Indiana Tribüne, Volume 27, Number 154, Indianapolis, Marion County, 20 February 1904 — Page 6

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Per GnKei in Amerika. Nach einer amerikanischen dee von A. HauSlow. Berlin. Johann Petersen hatte so oft die Geschichte von feinem reichen Onkel Frederict Sandersen erzählt, daß er sie schließlich selbst glaubte. Das einzig Wahre an der ganzen Sache war, daß Fredcrick. rr. Taugenichts, der seinen (5ltern nur Kummer bereitet hatte, vor vielen Jahren auf einem Dreimaster als Matrose nach Amerika gefahren und seitdem verschollen war. Die lieben Verwandten tonnten sich nun nicht denken, daß Jemand das gelobte Land betreten würde, ohne sofort ein Vermögen zu erwerben, folglich muhte ti auch ihrem Frederick so ergangen sein, und sie erwarteten mit Sicherheit, er wülde eines schönen Tages als Krösus heimkehren, sterben und der Familie feine Reichthümer hinterlassen. Jahre vergingen; Onkel Fredericks Vermögen nahm nach Ansicht der Leute immer größere Dimensionen an, die Verwandten starben einer nach dem andern, bis schließlich Johann Petersen allein übrig blieb und naturgemäß Erbe seines Onkels wurde. Eines Tages traf Jcl,ann nun einen gerade aus Amerika zurückgekehrten Matrosen, den er von früher her kannte; er lud ihn zu einem Glase Bier ein und erkundigt: sich im Laufe der Unterhaltung, ob er drüben nicht etwas über Onkel Sandersen gehört habe. Der Matrose sagte denn auch, vermuthlich nur, um seinem Wirth eine Freude zu bereiten, daß er zu verschiedenen Malen im New Yorker Hafen einen Mann gesehen habe, der sehr reich sein müsse und der Beschreibung nach Sandersen ganz abißerordentlich ähnlich sc'he. Am nächsten Tage trafen sich die Beiden wiever. beim Biere wurde das alte Trma aufgenommen und unter dem Siegel der Verschwlegenheit dem glückseligen Erben mitgetheilt, daß der erwähnte Fremde in der That der lange gesuchte Onkel sei. denn er habe von seinen Verwandten in Deutschland gesprocben und auch hier und da eine Bemerkung über seine Absichten ihnen gegenüber fa.7en gelassen. Alles beneidete Petersen. man sprach nur noch von Onkel Fcederick Scindersen und dessen Millionen, besonders den Millionen. So vergingen einige Monate; eines Morgens erhielt Johann einen Brief aub New Aork mit dem Siegel der Deutschen Botschaft. Die Sendung war ziemlich umfangreich, zweifellos lagen Banknoten darin: vorsichtig nahm er das Papier aus dem Um schlag, zitternd vor Aufregung entfaltete er es und fand die officielle Bestätizung. daß Frederick Sandersen gestorben. ..Also todt ist der liebe Onkel?" sagte Frau Petersen. ..Natürlich." antwortete ihr Gatte, der Botschafter theilt eö mir doch mit." Ueber das Vermögen sagt der Botschafter aber nichts." bemerkte Johanns bessere Hälfte, nachdem sie eine mühsam hervorgebrachte Thräne beiseite geschafft hatte. Du verlangst wohl, er soll uns schon alles schreiben, bevor noch der Mann ganz todt ist?" antwortete Johann mit Sarkasmus. Noch einmal nahm er den Umschlag zur Hand und bemerkte, daß die Aufschrift ..An Herrn Sandersen oder Herrn Petersen" lautete. Da alle Sandersens verstorben waren und Johann der einzige Petersen im Ort. so war es natürlich, daß der Brief ihm ausgehändigt wurde. Merkwürdigerweise traf daö erwartete zweite Schreiben nicht ein. Auö dem Erstaunen darüber wurde Aengstlichkeit; ein Fieber hatte sich der ganzen

Familie bemächtigt, man verlor iegl,ches Interesse an anderen Dingen, man dachte nur noch an die Millionen des Onkels. Schließlich hatte du Aufregung einen so hohen Grad erreicht, daß Johann eines Tages seiner Familie und Freunden die Mittheilung machte, er hab? sich entschlossen, nach Amerika zu reisen. In ein zwei Monaten bin ich zurück, die paar hundert Mark werden wie nicht ruiniren. es muß etwas ge schehen. oder ich werde krank vor Auf-regung.-Johann reiste also nach Bremerhafen und bestieg einen Dampfer, der nach Amerika geben sollte; absolut nichts wußte er von der neuen Welt und der Millionenstadt, der er entgegenfuhr. kein Wort der fremden Sprache verstand er hilflos wie ein Kind war er. Sein Herz verlangte nach einer mitfühlenden Seele, der er sich hätte

anvertrauen können; mlt einem der Stewards machte er einen ersten AnnäherungSversuch. der jedoch daran scheiterte, daß der Beamte zu sehr beschästigt war; so leicht war Johann aber nicht loS zu werden, und so sah sich denn der Steward nach einer geeigneten Persönlichkeit um. die er dem aufdringlichen Passagier überliefern konnte. Da," sagte er, auf zwei andere Reisende weisend, die werden Ihnen jede Auskunft geben können; die kennen New Dork so gut, daß sie sich im Dunkeln zurechtfinden würden; versuchen Sie nur." Johann dankte dem freundlichen Steward und war beglückt, zwei Menschen gefunden zu haben, die in New Z)ork so gut bekannt waren: tr schritt auf sie zu. sobald sie jedoch seine Ab-

Zesundheii für Mädchen.

285 Brecher Stratze. Atlanta. Ga. Viele Leute denken, dah Patentmedizinen tverthloS sind, aber wenn alle Frauen, die leidend und krank sind, wie ich es war. meine Erfahrung mit dem Wlne ot Cardul haben könnten, dann würden sie ihre Ansicht ändern. Ich hatte in der That keinen einzigen gesunden Tag seit metnerr sünszehnten Lebenjahr. da ich wahrend der Prriode manchmal an zu starker und dann wieder an zu spärlicher Menstruation litt, die sehr unregelmäßig und schmerzhast war. Ich hatte solche Schmerzen in meinem Rücken, daß ich nicht liegen, und keine bequeme LteNnng beim Sitzen sindcn konnte, und aus diese Weise mutzte ich jalzrelang, jeden Monat eine Woche leiden. Natürlich hatte ich verschiedene Heilmittel für mein Leiden vrobirt. und befand ich mich manchmal bedeutend besser, und dachte, ich wäre geheUt. aber in kurzer Zeit kam daS Leiden wieder, und s) s ß . jO ich war nur im Stande dauernde Linderung durch den Gebrauch von ' jUj&JsuioC Win of Cardul zu erlangen, der mich in drei Monaten kurtrte. Ich bin rulVj y nun seit einem Jahre gesund, und habe debbalb allen Grund zu glauben. st sj ' A dab ich eft bleiben werde. V y WlNECARDUl

Der Wlno of Cardul ist eine Medizn. die privatim zu Hause mit denselben wohlthätigen Folgen genomwerden kann, als wenn sie von den besten Aerzten in der Welt verschrieben worden wäre. Diese ei"i t s . i , U s . lml s 01) i tt i t i f f V 4ifttl V - . i-i . . ' . r

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slcht merkten, gmgen ste fort, nachdem sie untereinander einige Worte gewechselt hatten. Johann folgte ihnen, dann blieb er wieder zögernd stehen, denn augenscheinlich hatten die beiden eine wichtige Angelegenheit zu besprechen, und so wollte er nicht stören. Daß sie ihm auswichen, daran dachte er nickt. Um sie nicht aus den Augen zu verlieren, ging 'er in respektvoller Entfernung immer hinter ihnen her. Zweioder dreimal glaubte er. nicht zu unterbrechen, lüftete seinen Hut und redete sie in seinem besten Hochdeutsch an. doch wurde er stets mit nicht mikzuverstehenden Geberden und Bewegungen sofort unterbrochen, bis er sich endlich zurückzog. Die beiden Amerikaner wcn'en über das eigenthümliche Benehmen äugen scycinlich sehr verwundert, gleichzeitig aber auch besorgt, und so erkundigten sie sich nach ihm bei dem betreffenden Steward. Dieser hatte noch alle Hände voll zu thun, doch für einen guten Ulk war er stets zu haben, und so erzählte er ihnen flüsternd und geheimnißvoll: ..Sie haben doch wohl von dem enormen Bankdiebstahl in London gehört? Ich möchte wetten, das ist Reichmann, der tüchtigste Detektiv auf dem Continent. der den Dieben in dieser Verkleidung auf den Hacken ist." Die beiden Männer wechselten einen Blick, bedankten sich für die Auskunft und verschwanden in ihrer Sabine, die sie erst wieder verließen, als der Dampfer bereits angelangt war. Johann suchte sie vergebens: unbemerkt von ihm waren sie an Land gegangen, und so muhte er schon seinen Weg im großen New York allein finden. Wie er den Rest des Tages, wo er

d Nacht verbrachte das wußte er nicht. Am nächsten Tage fetzte er seine Wanderung fort, in seinem Provinzdeutsch erfragte er den Weg zur Deutscben Botschaft. Niemand verstand ihn. man lachte ihn aus. verspottete ihn. bis er müde und matt sich auf einer Thürschwelle niederließ und bitterlich weinte. Bald aber raffte er sich wieder auf. doch kaum hatte er das Ende der Straße erreicht, als er einen der beiden Passagiere erblickt. Er trug andere Kleider, auch hatte er sich den Bart abnehmen lassen. Johann erkannte ihn aber doch sofort. Herr! Herr!" rief er laut, auf ihn zulaufend. Ob der Mann ihn gehört hatte oder

nicht auf alle Fälle lief er davon so schnell er konnte. Johann wollte sich seinen vermeintlichen Führer aber nicht ,o leicht entgehen lassen und folgte ihm. bis der Amerikaner nicht mehr weiter konnte und in einer Bar Zuflucht suchte. Johann ging auch dort hinein und rief, noch ganz außer Athem: Endlich habe ich Sie; warum sind Sie denn weggelaufen und machen mir all' die Mühe? Nun müssen Sie - ..Stille " unterbrach der Amerikaner. der trotz des Laufens erbleicht war. machen Sie keine Geschichten! Das führt zu nichts. Setzen Sie sich hier in die Ecke." Daö lasse ich mir gefallen," dachte Johann, den Mann von der Seite ansehend und sich setzend. Ich weiß, weswegen Sie nach Amerika gekommen sind." Wir können doch die kleine Angelegenheit ohne weitere Unannehmlichkeit m ordnen, nicht wahr?" ..Natürlich, können wir das." erwiderte Johann, immer noch in der Idee, der Fremde spräche von Onkel Fredericks Vermögen. Also gut; wieviel verlangen S'e?" ..Mew'n Antheil natürlich," antwortete Johann. Ich gebe Ihnen diese Brieftasche. es sind hunderttausend Mark in BankNoten darin; sie sind gut. Sie brauchen keine Angst zu haben. Sind Sie einverstanden?" ..Hunderttausend Mark! Eine ungeheure Summe; aber kam ihm nicht vielleicht noch mehr zu? Wieviel hatte Onkel ?kred?rick hinterlassen?"

..Ist das mein richtiger Antheil?" fragte er zweifelhaft. Wieviel erwarten Sie denn eigentVutV' erwiderte der Andere ärgerlich; es war ja eine ganz schöne Sache, aber doch keine Goldmine, und andere sind auch noch betheiligt. Entweder Sie nehmen das oder nichts." Schön, ich nehme es," sagte Johann. fürchtend, die hunderttausend Mark könnten ihm wieder entgehen. Gut also; ich gebe Ihnen diese Brieftasche unter der Bedingung, daß Sie mit dem Kaiser Wilhelm", der in zwei Stunden New ?)ork verläßt, zurückkehren und Niemanden von unserem Zusammentreffen Mittheilung machen." Abgemacht!" rief Johann, die Brieftasche wurde ihm ausgehändigt. wohlgezählte hunderttausend Mark waren darin. Vergebens versuchte er. sich die Sache zu erklären, je mehr er nachdachte, desto confuser wurde er. Sie blieben noch eine Weile in der Bar zusammeil, dann besorgte der Amerikaner das Billet zur Ueberfahrt, brachte ihn an den Dampfer und verließ den Quai erst, als derselbe bereits seine Reise über den großen Teich angetreten hatte. So wurde Johann, weil er das Glück hatte, für einen Detektiv gehalten zu werden, der Erbe seines Onkels in Amerika, der vor wenigen Wochen als armer Schlucker im Krankenhaus gestorben war.

Meik Habersack's Ichreibebrief . 327.

Geöbrter Mister Edithor! Well, ich hen mein Meind uffgemacht gehabt, zu den Mister Mehr zu gehn un dort gege sein Partner zu komplehne un wenn ich emol mein Meind uffgemacht hen. dann hen ich ihn uffgemacht. Der Christ Hot ge sagt. Meik. ich deht's nit duhn. bikahs der Mister Mehr is nit blos den Lahjer sein Partner, er is auch unser Bahs un es is immer arig rißkie, wann mer den Deiwel bei seine Gränma 'verklage will. Die Selma Hot die Sache von e ganz differente Seit angeguckt. Se Hot gesagt: Ich geb nicks drum, un wann der Mister Mehr der Pressendent von die Jnneited Stehts wär. Wann sein Partner so en Lump iö un duht en schöne junge Mann frage, sei Knoche zu rikire. bloß daß er Bißneß kriegt, dann hen ich meine Oppinjien un wann ich Poliesthiereckter oder Scheriff wär, der Feller müßt in dieSchehl un zwar mitaus Dieleh. Awwer Ihr Menfohks seid Schlohpohks un Hannebambel un wann Euch e Moßkieter in den Fehs erum fliege duht. dann duht Ihr ihn nit ehnder fort tschehse, als bis er

Euch in die Nohs gestoche Hot. Bei Galle, ich sollt en Mann sein, dann könnt Ihr emol ebbes erleme. Der Allerschlimmste iö mein Alter. Der Hot immer Angst, er deht ein von seine Bahse uff den Fuß trete, wann er daS Maul uffmache duht. Awwer bei mich, do will er arig importent sein un will auch zeige, daß er der Bah in's Haus is. Geht mich doch eweg mit so Manner. Den Weg Hot die Selma noch e ganze Weil fortgetahkt UN der Christ Hot am End so schmahl gefiehlt. daß er nit gewußt Hot, in wa for e Korner er sich verkrieche sollt. Er Hot gesagt, daö wär auch seine Oppinjien un er hätt daö gleich sage könne, awwer mir bätte ihn ja keine Tschehn gewwe! O,

ei tell juh, der Christ is e Pietsch! Wein Neffjuh. der Kuni. der Hot off Kohrs in's Bett liege müsse. Ich sin befor daß ich aus den Haus fort sin. emol zu ihn gange, for zu sehn, wie er macht. O, Dier, was Hot der arme Feller geguckt! Seine Nohs war uffgebändetscht, daß mer hätt denke könne, es wär e Dickwurz, wo in e Schnufftuch eingewickelt is. Seine Auge, die wäre ebaut so groß wie en Pehntsbotten, das annere war all zugeschwolle un es war mit einem Wort e schwell Affehr. Seine Arme un seine Lehks wäre in Schinkels einge. packt, es war e Pittie ihn zu sehn. Kuni, hen ich gesagt, wie fühlst Du? Do Hot er gesagt, gar nit deht er fühle, er wär nur alliwwer sohr, iwwer das Trietment, wo ihn die Raudies gewwe hätte. So deht mer nit mit en Mensche umgehn un wann er nit e toffe Kanstituhschen hätt, dann hätt er's iwwerhaupt nit stende könne. Ich hen gesagt, Kuni, hen ich gesagt, ich fühle sorrie for Dich, awwer Du mußt Dich ganz alleins for blehme. Ich hen Dich gleich e Warning gewwe, awwer Du hast mich nit gemeinded. Jetzt bleibt nur noch ein Ding for mich zu duhn Do Hot er getreit die Auge uffzureiße. awwer es hat ihn kei Gut gedahn, bikahs die Schwelling is zu stark gewesk un die Auge sin so klein gebliwwe, wn fe wäre. In die erschte Lein, hen ich gesagt, mußt Du in's Bett bleiwe un mußt ruhig die Pehns stende. das is all. was for Dich zu duhn is. Das was ich jetzt duhn. is. daß ich zu den Mister Mehr gehn un ihn sage, was for e Pietsch fein Partner is un dann gehn ich in die Kohrt un feile e Demmetsch Suht un do wolle mer den Bruder schon fickse. Der Kuni Hot e Weil nicks sage könne, bikahs er is von mein Pusch un mein Nörf so surpreist gewese. dann Hot er gesagt. Onkel. Du besser duhst nit. denk emol. was Du for en Trubel kriege vuhst. Newwer meind den Trubel, do geb ich nickö drum. Ich hen noch e kleine Weil mit ihn getahkt. bikahs ich hen doch sein Konsent zu den Suht hen müsse, befor daß ich ehett sin gange. Schließlich Hot er gesagt, er deht nicks drum gewwe. ich sollt duhn was ich wollt. Ich hätt ihn gern noch e Pehper seine losse. awwer dazu is er nit ehbel gewese un ich hen den Christ un die Selma Herbeigerufe, for daß er in dene ihre Pressenz sein Konsent riepiete Hot könne. Die Selma Hot sich gefreut, daß ich so viel Bäckbohn gehabt hen un ich hen se gleich prammisse gemißt, daß ich sie e neues Bannet kaufe deht. wann ich mit meine Demmetschsuht Suckzeß hätt. Den Weg is die Selma. Der Christ Hot zu mich gewischpert. ich sollt mich nur alles noch emol gut iwwerdenke, for daß ich kein Mißtehk mache deht. Du bist e Rindvieh, hen ich gesagt, un wann Du's nit glauwe duhst. dann gev ich Dich s schwarz an weiß. Er Hot awwer gesagt, er deht mich's auch so glauwe. Dann sin ich zu den Mister Mehr. Ich hen e Fehs gemacht, alö wann ich ihn ufffresse wollt. Mister Mehr, hen ich gesagt, ich muß Dich emol for e Minnitt oder zwei sehen. Ahlrecht, Hot er gesagt, go ehett. Do hen ich mei Droht geklient un hen gesagt: Du werscht noch riemembere, daß ich emol von wege mein Neffjuh, wo aus ZU alte Kontrie komme is, mit Dich gesproche hen. Daß der en Platz wollt un daß er gleiche deht, en Laihjer zu wern. Du hast auch gesagt, daß er bn Dein Partner gleich en Schapp kriege könnt. Host Du nit? - Wei. off Kohrs, un mein Partner Hot mich gestern erscht gesagt, daß er den junge Mann noch nit gesehn Hot, Hot der Mehr gesagt. Wie kann er ihn sehn. hen ich gesagt, wenn er heim im Bett liegt UN nit muhse kann. Well, sagt der Mehr, dann hätt er doch Wort schicke könne UN hätt ihn alles ecksplehne solle, un - daß er noch e paar Dag warte sollt. Well, daö duht awwer doch einiges biete; Dein Partner weiß gut genug, was die Mütter i un der Kuni Hot ihn kein Wort zu schick brauche, hen ich qesagt. Der

Mehr Hot gesagt, sell wär e Possel for ihn. Sein Partner könnt doch nit schmelle. was die Mätter mit en junge Mann wär, wo er in sei ganzes Lewe noch nit gesehn Hot. Well, jetzt hen mer e hatte Zeit gehabt. Ich hen arig böse Eckspreschens gebraucht un so Hot der Mister Mehr, un mer hen so laut gehallert, daß die ganze Zittiehahl zusammegelaufe is. Am End Hot der Mehr gesagt: Meik, Du bist e Kameel un ich will Dich pruhfe, daß Du eins bist. Jetzt kommst Du reiteweg mit mich heim un dann wirstDu sinne, daß ich nit viel aus den Weg sin. Er Hot's nit annerscht gedahn un ich sin mitgange. Wie mer in sei Haus komme sin, do is en feiner alter Schentelmann gewese un zu den Hot er mich introduhst un dann Hot er gesagt, seller Schentelmanr wär sein Partner un ich sollt ihn jetzt emol alles repiete, was ich zu ihn gesogt hätt. Do hen ich gestanne, wie e Kuh vor e neues Barndohr. Ich hen gefragt: Sie sin doch nit der Mister O'Faäertie, sin Se? Do sogt er: No, do soll micb Gott bewahre, awwer ich sin der Mister O'Haggerty! Well, jetzt Hot sich alles uffgeklärt. An den ganze Mißtehk sin ich schuld gewese. Ich hen den Kuni zu die ronge Adreß genommen un der Mister O'Haggerty war der richtige, un den hen ich gemißt gehabt. Der Mister Mehr Hot gesagt: Newwer meind. Meik. seller Mißtehk is schon oft gemacht morde, awwer diesmal wolle mir die Sach stappe. Ich hen jetzt plentie Pruhf. daß der Kunne en fehk is un for alles annere laß mich sorge. Ei tell juh, ich hen jetzt ganz annerschter gefiehlt und verbl'.iw'e mit üllcrhand Achtung Juhrs trulie MeikHabersack. Scheriff un Eskweier von Apple Jack, Holy Terrer County. Der Kaiser von Korea hat augenblicklich Beschwerden mancherlei Art. Es scheinen aber nicht nur politische Leiden zu sein, die den .Herrscher und seine Umgebung bedrücken. Darauf deutet folgender Anschlag, der unlängst an das Schwarze Brett der Berliner Universität geheftet wurde: Der Kaiser von Korea beabsichtigt, für zwei Jahre einen deutschen Zahnarzt anzustellen: Bedingungen: Monatliches Gehalt 300 Yen; Wohnungsgeld 30 Jen. für Hin- und Rückreise je 1000 Fen; für Jnstrumente 4000 Fen; für Laboratorium 50 Yen. 1 Yen gleich 2 Mark. Wöchentlich eine Sprechstunde im Palast. Jährlich zwei Monate Urlaub. Pri vatpraziS. Englisch oder Französisch nöthig. Rücksprache erbeten mit Dr. Coenen. Assistenten der königl. chirurgischen Klinik in der Ziegelstraße."

Im Coupe."

Ich bin Ihnen wirklich böse. Herr Leutnant, daß Sie mich vorhin im Tunnel küßten!" Mille pardon. gnädigstes Fraulein! Wird nicht mehr vorkommen!" So?! ES kommt aber doch noch ein Tunnel. . ."

Probat. Wie find CUe nur auö dem Gedränge herausgekommen?" O, ich habe einfach eine ordentliche Prise genommen Sie hätten mal sehen sollen, wie ich sie da auseinander genieß habet"

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