Indiana Tribüne, Volume 27, Number 140, Indianapolis, Marion County, 4 February 1904 — Page 6

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soffen lavmsla6t. Friedberg. (Sin wichtiger geschichtlicher Gedenktag für die ehemals selbstständie, reichsfreie Äarg ftrieb berg kehrte kürzlich wieder. An diesem Tage waren es hundert Jahre, seit Heften provisorisch Besitz von ihr ergriff. Ain 21. Januar 1804 wurde die Biirg überrumpelt und beseht; die vollständige Einverleibung in essen uollzog sich jedoch erst 1806 bei Errichtung des Nheiubundes. Grob G e r a u. Ein betrübender Fall von fahrlässiger Kinvestödtung hat sich in Ginsheim ereignet. Wirth und Landwirth Reinheimer besitzt 5 Binder. 4 Bnben und ein 1 Jahr altes Mädchen. Dieses lvurde krank und der hinzugejogene Arzt verschrieb eine Medizin, die in Rüsselsheim in der Apotheke geholt wurde. Nach dem ersten Eingeben der Medizin verfiel das Jtinb schon in einen tiefen a)Uif, aus dem es nicht wieder wachte nach kurzer Zeit war es todt. Die Untersuchung ergab eine starke Opiatvergiftung. Gegen den Apothekerlehrling vurde die Untersuchung eingeleitet. Gau B i ck e l h e i m. Der 22jährige Schmied Tilly von hier erhielt durch spielende Buben einen schuft mit jcm Flobert in den Xieib. Der schwerverletzte mußte in das Rochusspiial nach Mainz verbracht werden. H e p p e n h e i m bei W o r m s. Der etwa 2jäbriqe Sohn des MaurermcistrrS Guty schos; nach vorausgehenvein Streite in einer Wirthschaft mit seinem Jagdgelvehr, das er aus der elterlichen Wohnung geholt hatte, nach dem jährigen Morde?, den er so erheblich verletzte, dah er alsbald verstarb. Ein zweiter Schuft traf den hinzutretenden 23jährigen Sohn des "vitterhändlerS Deni in den Leib. Der Getroffene sank sofort todt zusammen. Der T bater ward verhafict. M a i n z. Der 18jährige Silberarbeiter Max Ludlvig aus Wiesbaden, der hier in der Liebfrauenstrafze bei seinem Pflegevater, dem Schuhmachermcister Heues wohnte, hatte mit dem Ladenmädchen Margaretha Schäfer aus Nostheim ein Verhältniß. Die letztere hatte nun das Verhältniß a: löst, was den jungen Mann auf'.er sich brachte. Er kaufte sich einen Revolver lind erschvh sich. T r a i s a. Während der Holzbaun öbig einen Splitter an einem öaumftamme abhauen lvoilte und mit der Axt zum Smlage ausgeholt hatte. bückte sich sein Mitarbeiter W. Zalter. um demselben behilflich zu fein. Dabei erhielt er einen verhängnisvollen Axthieb, der den hinteren Theil des 2 diäOelö staltete, IWanoYii. M ü n ch e n. Obeclandesgerichtsr'tl) Michael Uastner feierte sein 26 jabriges Jubiläum alsBorsitzender der Zweiten ItamMN für Handelssachen am Landgericht. Ein gelvisj seltenes Jubiläum auf einem so schwierigen ltnd verantivortuugvvoNeil Posten. VI u b i n g b e i M ü n ch e n. Tag' lobner und Gütler Martin Wunderer. der im :ui. Lebensjahre steht unn als ein dem rnnk ergebener, roherMensch bezeichnet lvird, versetzte in der Zrnn k.'iii(!t seiner ?rau mit feststehendem Messer eine tiefe Wunde in den Uina leib, so das; ihr die Gedärme hervor quollen und sie zusammcubrach. Wun derer lvnrde verhaftet und in'slesäng nist, am Lilienberg eingeliefert, seine rnn wurde sofort in s ZlrankenhauS nach Pasing übergeführt. Ihr Zustand ist ein hoffnungsloser. B u r g b e r n h e i m. Barbier Lorenz Schmidt feierte sein GOjähriges Geschäftsjubiläum. 5i e m p t e n. In einem H?listadel hier wurde der Dienst tnecht Michael Henne von Obermcdlingen erhängt aufgefunden. M ö n ch st o ck h e i in. Der lcdige Bauerssohn Lehnhard hatte mit mel) reren .Nameraden im Weinkeller seines Baters ein Zechgelage oeranstaltet. Der Bater forderte später die sinnlos betrunkene Gesellschaft ans, den Keller zu verlassen. Hierüber aufgebracht, fiel der jungeiensch über seinen Bater her und versetzte ihm 17, liess'-rstiche. wovon zwei die Lunge tödtlich trafen. N e u b u r g. In dem .Nreidebruch des Baumeisters Hoffmann stiirzte der Arbeiter Boit bei der Einfahrt in den 22 Meter tiefen Schacht und ertran? im Grubenwasser. Nürnberg. Das hiesige Schwur-

gericht vcrurtheilte den 1 Jahre alten Weihgerber G. Schweigert von Göttelhofen, welcher in der Nacht auf den 29. Juni unfern Erlaugens zwei schwere schwellen über das Bahngeleise legte, wegen gemeingefährlichen BerbrechenS zu 7 Jahren Zuchthaus. HßoHan. Karlsruhe. Bei der letzten badischen Hofjagd tvurde Oberforstrath Schweicthardt durch einen Ilehlschusj eines Jagdgenosscn schtver verletzt. Haktor Stefan Eberle beging in seltener körperlicher und geistiger frische die Feier seiner lOjährigen Geschäftsthätigkeit in der Macklot'schen Druckerei. 5t o n st a n z. Die ledige und einzige Tochter des pensionirten Brieftragers Beck auf der Reichenau. welche ihrem Bater die Haushaltung führte, ging an den See, um Wäsche auszuwaschen. Als sie längere Zeit ausblieb.

Wittwe Arnold, die Schuppen des Maurerineisters 5tatzenmaier und des Bäckermt isters Joachim brannten vollständig nieder. M a n n h e i m Im Friedhofpark erschoß sich der verheirathete Krahnenführer Franz Scheurer. Der Tod trat alsbald ein. Um dieselbe Zeit erhängte sich im 5ause I 2 No. 8 der ledige Friseur Karl Strauftmann ausBruchfal. Kurz darauf sprang die Ehefrau Nosa Stoll aus Nappenau. wohnhaft Schwetzingerstr. W, in selbstmörderischer Absicht in der Nähe der Stefanien Promenade in den Rhein, arbeitete sich aber an daS Ufer und wurde von einem Anlageschützen herauSgezogen. Bei allen Dreien sind die Motive zu der That nicht bekannt. S ch o p f h e i m. Im Alter von 46 Jahren starb hier der Volksdichter Joh. Thoma; er war gebürtig von Aitern (A. Sckönau) und war in den letzten JahrenNachtwächter der Krafftschen Schuhfabrik in Fc.hrnau. Wösfingen. Rathschreiver E. H. Blözner feierte unter großer Theil' nähme der Gemeinde sein jäyrigcs Dicnstjubiläum. :lolnptl?. Spei er. Erschossen hat sich hier hier der 20jährige Kaufmann Adolf Petow. H o ch s p e y e r. In dem Schupp pen seines elterlichen Anwesens hat sich der Mitte der Wer Jabre stehende Invalidenrenten - Empfänger Johann Haag erschossen. Haag lvar Wittwer, seine Frau starb vor kurzem in München. Kaiserslautern. Die Ber bandstoff. und pharmazeutische Prä paratenfabrik von Dr. Lauer ist gäuz lick abgebrannt. Der bedentende Schaden ist durch Bersuchermc gedeckt. J Königsbach. Bürgermeister und Bäckermeister Wärmer bier feierte mit seiner noch rüstigen Ehefrau das Fest der silbernen Hochzeit. L a m b s h t i rn. Hier hat sich eine 89jährige. Kath. Jugenhimer. bei ihrem Schwiegersohn, einem BahnWärter, erhängt. Oggersheim. Ein Famlien drama spielte sich in der Familie des Makl-rs Fritz Hoffmann hier ab. Hoffmann sen. war mit seinem Sohne, der ihn am Ausgehen verhindern wollte, in Streit gerathen und gab auf denSohn einen Revolverschusi ab. der diesen in den Unterleib traf, und eine schwere Verletzung verursachte. Hoffmann jnn. fand Aufnahme im Spital, der Bater ging nach der That flüchtig, konnte jedoch bald verhaftet werden. Als er später aus dem Wachtlokal. wohin man ihn verbracht hatte, zur Berncb muna vorgeführt werden sollte, fand man ihn todt vor. Er hatte seinem Leben durch Erhänaen ein Ende gemacht. P i r m a s c n ö. Der an einem Neubau beschäftigte Maurer Phil. Guth wurde von einer einstürzenden Untfossnngöinauer erschlagen. Schuhmacher Göttlich Meyer. Batcr von 10 Kindern, erhängte sich. Ekssch tlumrtcn. S t r a b n r g. Der verstorbene Geheime Ncgierungrat') Dr. '.'toller u'urde om 1:5. Februar 184! in Tübingen geboren, studirte dort Kamera lia. promovirte, legte das Staat scxa men ab und trat bereits im December 170 a lS dein württemi.'ergisci)en Staatsdienst in den elsaß lothringi: schen Landeödienst über. Bolchen. Der frülere Landes ausschußabgrordm-tc Mrner. früheres Mitglied deSBezickStages fiir Lothrin. gen und Bürgermeister der Stadt Bolchen. ist hier' im Alter von 7.". Iah ren gestörten. E c l m a r. Unter der Anklage der Beleidigung und der vorschriftswidri gen Behandlung Untergebeiter stand der Hauptmann und Eompagnicchcf Eassinone vom Ins. Regt. No. 171 hier vor dem Kriegsgericht. Der Hauptmanu wurde wegen Beleidigung nnd vorschriftswidriger Bchandlung eines Untergebnen zu 4 Wochen tu knarrest verurtbeilt. M e tz. Eonserven - Fabrikant coitrier von hier, bis jetzt Bertreter der Stadt Metz im Landesausschnsse. fulzr mit seinem Wagen in einen Wagen der elektrischen Strafenbahn und mtlßte anscheinend schlver verletzt nach seiner Wohrning gebracht werden. Saarburg. Die Bürgcrineister wähl hat im Sitzungssaal? des Gc meinderaths stattgefunden. Bon den abgegebenen 23 Stimmen erhielt sofort ini ersten Wahlgang der bisherige Bei geordnete Kaufmann Sylvian Berr 17; die übrigen sechs zersplitterten sich. Ste. Marie-aux -Ehenes. Der Hauer Gustav Hieulle aus Pierre villers tvurde beim Erzlciden von einem Vm Stoß fallenden Erzstttck tödtlich getroffen. Hieillle ist Familienvater und hinterläßt seine Frau mit zwei Kindern. ?klcltl'oniltv. B r ü e l. Zimmermcister H. Hombürg feierte den Tag. an dem er sein Baugeschäft vor 2r Jahren von seinem Vater übernahm. Der letztere war 30 Jahre und, der Großvater des .ombura 45 fXalire Inhaber dieses suchte sie ihr Bruder aus. Derselbe fand ihre Leiche. Das Mädchen war in einem Anfalle von Fallsucht in den See gefallen und ertrunken. Stadtrath von Saint - George gehört nunniehr 25i Jahre ununterbrochen dem hiesigen Stadtrathscollegium an. Ladenburg. Die Scheuer der

Geschäfts, das mithin schon 100 Jahre sich im Besitze der Homburg'schen Familie befindet. B o i z e n b u r g. Ihre goldene Hochzeit feierten die Stellmacher Krahn'schen Eheleute. Dem Jubelpaare wurden viele Ehrungen zutheil. Vertreter der Stadtverwaltung überreichten eine Geldspende aus der KlepPerstiftung, drei Gesangvereine zaben ein gemeinsames Concert. D ö m i tz. In der Wassermühle zu Findenwirungshier des Besitzers Markurth brach Feuer aus. das in kurzer Zeit den Mehlspeicher der alten Mühle einäscherte. Sämmtliche Mehlvorräthe und über 2000 Eentner Korn sind mitverbrannt. Das Feuer hat einen Schaden von über 200,000 Mark verursacht. F ü r st e n b e r g. In der hiesigen Brauerei wollte der Brauer Kammer, der erst seit Kurzem hier in Arbeit steht, den halb mit kochend heißer Maische gefüllten Bottich mittelst einer 5tanne auffüllen, glitt aber dabei aus und stürzte mit dem Oberkörper in die Flüssigkeit, so daß er schlvere Brandwunden an Brust, Armen. 9tacken und Rücken davontrug. G ü st r o w. Auf den Geleisen in der Nähe der Zuckerfabrik lvurde der Bäcker Otto Röhrdanz. Feldstraße 26 wohnhaft, von einer Nangirmaschine erfaßt und sofort getödtet. Röhrdanz war erst seit kurzem etablirt. und hinterläßt Frau und Kind. $lvi,limr. Oldenburg. Der Großherzog verlieh dem Geigenvirtuosen Willy Burmester. der am 1. Mai 1903 hierher übersiedelte, die große goldene Medaille für Verdienste um die Kunst. A p e r m a r s ch. Ein Opfer seines Berufes geworden ist der Bahnwärter Meyer, welcher bier postirt war. Meyer beging in der täglich gewohnten Weise seine Strecke, stürzte dabei aus vier Meter Höhe in den Eanal und blieb todt. D e l m e n h o r st. Die frühere Ehefrau Brockmann kann in nächster Zeit ein seltenes Jubiläum feiern, da sie im Januar ein halbes Jahrhundert im Bechtaer Zuchthause zugebracht haben wird. Sie wurde als 29jährige Frau im Januar 1874 wegen Giftmordes. begangen an ihrem Bruder, zu lebenslänglicher Kettenstrafc verur theilt, aus der später die moderne Zuchthausstrafe geworden ist. Es ist wohl zweifellos, daß die Mörderin auf diese Weise viel schwerer bestraft lvorden ist und gebüßt hat. als wenn sie f. Z. hingerichtet worden wäre. E l m e n d o r f. Ertrunken ist die Wittwe Renten hierselbst. Sicerielb über das abschüssige Ujer'des Baches Die Leiche wtirde an der Mündung des Baches vor den Fischtörben ausge fanden. H e p p e n s. Silberne Hochzeit sei erten mit ihren Ehefrauen: Schlihnta chermcister Lührs nnd Bäckermeister Johann Onnen.

A t o m o b i l N r. 1 :;. ''u stark dcr Abergla ive in England ,uM ist, hat sich U'ieder einmol bei der nothwendig gewordenen Rcgistrirung und Numeri kUNg der Automobile ge zeigt. In der Piovinz ShropshlN sollte der Reihetlfolgc noch die N'nirnne? VA" dem Fahrzeug einer Dame cing' fügt werden und der betreffende Be amte versuchte das auch ganz abnnng los. Die Nllinmer liim jedoch prcn.pt zurück mit dem Bemerken, die Dome möchte gerne eine andere Nummer haben. Ihr Wn nsch wurde erfüllt ".no Nummer 13 bald daraus an einen Herrn gegeben, dessen Ingenieur auch keinen Widersprtlch erhob. Die Herr lichkeit dauerte jedoch nur zwei Tage, dann kam die Viuntmcr auch zurück mit dem Bemerken, die Tochter des Herrn X. wünsche eilte andere Ictlmmcr. Seitdem fehlt im Automobiiregister von Shropshire die Nummer 13. Unsinnige Wette. In Bärwalde im Labiauer Kreise in Ost' Preußen kamen kürzlich meh'-erc junge Menschen auf den unseligen Gedanten. zu erproben, wie lange man auf den, Kopfe stehen könne. Ein Mew erklärte sich bereit, eine halbe Stunde lang diese Stellung einzunehmen, und schloß eine Wette ab. Auf die Arme gestützt und die Beine an eine Wand gelehnt, vermochte er sich wirklich eitle halbe Stunde lang in dieser Lage zu halten. Bald darauf wurde er ohnmächtig, ur.d als er erwachte, verfiel er in Tobsucht. Man veranlaßte seine Ueberführung in das Krc!-tranken-Haus und steckte ihn in die ivangs jacke; aber sein Zustand schien sich nur noch zu verschlimmern, und die Zwangsjacke war für ihn nicht stark genug. Der Tobsüchtige mußte nach Allenberg m's Irrenhaus gebracht w?rden. Katastrophe in einer Naphthagrube. In den Bottin'schen Naphthagrubcn im Kaukasus erplodirten aus bisher unbekannter Ursuche mehrere NaphthareservoirS. darunter das größte, das 3.000.000 Pfunv Naphtha enthielt. Dies mit vehementer Schnelligkeit sich verbreitende brennende Naphtha überschwemmte die überraschten Arbeiter, die sich nicht mehr retten konnten. Mehr als 100 Arbeiter wurden von den Flammen erfaßt und verbrannten. Als nach einigen Tagen der Brand gelöscht werden konnte, lvuden von den Verunglückten nur die verkohlet? Gebeinf aufgefunden.

Aligczahllr alte Oanlicylchuld. Aruttder, J,ve,e rke Per L,itl,solia Znslitutiou in Züasl,i,igtott. Mit dcr Uebcrfüvrung der Gebeine James Smithscns. des Begründers dcr Sinithsonian Institution in Washington. D. E.. von Genua, Italien, nach der Bundeshauptstadt haben die Ber. Staaten eine alte Dankesschuld abgc zahlt. James Smithson, ein 1765 geborener Sohn Hugh Smitbsous. des erslci'. Herzogs von Nortbumrcrlai-d. erhiel? seine Ausbildung in Oxford und führte

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Die 2mitl)ionian ufttuition. hierauf ein Wanderleben. Bor seinem 1829 in Genna erfolgten Ableben ver machte er sein etwa $(500.000 betra gendeS Vermögen seinem Nefien mit dcr Bestimmung, daß. falls dieser ohne legitime Erben sterben sollte, die Summe den Ber. Staaten zur GrÜ7. dung eines .vissenschaftlicdcn Instituts zufallen sollte. Dcr Neffe starb 1835. und 184G wurde durch eine besondere Kongreßakte das nach Smithson br nannte Institut in'S Leben gerufen. Der Zweck des Instituts besteht in der Erweiterung der Kenntnisse durch selbstständig? wissenschaftliche und litcrarische Studien und Untersuchungen, sowie in der Bekanntgabe d:r Resultate dieser Forschungen nicht nur in der Union, sondern in der ganzen Welt. Zu dem letzteren Behufe vertheilt die Smithsonian Institution ihre regel mäßigeil Publikationen an etwa 40C0 Gelehrteninstitute. Durch Austausch oder .Kauf ist die Smithsonian Jnstitu tion in den Besitz einer Bibliothek von über "00,000 Werken gelangt. Die Zahl der Korrespondenten des Instituts belauft sich auf 24,000 im In und luslailde. Das Instinkt hat einen Jahrcsaufwand von Hro,000. Es Unterhält circa 500, über den ganzen ilordamcrita, tischen Kontinent ver strebte magnetische Beobachtn ngsstationcn tlitd ist dcr Begründer des Mash ingtoner National Museums, das der Kontrolle dcr Smithsonian Institution untersteht. An der Spitze des Jnfti tuts steht ein Board of Regents. der aus seiner MiH? einen Kanzler wählt. Der gegenv'arlige Kanzler ist Aleran der G. Bell, dcr Erfinder des Tclk Phons, der allch die Leiche Smithsons nach Washington brachte. Präsident e offloio ist der Präsident der Ber. Staaten. om WeltpoftKongreh. Tir Htt WtzAAße keleO iuid iuc on ihn, itrrtrclriw M.,,,t,," Bei dem im Frübjohre d. I. in Rom stattfindenden öeltpost Kongreß wird der vom General Postmeister zu Wash ington, D. E.. ernonnte Ber. Staaten Delegat. Eugene F. Loud von Kali fvrnien, für eine Maßnahme eintreten.

(5 titelte K. 'oud. von deren Annahme und Durchführung man sich ill maßgebenden Kreisen eine enorme Vteigeruyg des BriefvcriehrS verspricht. Der Borschlag betrifft eine Herabsetzung d?s Briefportos im Welt-post-Bcrein. und besonders in dem Berkehr zlvischen den Ber. Staaten und den europäischen Ländern von fünf auf drei, und selbst auf zw?i Eents. Man glaubt, daß die Einführung der Bestimmung ein derartiges Anioachsen des Briefverkehrs nach sich ziehen wird, daß der durch die Herabsetzung des Portos entstehende Einnahmeausfaü nicht nur vollkommen gedeckt, sondern daß man noch eine bedeutende Erhöhung der Einnahmen erzielen wird. Der in Rom zusammentretende Welt-post-Kongreß ist der sechste seit Gründung des Weltpost-Bereins. Der erste Kongreß fand in Bern statt, wo der Welipost-Berein gegründet wurde; dann folgten der Pariser, der Lissa boner, der Wiener und der Washingtoner Kongreß. Bis setzt hat jeder

Kongreß die Erwartungen, welche sich an seine Thätigkeit knüpften, in voem Umfange erfüllt und erhebliche Fort schritte in der Entwicklung des inter nationalen Postdienstes gezeitigt. Eugene F. Loud wurde 1K47 zu Abinglon. Mass., geboren. Er ging mit 13 fahren uit See und landete ein Jahr später in Kalifornien, wo er abwechselnd in Goldminen und auf einer Farm arbeitete. Im Jahre 1HL' trat Loud in eine KavaUerieabtheilung ein. die im ..Goldstaate." der Truppen zur Front .u schiäen damals nicht auf gefordert worden war. für Masiachusetts anoezvorben wurde. Lot..b machte in dieser Truppe den Bürgerkrieg bis zum Schlüsse mit. studirte, nach dein Kriege nach Kalifornien zurückgekehrt, die Rechte, wurde im Zolldien ste angestellt und wandte sich der kaufmännischen Karriere zu. Jin ahre I4 in die kalifornische Legislatur gewählt, wirkte Loud später als Kass'rer und Steuerkollektor in San Francieo. Bon bis 1903 gehörte er dem Ber. Staalen 'Rcpräsentantcnhause an. wo er von einem ersten Termine an Mitglied des Komites für Postäm:cr und -Straßen war und acht Jahre als dessen Vorsitzender fungirte. 1) u a n sch i I: a i.

LStchtiger Faktor in tex ?ttln,ickk!uq d,4 ticum Uiu Immer wieder hört man durch den Telegraphen, daß die leitenden Gewalten in Ehina geneigt sind, um jeden Preis für die Freiheit der Mandschurei von ausländischer Kontrolle zu kämpfen, und es ist das begreiflich, wenn man bedenkt, daß ein indolentes Aufgeben ihres tammlandes und der Gräber ihrer Borfahren für die gegenwärtig herrschende Mandschu Dynastie politischem Selbstmord gleichkäme. Aus solcher Erwägung heraus ist ohne Zweifel die unlängst erfolgte Ernennung Z?)uanschikais. des Vielönig von Petschili. znn Höchstkommandirenden der chinesischen Streiüräfte zu Wasser und zu Land zu erklären, gilt

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Vanchl?... i doch dieser Gloßwürdentragcr als einer der thatkräftigsten und am klarsten blickenden Vertreter der Bestrebungen, die Ehina dujch moderne Mittel politisch und wirthschastlich stark und vom Auslande unabhängig machen wollen. Er und fein großer '.'lmtsgenosse im Süden, Tschangtschitung. sind es vor allen gewesen, die stets einen näheren Anschluß an Japan nach Kräften gefördert haben. Ehrgeizig lind muthig. aber dabei klug tlitd verschlagen, energisch bis zur Rücksichtslosigkeit,' hat ?uanschikai, dcr vor elf Jahren noch Amtsvorsteher des ganz bedeutungslosen Bertragsbafens Wentschou und Agent LihungtschangS in Zrorea war, eine beispiellos glänzende Laufbahn zurückgelegt. Er ver-. dankt dies nicht zum Wenigsten auch seinem klugen Opportunismus, d ihn in der kritischen Reformperiode von 1893 aus einem Günstling des Kaisers einen Bertrauten der Kaiserin llUttcr werden ließ. Während der Wirren von 1900 war er Gouverneur von Schantung; seine Truppen standen Gewehr bei Fuß. und mit lauernder Borsicht folgte er der Entwicklung deö gefährlichen Spiels im Norden. Seine Berbindung mit Peking hat auch wählend der schlimmsten Zeit nie eine Unterbrechung erlitten. Als Bizekönig von Petschili (seit November 1901) hat er seine ganze Thatkraft eingesetzt, um der Provinz nach den Ereignissen von 19001901 die Ruhe wiederzugeben, als Superintendent der nördlichcnHäfen" aber und als Gcneralkomminar für den Handel." wozu e.' Ende 1902 ernannt wurde, hat er sich bemüht, die leitenden Fäden der militärischen und wirthschaftlichen Einrichtungen mehr und mehr in seiner Hand zu vereinigen, wie er denn überhaupt offenbar einer von den Wenigen in Ehina ist, die eine straffere Centralisirung der Kräfte für die Wiedcrerstartung des Reiches als nothwendig erkannt haben. Seine militärische Stärke und Machtstellung fußen auf der Thatfache, daß er. obgleich Civilbeamter to Beruf, es verstanden hat. die ihm unterstehenden Truppenkörper mit Hilfe ausländischer Jnstruktoren zu den best ausgebildeten Ehinas zu machen. So repräsentirt der im blühenden Mannesalter von 45 Jahren stehende Fuanschikai einen Faktor des neuen China, mit dem man immer mehr zu rechnen haben wird, je näher der Reife ihm seine patriotischen und ehrgeizigen Pläne dünken mögen.