Indiana Tribüne, Volume 27, Number 142, Indianapolis, Marion County, 6 February 1904 — Page 5

Jndiana Tribüne, tt. Februar 190i,

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Her fltinir 3fntcr. Von tiarim rorki. Da-, runbf Fenfttk meiner stammet ging n..ch dem $:rängnifaf hinaus. '. : u;j genügend eit, um von meinem erhctjte:: 3lantpuntt au die Bevölkerung de Gefängnisse näher kennen zu lernen, und ich wußte, daß der lustigst Mann unter seinen düsteren Bewohnern Zahn hieß. lis w.-r ein uniersetzter. dicker, kleiner Mensch mit rothem Gesicht und hoher 2tirn, darunter ein Paar großer jeller 'lugen stet lebhaft blinkten.

lie Mutzt trug er auf dem $ritT-

seine von dem kurgeschorenen

stov' aenenben Ohren verliehen ihm etwas 5tomiscbes. er immn kichernde, bewegliche und lebhafte Kamerad war im Gefängniß Gegenstand allgemeiner Anbetung; stetz war er von einer Schaar grauer Genossen umgeben, und er erheiterte und zerstreute sie mit verschiedenen tollen Einfällen; so verschönte seine Heiterkeit dieses düstere, eintönige Leben. 8ttfer Zahn gab es im Gefängniß noch einen Lieblingeine braune, dicke stahe; ein kleines, verspieltes, von allen verwöhnte? Thierchen. Beim Epaueroang suchten die Arrestanten sie jedesmal auf, aniiisirten sich mit ihr, liehen sie von H-inden zu Händen wandein, liefen ihr im Hofe nai und ließen sich von ihr die Hände und die Gesichter zerkratzen. Wenn die statze an der Bildfläche erschien, dann lenkte sie die Aufmerksamseit von Zahn ab. und dieser konnte damit nicht zufrieden sein. Wenn sein Publikum sich mit der statze vergnügte, da blieb er allein, setzte sich in irgend eine (5cke des Hofes und beobachtete von hier aus die stameraden. die ihn in diesen Augenblicken vergaßen. Zahn war neioisch auf das Thierchen. das mit ihm die Gunst der Menge theilte, und ich fürchtete, daß er sich eines Tages rächen würde. An einem hellen Sonnentage, als die Arrestanten auf den Hof geleitet wurden, bemerkte Zahn in einer licie de5 Hofes ein Faß mit grüner Farbe; die Maler, welche die Dächer des Gefängnisses gestrichen haben, hatten es dort sieben lassen. (5r trat näher heran, sann eine Weile nach, tauchte schließlich einen Finger in die Farbe

und färbte sich den Schnurrbart grün. Dieser grüne Schnurrbart auf seinen? rothen Gesicht erweckte ein allaerneines Gelächter. (Gerade in diesem Augenbl'.ck erschien die braune statze auf dem Hofe. Ganz gemüthlich schritt sie über den Hof, bob graciös ihre Pfötchen empor und wedelte mit dem nach oben gerichteten Schlvanz. , Brüder!" rief Jemand, Mieze ist da." Ach! Mieze-Kätzchen!" Pussi! Brannköpfchen!" Sie griffen die statze, streichelten sie und rissen sie sich aus den Händen. Um Zahn berum ward es leer. Brüder! hört, wir streichen die statze an!" ertönte plötzlich eine Stimme. Unter den Arrestanten wurde e-3 laut. Dabei kann sie draufgehen!" bemerkte Jemand. Ach was, mach Dich daran, Zahn? Streiche kurtig!" Zahv hielt die statze bereits in der Hand und ging mit ihr an das Faß heran. Dabei sang er: .lüfqkpnkjt. hier ist schau'n, Wie ein entehrn, hiibsch und braun, Grün wird angemalt im 9U; !rcnnvk, sinat und tanzt dazu! Lautes Gelächier erschallte, die Arrestanten hielten sich die Seiten und traten zurück ich konnte sehen, wie der Spaßmacher die statze am Schwanz ergriff, sie in das Faß tauchte und tönzelnd dazu sang: Riani nicht nnd halt sein still, Wie- a dcr Patiienvater will. Neues Gelächter erschallte. Eine dünne Stimme quietschte: M-oj!-Ach, st Inder!" stöhnte ein anderer. Sie würgten sich, prusteten vor Lachen; es krümmte die Leiber dieser Mensehen, verbog und schüttelte sie, erschallte in der Luft mächtig, immer stärker werdend, beinahe zum hysterischen strampf ausartend. Aus den Fenstern der Frauenabtheilung sahen lächelnde Gesichter u.iter weißen Tüchern hervor. De: Aufseher stand mit dem Rücken an die Wand gelehnt, steckte seinen dicken Bauch vor. den er mit beiden Händen festhielt, und stieß ruckweise, in tiefe:n Baß. Lachträmpfe aus. die ihn zu erfristen drol ten. (5S ist genug, der Henker hole Dich!" rief stöhnend ein Rothbärtiger. Aber Zahn war in Rage gerathen. Um ihn herum tönte das sinnlose Lachen der grauen Menschenschaar. und er wußte, daß er es war. der sie zum Lachen veranlaßt hatte. Aus jeder seiner Bewegungen, jeder Grimasse seines beweglichen, launischen Gesichts blickte dieses Bewußtsein deutlich hervor, seine ganze Gestalt wuchs im Genusse ds Triumphe. Jetzt hielt er die statze am stopf, und während er die überflüssicze Farbe von ihrem Fett abschüttelte. hörte er nicht auf zu tanzen und zu improvisiren: A'ifl'f Brüder, sehet f)cr: Unsrer ctafct eZ ist schwer (Eilt's 'nen Namrn nun zu finden, IBtffeCfl einen wir ergründen?" Alles lachte mit der Schaar der Ar restanten, die von sinnloser Heiterkeit ergriffen war.

Endlich legte Zahn die grüne statze euf den Rasen, der hin und wieder wie Inseln zwischen den Steinen des Gefängnißhofes auftauchte und setzte keuchend, schwitzend und erregt seinen wilden anz fort. Ader das Geeichter begann ab.uneh. men. (ii? hatte die Lenie müde gemacht. Tort kreischte noch einer hyfte risch. GHttiC kicherten noch weiter, aoer mit Unterbrechungen. Zuletzt scwiegen alle außer Zahn, der seinen Sing sang brummte und der statze. die leise und jämmerlich miauend über den Na sen schlich. Tie Farbe rnußie sie wohl olind gen.acht und ihti Bewegungen ge lahmt haben; unsicher kroch sie aus ihren zitternden Pfötchen. blieb cf: stehen, alL bliebe sie am Rasen k'eoe.i und miaute unaufhörlich. Da? Publikum betrachtete seinen stünstler mit übersättigten Augen. Sie miaut!" bemerkte ein junget Bursche, nickte der statze mit dem stopfe zu und blittte die stamerad?n an. Tce betrachteten das Thierchcn und schwiege. Indessen winselte die statze her.er reißenv urid rief in der Stimmung der Arrestanten eine W:afüon hervor. Wird sie krepircn?" fragte der junge Bursche. Nieuwnd antwortete ihm. i kleine, grüne Häufchen rollte langsam zu Füen dieser rohen Menschen und war in seiner Hilflosigkeit gan järnmerlich anzuschauen. tr Bursche, tra: 2nz nahe an die statze heran und hob sie auf. legte sie aber gleich w eder auf den IHafen und sagte: Sie ist ganz heiß " Dann sah er die stameraden an und sagte irauria: Unsere Mieze! Nun werden wir keine Mieze mehr haben. Wesh.ilb wurde das Thier ge? tobtet ? Was" Nun. es wird sich noch erholen." sagte der Nothhaarige. Das grüne, entstellte Thier schleppte sich über den Rasen, zwanzig Paar Augen verfolg ten es. kein (Besicht trug mehr die pur eines Lächelns. Alle waren niederge drückt, sie schwiegen alle und sahen ebenso jämmerlich aus. wie die arme statze. tir, der verwünschte Spaßmacher! Nun" sagte Zahn besänftigend es haben doch alle dazu beigetraq?n!" (5in kalter Schauer durchrieselte ihn. Alle zusammen!" --machte ihm der junge Bursche nach. Wieso? Du allein bist der Schuldige " Wenn man sie in Petroleum badete, dann ginge die Farbe ab." Meiner Ansicht nach sollte ma sie am Schwanz fassen und üb.'r . die Mauer werfen" sagte Zahn und sögt lächelnd hinzu: Das ist das einfachste!" Wa a?" kreischte der Rotbe. Und wenn ich Dich selber so nähmet Willst Tu r Teufel!" schrie der junge Bursche, riß dem Alten die statze au: den Armen und stürzte davon. Der Alte und noch einige andere eilten ihm nach. Da blieb Zahn allein zurück im streife von Menschen, die ihn mit bösen, finsteren Augen anschauten. Sie schienen darauf zu warten, daß er etivathäte. Ich war es doch nicht allein, Sa meraden!" sagte Zahn in klagendem Ton. Der Nothbaarige versetzte ihm einen Faustschlag in's Gesicht. Der stün :ler wich zurück, aber dort begegnete er einem Nackenhieb. Brüder!" flehte er. Aber seine Brüder sahen, daß die beiden Aufseher sich entfernt hatten; so umschlossen sie ihren Liebling in dicht gedrängter Menge und stürzten ihn mit wenigen Stößen zu Boden. Bon Zeit zu Zeit ließen sich dumpfe Laute vernehmen, sie stießen mit den Füßen nach seinen Wippen, sie schlugen ihn. ohne Uebercilung. ohne Wuth und warteten ruhig ab. bis der wie eine Schlange sich windende Mensch eine besonders günstige Lage für einen neuen Fußtritt annahm. Zahn lag mit der Brust am Boden, sein Rücken zitterte er weinte wohl hustete und rciusverte sich fortgesetzt. Dann versuchte er vorsichtig, als fürcht tete er, seine Glieder zu verlieren, sich von der Erde zu erheben, nützte sich mit dem linken Arm auf, dann schob er einen Fuß unter und, wie ein kranker Hund winselnd, nahm er eine sitzende Stellung ein. Verstelle Dich nur!" rief der Nmh haarige drohend. Zahn gab sich einen Ruck und stand in einem Nu aus den Füßen. Dann ging er schwankenden Sckrittes auf eine Mauer des Gefängnißgebäudeß zu. Eine Hand drückte er an die Brust, die andere hielt er au -gestreckt. Jetzt berührte er mit ihr die Wand, blieb stehen und ließ den stopf pst Erde sinken. Er hustete. Ich sah dunkle Tropfen zur Erde fallen; man sah es deutlich, wie sie am grauen Hintergrund der Gefängnißmauer schillerten. Und die anderen lachten über ihn. Die statze war seitdem verschwunden Zahn brauchte mit keinem mehr die Aufmerksamkeit der Gefängnißbewohner zu theilen. ?ic sortsdirittlidic !ö,1,i. . . . Nun haben Sie schon den bei: ten Liebhaber, seit Sie bei mir sind! Zuerst hatten Sie ein Verhältniß mit einem Droschkenkutscher, dann mit einem Trambahnschaffner, und jetzt haben Sie einen Chauffeur! In Ihrem Alter könnten .Sie endlich gescheiter werden!" 0 mei', gnä' Fran -ich bin halt auch ein Opfer des Fort' schritts!"

Bei den Straslingen in Neukales donien.

Wenn man mit dem Dampfer von Sydney nach Neukaledonien fährt und endlich die Gestade der Insel erblickt, fühlt man alsbald den Zwiespalt, der den Besucher hier nie verlaßt. Im Gegensatz zu weiten Strecken deö austra' iischen Festlands, die zur ewigen Dür re und Unfruchtbarkeit verurtheilt scheinen, hat die Natur für Neukaledonien mit mütt?rlicher Liebe gesorgt. Die Franzosen haben aus Neukale. donien ein großes Zuchthaus gemacht, und solange die Inseln diesen Charak ter bebakten, ziehen freie Leute natürlich nach einer andern Eolonie. Als man nach der Unterdrückung der Pari ser Eommune zehntausend politische Sträflinge in dieses Land gebracht hatte, dessen gesammte weiße Bevölkerung vorher kaum fünfzehntausend stöpfe betrug, konnte man sich einen

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W o h n h a u deö Direktors. Augenblick der Hoffnung einer Besse rung hingeben. Diese Hoffnung mußte sich als trügerisch enveisen, da die politischen Deportilten sehr gut wußten, früher oder später werde ihnen ein Politischer Umschwung im Mutterland die Freiheit wiedergeben. Die Amnestie erwartend, dachten sie nicht daran, sich in Neukaledonien fest anzusiedeln und Wurzel zu sassen. Außer den im Land Gestorbenen sind keine hundert politische Sträflinge in Neukaledo nien geblieben, als die Begnadigung ihnen die Rückkehr nach Frankreich ermöglicht hatte. Das Zuchthaus beginnt für die Sträflinge natürlich schon in Frank reich und hört während der Ueberfahrt nicht auf. Unten im Zwischendeck sind starke Kammern aleich stäsiqen gebaut. Zwischen den stammern ein schmaler Gang, wo Tag und Ncicht dir bewaffneten Wächter auf- und ab-

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Sträflinge bei der Arbeit: Anfertigung von E onsernen. schreiten. An jedem Ende des Ganges steht eine kleine Ztanone. fertig zum Feuern. Wer sich eine respektlose Antwort oder sonst eine Insubordination gestattet, wird in Eisen geschlossen und hinab in den Schiffsraum gebracht, wo man dunkle Zellen eingerichtet hat. Erst im Hafen von Noumea verlassen die Sträflinge ihre stafige. erscheinen einer nach dem andern an Deck und werden von den kleinen Dampfschalup pen der Gefängnißdirektion an Land gebracht. Sie berühren die etwa mehr als viertausend Einwohner zäh' lende Hauptstadt Noumea überhaupt nicht, sondern kommen nach der Insel Nou. wo ein großes Zuchthaus mit Zellen für die zum Tode Berurtheilten. Werkstätten. Magazinen, stasernen. -nein Krankenhaus und sonstigem Zubehör erbaut ist. In diesem Gebäude ist Platz für zweitausend Menschen, nnd um im Fall eines Aufstande zur

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Die Zellen d e s Gefäng. n i s s e s. Hand zu sein, garnisirt hier eine Eorn pagnie Infanterie. Ter Direktor des Gefängnißwesens untcrucht zunäch,. die Papiere der neuen Ankömmlinge und theilt sie danach in Unverbesserliche. Mittelmäßige und Gute ein. Eine weitere Einteilung geschieht nach ihren natürlichen Anlagen und professionellen Geschick lichkeitcn. Den neuen Ankömmlingen werden die härtesten Arbeiten zugetheilti stu-nal-und Wegebauten. Steinbruch. Ein- und Ausladen der Schiffe. Sie dürfen nicht sprechen, erhalten nur ausnahmsweise andere Nahrung als Wasser und Brot und werden in den Arbeitspausen eingesperrt. Nach und nach erwerben sich die Sträflinge durch gute Führung das Recht zum Aufsteiaen in die zweite Klasse, indessen geicbieht dies fast immer erst, wenn sie

die Hälfte lhrer Skszett abgedtem

haben. In der zweiten stlasse beschäftigt man die Sträflinge in den Werk stätten und Fabriken, die dritte endlich darf innerhalb der Insel frei herurngehen. Geschäft. Handwerk oder Ackerbau treiben und ist nur verpflichtet, sich all. wöchentlich auf der Amtsstube einzu finden und somit ihr, Anwesenheit zu bekunden. Es gibt solche ..Libereö" in Neukaledonien. die in ihrem Geschäft viel Geld verdienen und die zu den angesehensten Bürgern gehörten, wenn sie eben nicht das Stigma des Bagne" trügen. Eine eigene Gerichtsbarkeit, das so genannte ..Tribunal Maritime Svecial", urtheilt über die Sträflinge. Die Richter sind sämmtlich Soldaten. Thätlicher Angriff oder Rebellionsversuch wird mit dem Tod bestraft, auf Flucht. Fluchtversuch und Diebstahl folgt Einzelhaft von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Zwangsarbeit und doppelte stette. Früher durfte kein Todesurtheil ohne Genehmigung des Präsidenten der Republik vollzogen werden, seit einigen Jahren aber hat der Präsident sein Begnadigungsrecht an den Gouverneur von Neukaledonien abgetreten, soweit Sträflinge in Betracht kommen. Dem Gouverneur steht der Privatrath zur Seite, und wenn zwei Mitglieder dieser Körperschaft f'ir Begnadigung stimmen, darf der Gouverneur die Todesstrafe nicht voll ziehen lassen. Die Guillotine wird von Sträflingen bedient, und die Hinrichtungen finden in Gegenwart der gefesselte Sträflinge, bewacht von Soldaten und Aufsehern, statt. Wenn der Berurtheilte auf dem Gerüst erscheint, tönt der Befehl: l?andamn8, ü Genour!" und sämmtliche Sträflinge müssen niederknien. Die zweite Strafe ist die Einzel, hast: die Zelle ist 10 Fuß lang. 3Vi

Die Zellen der zum Tod Berurtheilten. Fuß breit und sehr niedrig, die Nation des Beurtheilen mi;d vermindert und beim leisesten Anlaß auf trockenes Brot reduzirt. Jeden Tag wird er eine halbe Stunde lang, das Gesicht von einer stapnze bedeckt, allein in den Hof geführt. Da der Mann den ganz'n Tag in seinem engen Loch sitzt. n?cht arbeitet, liest, schreibt odcr sich sonst irgendwie beschäftigt, so ist vollständiger Blödsinn oder Tod nach gewisser Zeit sein sicheres Los. Die gewöhnlichen Sträflinge werden nur in der Nacht voneinander getrennt, da jeder allein in feiner Zelle schläft. Tie arbeiten in einer gemeinschaftlichen Werkstatt. Ihr stleidunq besteht aus Hose und stittel. beide aus alten Säcken hergestellt. Die sogenannte Doppelkette ist nickt so schlimm wie ihr Name, und der Sträfling schleift keine Eifenkugel hinter dem Fuß her. Die stette hangt an einem um die Knöchel des linken Fußes befestigten eisernen Band nnd wiegt V Pfund. Beim Geben hebt der Sträfling sie auf und be f?stiat sie am stnie. Nach wenigen ?fl otn schon ist er an ihr Getoicht gewohnt, daß er da? Vorhandensein der ftctte kaum noch svttrt. Die Zahl der Fluchtversuche ist sehr groß, aber fast immer werden die Flüchtlinge früher oder später wieder eingefanaen. es sei denn, daß sie bei dem Versuch, die lfiOO Seemeilen entfernte australische Küste zu erreichen, umgekommen seien.

Kassee-Verbotc.

Zuchthausstrafe auf staffeetrinken klingt heute unglaublich. Und dennoch erließ die sturfürstliche Regierung am 2.1 December 1766 von Bonn aus auf Antrag der Landstände des Herzogthums Westfalen, daS zu stöln gehörte, eine Verordnung, der gemäß der Handel mit staffee, sowie der Genuß dieses Getränkes allen Bürgers-, Bauersund Arbeitsleuten bei Vermeidung harter Strafen verboten ward. Desgleichen wurde die Abschaffung alles staffeegeschirrs streng anbefohlen. Nur den höheren Ständen ward der Bezug von staffee aus dem Ausland und ein mäßiger Genuß gestattet. Dieses Verbot, wie auch ein wiederholtes von 1767 nützte nicht viel. Am 6. October 1770 erlaubte man, um den Ankauf im Ausland zu hintertreiben, den Verkauf im Jnlande, auch den Genuß, aber es mußten die Wohlhabenden dafür jährlich 4 Thaler, jede andere Haushaltung vierteljährlich 1 Thaler bezahlen. Als aber dann das staffeetrinken sehr stark zunahm, kam am 17. Februar 1781 ein neuer Erlaß, der nicht nur allen Handel mit rohem und gebranntem Kaffee und alles Kaffeeschenken unter schweren Geldstrafen und Zuchthausstrafen verbot, sondern auch untersagte, daß Kaffee vom Ausland in weniger als SO Pfund bezogen werde. Diese 50 Pfund durften aber nicht vertheilt, nicht verschenkt, sondern nur von einem Einzigen gebraucht werden. Hausfrauen, die den Dienstböten Kaffee gaben, wurden ebenfalls schwer bestraft.

Gis5ttvttkn ' Fuhrpinn. Tleveland, Cincinnati, (Lyicazo & 5t. Couis Kaiser.

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