Indiana Tribüne, Volume 27, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1904 — Page 7

Jndian Tribüne, 93. Februar i04

versiegelte Pppen Vornan von fievmslun OMereUcra

(Schluß.) Xit Tepesche stammte aus einer grö tzeren Station in der Schweiz, und ihr Inhalt lautete: ..Schneider Emil Fischer aus Halle, durch Uederfahren tödtlich verletzt, verlangt Sie dringend zu sprechen. lile nöthig. Krankenhausverwaltung." Verständnihlos überlas Rinckleben die seltsame Mittheilung zum zweiten und zum dritten Male. Kennen Sie einen Schneider Emi! Fischer aus Halle?" wandte er sich an den Bureauvorsteher. ..Gehört er vielleicht zu den Mandanten meines Kol-legen?-Der Gefragte verneinte. Wir haden verschiedene Fischer. Herr Rechtsanmalt, aber keinen, der Schneider ist oder mit Vornamen Emil heiht." Sonderbar! Und doch muh es sich um etwas Wichtiges handeln, wenn der Mann auf seinem Sterbebette den Wunsch nach einer Unterredung mit VoUmar hat. und wenn er nicht Bedenken trägt, ihn zu diesem Zwecke von Berlin nach der Schweiz zu rufen." ..vielleicht ist es nur die tolle Idee eines in den letzten Delirien liegenden Todeskandidaten." meinte der Assessor, der die Depesche inzwischen ebenfalls gelesen hatte. ..Jedenfalls wird ja sein Wunsch unerfüllt bleiben muffen Rinckleben sagte nichts weiter, aber er faltete mit sehr nachdenklicher Miene das Telegramm wieder zusammen und steckte es in seine Brusttasche. Ein paar Minuten lang stand er schweigend ßm Fenster, dann wandte er sich plötz kich gegen einen der Schreiber. feicoen Sie mir das Kursbuch und telephoniren Sie. bitte, in meine Woh nung. mein Diener solle die Handtasche fertig machen. Er soll nur das Nothwendigste einpacken, können Sie ihm sagen. Ich gedenke nicht lange fort zu bleiben." Niemand kam es in den Sinn, daß der Rechtsanwalt die Absicht haben könnte, an Stelle des Gerufenen nach der Schweiz an das Sterbelager des überfahrenen Schneiders zu eilen, allein Rinckleben erklärte nach kurzem Blättern im Kursbuch so gleichmüthig. als ob es sich um etwas ganz Selbstverständliches handle: ..Ich fahre also nach der Scnweiz. Wenn einer von den jungen Leuten die Freundlichkeit hat. mir eine Droschke zu holen, werde ich selbst auf dem Umwege über meine Wohnung den Wiener Expretzzug noch rechtzeitig erreichen."

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Es war mitten in der Nacht, als Rinckleben die Glocke am Eingangsthor des Krankenhauses in Bewegung setzte. Eine Pflegerin im Ordenskleid that ihm auf und fragte nach seinem Be gehr. Ohne seinen Namen zu nennen, zeigte er ihr das an Herbert Vollmar gerichtete Telegramm. Hoffenrlich komme ich nicht zu spät." sagte er. der Mann, in dessen Namen diese Depesche abgeschickt wurde, ist doch nicht inzwischen gestorben?" Vor einer Stunde wenigstens war er noch am Leben, und ich würde eö wissen, wenn er seither verschieden wäre. Aber ich weih nicht, ob Sie ihn jetzt werden sprechen können. Bitte treten Sie ein. bis ich mich erkundigt habe." Rinckleben leistete der Aufforderung Folge, und nach Verlauf einiger Minuten kehrte die Schwester zurück. ..Es wird bald mit ihm zu Ende gehen." sagte sie in der milden Art. die diesen an d:n Anblick menschlichen Elends gewöhnten Samariterinnen eigenthümlich ist. Wollen Sie mir folgen." Sie geleitete ihn an das Bett eines Menschen, von dem vor weißen Verbänden nichts anderes zu sehen war als zwei tief in ihren Höhlen liegende 2lu gen. über die sich schon die Schleier des Todes gelegt zu haben schienen. Als Rinckleben sich über den Kranken herabneigte, flüsterte dieser: Was wollen Sie? Sie sind nicht Vollmar." Nein, ich bin es nicht, aber ich bin statt seiner gekommen, da er durch schwere Krankheit verhindert war. Was Sie ihm sagen wollten, dürfen Sie getrost auch mir anvertrauen." Der Leidende schloß die Augen und blieb eine lange Weile ganz regungslos. Xic Schwester, die bei Rincklebens Eintritt am Fußende des Bettes gestanden, winkte ihm mit den Augen, ihr an die andere Seite des Zimmers zu folgen. Dort sagte sie leise: Ich glaube, der Unglückliche ist nicht mehr im vollen Besitz seiner Geisteskräfte. Er quält sich schon seit geraumer Zeit mit einem Bekenntniß, das ihm offenbar schwer auf dem Herzen liegt. Aber seine Gedanken scheinen sich zu verwir. ren, denn er sagte, daß er nicht Emil Fischer, sondern ein Referendar Pcul Keilig sei. und daß er die Flucht ergriffen habe, weil man ihn wegen eines Mordes verfolge. Auch von eine? ge stohlenen Brieftasche und von einem ge. fälschten Wechsel hat er in wirrem Durcheinander gesprochen. Aber vielleicht finden Sie den Schlüssel zu all diesen Dingen." Wenn ihn nicht der Ernst des Ortes und die düstere Majestät des Todes.

der auf der Schwelle dieses Zimmers stand, daran gehindert hätten, so würde Rinckleben mit einem Ausruf der Freude ihre Frage bejaht haben. Denn nun zweifelte er nicht mehr, daß er hier vor d?r Lösung des Geheimnisses stand, das ihm Herbert Vollmar um seiner Anwaltsehre willen nicht hatte offenbaren dürfen. Schaffen Sie so schnell als möglich etwas Schreibgeräth zur Stelle." sagte er zu der Schwester, und noch irgend einen Zeugen einen Arzt oder lver es sonst sei." Tann kehrte er an Paul Keiligs Lager zurück und brachte seinen Mund dem Ohr des Sterbenden ganz nahe. Sie haben den Privatier Holnstein erstechen nicht wahr? Und Sie haben Vollmar gerufen, weil Sie Ihr Gcwis sen erleichtern wollten, ehe Sie vor den höchsten Richter treten?" Langsam hoben sich die Lider des Verunglückten. ..Ihm habe ich es ja schon gesagt." brachte er mit Austrengung heraus. ..Ich wollte ihn jetzt nur von seiner Sckn?eigepflicht entbinden." ..Aber Sie hören doch, daß er schwer krank ist. daß er vielleicht sterben wird, ehe er irgend Jemand Mittheilung ma chen könnte von dem. was er weiß. Darum müssen Sie es mir noch einmal sagen. Jk, kann es Ihnen nicht erlassen." Der Sterbende raffte sich zu einer Wiederholung seines Geständnisses auf. 3ic war minder ansckiaulick) und ausfiihrlich als die Schilderung, die er Herbert VoUmar gegeben, aber Rinckleben besaß juristischen Scharfsinn genug. um die fehlenden Glieder zu ergänzen und durch rasche Fragen d,e Lücken in dem Bericht deö Unglücklichen auszufüllen. Wiederholt zwar mußte Keilig seine Beichte unterbrechen, weil seine Kraft ihn zu verlassen drobte. aber der Arzt, der sogleich die ganze Bedeutung der Situation begriffen hatte, regte durch in stimulirendes Mittel die schwindenoen Lebensgeister des jungen Mannes so w.'it an, daß er wirtlich bis an das Ende seiner Erzählung kam. Nur einige unwesentliche Fragen noch waren es. auf die Rinckleben ohne Antwort blieb, weil der Referendar in einen Zustand tiefer Bewußtlosigkeit gefallen war. aus dem es, wie der Arzt dem R?cbt5anwalt durch ein Zeichen andcutete. kein Erwachen mehr für ihn geben würde. itfincfle&cn ließ das von ihm niedergeschriebene, unter so seltsamen Ver-. hältniisen entstandene Protokoll von den anwesenden Zeugen unterzeichnen und verließ nach einem letzten mitleidigen Blick auf fc:n Sterbenden das Gemach, um mit dem nächsten Zug dle Heimfahrt anzutreten. 23. Kapitel. Pv: Aufklärungen, die Rinckleben dem Staatsanwalt und dem Untersuchungsrichter von seiner Reise mitbrachte, machten eö zu eiuer wenig schwierigen Aufgabe, das Dunkel, das bis zu diesem Tage über dem Verbrechen in d?r Villa Rothe gelegen hatte, zu lichten. Tie Richtigkeit ließ sich unschwer erweisen. I er unselige Wechsel, der alles verschuldet hatte, fand sich unter den vom t'-icht beschlagnahmten Papieren BendheimS. Doktor Cordes, dem er zur Prüfung vorgelegt wurde, erklärte ohne Weiteres, daß seine NamensUnterschrift gefälscht sei. Damit schien auch die Glaubwürdigkeit aller übrigen Aussagen Keiligs hinlänglich erwiesen. Daß von den Bewohnern der Villa Rothe weder sein Kommen noch sein Gehen bemerkt worden war. konnte diese Glaubwürdigkeit nicht erschüttern. Denn auf ernstliches und eindringliches Befragen mußten die Dienstboten zugeben, daß sie gerade um diese Zeit stark beschäftigt gewesen seien und daß ihnen deshalb der Eintritt eines Fremden r-cht wohl hatte entgehen können. Ein noch überzeugenderes Beweismoment aber bildete der Umstand, daß man bei einer Untersuchung der von dem Referendar in seinem Hotel zurückgelassenen Garderode einen mit Blutflecken bedeckten AnzUg fand. Die chemische Analyse ließ keinen Zweifel. daß es sich um Menschenblut handle, und so war gewissermaßen das letzte Glied in der Beweiskette geschlossen. Unmittelbar nach der Vernehmung des Doktor CordeS schon f)i:ttt der Untersuchungsrichter Dagmar vorführen lassen, um ihr ihre Haftentlassung anzukündigen. Sie war bei dieser unerwarteten Mittheilung in heftiges Schluchzen ausgebrochen, und tb hatte den Landgerichtsrath nicht gering? Mühe gekostet, sie zu beruhigen. Aber sie wiederholte jetzt nicht mehr, daß sie sich davor fürchte, zu den Menschen zurückzukehren, denn sie hatte seit der Stunde, da ihr die Mittheilung von Herberts schwerer Erkrankung gewor den war. keinen heißeren und sehnlicheren Wunsch gehabt als den. ihr Gefängniß wenigstens auf einen einzigen Tag verlassen zu dürfen, um ihn noch einmal zu sehen. So schnell, wie sie eö angesichts der überraschenden Wendung in ihrem Geschick gehofft haben mochte, ließ sich ihr Wunsch nun allerdings nicht erfüllen. Rudolf v. Rinckleben. der sie im Sprechzimmer erwartete und ihr ohne ein Wort des Äluäwunsches. aber mit einem Blick, der beredter war als Worte, die Hand drückte, mußte ihr mittheilen, daß sie vorläufig noch nicht daran denken dürfe. Herbert zu besuchen. Nach einem eben eingetroffenen Telegramm bei Assessor harren sich

zwar heute gewisse Symptome gezeigt, die auf eine glückliche Wendung hoffen ließen, aber der Zusta.id d?s Patienten mußte, wie der Absender des Telegramms vorsichtig hinzufügte, noch immer für bedenklich gelten. Seien Sie tapfer und getrost. Fräulein Dagmar." beschwichtigte Rinckleben die Weinende. Ich habe mein Leben lang nicht zu den Leuten gehört, die ein blindes Vertrauen in die Gerechtigkeit des Schicksals setzen, in jene Gerechtigkeit wenigstens, die unseren kurzsi'tigen menschlichen Begriffen entspricht, in diesem Falle aber habe ich das unerschütterliche Vertrauen, daß sich alles zum Guten wenden werde. Gedulden Sie sich nur noch für eine kurze Frist. Was ein aufrichtiger Freund thun kann, um Ihnen über diese letzte Prüfungszeit hinwegzuhelftn, das soll g:wiß geschehen." Er veranlaßte sie. am nächsten Tage mit ihm nach Berlin zu fahren, wo er sie in einem angesehenen Pensionat unterbrachte. mit ritterlichem Zartgefühl darauf bedacht, sie seine Fürsorge so wenig als möglich merken und als eine Wohlthat empfinden zu lassen. Er selbst verbrachte beinahe wieder alle Stunden des Tages in Herberts Wohnung. und schon achtundvierzig Stunden später hatte er die freudige Genugthuung. aus dem Munde des Arztes zu erfahren, daß jetzt an dem Beginn einer Besserung im Befinden feines Freundes kaum mehr zu zweifeln sei. Und wieder noch einer Woche durst: er. nachdem er schon wiederholt d:l Krankenzimmer betreten und einige er muthigende Wone mit dem Genesenden gewechselt hatte, endlich wagen, ihm über die Ereignisse, die sich seit seiner Erkrankung zuaetragen. ausführlichen und vollständigen Bericht zu erstatten. Vielleicht hte'ikim der Arzt dazu auch jetzt noch nient seine Erlaubniß gegeben, aber Rinckleben hatte sich in der Annähme, daß eine Glücksbotschaft selten von nachtheiliger Wirkung auf einen Genesenden sei" nicht betrogen. Er verstand eö aber auch, seine Äcittheilungen im wahren Sinne dei Wortes zu einer Glücksbotschaft zu machen. cnn er sprach ihm nicht nur von dem Geständniß des Referendars und von Dagmars Rechtfertigung, sondern auch von dem. was sie ihm in jener Stunde der Verzweiflung anvertraut, da sie den geliebten Mann auf dem S:erdebette geglauvt hatte. Jch denke, mein Lieber," fügte er, seine eigene Rührung nur mit Mühe bwinend. hinzu, jetzt kannst Du ihr verzeihen. Ihre Buße war wohl härter ab ihr Bergeh:n." ..Verzeihen? Ich 5" flüsterte Herbert. ..Was hätte ich ihr zu vergeben? Sie ober -wenn sie erfährt, daß ich sie mit einem Wort hätte befreien können und daß ich es nicht gethan muß sie mich nicht verabsckeuen? ctann sie nach diesem noch an meine Liebe glauben?" Darum wirst Du sie freilich wohl selbst befragen müssen, salls Du es nicht vorziehst, ihr diesen Zwiespalt Deines Ehrgefühls und Deine 5erzens zu verschweigen. Von mir. dessen darfst Du gviß sein von mir wird sie nichts daion erfahren." Herbert schüttelte entsäi'eden ablehnend den 5topf. t.zt muß el wissen. N'.ir wenn sie mir verzeihen Unn. darf ick das Geschenk ihrer L.cb? annehmen." Er blieb bei diesem Entschluß. In jener von Beiden gleich heiß und inbrünstig herbeigesehnten Stunde, da Dagmar. von Rinckleben geführt, in sein Zimmer trat, gab es ein rückdaltloses Gestehen alles dessen, was eines dem anderen bisber noch verhehlt. Her, bert machte feine Schuld nicht geringer, als sie es seinem jetzigen Empfinden nach gewesen war. Er fand nicht einmal die rechten Worte für die Schilderung der Qualen. die er unter dem Druck der grausamen Nothwendigkeit erduldet hatte. Sie aber hörte daö alles auö dem Klang seiner Stimme und las es von dem Zucken seiner Lippen. Und a!s er mit versagender Stimme fragte: ..Nicht wahr, das kannst Du mir nimmermehr vergeben" da neigte sie sich mit jenem süßen, bezaubernden Lächeln, dessen er kein anderes Menschenantlitz fähig glaubte als daö ihre, über ihn hinab. Indem ihre Lippen leise wie ein Hauch die seinen berührten, flüsterte sie: ..Herbert mein über alles geliebter Herbert !" Jauchzend schlang der Genesende seinen Arm um ihren Nacken. Aber ali er sich nach dem Freunde umsah, den er vorhin ausdrücklich gebete i hatte, seiner Unterredung mit Dagmar beizuwohnen, fand er ihn niety mehr im Zimmer. Ende. Im deutschen Reiche betrug die Prozentzahl der im Ersatz. jähre 1902 in Heer und Marine einge stellten Mannschaften ohne Schulbildung 0.04. Aus das Landheer ent' fielen 0.05 Prozent, auf die Marine 0.00 Prozent. Im Ersatzjahre 188 1883 betrug bte I? sammtzahl noch 2.04. die beim Lat.yeer 2.00. die der Marine 3.32 Prozent. t Der schwedischen Dichterin Selma Lagerlös sind von den Frauen Schwer dens gewebte Wanvdekorationen als Dank für hn Roman ..Jerusalem' verehrt worden. Die Bildwebereien, die von Fräulein Wettegren entworfen und von den Weberinnen der Vereinigung s'ir schwedischen Kunftfleitz" ausgeführt sind, sind Illustrationen zu dem genannten Buche.

Belgisches einnmitn u Hl. Folgendes Stimmungsbild zeichnet ein Brüsseler Blatt von o:n ländlichen Slani.eöamtsrcgistern in Belgien: In unseren meisten ix:fern hat der Gemeincerath seinen Sitz in emem Wirthshause. Die Versammlung tritt ein- oder zweimal im Jahre in einer Stube neben rem Ausjchank zusammen. dic als ganzes Mobiliar einige Stühle, ein Pult und einen Schraut enthalt, worin die Standesrezister und sonstigen Gemeinde - Urkunden aufbewahrt werden. Da keine besonderen Standesbeamten vorhanden sind, so werden die Anzeigen von Geburten und SterbefäLen durch den Wirth, seine Frau oder eine Tochter entgegengenommen. die sie vorläufig mit einem Stück Kreide auf eine Schiefertafel oder eine Thür eintragen. Der Gemeindesekreiär. der meistens mehrere Ortschaften und obendrein auch noch sonstige Stellen bedient, kommt von Zeit zu Zeit, um diese Aufzeichnungen in die eigentlichen Register zu übertragen. die dann vom Bürgermeister in vollem Vertrauen unterzeichnet werden. Welche Auslassungen und UnrichtigZeiten bei solchen Verhältnissen vorkommen können, braucht nicht noch erwäbnt zu werden. Dank der Mangelhaften Rechtschreibung der übertragenen Namen in den Auszügen von Ge burts- oder Heirathsurkunden haben Bewohner derartiger Ortschaften bet Auswanderung unentwirrbare Schwierigkeiten, und bei Sterbefällen sind die Uebelstände noch viel schlimmer. Von e n m t ugcn Bä kerlcin aus Obermichelbach (Kanton Hllninaen) erzählt das Elf. Lothr. Mgbl.folgendes drollige Geschichtchen: Unser Held war in Basel zu Markt gegangen und hatte sich von dem Erlös seiner Waaren allerhand schöne Dinge, wie Zigarren. Fleisch und Würste gekauft, die er in seinem Vögelchen verpackte Als er nun vor der Heimfahrt sich noch an einem Gläschen gütlich that, eigncte sich eine Eierhändlerin aus Attenschweiler die köstlichen Sachen an und verschwand. Als das Bäuerlein seinen Vagen leer fand, stieg ein. furchtbarer Nachcplan in seiner 5eele auf. Er begab sich zum Burgfeldner Zollamt und erklärte, dafo die mit den Sachen ahnungslos vorüberkommende Frau Zollgut bei sich führe, lutgierig stürzten sich nun die Zollbeamten auf sie. und 2 Wart 80 Pfennig waren das Ergebniß ihrer Bemühungen. Jetzt führte das Bäuerlein den Hauptschlag auö. Es stellte sich jenseits des Zollamts au Wache und nahm der erschrockenen Atienschweilerin die verzollte Waare ab. Die Eierhändlerin soll kein überschlaues Gesicht gemacht haben, desto mehr freute sich bo Bau dein nb?r v -"sparten Zoll. Sonderbares Testament. Durch einen von Frau Jrving in New Dort an den County Clerk in Salt Lake City. Utah. gerichteten Brief sind neulich die Bestimmungen eines vor 27 Jahren in der letzteren Stadt abgefaßten seltsamen Testaments bekannt geworden. Frau Jrving erkundigte sich über den Nachlaß ihres GroßVaters Dr. Winslow. der im Jahre 1877 in Salt Lake City starb. Winslow hinterließ bedeutendes persönliches Eigenthum, darunter werthvolle Mu-schel-. Fossilien-. Mineralien- und Bü-cher-Sammlungen; drei Exemplare der Bücher Sammlung allein sollen einen Wertb von 510.000 gehabt haben. Man weiß nicht, was aus diesen Sachen geworden ist. Der Erblasser setzte seinen Kindern in dem vom 3. Mai 1876 datirten Testament gewisse Legate aus und verfügte, daß sein Herz herausgeschnitten, einbalsamirt. in ein Glas eingeschlossen und auf dem Sarg seiner auf der Insel Nantucket. Mass.. begradenen Mutter deponirt werde. Weiter bestimmte er. daß seine Leiche verbrannt, die Asche in einem Glase gesammelt und in den Sarg seiner in Cambridge. Mass.. begrabenen Frau gelegt werde. Da in Utah noch keine Verbrennung stattgefunden hatte, so mußte ein b:sonderer Ofen, der $1500 gekostet hat. für diesen Zweck konstruirt werden. EigenartigeEntdeckung. Auf sonderbare Weise hat sich neulich ein ISjährigcr Laufbursche, der nach Verübung von Unterschlagungen aue Berlin nach Hamburg geflüchtet war. in die Hände der dortigen Kriminalpolizei gespielt. Er machte in Hamburg die Bekanntschaft eines obdachlosen Arbeiters. mit dem er den größten Theil der veruntreuten Summe durchbrachte. Hierauf begaben sich Beide auf die Suche nach einem Nachtlogis. Unterweyö zeigte der Defraudant seinem Begleiter einen geladenen Revolver und erklärte ihm dessen Mechanismus. Als der Arbeiter die Masse schließlich selbst an sich nahm, entlud sich dieselöe. unr die Kugel fuhr dem Unvorsichtigen durch die Hand. Ein Schutzmann, der in Folge der Detonation herbeigeeilt kam. brachte den Verletzten in ein Krankenhaus, während der jugendliche Defraudant verhaftet wurde.

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Selb sterkenntnift. Professor der Physik: Fräulein Elfe, wollen Sie mir mal desiniren. was man unter Licht ver steht?" l s e : Licht ist alles das. waö man sehen kann." P r o s t s . s v x : Das dürfte doch nicht ganz stimmen. Sie sehen doch zum Beispiel mich, und ich bin doch gerade kein Lickt.-

B ei Wadenkrampf ist das Beugen des Fußes nach oben von fast augenolialicher Wirkung, indem der Krampf aufgelöst wird. Geräucherten Schweinsköpf zu kochen. Derselbe wird über Nacht mit Wasser bedeckt, am anderen Morgen warm abgewaschen und mit kochendem Wasser, die fleischige Seite nach unten, drei Stunden langsam gekocht. Besonders zu Sauerkraut und eingemachten Bohnen passend. Suppe mit E i e r k ä s e. Ein Ei. ein Löffel voll Mchl. eine halbe Tasse Milch und eine Prise Salz werden zusammen glatt gerührt, dies dann in einer Form in kochendes Wasser gestellt, bis die Masse mäßig dick ist. worauf von derselben kleine Klöschen in Fleischbrühe abgestochen und einmal aufgekocht loerden. H i r n st r i tz e l. Ein abgehäutetes Kalbshirn wird gewiegt. Zwiebel. Petersilie. Citronenschale und etwas Citronensaft. Nelken, nebt einem Ei und so viel Semmelbröseln dazu gegeben, um kleine Stritzel zu formen, welche in Eigelb, dann in gesalzenen Semmelbröseln umgewendet und in heißem Schmalz gebacken werden. Kühlende Um-schläge verordnet der Arzt meist von Bleiwasser. Mrm erreicht oft den gleichen Zweck durch Zusatz von etwas Essig an das Wasser. Bei Umschlägen auf die Augen nehme man aber keinen Eisig, mache überhaupt Umschläge auf d': Augen nur auf ärztliche Verordnung. Zu kühlenden Umschlägen nimmt man Leinwand, die man mehrfach zusammenfaltet. Mecklenburger Knackw u r st. Ein Theil gutes gekochtes Schweinefleisch, der Speck größtentheils daran abgeschnitten, wird recht fein gehackt, mit Salz. Pfeffer. NelkenPfeffer. Zv!uskatblüthe. feingehacktcr Citronenschale gewürzt, gut durchgemengt, in saubere dünne Därme gefüllt, j Stunde gekocht, in kaltes Wasser getaucht und nach dem Erkalten an einem luftigen, ftostfreien Orte aufgehängt. Lange Augenwimpern verleihen bekanntlich dem Gesicht, zumal dem Auge selbst, einen ganz b:sonderen Reiz. Der Blick erscheint seelenvoller, schmachtender. Ein einfaches Mittel, recht dichte und lange Wimpern zu bekommen, soll darin bestehen, daß man sie alle Monate mit einer feinen Scheere an den Spitzen beschneidet und darauf mit einem leicht mit Pomade bestochenen, eng gezähnten Taschenkämmchen auskämmt. Erfrorene Glieder. Sind einzelne Theile des Körpers, wie Nase. Ohren, Hände. Füße, erfroren, so ist jede rasche Erwärmung schädlich, eö muß vielmehr durch Auflegen von Schnee, und zwar im kalten Zimmer, für langsame Erwärmung Sorge getragen werden. Wenn die erfrorenen Glieder wieder Empfindung bekommen. waschc man sie abwechselnd mit Kampferspiritus und Petroleum und bestreiche sie dann mit Vaseline oder Gldcream. Bei schweren Fällen ist natürlich sofort ein Arzt zu Rathe z:? ziehen. Guteö Abtrocknen nach jedem Waschen. Das Aufspringen und Sprödewerden der Haut ist häufig Ursache von ungenügendem Abtrocknen nach Waschungen. Man trockne das Gesicht so lange ab. bis es vollständig trocken ist. Es ist namentlich das Ohr. welches leidet, denn diese Stelle wird gewöhnlich am wenigsten abgetrocknet. Schlechte Seifen verwehren die Empfindlichkeit der Haut. Gut sind die fetten Seifen, doch schäumen sie sehr wenig. Besonders zu prüfen sind die Ohren der Kinder, welche gebadet worden sind. Ist in dem Ohr noch Feuchtigkeit vorhanden und trifft dann dasselbe ein kalter Luftzug, sei eö durch das Wechseln des Zimmers oder daß man daö Kind iu's Fre!e bringt, so kaun die Folge eine Ohrenentzündung sein. Gehirnpflege. Kinder, in deren Gehirn das Wachsthum und die Ernährung nicht durch eine passende Diätetik unterstützt werden, zumal wenn dabei das Gehirn unverhältniß mäßig und sehr zeitig arbeiten mutz, können recht bald geistesschwach oder hirnkrank werden. Dies zeigt sich gan-, deutlich dann, wenn bei kleinen Kindern das noch sehr weiche und wässerige Gehirn zu zeitig angestrengt wird, oder wenn blutarme Schulkinder, welche der unzureichenden Ernährung ihrer Hirnsubstanz wegen in der Regel geistig träge sind, mit Gewalt und ebrnso schnell wie gesunde, kräftige Kinder lernen und klug werden sollen. Es muß eine solche falsche Hirndressur um so mehr schader. je weniger diese armen Kinder passende Nahrung. Wohnung und gehörige Ruhe (besonders im Schlafe) haben. Kinder, die mit mangelhaftem Schädel und Gehirn geboren werden oder bei denen gewöhnlich in Folge zu zeitiger Verknöcherung der Schädelkapsel da Wachsen des Gehirnö gehemmt ist. bleiben zeitlebens geistesschwach oder blödsinnig. Varirt. Ich brauche nicht, machen Sie, daß Gie weiter kommm!" ..Wenn S.e mir nicht abkaufen, wie soll ich wei-Wmmtnl

Feuer - Signale.

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