Indiana Tribüne, Volume 27, Number 142, Indianapolis, Marion County, 6 February 1904 — Page 6

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Vornehme Gäfte. Humoreske von Cdwin Bormann. Am Haupteingung des Kurhauses Schweizerhof" im stillen Bielathale fuhr ein Einspänner vor. 0 wie reizend! wie idyllisch!" rief die junge Dame vom Polstersitz aufstehend, während ihr Begleiter sich an den herbeieilenden Wirth wandte. Bedaure. im ersten Stock ist alles besetzt. Aber im zweiten hätte ich noch ein Zimmer nebst Schlafkabinett, freilich das Kabinett mit schräger Dachwand." ..Die Table d'hote beginnt in einer halben Stunde." Als die Beiden fünfundzwanzig Minuten spater den Spcisesaal bt traten. fanden sie die bereits zahlreich erschienene Gesellschaft in aufgeregten Grupven bei einander flehen. Bitte. Herr Doktor, diese Plätze sind für sie und Frau Gemahlin Sie sind zlvar leider etwas weit anten, aber selbstredend rottden die Haupt Pläne von den ständigen Badegästen beansprucht." füate der Wirth mit wichtiger Miene hinzu. Uebrigenö haben wir nur erguisite Gäste Hier nebeil Ihnen eine Geheim rat hin aus Drecd.n. dort eine Regicrungsssessorin aas Berlin, hier Professor VchlLgclmilch aus .Königsberg." Nun. so sind wir ja trefflich placirt. Aber, sagen Sie. Herr Wirth, was bedeutet dieses Zischeln und ?.u fchelnZ Ast da imiuer so.'" O," entgegnen der Wirth, und seine Miene wurde noch wichtiger, ..einen Grand hat es schon. Bor zivci Tagt ist Fürst Heribert von Brieg mit seiner Gemahlin in Schau dau bemerkt lvorden und soll sich von da,, so geht das Gerücht, nach dem Sckiveizerhof gewandt haben. Aber natürlich nur ein leeres Gerede, ein Geschwätz der Leute! Und das In. kognito ililisi bei so hohen Herrschaften selbstredend strengstens gewahrt loerden, wenn es einmal so wünschen, es wäre nicht da erste Mal. bah mir etloas derartiges passirt. Bor drei Jahre. . An diesem Augenblicke öffnete sich die hohe Doppelthür, und ein elegant gekleidetes Paar trat ein. Bei der sofort Platz greisenden allgemeinen Stille hörte man das ledhafte Naufchen der Seiden schleppe, und als der Doktor sich dem Wirth zulvandte, sah er. wie dieser kerzengerade mit der Hand an der Hosennaht dastand. ' Jetzt erst kamen die anderen Gäste langsam heran und setzten sich mit einer gewissen Feierlichkeit, die jungen Mäichen mit leichtem Erröthen, gleichfalls nlder. ..Wie ierj höre." begann der Doktor das Georäch mit feiner Nachbarin, der G.neiiiiräthin. hat sich das drolUp' Gerücht verbreitet, Fürst Hai .rt von Brieg. . Um HimmelswiNen, nicht so laut?" flüsterte die Regierungsassessorin über den Tisch herüber. Wenn Seine Durchlaucht eö hören!" Wie so. wenn Seine Durchlaucht cs hören?" fragte die Doktorin. Nun." lispelte die Assessorin in ihrem leisesten Piauissimo. sind Sie denn mit Blindheit geschlagen?" Und dabei blitzte ihr Auge mit einem Ruck nl Dein Paare in der Mitte der Tafel hinüber. Seb.n Sie doch dort den sogenannten, ich sage den sogenannten. Bankier Schwarzenberg aus Breslau und leine Gemahlin!" c Pah." sagte der Doktor verächtlich. ..der ein Fürst? Sieht aus wie ein besserer Weinreisender." Mein Herr." richtete sich der Professor empor, ich in meiner (5igen-

fcbaft als Mitglied einer königlichen Hochschule ka.'N es unmöglich dulden, dafz man in meiner Gegenwart so geringschätzig von. hm. von hohen und höchsten Persönlichkeiten spricht!" (5r hatte seine Stimme absichtlich etwas lauter werden lassen, als gerade nöthig gewesen wäre; aber der Doktor flchr. als hatte er die ganze Nede des Professors völlig überhört, zur G?heimräthin fort: Uebrigens ein verrücktes Huhn, dieser Fürst Heribert! Den Champagner trinkt er gewärmt und in den Kaffee thut er statt Mucker Salz. Hier muhte die Geheimräthin, selbst eine perfekte Uöchin. doch lächeln. Und scir: Frau." ergänzte die Doktorin, soll gleichfalls sehr ertravagant sein in ihrem Geschmack. Das ileid mag haben, welche Farbe es lvill, beständig trägt sie eine gelbe "lume im (Äürtel. eine gelbe Rose. eine gelbe Hnazinthe. am liebsten eine Sonnenblume." Die Geheimräthin schoß einen Blick über die Tafel. . Die vermeintliche Durchlaucht trug wlrkllaz eine geloe

Rose im Gürtel. Allmälig legte sich die Aufregunz. Die durchlauchtigsten Herrschaften waren ja wirklich ganz nett und gebärdeten sich beinahe wie andere Leute, wenn sie auch die Nasen etwaö höher trugen; und der Doktor war ein guter Gesellschafter, der auch mit harmlosen Geschichten auflvartete und nicht beständig mit Rede - Dynamitbomben um sich warf. Beim zweiten Gang geruhten Durchlaucht, cijie Flasche Heidsie k Monopol zu bestellen und winkte dann mit dem kleinen Finger den Oberkellner näher. Als die Flasche einige Minuten darauf auf den Tisch gestellt wurde, trug sie eine blendend weihe Haube, und

Kettet Mure sekten!

N e w 7) t r l G 1 1 h. It; 0., oen 3. April. 1903. No. 185 West d trake. WPjt Cardni ,st ew ?cn IQv mein Heim gewesen. I bafte oft gefunden. ba er mir nrof-.c ?Indcri,nct ver. fiDarrte. tiia ist nonernatkt und in ctirmrn nrnr, atn ,ch l.in besonder? bnnri'ac tut dcis. wai er Wr unsre Zochttt und ein tge i.ms vewtrtte. l'eobnchtete, des ihre nionailirftcn Penod sich ver'.oaerten. und hast sie an siovUvcb und -ckwindellin fii.ic't. inwerc tin Unterleid ur.d in den L 'nden litt. Dies hinderte sie bedenklich in ihren Studien, und sie mukte mehrere der KitVn Usbeken.

lne Pesucherln. die bel mir verweilte, und die Angeleaenhelt mit mir Vesvrch. in o Cnraiii nede. da ihre Tochter durch ihn don einem abllitchen beiden geheilt wurde. aa)delN Mi-iiie Tochter du fünf lochen In na gebraucht hatte, fand ich ihr klussehen bedeute, gebessert, ebenso ihre Gesundheit und ibr Benehmen, kurz, sie war ein gan anderem '"Z.jdaicn aeworden. Die Perioden wurden regelklühiaer. und wir hatten mit irr seither lerne Beschwerden mehr.

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fchlirn bor. das; ich ihr einen lrursuS JhreS

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r w v J I " wv-wwn m w k j v . t i i 4 v .MV X V V O einer Invalid! i. iric Kopfschmerzen und SchwWdelanfSlle deuteten auf etwas mehr, als nur ein temporäre.) Leid. Dieselben wc'.ren Symptome cinr f.tnktioncllen Schwäche, welche im Laufe der Jahre sich verschlimmert hätte, lber Fr Thompson war bereit, Rathschläge für daö 09$8 ihrer kochitt anzunehmen, und sie gab der Ilernni Patientin den Wlne os Cimlul, und ist diese fetzt ein gesundes, junges Fräulein. Wenn k.re Tochter kränllich ist und häufig leidet, dann enthält der Brief dieser gnten Mmter den besten zu befolgenden Rath. Der Win- ( Cftrtd ist der Menstruations Negulaior. der von zehn Fällen neun heilt. Junge 2'i'ädchen, Mutter und grauen im 1 1 f , V &..-. M i . mm . . .

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langsam, aber unablässig sprudelte der dichte Schaum am Halje herab in d?n il übet. Der l5 ha in pagner war gewäruit. Laura," sagte der BaukierSchlvorzenberg zu seiner Frau, als sie zur Nachmittagsrube in ihrem Kalo im ersten Stock angelangt waren. Die Sache mit dem Champagner war doch eine starke Bclveisführuug!" Der Beweis war gut, der Geschmack abscheulich!" Noblesse oblige. liebeö ftind!" Aber, lieber Anton, um die Sache würdig weiterführen zu können, dazu ist meine Garderobe wirklich nicht angethan. Zwei seidene Fahnen habe ich ja; aber als Fürstin von Brieg ?" Die junge üppige Frau lächelte ihn zärtlich an. So kam es, daß die Breölauer Durchlaucht mit Gattin halb vr Uhr im schnellen Landauer Zrönigstein zufuhr uud erst am anderen Morgen gegen zwölf Uhr mit einem mächtigen neuen Reifekorbe wiederkehrte. Wie aber waren sie überrascht, als sie Mittags den Speiscsaal betraten und die asel auf'S Prächtigste ge schmückt fanden. Mächtige Sträube von Goldregen wechselten mit dichten Büschen von Maiengrün. Bor jedem Platze stanö ein gelbes und ein grünes Weinglas. Die Damen erschienen in Grün mit gelbem Ausputz, einige wcnigstens mit grünem Halsband und goldener Brosche. Hatte doch der sindige Wirth in Erfahrung zu bringen gewußt, daß gelb und saftgrün die Farben des alten Fürstenhauses von Brieg waren. Andererseits aber bemerkten die Badegäste mit Befriedigung, als das sehnlich erwartete Paar den Saal bctrat, dasj die Fürstin eine Sonnen blume von ziemlichen Dimensionen am Gürtel trug. Das Mahl verlief höchst animirt. Die Durchlauchten waren ja so leut selig! F'.eilich machte sich am unteren theile '.er Tafel der Doktor durch Erzählen einiger Serenissimus - Anekdo ten unangenehm bemerkbar, so daß der Wirth wiederholt sich erlaubte, ihn leise am Aermtl zu zupfen. Aber im Ganzen war doch alles Won.ie und Hochgenuß. Das Diner war beendet. Niemand jedoch wagte es, sich eher vom Stuhle zu erheben, al bis es das hohe Paar thun würde. Der hohe Herr aber, der bequem auf seinem Stuhle zurückgelehnt saß, ließ sich eine Tasse dampfenden Kaffee serviren. Bin kein Freund von Süßigkeiten." hörte man ihn jetztzum Oberseltner sagen. Bleiben ie mir mit Mucker vom Leibe! Bitte um dcu salzsaß!" So. Danke!" Und mit graziöser Handbeivegung warf er zwei Löffel

voll :n die Tasse, rührte um und schlürfte mit augenscheinlichem Wohl behagen den ersten Schluck. Mein Herr." rief plötzlich der Doktor über acht Menschen hinweg herüber, daß alle Welt erschrocken zusammenfuhr, wie kommen Sie auf den komischen bedanken, Salz in den ttasfee zu thun?!" Die Geheimräthin erbleichte. Der Professor wollte aufspringen, hielt sich aber noch mit aller Energie zurück. Die jungen Mädchen kicherten in's Taschentuch. Habe diesen Genuß auf meiner Orientreise kennen gelernt," lautete die höfliche Antwort. In allen feinen KaffeehäusernSmyrnas und Konstantinopels wird der llokka nur mitKoch):A, nie mit Zucker genossen." Und ich," sagte mit unentwegter Dreistigkeit derDoktor. entsinne mich, daß dieser Scherz nur in KaffeeSpelunken dritten Ranges im Orient zum Gaudium der anderen zur AnWendung kommt." Nun. mein Herr," tönte es gelassen zurück, als unabhängiger Mann werde ich doch wohl thun und lassen können, was ich will." Allgemeines Beifallsgemurmel. während dessen der so glänzend Gerechtsertiate die Tasse ergriff und einige

kräftige Schlurfe that. Im nächsten Augenblicke aber erhäschte er die Serviette, hustete heftig und verschwand, von seiner Gattin gefolgt, aus dciu Saale. Eine Stunde darauf klopfte der Wiuh im zweiten Stock an die Thüre des Doktorpaares und eröffnete den Herrschaften mit verlegenem Lächeln, daß er sie höflich ersuchen müsse, den Schweizerhos schleunigst zu verlassen. Nicht ich habe die Anregung gegeben. Wie können Sie so etwas von mir denken, mein Herr Doktor? Aber dic Badegäste! Nicht weniger als sechs Familien haben gedroht, sofort abzureisen, wemr Sie noch einen Taa länger hier bleiben, und ter Herr Pro fessor wollen den Gendarmen von ftfa nigstein herbeordern." Aber eine Nachtruhe werden Si uns doch gütigst noch gestatten? Sehen Sie, Ihr Hotel liegt in so reizender Umgebung. Wir möchten doch wenigstcns heute Nachmittag einige der um liegenden Felsen erkliminen." Und das Abendessen ?" Werden wir artig auf unserem Zimmer einnehmen," lächelte der Doktor. llntcr dieser Bedingung: Ja!" sagte der Wirth und seufzte auf. Und morgen früh 9 Uhr. bitte, den Landauer bereit zu halten." KU am anderen Morgen der Wa gen vorfuhr, hatten sich wie zufällig fast alle Badegäste auf der Veranda eingefunden, die übrigen schauten, gleichfalls wie zufällig, zum Fenster heraus. Aus der 5rüche lugten die Mägde und der weißgekleidete Ehes; alle Kellner und Hausdiener waren am Platze. Ah. Herr Schwarzenberg." grüßte oer Doktor aus dem Wagen zur Be-

randa hinüber, habe die Ehre! Als! einem Liebhaber von absonderlichen! Genüssen werde ich mir gestatten. Jhnen morgen das Recept der in Ungarn so beliebten Ricinus - Maibowle zu

tchlcken." Und hier." sagte mit feierlichem Tone die Do.torin. Herr Wirth, wollen Sie die Güte haben. Durchlaucht der Fürstin diese Sonnenblumen zur weiteren Ausschmückung zu übermitteln." Der Wagen rollte davon. Für Sie liegt ein Andenken auf

dem Zimmer!" rief der Doktor deml

Wirth, jlch über die Rücklehne diegend. zu. Der Wirth eilte zwei Stock hinan und fand auf dem Tische des Wohnzimmers die Photographie des jungen Ehepaares. Als er sie herumdrehte, las er: Zur freundlichen Erinnerung an Dr. H. Burger und Frau, im gemeinen Leben Fürst und Fürstin von Brieg.

Gruselt.

Eim unheimliche Geschichte wird dem Oftasansche Llöyd aus Amuulung in der philippinischen Provinz Eaganan gemeldet. Dort sollten fünf Mo'rder die Todesstrafe erleiden, tfrn im Henkerberuf angeblich wohl bewanderter Amerikaner fuhr zu diesem Zlveck von Manila nach Amunlung. An cinein Bormittag beförderte er dann, wie er wenigstens dachte, die Beurtheilten mit der Garotte. einem Strangulirapparat, in's Jenseits. Der Provinzialarzt unterzeichnete den Todtenschein. Nachdem auch alle anderen Forinalitäten erfüllt waren, wurden die Uörper der Acrbrecher in die Ziirche geschasst. Als die Todtengräver Abends, um die Beerdigung vorzubereiten, die 5iirche betraten, sahen sie die vermeintlichen Leichen sich dort frei bewegen. Alle fünf waren, nachdem sie aus der Garotte befreit waren, wieder zu sich gekommen. Da Niemand zweimal hingerichtet werden kann, wird sich der .Henker ihnen nicht wieder nahen dürfen. Bon Amts wegen sind und blei den sie todt. .Um Eivilbeamter kann sie wieder als Bürger ausnehmen, geschweige denn hauen; auch können sie keinen' Proceß vor dem Gericht führen u. s. w. lkMZ und gut. sie haben ihtt Rechte verloren. Ob der nker für die schlechte Arbeit", die er gethan hat. zur Rechenschaft gezogen werden kann, ist zum Ä!indesten fraglich. Der Richter hatte angeordnet, die Garotte solle nur acht Minuten angespannt bleiben. Was für entsetzliche Qualen haben die Leute durchmachen müssen, wenn nach acht Minuten der Tod nicht eingetreten war. Dk klci,.steu Pferde der Die kleinsten Pferde der Welt, die wir in unterstehendem Bilde bringen, wurden vor Kurzem von den Shetlandinseln noch Deutschland importirt; sie zeigen sich noch in ihrer ganzen Urwüchsigkeit und sind ein paar ausnehmend kleine Exemplare dieser an

Ein Mittel gegen Hautjucken ist folgendes Schlvefelmilch (precipiftted snlplmi) 80 Theile; Bittcrerde (magneaia olba) 15 Theile: Zinkoxyd (red oxide ,.r zink) 5 Theile. Dies wird Morgens und Abends in folgender Weise angeioendet: Das trockene Pulver wird aufweinen Teller gestreut und ein feuchter Schnmmm darauf gedrückt, jodaß ein wenig daran hängen bleibt. Dies ivird dann jedesmal 10 bis 12 Minuten lang kräftig auf die juckende Stelle eingerieben, indem man den Schwamm nöthigenfalls von Neuem befeuchtet und in das Pulver taucht. Die Theile werden dann abgewaschen. Gewöhnlich tritt schon naä, der ersten Anwendung eine Milderung des Juckens ein. Die Verschönerung des Teints Sehr günstig für den Teint ist es. lrenn man sich jeden Morgen. sobald man das Bett verlassen hat. das Gesicht mit Voraxlösu.ig (1:20) wäscht, diese Flüssigkeit 3 bis 4 Minuten einwirken läßt und dann erst die gewöhnliche Morgenwäsche vornimmt. Hierfür ist statt der Seife Mandelkleie zu vermenden. Zum Lösen des Borax kann man statt des gewohnlichen Wassers besser Rosenwa' ,'er nehmen.

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Die klein st fn Pferde bet Welt: Ponys aus S h e t ! a n d. sich schon zwcrghaftcn Pferderasse, denn sie haben es in ihrem Wachsthum nicht weiter als zu einer Schulterhöhe von nur 2H, vezw. 28 l Zoll gebracht. Auf den Shetlandinfeln. wo diefe Pygmäenrasse ausschließlich beheimatbet ist. bildet di? Zucht dieser Thiere neben der von Schafen und Bergvieh einen Haupterwerbszweig der dortigen Bewohner.

Ein Mordanschlag ist in .?ond.-n verübt worden. Dort griff ein 17jähriger, junger Deutscher Namens Thomas Schütz in der Eity seinen Prinzipal. Herrn Laue, den Manager einer Elektricitätsgcsellschaft, mit einer Axt an, die er eigens zu dem Zwecke, in Papier gewickelt, mit in das Büreau gebracht hatte. Schütz übergab Herrn Laue ein von ihm selbst adressirtes Couvert, in dem sich nur ein leerer Bogen befand. Als der Prinzipal den Briefumschlag öffnete, trat der junge Mann zur Seite, ergriff das Beil und schlug Herrn Laue mit zwei Hieven zu Boden. Der Ueberfallene wurde schwer verletzt, doch ist sein Zustand nicht lebensgefährlich. Schütz verließ nach Verübung des Verbr chenö in mdsärmeln und ohne Hut ganz ruhig das Büreou und ist seitdem verschwunden.

Ueber Kannibalismus im Eongostaat bringt ein Brief nähere Mittheilungen, welcher der Ueberseeischen !)Nissionsgesel!schaft in London aus Stanley Pool, vom 28. November datirt. zugegangen ist. Die Missionare Hoivell. Frame und zwei ihrer Amtsbrüder schildern darin einen Fall von Menschenfresserei, den sie am Ufer des Eongo von dem Missionsdampfer Goodwill" aus beobachteten. Der EapiÜiN wollte eines Abends bei einem Dorfe vor Anker gehen, an dem er betkits oft angelegt hatte. Da wurde ihm von zwei belgischen EongostaatsOsficieren am Ufer bedeutet, er dürfe dort nicht anhalten, da die congostaatlichen Truppen gegen die Dorfbewohner kämpften. Die vier Missionare sahen am Ufer !)Nen schen leichen liegen, von denen einige bereits zerlegt waren, um später verspeist zu werden. Ein farbiger congostaatlicher Soldat schleppte gerade zwei menschliche Beine fort, während ein anderer Soldat ein Bein in einen Korb steckte. Andere nichtuniformirte Eingeborene waren ihnen behülflich. Der Goodwill" setzte seine Fahrt nach Basoko fort, wo der Borgang den congostaatlichen Behörden mitgetheilt wurde. Die Untersuchung darüber dürfte in Leopoldville oder in Boma stattfinden. In der congostaatlichen Armee dienen zahlreiche Eingeborene aus .Uanniba lcnstämmen, die auch als Soldaten ihre Gewohnheiten nicht ablegen, und manche Officiere wagen es nickt, ge gen die Menschenfresserei ihre? Leute cinzuichreiten. VoreinigerZeit wurde berichtet, daß die in einem Parisc. Kloster verstorbene Z'ljährige Chilenin Maria Delaluz ihren Anspruch an daS Familienvermögen in Höhe von 60 ?Ni'lionell Francs dem Bankier des Klosters. Herrn Gosselin. letztwillig vermacht habe, daß aber die Familie das Testament anfechte. Zu dem erwarteten Proceß wird es nun nicht kommen, denn Gosselin hat dem chilenischen Eonsul in Paris erklärt, daß er auf die Erbschaft verzichte, weil er den Schein vermeiden wolle, als habeFräulein Delaluz nicht freiwillig verfügt. Gosselin's zweiTöchter verkehrten nämlich sehr freundschaftlich mit der Erblasserin. Sein Entschluß wird von seinen Eollegen. den beeideten Wechselagenten der Wiener Börse, vollständig gebilligt. Die Angelegenheit gilt als erledigt; die Familie Delaluz verzichtet darauf, nachzuforschen, was aus diN sechzehn Millionen geworden ist. die die Verstorbene während ihres Aufcnthaltes im Kloster als Zinsen bezogen hat. E!n vorzügliches ylrur wasfer und Putzwasser für Metalle ist das abgepreßte Wasser vom Gereibsel aus frischen Kartoffeln. Es widersteht diesem Wasser, das man genau so verwendet wie jedes andere Fleckenwasser, kein Fleck irgendwelcher Herkunst, mit Ausnahme der von farbigen Fruchtsäften oder Rothwein hervorgerufen, es hat keine ätzende Wir kung. riecht nicht unangenehm, ist nicht explosionsgefährlich wie Benzin, schont jede Farbe, ist vor allen Dingen aber billig nnd immer zur Hand. Auch als Metallputzwaper ist dieses KartoffelWasser von der vorzüglichsten Wirkung. Winddichte Fenster. Um undichte Fenster für den Winter luft dicht zu machen, empfiehlt es sich, einen Löffel voll Gips mit Wasser zu einem Brei anzurühren und diese Mischung, die sehr schnell hart wird, in die Ritzen der Fenster zu streichen. TinteamBoden. Dielen und Fußböden von Tintenflecken zu reini gen: Es wird 1 Theil Schwefelsäure unter beständigem Umrühren nach und nach mit 8 Theilen Flutzwasser gemischt und in einer Flasche aufbewahrt. Die Flecken werden mit warmem Wasser benetzt, etwas von der Flüssigkeit darauf gegossen und mit einem grißen Lappen tüchtig gerieben. Dies wiederholt man, bis die Flecken, nachdem die Stelle trocken geworden. nicht mehr sichtbar sind, und wäscht sie mit warmem Wasser.

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