Indiana Tribüne, Volume 27, Number 154, Indianapolis, Marion County, 20 February 1904 — Page 4

Jndtana

SV Februar zy0A

Jndiana Tribüne. Hnauaetdn von der utenderg , Indianapolis, Ind.

Hry C. Thndinm

Präsident.

Geschäfts local: o 31 Süd Delaware Strabe. TELBPHOftE V.

cc ea ai ibe Poet Office of IndianapoÜJ ccond das matter.

Endlich.

Wie nicht anders zu erwarten, hat schließlich die ehrliche und offene Politik Deutschlands den Sieg über unsere Anglomanen und JingoS davon getra gen. Bezeichnend in dieser Hmftcht find die plötzlichen Liebeserklärungen des New Yorker Herald", des Hetz. KlatteS, welches noch vor Kurzem alles Deutsche verdächtigte und Angriffe aus den deutschen Gesandten Baron v. Sternburg machte. Der ..Herald" schreibt: Die Washingtoner diplomatische Welt ist plötzlich zu der Erkenntniß gelangt, daß im Weißen Hause und Staatsdepartement ein Umsturz von Vorurtheilen stattgefunden hat und daß die Ver. Staaten in ihren Friedensbeftrebungen einen neuen Bundesgensffen haben. Man erkannte, daß Großbritannien und Frankreich einen großen Schritt rückwärts gemacht, daß Deutschland an die Spitze getreten und daß Freiherr Speck von Stemburg ein Philosoph, wenn nicht. Rathgeber und Freund der Ver. Staaten geworden ist. DieS läßt sich aus den Ereignissen der vergangenen Woche nachweisen Hinsicht lich der Bemühungen Sekretär Hay's, die Neutralität China'S während .deS Krieges im fernen Osten in Gemäßheit mit seiner berühmten Note vom 3. Juli 1900 zu sichern. ES wird nicht in Abrede gestellt, daß dieser Schritt nach zwei Unterredungen zwischen dem Präsidenten und dem Freiherrn vonSternburg gethan wurde. Baron Sternburg ist über die Si' tuation in China besser unterrichtet, als irgend ein anderer Diplomat in Wash. ington, und. er erblickte den Vortheil, der seinem Souverän aus der Ergrei fung von Maßregeln zur Verhinderung einer Ausdehnung des Krieges aus China erwuchs. Er interesfirte den Präsidenten dafür, und Sekretär Hay war nur zu froh, die Aufgabe zu über nehmen, nachdem Deutschland seine Un terftützung des. Vorschlags versprochen hatte. Als Ergebniß der Bemühungen Ba ron von Sternburg's gehen die Vereinigten Staaten und Deutschland Hand in Hand als Kameraden im In tereffe von FriedenkvertragSrechten und Handelsfreiheit. Die Wandlung ist erstaunlich gewesen. Solch ein Wech sel diplomatischer Bettgenoffenschaft würde noch vor ein paar Monaten für unmöglich gehalten worden sein. Als Freiherr Speck von Sternburg vor einem Jahre nach Washington kam, glaubteZman allgemein, daß un sere Regierung und Deutschland im Begriffe seien, sich gegenseitig an der Kehle zu packen. Damals schwebte die VenezuelaAngelegenheit. Marine-Os ftziere stellten Vergleiche zwischen der Seeftürke der .beiden Regierungen an. Die öffentliche Meinung war gegen den Kaiser aufgebracht. Die Stimmung war so gereizt, daß unsere Regierung über die Schenkung einer Statue Friedrichs de Großen in Verlegenheit gerteth und behauptete, keinen Platz für dieselbe finden zu können. Mit der Ankunft Baron von Sternburg's begannen die Dinge in glatteres Fahr waffer zu gleiten, Er kam als Spe zial'Abgefandter in Sachen des Vene zuela . Streikes. Er erwies sich als Mann von Takt und Zartgefühl. Die Benezuela-Angelegheit wurde vom Baron von Sternburg mit außer ordentlichem Geschick geschlichtet. Er ließ die Ver. Staaten fühlen, daß Deutschland mit sich reden lasse, und nachdem Deutschland England in die Falle gelockt hatte, gelang e letzterem nur mit knapper Roth, sich dem Odium des eigentlichen UnfriedenftifterS zu ent ziehen. Die Bedeutsamkeit de (erfolge 'in dieser schwierigen Angelegen heit sicherte Sternburg seine Zukunft als Botschafter nach den Vereinigten Staaten. Freiherr Speck von Sternburg hat seit der Uebernahme seiner Pflichte'! al Botschafter großen Vorsprung ge. wonnen. Anstatt ein gemiedener Platz zu sein, in die deutsche Botschaft da Mekka der fashionablm nd Beamten Welt von Washington geworden. Er

verlegte sich auf öffentliche Reden und hat dabei größere Erfolge erzielt, alö selbst M Chambon, der frübere Bot. schafter Frankreichs. M. Chambon war der erste Diplomat, welcher eine Tour durch die Ver. Staaten machte. Baron von Sternburg hat mehrere ge macht. Er hält eö zur Förderung der guten Stimmung für seinen Souverän sür das beste Mittel, sich unter das Volk zu mischen, bei deffen Regierung er attredirt ist. Anstatt nur mit auswärtigen Diplomaten zu verkehren, wählt er sich zu Gesellschaftern öffentliche Män ner diese Landes. Er hat soeben einen Platz sür d'e lange vernachlässigte Sta. tue Friedrichs des Großen auswählen helfen, eine Aufgabe, welche dem Gra fen Quadt völlig mißlangen war, und seine jüngste Errunzmlchaft ist die diplomatische Verbrüderung Amerikas und Deutschlands hinsichtlich des fernen Osten. Kein Diplomat hat in auswärtigen Botschaften und Legationen Washing ton'S solche Bestürzung verursacht, wie Baron von Sternburg, der auSlän dische Apostel der ..neuen Diplomatie". Er hat sowohl Grobbritannien wie Frankreich verdrängt. Ein Diplomat sprach sich dahin aus. daß es rnimög lich sein würde, den vollen Werth des vollen Einflusses Baron von Stern bürg S uuf die Angelegenheiten des Weltalls abzuwägen, so bedeutend sei der Washingtoner Posten geworden und so sehr sei die Achtung, welche die Wash. ingtoner Regierung von ihm hegt, ge. stiegen. Väterchen in Petersburg sollte seine Soldaten in'S Feuer und nicht in'S Waffer schicken.

Die drei besten Generäle, welche Rußland gegen Napoleon in'S Feld zu stellen hatte, waren die kalten Monate Januar, Februar und März. Da Januar a. D. und Februar beinahe invalide ist. so beruht die ganze Hoff nung Nußland'S auf März. Die japanische Zeitung Tokio Keizai" macht folgende Angaben über Japan'S Handelsflotte: Etwa feit de Jahre 1870 begann man in Japan das Augenmerk darauf zu lenken, mo' derne Handelsdampfer zu bauen. An fänglich ging eS damit recht langsam voran, so daß man 1892 erst eine Ge sammttonnenzahl von 214,000 eng lischen Registertonnen zählte. Erst nach dem Kriege gegen China kommt ein schneller Aufschwung. I Jahre 1896 findet man bereits 447,000 Tonnen, 1900 aber gar 863,000 Tonnen, also kenau eine Vervierfachung in den acht lktzten bis dahin verflossenen Jahren. 1902 endlich 934,000 Tonnen . Wäh. rend die japanische Handelsflotte 1892 an dreizehnter Stelle stand, hatte fte im Jahre 1901 bereits den achten Platz erobert und ist seitdem noch immer im Vordringen begriffen. Der Verzicht des Congreßmannes John F. Schafroth von Colorado uuf seinen Sitz im Congreß, weil vor dem UntersuchungSomite de Kongresses der Beweis geliefert wurde, daß zahl reiche falsche Stimmen skr ihn abgege ben worden waren, erregt im ganzen Lande Aufsehen. Man widmet dem ExCongreßmann allenthalben Aner. kennung dafür, daß er so rasch und be reitwillig seinem rechtmäßig erwählten Gegencandidaten Platz machte. Butler im Miffourier 12. Eongreßdiftrikt sollte sich diese nachahmenwerthe Beispiel zu Herzen nehmen. Bei dem Wahlcon teft, de.' durch den bereitwilligen Rück, tritt des Herrn Schafroth in befriedt gender Weise erledigt wurde, kamen auch die ungeheuren Wahlschwindeleien in Colorado zu? Sprache, an denen das sogenannte schwächere" Geschlecht einen unverhältnißmäßig starken Antheil

nahm. Bekanntlich war e bisher eine der beliebtesten Argumente der Frauen ftimmrechtler, daß die Betheiligung der weiblichen Stimmgeber du Wahlen veredeln" würde. Mit dieser ..Ver. edelung" aber hat man in Colorado eigenthümliche Erfahrungen machen müffen. Bei weitem die meisten meib. lichen Stimmgeber machen von ihrem Stimmrecht keinen Gebrauch mehr; die anderen suchen im Mogeln e den männlichen Stimmgebern noch zuvor zuthun. Eine Stimmgeberin in Den ver, die bei den letzten Wahlen dabei erwischt worden war, wie sie den ganzen Tag hindurch von einem Stimmplatz zum andern zog und Wahlschwindel trieb, äußerte auf die Frage, wo sie eigentlsch dabei gedacht habe, mit er frischender Naivität: Beamte I wanted to rnake sorne Money." Tableau. (Weftl. Post.)

Behörde für off. Werke.

5250.00 für Schließung der Alley verlangt. Auf Grund der Werthabschätzungen, welche Township.Affeffor Michael Jef ferson auf Ersuchen der Behörde ge macht hatte, wird die Behörde für öff. Werke ihrem gestrigen Beschlusse gemäß von der Jndpl. Traction & tz minal Co. die Summe von 15250.00 für die Schließung der Alley zwischen Jllinoi Str. und Capitol Ave., von Market bis Ohio Str., auch MuSkin. gum Str. genannt, verlang?. Die I. T. fc T. Co. hatte bekanntlich neu lich die Schließung dieser Alley bean. tragt, da sie den Raum für die Ter minal Station benöthigt. Dagegen hatten die anderen Grundbesitzer gegen die Schließung der 15 Fuß breiten Alley protestirt. Jefferson hat den Boden an der Market Str. auf $250 per Quadratfuß, an der Ohio Str. auf 8100 abgeschätzt. Zeitgemäße Warnung vor der Electrolylis. Vice.Präs. F. A. W. DaviS von der JndplS. Water Co." beschwerte sich schriftlich abermals über die schädlichen Wirkungen der electr. Ströme von den Straßenbahn' Leitungen auf die Rh renleitungen, bezw. die Zerstörung der WasserleitungSröhren durch Elec. trolysis." Zur Bekräftigung seiner Augaden übersandte er der Behörde auch ein Stück Rohr, das durch .,Elec trolysis" zerfreffen ift.Er machte darauf aufmerksam, daß besonders an der neuen West Washington Ztr.. Brücke außergewöhnliche Schutzmaßregeln gegen die verderbliche Wirkung der electr. Ströme getroffen werden müßten, wid rigenfallS auch der Brückenboden selbst zerstört werden würde, der bekanntlich aus einer Metall.EoncreteCombination hergestellt wird. Die Behörde verwies diese Angelegenheit an den Stadtan. walt, welcher begutachten soll, in wel cher Weise die Behörde gegen die Stra ßenbahn'Co. vorgehen kann. An die Couniy Comms säre verwiesen. An die County.Commiffüre verwie. sen wurde eine Petition derJndplS BerschbnerungSGesellschaft des Sin nes, daß ein allgemeiner gleichartiger, sowohl den Schönheitsgesetzen wie den Rücksichten auf Sicherheit de Publt. kumS entsprechender Plan für alle bffeutlichenBrücken angenommen werde. Wieder verschoben. Die abermalige Verhandlung über die Klage I. G. Patterson'S gegen die Jndpl. fc Eaftern Traction Co. we. gen NichtanhaltenS einer Car, deretwe gen die Behörde der Co. bereits eine S50Strafe auferlegt hatte, wurde wie derum verschoben, und zwar diesmal bis zum 4. März. Denn gestern konnte der Anwalt der Co. wegm Erkrankung seiner Frau nicht zur Verhandlung er. scheinen. Wenigstens etwa. Auf Empfehlung de Bau.Jnspec tut ordnete die Behörde die Herstellung von 2 BerdindungSthüren zwlschenDipensarium und Polizei.Station an, wie derzeit von der Eounty-Behörde

empfohlen. Dagegen wuHde bezüglich der FeuerRettungleitern, welche die Eounttz Behörde ebenfalls dringend empfohlen hatte, noch kein Beschluß ge faßt. Endgültig bestätigt wurden die Resolutionen betreffend: ASphallirung der West Str., von North bis 14. Str.; Eementirung der Sw. an der Charles Str., von Ray bis Sycamore; KieSpfl. der Fahrstraße, Eementirung der Sw. und Rinnsteine an der 27. Straße, von der Meridian bi zur 1. Alley östlich. Beschlossen wurde serner die Eementirung der Sw. an der Bolton Ave., von Washington bt Lowell Str.

Mario Clnb-Ball

Ein glänzende Fest im Deutschen Hause.

Gt volz ! Die Herren C. E. Bannworth und Wm. Arm vom Kegel.Elub Jolly Eight" haben gestern die Herren John Vesper und Henry Ellerbrook von demselben Club gefordert", d. h. sie haben dieselben aufgefordert, steh mit ih nen in einem 5fachen Wettkegeln auf den Südseite Turnhalle.Bahnen zu messen. Die Geforderten" haben angenom men, und morgen Nachmittag, Sonntag, wird auf den SüdseiteBahnen da Wertkegeln um 110 Einsatz für jede Seite stattfinden.

In den herrlich decorirten Räumen des Deutschen Hauses ward gestern Abend der 8. JahreS.Ball des Ma rion Club" abgehalten. Und wie zu erwarten war, gestaltete derselbe sich zu einem glänzenden Feste. DaS Tanz. Programm war ein ausgezeichnet feines und für die Unterhaltung der zahlrei chen Teilnehmer und Theilnehmerin nen war in vorzüglicher Weife vorge sorgt. Die verschiedenen Ball'ComiteS setz, ten sich wie folgt zusammen: Arrang:mentS . Comite Robert Franklin Davidson, Vorsitzer; C. Edgar Elliott. Harry R. Wallace, Charles A. Macauleh, Harry B. Culver. EmpsangS Comite Frederick C. Gardner, Vorsitzer; Henry T. Hearsey, CharleS Bookwalter. James Bailey. A. Ball, David Sherrick, Robert H. Brhson, Linton Cox, Arthur Brown. William English, I. Feöler, Joseph GaSper, A. Gloßbrenner, Frank Gro. ninger, Schuyler Haas, Cash Hadley. Linn Hay, Clinton Hare, B. G. Hitz, Everett Wagner, Charles S. Witfit, James E. Greer. Charles W. Wells. Robert G. McClure, Maurice Juday, Marshall T. Levey, Frank Little. ton, Hoyt Mc Clain, Charles C. Perry, Frederick 0. Ritter, I. E. Schindeler, Daniel E. StormS, John G. Kirkwood, Thomas I. Carter, John JsaacS, Lawsvn M. Harvey, L. G. Rothschild, Charles E. Cofsin, William A. RhodeS, JameS H. BillingS. ley, Herman C. Tuttle, Albert C. Metcalf, Lew W. Cooper, I. K. Rob. fon, Howard Joung, Henry Kothe. Harry M. Wright, JameS D. Pierce, Morton S.Hawkin. Saal.Comite Gaylord R. Ham. kinö, Vors.; Thomas E. Potter Gr.. Fred B Akin, William A. BogarduS, Erneft H. Burford, Frederick R. Charl. ton, Robert M. Churchman, Frank C. Cutter, Wilbur W. Dark, George L. Denny, Frank W. Foxworthy, Oscar B. Henderson, Robert D. Machen, Frank Vrartin. Harvey B. Martin, LouiS Newberger, Frank C. Olive, Samuel K. Ruick, Larz A. Whitcomb,

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Washington. I. H. Schnei der, Ariz., wegen der Landbetrügereien verhaftet, ist gegen 12,000 Bürgschaft freigelassen.

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I m E i S s ch r a n k eingesperrt. In den Fleischerladen von Ernest Blume in New York trat an einem Nachmittage ein junger Mann und verlangte ein Porterhouse Steak." Blume geng in den Eisschrank; aber kaum war er eingetreten, als der junge Mann die Thür zuschlug und verriegelte, worauf er die Ladenkasse ihre Inhalts in Höhe von $12 beraubte, sich eine Cigarette anzündete und verduftete. Blume suchte sich durch Bewegungen in seinem eiskalten Verließe warm zu halten, als endlich eine Frau den Laden betrat. Auf seine Hilferufe öffnete sie den Eisschrank und befreite ihn aus seiner Lage. Als muthmaßlieber Räuber wurde später ein 22jähriger Bursche festgenommen. Fahrt auf dem Fender. Als John Hancrow in Park Manor bei Chicago das Eisenbahngeleise zu überschreiten suchte, wurde er von dem Kuhfänger eines Zuges getroffen und in die Luft geschleudert, um gleich darauf wieder auf den Kuhfänger zu landen. Der Zug legte zur Zeit eine Meile per Minute zurück, Hancrow hatte aber die Geistesgegenwart, sich an da eiserne Gitter zu flammern und so einem sofortigen Tod zu entgehen. Bei dem Fall brach er freilich zwei Rippen, auch trug er einen Beinbruch davon. Aber er hielt fest und fuhr vier Meilen, ehe es durch vorausgeschickte Telegramme gelang, den Zug an der River Linie-Station zum Halten zu bringen. Die Aerzte sprachen die Hoffnung au, Hancrow am Leben erhalten zu kennend

Tt Kamps vei Warmvad, in dc..l Leutnant Jobft. Sergeant Snay und Reiter Kühn fielen, sch'ildcrt zum ersten Male näher sckeinbar authentisch der Brief eines Farmers Sperlich aus Ramansdrift an seine Eltern, der in Bunzl. Stadtbl." ver. öffentlicht wird, danach ist demHäuptling der Bondelzwarts. der auch hier wieder als dummer, fauler Trunkenbold geschildert wird, die Strafgewalt wegen Mrßbrauchö abgenommen wor den. Die Vorladung vor den Distriktschef erging an ihn wegen des Raubes eines Schafes, den er sich hatte zu schulden kommen lassen. Der HäuptIrng aber verweigerte das Erscheinen und wollte nur durch einen UnterHäuptling verhandeln. Als der Häuptling trotz mehrerer Aufforderungen nicht erschien, sandte der Distriktschef am 25. Oktober 1903 den Sergeant Snay, den Gefreiten Gehl, hoff und einen eingeborenen Polizisten ab, um den Häuptling zwangsweise vorzuführey. Als die Beamten an bei Hütte des Häuptlings erschienen, war dieser von bewaffneten Männern umgeben. Sergeant Snay, ein alter Sol, dctt, versuchte es zuerst in Güte, oen Häuptling zum Mitkommen zu bewe exn, aber dieser sagte ihm entschieden, er würde nicht kommen, und sagte dem Sergeanten, er solle schleunigst seine Hütte verlassen. Als ihm derSergean? darauf sagte, wenn er nicht willig folgen wolle, würde er Gewalt anwenden, griff der Häuptlilrag als Erwiderung zu seinem Gewehr. Jetzt entspann sich ein wildes Ringen, die Hottentotten ersuchten zunächst, den Häuptling aus den Händen der Beamten zu befreien, und als sie sahen, datz es erfolglos war. feuerten sie nach dem Sergeanten und trafen ihn in die Schulter; noch hielt ver Gefreite Gehlhoff den Häuptling fest, der Sergeant zog seinen Revolver, ein zweiter Schuß traf den Sergeant durch den Hals, und indem er zu Boden sank, feuerte er zwei Schüsse auf den Häuptling ab. die diesen tödreten. In diesem Augenblick kam der Distriktschef, Leutnant Jobst, mit drei Soldaten. Fenske. Kühn und Nabor. zur Hilfe herbeigeilt, wurden aber mit Feuer empfangen, und getroffen sanken Leutnant Jobst und Kühn zu Boden. Leutnant Jobst richtete sich wieder auf (er hatte den Schutz im Unterleibe) und feuerte auf die Rebellen, bis ihn eine zweite Kugel durch den Kopf tödtete. Fenske rief Kühn zu. dem der Arm zerschmettert wurde, er solle sich

zurückziehen, er würde die Hottentotten unter Feuer nehmen; aber kaum hatte sich Kühn aufgerichtet, als er, von einer Kugel tödtlich getroffen, lautlos zu Boden sank. In demselben Augenblick erhielt auch Fenske einen schweren

Schutz durch Brust und Arm und das Gewehr entfiel seinen Händen. Fenske gelang es, sich glücklich zurückzuziehen. Gefreiter Scheidt erhielt einen Sckuß durch'S Bein, auch die anderen beiden Soldaten erhielten Schrammschüssc. konnten sich aber noch retten. Nur der Gefreite Gehlhoff kam unversehrt aus dem Kugelregen heraus. Sergeant Snay, der sich nochmals aufgerichtet hatte, fiel qleich wieder getroffen zu Boden; er hatte fünf Schüsse. Jetzt versuchten die Hottentotten, die Station zu nehmen, was ihnen aber nicht gelang: sechs Mann vertheidigten sie heldenmüthig, bis am achten Tage Hilfe von Keetmanshoop kam. tmtm Der Unterhalt von Un,verfitSte. Die preußischen Universitäten sind zwar nicht blohe StaatSanstalten. sondern privilegirte Korporationen und als solche Träger eigener Vermögens, rechte. Doch reicht bei keiner Universität da eigene Einkommen auch nur annähernd hin, um die laufenden Bedürfnisse zu decken. Nach dem Etat stellt sich das Verhältniß für die einzelnen Universitäten folgendermaßen: Unterhal- davon auS Universität: tungSkosten: Staatsfonds Halle 1,601,089. 1,088,391 Königsberg. 1,215,524. 1,018,732 Berlin .... 3,345,274.50 2.843,105 Greifswald. 1.014.730. 478.508 Breölau . . . 1,509.126. 1.189,50-3 Kiel 1,107,311. 837,832 Göttingen . 1.380,494. 608,294 Marburg . . 1,099,575. 778.630 Bonn .... 1.407.629. 1.121.828 Münster .. 380.928. 364,842 Braunsberg. (Lyceum) 61,840. 59,801

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ldolf Menz ! und "ieonora l nse. Im Hinblick auf das Zusammentref. fen von Adolf Menze! und Agnes Sorma bei den Proben zu Minna von Barnhelm" im Neuen Theater zu Berlin wird ein hübsches Intermezzo mitgetheilt, das sich einmal zwischen Menzel und einer anderen hervorra genden Schauspielerin, Eleonora Dust, abgespielt hat. Eleonora Duse hatte bei einem ihrer Berliner Gastspiele den Meister in seinem Atelier aufgesucht und war von ihm in Gegenwart seines Intimus Paul Meyerherm empfangen worden. ihbliitiae Italienerin, die sie ist. gab s e beim Abschied ihrer Berehrunß für Menzel dadurch Ausdruck, dah sle seine Hand ehrfürchtig an ihre Lippen zog. ehe sie aus der Thür ging. Lange sah ihr Menzel verblüfft nach, bis er schließlich in die Worte au brach: Du, Meyerheim, daö hätte ich wohl thun müssen?"

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