's gesagt und ich hab' doch die Photographie von seiner lr scheinung." Einen Quark haben Sie." schrie der Rath. Und nun machen Sie. daß Sie raustommen! Hier haben Sie Ihre fünfzig Pfennige für das Bild wieder und merken Sie sich's. Der Kuckuck ist Ihr Bräutigam! Und wenn Sie noch eiu einziges Mal das Essen verderben, da ziehen Sie ab! Berstanden?"

Jemersch nee! Ich kann ja gleich gehen, wenn der Herr so'n Sums wegen dem )issel Essen m achen will und wegen der lumpige.. Suppenschüssel. Und mein Bräutigam ist er doch und wenn ich ihn heirathe. werde ich mir eine viel schönere kaufen!" Mit dieser verlockenden Verheißung verduftete Christel, die Thür hinter sich zudonnernd, daß alles nur so zittertc. Fritz!" hauchte die junge Frau, als die Familie wieder allein war. Halt, mein Schatz," sagte Fritz, wieder im Vollbesitz seiner nicht so leicht zu erschütternden Ruhe. Nicht so voreilig! Wenn man zur Eifersucht neigt, dann kommt doch die Stunde, wo einer gewissen Mausi der schwarze Verdacht aufsteigt: hat Fritz, dieser gewissenlose Don Juan, nicht unter einer Decke mit dem holden Engel draußen gesteckt und hat er ihr die Photographie nicht dennoch gegeben? Still. Mausi. kein Wort, bis Du ganz kurirt bist. Ich schlage vor, wie gehen jetzt alle auf den Jahrmarkt und besuchen die Bude, wo man für zehn Pfennige seinen Zukünftigen sehen kann, denn ich möchte dock zu gern wissen, wie man dort zu meinem Bilde gekom men ist." Nun, die Erklärung war ganz einfach. Der Budenbesitzer kaufte für sein schwungvolles Geschäft die photr graphischen Platten der Portraits hübscher junger Damen und Herren von den Photographen auf, welche die Platten nach einer gewissen Zeit nicht mehr aufbewahrten und es für vorthcilhafter fanden, sie so zu verwerthe.!, alö sie einfach zu vernichten. Und so war Fritz Reubergs Bild auch dieses Weges gewandelt und wie vielen gläubigen Mädchenscelen er auf diese Art für fünfzig Pfennige dieKöpfe verdreht hatte und zerschlagenes Porzellan und verbrannte Braten dadurch auf fein Gewissen eladen würde wohl schwer festzustellen sein. Fritz kannst Du mir verzeihen?" fragte Mausi schmelzend, als sis die Budc der Somnambule" verließen. Den schwarzen Verdacht verzeihe ich Dir gern, denn der Schein war verflirt gegen mich," erwiderte Fritz. Aber daß Du mich für sähig gehalten hast, ein so garstige m n,immer wie diese Christel zu? Herzdamc zu tr kiesen Mausi, das ist unverzeihlich! Du brauchst ja bloß in den viegel zu sehen, um dieses Verbrechen ,?rs Berdachtes wider meinen guten Geschmack in seiner vollen Schwere zu empfinden!'' Du hast 'echt. fri wenn die Eifersucht mich je w' '.n packen sollte. barn werde ich einfach in ocn Spiegel sehen," lachte oie junge Frau fröNich. Aber ich glaube nicht ?aß ich'S nöthig :)0 hen wde und zur Strafe für diejen einen F'ill werde ich die Chri'tel leoenec.oh photograpbiren und zu7 Zeich:n, daß ich gar nicht mehr eise;

süchtig bin, Über Deinem Schreibtische aufhängen lassen!" I. den Teufel auch'." schrie Frifr mi solch ehrlichem Schrein, dah Mausi ihm fast öffentlich einen Kuß gegeben hätte. Kinder!" rief der Rath. Kolli jetzt kein verliebtes Blech das muß unö auf die maliratirten Mäen genn. Folgt uns lieber in den Gelben Löwen", wo ich uns ein anltandiges, kleines Diner bestellen werde, denn ich fürchte, fcafj daheim rie geknicktenoffnungen Christels trotz ihres unerschütterlichen Glaubens an ihren Bcäutigam zerstörend in ein neues Menü eingreifen würden. Und sicher ist sicher. Also: auf zur Krippe! Mich hunaert!" Und aus dem wüsten, wildbewegten Tage wurde noch ein vergnügter Abend für die vier. Was einem aber nicht alles passiren kann, nicht wahr?

Nähmaschinen müssen in gewissen Zwischenräumen etwa alle zwei Monate einer gründlichen inneren Reinigung unterzogen werden. Selbst wenn nur bestes Harz" und säurefreie Oel verwendet wurde, werden doch Staub, namentlich aber die feinen Stosfsasern, sich festsetzen und den Gang der Maschine erschweren. Die Reinigung erfolgt in der Weise, bafe alle Schmierlöcher reichlich mit Petroleum gefüllt werden, daö mit dem Schmutzabiäuft; bei dieser Prozedur soll die Maschine leer laufen. Nach einiger Zeit wird von neuem geölt.

Allerlei fiir'ß Hau. UeberLampendochte. Lampendochte müssen aus guter Baumwolle regelmäßig und ohne Knoten ge-

webt sein. Feuchte Dochte saugen schlecht. Darum ist es zweckmäßig, sie vor dem Einziehen in die Lampe 2 bis 3 Stunden lang zu trocknen. Wachstuchdecken auf Küch e n t i s ch e n reinigt man durch Abseifen mit lauwarmem Wasser und weiher Seife, jedoch ohne sie naß zu machen. Nachdem man sie mit einem trockenen Tuch nachgerieben hat, lasse man sie liegend trockncn. Werden die Decken zeitweise abgenommen, so falte man sie nicht zusammen, da sie dadurch leicht brechen, sondern rolle sie auf einen runden Stab. Stoffe wasserdicht zu machen. Um einen Stoff wasserdicht zu machen, überzieht man ihn mit einer Lösung von Kautschuk in Leinöl und trocknet ihn wenigstens zwölf Stunden bei hoher Temperatur. Dann bestreicht man ihn dreimal mit Leinöl, welches mit Glätte, Umbra und vegctabilischem Schwarz gekocht wurde, und erwärmt den Stoff bis zu 4 Grad Celsius. Am besten geschieht das U:kxrziehen auf beiden Seiten. Reinigen von Schleiern. Weihe Schleier werden in lauwarmem Seifenwasser gewaschen, leicht ausgewrungen und im klarenWasser gespült. Dann werden sie gebläut, gestärkt und zwischen den Händen halb trocken geklopft. Zum vollständigen Trocknen werden sie aufgesteckt. Schwarze Schleier taucht man in Wasser, in welchem Ochsengalle aufgelöst wurde, nimmt sie heraus und spült sie kalt. Man zieht dieselben, um sie zu steifen, durch Gummiwasser, klopft sie zwischen den Händen halb trocken und steckt sie auf. Porzellan-Kitt. Man läßt 2 Quart süße Milch durch-Meinessig über dem Feuer süß gerinnen. Sobald die Milch abgekühlt ist. schöpft man die Mölke ab, quirlt fünf Eiweiße hinein und mischt so viel pulverisirten ungelöschten Kalk dazu, daß es einen Brei gibt, den man mit einem Spatel tüchtig durcharbeitet. An der Lust und hierauf in starker Wärme getroönet, hält der Kitt jede Probe aus. Oder man vermischt gepulverten Bimsstein. Kalk und Tischlerleim zu einem Teige, bestreicht damit dieBruchkanten des Porzellans, drückt sie fest zusammen und stellt den Gegenstand 24 Stunden ruhig hin. Zur Entfernung von Tint e n k l e ck e n aus Teppichen tropfe man auf diese süße Milch und lasse nach circa 1 Stunde die Feuchtigkeit von Watte aufsaugen. Diese Procedur wiederhole man so lange, bis der Fleck verschwunden ist. Ist dies geschehen. so feuchte man einenSchwamm mit etwas Seifenwasser an. wasche die Stelle damit behutsam und reibe sie mit einem Tuch trocken. BlindgewordeneSpiegel putzen. Man streue auf den Spiegel recht 'einen Lehm und reibe ihn leicht mit einem Wappen oder reibe das Glas mit spanischem Weiß ab, das man mit Wasser oder Weinessig verdünnte. Mittel gegen wundeS Zahnfleisch. Man .yeßt in ein Glas lauwarmes Wasser einen TH-.'-löffel voll Myrrhentinktur und spült sich damit Anfangs dreimal des Tagcs d'.ii Mund aus. Dies lindert sowohl

Schmerzen des Zahnes wi, des Zahn-fleijchei-. Bei anhaltendem Gebrauch am Morgen wird der Schmerz nie wieverkehren. Die Verwendung des Nat r ? n S. Eine jede Hausfrau sollte in ihrer Küche ein Gläschen mit doppeltkohlensaurem Natron zur Hand haben. Sine Mcssersvitze desselben leistet un w den verschiedensten Fällen gute Dienste. Hat die Köchin z. B. ein altes Huhn im Topf oder einen Braten, der trotz aller Mühe zäh und hart bleibt, so macht eine Prise Natron das Fleisch bedeutend mürber. Auch wird eS schneller weich, im Fall es zu spät auf's Feuer gebracht wurde. Viele Compotte, wie Stachel, Johannis-, Preihelbeeren und Rhabarber verlieren an ihrer Schärfe, wenn sie mit etwa? Natron aufgekocht werden. Trauen wir der Milch nicht recht, so verhindert eine geringe Quantität dieses Pulvers das Zusammenlaufen derselben. Eierkuchen, Klöße, sowie die meisten Fastengerichte werden viel lockerer, wenn man einen gestrichenen Theelöffel Natron in den Teig thut. Wäschestärke - Bereitung. Solche Stärke, welche die Wäsche zugleich lveich und elastrsch mtcht, wird wie folgt bereitet: 3 Blatt weiße Gelatine, zuvor in Wasser aufgeweicht, werden nebst 15 Gramm Borax und 5 Gramm weißem Wachs mit y2 Pint weichem Wasser gekocht, hierauf etwa 5 Gramm (ein Kaffeelöffel voll) Gummi arabicum zugefügt, um das schnelle Austrocknen während des Bügelnö zu verhindern, und daS Ganze mit der Stärke, von tvelcher 126 Gramm mit 1 Quart Wasser angerührt werden, vermischt. Man stärkt und bügelt wie gewöhnlich. Kitt für Aquarien. Man nehme eine kleine Quantität unge löschten, recht gut gepulverten Kalk und mache mit einer hinlänglicken Menge Eiweiß einen dicken Teig, mit welchem man. ehe er hart wird, die Ränder des Aqua iums bestreicht. Sobald der Kitt vollkommen trocken ist, überstreicht man ihn mit geschmolzenem Paraffin.

Schneller diplomatischer Schritt. tU irknlarno, des etantlfcfrct&rl Ha an Sie 9Jud.tr int ilt Kolge. Die von Staatssekretär Hay in Washington an Äi? Mächte gerichtete Cirkularnote, in welcher die Lokalisirung des Krieges in Ostasten befürwortet wird, bildet jedenfalls den kühnsten

StaalKZ,krktctr ?oh Hay. Schritt, der jemals für die Unverletzlicykeit Chinas gethan worden ist. (5s waren allerdings Gründe dafür vorHanden, daß die Ver. Staaten leichter, als irgend eine andere Nation, eine Politik, wie die von Hay inaugurirte. einleiten konnten; die Schnelligkeit aber, mit welcher der Staatssekretär handelte, dürfte besonderen Berwicklungen vorbeugen und hat deshalb volle Anerkennung gefunden. Die Zustimmung der Mächt zu dem Vorschlage enthält für Onkel Sam zudem )as Zugeständnis, daß er. wie sie. das Recht besitzt, mitzureden, wenn in Ost' asten eine neue Regelung der Verhältrusse angestrebt wird. NulMhe Armrkttbutlgln im Winter. Vlht4)t. Manöver. Ban und f4kft,fl von Schn,lckanlen J,lllas?. Nachdem fast alle großen Kriege der letzten Jahrzehnte nicht ohne Winterfeldzüge zu (5nde geführt worden sind, hat zuerst die russische Heeresleitung sick bewogen gesehen, vor allen andern die Truppenthcile de: im Westen des Rci-

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Feuer Signale.

NiiWche ÄrtlUtttk. chS stehenden Armeekorps für einen solchen besonders vorzubereiten. Die Uebungen selbst bestehen meist aus Märschen mit zu Grunde gelegter GefechtSidee. Auch finden Manöver ge gen einen supponirten Feind oder in zwei gegeneinander operirenden 2lbtheilungen statt, die reichlich Gelegenheit bieten, andere Uebungen und Versuche hiermit zu verbinden, wie z. B. de.i Bau und die Beschießung von Schauzen und anderen Deckungen aus Schnee, um deren Widerstandsfähigkeit gegen Infanterie- und Artilleriegeschosse zu erproben, die schwierige Beobachtung der Schüsse auf dem Schnee zu lehren. endlich die Mitführung der Truppenfahrzeuge und Batterien, sobald hoher Schnee den Ersatz der Räder durck Schlittenkufen nützlich erscheinen läßt, Hat man für solche Fälle bei den Trup' penfahrzeugen meist vom Lande requirirte Schlittenkufen verwandt, so hat sich doch für die Artillerie, wo die Tren nung der Lafette von der Protze und eine bestimmte Feucrhöhe Vorbedingung sind, die Verwendung gröhr.er, etwa .H Fuh langtt Hemmschuhe V07. Holz mtt Eisenbeschlog unter jed?m ein zelnen der durch Bindestränge gehemm, ten Räder der Geschütze und Muni. tionöwagen besser bewährt. Uebungszweck, ferner die Schw'.erig keit der Unterkunft größerer Truppen raengen in den selbst in den westlichen Theilen des russischen Reiches nur dünn gesäetcn. schwach bevölkerten Ort schaften mit ihren ärmlichen BauernHütten machen es nothwendig, selbst bei diesen Gelegenheiten das Freilager mit dem Ortslager in der Weise zu ver. binden, daß wenigstens die Kavallerie und die Gespanne der Artillerie in den engen Gehöften der Ortschaften einen oft nur minimalen Schutz gegen Wind und Wetter aufsuchen. Infanterie und Bedienungsmannschaften der Artillerie verbleiben dagegen stets im Freilager, wo aus den von jedem Mann mitge. führten, zum Zusammenknöpfen einge. richteten Zeklbahnen für je 24 bi 100 Mann Zelte aufcertchtet werden, worin man Feuer anzündet. Kleidung und Ernährung der Mannschaften ist na tiirlich diesen Winterübungen angevaht.

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Speztal. Signale.

Ersten l Schlag,, iweiter Alarm, ft weiten Schlage, dritter Klarn, Dritten l Schlage, vierter Alarm. l--l, Feuer au und Schlauch ausgero. , Schlag,, ssisrvruck ab. 18 Schlage. 1 Uchr Utag. ' Die Io bezeichn ten Zignae werden nur um Hur Wachter eengeaeben da an den (Hinwenden tztMtzos kr uungen eine AlaenetSner anekebrache md.

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