Indiana Tribüne, Volume 27, Number 143, Indianapolis, Marion County, 8 February 1904 — Page 1
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Jahrgang 27.
Tie Feueröbrnnft in Baltimore. Der Schaden belauft sich auf 150 Millionen Dollars. Das Leiter noch nicht unter ontrolle. Baltimore, 8. Febr. Noch um die Mittagsstunde waren die Flammen nicht unter Controlle, da sie von dem heftigen Wind immer wieder auf'S neue angefacht wurden. Ungefähr 40 Strahenviertel sämmtlich im Geschäfts District belegen, ein Area- von einer Meile bedeck.nd. sind von dem Feuer h-imgesucht worden. Der Schaden wird auf mindestens S 17.0, 000, 000 ge. schätzt. Die i. und . Regimenter der Mailand Miliz, die regulären Trup pen von rvort McHenry und Polizisten vsn Washington und Philadelphia bewachen die Ruinen, um Diedstähle zu verhindern. Der Telegraphenund Telephon Verkehr ist vollstäN' dia abaeschnitten. sämmtliche
Gebäude der localen Zeitungen mit Ausnahme des von der World" occupirten. sind durch das Feuer zerstört rooioe billige von ihnen wer den moxn von den Etablissements des ..Star" und der ..Post" in Washington herausgegeben werden. Um Uhr heute Morgen fegten die Flammen über eine Strecke von einer Meile und einer Breite von 5 Squares hinweg. Aus New Vork. Brooklyn und Washington sind Feuerspritzen angelangt, sodatz zur Zeit über 400 in Thätigkeit find. Die Evcning World" ist die einzig tägliche Zeitung, deren Gebäude von den Flammen verschont blieb. Bis Montag Mittag war nur ein Getödteter gemeldet. Der Unglückliche war der Feuerwehrmann Jacob Jgei sritz von 7)ork. Pa. Sein verkohlte Körper wurde in den Ruinen des
csquitadle Gebäudes gefunden. Er
war mit der Feuerwehr aus meiner Stadt hier angelangt. Präsident T. M. Hood von der Straßenbahn - Gesellschaft wird ver mißt; es wird befürchtet, daß er sein Leben eingebüßt hat. Tcc Tlstrict. welcher bis heute Vor mittag dem Untergang geweiht war. wird von der Lombard Straße nach irden, der Lerington Straße nach 3UDeu. Howard Str. nach Osten und Light und St. Paul Str. nach Westen begrenzt. Ein neben dem Waarenspeicher-Vier. tel belegener District, welcher Hauptsächlich von Juden bewohnt wird, wurde ebenfalls von den Flammen ergriffen. Die in demselben befindlichen Gebäude, meistens dichtbevölkerte Miethskasernen, find unfehlbar verloren, denn die Feuer wehr wird ihre Zeit nicht mit dem Retten dieser Häuser vergeuden.
Indianapolis, Ind., Montag, 8 Februar 1904
No. 143,
(5 in Schreiben der hiesigen Branerei-Gesellschaften an dir Mitglieder des Stadt-raths.
a r a h S ch ä f e r 'S Mörder angeblich entdeckt. V e d f o r d, Ind., 8. Februar. Dctective Reed hat h:ute auf daS Be stimmteste versichert, daß der Mörder der Lehrerin Baxai) Schäfer entdeckt worden ist. Derselbe ist kein Bürger von Bedford, wohl aber von einer anderen Stadt Jnblino'. Derselbe wird beständig von Detectiv O'Brien überwacht. Er soll ein von Frl. Schäfer abgewiesener Verehrer sein.
Unangenehme Betriebsstörung.
Der Betrieb auf der West Washing. Ion Str. Linie wurde in der Sonntag Nacht auf nahezu eine Stunde in unliebsamer Weise gestört. Kurz nach 1! Uhr entgleiste in der Mitte der
neuen West Washington Str. Brücke eine Car der Ost Michigan Str. Linie, so daß sie nahezu quer Über dem Ge leise zu stehen kam. Schuld an dem Vorfall tÜgt der Mvtormann, welcher die Var schneller, a. die Borschrift er laubt. über die Brücke, welche noch im
Bau begriffen ist. lausen ließ. Ueber dieselbe führt nur ein Geleise.
Die hiesigen Brauere'. Gesellschas ten Home Brcwing Co.. Indiana poliS Breming Eo. und American Brewing Eo. haben an jedes Mit glicd des StadtrathS folgendes Schrei den. welches von den Präsidenten der
Gesellschaften unterschrieben ist, gerich tet : I Hiermit erlauben wir unS. Ihnen, als Mitglied des StadtrathS. unsere Anficht über die schweb.'nde Ordinanz zu unterbreiten, durch welche die hiefi gen Brauereien. Brauerei'Agenten nnd Destillerien gezwungen werden sollen, eine jährliche Licens von S1000 pro Stück an die Stadtverwaltung zu zah' len. Diese Ordlilanz ist riu Eopie der Ordinanz vorn 8. Dezember 18i:;, amendirt am 13. Juni 1894, welche durch die Ordinanz vom 2. September 11)00 widerrufen wurde.
Unsere Opposition gegen die pro
ponirte Ordinanz kann am besten durch
Angade der Ereignisse illustrirt wer den. welche unter der Ordinanz vom 13. Juni 1894, von welcher diese neue Ordinanz eine Eopie ist. vorfielen, vie Eincinnati Brewing Eo. von Ha milton. O. hatte in hiesiger Stadt eine Agentur. Ob zu dem Zweck, d'e Be zahlung der unter der Ordinanz vom l :;. Juni 194 auferlegten Licens zu umgehen, können wir nicht sagen, aber irgend eines Zweckes wegen, hob die Gesellschaft ihre Agentur auf und sie disponirte hierauf über ihr Bier durch einen Wholesale Verkäufer. Dieser war dieselbe Person, welche der Agent der Gesellschaft gewesen war und als Whölesale'Berkäufer benutzte er das Lagerhaus und die übrige Einrichtung und Ausstattung, welche er als Agent oenutzt hatte. Ebensoviel von dem Bier der Eincinnati Brewing Eo."
wurde in hiesiger Stadt durck den WholesaleBerkäufer verkauft, als wie früher durch den Agenten: der einzige Unterschied aber war der, daß der WholesaleVerkäufer die Licens, welche Brauereien und ihren Agenten durch die Ordinanz vom 13. Juni 1894 auf erlegt worden war, nicht zu bezahlen brauchte. Diese Ungerechtigkeit, unter welcher die einheimischen Gesellschaften den auswärtigen gegenüber zu leiden hatten, war eine solch flagrante, daß am 2. September 1900 die Ordinanz Pas sirt wurde, durch welche ein jeder Wholesale-Berkäufer von Bieren, einer lei ob Brauerei, ob Agent einer Braue rei oder einfach ein Händler in den Fa brikaten einer Brauerei eine Licens von 81000 bezahlen follte. Der Passirung dieser Ordinanz ha den wir nicht opponirt und jeder von uns hat die $1000 bezahlt. Später wurde di:se Ordinanz für ungesetzlich erklärt, weil die Stadt durch ihren ihr von der Legislatur verliehenen Charter wohl das Recht hat, eine Licens einer Brauerei odec einer Destillerie oder dem Agenten einer solchen aufzuerlegen, aber nicht die Machtvollkommenheit hat. einem Wholesale Verkäufer eine solche Steuer aufzubürden. Die sieben auswärtigen Brauereien, welche hier ihre Biere verkaufen, wer den wahrscheinlich gar nicht einmal nöthig haben, Wholesale iEtablisse ments. anstatt Agenturen aufrechtzuer halten, um der Bezahlung der propo nirten LicenZ zu entgehen, denn das BundeS'KreiSgericht für diesen District hat in einer Klage, welche die Agenten der in Terre Haute verkaufenden aus. wärtigen Brauereien gegen dieStadt ein gereicht hat. einen Einhaltsbefehl gegen
die letztere erlassen, durch welchen sie Verhindert wird, die Befolgung einer ähnlichen Ordinanz. wie sie jetzt hier im Stadtrath in Schwebe ist, von den Agenten der Brauerei'Gesellschaften zu erzwingen. Wir haben stets unsere Geneigtheit erklärt, mit dem Stadtrath zu cooporiren. um von der Legislatur ein Amendement des Gesetzes zu ver langen, durch welches der S'.adt die Macht verliehen wird, Allen, welche
Biere im Wholesale verkaufen, eine
Steuer aufzuerlegen. Wir führen dieses nnr als einen Be weis an, daß unsere Opposition nicht gegen eine gerechte LicenS, sondern gegen eine Ordinanz gerichtet , welche nur die drei einheimischen (Me sellschasten. welche schon ohnehin beben tende Steuern bezahlen, belastet, die auswärtigen Brauerei Gesellschaften hingeg?n nicht treffen wird.
Wir ersnchcn Sie. diesen That
sachen Ihre Aufmerksamkeit zu schenken
und wir glauben, daß Sie einer Ordi nanz. welche unbilliges verlangt, nicht
zustimmen werden."
Schwere Anklage gegen einen Briefträger,
Derselbe wird der Unterschlagung von y-te-schalten beschuldigt.
Poft.Jnspector Wm. D. gleicher hat den Briefträger Harry W. Limpus von 710 Greer Str. unter der Anklage ver haftet. Briefschaften geöffnet und un terschlagen zu haben. Er wurde dem BundeS-Eommissär Joung vorgeführt, welcher ihn unter $1000 Bürgschaft stellte. Da er dieselbe nicht leisten konnte, wurde er nach dem Gefängniß geschickt. Er wird sein Vorverhör morgen haden. Wie eS heißt, wurden drei Briefe, deren Couverts geöffnet waren, in fei nem Besitz gesunden.
Einbrecher machten nnr geringe Bente.
Einbrecher statteten in der Sonntag Nacht dem hinter Fletcher'S Bank bele genen Locale des Wirthes Wm. Miller einen Besuch ab. Alles waS sie erbeu teten, waren 85.
Eine gewaltige nnd gefährliche Erp!osion
Mit wunderbar glücklichem Ausgange.
Eine gewaltige Detonation, gleich einem allvernichtenden Donnerschlage, alarmirte gestern Vormittag gegen $9 Uhr die Nachbarschaft an Alabama und Washington Str. und die Bewohner der angrenzenden Straßen. Allgemeine Bestürzung herrschte, bis schließlich die gleichfalls alarmirte Polizei feststellte, daß es sich wieder einmal um eine Gaö Erplosion in der unterirdischen Leitung der MerchantS' Heating & Lighting Eo. handelte. Aus welchem Anlasse dieselbe er folgte, war nicht zu ermitteln, doch kann man sich einen Begriff von ihrer Gewalt machen, wenn man bedenkt, daß Bruchstucke der zerschmetterten Eisendeckel von zwei sogen. Mann' Löchern" an Alabama und Washington Str. bis zur Pennsylvania Str. fortgeschleudert wnrden. Ein Wunder und ein Glück ist es. daß unter den Umständen keine Men schen verletzt wurden. Der angerichtete Schaden betrifft nur die M. . fc L. Co.
Die Lage noch bedenklich. E v a n s v i l l e. An Aufnahme der Schiffahrt ist vorerst noch nicht zu denken. Der Fluß ist voll Treibeis uud die Schleppdampfer verkehrten mit großen Schwierigkeiten. Nach dieser Seite hin ist die Lage auf dem Fluffe ungünstiger, als je. seit das Zufrieren oberhalb eintrat. Recht ungünstig sieht die Lage am Wodash Flusse auö, wenn daS plötzlich eingetretene wärmere Wetter noch län ger anhält und besonders, wenn der angekündigte Regen sich einstellt. Im Wadash Thale liegt der Schnee immer noch ein bis zwei Fuß hoch, und wenn dieser plötzlich durch Regen zum Schmelzen gebracht wird, so würde der an uuo für sich schon hohe Fluß, der jetzt allerdings zu fallen begonnen hat. rapide steigen und sicherlich die Fluß' Niederungen überschwemmen, wo die Farmer noch beträchtliche Mengen MaiS der letzten Ernte aufgestapelt haben. wm Raucht die Tish I Mingo.
Die Hochflut!) der Samstag Nacht Und iiSie verderblichen wir Fangen.
Straften etc. überschwemmt. Brücken weggerissen etc.
Die Regengüsse, die in der Samstag Nacht Indianapolis anläßlich des Gewitterstllrmes heimsuchten, ermiesen sich nicht nnr alö Segen, indem sie die Straßen uud Seitenwege besser als die Eontractoren von dem seit Wochen angehäuften Dreck säuberten, sondern auch als Gefährde? Denn die städt. Eanäle waren nicht im Stande, die Fluthen wegzuführen. ebenso w?nig konnten der Pogue'S Run und der Fluß die plötzliche colossale Zufuhr fassen und so gab'S nicht nur an inclen Plätzen großartige Ueber schwemmungen, sondern auch Beschä digungcn der schon seit langer Zeit für unsicher gehaltenen städt. Brücken und andere große Schäden. Deshalb mußte gestern Morgen die erst letzte Woche leidlich reparirte Pfahlbrücke über den White River an der West Washington Str. wieder polizeilich gesperrt werden, ebenso die Pogue'S Run-Brücke an der Süd Delaware Str., deren westlicher Theil in bedrohlich?! Weise geschwächt worden war. ES hieß, auch die Brücke an der River Ave. sei durch die Hoch fluth unsicher gemacht worden, doch wurde sie für verhältnitzmäßig sicher befunden. Das Central. Jrrenasyl ohne Feuer und Licht. Gestern Abend wichen die Stützen der MorriS Str. Brücke unter der Wucht der andrängenden Fluthen und damit verbunden war der Bruch der WafferleitungsHauptröhrenfürMount Jackson ' Dadurch wurde das Central Jrren-Asyl jeglicher Wafferzufuhr beraubt und damit der Heizung und Be leuchtung. Denn die Dampfheizungs Anlage etc. der Anstalt mußte außer Betrieb gestellt werden, die Beleuchtung mutzte, soweit als möglich, durch Laternenlicht ersetzt werden etc. Supt. Dr. Edenharter stellte außerdem, um für alle Nothfälle gerüstet zu sein, für jede Ward in der Anstalt, ErtraWäch ter im Ganzen 60, an. SolideBrücken allenthal den nothwendig. Die gestrigen Vorfälle zeigen wieder einmal, wie nothwendig der Bau dauerhafter Brücken für Stadt und County allenthalben ist. Man hofft, daß der Eintritt der kälteren Witterung temporär wenigstens weiteren Schaden verhüten wird. Das Trinkwasser unge nißbar geworden. In Folge des Bruchs der obigen Wasscrröhre ist das Trinkwasser in der ganzen Stadt ungenießbar geworden.
Bevorstehende Conventionen etc.
Vom 15. bis 17. Februar wird hier die JahreS-Convention derJ n d i a n a Retail Hardware Dea l e r S' A s s n" abgehalten werden. Hauptquartier für die Delegaten. welche die Gäste der hiesigen Händler und Agenten sein werden, ist daS De nison $)oUL Ferner wird am Freitag, 19. Febr., im Eoluvchia Club das vierteljährliche Banquet US ..Military Order o f t h e L o y a l Legion" statt finden. Capt. Nichola EnSley wird der Redner des Abends fein.
Mit de Specifikationen zufrieden.
Die Direktoren des Commercial Clubs haben sich nunmehr mit den ihren Antrügen entsprechend veründer ten neuen Specisicationen für den städt. Beleuchtung Contract einver standen erklärt und beschlossen, dem Stadtrath die Bestätiung der Speci ficationen in ihrer jetzigen Form zu empfehlen.
Nachrichten aus Jndiana. Der W a b a s h steigt. Terre Haute. Seit zehn Ta gen war der Wadash beständig bis letzte Nacht gefallen. Als dann aber der Schnee zu schmelzen begann, und Regen einsetzte, stieg er wieder schnell, und die Höhe von 22 Fuß mag bald wieder erreicht werden. Die Farmer bringen ihr Bich zu höher gelegenen Plätzen. Eine Eisstauung. Lo g a n s p o r t. Im Eel-gluffe
bei Adamsboro, soll sich eine Eisstau ung von 40 Fuß Höhe gebildet haben, welche selbst diese Stadt bedroht. Die Stauung soll zwei Meilen lang sein, und man fürchtet, wenn sich dieselbe in Bewegung setzt, die Häuser am Flußufer weggerissen werden. Neue Preierven Fabrik. H o p e. Mehrere hiesige Geschäfts leute haben beschlossen hier eine Pre serven-Fabrik zu errichten. FeuerSwüthen. Petersburg. Ein großer
Schuppen nahe den BlackburnGruben wurden mit seinem gesammten Inhalt zerstört ; 12 Maulthiere kamen in den Flammen um. Schaden 04000. Die Anziehungskraft von B e n Hur. Terre Haute. Die 8 Vor. stellungen von Ben Hur, welche am Samstag Abend zu Ende gingen haben ein Gesammt Einnahmen von $16, 000 ergeben ; mithin 82500 mehr als in Evansville, woselbst die Gesellschaft ebenfalls eine Woche gastirte. Neue Union. A n d e r s o n. Die hiesigen Malermeiste? haben eine Union gegründet und bereits bei der National Organisation um einen Charter nachgesucht. Die Beamten der Union sind : Prüft dent, Harry VanHorn; Vice-Präsident, Frank Knight ; Schatzmeister", Perry Keltner ; Secretär. Charles E. Plessinget. Eines schweren Verbre chens beschuldigt. Port land. Butter Collms ist in Decatur unter der Anklage verhaftet, den Tod seiner 19jährigen Schwägerin Malissa Smitley veranlaßt zu haben, indem er ihr zu einem verbrecherischen Zwecke eine gewisse Medicin verschaffte. Kurz vor ihrem Tode hatte sie dem sie behandelndem Arzte ein Geftändnitz abgelegt. Conferenz der Glasar b e i t e r. M u n c i e. Ueber 400 in den Jenstcrglas Fabriken beschäftigte Ardeiter hielten am Sonntag Nachmittag eine Conferenz ad, in welcher einstimmig beschlössen wurde, die von den GlasArbeitern in Mt. Jewitt, Pa., vor einer Woche angenommenen Resolu tionen zu indossiren. Die Philadel phier Scala soll in Kraft bleiben und die Fabrikanten sollen nicht unter 90 Procent von der Preislifte von Januar 1901 verkaufen. Sherman B. Harold's Selbstmord vor den Atlgen seiner Kinder. Knightstown. Sherman B. Harold, ein bekannter hiesiger Bürger jagte sich am Sonntag Nachmittag, nachdem er während des MittagSessenS mit seiner Frau einen Streit über Re ligion und geheime Gesellschaften ge habt hatte, vor den Augen seiner bei-
den kleinen Kinder eine Kugel durch'.
die rechte Schläfe. Er war 30 Jahre alt und Odd Fellow. Ein origineller Spazier stock. C o l u m b u S. Pastor Fred. WamS ganS, der Seelsorger der deutsch.luthe rischen Kirche wurde am Sonntag von Wm. Baurichter mit einem Spazierstock beschenkt, welcher wohl seinesgleichen sucht. Er ist aus dem Holze einer Bahnschwelle gearbeitet, welche zum Bahnbett der alten Madison Bahn, der ersten, welche im Staate gebaut wurde, gehörte. Als dieselbe umgebaut wurde, eignete jBaurichter sich die Schwelle an;
anfänglich benutzte er sie als Zaun pfoften, dann aber verfertigte er den Stock daraus und schnitzte in denselben in künstlerischer Weise verschiedene Na men und Daten aus der Geschichte der Deutschen Lutherischen Kirche in Co. lumbuS, Ind. Bedeutende A r m e e l i e f e r u n g e n. I e f f e r s o n v i l l e. Jetzt fahren die fünfundzwanzig Carladun gen mit Armeevorrüthen. die letzte Woche im Jcffersonviller RegierungS depot geladen wurden, durch den Kon tinent nach San Francisco, wo die Vorrüthe auf einen Dampfer verladen und nach Manila verschifft werden sollen. Die Ladung, etwa eine halbe Million Pfund, ging von Jeffersonville per Mononbahn nach Chicago und von da westlich über die San.a Fe Route. Der Kontrakt für den billigsten TranS Port wurde vor etlichen Tagen von Capt. Geo. G. Bailey dem niedrigsten Bieter zugeschlagen. Die Ladung besteht auS allem Mö liehen, von Stecknadeln bis zu Armee wagen, Ambulanzen und Särgen.
Dann sind dabei Escortewagen, Oefen, Wasserwaagen . allerhand Werkzeuge und Sonstiges für daS Feldlager. In der letzten Hälfte der verflossenen Woche wurden vom RegierungS'Depot aus über 700.000 Pfund Frachtladun. gen versandt. Das Depot ist das größte seiner Art im ganzen Lande. Die Kisten und Kästen, die jedeS Jahr verbraucht werden, stellen ein kleines Vermögen dar, zumal nur das beste Material benutzt wlrd, und wer diesen Contrakt für die Lieferung derselben er hält, schätzt sich mit Recht glücklich.
Straften - Rauber ans der Südseite.
Im südlichen Stadttheile trieben in der Samstag Nacht zu später Stunde 3 Wegelagerer ihr gemeingefährliches Gewerbe, ohne daß es der Polizei ge lang, sie unschädlich zu machen. So wurde z. B der in No. 306 Nebraska Str. wohnhafte Brauer JoS. PeterS auf dem Heimwege von 3 Ban diten überfallen, die ihn, da er sich fei ner Haut zu wehren versuchte, schändlich zurichteten und ihm seine Uhr stahlen. Dieselben Hallunken übersielen wahr' scheinlich auch den Schriftsetzer Henry Hedderich von No. 911 High Str., dem sie eine Wunde am Hinterkopfe beibrachten und seine glücklicher Axise nur geringe Baarschaft abnahmen.
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St. FrauziöcuS Unterftutzungs-Verein.
Der St. Franziscus UnterftützungsVerein hat gestern folgende Beamte erwählt: Präsident: Peter Ohleyer; Vice Präsident: Mich. Derleth; Secretär: George Fritz; Schatzmeister: Nic. Noe; 2. Secretär; Wm. Aleiter; 1. District: I. Knurr; 2. District: Wm. Her mann; 3. District: Geo. Wilhelm; 4. District: Ignatz Strack, 5. District: John Weder, Sr. ; 6. District: Dan. Schwegel; 1. Marschall: Richard Obergfell; 2. Marschall: Henry LippS; 3. Marschall: Herman Feltmaun; 1. Fahnenträger: Rob. Obergfell; 2. Fahnenträger: Fred. Wendlina; Thür Hüter: Philip Jsack; Collectoren: John Lauck. Jr. und JuliuS Wend. ling. Joseph Littler in St. Ll uis erschossen.
In St. Louis ist am Sonntag Joseph Littler. welcher hier früher ein Hotel besaß, in einem Recontre mit Polizisten erschossen worden. Littler besaß hier viele Freunde, namentlich unter den Mitgliedern der Elks und dieselben werden sich auch der Leiche annehmen und für daS Begrüb niß sorgen.
roher JahreS'Ball der Bereinigte I. O. . P. Logen der tadt und der Comp. A Pythia GuardS, im VeuUchen Haus am Dienstag, den v. Zyebruar. Eintritt: tt ents skr Herr und Dame; ertra Dame 25e.
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