Indiana Tribüne, Volume 27, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1904 — Page 4

Judtana Tribüne, lti. ftehruat iS i

Prinz Karneval feiert im ,Fiederkranz Triumphe. Viele Hundertc von seinen närrischen Unterthanen waren zn seinem -mpfange erschienen. in fröhliches und erfolgreichem !NaskenKeft.

.PMchenftpag und Schellenklingen Tönen an das Chr, .. ftüföinafi'&tifkx, losgelassen, Wagen sich hervor ; Einmal nur in jedein Jahre, ,.B'lht der Mummenschanz. Zeigt Prinz 5arneval dem Voltc Sich in seinem Glanz.

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Jndiana Tribüne. HerauSgkAkbrn von der utsnverg Jltdianapol, Ind. Harr.i C. Thuoium Präsideut. (eschaftslocalt 9lo 31 Süd Delaware Straße. telbphoine äoö. ittcd ut the !ot Office os Iniiianapeli i M second cla matter.

Unicrc traditionellen ffrcnnvc

Ganz dunkel aber doch bestimmt spukt in den Köpfen vieler Patrioten die Idee von einer traditionellen freund schaft, welche wir 9ctifcistiit für geleiftete Dienste im Ansänge des Mrger. kriegeS schulden. Viele sonst wohl un terrichte englische Zeitungen weisen wiederholt darauf hin. ohne sich die Zeit oder Mlthe zu nehmen, der bistori schen Begründung dieser FreundschaftS Tradition nachzuforschen. ES wird behauptet, daß Rußland im Jahre 1801 um zu verhüten, dak 0!rokbritannien zu (Gunsten der Jh bellen eingreife, einige Kriegsschiffe im Hafen New ?)or! stationirt hatte, deren Befehlshader geheime(i) Instruktion hatten. England in Schach zu halten, falls es den Rebellen praktische UnterstUtzung geben würde. Dic Lächerlichkeit dieser Behauptung liegt so klar auf der $rnnd, dah c3 kaum der Mihe verlohnt, sie zu widerlegen. Im Jahre 1861 kanm 5 Jahre nach der beinahe gttnzlichen'.Vernichtung der russischen Flotte vor Sebastovol durch die Engländer, soll sich Rußland stark genug gesuhlt haben, im Hafen von New yjor! eine Demoustration gegen die Seemacht Großbritanniens zu nntcrnehmen. Kein vernünftiger Mensch, der die Geschichte einigermaßen kennt, wird dies glauben. Und wenn Rußland der Sache der Union moralischen Beistand leistete, so war es nicht aus Grund des Kampfes gegen die Skla verei oder aus Liebe zu unserer Nation, sondern' aus Haß gegen Eng' land. Und was ist wohl die mora lische Uttterstübttng von Rußland werth, wenn eS Prinzipien der bürgerlichen .Freiheit und Menschenrechtc zu versuch ten gilt. Die paar Holzkasten, die Rußland noch nach dem ffall Sebastopols flott hatte, konnten wahrlich der kritischen Regierung keiu Hinderniß sein, einzu greifen oder sich vor den geheimen" Machtbefugnissen der russischen Kapi taine zn fürchten. Der Zar des Knn tenreicheS undlder Leibeigenschaft sollte sich für die schlvarzen Sklaven einer fremden Nation dermaßen in' Zeug legen, daß er sich einer neuen Verwick lung mit lroßbrita.inieu aussetzt. Wer will mag'S glauben. Wenn wir Ruß land überhauptjDank schulden, so ist eS dafür, daß es nnS Alaska so billig für 7 Millionen verlauste, als eS noch nichts von der Existenz der Goldfelder in der EiSwttste wußte. ffrantreich kommt in erster Linie, wenn wir von wirklicher Dankesschuld frechen. ES gab unS in den dunkelsten Tagen der Revolution wirksame und aufovsernde'UnterstUpttng, bann aber schulde,! wir ffrledrich dem (flro tzen, dem Preußenkttnig, Dank, der UNS seine tüchiigen-Offiziere für die Organisation der isolonialtruppen überließ und beinahe zugleich mit Frankreich die Unabhäagigkeit unserer Republik auer kannte. Aber Rußl'iud kein Patriot braucht seiner ffreude Zügel anzulegen über die Siege der Japaner. Wenn der Amerikaner Sympathien auSzu drücken hat, so gehören sie dem Lande, welches Asiens der .Culttur erschließen wird und das !ist zweifellos Japan. Ein Sieg Rußland's wäre nur verderblich für die Sache des Fortschritts im fernen Asien. Er würde einen Rückschlag der .keimenden Eulturbestre düngen des wackeren JnselvolkeS be deuten. Gar oftjwird betont, daß un sere SympathicnlZder weißen Raffe und nicht der gelben gehören sollte. Aus amerikanischem Munde klinot die? doppelt befremdend, weil 'gerade jetzt hier die ungeheuersten Anstrengungen gemacht werden, um die Borur theile der weißen gegen die schwarze Rasse zn überbrücken. Das tapfere ll.ine Jnfelvolk hat trotz seiner gelben Haut in seinem Lande eine constitutionelle Regierung, während in Rußland noch der finsterste Absolutismus herrscht.

Da selbst seine bittersten politischen Gegner ihn achten mußten, ist der schönste Nachruf für MarcuS A. Hanna.

Wider Erwarten hat Nuklanö feine Einwände gegen die Note von Staatssekretär Hay aufgegeben und da mit den Anschluß FrantrcichS an die schon vorher geneiqten Machte Deutsch' land und England ermöglicht. Eine Niederlage bleibt also rm Staats sekretär erspart und er wird den Erfolg, den ihm die Gunst der Umstände g? schenkt, sicherlich seiner überlegenen taatSmannskanst zuschreiben. Man muß jedoch festhalten, daö die Neutralisation mit Ausschluß der Mandschurei, welche die europäischen Mächte wün schen. von der Auffasjuno. der Hay'schen Note sehr verschieden ist und ihr durch diese Beschränkung einen wesentlich andern Inhalt gibt. Die plöliche Schwenkung Frankreich'S ist nicht nur au den allgemeinen Vorgängen heraus zu erklären, die sich derzeit zwischen den europ Kabinetten abspielen und in dem Bestreben der Pariser Regierung gipfeln, um jeden Preis eine zu große Ausdehnung Rußlaud's an Deutschland zu hindern. ES wird daher jetzt auS allen Tönen wieder die Allianz mit dem Zaren gepriesen und dieser Umschlag ver Stimmnng kann, in Zusamme'lhang mit dem gespannten Verhältniß zwischen Petersburg und London, zu weitgreisenden Entwicklungen führen. Die von ffranz Josef wiederholt ausgesprochene Behauptung, er lasse an dem Vollwerk der A-mee nicht rütteln, hat sich als leerer Wortschwall crwie sen. Was gegenwärtig in Ungarn geschieht. ist dev Beginn der Zerstörung des gemeinsaiucn HecrcS. Nachdem der gemeinsame Kriegsminister vor dem Ausschusse der ungarischen Delegation erklärt, mangelhafte Kenntniß deS Deiltfchen fei für das Bestehen oc Os fizierSprüfuug kein Hinderniß, kiMN man nicht länger im Zweifel bleiben, daß die Wiener Regierung den ungarifchen und slavischen Chauvinisten daS Deutlchthum in der DoppelMonarchie zu opfer.i gewillt ist. Di? nothwendige Folge dieser ver hlilignißdollen Politik wir) eine bedeutcnde Stärkung derjenigen Partei unter den Deutschen sein, welche die Rettung ihrer Nationalität nur im Anschlüsse an das Deutsche Reich sieht. Auch aus die auswärtige Politik muß die verblen dete Nachgiebigkeit empfindlich cinwirken und das Land noch mehr, als e bereits ietzt geschehen, vim Dreibünde abdränge. Den deutschen Provinzen stehen sehr ernste Prüfungen bevor', wie aber auch die nächste Entwickeluug sein möge, als sicher kann gelten, doß sie sich zu der demüthigenden Rolle, in dem durch ihre lVultur groß gewordenen Ländcrgebietc nur geduldet zu werden. unter keinen Unisländ? herbeilassen. 4 Baltimore sscuer-Verluste. Die BersicherungS - Gesellschaften, welche bei der Valtimorc ffeuerSbrunst Verluste erlitten, haben bereits begonnen. dem StaatSAuditor ihre Berichte einzusenden. Die etttettnial'VersicherungS - Gescllschaft" hat 8300,00') zu bezahlen, nachdem sie allen ihren .Verpflichtungen nachgekommen ist, hat sie noch einen Ueberschuk von 000, 000. Die l. necticut Feuer - VersichcrungS - Gesellschast beziffert ihren Verlust auf $300,000; der Verlust der Union Ass'n. Co." von London, beläuft sich auf $350,000; diese Summe wird direct von London aus bezahlt werden, sodaß der Uec?rschuk in den Vereinigten Staaten nicht angegriffen wird.

Händcl'6 Messias.

Zum Besten der Flower Misäon" findet am nächsten Freitag Abend, 19. Februar, in der Tomlinion Has.e Mi ter Leitung des Hcern Edward Taylor eine Aufführung "von Handel'S Ora torium MeffiaS" statt. Der Chor besteht auS 250 Stimmen, das Orchester aus 35 Musikern. Die Solisten 2 den sein : Frl. Helene Bucklet), Sopran ; Frau Mary Whne Lonzman, Alt; John B. Miller und Albert Banoff, Baß. Der Vorverkauf von reservirten Sitzen beginnt heute Mittag in Huder's Apotheke. Pennsylvania und Washing ton Straße.

Die Baltimore Photograveure Union hat die hiesige Union der Internationalen Photograveurc Union um Hülfe ersucht, da die Mitglieder in Folge der Feu'röbrunst fast sammt und sonderS auß.!.r Arbeit ge kommen sind.

Schon seit Jahren pflegen die Festlichkeiten, welche der Jndpls. Lieder' kränz veranstaltete, sich stets eines ausgezeichneten Besuches zu erfreuen, weil dcnBesnchern immer genußreiche u. vergnügte Stunden bereitet wurden. Von allen Veranstaltungen aber erfreute sich keine (vielleicht die Weihnachtsfeier ausgenommen) einer solch' beispiellosen Popularität wie der jährliche Maskenball. Daß die Herren Liederkränzler immer etwas besonderes ..in petto" haben, das wissen die Besucher der früheren Maskenbälle und daß auf denselben der echte Faschingstreiben nicht fehlt, dafür sorgt schon der jugendfrische Geist, welche die wackere Sängerschaar des Liederkrauz beseelt. Auf gestern Abend hatte derselbe sich den Prinzen (arncval zu Gaste gcladen und von Nah und Fern strömten die uärriichen Unterthanen herbei, um ihm ihre Huldigungen darzubringen. Der große Saal der Germania Halle war in iner dem hohen Range des Prinzen gemäßen Weife deeorirt worden. Buntfarbige Draperien bedeckten in verschwenderischer Weise die Wände. Fenster und die Balustrade der Galleric. Köpfe von lustigen (UownS waren überall sichtbar und von 4e,i FensterNischen hochobm. umgeben von "Lannenbäumen, schallten zwei IndianerHäuptlinge mit unerschütterlichem Ernste aus das närrische Leben und Treiben im Saale herab. Mächtige von Rosen und Nelken dllichwirkte lnirlanden dnrchqttertcn die Länge lind Breite des Saales und aus ihnen lugten viele hnilderte von farbigen clectrischen Gliihlichtern hervor. wodurch der Saal von vornherein einen anheinrelirden, frenndlichen An blick darbot. Denselben gewährte auch die Bühne, welche in einen Palmenhain verwandelt war. Die Dekorationen, welche allgemeine Bewunderung erregten, waren das Werk von Meister Charles Truemper und Sohn. Gegen halb nenn Uhr rückte die Masken in Schaaren heran und wurden von den Herren des Empfangs EomiteS, welche auf ihre elegauten Kappen nnd Achfelschleifen nicht wenlg stolz waren, begrüßt. Diese Comite setzte sich aus folgtttdcn Herren zu fammen. Charles Albrecht. Wilhelm AdamS. John Bernhardt. Otto Deppermann, Mnr Drach. Peter Frick, Paul Fcuht , Fred. Francke , John P. Fritz. Georg Grinsteiner, 'red. Grossart, George Herrmann, Aug. Hook, (onrad Hecß. Ernst F. Knobei. Wilhelm Koß, Henry Klanke, Glistav Herrmann, Wilhelm Krieger. Gottl. Leuckhardt. Wm. Mucho. Joe. Pfleger, Tob Roch. LouiS Ruth. Aug. Renner, C. Rensch, Fred. Schröder, Peter Scheid, Em. Schlegel. Fred. S.'ireiber, Math. Selb. George Seifert. Charles Trümper, John Wcilacher. Eh. ?)oungmann, Christ Yaegle, Wilhelm Weiland. Carl Ziegler. Carl Riegner, Fred. Zwicker !Sr. Im Saale entwickelte sich bald ein fröhliches, lustiges Carnevalötreiden. Viele prächtige Masken, aber auch eine gan Anzahl ChaructermaSken waren vorhanden, so daß eS den Blicken der Besucher nicht an Abmechlung fehlte. l'ndlich ertönte das Signal zum Antreten für die große Polonaise. Angeführt wurde dieselbe von den Mitglicdern deS Tanz - Comites, welche in ihren Coftümen aus der Rococco Zeit sehr elegant aussahen. Dieses Comite bestand aus folgenden Herren : John VeSper, Wm. Aleiter, Mich.Schumacher. Alfred Pich, Jul. Kern und LouiS Coulon. Diese Polonaise an welcher sich weit über 200 maSkirte Paare betheiligten.

bot, namentlich von dcc Galerie aus einen farbenprächtigen Anblick dar. Die verschiedenen Touren wurden in exacter Weise durchgeführt. Als schließlich die Theilnehiner an der Pilonaise in Reihen von acht Paaren nach der Bühne zu marschirten, verstummte plötzlich die Musik, um gleich darauf eiu schwermüthigcs Zigeunerlied anzustimmen. Der Vorhang hob sich in die Höhe und ein Zigeuuer lager bot sich den Blicken der erstaunten Ballbesucher dar. Vor mehreren Zelten hatte sich eine Schaar der braunen Nomadensöhne in malerischer Grnppirung gelagert. Las Bild machte in der That einen gefüllt'gen Eindruck. Der Zigelluerhällptling (Curt Corn) trat hieraus vor und sprach einen Prolog, in welchem er erklärte, daß er und seine Leute direct aus den fernen Pußten Ungarns gekommen wäreu. um an dem Empfange deS Prinzen Carneval im Liederlranz theilzunehmen. Hieranf spielten der Hauptmann und ein Zigeuner (Carl Riegner) ein Lied, welches von den Zigeunern gesuugcu wurden. Dieselben waren : Job Koch. F. R. Schmidt ( 'Zig.'uncr-Prin zcssin) Julius Busch. Ernst MichcliS. Hy. Stoeffler. H. H.Lamb, Joseph Roscustengcl. FritzWcpel. LouiS Kuechler. Panl Gntzwiller, Ada-n Wcber und Jac'ib Schulmeyer (Wahrsagerin). Die braunen Gesellen sahen samoS aus und machten entschieden Furore. Hierauf schlössen sie sich der Polo. naise an und nach den Klängen der ,9ity Bund" wurde dieselbe sodann zu Ende geführt. Von den vielen prächtigen und ori ginen Masken seien die folgende hervorznbebcn: Drei wandernde und tragenoe Bierfässer, welche die ..Home Vrauerei' (Henry Moesch), Jndpls. Brauerei" (Otto Gras) und American Brauerei" (F. Jenks) rcpräsentirten. Die von diesen drei Herren auSgeklügelte und vortrefflich durchgeführte Idee war jedenfalls sehr originell. Junges Mädchen". Charles Tarkington: derselbe war beständi.; von einer Allzahl Anbeter, welche ihn für eine Dame hielten, umringt; Tambu rin: Frau Schmidt. Frau Fleckensteiu; Husar. Albert Schumacher; preußischer Rittmeister. Gast. DonguS; alte Jungfer, H Koß; Kammerzofe, A. Koß; Frl. Lagemann, Pbantafie-lsostliltt. Carmen: Elisabeth Meyer. Marie Crone; Rosen: Frieda Seyffert, Carrie Schmidt, Lydia Schmidt. Louise Schmidt; Sonnenbluinen: Frau Fritz Weiffcnbach Jr. und Frau Gustav Weiffettbach; Stndentinncn: Katic Mayer, Annie Mayer; Rothkäppchen: Fräulein Pietsch; Frau Karl Kramer, deren Kleid ans lauter Zeitunsausschuitteu bestand; deutsche Bäu erin: Clara Kaiser; Stiefmütterchen: Emma Nolting und Jda Stolte; Rose: Frl. Lncie Mucho; American Beauty, Anna Re,tz; Columbia. ClaraSchmidt; Tramps: H. Johnson. W. Lang; Mencauer, Frank Hancock; Onkel Sam, Joseph Pfleger; George Wash ington, Jacob Schnepf; Gentleman aus der Colonialzeit, Wm. Hildwein. Großvuterchcn: Wm. Stoeffler, de'--selbe hatte nicht nur eine vorzügliche Maske, sondern er führte auch feinc von ihm übernommene Rolle in vortrefflicher Weise durch. Sommer, Frl. Margarethe Hook; Frühling, Frl. Catherine Hook; Tish i-mingo, Fred Beck ; alte Jungfer. Rosa Bititnger; Schnitterin. Fran Wm. Vogel; Indianer Squaw, E. S. Thomas ; Kunstreiterin. Mcrie Schaefer ; Blumenmädchen, Elljabeth und Johanna Bernlochr; schwäbische ' Baue-, Wm. Dehne; Rosen, Louise Klink; Kar.ndame, Frau Steinle, Studentin, Frau August

Renner; Königin der acht. Frau H. C. Schergens; Spanierin, Frl. Alma Schergcns- Sunny Jim", Franz Schäfer; Pariser Puppen, Frau W. Schwarz, Ollie Jngersoll; American Veauty , Minnie Jnae?soll; Schottin, Heinuch Ruth; Tramps, Harry Ersmann, Andy Hughes; Don Carlos. Mar Drach; Musik, Frau Mar Drach; Spanische Tänzelinnen. Barbara Eitel. 7.ioy Be.nkardt. Clara Smith uud Cath. Eschenbrenner: franz. Bäuerinnen, Linnie Freund und Emma Eckcrt. Noch viele Stunden hieli das frohliche Leben und Treiben im S.'.ale an und es war bereits schon srühen Morgen, ehe der letzte Besucher an da? Heimgehen dachte. Der gestrige Maskenball gestaltete sich zu einer der erfolgreichsten Festlich, leiten, welche der Liederkranz je veranstaü.'t hat.

Geftrige Sitz'mg der Stadtvater.

P a s s j r t ' O r d i n a n z en. In der gestrigen regelmäßigen Sitzung des Stadtraths wurden die Ordinanzen pafsirt, durch welche die Big Four - Bahn gehalten wird, an ihren Geleistrelizungen an der 10. Straße und an der Michigan Str. Wächter anzustellen und Schlagbünme anzubriugel?, ferner die Ordinanz. durch welche der I. H. Billigsley Co. und der Jndiana Cooperaqe Co. das Privileg zur Aulage von Seitengelei sen in der l. AUey südlich der Bates Str. nahe der Lcota Str. ertheilt wird. Die Cottey'jchc neue Leihstall-Regu-lations-Ordinanz wurde aus Empfeh' lung des betr. Comites gestrichen. Neue Ordinanzen. Dagegen wurde vou Mitglied Albert öottey eine nene Ordinanz eingereicht, durch welche cö Sand-Eompagnicil oder -Gräbern verboten wird, in der Nähe von 300 Fuß oom Stein-Unterbaue irgend einer Brücke in der Stadt Sand zu grabeki. Bei den letzten Hvchfluthen hat es sich gezeigt, daß die Piers und sonstigen Unterbauten der städt. Brii cken durch solche Grabu,.gen geschwächt wordeu sind. Neue H a u s i r c r-L i c c n s e n. Eine von Mitglied I. B. Murrnn eingereichte Ordinanz beabsichtigt die Einführung etnes neuen icenS'Systc' meS für H' ttsirer. resp, virrneit, welche Hansirer beschäftigen. Die ttktten LicenS Gebühren sind wie folgt gcplattt: ,iu ichwrtßansüsftg Hauftrn M( pro Tag. .. l)ienac irinea : nir jede zweispann. Juln'werk K77, pro Iah. für jedes zlveispänn. .vnyrwert $50 pro Halbjahr in jco?S einspännige AuhMOkk M) pro Jahr. siic jtdeö kittspaniü,' nhrwsrk pro Halbjahr. für iebni Vagen-shtilsen .. ,'i() bezw. ,.'. flir jedkn Schicbkarren $20 bezw. 515. für jeden hansirer zn Aß ... ... $10 pro Jahr. Diese beiden neuen Ordinnzen wur deu an die zuständigen Comites ver wiesen, ebenso eine von der Behörde für öff. Werke übersandte Ordinanz. durch welche Paul JeffrieS das Seiten-geleiS-Privileg aus der Railroad Str., Jrvington. ertheilt wird. Knappes Entkommen Dosier Itush Tounti Farmer.

Alls der C. H. & D.-Gcleiskrcuzung, 4 Meilen westlich von Rushville, liefen gestern Morgen die beioen Farmer Bruce Johnson und Charles Stark aus Rush Couuty. die per Bnggy hierherfahren wollten, Gefahr, vom Elfen' rosse getödtet zu werden. Ihr Buggy wure nämlich von dem hier um 11 Uhr einlaufenden Expreß - Frachtzuge getroffen und dci..olirt, das Buggypferd wurde zermalmt, während die beiden Farmer mit etlichen schmerzlichen, jedoch ungefährlichen Kopf- und Rücken-Verletzungen davonkamen. DaS Zugperonol brachte selbst die Kunde von dem Unfälle hierher. Die Farmer fanden bei Nachbarn Pflege.

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Der Tctectivs Hauser und irsh.

Einen guten Fang machten gestern die Detektivs Hauser und nrsh. Denn bei Five PointS faßten sie einen sich Samuel Freeman von der O.odt) Str. nennenden Burschen ab, der mit einer Fuhre unterwegs nach Act,n war. Seine Fuhre bestand aus 700 Pfund ffnpferdraht, den er in äffer verpackt hatte und der aus der Betriebsstation der IndianapoliS.Plainfield nterur banLinie gestohlen worden war. Free man steht nnter der Doppelanklagc des GroßdiebstahlS und der Hehlerei.

ConsnmerS' Gas Trust (cg.

Morgen werden die TrufteeS der Confumers' Gas Trust Co.", hier eine Sitzung abhalten, um über die Reso lution der Directoren bezüglich einer S500,000 Anleihe für den Ban einer küustl. Gaö-Fabrik zu beschließen. Den TrusteeS werden gleichzeitig die Be richte der Experten R. W. Proffer und G. M. Brill bezüglich dieser Angele. genheit vorgelegt werden.

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