Indiana Tribüne, Volume 27, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1904 — Page 4

Judiaua Tribüne, 98. Februar 1004.

Indiana Tribüne.

H,raug,edrn von öct uedea 9 Indianapolis, Ind.

Harry 0. Thudiu . . Vrafide!. -uri-fcj--'iji-riiri i n 'uoji- KjTn-Ju'ni--'-r-'" nJJ'" riiiiw i i " VschftSloeaI: Ro 31 Süd Delaware Strabe. TBLBPHOISB SV.

, ird at the Pott Office os Indianapolis a cond clat matter.

Die tya&ttpoft.

AuS Washington wird mitgetheilt, eS liefen dort bei allen westlichen Kon greßmitgliedern in schmerer Menge Proteste ein gegen die vorgeschlagene Errichtung einer Packetpost rncfc deutschem oder europäischem Muster. Sena tot Cullom allein habe im Laufe der letzten Woche mehr als 200 solcher Pro teste elhalten und in ahnlicher Weise seien auch viele andere Kongreßmitglie der von den Gegnern der Packetpost be stürmt worden Die meisten dieser Proteste kommen, heißt eS. von Geschäftsleuten auf dem Lande. eS ist aber offensichtlich, daß diese dabei von Anderen beeinflußt werden. Denn während die Briefe auf den GeschäftSbogen der Country MerchantS" geschrieben find, haben sie seltsamerweise zanz denselben Wort, laut, man darf also annehmen, daß diejenigen, welchen besonders daran liegt, die vorgeschlagene Gesetzgebung zu vereiteln, sich von den GeschäftSleu ten Briefbogen zuschicken ließen, auf

diesen die Briefe schreiben ließen und

fte dann den Geschäftsleuten wieder zu rückschickten zum Unterschreiben nnd Abschicken. In diesen Briefen, von denen Tausende in Washington einliefen, wird gesagt, eine Packetpost würde die kleinen Händler auf dem

Lande und in den kleinen Städten ruiniren und den ,.Department"-Lüden ln den großen Städten das ganze Geschäft ausliefern. Auf der andern Seite wird nach derselben Depesche, von Denen.Zwelche eine solche Packetpost wünschen, in Washington eine starke Lobby" unterhalten, deren Mitglieder täglich den Gesetzgebern in die Ohren liegen, um Stimmung für ihren Plan zu machen. Wer in erster Linie hinter der Oppo. fttion gegen die Packetpost steckt, das weiß man: eö find die Erpreß'Gesell' schasten. die lihr Geschüft bedroht glau bin. Wer fürzdie verschiedenen Packet poft.BillS wirkt und die Lobby" zu ihren Gunsten 'unterhält, das wird nicht gesagt. Vermuthlich ftnd'S die großen Departement'Läden und Mail Order".Geschüfte in den großen Stüd. ten, denn sie flnd'S, die von der Packet poft Vortheileierhoffen dürfen nächst dem großen ilPublikum, das wohl die Packetpost wünscht, weil sie ihm größere Bequemlichkeit und Unabhängigkeit von den Expretzgesellschaften mit ihren oft unverschämt ! hohen Raten verspricht, aber sicherlich keine Lobby unterhält. Zwischen! diesen beiden Mächten hat der Packetpostgedanke einen schweren Stand und hätte der'.Durchschnittö.Ge setzgeber eine'große Qual der Wahl wenn er sich für seine Stellungnahme für oder wider zu verantworten hätte. Denn sein höchste Streben geht ja im mer dahin, lftch populär" zu machen, und dieses! Ziel dürfte er weder durch entschiedene Stellungnahme für, noch durch ausgesprochene Feindschaft gegen die Poftpacketbillö erreichen. Denn wenn die Expreßgesellschaften nicht bc liebt find, so find' die großen Deoart ment.Läden und Mail.Order".Ge. schüfte nichtmehr; und wenn dem Ge setzgeber, der gegen die Packetpost an kämpfte, wahrscheinlich nachgesagt wer den würde, daß er im Interesse der preßgesellschasten arbeite, so würde ihm im entgegengesetzten Falle wohl vorge morsen werden, daß er im Solde der großen Geschäfte stehe, welche darauf au find, die kleinen Geschäftsleute todt zu machen. Auf der einen Seite die Scilla, auf der anderen die Eharib dis für den nach VolkSgunft strebenden Staatsmann; eine schlimme Lage, aber er weiß sich zu helfen, indem er gar nichts thut ! ES scheint nicht nur ge ' miß, daß keine der PacketpoftdillS angenommen werden wird, sondern auch gewiß, daß man fte gar nicht zur De hatte und Abstimmung bringen, son dern ruhig einschlafen läßt so braucht man sich nicht zu erklären und entgeht man übler Nachrede. ES ist ganz natürlich, daß den Expreßgesellschasten als räuberische Eule erscheint, was den .Mail Order", und Department".Gefchüftcn eine Nachti gall dünkt, die ihnen in süßen Tönen

ein schöne Lied von großem Geschäfts

üusschwung vorfingt: aber e ist nicht so recht natürlich", daß man sich da durch bestimmen läßt. Beider Aus

fassung ist falsch. Du Packetpost würde weder eine Eule sein, die den Expreß Gesellschaften daS Geschäft raubte, noch würde sie die Versprechungen der Nach tigalllieder halten. Aber dem großen Publikum und wahrscheinlich Allen könnte sie ein bescheidener Nutzvogel, sozusagen, werden, wenn fie auf der nünftiger Grundlage aufgebaut wäre. DaS heißt, fte müßte auf dem Selbst. erhaltungSgrundsatz" errichtet werden, also genügend hohe Raten verlangen, daß ihr nach Deckung der Unkosten noch

ein kleiner Uebecschuß für unvoiherge sehene Aälle verbliebe. Dann würde fte die Expreßgesellschaften in ihrem legiti. men" Geschäfte nicht schädigen. denn daß sie als Regierungsinstitut" billi ger arbeiten könnte, als ein gutgeleite teS Privatunternehmen, daran ist ja gar nicht zu denken vielleicht sie aber hindern, allzu hohe Gebühren zu ver langen. Und wenn sie. waS unter je ner Grundbedingung wahrscheinlich der Fall sein würde, höhere Spesen der langen müßte als die Expreßgesellschaf, ten, dann brächte fte doch immer noch großen Vortheil denen, die fernab woh nen von den Expreßrouten, oder die gern etwa mehr bezahlen für größere Bequemlichkeit. Sie würde dann auch den kleinen Geschäftsmann auf dem Lande nicht schädigen was überhaupt wohl kaum zu besürchten ist sofern er den Namen Geschäftsmann verdient, etwas rührig und bestrebt ist. den Wünschen seiner Kunden entgegenzukommen und mit müßig: n Preije zu arbeiten. So gut wie daS kaufende Publikum, kann er selbst sich die Packetpost zunutze machen. Wenn er weiß, daß er binnen wenigen Tagen mittelst der Packetpost Ersatz

haben kann, mag er sich Muster zulegen von vielen Waaren, die er sonst gar nicht führen könnte, weil die Nachfrage zu gering ist, die Beschaf. fung eines Borrathes zu rechtfertigen. Als Wiederverkäufe? wird er allemal auch dieMufter" zu niedrigeren Preisen haben können, als die Mail'Order". Geschäfte für dieselben Waaren ver. langen, und außerdem steht jeder Küv' fer lieber die Waare selbst, als nur die Abbildung im Katalog. Eine auf vernünftiger Grundlage ruhende Packetpost würde unzmeifel. haft zu einer segensreichen, das ganze Geschäft fördernden Einrichtung wer. den, aber vorläufig ist darauf nicht zu hofiin seine besonderen Freunde scha. den dem Gedanken gerade so wie seine besonderen Feinde, und von der Rück, fichtnahme auf die Sonderintereffen wird man sich in Washington auf ab, sehbare Zeit noch nicht frei machen können (Chic. Abendpost.)

Wenn ..die Töchter der konfede. ration" den Präsidenten ironisch be glückmünschen. weil er durch seine Po litik das Secessionsrecht der Südftaa. ten anerkannt habe, so kann man einen solchen Scherz willig hinnehmen. Die Ansprüche, welche man Hinsicht, lich der Logik an die Beschlüsse solcher Verbände stellt, bewegen fick in beschei. Dänen Grenzen. Mit dem Bundes fenat ist es aber denn doch ein anderes Ding. ES ift der Würde dieser Körperschaft weder entsprechend noch zuträglich, mit den gleichen Scheinargumenten zu ope rkren, wie eS erst kürzlich wieder ge schah. Selbst der ehrliche Gegner der Regierungspolitik muß zugeben, daß eine Regierung, welche einen durch Ab fall entstandenen Staat anerkennt, da mit keineswegs ihren eigenen Gebiets. theilen da Recht zubilligt, sich von dem Ganzen zu lösen. Eine Regierung hat weder die Pflicht noch das Recht, die EntftebungSgründe eine neuen Staat, wesen zu untersuchen: das find innere Angelegenheiten eines fremden Volkes, welche fie nichts angehen. Panama's Anerkennung läßt sich allein von dem Standpunkte aus an fechen, daß Amerika zum Schutze der Integrität Eolombias vertraglich ver. pflichtet war. Die Erbringung des Nachweises hi-rfür jedoch ift den Geg. nern nicht gelungen und fie läßt sich auch au dem 46er Vertrage schwerlich herauslesen.

Adelina Patti kommt.

Wie schon neulich berichtet, wird die Prima Donna Adeltna Patti, die zu letzt hier vor 10 Jahren gehört ward, während ihrer diesjährigen Amerika Tour auch hier wieder auftreten,, zwar am 2. März, in der Tomlinson.Halle.

Zehnte Jubelfeier des

Deutschen Hauses. verbunden mit dem dritten oncert des Deutschen &hb und Musik . Vereins. -tvafhington's Geburtstag. DaS dritte Concert im Deutschen HauS, welches gestern Abend gewisser maßen die Vorfeier für die 10. Ge burtStagSbegehung des Deutschen Hau. seS war. muß als ein durchaus künft lerischer Erfolg bezeichnet werden. Der geräumige Concertsaal vermochte kaum die Zahl der Zuhörer zu fassen, welche daS treffliche Programm des Herr Ernefttnoff für die Gelegenheit zusammengestellt, herbeigelockt hatte. In wie fern die weiteren Genüsse des AbendS für die rege Betheiligung ver. antwortlich waren, überlassen wir dem geneigten Leser zu beurtheilen. DaS Orchester verstand eS durch die

wunderbar vollkommene Wiedergabe der

Thomaö'schen Composition Mignon"

das Publikum sofort in den Bannkreis

der hehren Frau Mustca zu fesseln.

Rauschender Applaus, der spontan

kommend, nm so ehrender wirkte, wurde den Künstlern zu Theil.

Eine großartige Leistung in jeder Beziehung aber war die Leistung der

zusammenwirkenden Kräfte, gemischter

Chor und Orchester, welche vom Diri gentenftab deS Prof. Ernestinoff gelei tet in Gounod'S herrlicher Composition An den Flüssen Babylons" den Zu Hörern geboten wurde. Zu packender dramatischer Wucht er. Hoben sich einzelne Sätze dcS Muftk.

Stückes, während andere durch ihren träumerischen Zauber das Publikum

entzückten. Der Beifall war echt, wie

die Leistung.

Das ClavierConcert in B-rnoli von Tschaikowsky von Herrn C W. Pierce und Orchester vorgetragen, war vor. züglich in künstlerischer Beziehung, aber etwaS ermüdend durch seine Länge. ' Erfrischend wirkten die Lieder, welche der Männerchor vortrug. Frühling" von Wickenhauger und Im Herbst" von Meyer OlberSleben. Die Sänger

waren in vorzüglicher Harmonie und die Vortrüge waren gemüthvoll und

abgerundet. j

Eine Glanzpiece war das Finale aus

Mendelssohn'S Loreley". mit Frau

BremmermanN'EdmundS als Solistin

vom Gemischten Chor und Orchester vorgetragen. Der Vortrag entfesselte

verdiente Beifallsstürme.

Mit dem trefflichen Orcheftervortrage Amerikanische Phantasie" von Herbert

schloß das genußreiche Concert. Das Bankett. Um elf Uhr waren an 5 langgestreck. ten Tafeln die Festgäfte versammelt, welche den 10. Jahrestag der Dedika tion des Deutschen Hauses feierten. Wie vor zehn Jahren so fungirte auch gestern Herr Aug. M. Kühn als Toastmeister mit demselben schneidigen Humor den man an ihm gewohnt ift. Der Redakteur deS Telegraph", Herr William Rieh, wurde zur Beant. Wartung deS ersten Toastes DaS Deutsche HauS" ausersehen. Auf die Einleitung deS Toastmeisters eingehend, daß Mitgliedschaft im Deutschen Hause hohe Interessen bringe, erklärte Herr Rieß, daß diese Vortheile überhaupt nicht abzuschätzen wären und fuhr dann fort : Wenn die Geschichte der Deutschen in Amerika geschrieben wird, so wird dem Deutschamerikaner der Stadt Indianapolis ein besonders ehrendes Blatt darin gewidmet sein. Ueber der Treue zur Braut Columbia, die er sich erko ren, vergab er nicht der alten Mutter zu gedenken und baute zu ihren Ehren ein Heim, in welchem alles Schöne, alles Edle, daS ihm von der trauten Mut ter Germania überliefert wurde, gehegt und geübt wird. Gering an Zahl der deutschen Bevöl kerung anderer Städte in dieser großen Republik gegenüber, 'hat der Deutsche von Indianapolis es vermocht, durch mannhaftes Streben, Ehrenhaftigkeit im öffentlichen und Privatleben selbst den gegen alles Fremde vorurthetlsbe fangenen Stockamerikanern die Achtung vor unseren deutschen Idealen adzu ringen. Die Dichterworte: Rühmend darf'S der Deutsche sagen, Höher darf daS Herz ihm schlagen, Selbst erschuf er ftch den Werth!" dürften, beson ders wenn man die Entstehung und das Gedeihen des Deutschen HauseS ttr Augen hat, ihre schönste Bestätigung findm.

Als daS Deutsche Hau am 22. Februar 1894 seinen Bestimmungen

übergeben wurde, schrieb Herr Theo. Stempfel in der Einleitung zur Fest schrift: Das Deutsche HauS ist ein hehreS Wahrzeichen deutschen GeifteSftrebenS. eine feste Burg für deutsche Sprache und Sitten, eine ideale Stätte sür die Erziedung der Jugend, ein behagliches Heim, um sich nach deSTageS Last und Mühen im Kreise froher Menschen zu erholen und erneute Lebensfreude und Anregung zu erneutem Leben mit nach Haufe zu nehmen. DaS Deutsche HauS ift ein herrliches SiegeSdenkmal einer vernunftgemäßen Lebensanschauung." DaS Deutsche HauS ift eine deutsche That." Damals waren diese schönen Worte priphetisch. Jetzt nach zebn Jahren haben fie die vollste Bestätigung ersah ren. Ja, daS Deutsche HauS ift ein Wahrzeichen deutschen GeifteSftrebenS. eS ift eine ideale Stätte für die Er. ziehung der Jugend. Mir war eS nicht vergönnt zur Leite der edlen Frauen und wackeren Män ner stehen, welche das hohe Ziel er. strebten. Und fast beneide ich den Col legen, welcher durch die Spalten der deutschen Zeitung mithals den zuerst schwachen Funken der Begeisterung, der wohl oft zu verlöschen drohte, immer wieder auf'S Neue anzufachen, bis er zu hellen Flammen emporloderte und das Werk krönte. Mayor Holtzman hatte den Toast auf Washington übernommen. In geschick. ter Weise verflocht er die Verdienste Washington'S um unser Land mit de nen deS Märtyrer'Prüsidenten Lincoln. Lauter Beifall wurde dem Redner am

Schlüsse seiner begeisterten Ansprache

zu Theil.

In gleich beredter Weise sprach Herr

Philipp Rappapsrt in Englisch zum

Toast The Gerrnan American Citizen". In geistreicher Weise verglich Herr Rappaport das Debit und Credit beider Nationen. Gerne hätten wir die prächtigeRede im Wortlaut gebracht, aber leider hatte Herr Rappaport sein Manuskript schon vorher einer englischen Morgen zeitung gegeben. Daß ein so fähiger Toastmeister wie Herr Kühn nicht versäumen würde, den Nestor derDeutschen HauöBeftrebungen Herrn H?m. Lieber sen. zum Sprechen zu bringen, war selbstverständlich und ebenso selbstverständlich war eS, daß die Rede deS Herrn Lieber zum Ereigniß des Abends wurde. In schlichten eindrucksvollen Wor ten behandelte Herr Lieber daS Wirken deS Deutschen HauseS, Keiner in der Versammlung konnte authentischer in dieser Sache sprechen wie er. Lauter Jubel, der deutlich zeigte wie er die Zuhörer bis ins innerste Mark zu berühren gewußt hatte folgte seinen Worten und als er die Anwesenden aufforderte auf Deutschland und Amerika drei Hochs auszubringen, da erwies eS sich, daß Alle ihn als Mittelpunkt des Festes de trachteten. Noch lange währte daS fröhliche Zu sammensein und noch oft klangen die Gläser zusammen. Die vorzüglichen Veranstaltungen für den Abend unterlagen den Herren: Aug. M. Kühn Vors., F. M. Bach. mann, A. Bohn. Robt. Keller, S. E. Rauh.

Westseite erbefferungs-Gesell-

schast. Gerechte Entrüstung.

Die Westseite VerbesserungSGesell.

schaft" beabsichtigt, gerichtliche Schritte behufs Vollendung der neuen White River.Brücke an der West Washington Str. zu thun, falls die County.Com missäre nicht selbst schleunigst zum Rech, ten sehen. Viele der Geschäftsleute auf der Westseite erleiden täglich Verluste $5 bis 615 und mehr, weil ihnen ein Weg für FuhrwerkSVerkehr mit der Stadt immer noch fehlt. Soweit ift die nicht vollendete Brücke bekanntlich nur für StraßenbahN'CarS und Fuß. gänger geöffnet. Neue Schule nothwendig. Das stehende Comite für Schul-An gelegenheiten, welches letzthin einen Census der Kinder schulpflichtigen Alter westlich vom Flusse aufgenom men hat. wird heute vor der Schulde hörde den Antrag auf Errichtung einer neuen Schule in der Nachbarschaft von Washington und Laura Str. stellen. Denn die 800 Kinder jene Stadttheils können unmöglich alle in der einen di herigm Schule untergebracht werden.

Trübsinn, die Folge eines

körperlichen Leidens,

Und unbegründete Furcht vor

finanziellen Verlusten. t , Trieben Krank venz zum Gelbstmorde. Frank Benz, ein 48 Jahre alter Metzger von No. 1028-30 Süd Me. ridian Strabe beging gestern Selbst mord durch Erhängen. Gegen 11 Uhr wurde er in einem Schup pen hinter seiner Wohnung erhängt ausgesunden, nachdem er bereit am Sonntag und in der Sonntag Nacht mehrfache Selbstmord.Drohungen aus. gestoßen hatte, sodaß seine Angehörigen ihn scharf bewacht und ihre Bewachung erst aufgegeben hatten, al Benz gestern

Morgen anscheinend wieder wohlge muth seinen Fleischerladen neben dem Wohnhause geöffnet und stundenlang die Kunden bedient hatte. In einem unbewachten Augenblicke schlich der Aermfte ftch dann in den Schuppen und knüpfte sich mittelst einer Wäscheleine an einem Deckbalken auf. Als er von einem Gehülfen des benach. Karten LeichenbeftatterS Lauck herunter, geschnitten wurde, war er bereits im Tode erstarrt. WaS das Motiv anbetrifft, so wurde festgestellt, daß Benz der Anfangs des Winters von der Kopfrose (EryflpelaS) befallen worden war bereits feit 6

Wochen Spuren von GeisteSgeftörtheit

gezeigt hatte. Sein geistiges Leiden artete in Schwermuth aus, nachdem er, wie seine Angehörigen sagen, neulich einen Telephon Contract unterzeichnet hatte, aber kein Tele Phon erhielt und deshalb glaubte, er fei das Opfer von Schwindlern ge

worden, die seine Namensunterschrift benutzen wollten, um ihn finanziell zu schröpfen. Dadurch verschlimmerte sich sein Trübsinn und sein Lebensüberdruß. Benz war erst im letzten August mit seiner Familie 7 Kindern im Alter non 11 bis 23 Jahren aus New Alface, Dearborn County, wo er seine Frau begraben, hierhergekommen und hatte die Metzgerei an der Süd Meri dian Str. gekauft und mit Erfolg be trieben, big er wie angegeben erkrankte.

Frenzel Bros.,

tto. I . Washington Et, (Merchanti National Bank.)

Local-PolitischeS. Demokratische PrimörmaHlen in Pike Township.

Vorsitzer Charles A. Clarke vom demolr. County'Comite hat gestern daS Datum für die demokr. Primärwahlen zur Aufstellung der Kandidaten für Townfhip'Beamte in Pike Township auf den 15. März anberaumt. Zu nominiren sind die Candidaten für Township . Trust und Township Assessor. Die Stimmplütze find: 1. Precinct No. 12 Schulhauö, TraderS Point. 2. Precinct No. 6 Schulhauö, New Augufta. 3. Precinct William Heckman's Wohnung, SnackS. Die beiden Candidaten für die Vor. fitzerfchaft des republ. County.ComiteS, Sheriff Robert Metzger und Col. Harry B. Smith, benutzten den geftr: gen Halbfeiertag, um ihren LieutnantS und Getreuen die letzten Anweisungen für die Campagne zu geben, die diS Donnerstag, resp. Samstag unter den Republikanern mit Eifer betrieben wer den muß, um daS Vaterland zu retten. Die feindseligen Gesühle der beiden Führer werden von ihren bete. An Hängern getheilt, und ein scharfer Kampf ift auSgebrochen.

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