Indiana Tribüne, Volume 27, Number 159, Indianapolis, Marion County, 26 February 1904 — Page 4

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Judtana Tribüne, SS Februar 190

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Zndiana Tribüne.

HerauIgtAtbkN von Hx utnbe?g

Indianapolis, Ind.

Harry C. Thudium

Prifident.

GeschAftsloealt Wo 31 Süd Delaware Strahe.

telbphone . fimred nt Xhe Post Office of Indianapolii ai tcond clti matter. Die Raffen in der Schule.

Die Schüler der Shorlridge Hoch, schule, d. h. die Weißen nehmen in energischer Weise für ihren Mitschüler, welcher von einer Lehrerin, wie man hört, Zweck Strafe verdonnert wurde. Pult.Eollege eines Negermädchens zu sein, Stellung. Die Lehrerin gebraucht also da Ne germädchen al Züchtigung . Jnftru ment. DaS pädagogische Princip, welches Fräulein Lehrerin dabei befolgt ift, je denfallS ein ganz Neues und verdient nähere Beleuchtung. Die Lehrerin soll zu dem 16jühri. gen Schüler gesagt haben als sie ihm den Sitz anwies daß er sich ge schmeichelt sühlen solle, wenn er einen Sitz neben Jemand erhält der besser"

sei wie er." Die Idee die die Lehrerin

hatte, mag ja in Bezug auf den jun gen Mann heilbringende Wirkung haben können. Sie erklärte gewisser, maßen, daß er durch den Einfluß des 15'jährigen NegermädchenS gebessert werden könne. Wie aber stand es um das Mädchen. Mußte die Lehrerin nicht fürchten, daß das schwarze BefferungS . Instrument durch den Einfluß des bösen Jungen verdorben werden könnte I Hatte sie ein Recht, die Sittenreinheit des dunkeln Engels durch die unmittelbare Nachbar, schast des weißen Teufelchens zu gefährden? Gewöhnlich ist die Schul, jugend eher geneigt, sich von den Böse, wichtern unterihnen als von den guten beeinflussen zu lassen. Wenn der junge Mann Strafe ver dient hatte, so brauchte man nicht ein Mädchen zum Straf.Jnftrument herab, zuwürdigen. DaS Mädchen hat in diesem Falle eigentlich ein noch größeres Recht 'sich beleidigt zu fühlen, als der Jüngling. Wenn die betreffende Lehrerin von dem Wunsche beseelt war. die Rassen linie zu verlöschen, so beging sie einen großen Fehler, den Schüler zur Strafe für irgend ein Vergehen neben die Ne gerin zu setzen. Einer unwissenden Amme, die ihren Pflegebefohlenen mit dem schwarzen Manne droht, damit sie artig sein sollen, sollte eine Hochschul, lehrerin nicht nachzueifern suchen, in. dem sie unartige Schüler mit schwarzen Mädchen droht.

ES ift sicher ein großer Fehler und auch taktlos irgend Jemand eine unan genehme Nachbarschaft aufzudrängen. ES würde der betreffenden Lehrerin jedenfalls höchst unangenehm sein, wenn die Nachbarhäuser neben ihrem Wohnhaus plötzlich an Neger vermie thet werden würden. Durch Gewaltmittel eingefleischte Vrurtheile besiegen zu wollen ist ein thörichtes Unterfangen und auch zu. meist boshaft. Man kann eS keinem weißen Kinde verargen wenn eS keine Gemeinschaft mit Negerkindern wünscht und die mei ften Eltern werden ihnen darin Recht geben. Schulkameradschaften gehören zu den schönsten Rückerinnerungen der Erwach jenen. Aber Niemand wird Kamerad, schalten wünschen, die er außerhalb der Schule verleugnen muß. Dem tüch tigen Pädagogen stehen sehr viele ZUch tigungSmittel zu Gebote durch die er strafen kann, ohne im Kinde die Selbst, achtung zu ersticken. Nur der Untüchtige, weil selbst nicht geistig stark genug, um auf den Schüler einzuwirken, greift zu Gewaltmitteln. Der vorliegende Fall in der Sbort ridge Hochschule bietet eine passende Gelegenheit zur Erörterung der Frage, ob eS überhaupt angebracht sei, schwarze und weiße Schüler in bunter Reihe zu setzen. Wir bezweifeln, daß die Lehrerin,

wrlche den Schüler in enge Berührung.

mit dem vermuthlich höchst achtbarenNe. germädchen zu bringen versuchte, ihre eigenen jungen Geschwister, wenn sie solche hat, gerne in näheren Umgang mit Negerkindern sehen würde. Sie weiß es jedenfalls ganz gut, daß in nur wenigen Negerfamilien Um gangSformen herrschen, die ihr zusagen Würden. Wenn eine Trennung des Umganges erwünscht erscheint außer

halb der Schule, so sollte die Tren. nung in der Schule noch erwünschter sein. Der Umgang außerhalb der Schule beruht auf eigener Wahl, er ift nicht durch Aeltere sanktionirt. Ein Kind, das durch die Autorität der Lehrer zum Verkehr mit Negertindern gezwungen ift. muß falls eS die Autorität der Leb rer achten gelernt hat, zu dem Schlüsse gelogen, daß dieser Verkehr wünschenwerth ift. Wenn Negerkinder Überhaupt mit weißen die gleiche Schule besuchen, so sollten die Rassen getrennt von einander

sitzen. Schwarz wird wenn mit Weiß vermischt heller, aber Weiß mit Schwarz gemischt, ergiebt ein schmutzi ges Grau.

Die Indianische Gewerbeschule zu CarliSle in Pennsylvanien. Als eine der düstersten Kapitel in derVergangen heit der Nordamerikanischen Union muß leider die frühere Geschichte des Berhal. tenS der Ver. Staaten gegenüber den ursprünglichen Einwohnern des Landes angesehen werden. Nirgendwo erwies sich der Zusammenstoß der weißen Raffe mit einer andern so verderblich für letztere wie hier. Die ersten Europäer wa

ren fast allerorten mit Entgegenkommen und Freundlichkeit von den Urbewoh. nern Amerikas aufgenommen worden, und diese zeigten sich vielfach gerne bereit, die Vorzüge der Civilisation anzu nehmen. Mit der Zunahme der Bleich gestchter bega' .t aber da5 freundschast.

liche Verhältniß rasch zu schwinden. E kam zu Grenzkriegen, die immer erbit

terter wurden und schließlich in einen

Rassenkampf ausarteten, der mit dem

Unterliegen der indianischen Stämme

endete. Fast alle Versuche, den Frie den wieder herzustellen, scheiterten, wobei dem rechtlosen, verwilder.

ten Charakter der die Vorhut der

Zivilisation bildenden Weißen viel Scbk.'.d zugemessen werden muß. Diese

stellten die Behauptung auf, der In

dianer sei eine wilde Bestie, könne nicht

zivilisiert werden und müsse weichen.

weil er mit seinem Lande nichts anzu

fangen wisse. Die Möglichkeit, daß dio rothen Teufel" zu brauchbaren

Mitgliedern der menschlichen Gesell

schast gemacht werden könnten, wollte

lange Zeit niemand anerkennen, den noch ist sie neuerdings wieder in über

zeugender Weife durch die glänzenden

Erfolge nachgewiesen, die der ameri

kantsche Oberst R. H. Pratt erzielte.

Dieser hat schon in den Jahren 1374

und 1875 seine Theorien an Gefange

neu erprobt, er richtete für sie eine

Schule ein und machte erfreuliche Be

obachtungen über ihre Willigkeit und

Intelligenz.

Die Regierung wurde aufmerksam auf seine Versuche und bewilligte

schließlich die Mittel zur Errichtung

einer besonderen Gewerbeschule für Indianer, die dann am L November

1879 zu CarliSle in Pennsylvanien von Oberst Pratt eröffnet wurde. Ueber diese Schule veröffentlicht die Garten, laube" einen höchst interessanten Artikel von R. Cronau in New Bcrk, der durch eine Reihe anschauliche? Dar. ftellungen aus den verschiedenen Ab theilungen der Schule illustriert ift. Daß die Gründung dieser Anstalt ein glücklicher Gedanke war. geht daraus hervor, daß in den 24 Jahren ihres Bestehens 3053 indianische Knaben und 1850 indianische Mädchen in ihrer, zogen und in fleißige, geschickte amerikanische Bürger umgewandelt wurden, und daß die Schule augenblicklich von 1298 Zöglingen besucht wird. Das erste Heft des neuen Jahr gangS der Gartenlaube", bringt außer diesem ansprechenden Kultur, bild eine Fülle weiterer werthvoller Beiträge, so unter anderm einen Auf. satz über den Kopfschmerz" von Geh. Med..Rath Prof. Dr. Eulenburg, ei nen Bericht über Die Deutsche Frauen bewegung im Jahre 1903" von Helene Lange, eine hübsche Abhandlung über Die Hunde von Konstantinopel" von E. v. Hesse.Wartegg und Eine seltsame heattrgeschichte" von Max Gru be, außerdem den Anfang eines außer ordentlich fpannmden Romans von Rudolph Stratz: Gib mir die Hand" und den Anfang einer Erzählung von Karl Busse: Schimmelchen". Die illustrative Ausstattung steht auf der bei der Gartenlaube" bekannten Höhe. Als ganz besonders gelungen und ansprechend sei das prächtige, mehrfarbige, doppelseitige Kunstblatt: Des Hause Sonnenschein", nach dem Aquarell von Han G. Jentzsch, hier namentlich hervorgehoben.

Die beste 5 Cent Cigarre in

der Stadt, Mucho'ö Longfellow".

,-,Fedora. Sine vorzügliche Wiedergabe des ergreifenden Dramas.

Fräulein lairette Clair feierte

Triumphe. Die Cincinnatier Theater.Gesellschaft

brachte gestern unter den Ansptcien des

Deutschen Theater VercinS Eardou'S packendes Drama Fedora" zur Auf.

führung und sie erzielte damit einen

durchschlagenden Erfolg.

Mit virtuoser Kunst bietet Sardou

uns Ausschnitte aus dem Leben und Treiben der höheren russischen Gesell.

schaftökreise mit allen ihren Vorgängen

von Geistes' und Gemüthstiefe und

auch den Auswüchsen.

DaS Stück fesselt das Interesse der

Zuhörer von der ersten bis zur letzten

Scene und die Titelrolle bietet einer dramatischen Künstlerin reiche Gelegen heit zur vollen Entfaltung ihres Ta lentes.

Frl. Clairette Clair hatte die Rolle inne und sie gab als Fedora" in der That eine großartige künstlerische Lei ftung. Sie brachte da Phantasiebild der Slavin mit ihrer glühenden Liebe, ihrem milden Haß und ihrer unersütt.

lichen Rachsucht in wunderbarer Weise

zur Geltung.

Nicht eine Nuance, nicht ein Detail

ließ sie sich entgehen. Schon gleich

im erstem Acte, in welchem ihr Verlobter

tödtlich verwundet nach Hause ge

bracht wird, hatte sie große Momente. In ihrem Schmerz sowohl als auch

in ihrem Verlangen, den Mord des

Gatten zu rächen brachte Frl. Clair

dämonische Temperament der Slavin

zu ergreifende: Wirkung.

Sie verlieh den verschieden? seelischen Borgängen in ihrem Innern stets den

richtigen Ausdruck, so daß man unwill kürlich den Eindruck empfing, so leiden

schaftlich lieben und hassen kann nur

eineSlavin. Von Act zu Act steigerte

sich die Wirkung und sie erreichte ihren

Höhepunkt in der Schlußscene des drit

ten Actes, in welcher sie unumstößliche Beweise erhält, daß ihr Verlobter ein elender Bursche war, der sis und seinen

Freund, den Grafen LouiS Jpanoff in schmählicher Weise hinterging, indem

er mit dessen Frau ein zärtliches Ber hältniß unterhielt. Sie hatte stets g

glaubt, daß Gras Jpanoff ein Nihilist

sei und aus irgend welchen nihilifti

schen Gründen ihren Verliebten tödtete.

Als sie aber erführt, daß derselbe von

Jpanoff erschossen wurde, weil derselbe

ihn mit seiner Frau bei einem SteN

dichein überrascht, da geht in Fedora eine wunderbare Wendung vor. Sie

liebt den Grafen und doch wollte sie aus Rachsucht sein Verderben. Jetzt

aber beseelte sie nur noch ein Gedanke,

der. Geliebten zu retten. Diese Wand

lung wurde von Frl. Clair in packend fter Weise zur Darstellung gebracht, und die Seelenangst des liebenden WeibeS um ihre Liebe wurde ergrei send dargestellt. Sie hat gestern Abend durch ihre meisterhafte Wiedergabe der Fedora dem Publikum einen hohen künftleri schen Genuß bereitet. Sardou hatte seine Fedora" speciell für Sarah Barnhardt geschrieben und um den Stern recht hell strahlen zu lassen, wurden die übrigen Rollen mit Ausnahme der einzigen des Loris Jpanoff recht stiefmütterlich behandelt. Herr Otto Ernst Schmid setzte sein ganzeS Können ein, um dieser Rolle ge recht zu werden, doch lag sie ihm nicht, wie die burschikosen Rollen die er so trefflich spielt. Er zeichnete sich na mentltch in der großen Scene im drit ten Acte aus. In reizender Weise führte Frl. Elsa Corty die Rolle der Gräfin Olga Soukareff durch. Herr Adolf Heine war ein sympathi scher BotschaftS'Attachee, De Siriex; er ragte, wie immer in solchen Rollen, durch sein elegantes Auftreten und Be nehmen hervor. Wie schon erwähnt, sind die übrigen Rollen im Stücke nur Staffage; sie wurden sämmtlich in zufriedenstellender Weise durchgeführt. Die Mitwirkenden warenFrau Marie Szwirschina, welcher bei ihrem Austre ten eine herzlicheOvation bereitet wurde; Alfred Gorowicz, Fritz Hambeck, Bertha Lucko, Heinrich Neeb, Clemens Bauer, Oscar Pauly, Heinrich Löwenfeld. Hella Echultze, Fritz Fischer und Ella Schmalz. Die Ausstattung ließ gestern nichts zu wünschen übrig; Frl. Clair' ele ganteiToiletten erregten allseitige Be wunderung. M

Sowohl nach dem dritten als auch

nach dem vierten Act mußte der Vor.

hang dreimal in die Höhe gehen; im

mer wieder zollte das Publicum den Darftellern, vor Allem, Fräulein Clair,

von deren künstlerischen Leistungen eS

hingerissen war, reichen Beifall.

1879-1904.

25.iährigeS Jubiläum der Firma Gebrüder

Bertermann.

In sinniger Weife, s, recht entspre.

chend dem Character der Mitglieder der

Firma, beging gestern Abend die Firma

Gebr. Bertermann", die bestbewährte

Floriften.Firma von der Massachusetts

Ave., die 25. Jahresfeier ihres Be.

stehen, ihr Silber.Judilüum.

Von kleinen Anfängen haben die

rührigen und tüchtigen Glieder der

Firma im Laufe dieses Vierteljahrhun

derts ein Blumen, und PflanzenGe

schüft und eine Kunftgärtnerei heran, gebildet, die zu den größten und besten ihrer Art, nicht nur in Indianapolis und Jndiana, sondern in den Der. Staaten überhaupt zu zählen sind. Es war am 25. Februar 1879, als die Gebrüder Wilhelm und John Ber termann wovon der erstere 1377 aus ColumbuS, O., hierhergekommen war den Grundstein für das gegen wärtige großartige Geschäft legten, in. dem sie das BlumenDepartement der Christian Schrader 'schen Handlung an der Washington Str. ankauften, in welcher es damals nicht nur Porzellan, und GlaSwaaren. sondern auch lebende Blumen, Canarien.Vögel und andere gab. Im Jahre 1882 gesellte sich zu den Brüdern noch Herr Edward Ber.

termann und in dem Jahre wurde das

große GeschäftSlocal an der Massachu settS Ave. eröffnet. Vordem hatten die Brüder Berter. mann, die im alten Vaterlande Cassel, resp, in WilbelmShöhe die Landschafts, gürtnerei und alle Zweige der Kunstgärt.

nerei gründlich erlernt hatten, hier das

LewiS'sche Blumengeschäft an der Mas

sachnsettS Ave. und das Lange'sche an der Washington Str. angekauft, sowie

eine Zeit lang an Liberty und New

York Str. ein kleineres Geschäft be

trieben. Heute zählt die Firma, wie

schon gesagt, zu den bedeutendsten Flo

risten.Firmen deS Landes, und das ift der Thatkraft und Tüchtigkeit ihrer

Mitglieder zu verdanken.

In ansprechender Weise ward gestern Abend der Jubeltag begangen; denn

einer Einladung der Firma folgend,

versammelten sich im Clubsaale deS

MünnerchorS" die Glieder der Firma

und ihre Angehörigen, einige sehr in time Geschäftsfreunde, wie Herr Schra

der, sowie die 27 Angestellten der Firma

zu einem eleganten und doch gemüthli

chen, weil zwanglosen Festschmause an

mit Blumen herrlich geschmückter Tafel. Dm Haupttheil der Dekorationen bil

dete daS in sinniger Weife von Palmen

umrahmte Bildniß des derzeitigen lei

tenden Geistes der Firma, des leider

vor zwei Jahren vom Tode dahingerafften Herrn Wilhelm Bertermann, dessen Angedenken im Laufe des Abends gar manche? liebe Wort gewidmet wurde. Ein Schubkarren au Blumen stellte den Beginn der Firma symbolisch dar, ein mit bunten electr. Glühlichtern übersäte Blumen-Automobil den ge genwürUgen Stand der Firma, der ihre zahlreichen Freunde nachträglich ein herzliche "Vivat, Floreat, Crescat !" zurufen.

Die Merchant' Ratio.! B.nk"

Hat endlich den gewünschten Platz für eigenes, modernes Heim gesunden und gesichert. Die Merchants' National Bank" hat gestern da Western UnionGe bäude" an der Süd Meridian Straße und da nördlich angrenzende alte Poftgebäude" von Wm. Coleman und Wwe. C. Condit für $155,000 anaekauft und damit die Frage betreffend Bau eine eigenen modernen Bank qebäudr endgültig entschieden. DaS Doppel.Grundftück hat eine Frontlänge von 79 und eine Tiefe von 67z Fuß, Mithin kann dort ein stattliches Gebäude errichtet werden. Mit dem Bau soll sobald als möglich begonnen und ein in jeder Beziehung modernes Gebäude al künftige eigene Heim für die flo. rtrende Bank erbaut werden. Die Bankräumlichkeiten im Parterre wer den z. B. doppelt so groß werden, al die im gegenwärtigen Gebäude sind, dessen Pachtcontract am 1. April 1905 abläuft. Bi dahin wird da neue Gebäude vollendet sein.

In weite Ferne entrückt

Sind vorderhand die schönen

Brückenbau - Pläne.

Wer hilft jetzt der Stadt ' Da County'Council, respective die

demokratischen Mitglieder desselben:

Cam. Pfendler. W. S. Johnson und

ChaS. H. Pierson. sämmtlich außerhalb

der Stadt ansässig, haben es gestern abgelehnt, die nöthigen Gelder für den

Bau von Brücken in Indianapolis, wie von den County Commissären bean

tragt, zu bewilligen, das heißt eine

BondS.AuSgabe zu dem Zwecke.

Die Kosten für diese Brücken waren

vom County'Jngenieur wie folgt ver

anschlagt: White River Brücke an der West

Michigan Str $170,000

Do. an der Morri Str 165.000

Do. Rivkr Ave 165.000

Do. in Enrichsville 165,000

Fall Creek , Brücke an der Dela.

wäre Str 75,000

Little Eagle Creek Brücke, Pike

Township . .. 1,809

School Brauch Brücke, westliche

Caunty-Grenze 2,00

Fishback Creek. Brücke ,200

Total für Brckenbau 1 748 600 Hierzu AnwallS-Gebühren für die BondS'AuSgabe $ 300

Gesammt.Total $746,900 Sämmtliche Mitglieder des County. Councils erklärten in den beiden ge ftrigen Sitzungen, Vormittags und Nachmittags, daß sie von der Nothwen digkeit der neuen Brücken überzeugt und auch bereit seien, der Stadt zu helfen. Allein die 3 genannten Coun cil-Mitglieder bestanden darauf, daß die JndplS. Traction & Terminal Co., resp, die Znterurban.Bahnen gezwun gen werden sollten, die Hälfte der BrllckenBaukoften zu tragen ; denn diese Brücken würden doppelt so viel kosten, als gewöhnliche, da sie für den Jnterurban.Berkehr besonders stark ge baut werden müßten. Solange die I. T. & T. Co. nicht bereit sei, die Hälfte der Kosten zu zahlen, würden sie nicht für die BondSausgabe stimmen können. Auf diese Standpunkt verharrten die 3 genannten Council Mitglieder auch in der NachmittagSfltzung und da zur Bewilligung der BondSausgabe 5 der 7 MitgliederStimmen nöthig wa ren, wurde die Bewilligung nicht ge macht. Und das trotzd.'m Mayor Holtzman wie auch CountyAnwalt Martin Hugg wiederholt und eingehend auseinander gesetzt hatten, daß die Stadt, unter dem gegenwärtigen Freibriefe der In dianapoliö Traction & Terminal Co., die Benutzung aller Straßen und Brücken freigeben müsse, mit hin der I. T. & T. Co. in legaler Weise keinerlei Förderungen betreff Beisteuer zu Brückenbau.Koften stellen könne. Dagegen erlaubte da County.Coun cil die folgenden Ertra-Berwilligungen, welche durch die neuliche Supreme Court. Entscheidung betreff der Ge. Rühren für County-Beamte benöthigt wurden: Tageelder für frühere County, Clerk 525,360 Taae.Gelder für den jetzigen County, Elerk 2,752 Tagegelder für Ex.SheriffS ((Sri minal.Gericht) 4,364 Tagegelder für den gegenwärtigen Oeviff (Eriminal.Vericht) 415 Meilen Gelder für Friedensrichter ... 50

Bewilligt wurden $32.941

Rene Inkorporationen. Reue Eisenbahnen, JnterurbamLinien und andere neue Unternehmungen etc.

In der Office de Staatösecretür wurden gestern folgende neue Firmen etc. incorporirt: Die Aichmond & Northwestern Electric Railway Company", von Rich mond bi Anderson. Capital $50,000; Geo. M. Hodgee, G. G. Bambach, W. D. Riddel und L. I. Lowman von Dayton, Directore. Die MillS . Cropper Company", ZionSville, Boone County, Capital 30,000; Jncorporatoren: Jra E. Conrad, Nettie Cropper, John M. MillS, Maggie Epark, Anna Conrad, Oliver Cropper und Maria E. Mills. Die ColumbuS, GreenSburg & Stichmond Traction Company", Capt tal $7,000,000. Auguft M. Kühn, Amo Hollomell, Milton ReeveS, Wal ter McConaha, William Meyer, Char. le Wilfon, Harrt Holland. Die Sincinnati, Bluffton & Chi cago StailwayCo.", Capital $100,000;

Frenzel Bros.,

v. 1 . Washington Str (Merchants National Bank.) Ei europäisches Depattmuit.

Wechsel, Credttbriefe und Postanweisungen

aus alle Städte EurovaS.

Schtsssscheine n1ÄT

An und verkauf ausländischen Geldes. Gutes Urtheil in der Handhabung von elder bestimmt deren Er trags.Fühigkcit. Es ift bester Ihre Ersparnisse in einem soliden Vank'Jnditut zu deponieren, wo titselben einen mäßigen Zinö eintragen, al solche in Unternehmungen zu stecken, wo die, selben jetzt große Prozente bringen, aber später vielleicht gar nichts. Siliere Einkommen und Sicherheit des Kapitals sind zwei Hauptpunkte. THE INDIANA TRUST COMPANY zahlt Ihnen 3 Prozent Zinsen an Ersparnissen. Kapital 81,000,000 Bureau: Jndiana Truft Gebäude,

Gehen Sie zu der Weltausstellung in St. Louis? Wenn so, so sprechen Sie bor in der Big Fonr Office, o. 1 Oft Washington Str., Indianapolis, Ind. oder man schreibe an den Unterzeichneten für weitere Information hinsichtlich des Fahrpreises, Abfahrt der Züge, Hotel Lifte, oft Häuser etc. Nicht zu veraessen, die richtige Linie für die Weltausstellung ist die ..BIG F0UR Fair Route.. und deren Office ist No. 1 Oft Washington Strafte, oder Ecke Washington nd Meridian Vtr. Jndianapoltl. Ind. H. M. Brenaon. sst. Gen. Pass. Agent. von Huntington bis Muncie; Smith Bracey, Chicago, Hugh Dougherty, Bluffton und 13 Andere. Die Schwedisch Ev. uth. Gloria Oei.Gemeinde". South Bend, Jncor voratoren: Nels E. Benson, Andrew Petterson, Charles F. Carlson, I. F. Petterson, Auguft Nelson. Theodore Holtz, A. E. Strom, C. N. Dott, D. P. Berg, C. I. Johnson. A. P. Johnson und Guft Strom, Alle von South Bend. Die ,venryville State Bank". Henry. ville, Capital 125,000; Direktoren. George Bollinger, C. W. Cauble, L. B. Guernsey, Zach Taylor, Charles Genner u. A. Die Laurel Telephone Co.". Bor. den, Capital tzlOOO; Jncorporatorm, E. I. Roß. C. F. Schleicher. George Jackson, C. E. BorderS u. A. Ferner als auswärtige Corporation die Grover Sleveland GaS and Oil Co.", Illinois, Thomas H. Sondon von Parter ift Agent von Jndiana.

Eisendahn.Naten von Jndlanapßlis zur Welt'Äusftellung. Die Sisenbahn-Raten nach St. Louiß und zurück, zur Weltausstellung, mit dem 26. April in Kraft tretend, find für die Vandalia Bahn von Zndianapo liS auS feftgefetzt. Spezielle Auskunft bezüglich der Fahrpreise und der WeltAuSftellungS.Accomodationen der Van. dalia Bahn sind mündlich od?r schriftlich zu erhalten bei W. W. R ich rdson, sftft. G. P. A. Indianapolis, Sd.