Indiana Tribüne, Volume 27, Number 152, Indianapolis, Marion County, 18 February 1904 — Page 6
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Luroräische Nachrichten. Nbelnpskz. S p e y e r. In der Kunstschlosser. Werkstätte von Wilhelm Frank in der Wormserstrafze ereignete fitf ein schrecklicher Unglücksfall. Der 20 Jahre alte Äehilfe Friedrich Meyer, Sohn von Bahnwart Meyer bei der Waldstation. fiel, anscheinend beim Schmieren der Transmission, von der Leiter herab ,ind zwar auf das Lokomobil, dessen Kolben ihm den Kopf zerdrückte. Der Unglückliche war sofort todt. Die ältern des Verunglückten sind umso mehr zu bedauern, als sie auch im Vorjähre den Tod eines 17 Jahre alten Sohnes zu beklagen hatten. (5 i s e n b e r g. n der v. Mül ler'schen Falziegelei lvurdc die 16jäH
rige Franziska Brunveck. die in der Fabrik in der Ärbeit stand, von der Transmission erfasst und buchstäblich zweimal quer durchschnitten. Der Tod trat sofort ein. e r m e r s b e i in. Hier hat sich der Unteroffizier Stammleitner der 8. Compagnie des 17. Infanterie - Regi ments erschossen. Das Motiv ist nicht , bekannt. Hoch st ein. loinmer,,ienraih Freiherr Max v. Äienanth. Besitzer deö
weltbekannten Eisenwerkes Hochpein, verstarb vier nach längerem Leiden im Alter von 54 Jahren.
K a n d e l. Beim Heimgehen vom ; Wirths hause stürzte der 72jährige ; Tagner AndreaZ Ott von MinderS-j
lachen in den daselbst oorbeiflicßenden Hinterbach und ertrank. iSsfaßMiu-inflcii. Straßburg. Domtavitular Raeh feierte in seiner Wohnung in größter Stille sein goldene PriesterJubiläum. Selbst manche seiner nachsten Bekannten erfuhren nur zufällig von der Feier. Beigeordneter Jehl überbrachte ihm den verliehenen Rothen Adlcrorden vierter Klasse. Das langjährige Mitglied des Landes auSschufseö und unterelsässischen Bezirtötages. Altbürgermeister Roth aus Dambach, iü im Älter von 60 Jahren hier gestorben. Blotzheim (Mülhausen i. E.). Dem (Gutsbesitzer Nikolaus Grienenverger wurde der Rothe Adlerorden 4. Klazze verliehen. H a g e n a u. Der Direktor der hiesigen kaiserlichen Knaben - Erzie-hungs-und Besserungsanstalt. Casper. wurde letztens beinahe das Opfer eines Mordanfalles eines achtzehnjährigen Zöglings, eines Schusterlehrlings Adam Thiel aus Metz. Thiel war wegen eines Vergehens in das Amtszimmer des Direktors zur Vernehmung vorgeführt und stürzte sich während der Verhandlung plötzlich mit einem scharf geschliffenen Messer, das er in der Schusterwerkstatt entwendet hatte, auf Casper. Dieser parirte den ihm zugedachten Hieb, erhielt dabei aber Schnittwunden an der linken Hand. In dem sich nun entspinnenden Handgemenge trug Casper noch einen Stich im linken Oberschenkel davon. Thiel wurde durch herbeigeeilte Anstaltsbeamte entwaffnet. Direktor tFasper steht in ärztlicher Behandlung. Metz. Conservenfabrikant Moitrier von hier, bis jetzt Vertreter der hiesigen Stadt im Landesausschusse, fuhr mit seinem Wagen in einen Wagen der elektrischen Straßenbahn und mußte schwer verletzt nach seiner Wohnung gebraut werden. Auf Schloß Bettingen bei Died?nhofen starb im Alter von 65 Jahren Frau Baronin Theodor v. Gargan, geb. Hortense Alice Espioent de la Ville Boisnet. &ie war eine große Wohlthäterin der Armen. Durch ihren Tod sind die angefchensten altlothringischen Familien'in Trauer gesetzt. Mt'rfUenrnri'fl. G o l d b e r g Pastor emer. Bassewitz. srüher in Brütz, konnte hier auf den Tag zurückblicken, an dem er vor 50 Jahren in's Pfarramt eingeführt worden ist. Von vielen Freunden des Hausers wurden dem alten Pastor, der der älteste Bewohner unserer Stadt ist. ver aziedene Aufmerksamkeiten erwiesen. p o n h o l z. Treue Anhänglich keit an seinen erschossenen Herrn hat de? Jagdhund des Gutsjüge"S Lau bekündet. Der Jäger war plötzlich verschwunden; beim Nachsuchen fand man ihn erschossen liegen. De? .ftund hatte aet?eu!icb Taae und Nackte bei der t,cve gewacyr und war von oe? Leiaze nich' wegzubringen, als sie zu Wagen fortgeschafft wurde. Das Gericht hatte sich zur Leichenschau begeben zwecks Feststellung der Todesu?sache. Es hat sich ergeben, daß ein von unten nach oben in die Brust des Verunglückten gegangener Schrotschuß den Tod herbeigeführt hat. In dem Rucksack hatte Lau einen geschossenen FasanenHahn, und erklärt es sich somit, daß beide Schrotläufe des Drillings entladen waren. Hrdcnburg. Oldenburg. Das den Erben Schwarting 'zugehörigeWohnhauö Ro. s an der Ofcner Chaussee ist ein Ranb der Flammen geworden. A P e n. Den zwei am hiesigen Bahnhof angestellten Weichenivärtern DierkS und Töbelmann wurden kürz, lich Auszeichnungen für 26- bezw. 20 jährige vorwurfsfreie Dienstzeit zutheil. Herr DierkS erhielt die goldenen Schnüre nebst 4 Mark monatliche Gehaltszulage. Herr Töbelmann die silbe?nen Schnllre. B ii ? st , l. E beannte de? Stall
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de Landmanns Varrelinan zu Dehltun nicder. Donnerschwee. Nach ränaerem Kränkeln verstarb bier der Wirth "nd Bäckerneister Kr. Kttkmßve? K ä s e b u r g. Die Familie Helmers erhielt die betrübende Nachricht, daß der Schiffer Heliners. Fuhrer eines kleinen Dampfers, in Bremen beim Verholen des Schiffes über Bord gefallen und ertrunken fei. Ireic Städte. Hamburg. Das hiesig? Schwurgericht vernrtheilte den 2jährigen Lumpenhändle? Weiglin wegen 15 r mordung des Lvttenecollektors Levy zum Tode. Der in der Schillerstcaße wohnende Kaufmann Wolfsohn wollte vor einiger Zeit am Jungfernstieg aus einem Straßenbahnwagen steigen, kam aber bei dem zur fraglichen Zeit herrschenden Verkehr in's Gedränge und gerieth unter die Räder
eines vorüberfahrendcn Lastwagens, !
wobei ihm ein Rad über den einenArm ging. Im Krankenhause mußte spater der verletzte Arm amputirt werden;
und ist Wolfsobn letzt .gestorben. An !
Bord des im l?llerholzhafen liegenden Hamburger Dampfers Abessinia" stürzte der 24 Jahre alte Elektriker Forster in den 24 Fuß tiefen Kohlenbunker und wurde so schwer verletzt, daß er in hoffnungslosem Zustande nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Kriminalwachtmeister Otto Renke blickte auf eine 25jährige Thätigkeit bei der hiesigen olizeibeh'ördc zurück. Von einer Lokomotive überfahren und sofort getödtet wurde der Vorbremser Georg Greßmann, wohnhaft Großmannstraße 71. Bremen. In den Reismühlen der tebr. Nilöfen am Stephallthorsbollwerk brach Großfeuer aus. Trotzdem aus 20 Röhren Wasser gegeben wurde, war die Gtuth auf dem Pflaster des Fabrikhofes so stark, daß einzelne Schläuche verbrannten. Das Feuer konnte auf die Mühle beschränkt werden. Der Senat wählte zum Direktor des Gelverbemuseums den Architekten Hocgg, dessen Phantasie Kaiserschloh" die Ursache des Prozesses gegen den Vorwärts" war. L ü b e ck. 7'in erbloses Gui im Betrage von rund 21.000 Mark überwies der Lüetf'sche Staat seiner Beamtcnunterstützungskasse. Das Kapital entstammt einem Nachlasse des französischen Sprachlehrers Charles Caleau, der im Jahre 1849 hier verstorben ist und den obigen Betrag als Legat für einen Empfänger aufgesetzt hatte, der trotz aller Bemühungen nicht aufzufinden gewesen ist. Die Summe ist nach langjähriger gerichtlicher Verwaltung für herrenlos erklärt worden. ScHivot.z. Bern. Der aus Neuveville stammenoe Pfarrer Victor Groß, der nach gesegneter Amtsthätigkeit in Ligerz, Gfteig und Hanau bei Frankfurt übcr 30 Jahre lang französischer hiesiger Pfarrer war. ist, 83 Jahre alt. verschieden. B r ü l l i s a u. In der hiesigen Geineinde am Fuße des Hohen Kastens ist Pfarrer Karl August Falk gestorben. In der Politik St. Gallens wurde sein Name vor dreißig Jahren viel genannt. Unter den karholischenGeistlichen jener sehr bewegten Periode war er der streitbarsten einer. G e r z e n s e e. In der Rütti starb in -hrem neunzigsten Lebensjahre Barbara Roth, ged.Brand, welche ein wohl höchst seltenes Dienstoerhältniß mit der Familie Dürig - (5tte? verbunden hatte. Im Alter von kaum 17 Iahren. Anno 1830, bei den Großeltern ihres Brcdherrn als Dienstmagd eingetreten, hat sie während voller 73 Jahre in treuester Anhänglichkeit und Liebe, Freud und Leid, Tage des Glücks und der Trauer mit vier Generationen der gleichen Familie getragen. 2 f n s. Auf dem B'irgenstock stürzte ein mit Holzen beschäftigter Arbeiter Namens Mathis, von Wolfenfchießen, 24 Jahre alt und ledig, ab. Die Bergung der Leiche, die auf einem Fclsenvorsprung der fast senkrecht abfallenden Hammetschwand zu liegen kam. war anferst schwierig und bedentete für denjenigen, der angeseilt in die Felsen hinabsteigen mußte, selbst eine Lebensgefahr. Thun. Regierungsstatthalter Fr. Tschanz. geboren 1834, ist an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben. Tschang war seit 1872 Regierunqsstatthalter des hiesigen Amtsbkzi.'tes.
Zürich. Kurz vor der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof hörte ein Passagier des von Bafel ankommenden guges rasch hintereinander zwei Schüsse im Ioilettenraum fallen. Als man. im Bakmt.af angekommen, nachsehen wollte, war die Thür von innen geschlossen. Durch das Fenster wurde man gewahr, was geschehen. Ein etwa ;igjähriger Mann, auö dem Gener labonnement 1. Klasse als ein Kauf mann Statt! von hier erkennbar, hatte eitlen mit ihni fahrenden hübschen drei!igen Knaben durch die Brust und sich selbst dann durch die Schläfe grssen. Beide waren todt. Von ',unz sagt man nur. daß er ledig war. ttige Reisen machte und regelmäßig längeren Aufenthalt in Genf nahm, wo er ein Verhältniß untkrhielt. Seit einiger Zeit hatte man keine Nachricht von ihm. Ob der arme Kleine sein illegitimer Sohn war und welche Uren das traurige Ende der Beiden hatte, ist unaufgeklär.t
Neuer deutscher Dundessürst.
Her, Friede ch II. vo Nnhait in eifrig.. Förderer der auust. Nachdem erst etliche Wochen verflossen waren, ftit der Herzog Friedrich von Anhalt wegen schwerer Erkrankuno seinem Sohne, dem Erbprinzen Friedrich. die Wahrnehmung der Regierunzsgeschäsle übertragen hatte, ist der Erbprinz in Folge des Ablebens seines Naters diejem nunmehr auf dem Throne gefolgt. An den Regierungsantritt des neuen Herzogs hat da anhaltizche Volk berechtigte schöne Hoffnungen geknüpft; ist doch Herzog Friedrich, gleich seinem verstorbenen Vater, eine überaus liebenswürdige und hochherzige Natur, ein eifriger Förderer der Kunst und aller gemein nützlgen Bestrebungen, während seine Gemahlin, geborene Prinzessin Marie von Baden, ihre höchste Befriedigung in der Bethätigung ihres Wohlthätig tt.itssinnes findet. Herzog Friedrich wurde 1850 ge boren. Es vier ihm an d?r Wiege nicht gesungen worden, daß er dereinst als regierender Fürst die Her.'.ogstrone seiner Vater tragen werde, denn er ist kein Erstgeborener. Der älteste Sohn des verstorbenen Herzogs und ur sprüngliche Thronfolger war Erbprinz Leopold, der 18: im 3k Lebensjahre starb. Er hinterließ keine männlichen Nachkommen, und so wurde sein jüll
Troja uud Jlion.
Herzog Friedrich II. von Hawaii. gerer Bruder, Prinz Friedrich, ErbPrinz. (Erbprinz Friedrich stand von 1877 ab im 2. Garde-Regiment z. F., dann im 1. Garde-Dragoner-Regiment. mußte aber .1882 wegen eines Ohrenleidens den aktiven Militär-Dienst aufgeben. Seitdem ist er bei den Ofn gieren a la raite der Armee bis zum Oberst befördert worden. Japans Zirikysmittistcr. Ehemaliger Student aus deutsch,, Uuiversitäten und jetziger Strateg,. Der japanische Kriegsminister, &t mal Masatake Terauchi. ist 58 Jahre alt. Er studirte als junger Mann auf deutschen Unirxrsltäten und trat nach seiner Rückkehr in die japanische Armee ein, in der er in verschiedenen Stellunaen thätig war. bis er kurz vor Ausbruch des japanisch-chinesischen Krieges in den Generalstab berufe:', wurde, in dem er als Generalmajor unter dem Oberbefehle des Generalleutnants Damaguchi an dem chines--schen Feldzuge th.i!nahm. Kriegsminister wurde er im März 1901. Terauchi gilt als einer der kenntnißreichsten Militärs Japans und als e-n fähiger Stratege. Seinen Bemühungen ist die Reorganisirung des japanischen Heeres nach westlichen Me
thoden mit zu v?rdank-n. Er war
General Maiatake Terauchi. einer der Befürworter der Theilung der Armee von 12 Divisionen in 6. wodurch im Er.lstfalle eine leichtere und raschere Mobilisirung ermöglicht wird. Auch förderte Terauchi die Gründung der japanischen Rothen Kreuz-Gesell-schaft. die jetzt 693.179 Mitglieder zählt, darunter 46.320 aktive.
Nach dor im Jahre 1894 erfolgten glücklichen Aufdeckuna der Burg des Priamos durch Prof. Dr. Wilhelm Dör'feld hat die vielumstrittene trojanische Frage ihre endgültige Lösung gefunden. Neun verschiedene Culturschichten liegen nunmehr in den zu ei ner Höhe von 50 Fuß aufgethürmten Schuttmassen des Burghiigels von .i'sarlik in der Skamanderebene klar ,n Tage. Auf seinem llrboden hatte in dunkeln, fernen, bis etwa in die erst- Hälfte de dritten Jahrtausends vor Christi Geburt niriickreichenden Seiten ein friedliches Völkchen seine schlichten, von einem Ringwall um,"denen Wohnstätten errichtet, auf di-
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Quaderfundament der ö stlichen Säulen halle des Athena-Bezirks. nur noch spärlich erhaltene Maucrreste hiniveisen. Aber schon in dem folgenden Zeitraun, von ungefähr 2500 bis 2000 leuchtete Troja die Zeit seines ersten Glanzeö. Da Heinrich Schliemann die prähistorische Burg dieser zweiten Schicht für das homerische Troja hielt, hat er ihr seine besondere Aufmcrksamkeit zugewandt und sie fast ill ihrem ganzen Uiiifang freigelegt. Ein weiter ?Nauerring. durchbrochen von starken Thoren und verstärkt durch hol? Thürme, umgab diesen mit stattlichen Propyläen geschmückten Sitz eines prachtliebenden Herrschers. Als eine ungeheure Feuersbrunft die Burg mit ihren Gebäud?n verschlang, begruben ihre stürzenden Mauern auch einen Theil ihrer Goldschätze, die erst Schliemann als den sog. Schatz des Priamos wieder an das Tageslicht heben sollte. Die drei folgenden, etwa mit dem Zeitraum von 200 bis 1500 vor Chr.
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Theater der neunten Schicht. chronologisch zu umgrenzenden SchiKten erlebten im Gegensatz zu dem damals reich entfalteten Culturleben auf den Inseln des Acgäischen Meeres eine Periode unaufhaltsamen Niederganges. Ueber ihren wirren, unregelmäßig aufeinander gethürmten Schuttmassen stieg dann die mykenische Burg der sechsten Schicht (ungefähr 1500 bis 1000) empor, die in der Großartigkeit ihrer Anlage wiederum das Walten mäckiiger und kraftvoller Herrscher erkennen läßt. Ein seltsames Geschick hatte Schliemann die Krone seiner Ausgrabungen in Troja versagt: d.mn er hat diese mehr am äußeren Rande des Hügels liegende Burg nicht gefunden und. wo er ufällig auf sie gestoßen war, ihre Vedeutung nicht erkannt. Jhrei Aufdeckung war nun die denkwürdige Campagne des Jahres 1894 gewidmet, zu deren Ausführung der deutsche Kaiser die Si'mme von 30.000 Mark bewilIigt hatte. ErN Mitte Juli waren die den Hügel von Osten nach Westen abgreifenden Arbcitcrcolonnen bis an das Haupttor gelangt, und besondere
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B o g e It der römischen Wasserleituna von Jlion. Schwierigkeiten erwuchsen aus dem in den Reihen der Arbeiter wüthenden Malariasieber, da?' selbst die wissenschaftlichen Mitglieder der Expedition nicht verschonte. Aber dcr Hinblick auf das begeisterte Ziel spornte immer wieder zu den höchsten Anstrengungen an, so daß. als endlich der Spaten aus der Hand gelegt werden durste, die heilige, von den Heldenliedern Homers gefeierte Jlios im Sonnenlicht des Tages frei vor aller Augen lag. Ueber einen starken, nach innen von einer breiten St?aße umgebenen Mauerkranz stieg sie terrassenförmig zum Gipfel des Hügels empor, der einst den Palast des Königs t?ug. Die zweite Terrassenmaue? k?önten zum
Theil erhaltene Wohnyauier. von oenen eins der stattlicheren vielleicht fü? das des Hektor angesehen werden dürfte. Mit einem trefen, weiten Saal, den eine halbgedeckte Vorhalle mit offenem Hos belebte, entspricht es weniasiens durchaus der Schilderung Homer's. Der Mittelraum der Burg, wo ein Megaron mit seinen Neubauten hinreichenden Platz zu seiner Entfaltung gefunden hatte, ist in römifcher Zeit einer so tiefgehenden Zrstorung anoeimgefallen, daß der Palast des Priamos für immer der Menschheit verloren gegangen ist. Obgleich er einen beträchtlich reicheren Grundriß gehabt haben wird als die Wohn Häuser, hat doch ein Geist patriarchalischer Einfachheit in dem homerischen Troja gewaltet. Nur die zu jener Zeit den achäischen Fürsten eigene Vorliebe für schöne, festgefügte Burgen tl.eilten auch die in Troja gebietenden Herrscher. Sehr zutreffenv preist deshalb Homer die außerordentlich sorgfältige
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Z e u k o p f aus dem Heiligthu m der A t h e u a.
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Zeuskopf. Seitenansicht. Bauart der schön geglätteten, noch in Ruinen bewundernswerthen Burgmauern, deren freigelegtes Südthor mit dem dardanischen Thore Homer's identisch ist. während das zur Ebene gerichtete skäische Thor ganz zerstört zu sein scheint. Ein besonders imposantes Fragment von der einstigen Bauherrlichkeit der römischen Stadt, die Cäsar sogar zum Sitz der Regierung erheben wollte, ist der am mächtigen Quadern geformte, über dem Tbymbriosfluß erhaltene Bogen einer Wasserleitung, die bis zu den Vorbergen des Jda reichte. Von dem im Heiligthum der ilischen Athena errichteten Colossalbild des Zeus ist wenigstens sein majestätisches, Kraft und Leben athmendes, bartumflossenes Haupt, ein Werk kleinasiatischer Kunst, erhalten geblieben. Ein wirklich feuerfestes Hotel ist kürzlich in New Aork entdeckt worden. Es ist oder war. denn es ist seither wohl schon wieder von der Bildfläche verschwunden das Peewee - House" an der 3. Ave. und 50. Str.. das wie folgt beschruben wird: Auch llkinderbemittelte können es erschwingen, dort zu wohnen, denn es steht groß und deutlich angeschrieben: Lodging 10 Cenis." Daß es feuersicher ist, leuchtet Jedem ein. der es nur einer oberflächlichenVesichtigung unterzieht. Es ist nämlich aus Schnee gebaut. Die Knaben der Nachbarschaft haben sich die Mühe nicht ve?drießen lassen, aus Schnee ein Haus zu bauen, das 30 Fuß lang. 10 Fuß breit und 8 Fuß hoch ist. Als Grundläge diente der Schnee, den die Straßenbahn - Gesellschaften an der Seite des Geleiies hoch aufgethürmt batten. Dann schaufeltenAnaestellte des Straßenreinigungs Departements große Hausen Schnee darauf. Es kamen dann, wie auf Verabredung, die Knaben und Jünglinader Nachbarschaft mit Schaufeln. Köröen und Eimern hervor. Sie brachten eine feste Masse Schnee von dem Umfange des Schnee Hauses zusammen, traten die Masse fest, nahmen mehr Schnee, traten auch diesen fest, gössen Wasser darüber un liehen dann die ?iesige Schneebank übe? Nacht tüchtig einf?ie?en. Am nächsten Morgen höhlten sie die Bank aus. legten Fenster und Thüren an und begannen dann die Dekorationarbeit, wozu alte Christbäume. Stech Palmen und anderes grünesZeu. ame rikanische Fahnen und Schilder verwendet wurden. A u f dem Gesindeball. Erste Zofe: Kennen Äe mich denn aar nicht mehr?" Zweite: Nee! Wo sollten wi? uns denn kennen gelernt haben?- Erste: Na. am Schlüsselloch bei Baeon Mevc?
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