Indiana Tribüne, Volume 27, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne. Februar 190

Abermals empfindlich getroffen. Bier russische Torpedoboote in Feindeshand. Alerieff in Harbin angelangt. vom Wladiwostok Geschwader. Verletzung des Völker' rechts. Spanien erhöht seine Wehrkraft. Chinesische Bestechlichkeit. Die Baikal-Bahn.

OK'AKen. Bier ruf s. Schiffe genom m e n. London. 23. Febr. Der Na. gasaki Correspondent de Daily Tele. graph" cabelt unter dem 22., daß das japan. Geschwader bei Port Arthur vier russische Torpedoboote durch Be Nutzung russischer Signale gefangen habe. Durch diese Depesche scheinen die Be richte aus verschiedenen Quellen über einen neuen Angriff auf Port Arthur bestätigt. Die Meldung kam aus Chefoo nach Nagasaki, die Mannschaft der genommenen Boote wurde von ihnen entfernt. Rußland protestirt bei den Mächten. Washington. 22. Febr. Rußland richtet an die Mächte durch seine Vertreter einen energischen Protest gegen wiederholte Verletzungen des Völkerrechts durch Japan, erstens durch Drohung, den neutralen HafenChemul po,Korea, zu beschießen und dann durch den Angriff auf Port Arthur vor der Kriegserklärung, als der jap. Gesandte in Petersburg noch den Schutz der ruff. Regierung genoß. Vom Vladivoftock Ge j s ch w a d e r. Nagasaki, 22. Febr. Der Dam. pfer Stolberg" ist aus Vladivoftock mit 20 weißen Ausländern, 1500 Chinesen und 50 Japanern eingetroffen. Außerdem bringt daS Schiff 40 Ueberlebende des japan. DsmpferSNa' kanoura Maru." der am 11. durch das ruff. Vladivoftock Geschwader in den Grund gebohrt wurde. Das Vladivostock'Geschwader wollte Hakodata beschießen, ein Schneesturm hinderte aber die Einfahrt fr die Tsuruga Straße. Im März will das Geschwader einen andern Versuch machen. Hakodate mit den Kreuzern, 5 Torpedos und einemTranSportdampfer zu erreichen. In Folge der Knappheit an NahrungSmitteln sind die Civilisten aus Vladivoftock ausgewiesen. Die Chine sen fliehen schreckgelähmt in Maffe. V!andschureiOperation nicht vor Frühjahr. London, 22. Febr. Der japa. nische Gesandte Hayashi glaubt, daß die japan. Truppen möglicherweise 2 oder 3 Monate mit agresftven Opera tionen in der Mandschurei warten. Rußland scheine noch schlechter vor bereitet als China 1895. Durch die Mandschurei können nach H. Anficht täglich nur 3 Züge fahren und Rußland könne seine Landtruppen vor April nicht wesentlich verstärken. Nach dem japan. SeeErfolge werden die jap. Truppen sich Zeit nehmen u. durch das EiS auf den Jnland.Flüffen wird die Ausschiffung der Truppen gehemmt. In Port Arthur macht daS EiS eine Landung der Truppen in der Nähe un möglich. Die Meldung. 2.500 Ruffen Icfca in einem Gefecht am tyalu ge fallen, glaubt der Gesandte nicht. Aus der jap. Hauptstadt. Tokio, 22. Febr. K. Okahura, ein Millionär, bietet in Amerika und England ixi Privat Museum zum Verkauf für $1,000,000 an, um den ErlbS dem jap. KriegSfond zu schenken. DaS Museum enthält die berühmteste Privat Sammlung Japan'S. ES wird gemeldet, daß die Panik in New Chwang auS Furcht vor einem japan. Angriff gestiegen fei. Der ruf. fische Credit daselbst ist völlig zerstört. Die dritisen Marine Offiziere, welche die jap. Kreuzer Nishin" und Kasuga" au Genua nach Japan führten, werden morgen vom Mikado in Audienz empfangen. DaS Gefühl der Dankbarkeit gegen England ift groß. Die Meldung, jap. Mandschurei Flüchtlinge seien vor weiteren russischen Grausamkeiten durch die Dienste des amer. Gesandten in Peking, Tanger, bewahrt worden, wird hier gebührend geschützt. Ein JnteUigenzBuau für Gefan gene ist gebildet und Verordnungen über die Behandlung von Gefangenen werden publicirt. f

Baron Kaneko, der. wie bereits mit. getheilt, am Donnerstag nach America abfährt, geht in einer diplomatischen Mission bezüglich der neutralen Beziehungen beider Länder. Der Vice' Präsident der Bank von Japan, Taka hashi, welcher nach America und Eng land reist, sucht wegen einer Anleihe zu sondiren. falls eine solche nöthig wer. den sollte. A l e x i e f f in Harbin. Bin K o w. 22. Febr. Vice.Kö. nig Alexieff ift soeben mit seinem ge sammten Stäbe in Harbin angelangt, wo das Hauptquartier errichtet wurde. Die Bahn überdenBai. l a l . S e e. St. Petersburg. 22. Febr. Alexieff ging um 20 Februar aus Port Arthur nach Mukden. DaS Flotten Commando übergab er Vice.Admiral Stark. Bahnminifter Fürst Khilkcff ist von JrkutSk nach der Mandschurei gereift, nachdem er sich überzeugt, daß die Bahn über daS EiS des Baikal Sees gelegt wurde. ES wurden ihm $250,000 ander, traut, um daS Ende der Arbeiten zu be. schleunigen. Er meldet, daß die fibi. sche Bahn 30,000 Mann täglich an ihren BeftimmungSplatz führen kann, die Ueberführung von den westlichen Punkten nach Oftasien aber 6 Wochen dauert. Chine s. Beamte bestochen. London, 22. Febr. Nach dem Reuter Bureau hat Paul Lessar, der russische Gesandte in China, chinesische Beamte bestochen, so daß die Befehle an daS ruff. Kanonenboot tandjur", Shangai zu verlassen, zurückgenommen wurden. Die japan. Regierung betrachtet dies als Bruch der chinesischen Neutra, lität und ergreift diesbezügliche Schritte. RüftungSgelder verlangt. Madrid, 22. Febr. Die Re. gierung unterbreitete heute den CorteS eine Vorlage, welche außerordentliche Credite von tzl. 664.900 für KriegSma terial und $190,000 für Küftenverthei. digung verlangt. Minifter.Präfident Maura setzte auseinander, daß die be. abfichtigten Maßnahmen nur aus der Verpflichtung Spaniens resultirten. seine Neutralität aufrecht zu halten. Am Schlüsse der Sitzung machte eine republikanische Demonstration vor der Kammer das Einschreiten der Polizei nothwendig. Einige Personen wurden verletzt und viele verhaftet. BritischeöSchiff ge kapert. L o n d o n. 22. Febr. Die Eigen thümer des britischen Dampfers Rofalie aus Cardick find benachrichtigt, daß das Schiff von den Ruffen bei Vladivoftock gekapert wurde. W e i H a i W e i, 23. Febr. Der britische Dampfer Ching Ping. aus Dalny, meldet, daß die Russen gleich, falls auf ihn schössen. Zahlreiche Lebender, l o r e n. T i e n t s i n, 22. Febr. Eine De. pesche aus der Shantung Provinz mel det, daß durch einen Dammbruch am Hwang Ho Hunderte von Leben verlo ren gingen. Verschiedene Dörfer zer stört. Suez, 22. Febr. Die ruff. Tran, portdampfer Orel und SmolenSk fuh. ren in ven Canal auf dem Wege nach Port Said ein. Neuer Angriff aufPor Arthur. Tokio, 22. Febr. Es wird hier gemeldet, daß Bice Admiral Togo einen neuen Angriff auf Port Arthur gemacht habe. Bestätigung ift un. möglich, allein daSMarine.Minifterium erklärt, heute keine Nachricht von Togo erhalten zu haben. Da Togo Port Arthur blockirt. gilt der Angriff als sehr wahrscheinlich. T i e n t s i n, 22. Febr. Yuan Shi Kai, der chines. Oberf'kldherr. hat einen Militär.Attache zu den russischen Truppen nach Port Arthur entsandt. Als Grund, daß noch keine chines. Truppen nach der Grenze abgegangen

sin), wird ang-führt, daß Rußland sich weigert, die Neutralität der Liau Fluß Gegend zu garanttren. Große TranSport'Schwie. r i g k e i t e n. St. Petersburg. 22. Febr. Heftige Schneeftürme und Blizzards der sibirischen Bahn entlang, Haupt, sächlich östlich vom Baikal, erhöhen die Schwierigkeit' n für den Truppentrans. Port bedeutend, abgesehen davon, daß sie die Operationen chinesischer Bri ganten begünstigen. Nördlich von Vladivoftock werden japan. Agenten be richtet, welche die Briganten zur Thü. tigkeit anfeuern. LebenSmittel knapp. C h e F o o. 22. Febr. Der von Dalny angekommene Capitün des deut fchen Dampfers Pronto sagt, daß Port Arthur von Fleisch und Gemüsen völlig entblößt ift. Die Pronto meldet, daß die Russen nebst einem durch ihre eige. nen Minen zerstörten Torpedoboot am 12. ein anderes Schiff verloren, zwi. fellos den Kreuzer Bojarin. Betonung derNeutralität. Rom, 22. Febr. In der Kammer sprach heute der auswärtige Minister über die östliche Frage, betonend, daß Italien freundschaftliche Beziehungen zu beiden kriegführenden Staaten auf recht halten werde. Er protestirte gegen die anti.russtschen Kundgebungen, bessnderS da Verhandlungen von vitalem Interesse zwischen den beiden Ländern geführt werden (wahrscheinlich eine Anspielung auf die Handels Vertrags. Verhandlungen). D i e Börse. P a r i S. 22. Febr. In Folge der amtlichen Dementirung der AlarmBerichte und des gemeldeten Vorgehens namhafter Financiers waren heute die Börsenpreise bedeutend fester; am Schlüsse der Börse waren die inter nationalen Papiere durchschnittlich um 2 bis 3 Procent gestiegen; russ. Con sols schlössen mit 92.10. Oesterreich 'Ungarn. Die anti . amerikanische Demonstration. Wien, 22. Febr. Die gestrigen Ruhestörungen in Prag durch slavische Studenten, nach einem Gottesdienste in der russischen Kirche, waren ernster als zuerst berichtet wurde. 1000 Stuben ten zogen nach dem amer. Consülat. um eine feindliche Kundgebung zu der. anstalten, woran sie jedoch die Polizei hinderte. Dem Bürgermeister von Prag bereiteten die Studenten eine Ovation unter Hochrufen auf Rußland und Frankreich und den Rufen Nieder mit England, America und Deutschland". Italien. Feier der amerikanischen C o l o n i e. R a m, 22. Febr. Alle hiesigen Amerikaner, etwa 600, versammelten sich heute in der amerikanischen Bot. schaft, wo Botschafter Meyer und Frau nebst dem Gesandtschaftsstab zu Ehren von Washington'S Geburtstag die HonneurS erwiesen. U. a. war der frühere N. Y. Bürgermeister Löwe an wesend. Türkei. Gespannte Lag?. London, 23. Febr. Depeschen von heute früh bringen alarmirende, aber unbestätigte Einzelheiten über drohenden Kriegsausbruch zwischen Türkei und Bulgarien. Die bulg. Re. gierung soll über ein 19 Meilen weite Gebiet an der Grenze den Belagerung? zustand verhängt haben. Frankreich. In der Seine gefunden. Paris, 22. Febr. Die Leiche von H?nry Hazelton aus St. Louis, feit 20. Dez. 1903 vermißt, wurde heute in der Seine gefunden. Hazelton. der für feine Fabrik in St. Louis FrühjahrS'Einküufe machte, verschwand an jenem Tage aus seinem Hotel und alle Nachforschungen der Polizei blieben bis heute vergeblich. Er soll einen Creditbrief von bedeutendem ietra&e bei sich gehabt haben.

SchiffSnachrichten. Angekommen. New York: United StateS" von Co. penhagen; Prwz OScar" von Genua. Glasgow: Sardinien" von Boston. Gibraltars Republic? von Boston. New Jork: Minnetonka" von London. AbgefahrenGenua: Lombardia" nach New York. Hamburg- ..Rameftö nach San Fran. eico.

Haager Tribunal

Entscheidet im Venezuela. Streit zu Gunsten der Vorzus.Ansprüche. Im Haag. 22. Februar. DaS Schiedsgericht Tribunal, welches die Ansprüche der Blockademüchte auf Vor. zugSdehandlung ibrer Ansprüche gegen Venezuela unter Berathung hatte, hat einstimmig entschieden, daß den drei Blockademachten England, Deutschland und Italien deren Vorzugsrecht auf 30 Procent der Zoll.Einnahmen in La Guayra und Puerto Cabello zukommt. Die Streitenden haben die Kosten ihrer eigenen Rechtsvertretung zu bezahlen und die Kosten des Tribunals unter sich gleichmäßig zu theilen. Die Ver. Staaten erhalten den Auftrag, die Entscheidung des Tribunals innerhalb dreier Monate zur Ausführung zu dringen. Nach Verkündigung der Entscheidung hielt Präsident Muravieff (der russische Justizminister) eine kurze Ansprache, worin er erklärte, das Tribunal fei nach genauer und unparteiischer Prüfung zu seiner Entscheioung ge. langt. Der Anwalt des Staatsdepartements. W. L. Penfield. welcher die Ver. Staaten vor dem Tribunal vertrat, hatte die Prioritütö.Anfprüche der ver bündeten Mächte bekämpft.

poetische bayrische nnv preußische Cfli ere. Am diesjährigen Geburtstag des deutschen Kaisers sandte aus der bayrischen Stadt Lindau am Bodensee das Offizierscorps des 20. bayrischen In-sante'e-Regiments an die Offiziere des 5. oft preußischen Regiments in Memel folgenden deutschpatriotischcn telegraphischen Festgrub: Treudeutschen Gruß an den Ostseestrand Von den Alpen hinab in das Lithauer Land! In Treue zum Kaiser, in Liebe zum Reich Sind Norden und Südcm auf ewig gleich. Zum kurischen Haff tönt froh unser Ruf. Den Herrscher zu feiern, deß Ahne uns schuf Dort auf dem eisgefesselten Meer Ruhm seinem Adler, Stolz seinem Heer. Vor Lindaus Gestaden raget ein Leu. Ein steinerner Wächter, kraftvoll und treu. Als Erster grüßt er aus deutschem Land Zum Rhein, unser aller köstlichstem Pfand. Und der Löwe im Süden, der Adler im Nord Sind heimischer Grenze sicherer Hort. Was mühvoll errungen in eiserner Zeit, Das einige Deutschland, das schirmen wir hcut. Hurrah dem Kaiser! Nach Kurzem traf von den preuhifchen Offizieren in Memel der folgende deutschatriotische telegraphische Gegen' grüß ein: Was die Dichter einst gesungen Und der Michel oft versäumt. Hat das deutsche Schwert erzwungen. Hat das Kaiserreich errungen. Herrlich wie es nicht geträumt. Deutsche Brüder, Weggenossen Auf der Bahn zur Einigkeit. Laßt uns wirken uaverdrossen Für des Kaisers HcrrllchZeit. Möge Loki grimmig schwingen Seines Hasses Feuerdrand. Seine Flamme soll nicht dringen Und die Zwietracht wiederbringen In, das deutsche Vaterland. Laßt uns alle Flecken bissen Echtem Heldengeiste glM Die der Ehre Schild erblassen. Dann wird Gott auch nicht verlassen Unsern Kaiser und da? Otfirf?! In diesen süd- und norddeutschen Offizieren lebt wahrlich ein edlerer Geist als der von Forl'uH und Pirna. u m m e Spielerei. )te Unsitte der Scheinkriegsgerichte hat in der englischen Armee bereits mehrfach zu groben Skandalen Veranlassung gegeben. In Kairo ist nun kürzlich ein solcher Fall vorgekommen, der einen tödtlichen Ausgang hatte. Die an sich harmlos aussehende Komödie besteht darin, daß Unteroffiziere oder Offiziere sich damit unterhalten, über einen oder mehrere Kameraden ein nuchgeahmtes Kriegsgericht abzuhalten. Ein Mitglied der Regimentskapelle der Schützenbrigade in Kairo wurde nach einem derartigen Scheinkriegsgericht so mißhandelt, daß er seinen Verletzungen erlag. Die ganze Kapelle ist jetzt verhaftet worden und wird sich vor einem richtigen Kriegsgericht zu verantworten haben. Die Hauptsache. Leutnant: Ah, bon jour,

crr Baron! Wissen Sie schon das eueste? afc mir eine ftrau ieleistet."

Baron: Gratulire! Na, und wie verzinst sie sich denn?"

Ter Echisfskaftndiedftahl an Bord des LloyddampferS Karlsruhe", der. wie seinerzeit berichtet wu?. de. die Verhaftung des SchiffszahlMeisters zur tfolge hatte, hat eme uoerraschende Aufklärung gefunden. Als sich der Dampfer auf der Reise von Australien nach der Heimath befand, wurde in Neapel die Schiffskasse mit 15.500 Mark vermißt. Gleichzeitig desertirte im dortigen Hafen der zur Besatzung des Dampfers gehörige Stewart Georg Albert, auf den deshalb von vornherein der Verdacht des Diebstahls fiel. Der hinter dem Fluchttgen erlassene Steckbrief blieb ohne Erfolg. Als nun der nach Australien bestimmte Lloyddampfer Gera" kürzlich in Neapel Anker geworfen hatte, schiffte sich dort zur Mitfahrt als Passagier erster Klasse und von einer Da' me begleitet ein elegant gekleideter Fremder ein, der sich Freiherr von Crailsheim nannte. Zufälligertoeise befand sich aber auf der ..Gera" ein Stewart, welcher während des Schiffslassend stahls auf der Karlsruhe" Dienste that. Dieser erkannte in dem angeblichen Freihcrrn seinen ehemaligen Kollegen Albert u.tb machte von seiner Wahrnehmung sofort dem Kapitän Mittheilung. Nachdem die Gera" inzwischen die Weiterreise nach Port Said angetreten hatte, lieh der Kapitän den falschen Freiherrn hinter Schloß und Riegel setzen; bei der Durchsuchung seiner Effekten wurde von dem gestohlenen Gelde noch ein Betraa von 5600 Mark vorgefunden. Der Verhaftete, der alsbald ein Geständniß ablegte, wird demnächst mit einem anderen Schiffe nach Bremerhaven zurückbefördert werden. Damit ist auch der Verdacht gegen den seinerzeit nach Ankunft der Karlsruhe" in Bremerhaven verhafteten Schiffszahlmeister hinfällig geworden; dieser hat sich nur noch wegen einiger dienstwichen Vergehen zu verantworten.

W e der Echuhplattler entstand, erzählt eine hübsche süddeutsche Sage Zur Zeit, da der letzte bayerische Heraog in München residirte, lebten in bei Au zwei Bauerngeschlechter, die wie bi. Montecchi und Capuletti in tödtlichei Feindschaft nebeneinander hausten Wie in dem Drama zu Verona war tl indessen auch hier. Der letzte Jochhofei hatte einen Sohn, der letzte Schadlack bauer eine Tochter, die beide in Lieb, zu einander entbrannten, ohne datz si es wagten, es sich einzugestehen. Du Kinder der beiden feindlichen Geschlechter galten als das schönste Paar dei Dorfes, und als der Herzog eines Zages in das Dorf kam und auf dem An ger allerhand Spiele ihm zu Ehren abgehalten wurden, befahl er den beider vor ihm zu tanzen. Dem widersprack jedoch der Schadlachbauer. Keine! Jochhofers Hand sollte eine Schad lachtochter berühren." Der Herzog hiel, jedoch an seinem Befehl fest, nur solltev die Beiden tanzen, ohne sich die Hanr zai reichen. Und so tanzten sie denn der ersten Plattler wie er getanzt werde? muß; jeder für sich stolz und kalt sid drehend und wiegend, und doch verhal tene Leidenschaft in jeder Bewegunc und im Blick. Am anderen Morger fand man die Beiden todt im Waldes gründ. Die sich im Leben nicht geHörer sollten, hatten sich gleich Romeo unr Julia im Tode vereint. Die Allg Ztg." bemerkt dazu: Das Histörcher liest sich recht rührsam. hat aber gai keinen thatsächlichen Boden. Denn tov wissen heute längst, daß der Schuhplattler unserer Gebirgler nichts anderes ist als eine Uebertragung der Auer hahnbalz auf den schwieligen Tanzbo den unserer Bauerndörfer, ein der Na tur abaelauschtes und inS Menschlich übersetztes Liebesspiel.

Ter Ursprung der Tynafiie von orea. In Korea, dem fast unbekannten Lande, das jetzt im Mittelpunkt der ostastatischen Streitfragen steht, wird der Ursprung der dort herrschenden Dynastie in folgender Legende erzählt: Die Favoritin des Königs einer Provinz von Nor'ochina ging längs beä Ufers eines Flusses spazieren. Plötzlich bemerkte sie einen kleinen Nebel, der bald die Form eines Eies annahm. Aus diesem Ei kroch nun ein Kind, das die Favoritin dem König brachte. Dieser warf zornentbrannt den armen Kleinen in den Schweinestall; die Thiere aber thaten dem Knaben nicht nur nichts zu Leide, sondern fütterten ihn noch. Der König bemerkte dies mit Staunen, ließ das Kind in sein Palaiö bringen und nannte es die Leuchte des Ostens". Der Knabe wuchs heran und wurde ein so ausgezeichneter Bogenschütze, daß sein hoher Gönner ihn voll Eifersucht wegjagte. Der Flüchtling gelangte zum Ufer des Falon. Er schoß einen Pfeil in das Wasser und sofort bildeten Tausende von Fischen eine lebende Brücke, über die er auf das andere Ufer flüchten konnte .Dort traf die Leuchte des Ostens" ein liebenswürdiges Volk, das ihn zum König wählte. So wurde er der Gründer der Dynastie, die den wohltönenden Namen Le Hsie führt. Gegen die s ch r i f t st e l l e r U s ch e Bethätigung der Offiziere, auch der verabschiedeten, soll, wie das Berl. Tagebl. behauptet, eine Kabinetsorder ergangen sein, die in sehr scharfen AuSdrücken die kaiserliche Mißbilligung über manche Angriffe und Veröffentlichungen der jüngsten Monate ausspreche.

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