Indiana Tribüne, Volume 27, Number 143, Indianapolis, Marion County, 8 February 1904 — Page 4
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Judiana Tribüne, s. Februar 1904
Jndiana Tribüne. He,außaatbcn von der ut,ndt,g 9 Indianapolis, Ind.
Harry C. Thudium i
Präsident
Geschäfts. ocal:
Ro 31 Süd Dclaware Stratze.
Telephone .
Ki lere l at the Port Office os Inditnapolii '
tccond cla matter.
änstliche Wafferftratzen.
Gleichzeitig find in den legten Jahren
in den Grohstaaten des europäischen SontinentS die umfassendsten Projekte
zu neuen Kanalsyftemen von den Regie
rungen in Angriff genommen worden.
In Oefterreich'Ungarn wurde am 11.
Juli 1901 ein großes Wasserstraßen
Gesetz proklamirt. Der französische
Minister für öffentliche Arbeiten. Herr Baud'... erlangte im Januar llJ02 die
Zustimmung der Deputirtenkammer zu Knalbauten. die auf 700 Millionen
Franks veranschlagt waren. Die große
Kanalvorlage in Preußen ist zwar von
der Majorität des Abgeordnetenhauses
abgelehnt worden, gilt aber noch keines
megS für aufgegeben. ES war, als bt
sänne man sich beim Ablaufe des Jahr
bundertS, daß man im Zeitalter des
Dampfes zwar in allen anderen techni schen Errungenschaften der Vergangen heit weit vorausgeeilt, aber auf dem Gebiete des Kanalbaues hinter den btx kehrSfördernden Leistungen zurllckgeblie
den fei, die im 17. und 18. Jahrhun
dert in Oberitalien, Frankreich und
Rrandenburg.Preußen verwirklicht wor
den waren. Nur England konnte mit seinen Kanalbauten im ersten Drittel und am Ende deS 19. Jahrhunderts
zufrieden sein. Von den Gegnern wird den neuesten Kanalbau Projekten Opposition e macht, weil angeblich das Bedürfniß dieser künstlichen Wasserwege heutzu. tage, wo die Eisenbahnen jede Last billig von Ort zu Ort schaffen, nicht mehr bestehe. Man zaudert, öffentliche Gelder von so hohem Betrage zu be willigen, um den bestehenden und viel leicht noch zu bauenden Eisenbahnen Konkurrenz zu machen. In Frankreich hat der Senat die Pläne, so weit eS ging, zurückgewiesen; statt für 700. sollen nur für 293 Millionen Francs Wasserwege gebaut werben. In Preu ßen, wo die gute Verzinsung des in den StaatSeisenbahnen investirten Capitals eine Haupteinnahmequelle des Budgets bildet, hat sich die Prinzipelle Frage erhoben, ob der Staat auch von den von ihm gebauten künstlichen Wasserstraßen eine Verzinsung deS An. lagekapitalS erwarten dürfe. Die Re gierung hat deshalb den großen Rhein WeserElb'Kanalbau einstweilen zurück gestellt und nur das Projekt eines Groß. schiffahrtSwegeS von Berlin nach Stet tin dem Landtage vorgelegt. Äls gesichertes Resultat der biSheri gen Erfahrungen in Europa und Ame rika kann man eS hinstellen, daß über all. wo die industrielle Entwickelung einen starken Frachtvertehr herbeiführt, künstliche Wasserstraßen, auf denen Schiffe von 600 Tons Tragfähigkeit verkehren können, die TranSportkosteu erheblich verbilligen, auch wenn die Ab gaben für die Befahrung so brechnet find, daß die Anlagekosten gut verzinst werden. Ohne Schaden zu machen, kann keine Eiseuverwaltung für die Be förderung einer Tonne (1000 Kg) per Kilometer weniger als 61 Pfg. berech nen; das hat die unter den günstigsten Bedingungen betriebene Konkurrenz der Bahnen am ErieSee in Pennsylvanien und New Z)ork erwieskn. Bei den nach Freycinet'S Plänen gebauten Kanälen für Schiffe von 800 Tons Tragfähigkeit bleiben die Kosten nur wenig unter dieser Ziffer; aber bei großen Wasser ftraßensyftemen von genügender Tiefe für doppelt so große Schiffe verbilligt fichj wie dieErfahrungen auf dem Dort munb'Emö Kanal erweisen, der TranS port genügend, um jede Konkurrenz von Eisenbahnen auszuschließen. In sofern ist bei den neueren deutschen Ka nalbauten westlich von Berlin die Be dingung der Rentabilität erfüllt; sie find sämmtlich für 600 TonS Schiffe angelegt oder umgeändert worden. Technisch und wirthschaftlich stände nichts im Wege, wenn Preußen sich für die Herstellung der neuen Wasserstraßen durch SchiffahrtSabgaden schadlos hal ten wollte; wie sich z. B. der Delaware Hudson mit 95 pCt. verzinst, könnte eS auch der Rhein Weser ElbeKa nal thun. In der That erboten sich nach dem Fall der Kanalvorlage Unter nehmer, den ganzen Bau auf Spekula
tion auszufuhren. Für den Staat Preußen bildet aber Art. 54 der Reichs Verfassung ein Hinderniß, so rationell zu verfahren. Denn in diesen Artikel ist aus den ZollvereinSverträgcn von 1867 eine Bestimmung hineingekom men, die eS den BunfteSftaaten der bietet, für die Befahrung ihnen ge höriger künstlicher Wasserstraßen mehr zu erheben, als was die Unterhaltung und gewöhnliche Herstellung besonderer Anstalten zur Erleichterung des Ver kehrS kostet. Durch den nothgedrunge nen Verzicht auf die Verzinsung deS zum Canalbau und zur Verbesserung der natürlichen Wasserläufe aufge wandten Kapitals verliert Preußen jährlich etwa 30.000,000 Mark. Würde eS diese Summ; als Abgabe auf den Frauchtverkehr anf seinen Was serlüufen repartieren, so käme für jede Tonne per Kilometer allerdings nur i Pfund heraus. Die den Kanalbau fördernde preußische Regierung ist so wenig fiskalisch gesinnt, daß sie nicht nur den ihr gehörigen Eisenbahnen ei nen Theil deS lukrativen Güterverkehrs entziehen, sondern auch noch einen klei nen Zuschuß zur Wasserfracht draufle gen will. Die Erinnerung an den aU ten Mißbrauch der Rheinzölle durch die Kleinstaaten und die Begeisterung für völlige Verkehrsfreiheit veranlaßte den preußischen Staatsmann Rudolf v. Delbrück zu einem so weitgehenden Ver
zicht für die Zukunft.
An dieser formalistischen Klippe wird
aber das Kanalprojekt, an dem ruhig weiter gearbeitet wird, nicht scheitern. ES gibt ja noch Mittel und Wege, um
Irrthümer einer früheren Zeit zu be richtigen, auch wenn sie in die Reichs Verfassung gekommen sind. Nur wird
eS für die Freunde des Kolonialprojekts
um fo nöthiger, mit Besonnenheit vor
zugehen. In Industrieländern haben
Kanäle eine sichere Zukunft, in Eentral
Europa sogut wie den Ver. Staaten
und in England.
Eie eigenthümliche Geschichte. Sine Schönheit aus Jndiana heirathet in (Kalifornien einen Chinesen.
Am Samstag wurde zu Chicago
bei einer Versammlung in der North
western Universität die ..Gesellschaft zur
Förderung eines internation. SchiedS
gerichts" begründet. Robert Lincoln,
der frühere Botschafter in England, Herr Dickinson, welcher die Ver. Staa ten vor der AlaSkaEommission vertrat
und sonstige angesehene Persönlichkeiten sind Mitglieder.
Gerade in diesen Tagen, die uns den
Beginn des gefürchteten Weltkrieg bringen können, muß solche Kunde wie blutiger Hohn erscheinen. Die gesammte Lage zeigt erschreckend deutlich, daß mau
durch die Art der SchiedSgerichtS.Jdee, wie sie bisher betrieben wurde, der
AnSrottung der Kriege um keinen Schritt näher kommt. Im Gegentheil,
wie schon früher bemerkt, das irrige Gefühl, e jei durch Institute, wie das Haaqer Tribunal, ein greifbarer Er folg erzielt, kann die Bestrebungen auf
Abschaffung deS furchtbaren Uebels nur
lähmen. WaS bedeutet ein englisch.
amer. EchiedSvertrag, den die neue Ge
ellschaft vornehmlich anstrebt, wenn es
zu einem Bruch wegen Canadas käme? Unter den gegenwärtigen Verhältnissen
st die Lölung deS FriedenSräthsels ein
Ding der Unmöglichkeit.
Personal-Notiz:n.
Herr John B e r n l o e h r. der
wackere Schwabe, langte gestern auf
der Wanderuug durch'S Leben so rüstig
und munter, als hätte ?r erst 60 Lenze
auf dem Rücken, am 70. Meilensteine an. Dieser Festtag wurde im Hause
eines Sohnes John A.. 2219 N. Ala
bama in gebührender Weise gefeiert. Anwesend waren ferner noch außer der
Aattin deS GedurtStagSkindeS seine
Söhne Ehriftian und George mit Ja milien und Charles, welcher noch immer
in unverbesserlicher Junggeselle ist. ES war gestern seit 10 Jahren zum
ersten Mal. daß Herr John Bernloehr seine gesamn ten Angehörigen um sich vereint sah; um so inniger gestaltete
ich denn auch die Familienfeier. Frau
John Bernloehr jr. bewirthete die
Gäste in nobl-r Weise.
Das Geburtstagskind wurde von sei
nen Söhnen mit einer werthvollen gol
denen Uhrkette nebst Medaillon und
einem auf einen ansehnlichen Betrag
autenden Check erfreut. Herr und Frau Carl Kramer eierten gestern den Jahrestag ihrer
Hochzeit, und Frau John L. Vesper ihren Geburtstag in dem
Hause der Frau Mary Berberich, No. 1021 Oft Ohio Str. Letztere ift die Mutter der Frau Kramer.
Als Träger einer ganz neuartigen Mission erschien am Samstag im Court Hause zu Jeffersonville. Ind.. MilaS B. Boung. ein alter Herr aus Bennrtts ville in Clark County. Ind. Seine Tochter. Frau Chi Uging Lt Leong in RedlandS. Cal.. hatte ihn abgesandt, ihr ein Heirathscertificat zu kaufen und zuzusenden. DaS Document sollte lediglich die Namen Chi Uging Li Leong und Ella Voung enthalten und daS County Siegel. Alle anderen Rubriken sollten später ausgefüllt wer den. In sehr beredter Weise erklärte der alte Mann dem ChefDeputyCountyClerk seine Mission. Er betonte, seine Kinder hätten das Geld, für daö Do kument zu bezahlen, koste es. was es wolle. Der Cleik war ob des Verlangens nicht wenig erstaunt und erkundigte sich, wann und wo das sonderbare Paar getraut worden sei, Voung antwortete, soviel er wisse, sei das am 15. Novem der letzten Jahres in RedlandS, Cal., geschehen. Dem Alten wurde mitge theilt, daß eS unmöglich sei, ihm zu helfen, da doch in Jndiana kein Certi fikat für eine in Californien geschlos sene (?he ausgestellt werden könne. Darauf zog Boung ein Schreiben seiner Tochter hervor, aus dem hervor ging, daß die Eheschließung stattgefun
den habe, die jedoch nach den Gesetzen
Kaliforniens ungültig sei, weshalb dort kein Heirathsschein zu erlangen wäre. Könne man - keinen solch; in Jndiana erlangen, so werde ihr Gatte Californien verlassen müssen. Voung meinte dann, da müsse das Paar sich eben in Jndiana üdertrauen" lassen, aber das werde circa $150 kosten et waS viel für eine Eheschließung! Frau Carr entgegnete selbst wenn in In diana ein Chinese eine Amerikanerin ehelichen dürfe, müsse Frau Li Leong dreißig Tage warten, bis sie wieder in Jndiana naturalisirt sei. Voung sprach sich dann aus. Er meinte, sein Schwiegersohn" sei in einer schlimmen Lage. Seine Frau in China sei gestorben, und habe ihm eine zwölfjährige Tochter hinterlassen. Zurückkehren und sie holen könne er nickt, weil er seinen Zopf abgeschnitten habe, um Amerikaner" zu werden und nnn könne er eine Amerikanerin nicht heirathen. eben weil er Chinese sei. Seine Tochter tadelte der alte Mann schwer. Sie habe gegen seinen Willen daö Heim verlassen und ihm Schulden zu bezahlen hinterlassen. ' "Er sei gegen diese Ehe gewesen. Diese schreibt übrigens, daß sie mit ihrer Ehe sehr zufrieden und daß ihr Gatte sehr wohlhabend sei. Die junge Frau ist sehr hübsch und war in ihrer Jugend eine vieldewunderte, ländliche Schönheit.
Daten ans dem Januarbericht des Wetterbureanö.
Das WetterBureau des Ackerbau Departements der Ver. Staaten hat soeben folgenden allgemeinen Wetter und SaatenstandS'Bericht für den Mo nat Januar veröffentlicht: Der Monat Januar 1904 war ganz ungewöhnlich mild im oberen Missouri Thale und in den nördlichen FelSge birgS sowie den nördlichen pacifischen KUften'Distrikten; dagegen entschieden kalt östlich vom Mississippi.Fluß mit allgemein geringem Niederschlage, ob schon eine begrenzte Bodenfläche, die sich von Oklahoma bis nach den süd lichen New EnglandStaaten und dem nördlichen Florida erstreckte, mehr Re gen als im Durchschnitt empfing. Ueber die südlichen Theile des Win terweizeN'GUrtelS hin war der Weizen großentheilS ohne schützende Schneedecke bis gegen das Ende deS Monats; von da an jedoch waren die nördlichen, mittleren und östlichen Theile gut durch Schnee geschützt. In den mittelatlan tischen Staaten, sowie in Theilen des Ohio und deS mittleren Mississippi Thales hatten die Staaten infolge der andauernden Kälte und des Mangels an schützender Schneedecke während eines großen Theils des MonaiS zu leiden. AuS Jndiana seien folgende Einzel heiten hervorgehoben : Thau und Re genwetter vom 19. bis 22. Januar ver ursachte Ueberschwemmung der Niede rungen und deS Flachlandes und rich tete einigen Schaden am Weizsn an; während der Stand des Weizen vieler ortS kein guter ist, befinden fich die Saaten im Allgemeinen in derselben Verfassung, wie beim Beginn des Win terS; noch ziemlich viel Welschkorn ist auf den Feldern.
Aus deutschen ereine. Der Bäcker Verein erle digte in seiner gestrigen in der Germa nia Halle abgehaltenen monatlichen Versammlung ausschließlich Geschäfte, welche nur innere Augelegenheiten deS Vereins anbetrafen. Nach Schluß der Versammlung fand noch ein gemüth licheS Beisammensein statt. Herr Victor Jose, der zuvorkam mende Herbergsvater der Bäcker hatte, weil eS ihm nicht möglich gewesen war. dem kürzlich abgehaltenen Balle der selben beizuwohnen, ein Faß Bier ge stiftet. Der Pfälzer Verein erle digte in seiner gestrigen in Fred. Bern hardt'S Clubhalle abgehaltenen monat lichen Versammlung nur RoutineGeschäfte. Der Bierbrauer Unter st ü tz u n g SV e r e i n nahm in sei ner gestrigen Versammlung die Nomi Nationen für neue Beamten vor. Die Wahl derselben findet in der nächsten Versammlung statt; zwei neue Candi daten für Mitgliedschaft wurden ange meldet. Die TrusteeS berichteten Ein nahmen an Zinsen im Betrage von $142 für ausgeliehene Capitalien. Der 24 e r U n t e r st ü tz u n g S Verein hatte in seiner gestrigen monatlichen Versammlung keine Ge schäfte von nennenSwerther Bedeutung zu erledigen. Ein neues Mitglied wurde aufgenommen und mehrere Can didaten für Mitglieder angemeldet. Den Berichten der Beamten zufolge, befindet der Verein sich in blühendem
finanziellen Zustande. Nach der Ver fammlung wurden noch mehrere Stündchen zusammen gemüthlich ver plaudert. In der gestrigen Versammlung des Deutsch Amerikanischen Veteran eN'Vereins veilas zunächst Hauptmann Chas. I. Schmidt seinen Jahresbericht, da er in der letzten Versammlung Krankheit halber ncht erscheinen konnte. Er führt in demselben aus. daß die im Laufe des verflossenen Jahres verstorbenen Käme raden Benedict Barnwarth, Charles Dedert und Joseph Rümmele vom Hauptmann und mehreren Kameraden ,;ur letzten Ruhestätte geleitet wurden. Am GräberschmückungS Tage wurden die Grüber der verstorbenen Mitglieder des Vereins mit Blumen geschmückt.
Hauptmann Schmidt hebt hervor, daß er sich auch während des letzten Jahres befleißigt hat, dem Verüne neue Mit glieoe? zuzuführen. Zum Schlüsse seines Berichts wünscht er, daß in den Versammlungen immer die beste Kameradschaf und Eintracht zwischen den Mitgliedern herrsche und daß sie st.'tö treu im Princip und treu in guten Werken sein mögen. Der Bericht wurde von den anwesen' den Kameraden beifällig aufgenommen. An Stelle des erkrankten Finanz schreiberS Adolph Wald winde Capitän Jacob Schroll als solcher erwählt. DaS Andenken des zur großen Armee abberufenen Cameradsn Wm. Hulpusch
wurde durch Erheben von d:n Sitzen
geehrt. ES wurde beschlossen, am Washing ton'S Geburtstage auf dem Courthause Platz die üblichen Salutschüsse abzu feuern. Hierauf wurden weitere Borberei tungen für die am Sonntag, den 21. Februar stattfindende Washington Ge burtstagöfeier getroffen. Unter der bewährten Leitung deS Cameraden LouiS Ruth werden zwei lebende Bilder Columbia 1770 18o01900" und Friede" zur Dar stellung gelangen. Der D e u t f ch e G ä r t n e rV e r e i n erledigte tn seiner gestern Nach mittag in der GermaniaHalle abgehal tenen Monatsversammlung nur innere Vereinsangelegenhetten . Dasselbe gilt bezüglich der Versamm lung deS Harugari Sänger ch o r S. Chinesisches Neujahr und Faftuachtö -Montag.
Nachrichten aus Jndiana.
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Am 15. Februar begehen die Chine sen. mithin auch die hier ansässigen, ihre NeujahrS-Feier. Mit dem Ab brennen von Feuerwerkskörpern und darin sind die Zopfträger ja Meister wird daS chinesische Neujahr gefeiert werden. Für die Chinesen ist übrigen das Neujahrsfest der höchste Feiertag, der in ihrem Reiche einen Monat lang gefeiert wird. Heuer fällt der chinesisch? Neujahrs Tag mit unserem FaftnachtS-Montag zusammen. Deshalb wird die Feier wohl eine um so ausgedehntere werden.
Massenverwalter
nannt. Goshen. J.O.Wood ist zum Masscnverwalter der Garden City Sta tionary Co. ernannt. Passiva 8100, C00, Activa $60,000 $80,000. Nach West.Virginien verlegt. A l e r a n d r i a. Der Präsident W. Kelly von der Kelly Ax Mfg. Co. hat am Samstag offiziell angekündigt, daß die große Fabrik der Compagnie von hier nach Charleston, W. Va., ver legt werden würde. Pearl Bryan'S Mutter schickt ein Condu lenz Schreibe n.j E l k h a r t. Frau D. S. Bryan von Woodland Home Greencastle, de ren Tochter Pearl bekanntlich vor acht Jahren ermordet wurde, hat an John C. Schäfer und Frau, Eltern der ermordeten Sarah Schäfer ein in herzli chem Tone gehaltenes Condulenzschrei. den gesandt. Die kopflose Leiche Pearl Bryan'S wurde s. Zt. in der Nähe von Fort ThomaS, Ky., gefunden. Die Mörder wurden in den Personen der jungen Zahnärzte Jackson und Walling entdeckt. DaS Geheimniß, wo sie mit dem Kopf geblieben waren, haben sie mit in's Grab genommen. Selbst in dem Augenblicke, als sie bereits unter dem Galgen standen, waren sie nicht zu be wegen, das Geheimniß preiszugeben. Zahlreiche Operationen wegenBlinddarmver schlingungen. SouthBend. Wohl in keiner Stadt mit einer Bevölkerung von 50. 000 sind innerhalb eines Jahres so viele Operationen wegen Blinddarm verschlingungcn vorgenommen worden als wie in hiesiger Stadt. Ein einziger Arzt in South Bend hat nicht weniger als 10 solcher Operativ nen vorgenommen. Kamvf mit Einbrechern. L o g a n S p o r t. Der Wirth Birch Saron wurde in einem Kampfe mit Einbrechern verwundet. Die Ban diten kamen in Saxon's Schlafzimmer und befahlen ihm, die Hände in die Höhe zu beben; Saxon, statt zu gehör chen. langte schnell nach seinem Revol-
ver. eö wurden mehrere Schüsse gewechsrlt und Saron von einer Kugel in die Seite deS KopfeS getroffen. Die Einbrecher entkamen.
Professor F. L. Morse f.
H a n o v e r. Professor Frank Ly
ford Morse, welcher über 42 Jahre lang
Pädagog gewesen ist, schied hier am
?amstaa im Alter von fahren aus
dem Leben. Er unterrichtete 18 Jahre lang am Hanover College in Mathematik. Schlechte Schützen. Marion. Der Umstand, daß L. B. Baldwin und Bert Ritter nicht schießen können, verhinderte einen Dop pelmord. Baldwin ist der Stiefvater
Ritter's. Die beiden Männer geriethen in Streit, der dazu führte, daß Bald min zum Revolver griff und auf seinen Stiessohn schoß; die Kugel ging fehl und fuhr in die Wand des Wohnzim merö. Nnn ergriff Ritter eine Flinte und feuerte auf seinen Stiefvater, aber auch dieser Schuß ging fehl und die Ladung durchlöcherte die Thür. Baldwin ist Präsident der Baldwin Oel und GaS Co. und Ex.Sheriff von Grant County. Vor ungefähr ei nem Jahre hatten Baldwin und Ritter schon einen heftigen Streit, der damit endete, daß Baldwin seinem Stiefsohne mehrere Messerstiche versetzte. Man glaubte damals, die Wunden würden den Tod Ritter'S herbeiführen, doch wurde er wieder hergestellt. Ein bedeutender Nachlatz geregelt. T e r r e Ha u t e. Die Herren Jump und Bozart. Vollstrecker des Testaments des vor 10 Jahren verftor denen Kapitalisten JofephuS Collett haben ihren Schlußbericht eingereicht. Aus demselben geht hervor, daß 3799, 000 durch ihre Hände gegangen find. Das zum Nachlaß gehörende Grund eigenthum war in allen Theilen des Landes belegen. Demokratische Zeitung verkauft. S u k l i v a n. Die Sullivan Time", das officielle demokratische Organ in diesem County ist vom Ehe riff für 13100 an Charles W. Wilman verkauft worden.
Frenzel Bros., o. 1 W. Washington Zu (Merchants National Bank.)
Ein europaisches Department.
Wechsel, Credttbriefe und Postanweisungen
auf alle Städte SurovaS.
Fchtffsscheine
nach und von Europa.
21' und verkauf ausländischen Geldes.
CY erlassen Sie sich nicht auf Andc. e! fJS Erfolg in irgend einer Lcb-ns-ucllung kann nicht errungen werden ohne beständige und entschlossi.nc Anstrengungen Ihrerseits. Bedenn 3ic, daß dieses nothwendig in rn ocr Aufbauung eines ,,Negn Funds. Eröffnen Sie sofort ein Conto mit der INDIANA TRUST CO. und entschließen Sie sich diesen da zu halten und wenn imn er Möglich, zu vermehren. 'ir bezahlen Ihnen 3 Prozent per Jahr, halbjährlich verrechnet mit Zins auf Zinses Zinsen am 1. Mai und 1. November. Capital - - $1,000,000 Office: Ecke Washington Ttrahe und Virginia Avcnuc.
Mardi Gras
Excursionen 91 9 New Orleens.
. L?;jPenfakla, ty&09 Mobile, Fahrkarten werden bom. bis einschließlich lö. Februar verfällst. Netourl'ahrt limitirt bis zum März Zweifache tägliche Bedienung Für nähere Information wende man sich an die Tickct-Agenteu oder schreibe an R.P. lgeo, D. P. ., Jnvianapollö, Jnd f 1 i j Deutscher llgem. Prot. Waisen-Berein.
Aus der gestrigen Monats Versammlung. In der gestern Nachmittag abgehal tenen regelmäßigen Versammlung des D. A. P. WaifenvereinS fungirte Herr
H. LenSmann als Stellvertreter des
abwesenden Secretärs A. Sahm. Zu nüchst wurden die Routine Geschäfte
erledigt und Berichte über Aufnahme
von Kindern in die Anstalt ct.. ent. gegengenommen und gutqcheißen. Als
dann wurden die Herren Wm, F.
Habeney und Jof. Efcher als Mitglie. der in den Verein aufgenommen, wäh
rend die Herren Fred. Zwicke: Sr. und
John Hedderich zur Mitgliedschaft vor. geschlagen wurden.
Dem Berichte des WaisenvaterS Hy.
F. Roesener über den Monat Januar
ist zu entnehmen, daß dtt GesundheitS
zustand der Kinder ein sehr befriedigen der war. Am Anfang des Monats be fanden sich 66 Kinder in der Anstalt,
neu aufgenommen wurden 5, entlasten keine, sodaß fich jetzt 71 Kinder, 26
Mädchen und 45 Knaben, in der An statt befinden. Der Eagle Clothing
Co." gebührt besonderer Dank für das
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