Indiana Tribüne, Volume 27, Number 147, Indianapolis, Marion County, 12 February 1904 — Page 6
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Jttdisna Tribüne, 12. Februar 190.
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Europäische Nachrichten.
Msteinpstilz. S p e Y e r. Oberlandesgerichtsrath Schäfer wurde in seinem Amtszimmer als Leiche aufgefunden: er hatte sich mittelst Revolvers erschossen. Der Verstorbene stand im 69. Lebensjahre und war seit einigen 30 Jahren hier thätig. Dcis Motiv zu dein Selbstmord ist ut'zekannt. t? a r l s b e r g. Der schon ziemlich hochbetaqte frühere Waldarbeiter Kar! Walter fiel auf dem Wege nach dem sogenannten Kleinfrankreia) eine hohe Vöschnng herab und brach dabei das liteuict, so dcijz er aus der Stelle to)t blieb. D ii r k h e i m. Vürstenmachermei' ster afob Baldauf nebst Gemahlin feierten das Fes. der silbernen Hoch zeit. H o m b u r g. Der bei Dachdeckermcister Mayer beschäftigte Dachdecker Mayer stürzte bei einer Reparatur des Daches des Poftgebäudes von beinfc!ben u unglücklich herab, daß der Tod sofort eintrat. Kaiserslautern. Feuer zerstörte die Möbelfabrik t5hristoffcl nebst Wohnhaus. L u d w i g s h a f e n. Von einen: bedauerlichen Unfall wurde die Faini lie des Baumeisters Ludwig Singer, am Rangirbahnhof wohnhaft, betrof fen. Als Frau Singer mit Aufwaschen eines Zimmer beschäftigt tvar, fiel das dreijährige Söhnchen Hans in einen mit heilem Wasser gestillten llii--bel. Trotzdem das .Uind durch die MuH?? sofort herausgenommen wur de, trug es so schwere Brandivundc.r davon, dast ?s starb. O g g e r s h e i m. Die Gießerei der Maschinenfabrik Slari Schütze brannte total nieder. 70 Arbeiter sind brotlos. Der Schaden beläuft sich auf 150 bis 180,000 Mark. Theisbergste,, en. DaS acht ahre alte Söhnchcn des Musikers Müller fiel vor einiger Zeit in einen .Sl ü bei kochend? Wassern ilnd erlitt schwere Verletzungen, lvelchen es kürz lich erlag. Bogelbach. Der ledige 27 Jahre alte Bergmann lernst Dietz von hier wurde oiuch herabfallendes Gestein in der Grub? Duttweiler erschlagen. Z w e i b r ü i t n. Ein Sohn, der seinen Bater erschossen, stand in der Person des V.) "ahre alten Tagners Gustav Späth aus Mannheim vor dem hiesigen Schwurgericht. Der An geklagte verübte die That am 23. Au gust v. I. zu Naiserslautern. wo sein Bater, der nicht für seine Familie Sorge trug, sich aufhielt. Die Anklage lautete ans Mord. Räch längerer Behandlung erklärten die Geschworenen den Angeklagten des Todtschlags für schuldig, worauf der Gerichtshof den Späth zu einer Zuchthausstrafe von zehn Jahren üer urtheilte. Erstz.Lotl'Vi,.;',,. S t r a b b u r g, Die hiesige Han delskammer beging das Jubiläum res ! ''jährigen Bestehens. Bei dem Festakt, welker im Heime oer Han delskammer am Gutenbergplatze unter Theilnahme der Spitzen der Behörden stattfand, hielten decStatthalter Fürst Hohenlohe - Langenburg, der Prasideut der Handelskammer, (5ommert icnrath Schaller. Bürgermeister Back. Schön - Mühlhaustn, der Bitepräfident der Handelskammer, lommer cienrath (wissen u. A. Ansprachen. Bolchen lLotyringen). Unter großer Betheiligung der hiesigen l:in wohuerschaft tvurde Altbürgermeister Ztarl Werner, ein geborener Kölner, begraden. Er hatte ein Alter von 74 Jahren erreicht. Der Berstorbene hatte sich zu französischer Mt nach hier als Apotheker ansässig gemacht und war von 1K71 an mit kurzer Unterbrechung bis 1885 Bürgermeister der Stadt. (5 o l m a r. (5. Hanptlehrer Joseph Jopp erhielt den ttconenordcn 4. Klasse. M e tz. Hier wurde ein gewisser
Giers aus Bonn vet...ftet, der sich im (5lsafz als Direktor der British äd kontinental Company" ausgab. Die Gesellschaft, deren Direktion ans sieden Mitgliedern besteht, die ein At tienkapiial von ."nou Pfund gezeich net, jedoch bis jetzt nur 7 Pfund einbezahlt haben, besteht in London und will angeblich bestehende Fabrike schäfte in Gesellschaften m. b. H. umwandeln. Sie verspricht hierzu die nöthigen Baarmittel vorzustrecken. Giers wurde verhaftet, als er unter Versprechungen einem Manne sein Geld aus der Tasche zu locken versuchte. Der älteste Priester der hiesigen Diocese, Hubert Boucker, ist gestorben. Er war geboren 1810, ist also 94 Jahre alt geworden, und Priestet seit d. h. 68 Jahre. Nachdem er Lehrer der Geschichte im kleinen Seminar gewesen, zog er sich 1857 in seinen Heimathsort ChiculleS zurück. Saargemünd. Dem vensionirten Eisenbahnlokomotivführer Her-
mann Hottinann wurde daS Kreuz des
Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen. ?u'lircttim-rt. i S ch w e r i n. Dem Musikdirektor Paepke. hi?r. tvurde voin Prinzregen.en von Bayern die goldene Ludwigsmedaille für Wissenschaften und 51ÜNsie verliehen. G ö r r i e s. Dem Schurlehrer Tamms wurde die Verdienstmedaille in Silva verliehen. G r a b o w. Beim Gewehrreinigen
erschoß im benachbarten Malliß der Arbeiter Wilhelm Schulz seineSchwägerin. eine Frau Mohr. Da Schuh ging in den Unterleib, die Frau stard nach kurzer Zeit. G r e v e s mü h l e n. Infolge eines Schlaganfalles verschied der Geheime Hofru'th Rien. Obgleich er schon im 83. Lebensjahre stand, war er doch noch immer recht rüstig und geistig klar. K r o n s k a m p. Schulze Freitag feurte mit seiner Frau dcz Fest dr goldenen Hochzeit. Lü t ! e n h a g e n bei Feldb e r g. Das Günter'sche Kind, welches sich vor einiger Zeit lebensgefährlich verbrannt hatte, ist den erlittenen Branorsden erlegen. R i e n d o r f bei R e u st a d t. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Erdpächters Tilse mit den gesaiamen Vorräthen. R ü b e l. In dem in der kleineu 'ttönchstrasze bclegenen Wohnhanse des Zimmerers Erx'l entstand Feucr. Dasselbe verbreitete sich sehr schnell, sodast auch das daneben stehende Haui des Schwiedeweisters Ehrich bald in Flammen stand. Beide Häuser fnl total niedergebrannt. S l a t e. Feuer zerstörte das Anivesen des Büdners Bofz. W i s m a r. Die Reftaltration..Zum alten Schweden" blickte aus ihr ijäh; rigcs Bestehen zurück' aus diesen. Anlast lvar das Gebäudc beflaggt und mit einem großen Kran?, geschmust, welcher die Zahl enthielt. lcnlurrt. Oldenburg. Einen Schädelbruch erlitt oer Maurermeister Wilke durch einen Sturz von emem Dache. Er wurde bewußtlos in' Kranken haus gebracht und ist dort seinen Berletznngen erlegen. F i s s a u. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten der Tischler F. Beh ren) und Frau. Beide Eheleute, 81 bezw. 79 Jahre alt. sind körperlich uno geistig noch frisch. Je ver. Der Magistrats - Aktuar Run erhalt die traurige Rachricht, daß sein Bruder bereits vor ( Wochen durch Ueberoordfallen sein Grab in dem Weltmeer gefunden hat. Der Verunglückte fuhr auf einem Dackpfer der Linie Hamburg Südamerika. S a n d h a t t e n. Schleusenwärter Pralle wollte, unter Zuziehung seines Sohnes und eines Arbeiters, die gro kt Achten senthür der unte - Schleuse in der Sandhvtter Marsch öffnen, als die Hebestange zurück und Pralle vor die Brust schlug, so daß er in die Hunte geschleudert tvurde, wo er voi den Augen der beiden anderen in den Wollen versank. Pralle hinterläßt eine Wittwe mit mehreren noch unversorgten' Kindern. W i e f e l st e d e. Von einem be. danerlichcn Unqlücksfall wurde hier der Postbote Wu.'ff aus Rasiede betroffen. Wulff, welcler den Postwagen von Rastede - Wiefelsteoe fnhr. wurde bei derUnterl'nngung des Pferdes im Tapken'schen Stalle von dein ebenfalls dort anfgcstallten Pferde des Landmanns Oltmanns in Behausen in's Gesicht gebissen. Die Verletzung ist sehr schwer. Srcic ti,M Hamburg. Nach kurzer Krank heit starb. hier im ?!). Lebensjahre Bül'insp. ktor a. D. E. W. Horst. Viele Jahrzehnte hat Horst der 2. Inge nieurubtheilung vorgestanden u?'d war in seinem Bezirk allseitig bekannt und geschätzt. Vor füns Jahren beging er sein 5,l'jähriges Jubiläum. Das scl tcne Fest der eisernen Hochzeit feierte der jetzt im SS. Lebensjahre stehende, im Altenhein der Jsraelitengemcinde wohnende H. B. Eohn mit seiner jetzt 88 Jahre alten Fran Sarah, geb. Eohn. Beide Eheleute, namentlich aber die Fran, befind?!, sich noch in körperlicher Rüstigkeit und voller gei stige? Frische. r t in e n. Eapitän Reim lasten vom Dampfer Großer Kurfürst" des Rordd. Lloyd. der seine X). Ocean reise als Eapitän beendet hat, wurde nach der Ankunft des Dampfers in Bremerhaven durch Oberinspektor En gelbart vom Rvrdd. Lloyd im Namen der Gesellschaft eine Ehrengabe und ein in wärmsten Ausdrücken abgefaßtes Glückwunschschreiben de? Direktion '"'berreicht. Durch den Großherzog von Mecklenburg - Schwerin wurde Eapitän Reimko.sten besonders ausge zeichnet und mit dem Greifenordcn dekorirt. Im Verwaltungsgebäude des Norddeutschen Lloyd wurden dein Jubilar noch loeitere Ehrungen zu theil. Durch ausgeströmtes Gas er stickt ist hier der junge hoffnungsvolle A.chteü Georg Bischoff. Inhaber eines gutgehenden BaueschäfteS. Man sand ihn im Badezimmer einer Wohnung in das Bavelaken gchüllt und ans dem Slnhle sitzend todt vor. T s Zimmer war mit dem einer schadhaft gewordenen Leitung entströmten Äas angefüllt. Der frühere Oberinspektor dcö Rorddeutfchen Lloyd, Ferdinand Spetzlc.). ist hier gestorben. L ü b t es. Der hiesige Senat er nannte den Bildhauer Hans Hundri ser in Eharlottenburg. den Schöpfer des hiesigen Bismarck-Denkmals, zum Professor. An Stelle des auf sein Ansuchen in den Ruhestand tretenden Direktors unsr es Gymnasiums des Katharincums Professor Dr. Schubring ist von der Oberschulbehörde der TZirektor des Gymnasiums zu Demmin. Dr. H. Eh. W. Reuter erwählt. Auf hem hiesigen Bahnhof wurde der
Oberwagenschieber Ljundquist, ein hochbejahrter Mann, von einem Rangirzug erfaßt und überfahren; er war sofort todt. Schlvctz. Bern. Im Alter von 92 Jahren ist bier Professor Dr. Karl Emmert gestorben. Der älteste Dozent in der Schweiz und in Deutschland, amtete er bis letztes Jahr als Professor. Basel. Ein Jubiläum feierte die Färbersirma Jos. Schetty Söhne in einem bescheidenen Kreise von Angcellten, welche zu einem Nachtessen im Eaf"' Svitz eingeladen waren: es war daS fünfzigjährige Bestehen des GeIckäftes. u'us ' diesem Anlaß hat die Firma in F':nn einer hübsch ans gestatteten Broschüre die Geschichte des Geschäftes niedergelegt mW sehr interessanten Datei' über den im Jahre 1824 als armer Knabe geborcnenPap Schettv wie er mit V3 Jahren seinen Wunsch. Scidenfärber zu lernen, in Erfüllung gehen sah, seine energische Thätigkeit als Arbeiter und die Ansänge des Geschäfts, dessen Ansschwung und B'ilthc. G l a r u s. Ooerhalb Luchsingen wucde eine in Dibach wohnhafte Frau Dürst, die mit ihrer Schwester ihre Mt,!ter in dcn Schlaitberden besuchte, von einer Lawine verschüttet. Sie konnte nur als Leiche wieder hervorgezogen werden. Wegen geringsügiaer Familienzwistigkeiten hat sich in Ne,stal die neunzehnjährige Fabrikarbeiterin Magdalena Lnzing-r in die Lintb gestürzt. M e'l s. H'.er verunglückte vcim Holzriesen Alppräsident Joh. Good in MädriS. Ein ans der Reistbabn" tretender Baumstamm verletzte ihn an Kopf und Schulter so schwer, daß siu sein Leben gcsürchtct wird. p c st c v v c i d 11 C i 1 1 1' i x . W ien. In der Hutfabrik der B der Bö hm, !)ceubau, Schottenfeldgasse o. 30, spielte jich der letzte Akt eines chelichen Dramas ab, dessen Opfer oie in der Fabrit als Hilfsarbeiterin beschäftigte .'jährige Julie Hirsckle. Favonten, Mnhrcngasse No. 34 wohnhaft, wurde. Frau Kirschle lebt seit etwa drei Jahren von ihrem Galten, dem Bandmacher F.'anz Hirst.ble. getrennt. V? hatte vjel Zank und Ha der in der Ehe gegeben und dies war die Ursache der Scheidl ng. Hirfchle ließ es nicht an Versuchen fehlen, die Fron umzustimmen, und als sein Bemühen "folglos blieb, beschloß er. sich zu rächen. Kürzlich kam er in die Fabrik, in der seine Frau arbeitet. Er ließ Frau Hirschle rufen, und kaum war sie ihm gegenübcrgetreten. als er ein niitgebraches Fläschchen mit Bitriol hervorzog und den Inhalt auf die Unglückliche schüttete, welche furchtbare Besetzungen erlitt. B o z e n. Der Bauernsohn Jgnaz Ohnewein in Epven ermordete aus iifersucht meuchlings seine Gelie te Katharina Nied.rmair. Deren 'iutter tvurde wabnsiilnig. E g e r. Vor einiger Zeit wnrde in Ober - Wiesenthal im Erzgebirge ein Fabrikant Mörder aus Franksult am Main ermordet und beraubt. Jctzl machte die ljähr'.ge Tochter e i r. t J Bauern der Gendarmeric die Anzeige, daß ihr Liebhaber, der Manrer Eichmann, den !1'ord begangen habe. .!udenburg. Zugsführer des 20. Feldjäger - Bataillons Fran Jarousche? hat sii nach einer Tanzante -Haltung mit seinem Dienstgcwch erschössen, we''l seine Geliebte mit einem Anderen getanzt ,)atte. Lein ver q Der hiesige Gc'.aenfabiikant Karl TomaschoivSki ist kUlch Unterschlag "ng mehrerer ihm zur Re paratur überaebencr kostbarer Geigen flüchtig geworden. Der Werth der fehlenden Geigen beziffert sich aus 8I.0"') Kronen. jünxomlntv. Luxemburg. Die Wirthschaft Znni Staffelstein" im Griinenwald ist angeblich durch Kauf in den Besitz des Großherzog übergegangen. Dellen. Hier starb an den ',olgen der kürzlich erlittenen Brand wurden die Eh.'fratl des Hirten Weber. E s ch. Ans den Arbeiter E. Bliche
fiel eine teinmasse herab uno fräs ;
denselben derart heftig, daß er tnxt Zeit nachher starb. Bei dem Unfall erlitt der Minenarbeiter Eordier schwere Fußoerletznngen. H ü n ch e r i n g e n. ES wurde der Rottcnarbeiter Dom. Baner vom Per sonenzug in der Nähe der Station Nörtzingen überfahren und auf der Stelle get'ödtet. R ü in e l i n g e n Während tt Bergmann Bockholtz in einer Galerie zu Rümelinge. dieler Tage Eisenerz verlud, fiel eine Steinwasse von der Decke und schlug ihm ein Bein entzwei.
Gefährliches Gestandn i ß. Richter: ... . . Wollen Sie nun endlich bekrnnen. daß Sie die Zeugin überfallen und geküßt haben?" Angeklagter (mit einem Blick nach seiner Frau im Zuschauerraum): Ja... aber dann bitt ich um meine sofortige Verhaftung!" - - Beim Heirathsvermittler. . . . Ich glaube schon, daß die Braut, die Sie da für mich haben, mein Glück sein kann aber wenn sie nur nicht ga? o schrecklich corpulcnt wäre!" "..Ich bitt' Sie. es ist doch eine alte Geschichte, daß das Glück kugelrund ist!"
Europas niTwflK Die Wirren auf dem Balkan in erneu ter Auslage. TaS vieiorinprogramn, Oesterreichs und Mufp lan&ft2Urfi-ül)ieacii(ltftfdaft tfin Italiener Ale ' lic, dcr m,;,öottisten cudar: meric- (fiues roken Baterö kleiner Zon. iltenn sich naive Gemüther in einem allerdings schwer verständlichen OpiimiSmus der angenehmen Hoffnung hingaben, nach dem von sämmtlichen Großmächten acccptirten österreichisch ruf ;td;e:i Reformprogramm für !1Nazedonien im heurigen Jahre von spalte.:langen Zilnngsdcrichten über neue Grk'ielt!aten und i'ordbrennercien auf dem Ballan verschont zu bleiben, so dürsten sie sich schon jetzt eines Gefühls herber Entiänschung schwer erwehren können. War es früher gewöhnlich der erste laue Lentvind, der das rauhe Kriegsgeschrei aus der Bcrgwildniß des euroväischen Siidostens nach Norden trng. so gellen heuer ?ie Kampffanfaven im t'"fsten Winter, au-; Eis und Schnee heraus, in' friedliche Thal, denil vereits diese? Tag.- haben die mazedonischeu Agenten des Jnsurgenteufuhrcrs Boris Sarafow riir deil 28, März 1Ü04 einen neuen Aufstand proklamirt. Jnzivischcn benäht sich der vom Minisierratle in Rom in Uebercinslimmung mit dem Rcformprogramm der Mächte im Ehef der mazedonischen Gendarmerie ernannte italienische v neralleutnaut De Giorgis nach besten
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Die neue Synagoge Zu Düsseldorf.
Wfiieruüinti'iuit Te (Viorflii. Kräften. Ordnung in das Ehaov zu bringen. Bekanntlich hatte sich die Pforte auf Drängen der Mächte entschließen müssen, einen Europäer auf den wichtigen Posten eines Gendar merie Ehefs in Mazedonien u stellen. Die Wahl fiel auf Dc Giorgis, einen der gebildetsteit und energischsten Ossiziere des italienischen Heeres. Die Ausgaben, die seiner harren, sind KhernuZ schwiccig und erfordern eine mehr als gewöhnliche Thatkraft. Leider scheinen, ncben dem eingebo renen Bölkecgesindel des Balkans, die eigenen andslciie Te Giorgis diesem seine Thätigkeit noch besonders erschwer ren zu wolleu. Vor Kurzem weilte Bo tis Sarafow. das Haupt de. bulgari schen Revolutionäre, nebst seinem Ad jillantcn Michael Gerdikow in Italiens Hauptstadt, um den General Ricciotti GariOMdi zu veranlaisen, die Führung einer lixpeditio zur Befreiung Maze doniens von der Turtenherrschast zu übernehmen, ähnlich der Expedition, welche Garibaldi zur Zeit des grie-chifch-turtischen Kri. .es kommandirte. Dieser zweite Sohn d.s italienischen Nationachclden und Bandenführers macht durta seine phantastischen Thaten und Worte häufig von sich reden. Bei Dijon blutjung ium ..G.meral" tcnannt, hat Ricciotti Garibaldi die Ueberzeugung, Besieget der Preußen" zu sein und nennt sich seit ''einem Frei, schaarenzug nach Griechenland auch besieg"? der Türken." Er 'st ein Geg
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SfiCtlotti Garibaldi. ner des österr-lchischfusstschen Pro gramms und verlangt für Mazedonien die Intervention aller Signatannächtdes Berliner Vertrags zu erlangen, an statt derjentgen Oesterreichs und Rußlands allein.
Der Prachtbau, inmitten der stattlichen Neubauten gelegen, welche die Straßenzüge an dcr ehemaligen Infanteriekaserne so markant hervortreten lassen, ist ein Werk, des durch eine Reihe großer Bauschöpfungen in den Rheinlanden vortheilhaft bekannten Architekten I. Kleesattel. Das in sriiliromanischem Stil concipirte. in Hellem Bogesensandstein ausgeführte Bauwerk bildet mit den beiden Flankierthürmen an der Ostseite der prächtigen zweigeschoffigen Aicrungskuppcl. der vorgelagerten Eingangshalle und dem durch eine offene Durchgangshalle verbündenen Gemeinde- und Schulhaus eine
Bantenaruppe von imposanter Wirkung und ruft durch die Schönheit der Details und die reiche Gliederung der Massen auch in rein künstlerischer Beziehung einen höchst vornehmen und harmonischen Eindruck hervor. Neun großc Portale und Eingänge vermitieln von außen den direkten Zugang zum Gotteshuse. Hauptbau und Gemeindehaus werden durch einen großen Tempelhof voneinander getrennt, in dcn man durch eine breite Durchfahrt gelangt. Vorhallen. T .epven. Ablege''äume sind in ausreichender und praktischer Weise vorgesehen, wie auch die Anlage der Vorsynagoge als eine durchaus günstige bezeichnet werden muß.
U n g a l a n t. Junge Frau ldie auf einem Gute in der Sommerfrische war): ..Denke Dir, Morgens habe ich immer das Futter für die Schweine gelocht!" Mann lkopf schüttelnd): So ein Schtvein fris,t doch rem alle!"
Ausrede.
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Richter: Sie haben den Kläger telephonisch einen Esel genannt?" Angeklagter: Bitte, ans solche Entfernllng hin kann man sich doch täujchcn, Hcrr Richter."
Gedankensplitter. Ein Sprichwort sagt, die Frau sei die beste, von der am tvenigitea gesprochen wird; keinesfalls ist aber die besser, von der man gern schtveigt. Galgenhumor.
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Wo gehst denn hin, Hiesel? Photographirt werd' ich!"
Z u st i m m u n g. Er: Ich glauve. Du wärst im Stande, den ganzen Tag die Toilette zu wechseln. . . Sie: Gewiß, wenn Du die nöthigen Scheine dazu wechseln könntest! Protest.
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Junger Ehemann (resignirt): Ein handgroßes Loch im Rock. . . so geht's, wenn man verheirathet ist!" Frau: Bitte, das war schon drin, wie Du noch Junggeselle warst!"
