Indiana Tribüne, Volume 27, Number 141, Indianapolis, Marion County, 5 February 1904 — Page 4

WWrVM

Jndtana Tribüne, ff, Februar lOO'l

Zndiana C-nbüne. H,rauedn von btt utenderg Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium '

Präsident.

e s ch ä f t S l o c a I t No 81 Süd Delaware Strafte. TELBPMONE

H ( . the l'ttt VW al liuiianapoNa u ecnnd : matter.

Kentuckn und Turbin.

Heftige Worte und bittere Wrte sielen Mittwoch im Abgeordnetenliause in Washington Über die Inschutznahme brt JustizflUchilinaS Taylor, früheren KcuverneurS von Kentucky, durch den Gouverneur von Jndiana. Man kaun es den Kentuckier Abgeoldneten auch nicht übel nehmen, dak sie ihre Worte nicht besonders milde wühlten, und zwar hauptsächlich, weil Wernö. Turbiu in unserem Staate der Majestät des lÄesetzeS durch Bajonet und Kugeln I erkcuuung verschasst. lin Mann, der der derartig bestrebt ist. besetz und Ordnung im eigenen Staat selbst mit Waffengewalt zu vcr. theidigen. macht sich gelinde auöge driickt, einer großen Inkonsequenz schul dig. wenn er einen Nachbarstaat daran verhindert, seine Gerichtsbarkeit auözu Üben und dabei den Zweis?l als Kttt ichuldigunq angiebt, dak Taylor kein gerechtes Verfahren in Kentucky finden wlirde. Die ffrage liegt nahe, ob Gouverneur Durbitt sich auch gewei gert haben wlirde. Taylor an seine zu ständige Behörde auszuliefern wenn er Demokrat gewesen wäre. Böse Schlüsse lassen sich aus dem Vorgänge ziehen uud wurden während der De batte im Hause gezogen und die folgen der Handlung DurbinS dürften schwer abzusehen sein. Man kann es Ken tucky nicht verdenken, wenn es in seiner Empörung?so weit geht, flüchtigen In-dianaer-Angeklagten eine Freistätte in Kentucky zu gewähren und alle Rcqui sitiouen deS Staates Ir.iana auf Btt lieferung unbeachtet läßt. Gouverneur Durbin hat durch seine Weigerung die Rechtspflege im Staate Kentucky gräblich beleidigt und zn glei cher eit auch den Verdacht erregt, daß er selbst an die Mitschuld Taylor's an dem GoebclMorde glaubt. ES läßt sich wohl annehmen, daß. nachdem die erste Aufregung über den an Gocbel be gangcnen Meuchelmord sich gelegt hatte, die Justiz von Kentucky in würdiger Weise die Anklage gegen Taylor ge führt haben würde. Jedenfalls war es nicht Durbin's Sache, die Auslieferung Taylor's zu verweigern, weil er befürchtete, derselbe konnte in Centucky uicht unparteiisch processirt werden. Gouvcrueur Durbin muß gewichtige persönliche Grunde gehabt haben, die ihn dazu führten, unseren Nachbarstaat in Ausübung seiner Gerichtsbarkeit zu hindern. Daß der Kentuckier Abgeordnete James die Gelegenheit nicht'' vorbei gehen ließ, auf den Lobbrief, welchen Roosevelt an Gvuverucur Durbin sandte, weil derselbe so prompt im eigenen Staate mit der Miliz eingriff. zurückzugehen, war wohl von der Leideilschast des Augenblickes eingegeben und an den Haaren herbeigezogen. Viel richtiger wäre es gewesen, wenn Herr James betont hätte, daß trotzdem das Staatsdepartement wußte, daß der Budler Kttifc in St. Louis kaum emen gerechten Prozeß erwarten konnte, es alle Hebel in Bewegung setzte, um den muthrnaßlichen Vcrbrc cher zur Strecke zu bringen und seine Auslieferung voll Merico durchzusetzen; aber Kratz war nur ein untergeordneter Politiker und nicht wichtig ge nug. um seinetwegen der Rechts pflege eines großen Staates Hohn zu sprechen. Hütte Kratz den derno kratischeu Gouverneur von Miffouri abmurksen lassen, damit ein Republik ner deiH Posten einnähme, dann hätte er, wie Figura zeigt, nicht Schutz im Auslande zu suchen brauchen, sondern ein Asyl in Indiana finden sönnen.

Der Beginn des befürchteten KriegeS in Oftasien scheint sich in Wirklich keit nur deshalb in die Länge zu ziehen, weil keine der beiden Mächte den ersten Schlag führen will. Zn Chicago ist jetzt auch die Schankfperre um Mitternacht auf die Verei.re ausgedehnt worden. Die Stadtvüter sollten sich weniger um die Kncipgefahren als um die Gefahren, welche die Vernachlässigung der Bau Ordiuanzen mit sich bringen, kümmern. Ein ..Brand" in der Kneipe ist nie mal so gräßlich als ein Theaterbrand.

Die s raukheitSanfalle, unter denen Senator Hanna zu leiden hat. wil der holeu sich 'N letzter eit immer häufiger uud auch dem Auge des Laien kann es nicht verborgen bleiben, daß die (5esundheit des Senators schwer crschüt tert ist. Auch der politische Gegner Hanna'S wird Mitgefühl darüber empfinden, daß dem Ehrgeize eineö in seiner !rt zweifellos bedeutenden Mannes durch körperliche Gebrechen ein Ziel gesetzt ist. Denn eS ist jetzt doch wohl klar, daß allgeflchtS dieser Sachlage an eine Prasidcntschaftst'andidatur deS Senators im Ernst.' nicht gedacht werden kann. ES wäre in hohem (Mrade erstaunlich. wenn der sonst fo nüchtern denkende Herr Hanna, so bitter es ihm sein mag. nicht selbst die Aussichtslosigkeit aller weiteren derartigen Hoffnungen er keuut.

Kreis'Auwalt olk mnsz nun in seiner Verfolgung der St. Louiser Blldclgrößen nochmal von vorm an fangen. Dank der Thätig'eit des Mifsourier Obergerichts, welches auf lrund eingebildeter technischer Punkte die mei sten von ffolk erzielten Urteile gegen Budler umstieß. Gerade jetzt ist der neue Prozeß gegen den demokratischen ..Boß" und Oberbudler Ed. Butler in kulton. Missouri, wieder begonnen worden. Als Butler damals in Anklagezu stand versetzt wurde, warf er sich gerade so wie die angeklagten PostamtSbetrü' ger und Senatoren in die Brust uud erklärte, daß er die gründlichste Pro cessirung wünschte, wobei er allen nur möglichen Vorschub zu leisten gedenke. Ehe aber der Prozeß uoch begonnen hatte begannen Vutlers Anwälte, mit allen nur möglichen technischen Finessen den Proz-ß zu verschleppen ohne jedoch eine Verurtheilnng verhüten zu können. Der Fall gegen Butler ist so lehrreich, daß wir hier iu Kürze etwas über die Zeugenaussagen bringen: Murrell. einer der verurthciltcn Unterhäusler, erzählte von dem Zwecke des Unterhaus - ..Eombine". von den abgehaltenen Spezialsitzungen und den Plänen der 1 ..Getreuen" für Annahme jeder Bill so viel als möglich zu verlangen und herauszuschlagen. Dann erzählte er von den Besuchen des Altgeklagten Ed. Butler im Sitzungssaal? des Unterhauses und seinem A ierdieten, entweder 847,500 für Annahme der bekannten Bcleuchtungsbill oder gar nichts bezahlen wollen. Anfangs hatte das ..Eombine" auf die Bezahlunq von $75,000 gedrungen. Butler's Weigerung, so viel zu bezahlen, brachte die Mitglieder deS ..Eombine" jedoch bald zur Vernunft. Sie muß ten, daß der Boß" in solchen Sachen keine ullnöthiger, Worte zn vergeuden pflegte. Ein Eornite wurde ernannt und beauftragt, das Geld in Butler'S Office, au 10.. uahe Market Straße, abzuholen. Kelly und Sheridan wur den mit diesem Auftrage beehrt uud Helms folgte ihnen in angemessener Entfernung, um den Beobachter zu spielen und nach dem Rechten zu sehen. Die Herren Mitglieder des Eomdine" scheinen betreffs ihrer Ehrlichkeit unter sich selbst keine allzuhohe Meinung ge habt zu haben. Durch John Helms, ein anderes Mitglied des ..Eornbine". wird Eol. Ed. Butler direkt mit der Bestechung des ..Eombine" in Verbindung gebracht werden. Er will gesehen haben, wie sein College Ehas. A. Gutke an demselben Nachniittage in der Nähe der Stadthalle $'20,000 zurückgab welche die 19 würdigen Stadtväter auzuneh rncn sich geweigert hatten. Gntkc zeigte angeblich seinen Kollegen die erwähnte Summe. Helms trieb die Neugier, den ..Wohlthäter" jennen zu lernen. Er will deshalb Gutke aus dem Sitz ungssaale gefolgt fein und gesehen ha den, wie Gutke das werthvolle Packet chen dem in der Nähe wartenden Boß" Edw. Butler zurückgab. Murrell und HelmS schilderten dann die bekannte Geburtstagsfeier in Aldermann Julius Lehrnann's Heim in Nord St. Louis, wo die Budelgelder unter die Getreuen" vertheilt worden fein sollen, während Inlitts im Parlgr das Lied: ..Home, fmeet Home" fang. Alle, mit Ausnahme Harrn A. Faulkner s, waren angeblich anwesend, doch soll auch der abwesende Freund und Bruder crhal ten haben, was ihm zukam". Die Aussagen der Zeugen Helms und John K. Murrell werden durch die Ed. E. Murrell'S, Otto Schumacher'S, Geo. F. Robertson'S und Wm. M. Tamb lin's bestätigt werden.

Raucht die Tish I Mingo.

Gegen den Kohlenqualm-Unsug

Wird der VMJspOetor wieder vorgehen.

BauInspcctor Stailley begann fl stern einen neuen Feldzug gegen den KohlenqualM'llnsug. Er fand, daß die Klagen über den Kohl.'nqualm der Home Hcating & Lighting Eo. theilweise berechtigt sind, da die von der (fo eingestellten automatischen Stocher nur unvollkommen arbeiten; doch müsse er zugeben, daß die Compagnie versucht habe, den Anordnungen der städt. Dr dinanz nachzukommen. jg gleiche Weise sprach der Inspcctor sich betreffs des Denison HotelKohlulanalmcs aus, während er die im Newton Elaypoool lebällde angebrachten Kohlenqualm Verhtttungsapparate sür völlig unzu reichend bezeichnete. In der Heizungs Anlage deS BallardBlockS fehlen über hauvt jegliche derartige Vorrichtungen. Inipector Stanley wird noch mehr diesbezügliche Daten sammeln, ehe er gerichtlich gegen die Ordinanz Verletze? vorgeht.

Demokratische eitungs Herausgeber Und ihre glänzend verlaufenc Jahres Petunien.

Die gestern im Grand Hotel abge haltene jährliche Zusammenkunft der ..StaatS'Berrinigung von dcrnokrati schcn eituugShcrausgkbcrn" erfreute sich einer zahlreichen Betheiligung und nahm einen sehr interessanten Verlauf.

Nachmittags wurde eine kurze Geschäftsversarnrnluttg abgehalten, in der A. I. Dipboye vom ..Kolumbus He rald". bisheriger BicePräsident, zum Präsidenten erwählt und W. H. cke, aus Lawrenceburg zum 2. Male als Sccretär wiedererwählt wurde. Von z? bis 8 Uhr Abends wurde, nach einer gemeinschaftlichen Theater Partie für Damen iinö Herren, in den ParlorS des Hotels ein großer Ein pfang veranstaltet und später am Abend folgte daS Hallptereigniß der Reunion, das Fest-Banquet. An demselben nahmen folgende Herren, zu meist mit ihren Damen. Theil: B. F. McKey, Ledanon Pionier; W. H. Rucker, Lawrcnccburg Register; B. I. Lontha'.n. Logansport Pharos; I. E. McDonald. Ligonier Banner; tt. W. Thomas, isorydon Deinocrat; H. A. Barnhart, Rochester Sentinel; Frau Hefter. A. Moffett, Elwood Record; lUay Metöker, Plymouth Demo cral; Lew G. Ellingham, Deca tur Democrat; W. (L Ball, Tcrre Kaute Gazette; I. O. Behymer, Tip "ton Times; I. N. Marsh. Kolumbus Times; ffrank McKee, Portland Slln; E. E. Car. Hartford City Telegram; A. I. Dipbolie. Kolumbus Herald; . M. Isherwood, Hoosier Democrat von Mora; I. B. yanl f ner, Michigan kity Dispatch; I. B. Workman, Lafayette; Luther Short, Franklin; Leroy Arm strong, Lafayette Democrat: Peter Walrath. Evansville; W.B. Westlake. Ma rion Lead''?; W. S. Shambers, New castle T.'mocrat; Gcsrgc I. Roby. gow ler. Benton Rcview; I. P. SirnonS, Monticellu Democrat. Der letzte Präsident, Herr Ben F. McKey aus Ledanon, fungirte als Toastincist.'r und folgende Herren und Damen hielten während deS Festmahles

turze, aber eindringliche und mit Bei fall aufgenommene Reden, in denen be sunderes Gewicht auf die glänzenden Aussichten der Partei auf Sieg im näch sten Herbste gelegt wurde: Präsident F. McKcy. Ledanon; Frank D. Heimbach, Muncie; Frau Z. O. Henderson, Indianapolis; W. (5. Belle, Terrc Haute; Hale Keene, Bcr trcter der Studenten der Indiana Universität; Frau A. D. Moffett, wood; L. G. Ellingham. Decatur; Clay Metöker, Plymouth; Frank T. Baker. Indianapolis; E. W. Thomas. Cornoon; W. (5hamberS, Nemcastlc; u. a. m. Außer den ZeitungSherauSgebern betheiligten sich auch viele Leiter der Partei auS dem Staate an der Con vention. Die ..Metropolitan School o f M u f i c " wird heuee Abend un ter Mitwirkung folgender Schüler ein Vocal . Recita!" veranstalten: Frls. Anna Strain. Sybil Coleman, Lillian Bailey. Laura B. Harold. Esther Hang, Ilossie Charles, Fannie Hunt, Mattie Taylor, Belste Clemmons, Rose Scott und Grace Storey Larkin, uud Charles L. Jacobs, George L. Brown, W. C. Ketchum und Harry Mayee.

Ein ricsistcr Crfolst

11 nCr ein Lreigniß der Saison

War der gestrige GalaBaU der fttiiaJH os ideltty .

John Weber's Wirthschaft, No. 764 West North tr.

Daß der gestrige, der 5. jährliche Ga!aBall der hiesigen Loge No. 7 der ,.Kniht of Fidclity", der gestern Abend :n der Halle des Sttdfcitc Turn Vereins abgehalten ward, ein Glanz Erfolg in jeder Hinsicht werden würde, war erwartet worden. Standen doch erstlich die Vorbereitungen und die Festlichkeit selbst unter Leitung vorzUglicher Ausschüsse, und hatten doch in zweiter Linie die Mitglieder der Loge, die Herren Wirthe und ihre Damen schon vordem wiederholt bewiesen, daß sie eS verstehen Feste zn veranstalten, die zu den besten der hiesigen Gesell schaftS Ereignisse gerechnet werden sönnen. Noch niemals seit der Einweihluigs' Feier der Südseite Turnhalle hat sich dieselbe eines so großartigen Besuches erfreut, wie am gestrigen Adelnd. Und rechnet man dazu die rcizeude Dccora tion der Rallmlichteitcn und den Umstand, daß alle Herren in voller Gesell schastsToilette. die Damen in Herrlichcn Ball'Toilctten erschienen, daß auch uicht der geringste Mißklang das Fest störte, fo kann man sich vorstellen, daß der Ball ein Erfolg fonder Gleichen war. Die von der Firma Trümper & Sohn für die Fefträllme gelieferten Decorationen waren großartig und ernzig in ihrer Art. Die Wände des 2allsaaleS waren durch Taunenbüume verhüllt. Decke lind Balcon mit herrlichen Guirlanden decorirt. uud buntfarbige electrische Glühlichter in unzähliger Menge, ar rangirt von Herrn Hans Trümper, gaben der Halle ein vordem nie gesehenes herrliches Festgewand. Der Glanzpunkt des Balles war die große Polonaise, die von den Herren H. Reinken. Lee Auls und Jos. H. Schaub nebst Damen angeführt ward und au der nahezu 200 Paare theilnah men. Photograph (Zügen Stark nahm eine Moinent-Aufnahme dieses festlichen Umzuges. Auf der prächtig decorirteu Bühne war, zum Wohle Aller, zu Niemandes Weh. das Deutfch? Dorf" etablirt worden, das unter der kundigen lind fürsorglichen Leitung des Herrn Phil. Zapf stand. Dort concertirte Ko!?rncr's Orchester, das nebenbei auch tresflich zum Tanze aufspielte. Die Blumen uud Pflanzen'Decorationen waren von dem Floristen H. Riemalln geliefert worden. Im großen Spcisc-Saale scrvirtcn während des Balle die Damen der Südseite Turnvereins ein hochfeine Souper, und machten sich hierbei folgende Damen besonders verdient: Franen Freiberg. Präs.; Sturz. Boß. Weilacker. Koenig, Glattfelder, Pfeiffer. Gackst-ttcr, Sander, Koehler, Gupwiller, Hslle, Mitschrich. Kahn, Becker, Many. Weinenbach, Toll, Eitel. Schoenemann.Hcdderich.Lotz und FrlS. Range. Klara Gttl.uviller. Lina Gnt)willer und Lydia Koehler. Alle diejenigen, welchen sie Souper scrvirteu waren über die Qualität des Lobes voll. Borsiperin des PunchBude-ComiteS war Frau Jos. H. Schaub, Vors. deö Blurnen.Bude-CorniteS Frau I. B. Wilfon. Ihnen zur Seite standen folgende Damen : Frauen khaS. Ztm merrnann. W. Harrnening, Fred. HofHerr, Schendel, Schwier, Vollrath, Schcier, Wolf, Harnrnerle und Leppert. Alles in Allem war da? Fest ein Glanzerfolg sonder Gleichen, auf den die Veranstalter und Leiter mit Stolz zurückblicken können und dessen häufige Wiederholung sich di? zahlreichen Theilnehmer stets ernstlich herbeisehnen werden. Das Haupt Arrangements Comite bestand aus den Herren! Hg. Reinken, Vors,; E. A. Harmening, Sccr. ; Jos. Baldus. H. W. Eifert. H. Bafhcr. T. M. Tighe, Wm. Zinkand. Fred. HofHerr. I. W. Murphy, Frank O'Brien und Aua. Merkt.

-roker Jahres-Ball der Vereinigten I. O. K. P. ogen der Stadt und der Eomp. A Pythia Guards, im Deutschen Haus am Dienstag, den 9. Februar. Eintritt: Stt Gents für Herr und Dame; extra Dame 25c.

UsMsch svlott.ttconicntratiott tn Ostasien. Angesichts der Krisis in Ostasien herditni es Veachtungi dab der neu? tku,' .;. Veschwaderches Kontnadmiral o. Prittwij ud Gasfron die oftapari schtN ee'ircitträftc Tcu!schland's bis ans zwei klein Kreuztt in den chine fischen Eewc.ffer vereinet. Sämmtliche krobefUtteuzn. Mrfl Vittrattk". Hertha- und ..Hana". init beiden FlSggosfiie:cli. ein kleiner .Urcuer, ein Kanonenbosj und .ivei Hochjcetor. pedobootc lverdcn in nächster Zeit vor Tfingtau ankern, UM bei ausbreetzenden Unruhen alle zum Schutze deutschen Lebens und Vigenthums erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Der kern der Flvtte. die großen Kreuzer, dote seit Monaien in japanischen Häfen und hat jetzt seine Jnftandsetzungsarbeite beendet. Wie sehr die japanischen too&t belegt silld. eraiebt sich daran.-. dajz daß anouenbooi Iltis", wel ches nach längerer Stationirnnq im Siliangdeita das Dock von Nagafaki aufsuchen sollte, in der gangtsemüw düng seine ,-alirt unterbrechen und in Shanqdai die Dockung vornelnnen mnf'.tc. Die Docks von Nagasaki sind vollständig besetzt. Der Geschwader ci'ef hatte in 'agasaki dieser Taae eine Berathung mit dem zweiten Admiral. Kapitän r Stt v. Holtzendorff. .nr', darauf tcr lies, das Flottenftaggschifs iirft BiSmarck bij japanischen Ve Wässer. und bald folgte das zweite Admiralsschiff ..Hansa". In JapoL lveilt nur noch :er kleine Kreuzer Thetiß". und der ..Bussard" zeigt die Magge an der Nordkiifte Vorneo'ß, wo zunächst der britisch' Hafen Sandalen angelau, feil wurde. Im Vangtfrgebiet sind vier, im Sikianaediet drei Xrieasschiffe und Krleasfahrzeu stationirt. Die deutschen KrieaSschiffe haben das strei tiqe koreanische Gebiet in den letzten Monaten verniieden: nur der klein.' ier" unternahm im Dezember eine Kreuzfahrt nachdem HafenVchemulpo und erstattete dem tteschlvaderches in Naqasaki Bericht.

Mn p'.elcraffürc, bei der es sich um mehrere hundetttau send .ronell handelt, bildet gegenvär tig in Budapest das allgemeine s; sprüchsiherna. Vor einigen Tagen traf in einem kleinen Mlub der irnaa rilschcn Hauptstadt der 'Abgeordiicte (.'orq Sacellary mit Jota Dungy erska. dem Angehörigen einer sehr reichen Famalie. zusammen. Die Herren machten einSpiel, das den gan zen Tag in Anspruch nai'M. Daö Fazit war siir Dllngyeröty n:.l't sehr günstig. derÄolkvvcrtreler gtWNN ihm 18,0 Kronen ab. Dungyerörii be zahlte bis auf den letzten Heller. Ka '.ürlick bot Herr Sacellary feinenPartner am nächsten Tage Revanche. Wieder spielten sie den ganzen Tag. diesmal hatte Dungyersky ..mehr Muck". Er verlor ..nur" l'nu"" Kronen. AVer er blieb sie schuldig, auf Ehrenwort. Dav Wort wurde je doch nicht eingelöst. Die Familie Dungyerstv verweigerte die Zahlung mit der Motiviruug. Iota DungyerS kn sei nicht ganz zurechnungsfähig, er könne daher auch keine Schulde kon trahiren. Als Äelveis für diese Be hauptung wurde Hclr Iota DungyerS ty eimr Heilanstalt übergeben. Mit dieser Lösung der Angelegenheit zeigte stch aer der Gewinner nicht zufrieden. Zwischen Herrn Sacellary und der Fa lnilie Dungverßky wurden Verband langen eing''eitet. Man kam iibcrein. die Angelegenheit einem von beiden Parteien ernannten Schiedsgerichts vorzulegen. Das Schiedsgericht trat zufammen, est kain aber u keiner Crnt schkidnng. XL Vertreter der Familie DunaHeröky vroduzirten nänllich ein ärztlichem- Aitest dast Herr Joka sich thatsächlich in einer Nervenheilanstalt befinde. Auf Grund dieses ZeugnUej erklärten die Mitglied??, sich in keine Verhandlung über die Schuldver pflichtung einlassen zu können. Und so wird sich Herr Sacellary wahrscheinlich mit den gewonnenen 1A).lX)0 Kronen begnügen müssen.

(fiifliniio und Kr vciA) wollen NUN aufzer demSchiedgerichtsvertrag auch noch einen Kolonialver trag sch'icN'M. Dcr londoner (5orrcfpondenr d? (rcho dc Varis will aus berufener Quelle erfahlkn haben, dafz die französische und englische Kegiernng im Begriff seien, ein Ilcbcrcin kommen abzuschreien, durch lvelches alle schwebenden oder noc! ct.va auftauchenden kolonialen fragen und Streitigkeiten geregelt werden sollen. Die englische Regierung soll der französischen ein iibcrwieqendes Recht in Marokko einräumen, während Frankreich fei rollc'ndete Thatsache in (5gypten anennen würde, fferner würde England d i Franzosen in Siam freie Hand lassen, während diese den (5ngländern in Neufundland Zugständnissc machen würden. Durch den Vertrag, welcher bereits demnächst veröffentlicht werden soll, würden auch die das Nigergebiel und du neuen Hebriden betreffenden fragen geregelt werden.

In BurgaS haben bulga rifche Offiziere die Bildnisse des KrönPrinzen und der Zronprinzessin von Griechenland zerfetzt. Der konsularisehe Vertreter Griechenlands in Sofia hat daraufhin Genugthuung verlangt.

Indiana Züchter - Vereinigung. )ie diesjährige. .Ausstellung in der r, mania 5?alleZ wird die grfmrngsti' seit der Vrundungfter Vereinigung sem.

Beginnelld Dienstag. 9. Febr., und dauernd einfchl. bis zum 12. wird die ..Fancicrs' Ass'u. of Indiana". be. stehend aus den ZUchtern von RasseFedervieh (Htthnern. Tauben. Putern etc.) wie von Rassehunden. -Kapcn etc, in der Germania Halle ihre 5. jähr llche Ausstelluug! veranstalten. Nach den bisherigen Anmeldungen zu schliß hcn, wird dieselbedie reichhaltigste und großartigste seit dem Bestehen der Ver einigung sein und wird sie deshalb des Besuches allcrZ Thierliebhaber würdig fein. Die Anzahl der von hiesigen und auch auswärtigen Firmen gestifteten Prämien und'.Preife ist eine riesige und wird die Züchter anspornen, ihre besten Exemplare auSzustcllcu. Anmeldungen siir die Ausstellung müssenldis zum 1. Februar erfolgen. Die Beamten der Bereinigurg siud: Präs. H. D. Lane. l. Bice.Präs.? und Eupt. I. Ward. Hklfs.Supt. H. G. McKinzie. Schatzm. Victor R. Jose. Secr. C. R. Millhouse. Vice.Präsidenten 2. F. R. Hole, S. B. Johnston. A. T. M. taa bcllk recutivomitc A. Johnson, Herman Bradshaw.Z H. G. McKcnzie, l5d. B. Murphy. D. T. Root.

In der T o m t i n f o n Halle wird heute Abend der jährliche Redner Vontest der ..Staats-ollege . Redner Vereinigung" abgehalten werden. An demselben twerden sich: Albert (5. Mon ger Wabash; M. A. Wright De Pauw; Luther M. Fleger (ailham; (5haS. F. McElroy Butler: Arnold B. Hall Franklin;ZQ. T. OqleSby Hanover; uud M. S. Griffin Notre Dame, dethciligen.

..,.

Die beste U ttent tfigarre in

der Stadt, Mucho's ..ongfellow".

Frenzel Bros., No. 1 W. Washington tt (Merchauts National Bank.)

Em europäische Department.

Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen

auf alle Städte Europa.

Schiffsscheine

nacy und t,i Eurova.

An und verkauf onslündischen! Geldes.

erlassen Sie sich nicht auf Andere? 2PS (Erfolg in irgend einer Gebens stellllng kann nicht errungen werden ohne beständige und entschlossene Anstrengungen ihrerseits. Bedenken Sie, das; dieses nothlvendig ist in der Allfbauung eines Regen Tag kllnds. Eröffnen Sie sofort ein Conto mit der INDIANA TRUST

C0.

und entschliesien Sie sich diesen da ;u halten und wenn immer möglich, ;u vermehren. '.ir keahle Ihnen 3 Prozent per iahr, halbjährlich verrechnet mit M auf Zinses Zinsen am 1. Mai und I. November. Capital - - s1.000.00 Office: (rfc Washington T trabe und Virginia Avcnue.

W M Bai"

Etablirt 1863, nimmt jederzeit Sngage mentö entgegen. Irgendwelche Orchester, Mustk und irgend eine Anzahl von Musikern wird geliefert. Neue Ausstattung und neue Uniformen. 5t. A Miller, Director. Henry Sprengpfeil. Geschäftsführer, 301 Kentucku venue. Telephon-Alt, roth 3311. Neu im.