Indiana Tribüne, Volume 27, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1904 — Page 3

Jndis.ia Tribüne, 16. Februar IPm.

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Applikationen sind zwecklos. Tic japanische Regierung verweigert den Ausländern die Theilnahme am Kriege.

ßcnalttbatcn in New Chwang. Runde vom wlad.wostc'k Geschwader. Musterhafte Mobilmachung. Uns Oenrnlpc.

"st Asten. Keine Allsländer in der Armee. T o t i o. Sonntag. 14. Februar, i Verspätet). loro Takahiro, der ja-

dem Hafen wollte, zwei Torpedos ab' sandten. Die Japaner behaupten, ttorutz,, habe zuerst gefeuert. Ueber weitere russische Truppenverstärkungen auf koreanischem lijebiete ist nichts bekannt. Söul bleibt ruhig. Die

stikumliugsvunkten in Sasebo. Kure ! Die Rede murd? in St. ltlenne ge - rniju und Zlokuiula befördert; kommen I halt.n, wo . Z. der iocialifiifdje tfon! gemödlilichc üae in Die Nähe von greß tagt. alr?s faqte nach einem

Trupvmzüam. so merdm ib?e Lichter oortigen Bl itt: 3afet sind vertan

nnniirfiP (i-CnnM in 9aff)inatOH. theilt

der Regierung mit, daß er zahlreiche j 3"fl" haben die Aenutzun derlchie

Angebote für den riegSfond von Ame rikanern empfange und fragt um Inftruktionen. 7apan wird Voraussichtlich diese Hilfe, trctz seiner t'efen Dankbarkeit hierfür ::nb andere SympathieBeweise, ablehnen. Aus verschiedenen theilen der Welt treffen Gesuche um (Antritt in die javanische Armee ein. Einige, darunter ein türkischer Cfn zier, haben sich persönlich gemeldet. Sämmtliche Gesuche wurden abgewiesen. Kein Ausländer darf an den Militär- uno Marine Operationen

Japan ) theilnehmen, es sei denn als !

Zuschauer. Auf eine? heutigen Versammlung von Geschäftsleuten, JettungZ'Eigenthümern etc. wurde Unterstützung der Regierung ohne Rüjicht auf Partei

dener Negierungl.ebäude als Kasernen

verlangt. Die M a n d s ch u r i a ". Nagasaki, 15. Febr. Der russische Dampfer Mandfchuria", fflt lich von den Japanern gekapert, ist in Sasebo angelangt. Das Schiff fuhr am 20. November aus Kopenhagen nach Port Arthuri Tonnenregister 3708. W l a d i w o st o k l e s ch w a d e r. Tokio l Samstag), 13. Februar. Das russische Wladiwostok - Geschwader ist hier noch immer in Sicht, im japanischkn Meere kreuzend. Xie Meldung. Matsuima, Insel Sea, sei! beschossen worden, ist unwahr. Gewaltthaten d e r R u s s e n. New Chwang, Sonntag, 14.

mit

llnien beschlossen. mA 4l- . . 'üii-iix. otxi:-i.:i i

Vlt flfwaiuae miinaniajc iiuiuuuu b ;r. ka .vaner. die

dauert fort, allein die Regierung hält i uen nach Tientsin unterwegs

waren, wurden am 12. in Tai-Ni l5chou verbastet und hierher gebracht.

ihre Pläne völlig geheim. Obwohl

jede weitere Verzögerung die Russen für den Konflikt besser vo,b.'re:tet, scheinen die Japaner unbesorgt, besonder im Hinblick auf die beschränkten BefSrderuugmöglichkeiten der tranSsibirischen Bahn, die Entfernung der Rufftt von ihrer VorrätheBasiS und den Mangel an See Verbindungen, wodurch die Erfolge Rußlands in tvr Mandschurei und Sibirien stark dein trächtigt werden müssen. Vom V l a d i v o ft o ck . Geschwader.

Der amer. Consul Miller erwirkte die Freilassung der Frauen, allein Vice, könig Alerieff befahl nochmalige Ver Haftung und Ueberführung aller Ge fungenen nach Port Arthur. Zahlreiche japanische Klagen über russische Mißhandlungen liegen vor. 400 Flüchtlinge auö Harbin und an dccwärtö wurden am 10. Februar in Mulden verhaftet, verschiedene schwer mißhandelt und nur gegen Geld f reigelassen. Sie wurden dann in offenen

St. Petersburg. 15,. Febr. Booten nach Tai-Hi'Chou gesandt. Eine ?.pesche von Vicekönig Alerieff, , abermals gezüchtigt und nach Port vom 1.',.. sagt-. Kapitän Reitzenstein, 1 Arthur gebracht.

(Commandeur der Kreuzer-Diviston. telegraphirt. seine Division habe einen Dampfer in der Sangari (Tsugaro ?) Straße zerstört. Hier wüthet seil 3 Tagen (in heftiger Schneefturm. Vom Feind wurde nichts gesehen. Der Pariser ..Figaro" hatte am 14. gemeldet, die Vladivostock Division sei unter den Befehl Reitzenstein'S, in Nachsolge beS AdlairalS Distalkenberg,

Einige Frauen nahm Consul Miller unter seinen Schutz und sandte sie nach Shan-Hai-Kman. Miller hat bei dem Civil-Administrator gegen die grausame Behandlung protestirt; er selbst wurde ohne Grund von Kosacken bedroht, wo für sich der kommandirende Offizier ent schuldiate und Bestrafung der Kosacken versprach. Unabhängigen MarineOssizieren zufolge können die bei Port Arthur be

gekommen, habe eine Flotte japanischer j schädigten .Faesarewitsch". Retvizan".

5 ransportdampfer getroffen und ver schiedene in den Grund gebohrt. Möglicherweise bezieht sich die Nach richt aus die gemeldete Zerstörung de

Pallada" und Nowic" nicht bei Zeilen reparirt werden, um die Herrschast zur See zu entscheiden. Auch die rittst schen Landtruppen sollen demoralisirt

Ragonoura Maru" durch 1 russische i seiu.

Krenzer. Die Javaner in Ehe in u l v o. Söul, Mittwoch. so. Febr. Der russische Cimfttl in lhemuipo wird jetzt von japanischen Truppen bewacht. Heute wuroeu alle anderen Russen in dei tadt in ein großes HauS gebracht, wo sie di zu weiterer Verfügung s'st gehalten werden. Der russische Ge sandte in Söul ist vom japanischen Ge sandten, durch eine neutrale Gesandt schaft. zur Abreise ausgesordert worden und er hat sich hierzu bereit erklärt. Auf dem irauz. Kreuzer Pafcal definden sich jetzt 214 Russeu, von denen 2 Tapök. 2 t Offiziere und 31 Mann verwundet sind. SeckS Verwundete find gestorben. Wie man nunmehr weiß, kamen in dem (5himulpoGefecht auf dem rusj. Kreu zer Variag 40 Mann und ein Offizier um's IVben, mit dem Namen Niron; verwundet sind 4, darunter Capitän Radenf. edoch dieser nur leicht. D'e umgekommenen Russen, mit Ausnahme des auf der Brücke gefallenen Offiziers, waren beim Untergang des Variag in

der ajüte eingeschlossen. Paffagiere und Mannschaft der Sungaria wurden an Bord des Pascal Übernommen. Die koreanischen Telegraphenliniea sind in allen Richtungen zerstört. An Bord d?S Korutz" sah man, bevor das Schiff in die Lust flog, verschiedene Leute. Der Zoll-Commiffar in Chemuipo hat gegen Neutralitätsbruch seitens der Japaner protestirt. Nach den Schiffen schössen die apamir zuerst, indem sie egen den Korutz", als er am 11. aus

gelöscht. Die aufrückenden Regulären werden sofort durch Reserven ersetz. In Takio und andern Mobilmachungs. Centren werden Hunderte von Hotels, Theehävsern und Tempeln reqairiri. Alle Dampfer der japanischen Han-de'.s-Marine werden rasch in Hilfskreuzer ul.. gewandelt.

Die Japaner sind überzeugt, daß dielpubhqae tagte Z

Russen au k-inem der wichtigen Opera- thun, um Zapun

tionS.Punkte 50.000 Mann zu concentriren im Stande sind. Viel hört man über eine mögliche Dynamit Zerstörung der russischen Bahn in der Mandschurei. Tausende Japaner, die sich von ($b nesen nicht unterscheiden laffen, nrbei

gen. Ereinnlffi! und Erfahrung haben gezeigt, daß Deutschland, von dem ein Angriff befürchtet murve. nicht triegS lustig ist. Die Erfahrung zeigt, daß die Allianz mit Rußland, die vor allem gegen Deutschland gerichtet oar. ihre r.lstenz'Berechigung herloren hat.

Nach der hiesiien social. Petit Re-

L.ifct uns nichts oder E ?qland zu

proooziren und dann die gefährlich g? wordene Allianz kündigen. aßtunS selbst schätzen." Franz. Politiker erkennen, daß zwischen den btibtu Berichten ein betrüchl licher Unterschied herrscht: wie nun aber ZaureZ Wocte getautet haben mögen.

ten in der Mandschurei und würden ! seine Stellungnahme gegen das russische

Die stetige telegraphcsche Unterbre. chung droht, den Kriegsschauplatz, außer für Depeschenboote, völlig zu isoliren. Viceköuig Alerieff hat alleu Schiffen willfahrt in die Häfen der LiaotungHalbinsel verboten, um die bisher ver uachläfsigte Hafenvertheidigunq auSzu führe. Di? fremden Coiuln in Mulden, die einen chinesischen Ausbruch befürchten, senden die Missionare mit Familien

weg. ifefl 2000 Russen stehen hier. Die Mobilmachung. S h a n g a i, 15. Februar. Nach einer Depesche aus Nagasaki, vom 12., hüllt sich die Regierung in völliges Schweigen. Das KriegSficber unter allen lassen ist. wenn auch ohne Zei chcn äußerer Erregung, hoch. Strenge DepescheN'Censur und keinerlei Mit thtilung über die strategischen Opera tionen. Die Kunde von den See-Geechten kam als völlige Ueberraschung und wurde durch häufige ErtraAusgaben der Blätter bekannt gemacht. Letztere wurden auf der Straße verschlungen und mit Bansai"Rufen, dem japan. Hurrah, aufgenommen. Sin Fackelzng in Nagasaki, wo viele

Russen leben, wurde von der Polizei zerstreut. Die Russen in Japan ha den zwar keine Furcht, rüsten aber doch allgemein zur Abreise. Die Mobilmachung ist methodisch erfolgt, ohne Nachtheil für die nationale Vertheidigung können 300.000 Truppen in'S Feld gestellt werden. Die Truppen werden Nachts nach ihren Be

wi'ig ihr Leben für ihres Vaterlandes Sache in die Schanze schlagen. Nagasaki und ')okohzma sind durch einen Minen-ordon bewacht. Japan durchschaut. Paris, 15.. Febr. Die dritte (Klausel der japanischen Erklärung, worin lhina's Neutralität anerkannt wird, verlangt von (5china Garnisonen an strategischen Punkten. Dieser B-stimmung wollen die curop. Mächtc nicht zustimmen, da hierdurch von lshina Garnisondienste verlangt werden, die Japan nützlich, für Rußland aber indirekt schädlich sind. Auch wird dieBedingung als unvereinbar mit der strikten Neutralität, wie sie die üiner. Note beabsichtigt, gehalten. Angebliche FcldzugS Operationen. St. Petersburg. 15). Febr. Nach Berichten von 7)on Kan, bei New lhmang. bereiten die Japaner sich zur Landllng in Tsinjenba vor. Nordwestlich von Mulden wurden angeblich Japaner gesehen. In Warschau erschoß bei KriegS' Kundgebungen ein irrfinnig gewordener Graf Demlisky 'S Leute und ver

wundete 20. Er versuchte Selbstmord, wurde aber verhaftet. I a p. K r i e g s a n ! e i h e. Pari S. 10. Februar. Nach dem Peti! Parisien" schließen die Subskriptionen sttr die jap. Kriegsanleihe am 10. März. Die Kaiserin von Japan machte der Baronin Rosen. Frau des ruff. Ge sandten, vor ihrer Abreise prachtvolle Geschenke. Keilt okkupirte Gebiet neutral. London, 1ü. Febr. Im Unter Hause wurde heute die Regierung be fragt, ob sit Schritte zur Neutralisation von ''cm lhwang während de5 Kriegs zu treffen gedenke. Der Vertreter der Regierung erwidert?, daß di? Neutralisation keines Ge bietS, das in thatsächlichem Besitze der Kriegführenden sei. rathsam erscheine.

P o r t A r t h u r - G c s e ch t u a ch

l u s s. Bericht. London. 15,. Febr. Der PcterS bürge t Korrespondent der Assoc. Presse meldet : St. Petersburg. 15. Febr. Die erste uilosficielle Mittheilung über die Schlacht bei Po.t Arthur am letzten Dienstag traf in einer Depesche vom 9. aus Port Arthur ein. Sie lautet : Heute Vorm. 114 begann ein japan. Geschwader von 15 Schiffen die Beschießung von Port )lrthur. Unser Ge schmader uno die FortS erwiderten, das Gefecht dauerte 40 Miuuten. Haien'Boote berichten, daß sie 2 ja panische Schiffe stNten sahen. ttnse?c Verluste: 2 verwundete Offiziere. von

Bündniß wird, w un es sich um die Unterstützung Frankreich's für Ruß. land im gegenwärtigen Kriege handelli Zollte, schwer in'S Gewicht fallen. Deut'wland. Kaiser nicht krank. Berlin, 15. Fbr. D:e Gerüchte liber d'e angebliche Erkrankung des Kaisers entbehren jede ; Begründung. '.5r ging heute Vormittag spazieren, besuchte den ReichSkanzer und erledigte die übliuen Staats-Geschlfte. D a v.i p t x Abkommen. Köln, 15. Febr. Der Verband nordatlantifcher Dampferlinien hat die Einrichtung eine regelmäßigen PassagierDienstes zwischen skandinavischen Hasen und New Vork und Boston bt schlossm. Acht Dampser vermitteln den Verkehr, oe? von der Hamburger Linie, dcm Norddeutschen Liovd, der HollandAmerika und der Red Star Linie gemeinsam besorgt wird. Die Entschei düng ist eine golgc .'es Rücktritts der (5unard.inie von d .n Adkontmen der kontinentalen Gesellsastcn.

Der Kürassier auf Minuefahrten. Ein Urtheil des Kriegsgerichts kn Halle gegen den .l'rassier Otto Rückler aus Halberstadt ,oird allen deutschen Vaterlandöverth!.'idig('rn. die gcwohnt sind, bei ihren Stchätzen ohne Wissen der Herrschaft zu speisen, gelinden Schrecken einjagen. Rücklcr huttc eine Braut, die bei dem Major v. Horn als 5vöchin diente. Otto besuchie seine Minna bisweilen dann, wenn e bei Majors et'.vas Gutes zu, essen gab. Einmal war Otto auch in der Burschenstube auf Besuch, wo er sich nützlich machte, indem er beim Tcllerabtrocknen es war gerade Gesellschaftöabend gewesen mithalf und dafür Essen und Trinken bekam. Aber seine Besuche in der Küche getielcn Majors nicht, und leider war der wackere Kürassier unvoc sichtig genug, sich bei einem dieser Be suche von dem 12jährigen Sohne der Herrschaft überraschen zu lassen. Zwar versuchte .r sich eiligst hinter den Rückc-n Minnas zu verstecken, je'vvch das wäre höchstens einem schmächtigen Husaren, nie aber einem großen, breitschulterigen Kürassier gelungen. So wurde denn Otto entdeckt: der Her? Major erstattete Anzeige. e kam zu einer großen Verhandlung vor dem .Nridgericht. und der unternehmende Kürassier muß seine Minnefahrt in Ät'ajor Küche mit 13 Tagen Gefäna.' nist büßen (lgen Hausfrieden)-bnichs).

der Mannschaft getödtet uud 54 ve. mundet. In den FortS wurden 2 Leute leicht verwundet. FortS und Stadt wurden nicht beschädigt. Nachts wurden Schüsse auf See gehört. Die Depesche fügt bei. daß das japa nische Geschwader die ersten Schüsse der Flotte und besonders der Forts nicht aushalten tonnte und schnell zurück fuhr. Das japanische Flaggschiff wurde schwer beschädigt; 5 andere japanische Schiffe nach Augenzeugen gleichfalls betrachtlich. Frankreich. Socialisten und russische Allianz. Paris, 15. Febr. Herr JaureS. der Führer der socialistischen Partei, und bis kürzlich Viceprälident der Kam mer, hat eine Erklärung abgegeben, welche auf sofortige Kündigung der franz.russischen Allianz abzielt und großes Aufsehen in diplomatischen Kreisen erregte.

Sutcr U Der bekannte englische Dramatiker W. S. Gilbert hatte, lvie alle au'stre-

benden Talente, im Beginn seiner Laufbahn mit vielen Widerwärtigkeiten zu kän.pfen und echielt von den Theater Direktionen alle eingereichten Stücke zurück. Endlich gelang es ihm, den Schauspieler Robertson für sich zu interessiren. Dieser empfahl ihn einem Londoner Theaterdirektor Namens Emden. und Gilbert reichte dem Dirn tor aus sein Ersuchen sein neuestes Stück ein. Der Direktor las das Werk, ließ Gilber! zu sich kommen und sagte zu ihm: Ihr Stüa gefallt mir. Wie viel wollen Sie daür haben?" Dreißig Pfund." versetzte der junge Dramatiker. Sagen wir die Hälfte, und ich werde es nehmen," erklärte Emden. Gilbert ging, wenn auch schweren Herzens, aus diesen "Vorschlag ein. Emden setzte sich an seinen Schreibtisch, schrieb einen Check auf fünfzehn Pfl'.nd aus und sagte dann zu dem jungen Manne: Hier, mein junger Freund, haben Sie das Geld. Gestat ten Sie mir aber, daß ich Ihnen noch einen guten Rath gebe." Bitte!" versetzte Gilbert gespannt. Verkaufen Sie ein gutes Stück nie mehr so billig," erklärte der Direktor lächelnd. WaNersction. Schnell, Kinder, holt's a' paar Maaß, daß 'm Vater net üel wird

er mutz a' Fußbad nehmen!"

ttlnc Nrsatvc des ufstandes. Um die deutschen Kolonien ist eS zch.echt bestellt. Nach dem diploma-!i,ch-sta:istiichen Jahrbuch für 1904 b.'zracen für das Wirthschaftsjahr 1903-1004 d:c R-ichszuschusse für die sämmtlichen überseeischen Besitzungen Teutschlands 40.278.132 Mark. c- giebt viele Le.:te, welche die cewaltfNWt Unterwerfung anderer Länder mißbilligen und nur die Anlag? ron Kohlenstationel: init oesestigte.". Hafrn und Dockanlagen als Slütz:unk:e für die Kriegs- und HandelsFlytten empfehlen. And:rersei:s txnir:?orten aber auch Viele die Erwcrd..ng oder Unterjochung anderer Län"cr. deren Herren sie auf diese Art verden können. Als Hafenplatz hat für Tc.itschland nur KiaStscha Werth; die anderen Besitzungen des Reichs lostcn diesem viel Geld ohne nenucns-

werthen Nutzen zu brit,qen. Die Eingeborenen in den deutschen Besitzungen, welche in Sü'west Asrita belegen sind, desinccn sich im Aufstand? uno über die Veranlassung .zu dieser Erhebung sind .ms mehrere Berichte zugegangen. Als einen 'rund c?r Nebellion führte die Franlfurter JtitUkg" die Äusbeiung der un!visjenden Hereros durch lvücherischeHändtcr an, welche für ihre Waaren einen Gewinn von 170 Plocent berechneten und, ivenn die armen Tellscl für die auf Zlrcdil verkauften Güter nicht zahlen konnten, den Betrogenen einen Theil ihes Äiehs raudlen Ader es scheinen auch noch schoerer wiegende Ursachen für den Ausstand vorzuliegen. In der Berliner Deutschen Tazeszei:ung" besprich: Dr. E. Th. Foerster den Aufstand der Eingeborenen im deutschen Südwest Asrika und er empfiehlt, daß im Reichstage an die Negierung die folgende Frage gestellt werde: Beabsichtigt die kolonialAbtheilung, die Hereros von denjenigen Länderstrecken zu verdrängen, die aus der Besitzstandskarte von Deutsch'

Südwest Af.ika als Herero Geblet bezeichnet sind Beabsichtigt sie. die selben nach Osten zu drängen, um sich in den Besitz von Kroniändereien zu sehen, welche dann nach bestehenden Kontlalten an die englische South West Africa Eo. übergehen würden, resp, an die Bahn bauende OtaviMinen und Eisenbahngesellschaft?" $x Erklärung dieser Frage macht Dr. Foerster folgendes geltend: Dic Dr. Schai.ach'fche South West Asrica Eo. und deren zum großen Theil englisches Kind, die Otavi - Gesellschaft, haben nach ihren Konzessionen vom 12. September 1892 in dem Abkom men vom 11. Oktober 1898. sowie dem Vertrag vom 15. März 1901 ein Recht, von der Negierung gewisse Ländereien zu fordern für Den Fall eine Bahnbaucs seitens der genannten Gesellschaften: tvenn nämlich diese Län' dereien thatsächlich in bei Verfügungsgewalt der Krone sind, ebenso dieWasserreckne an diesen Lundereien. Die Ot..vi Gesellschaft fatti die Bahn, und die Trace. nach Angabe der Deutschen Kolonialzeitung" (2. .,04. 190s!), geht diagonal über ztrei Breitengrade durch das Gebiet der Hercros. Setzt sich jetzt die Regierung in Besitz des Landes auf dieser Strecke, so ist sie sofort gezwungen, es die Olavi - Gesellschaft abzutreten, und zwar zu beiden Seiten der Linie Blöcke von je 20 Kilometer Breite und 10 Kilometer Tiefe mit einem Absla'ld von je 10 Kilometer Breite von ein ander nebst dcn Wasserrechten auf diesen Blöcken. Setzt sich jedoch die Negierung nicht in den Besitz des Landes, so inun die Gesellschaft von den Hereros kaufen. Die Negierung hat gesetzlich kein SR.cht. Geldanfwendlmaen zu machen, lim die Otavi Gcsllschlift in den Besitz des Landes zu setzen, es sei denn mit Bewilligung des Neiil,?.ges. Der Ausweg eines Krieges freilich ern:!' licht ihr das. Damit wäre aber dem Neichstag lviedcr die Gelegenheit ge nvmrnen, einen Druck auf die Regie rung alt', '.uübeu. um endlich die Soh

West Afr,ca Eo. auf eine gesunde Bo bei. Politik zu stellen, wie sie neuerdings Dr. Hartmann lbi.,her Mitarbeiter in der Kvlonicl Abtheilung) in einer bei Mittler & Sohn. Berlin, e-schicncnen S.brift fordert, wie sie Dr. Foerster schon seit längerer Zeit anfordert Hai. Dieser Herr hat nämlich in einer Schrift: Das K.izessionsunwesen in chutza.bieten" Mißltände blogelegt. welch:' Dr. Kupfer eingeführt hat und welch? gioßcutheils noch lzeut bestehen sollen. Ans einer Berodneng des Oberst Leutwein. die in der Südwestafrika nischen Zeitung" vom 13. Oktober 1908 abgedruckt wurde, sckieint nun hervorzugehen, daß die' Hereros von Gobabis und Okahandja von ihren Wohnsitzen nach dem Osten gedrängt werden sollen und diese Eingeborenen sind jetzt in, Aufstande. Zur Niederwerfling dieser Erhebung werde nun Truppen nach Deutsch-Tüdwestafrika entsendet. Wenn alle diese Mittheilungen r:ch tig sind, dann werden dein deutschen Volle große Opfer an Blut uno Gut auferlegt zum Nutzen von Bodenspekulanten. Und da Dr. Foerster seine Anschuldigungen in inem angesehenen Blatte öffentlich erhebt, so scheint an denselben vieles wahr zu sein; es toäre mithin wünschenswert!), daß die deutscde Regieruna die in der Deutschen Tageszeitung aufgeworfeneFrage :'n n. kend beantwortet.

Aerzte.

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D i e Produktion von Roheisen im deutschen Reich betrug im Jahre 1903 im Ganzen 10,. 085,634 Tonnen, d. i. eine Zunahme gegen das Vorjahr um 1,682.974 Tonncn, womit die Produktion Großbritanniens in diesem Artikel zum ersten Male in der Geschichte dieser Industrie in Deutschland überflügelt wird.