Indiana Tribüne, Volume 27, Number 144, Indianapolis, Marion County, 9 February 1904 — Page 5

Indianer Tribüne,

Ein Besuch bei Goethe.

Humoreske von dol! hllerl. Madame Puske sitzt in ihrem hübsch und niedlich eingerichteten Wohnzimmer und liest da Berliner Jntelligenzblatt". Sie ist eine runde frische Vierzigerin, klein von Statur, mit rothen, fettglänzenden Wangen und üppigem itinn. Um ihren vollen Hals windet sich eine Llorallentette und die dicken Ohrläppchen schmücken lange, tropfenartige Öhrgehänge von hellem durchsichtigen Bernstein. Ihr Gatte war Schlächter und hatte ihr ein hübsches Vermögen hinterlassen, von dessen Zinsen sie bequem leben konnte. Ihr Junge besuchte daö alte graue Grimnasium zu Berlin, war ade? im Lernen etwas zurückgeblieben, weshalb sie sich entschloh. ihm Nachhilfestunden ertheilen 411 lassen. Frau Pufke ist mit ihre? täglichen Lektüre noch nicht zu Ende, als es an ihre Thür klopft. Her? Julius Krauihaar tritt ein und verneigt sich vor der kugelrunden Schlächterin tiefer all gebräuchlich. Er ist ein hübscher junger Mann von beiläusig 18 Jahren, dem Geist und Bildung aus den Augen leuchten. Sein AeuhereS trägt in Hinsicht gewissermaßen seinen Namen. Er hat kohlschwarze gekräuselte Haare, die muthwillig sein hübsches Gesicht umrahmen, ist groh und schlank gewachsen und verbindet mit einnehmenden Allüren ein Selbstbewußtsein, das nicht ganz frei von Stolz ist. wie man diei häufig bei begabten jungen Männern findet. Leider ist er sehr arm und auf Stundengeben angewiesen, daher auch ras tiefe Comvliment vor der Frau Pufke. 3ie sind also der neue Lehrer, der mir vom Herrn Professor Heinz empfohlen wurde?" sprach nach den ersten einleitend Sorten die Fleischersf?au und muste?te babel Kraushaa? von oben bis unten mit k?itischem Blick. ..Jawohl. F?au Pufke." antwo?tete der junge Mann, ber bin ich. Mein Name ist Kraushaar." Nun, wat wollen Sie denn für die Stunde haben?" ..Fünf Silbergroschen. Madame." Wat? Fünf Silberjroschen? Dat ist viel." Es ist der übliche Preis, der in Berlin für Privatstunden bezahlt wird. Nu. da lea' ich lieber noch enen silberjroschen druff, dann bekomme ich enen mit Augenjläsern." Frau Pufke." erwiderte Kraus. haar, nur mit Mühe das Lachen unterdrückend, wenn es sich nur darum bandelt, so werden wir sicher Handels eins." Mit diesen Worten zog er ein 'derfutteral aus der Tasche, entnahm ihm eine silberne Brille und setzte sie auf die Nase. So. Madame." sprach er dazu lachend, jetzt haben Sie einen Jnstruktor mit Augenaläsern und mit silbernen noch dazu. Ich bitte demnach um sechs Silbergroschen für die stunde und gleichzeitig um Angab der Zeit und Tage, an denen ich die Stunden ertheilen soll." Frau Pufke erklärte sich damit einverstanden. Es gefiel ihr ausnehmend gut. daß der junge Mann die kitzliche Auqengläserfrage so gut und prompt gelöst hatte, denn es schien ihr etwaS Neues zu sein, daß man Brillen auch mit sich in der Tasche herumtragen könne und offenbar lebte sie in dem Wahn, gelehrte Leute kämen gleich mit Brillen auf der Nase zur Welt. Die erste Stunde, die sich um die lateinische Sprache drehte, ließ Frau Pufke kalt; auch die zweite und dritte, die dem Rechnen und der Geographie gewidmet waren, dagegen interessirte sie sich für die vierte Stunde, in der die deutsche Sprache mit klassischen Muster-Beispielen behandelt wurde, außerordentlich. Und als ihr Sohn anfing zu lesen: Sei mir gegrüßt, du Berg mit dem röthlich strahlenden Gipfel,- sah Frau Pufke eine neue Welt vor sich erstehen. Sie hielt den Athem an und huschte den Worten wie einem Evangelium, und nicht minder lauschte sie den erklärenden Bemerkungen Kraushaars, die dieser beifügte und einfloät. Als das Gedicht durchgenommen war. fragte sie den Hauslebrr. wer denn das scheene Jedicht" verfaßt hätte. Diese? gab ze?st?eut zu? Antwo?t ..Goethe". Kaum war den Lippen Kraushaars dieses Wort entflohen, als er natürlich den Irrthum erkannte. Was sollte er nun thun? Sich verbessern? Unmöglich. Er hätte sich damit eine Blöße gegeben, die ganz seltsam gedeutet werden konnte. Daß Kraushaar wußte, wer der Dichter sei. da?übe? besteht nickt der leiseste Zweifel. Er war in Gedanken oder hatte sich versprochen, er war im Geiste vielleicht beim Präpariren eines Goetheschen Gedichts für eine andere Lektionsstunde. Abe? das Wö?tchen war einmal heraus, unwiederbringlich gesprochen und er konnte eS nicht mehr zurücknehmen. wenn er anders seiner Gelehrsamkeit und Würde als Hauslehrer nicht einen argen Stoß versetzen wollte. Er lieh sie daher in dem Glauben. Die Frau Pufke hatte kein schlechtes Gedächtniß. und es e?eignete sich m den deutschen Stunden noch öfte?. daß sie zu K?aushaa? sagte: Nehmen S doch miede? ema! mit F?itzen dat scheene Jedicht von Joethe du?ch. Se wissen schon: Sei mir jejrüßt, du Berg mit dem röthlich strahlenden Jipfel,

nur Sonne zeiruyr, vle lyn o lieblich bescheint." Aus der Madame Pufke ist ein vollendeter Schöngeist geworden. Nicht allein an den Goetheschen. auch an den Schillerschen Gedichten fand sie großen Gefallen. Eines TageS rückte sie irrn vem Wunsche heraus, sämmtliche Gedickte Goethes und Schillers zu besitzen und ennen zu lernen. Sie händigte daher Herrn Kraushaar zwei Thaler ein und bat ihn. ihr für dieses Geld die beiden Bände zu besorgen. Herr Krauebaar sah unleugbar in der Patsche. Was sollte er thun? Jetzt noch nab so langer Zeit seinen Fenler und seinen Jrrthu:n einzugestehen, das ging schlechterdings nicht mehr. Er sann daher auf ein anderes Auskunftsmitte! und es dauerte gar nicht lange, so hatte er es gefunden. Er kaufte die beiden Bände in dem

gleichen Format der sogenannten

Stuttgarter Klassiker-Ausgaben und ging dam't zur Buchbinderei. Dort ließ er die Titel aus den Büchern herausschneiden und vertauschte sie gegenseitig. so daß die Gedichte Schillers das Titelblatt der Goetheschen Gedichte und die Goethes jene der Schillerschen erhielten. Neber Nacht beschwerte und preßte er du Bände noch tüchtig mit einem schweren bleiernen Tabakskasten und schritt dann nach der Wohnung der Madame Pufke. wo er sie ihr feierlich übergab. Diese that sehr erfreut und das erste war. sogleich den Spaziergang" ihres Lieblingsdichters Goethe aufzuschlagen. den sie auch richtig auf Seite 95 fand und dessen erste Strophen sie auch gleich in der dazu gehörigen Stellung und nöthigen Emphase hersagte. Frau Pufke fühlte sich in ihrer neuen Sphäre glücklich. Sie lernte eine Menge Goethescher und Schillerscher Gedichte mit vieler Mühe und großem Fleiße auswendig und protzte mit ihren klassischen Citaten bei den Nachbarinnen in so auffallender Weise herum, daß diesen angst und bange wurde. Besonders zu Goethe fühlte sie sich hingezogen, aber auch vor Schiller hatte sie große Hochachtung. Es ist daher nicht verwunderlich, daß in ihr der Gedanke aufstieg, die beiden DichterHeroen von Angesicht zu Angesicht zu schauen und persönlich kennen zu lernen. Mit Schiller war dieses allerdings nicht mehr möglich, denn er ruhte bereits in dem kühlen Schoße der Erde. Aber Goethe, den sie wegen ihres Spazierganges" so sehr verehrte. Seine Excellenz der Weimarfche Minister und große Dichter, lebte noch. Da Madame Pufke Geld genug besaß. um sich auch einmal ?twas anders anzusehen als die Herrlichkelten Berlins, so entschloß sie sich. Weimar aufzusuchen und dem Dichterfürsten ihre Aufwartung zu machen. Vor Frau Pufke liegt die leuchtende Pracht der Frühlingswclt. Rosige Blüthen. Licht und Düstewehen; mit grünem Wipfel dunkelt verschleiert der Wald und im Busche ertönt das süße Lied der Nachtigall. Trotzdem Frau Pufke reich war, so warf sie doch nichts zum Fenster hinaus; sie war. wie alle vernünftigen Leute, sparsam. Gewiß wäre ein eigener Reisewagen bequemer und Vortheilhafter für sie gewesen, aber sie zog den billigeren Postwagen vor. Die Borbereitungen zur Reise waren bald getroffen. Außer einem Reisekleid nahm sie noch ibr schwarzes, schwerseideneö Hochzeitskleid mit, um möglichst würdig vor dem großen Mann zu erscheinen. Heute sitzt sie in der schwerfälligen Postkutsche, den Band der Goetheschen Gedichte in der Hand. Wenn sie ein galanter Reisegefährte fragte, was sie da für em interessantes Buch lese, dann warf sie sich in die Brust und erwiderte stolz und mit Hochgefübl: Det sind die scheenen Jedichte von dem jroßen Dichter Joethe. Zu dem fahre ik jetzt und besuche ihm." Sie freute sich dann gewaltig, wenn sie ein bewundernder Blick ihres Nachbarn streifte. Die Reise ging von von statten und am vierten Tage kam sie in Weimar an. Es dämmerte bereits. Sie begab sich in das nächftgelegene Gasthaus Zur goldenen Sonne" und zog noch an demselben Abend bei dem GastWirthe Erkundigungen ein. wie sie wohl am besten Gelegenheit finden würde, den Dichter zu sehen und wenn möglich zu sprechen. Der Gastwirth schien al'er ein Skeptiker zu sein. Bei aller Freundlichkeit seines Wesens, mit der er sich bereit erklärte, der Frau Pufke in ihrem Vorhaben behilflich zu sein, glaubte er ihr doch nicht verhehlen u dürfen, daß die Sache durchaus nicht so einfach sei, als sie wohl denken mochte. Nanu." meinte Frau Pufke und sah dabei bedeutungsvoll auf ihre dicken rothen Hände, oie mit Ringen und Edelgestein förmlich inkrustirt waren, Joethe ist en großer Dichter, aber egentlich doch ooch nur en Mensch." Wohl. wohl. Madame." versetzte der Wirth, aber ein außerordentlicher Mensch und bei solchen ist eS schwer . . . Doch, wir wollen daS beste hoffen." Am andern Tage verfügte sich Frau Pufke nach dem Hause Sr. Excellenz, wurde aber nicht vorgelassen. Mißmuthig begab sie sich wieder in ihr Gasthaus zurück. Dort hatte unterdessen der Wirth leinen Gasten erzählt.

daß ewe Frau auS Berlin bei ihm abgeuiegen die eigenS nach Weimar gekommen sei. Goethe zu sprechen, und unter diesen befand sich ein Weimarer Bürger, dem die Hausordnung Sr. Excellenz genau bekannt war. Als daher Madame Pufke in das Zimmer trat und sich der Gastwirth bei ihr erkündigt, ob sie den großen Dichter gesprochen hätte, antwortete sie kur: Nee. abjewiesen." Jetzt näherte sich ihr der bereits erwähnte Gast und sprach sie folgendermaßen an: Madame, bei Goethe kommen Sie so leicht nicht vor. Da können Sie noch hundertmal hingehen. Folgen Sie meinem Rath: schleichen Sie sich in das Haus und gehen S'e dann die Haupttreppe hinauf, sobald ein Wagen vor der Thür hält, waö Nachmittags um halb 4 Uhr regelmähig der Fall ist. Auf dem oberen Absatz werden Sie links eine DoppelStatue sehen, dahinter verstecken Sie sich und warten, bis Goethe aus der Thü? tritt, auf deren Schwelle daS Wort Salve" steht. Er liebt dergleichen Huldigungen und Sie werden ganz gewiß freundlich aufgenommen." Frau Pufke befolgt pünktlich die ihr von dem freundlichen Gaste gegebenen Anweisungen und steht am nächsten Tage zur festgesetzten Stunde hinter der Statue. Mit pochendem Herzen wartet sie auf die Ankunft des Dichters. , Da geht die Thür auf und Goethe erscheint in seiner vollen imponirenden Größe, den Hut in der rechten Hand, mit der er gleichzeitig noch den Zipfel seines linken Mantelflügels hält. An seinem blendend weißen Halstuch schimmert ein großer Amethyst und sein volles Haar umgibt in wellenartigen Linien seine klassische Stirn, auf der Ernst. Größe und Hohheit thronen. Wie Frau Pufke des Dichters ansichtig wird, tritt sie sogleich aus ihrem Versteck hervor und redet ihn mit den Worten an: Bin ick endlich so jlücklich. den jroßen Dichter vor mich zu sehen?" Verwundert sieht sich Goethe um und fragt: Kennen Sie mich, Madame?" Jott, wer sollte Ihnen nich kennen? Fest jemauert in der Erde steht die Form auö Lehm jebrannt!" Goethe lacht und erwidert: ES freut mich, daß Sie meine Werke so gut kennen. Adieu. Madame!" Die ästhetische Fleischersfrau sank fast in Ohnmacht, als sie dem fremden, freundlichen Herrn im Gasthause ihren Besuch erzählte und von ihm hören mußte, wie schmählich sie sich blamirt habe. Sie schwor hoch und theuer, Rache zu nehmen an dem schwarzen Kraushaar und dessen noch schwärzerer Seele und verließ in höchster Eile daS deutsche Athen.

Geltsame Ortsnamen in den Ber. Staaten.

Das Verzeichniß der Orte mit Post, ämtern ober P'istagenturen zkigt eine ungewöhnlich groe Zahl von Orten mit schnur?igen und seltsamen men, z. B. weist das neue Verzei hniß die folgenden Namen auf: 2 Beans". 1 Pumpkin". 1 Turnip". 1 Cottonseed", 2 Haystacks", 3 Beets". 3 Blackwalnuts", 3 Crabapples". 1 Blackberry". 1 Gooseberry", 1 Pokeberry", 2 Peach Orchards". 6 Peach Trees", 4 Peach Tree Creeks", 3 Peach Groves". 6 ..Eherry Groves". 3 Ehernes", 12 Groves". 6 Chestnuts", 12 Oliveö." Es giebt noch viele andere Städte und Ortschaften, die nach Bäumen und Früchten benannt sind und andererseits giebt es auch eine ganze Menge solcher, die nach Blumen benannt sind. Solche sind zum Beispiel: 2 Buttercups". 11 Daisys", 4 Ferns". 1 Fern Leaf", 1 Begonia". 1 Morning Glory", 4 Pansys", 5 Primroses", 7 Tulips", 5 Shamrocks." Und so ist es fast mit jeder zweiten Blume, die in der Botanik erwähnt wird. Die Anzeigen von Patentmedicin - Fabrikanten in den Tages-Zei-tungen scheinen gleichfalls eine ganze Menge von seltsamen Ortsnamen hervorgezaubert zu haben, so z. B. Cureall". Medicus", Panacea". Nervine". Elixir", r.Galm of Gilead", Wate? Cu?e", wäh?end wi? ande?e?seits auch Namen finden wie Backbone" (2), 2 ?inge?ö". 2 Hands". 1 Foot", und nicqt weniger als 9 Mal Good Medicines". Ausdrücke aus dem Jargon der Finanzkreise haben herhalten müssen zu Namen wie Pay Down". Pay Up" und Dead Broke". welch' letzteres sich 5 Mal auf der Karte der Vereinigten Staaten findet. Der Name Ha?d Times" kommt zweimal vo?. HardUp" 4 Mal. Pure Broke" 4 Mal. Die verschiedenen Fischarten haben verschiedene Male die Ehre, als Städtenamen zu Paradiren nämlich zwölf Mal Catfish". sieben Mal Pike", vier Mal Sturgeon". und so fort in entsprechertder Progression. Dauerhafte Schuhsohlen. Um' die Dauerhaftigkeit des Leders zu erhöhen, werden die Sohlen drei- bis viermal mit Kopalfirniß überstrichen. Das Leder erhält dadurch das AuSsehen von polirtem Mahagoniholz, wird wasserdicht und haltbar, doch muß man den Firniß jedesmal trocknen lassen, ehe man die Sohlen auf's neue überstreicht.

dem Staatshanse. Gouverneur Durbin hat Joseph W. Williams von Spencer zum KreiSrich ter für den GerichtS-Diftrict! bestehend aus den CountieS Morgan und Owen als Nachfolger des in Folge eines SchlaganfaUS schwer erkrankten ichterS Parks ernannt. Staats Minen.Jnspecto? Epperson wird demnächst dem StaatS-Geologen Blatckley seinen Jahresbericht für 1903 einreichen. AuS demselben wird hervorgehen, daß in dem verflossenen Jahre 23 Kohlengrüber (9 mehr als in 1903) getödtet und 314 mehr ode? wenige? schme? verletzt wurden. In vielen Fällen trugen die Grubenarbeiter selbst dtejEchuld daran, weil sie die für den Grubenbetrieb vorgeschriebene B? setze und Vorsichtsmaßregeln nicht be folgten. Im Bahnhose geftorben. Im Union Bahnhöfe, resp, auf einem dort gegen 6 Uhr eingelaufenen Monon-Zuge. wurde die in ColumbuS, Ind., ansässige Frau Mamie Bierbusse gestern Abend todt aufgefunden. Die kränkliche Frau hatte bieftge Verwandte besuchen und die Hülfe von Specialisten in Anspruch nehmen wollen. Die Polizei benachrichtigte ihre in No. 2164 Nard Pennsylvania Straße wohnhafte Schwägerin Frau M. Bierbusse, welche sich der Leiche annahm.

Groke Aufregung im Nordofteu der Stadt.

Große Aufregung herrschte gestern Abend gegen 5 Uhr eine Zeit lang an der Oft 10. und Sterling Straße, wo ein muthmaßlich Wahnsinniger die Passanten in Angst und Schrecken versetzte. Er wurdejvon den Radlern unschädlich gemacht, als ein aus Dr. Sterne'S Eanitarium entsprungene? Patient ldentificirtZ und in die Anstalt zurück-tlehracht.

uhnentolle MädelS.

Gisenbakn - Fahrplan. Cleveland, Cincinnati, Chicago & St. Couis Railwa,.

Aara Samuel, 15, und He len Williams. 16 Jahre alt. zwei kühnentolleMdelS von der Oft Pratt Str.. wurden gestern der Polizei als vermißt gemeldet. Man nimmt an, daß sie auSgerissen find, um sich einer Truppe anzuschließen. Ihre Kleider und sonftlgen Habseligkeiten haben fte mitge

nommen.

FreundschastS Elnb.

Der Damen-Verein FreundschaftsClub" hielt seine monatliche Versammlung im Hause der Frau Carrie Kührmann, No. 1515 Süd Eaft Str., ab. Nachdem die Routine-Geschäfte erledigt worden, wurde ein kleines Preis-Spiel veranstaltet, bei welchem Frau Wm. H. Kortepeter den 1. und Frau Aug. Stuckmeyer den 2. Preis erlangte.

Bor dem Secirtische bewahrt. Die Leiche des im Julietta.Asyle, wie berichtet, gestorbenen Frank Levvert, dessen Angehörige unbekannt waren, ist von seiner Schwester, Frau LouiS Spitzmesser in GreenSburg, Ind.. reclamirt und somit vo? dem Secirtische bewah?t worden. Leppert, der 43 Jahre alt ward, hatte seine An gehörigen vor 18 Jahren verlassen, und war seitdem verschollen. Er wird heute in Greenöburg beerdigt werden.

I Broad ipple Haben Rahke Se Son" eine neue ..Bank" etablirt.

AuS Cumberland. wie bekannt, der trieben haben I. AugustuS Rahke und Sohn Emil, ehedem Vorsteher der Farm" bei den StaatS-gai?g?ünden, nunmehr in Broad Ripple ein neue Unternehmen gegründet, das sie ftolz ihre Bank" nennen. Die Firma heißt ..Rahke & Son". Emil ist der HauptCasst?e? de? Bank", die besonde? auf Fa?o-Liebhabe? reflectirt. Die Werbungen für da iandheer der Ver. Staaten gehen besser als die fih die Flotte. Unter den im letzten Fiskaljahr für's reguläre Qttx Angeworbenen befanden stch 6906 gediente Soldaten und 14.385 Rekruten; 15.537 waren Eingeborene. 2737 gremdgeborene. 17 Porto Ricaner; 17,469 W?iße. 793 Farbige. 12 In. dianer. Im Ganzen wollten sich 91,970 anwerben lassen; aber nur 17 714, also weniger als ein Fünftel, entfprachen den gestrengen Anforderungen.

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