Indiana Tribüne, Volume 27, Number 154, Indianapolis, Marion County, 20 February 1904 — Page 5
Jndiana Tribüne, . Februar 104.
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Herdftammn. Von Hanns von Gumppenberg. Wenn ich hier am flackernden Kamine Tiefer in ein Stemmen mich verlor, sprühn wie glühend Gold und Licht rubine Längst entschwundne Bilder mir hervor: Bilder süßer, schwärmerischer Liebe, Wunderbare Märchenmelodien In bei Welt ernüchterndem Getriebe wußten sie verklingen und verglühn! Ist nicht auch das Irdisch? verglom. men, Eh' wir's denken, in die Nacht verzehrt? Diese Träume, die uns überkommen, Sind vielleicht des Lebens einz'ger Werth. Mäuseplage. Humoristische Skizze nach dem Ungarischen von Armin Ronai. Eines Abends war ich besonders wunderbare Träume. Ich glaube, ich träumte davon, unverheirathet zu sein. oder ich hatte das grohe Loos gvonnen und auö diesen zauberhaften Hirngespinsten rüttelte mich meine Frau wach. Hörst Du, Männchen, hörst Du " slüsorrte sie mir angstvoll zu. Ich hatte im Verlaufe unseres Ehelebens mir angewöhnt, zu Allem Ja und Ülrntn zu sagen, und darum rwi derte ich ganz ruhig: Ja. ich höre!"
Na und was meinst Du dazu?" spät nach Hause gekommen und sank, als ich mich zu Bett begegn, in einen besonders tiefen Schlaf. Ich hatte Hm, ich wundere mich gar nicht. Ich habe schon gestern Abend bemerkt. daß er Fieber hat." Aber Mann, wovon sprichst Du denn?Na, doch von unserem Karl. Hör' nur, wie schwer er athmet." Ach geh', dem Kinde fehlt nichts, es schläft ja ganz ruhig. Davon ist absolut nicht die Rede. Doch horch' nur 'mal ruhig auf!" Ich befolgte ihren Rath und ioar natürlich sofort wieder eingeschlafen. Wahrscheinlich dachte ich daran, dah ein Gentleman überhaupt nicht horchen darf. Nun. hast Du gehört?" rief meine Frau und rüttelte mich wieder wach. Ja, ja," stammelte ich, noch ganz verschlafen. Und was sagst Du dazu?" Die Sache begann mir unangenehm zu werden. Ich wußte ja noch nicht einmal, um was es sich handelte. 5oll ich Licht machen?" frug ick ausweichend. Nein, das nützt ja doch nichts. Ich wollte nur, daß Du Dich auch davon überzeugst." Wovon denn, mein Engel?" Ach geh', als wennDu's nicht wüßtest. Hör' doch, wie sie piepsen. Wir haben. Mäuse in der Wohnung." Ach so na ja ich bin also überzeugt. Befiehlst Du sonst noch eiwas?" Mann, das ist doch aber schrecklich, wenn Mäuse im Zimmer herumlaufen! Wer kann denn da schlafen?" Nun, dann danke Gott, daß wir nicht in den Tropen wohnen. Dort würden Schakale und Jaguare in den Wohnungen herumstrolchen, und das soll noch unangenehmer sein." Wie Du noch scherzen kannst! Rathe mir lieber, was ich thun soll, um die Mäuse los zu werden." Nichts leichter als das. Ich kann Dir tausend Mittel dafllr nennen aber erst morgen früh. Wegen ein paar armseliger Mäuse werde ich mir nicht meine Nachtruhe störeil lassen." Die meiniqe ist hin. Ich kann nicht in einem Zimmer schlafen, in dem Mäufe herumlaufen.' Oh, mich geniert das nicht." Ach. Du lenommirst ja nur. Du würdest bestimmt einen Heidenschreck bekommen, wenn Dir Nachts eineMau iiber die Brust liefe und Du darüber aufwachtest." Oh. im Gegentheil! Wenn ich aufwachte, dann würde die Maus den Heidenschreck bekommen." Meine Frau begann sich gelind zu ärgern. Du hast es leicht, den Geistreichen zu spielen, Du mit 5öeiner robusten Gesundheit und Deinem Bärenschlaf. Vergiß aber nicht, daß ich eine schwache, nervöse, blutarme Frau bin!" Hör' mir vor Allem mit Deiner Blutarmuth auf. Du hast schon so viel Eisen eingenommen, daß man ganz gut ein paar Kilometer Schienengeleise daraus machen könnte. Und was Deine Nervenschwäche anbelangt, so kann die Gott sei Dank auch nicht weit her sein. Denn Du bist als Mutter von fünf, sich nicht gerade durch Wohlerzogenheit und Sittsamkeit auszeichnenden Kindern und Gattin eines, nicht gerade zu den besten seines Standes zählenden Manne stets auf Deinem Platze gewesen. Schlieblich aber macht eS mir absolut kein Vergnügen, den Geistreichen zu spielen zu emer Stunde wo ich am liebsten schlafen möchte. Du scheinst die Zeit mit Schwätzen todtschlagen zu wollen." Ich möchte die Mäuse todtschlagen." RachtS?.Am Tage höre ich sie nie piepsen." .Kunststück! Wenn sie Nachts piep
sen, müssen sie doch am Tage jchlasen. Denn tagsüb piepsen ja unsere Kinder. Es muß doch Alles hübsch seine Ordnung haben. Einmal stören die Kinder die Mäuse, dann wieder stören die Mäuse uns Mit einem Wort Du nimmst die Parter der Mäuse. Saa' doch mal
wenn Du schon so ein gescheidter
Mensch bist, welchen Zweck haben denn eigentlich du Mäuse in der Natur?" Darauf kann ich Dir Nachts nicht antworten. Aber ich verspreche Dir, mich morgen Vormittag gründlich m't der fsrage zu beschäftiaen." Ach. daS sind Ausflüchte. Du weißt mir eben nichts darauf zu erwdern." So, ich weih nichts zu erwidern! Ja, war ich denn umsonst immer der Beste in der Naturgescyichte? In der Zoologie bin ich ja heimisch wie in unserer eigenen Wohnung." Nun. dann gieb mir Bescheid, wozu überhaupt die Mäuse existiren." Die Mäuse? Die Mäuse sind dazu da. um die Katzen zu ernähren." Die Frau schwieg einen Moment, gleichsam verblüfft über die Einfachheit und Beweisträftigkeit meinerAuskunft. Aber sie sammelte sich bald wie der zu einem neuen Angriff. Und wozu sind denn die Katzen da?" frug sie kühn. Natürlich nur zu dem Zwecke, um dir Mäuse zu fressen." Nun war meine Frau besiegt. Sie sprach kein Wort mehr. Meine Argumente hatten gewirkt. Gott sei Dank, daß unsere Höberen Töterschulen die Lebenswissenschaft nur mangelhaft lehren, sonst wäre Frauchen gewiß darauf gekommen, daß meine Behaup tung ein ganz gemeiner rimiliiH virHorniH war, was ihr gewiß nicht imponirt hätte. Uebriaens schnitt ich jede weitere Verhandlung durch ein mäcktiqes Gesckmarche ab. Ich war wirklich nicht willens, mir die Nachtruhe durch Mäuseaepiepse vollends rauben zu lassen. Meine Frau aber zündete ein Licht an. freilich nahm mir der Kerzenschein den Schlaf, aber sn hatte sie wenigsten? keine Furcht. Denn die Müuse piepsten in dieser Nacht, vom Lichtschein verscheucht, nicht mehr. Beim Frühstück wurde allgemeiner Kriegörath gehalten. Unsere Kinder bekundeten eine unbändige Freude über die Nachricht, daß in unserer Wohnung
einige lebendige Mäuse ihr Quartier
aufgeschlagen hatten. Sie krochen den ganzen Tag unter den Betten und Schränken herum, um zu erlauschen, wo unsere Aftermiether ihre AusfallPforten haben. &it verstreuten auch, um sie aus ihrem Bau zu locken, überall Butterbrote, waö zur Folge hatte, daft unsere alte Köchin, die sehr dick und äußerst kurzsichtig war, auf so ein Stückchen Butterbrot trat. auSglitt und sich nemlich unsanft auf das harte Parkett sehte, worüber sie natürlich sehr ungehalten und nahe daran war. btt so angenehmen Dienst bei mir zu kündigen. Mein Vorschlag war, es in erster Linie mit Mäusegift zu versuchen. Meine Frau stimmte aber dagegen, denn sie meinte, die Kinder würden ganz bestimmt davon essen, wenn wir ihnen sagten, es sei Gift und sie dürften nichts davon genießen. Ich war von der Wahrscheinlichkeit dieser Voraussetzung, in Ar.betracht der Veranlagung unserer Kinder, auch überzeugt, und so unterblieb das Gift. Nun erinnerte sich meine Frau, was ich von dem eigentlichen Berufe der Katzen berichtet hatte, und da borgten wir unS zu diesem Zwecke die Katze unseres Nachbarn aus. Es war das ein seidenhaariges, roeißschnauZ'geS, wohlerzogenes, dekadentes, cessionistisches Tbier. Eine mit Milch gefütterte, derzärtelte, verweichlichte, süffisant schnurrende Hauskatze. Schon auf den ersten Blick war ich mir über den Eharakter dieser Katzenindividualität klar: schön geputzt, panirt, knusperig gebraten und mit sorgfältig angemachtem Gurkensalat servirt, gewiß so würde sie die Mäuse verzehren. Roh, im Naturzustande aber kaum. So war es auch. Das Katzcnthier fürchtete sich sogar vor unseren Mäusen, wurde unruhig, miaute schauderhaft und suchte sich in unseren Betten zu verstecken. Ohne viel Federlesens warf ich die entartete Katze cs war selbstverständlich ein Kater, wahrscheinlich ein Katergigerl zur Thür hinaus. Erst spät kamen wir auf den Gedanken, daß wir es doch auch einmal mit einer Mausefalle versuchen sollten, welcheö Instrument im Grunde genommen und hauptsächlich zu dem Zwecke erfunden wurde, um die Mäuse wegzufangen und dem verdienten Tode zuzu führen. Natürlich dauerte es eine Weile, bis ich mich mit meiner Frau über das System der anzuschaffenden Falle einigen konnte. Denn bekanntlich werden täglich neue unfehlbare Apparate construirt. Schließlich erstand ich eine gewöhnliche Mausefalle, ich möchte sagen, vorsintfluthlicher Eonstruetion. wie sie die bekannten slovakischen Mausefallenhändler schon für ein paar Gröschen feilbieten; die ganz primitiv auS einem Drahtgeflecht bestehen, mit einer Oeffnung oben, in welche die MauS gefälligst hineinzukriechen hat. Naiv und unerfahren in Mäusedingen. stellten wir in der ersten Nacht die Falle leer auf. DaS Viesultat war dementsprechend ein negative. Den nächsten Abend waren wir vernünsttger. ES kam in die Falle eine Lockspeise. ES
yatte gerade einen seinen !vkanoetpuvding gegeben. Davon kam ein Stück innerhalb des Drahtgeflechtes. Das mußte doch entschieden Anziehungskraft üben. So meinten wenigstens unsere Kinder, die bereit waren, für Mandelpuddig selbst die Schule zu schwänzen. Ave, die M'iuse waren anscheinend anderer Geschmacksrichtung. Der Pudding duftete lockend, die Mäuse piepsten die ganze Nacht mörderisch, aber am Morgen war die Falle dennoch leer. Nun mischte sich die Köchin in unsere StaatsaffQire und meinte mit geringschätziaem. Achselzucken, ob wir denn nicht vas alte Sprichwort tennen, nach welchem man Mäuse mit Speck fängt? Sie habe daS schon alö kleines Kind ge wußt. Selbst beim Baron Waldewitz, bei dem sie bekanntlich" sie erzählte es nämlich Tag für Tag zwölf Jahre die Küche geführt, und was doch gewiß ein feines Haus war , also selbst bei besagtem Baron fing man Mäuse mit Speck und nicht mit Mandelpudding. Wir beherzigten den Wnk und machten es thatsächlich genau so, wie es beim Baron Waldewitz gemacht worden war. Den nächsten Abend wurde ein sorgfältig gewähltes Speckstückchen in die Falle gethan. O Himmel, der Jubel am nächsten Morgen! Die freiherrliche und zugleich allgemein kosmopolitische Methode hatte faktischErfolg. ES zappelte ein Mäuschen in der Falle. Und was für ein niedliches, zierliches Mäuschen! Die Kinder befreundeten sich rasch mit dem Thierchen, nachdem sie die erste Scheu überwunden, und forderten kategorisch, daß wir es in das goldene Vogelbauer geben sollten, anstatt des Kanarienvogels, den sie nicht mehr mochten. Es kostete uns Mühe, unsere Sprößlinge von dieser Forderung abzubringen. Natürlich war S besonders meine Frau, die schon bei dem Gedanken an eine lebendige Maus Nervenzufälle bekam. Also mußte daS Ding der Köchin zu weiterer Amtshandlung übergeben werden. Diese entledigte sich der Aufgabe dadurch, daß sie die Falle nebst zappelndem Inhalt einfach in das Regenfaß
warf. DaS arme Mäuschen! Gott weiß, welche Rolle das Thierchen in seiner Wek gespielt hatte! Vielleicht war es Minister, vielleicht ein Balladendichter, vielleicht auch Familienvater gewesen, nach dem nun Frau und Kinder trauerten Und dieses Schicksal ein nasses Grab im Regenfaß Mit der einmal eingeschlagenen Methode fingen wir noch zwei Mäuse. Dann hörten die Erfolge auf. Wir mochten noch so saftigen Speck hineinthun, die Falle in noch so raffinirt lockende Stellung bringen, eö lief keine Maus mehr in daS Drahtgeflecht. Dafür trieben sie eS in unserer Wohnung immer toller. Sie stahlen Zuckcr, nagten allerlei Vorräthc an und vollführten deS Nachts ein fchrecklichesGepiepse. Mich genirte daS ja weiter nicht, aber meine arme Frau, in ihrer Jdiosynkrasie gegen Mäuse, kam um ihre ganze Ruhe. Sie versuchte bald da, bald dort unsere Betten aufzuschlagen, es half nichts, in der ganzen Wohnung gab es keinen mäusefreien Raum. Sie war verzweifelt und begann, wieder Eisen zu nehmen, in märchenhaften Tropfenmengen. Das half auch nichts. Die Mäuse und ihre Nerven kamen nicht zur Ruhe, und ich dachte schon daran, unser Haus zu verkaufen und auszuwandern. Da trat eine unerwartete Wendung ein. Wie mit einem Schlage wurden wir plötzlich von der Mäufeplage befreit. Mein Hausnachbar nebenan hatte nämlich die glückliche Idee, in Roggen zu spekuliren. Er kaufte kolossale Mengen dieses nützlichen Gewächses an und stapelte Alles in seinen an unser Haus grenzenden Räumlichkeiten auf. Nun ist bekanntlich für Mäuse ein Fruchtmagazin das reinste Eldorado. Mäuse verlassen Kalbsbraten, Zucker, Apfelgelee und stürzen sich mit Leidenschaft auf Roggenkörner. Solange diese Frucht vorhält, kann sie nichts sonst reizen. Und so kamen wir um unsere Mäuse. Sie waren alle hinübergewandert in'S Roggenparads, und meine Frau hat nun wieder Ruhe und schläft prächtig, ohne Brom, Fowler'sche Tropfen und Trional. Mein Nachbar aber spekulirt in Frucht. Er will nicht verkaufen, bis er nicht ganz feste Preise erhalten kann. Und nun studire ich täglich die Berichte von der Fruchtb'örse und bete, daß die Preise flau bleiben mögen. Denn so lange der Nachbar seine Waare hält, sind wir von unseren Mäusen befreit. Hieb. Dame: Meine Freunbinnen sagen mir nie die Wahrheit." Herr: DaS ist ja natürlich, sonst hätten Sie ja gar keine Freundinnen!" Gut gesagt. Wie findet ,sich denn Ihre Frau in ihre HauSfrauenrolle?" Junger Ehemann: 0, die stellt ihren Mann!" Die Feiglinge. Herr Meier, der etwas spät aus der Kneipe heimkehrt, wird in der Nähe seiner Wohnung von einigen Strolchen angerempelt, mit denen er in's Handgemenge geräth. In diesem Augenblick stürzt seine Frau, die den unsoliden Gatten ankommen sah, wie eine Furie aus dem HauS, worauf die Strolche die Flucht ergreifen. Entrüstet ruft da Herr Meier: Erbärmliche Feiglinge jetzt lassen Sie mich im Stich I" C '' . '' .
Allerlei liir'S "aus.
Sammet st elltmanwieder wie neu her, wenn man ihn mit einer fingerbreiten Speckschwarte, von welcher man das Fett ziemlich entfernt hat. nach demStrich genau überstreicht, ähnlich wie man Kleidungsstücke mit der Bürste reinigt. Der Sammet wird so lange mit der Speckschwarte leicht überstrichen, bis die Flecke und gedrückten Stellen darauf verschwunden sind. Dann legt man ein stark angefeuchtetes Tuch auf die ziemlich heibe Ofenplatte und hält, sobald der Dunst heftig emporsteigt, den Sammet so lange darüber, bis sich derselbe vollständig aufgerichtet hat. Vertreibung von Warzen. Das einfachste, ungefährlichste und dabei doch sichere Mittel, Warzen zu vertreiben, ist: immer ein Stückchen gewöhnliche Waschsoda bei sich zu haden, beliebig oft während des Tages die Soda zu befeuchten und damit die Warze zu betupfen oder zu bestreichen. Dann schwindet sie nach und nach. 2) Man sticht eine Stecknadel mitten in die Warze und hält die Nadel über ein brennendesLicht. bis sich die Warze in die Höhe hebt, gleich einer Brandblase. Dann zupft man sie ab und streicht Vaseline auf die Stelle. Es bleibt keine Spur zurück. Fettflecke in Papier. Um Fettflecke aus Papier zu entfernen, legt man dasselbe zwischen zwei Schichten gebrannter Magnesia, deckt ein Blatt Papier darüber und stellt ein heißes Bügeleisen darauf. Das Verfahren hat noch besseren Erfolg, wenn die Magnesia kurz vor dem Gebrauch mit etwas Benzin angerieben wird. ObstfleckeausLeinewano entfernt man durch Eintauchen des befleckten Stoffes in eine Mischung
von zehn Theilen Wasser und zwei Theilen Eau de Javelle. Bei Fleci'ttt, die von Kirschen oder Beeren herrühren, versuche man zuerst Waschen mit Seife; bleiben noch einige Fettstellen zurück, so wende man Schwefeln an. Giftfreie Pillen gegen
R a t t e n u n d M ä u s e. Zur Bereitung solcher Pillen aus gefälltem kohlensaurem Baryt dient folgende Anweisung: 16 Unze gefällter kohlensaurer Baryt, 1s30 Unze Zucker, VA Unze Brot werden ohne oder mit etwas Wasser zu einer gleichmäßigen Masse geknetet und circa 100 Pillen daraus geformt, die dann nach außen mit Wasser angefeuchtet und in Mehl geworfen werden, um sie damit zu überziehen. Das Brot darf nicht sauer und nicht zu frisch sein. Natürlicher kohlensaurer Baryt ist ungeeignet. egen dieHeiserkeit der Kanarienvögel. Der V.nqel sollte nur mit Wasser versorgt werden, welches mittlere Zimmertemperatur besih.t. Man kann dem Wasser ein Stückchen Zucker beifügen, vergesse auch nicht, dem Vogel Gelegenheit zum Zuckerpiuen zu geben, stecke auch öfters Scheiben von süßen Aepfeln auf. Steigern sich die Krankheitssymptome, so benetze man die Zunge des Vogels mit einem Tröpfchen Oel, das kurz zuvor aus süßenMandeln gepreßt wurde. Russisches Mittel gegen MotteninPelzwerk. In starken Spiritus wirft man eine Handvoll Kampfer und die zerkleinerte Schale von spanischem Pfeffer oder kleingestoßene Koloquinten, läßt das Ganze einige Tage in der Ofen- oderSonnenwärme stehen, bis der Kampfer sich aufgelöst hat, rooiflu,' die Flüssigkeit durchgeseiht wird. Man bespritzt mit derselben das Pelzwerk recht gleichmäßig, wickelt es in Leinwand oder starkes Papier ein und bewahrt es in trockenen Räumen im Schranke auf. Fettflecken zuf Sammet lassen sich durch ein wenig Terpentin entfernen, welches auf den Fleck gegossen wird; dann reibt man scharf mit einem Stück reinen, trockenen Flanell. Man wiederholt daS Verfahren, wenn es nöthig ist, und hängt den Stoff an die Luft, damit sich der Geruch verffffiftM vernickelte Spiritusmas ch i n ch e n, wie die Damen sie beim Frisiren benutzen, bekommen oft einen klebrigen Ansatz aus den Spiritusrückständen, der schwer zu entfernen ist. da alle gewöhnlichen Putzmittel, Putzpomaden u. s. w. den Nickel unansehnlich machen. Sehr einfach und leicht ist dieser feste Ansatz mittelst des Spiritus selbst zu entfernen. Man putzt mit e-'nem sehr weichen, bäumwollenen Luppen, am besten von gewebten Strümpfen oder Unterzeugen, und wird über den Erfolg erstaunt sein. Die Maschine wird fast so blank wie eine neue. Gegen Diphtheritiö Mehrfache Versuche durch Sachverständige haben die hohe Wahrscheinlichkeit dargelegt, daß durch täglich wenigstens zweimal wiederholte Reini gung des Mundes und der Nasmhöhlen mit einer nur hellrothen, also ganz dünnen Lösung von iiveMlangansaurem KaN in reinem, am besten destillirtem Wasser eine Ansteckung mit jener gefährlichen Krankheit vermieden werden könne. Die Nase müßte dabei durch Einziehen jener Lösung gereinigt werden. $a dieses Mittel ebenso einfach wie billig ist, möchten wir e gegebenenfalls zum Versuche empfehlen. Bier flecke entfernt man auö Kleidern durch vorsichtiges Abreiben mit einer .Mischung, bestehend aus aleichen Theilen Wasser und reinem Spi-riw.
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