Indiana Tribüne, Volume 27, Number 139, Indianapolis, Marion County, 3 February 1904 — Page 1

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Erscheint feden fciarirmttiap. Jahrgang 27. Indianapolis,. Ind., Mittwoch, 3 Februar tm Ro. 19.

Die Lohnsca'a-Canferenz verlief resnltatloS.

Gemeinschaftliche Sitzung der Grubenbesitzer und Arbeiter.

Das Lohnscala-Comite, welches sich aus Mrubenbefitzern und Arbeitern zusammensetzt, hat heute Vormittag erllürt, daß keine Möglichkeit auf eine Einigung vorhanden ist. ES wurde hierauf eine gemeinschaftliche Versammlung der Besitzer und Arbeiter einberufen. Dieselbe wurde in der Tomlinson Halle abgehalten. Die Arbeiter haben auf ihre Förderungen von 7 Cents und bestimmten Lohnsätzen für alle Arbeiter außerhalb der Gruben verzichtet. Sie bestehen ab?r darauf, daß die Lohn scala von 1903 in Kraft bleibt. Die Besitzer verlangen, daß dieLohnscala von 1900, '01 und '02 wieder in Kraft trete. Dieses würde gleichbedeutend mit einer Lohnerniedrigung von 12 Procent sein.

Entsetzliches Ende eine Bremsers. Clinton E. Harvey. welcher bei der Big Four Bahn als Bremser angestellt war, wurde in der Nähe von Colfax beim Zusammenkoppeln zweier Cars buchstäblich zu Tode gequetscht. Der Verunglückte war 28 Jahre alt und ein Sohn des hiesigen Poft-Clerks Henry H. Harvey von 1450 Hoyt Ave., von dessen Wohnung aus am Freitag das Leichenbegängniß stattfinden wird.

Es wird wärmer.

Während heute Morgen um 7 Uhr das Thermometer des Optikers B:rt Jaffe, eines der zuverlässigsten Wärmegradmeffers in der Stadt, 4 Grad unter Null zeigte, war die Temperatur heute Nachmittag um 2 Uhr bereits auf 18 Grad über Null gestiegen. Es sind also alle Aussichten vorhanden, daß die kalte Welle No. 2 sich verabschiedet hat,

Socialer Turnverein. Am nächsten Sonntag Portrag des Herrn Fritz Krull.

Gegen die Ati-Znjunctton"-Bill. Der Jndianapoliser Anwalt Fred. E. Matson ist von den Executiv-Comi-tes der National Manufactur:rs Aff'n" und der Citizens' Jnduftrial Aff'n" engagirt worden, um vor dem

juridischen Comite des RepräsentatenhauseS die gesetzlichen Gründe zu verfechten, aus welchen die dem Comite vorliegende Anti - Jnjunction" Bill nicht angenommen werden soll. Dieselbe wird von den Arbeiter-Unionen ebenso eifrig befürwortet, als wie sie von den Arbeitgebern bekämpft wird. Das Comite wird die Argumente der Vertreter beider Parteien am 24., 25. und 26. Februar anhören.

Unter den Auspicien des Comites für geistige Bestrebungen des Socialen Turnvereins wird am nächsten Sonn tag, den 7. Febr., Abends, Herr Fritz Krull im Auditorium des Deutschen Hauses einen Vortrag halten, welcher eine Erläuterung von Richard Wagner's Oper Tannhäuser" mit den Gc sängen Wolfram von Eschenbach, einigeS über dessen Bedeutung in der deutscben Literatur und Eliland", ein Sang vom Chiemsee von A. v. Feilitz umfassen wird. Dieser Sang besteht aus folgenden 10 Gesängen : 1. Stilles Leid. 2. Frauenwörth. 3. Rosenzweige. 4. Heimliche Grüße. 5. Am Strande. 6. Kinderstimmen. 7. Mondnacht. 8. Wanderträume. 9. Anathema. 10. Ergebung. Herr Krull wird nicht nur den Vor trag halten, sondern auch den gesang lichen Theil ausführen. Frau Charles Carroll Brown hat die Clavier-Beglei-tung übernommen. Den Besuchern steht also ein sehr interessanter Abend bevor.

Wieder zur alten Liebe znrnckgekehrt. Herr Gustav Simonsen, welcher früher lange Zeit bei Saks & Co. angestellt war, ist wieder zu der Firma zurückgekehrt. Er hat die Lei tunq des Herren-Kleider-Departements übernommen. Herr Simonsen ist ein fähiger und liebenswürdiger Verkäufer, in welchem die Firma eine tüchtige Kraft befitzt. Er ladet seine zahlreichen Freunde, welche er sich durch seine langjährigen Erfahrungen und reelle Bedienung erworben hat, zu einem Besuche bei Saks & Co. ein. Feuersbrunft inCincin n a t i. Cincinnati, 3. Febr. Das fünfstöckige Lagerhaus der Great Cbina Tea Co.", No. 27 Vine Str. wurde letzte Nacht durch Feuer total zerstört. Einige benachbarte Gebäude, welche ebenfalls Us Waarenspeicher dienten, wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Der GefammtScha den beläuft sich auf $300,000. Die Hauptverlierer find : Great China Tea Co." $100,000 ; Hermann Goepper Co., Malzhändler, $75,000 und Lowry & Goedel $100,000.

Deutschland. Conferenz vonMormonenMissionären. Leipzig, 3. Febr. Die Mor. monen-Misfionäre Sachsens uud Thüringens haben hier eine Conferenz abgehalten. Aus den in der Versammlung erstatteten Berichten erhellte, daß die Schaar der Anhänger trotz der Maßregelung von Seiten der Behörden gewisser Staaten eher in der Zunahme, als in der Abnahme begriffen ist. Die L;iter der Bewegung arbeiten übrigens auch wie die Biber. In Westsachsen und Sachsen-Altenburg sind allein 24 Missionäre thätig, und ihre offenkun digen Errsolge erregen nicht geringe Aufmerksamkeit. Ist den Mormonen auch in einigen deutschen Bundesstaaten, wie Preußen, Bayern, Mecklenburg u. a. m., das Handwerk gelegt, so sind sie in den übrigen, wo ihnen noch keine Ausweisung droht, um so rühriger Die Maßregelung ist indeß nirgends etwa mit etwelcher Härte erfolgt. Vielmehr wird allen Missionären hinreichend Zeit gelassen, ihre Angelegenheiten zu ordnen. Deutsch-Amerikaner als Meister. SchlittschuhU u f er. Leipzig, 3. Februar. Ernst C. Meyer von Madiso, Wis., machte im Schlittschuhläuferturnier gestern hier zwei Weltrecords, indem er in 1 Minute 56 Sekunden einen Kilometer rückwärts und in 2 Minuten 12 3j5 Sekunden zwei Kilometer vorwärts lief. Ueber dem Stand der Richter wurden die Sterne und Streifen gehißt und die anwesende Militärkapelle spielte zu Ehren des Siegers das Star Spang led Banner". Meyer trug die Farben der Univerfität von Wisconfin. Trauriges LooS. .Berlin, 3. Febr. Aus Darmftadt wird gemeldet, daß sechs von den schwerkranken Personen, welche in der Kochschule deS Alice Frauenvereins gleichfalls von den verdorbenen Konser venbohnen genoffen, an denen mehrere gestorben find, ein unendlich triuriges Loos trifft. Cie find infolge deS GifteS erblindet und vollständig gelähmt. Ueber zahlreiche Familien ist durch das Unglück das tiefste Leld gekommen. Ein neuer Tenorist. Berlin. 3. Febr. In Effen ist ein neuer Stern am Kunsthimmel auf getaucht. Im dortigen Stadttjeater ist soeben der Tenorist Schmetz mit koloffalem Erfolg angetreten. Noch vor wenigen Wochen war der gottbegnadete Sänger einfacher Chauffee Wärter.

Socialer Turnverein. Heute Abend, regelmäßige Versammlung.

Ans den Gerichtshöfen. Geiftesumnachtet. Frau Friederike Kerlikafsky. eine 67-jährige Greisin, wurde von einer Commission, welche sich aus Friedensrichter Smock und den Aerzten Dr. S. O. Runnells und Carlton B. Mc Culloch zusammensetzte, auf ihren Geifteszuftand geprüft und für irrsinnig befunden. Sie leidet an verschiedenen fixen Ideen. So bildet sie sich u. A. ein, daß sie von Teufeln in mensch licher Gestalt verfo t wird. Ferner st sie von dem Wahr befangen, daß in einem Zimmer des lses sich Pferde und Schlangen keftnv und sie ist beständig zum Ausgehen gekleidet, um rechtzeitig flüchten zu können. Die Unglückliche wurde nach dem IrrenAsyl geschickt

Criminalgericht. Dudley Dedges bekannte sich des thätlichen Angriffs schuldig und wurde zur Zahlung von 85 und Kosten verurtheilt. Die tägliche Schadeners a tz k l a g e..

Fast kein Tag vergeht, an welchem nicht eine Schadenersatzklage gegen die Straßenbahn - Gesellschaft eingereicht wird. Der gestrige Tag machte von dieser Regel keine Ausnahme. Elisa beth Bolin verlangt von der Gesellschaft 86000 Schadenersatz für Verlegungen, welche sie durch die Schuld der Angestellten der Gesellschaft davongetragen hat. Ehen, welche nicht im Himmel geschlossen wurden.

Laura M. Stringer wünscht, von

ihrem Gatten Wilhelm geschieden zu werden. Das Paar vermählte sich im

October 1893 und lebte zehn Jahre zu

sammen. Er soll sie in brutaler Weise

behandelt und in Gegenwart ihrer Toch ter mit gemeinen Schimpfwörtern be

legt haben. Am 19. October vorigen

Jahres jagte er sie und ihre Tochter, ihrer Angabe gemäß, aus dem Hause. Sie verlangt 81000 Alimente.

Wm. F. Spielhoff, der bekannte

Bau-Contractor, war in der Ehe mit

seiner Gattin Mary, wie es scheint,

nicht auf Rosen gebettet. Sie soll ihn

des Oefteren der Untreue beschuldigt.

ihm gedroht haben, ihn tödten zu wol

len, und am 17. Januar, angeblich,

seinen Kopf in Atome blasen zu wollen

Sie soll sich ferner dermaßen in seine

Geschäftsangelegenheiten eingemischt da

den, dß er Verluste erlitt. Außerdem

engagirte sie, seinen Angaben gemäß.

Männer und Frauen, welche ihn über-

machen sollten.

Noch einProtest gegen den

Bau des Detention-Ho-s p i t a l s.

John Waters hat im Superior-Ge-richt ein Gesuch um einen Einhaltsbefehl gegen die städtische Behörde eingereicht, wodurch derselben verboten werden soll, das neue Detention-Hospital auf dem Platz in Cerealinetown zu bauen, wo früher das alte SeuchenHospital gestanden hat. Wie er sagt, befindet sich sein Wohnhaus nur 300 Fuß von dem Platz entfernt. Wie er sagt, ist sein GrundstüZ schon jetzt um $1000 entwerthet worden. Richter Carter erklärte, daß er keinen temporären Einhaltsbefehl ausstellen werde. Wird er überhaupt einen der artigen Befehl ausstellen, so würde es nur ein permanenter sein. Der Fall kommt heute zur Verhandlung. Das letzte Echo von einem großen Bankerott. Das letzte Echo des berühmten Krag. Reynold's Bankerott hallte gestern im Saale des Kreisqerichts wieder, indem dem Asfignee John Reagan $3500 für seine Dienste und dem Anwalt des selben, Wm. T. Brown, $2500 be. willigt wurden. Diese Beträge bilbeten alles Geld, was übrig geblieben war, und der Asfignee wurde entlasten. Angebliche Straße nban diten an dieGroßgeschworenen überwiesen.. Arthur Peck, John Frank und Vance Johnson, drei junge Leute, welche be

schuldigt find, den Stadtreisenden Jas. H. Heß überfallen und um $45 beraubt zu haben, wurden an die Großgeschaio' renen überwiesen. Johnson und P?ck waren Insassen der Reformschule in Plainfield. Dem Schul - Fond fließt eine bedeutende Summe z u. Die ß1000-Bürgschaft. welcher der unter der Anklage des Ladendiebstahls stehende James Wilson im Stiche gelasten hatte, find gestern vom StadtClerk Fogarty. nach Abzug von $10, welche dem Stadtanmalt zukamen, dem Schulfond überwiesen worden. Wilson, welcher überzeugt war, daß er in's Zuchthaus gesandt werden würde, hatte die Bürgschaft in Baar geleistet. - Juftus C. Adams' Tefta-

m e n t.

Das Testament des kürzlich verstor-

denen Justus C. Adams wurde gestern

im Probatgericht bestätigt. In demselben bestimmte er, daß von seinem

Grundeigenthum nicht eher etwas verkauft werden soll, als bis sein Sohn

Homer Webster volljährig geworden ist. Seiner Frau vermachte er zunächst das Haus No. 14141416 Nord New Jersey Str.; die Summe jedoch, für welche er sein Leben versichert hatte, soll dem Nachlasse zufallen. Ein Drittel davon erhält seine Frau und die Übrigen zwei Drittel sollen den Kinder deS Erblassers zu gleichen Theilen zufallen. Sein Sohn Fred soll soll so

viele Actien der Adams Brick Co. übernehmen, als er wünscht, und vor allen Dingen soll er die Fabrik weiterführen. Der Betrag der von ihm übernommenen Actien soll ihm bei der Vertheilung deS Nachlasses angerechnet werden. Seine Farm in Franklin Townfhip vermacht er seiner Tochter Grace als einen Theil ihrer Erbschaft. Zum Schlüsse fordert der Teftator seine Kinder auf. ihre Mutter immer liebevoll zu behandeln. Trstamentsvollstrecker find die Wittwe des Verstorbenen und sein Sohn Fred B. Adams.

Gürtelbahn- und iehhöfeGesellschaft. Die Gürtelbahn und ViehhöfeGesellschaft" hat in ihrer Jahres-Ver sammlung die alten Beamten wieder erwählt. Dieselben find: Präsident, Samuel E. Rauh, Vice-Präsident, Julius Hanson. Betriebsleiter. H. C. Gralchill und Auditor H. D. Lane.

Bundes. Finanzen. Washington, 3. Febr. Nach dem heute erschienenen amtlichen Mo natsausweise betrug die öffentliche Schuld am Schluß ,der Geschäftsstunden des 30. Januar 1904, abzüglich des im Staatsschatze vorhandenenBaarvorraths S915.0S2.343. eine Zunahme von 8911.663 im Vergleich zum vor. hergehenden Monat. Sie setzt sich zu sammen wie folgt: ZinstragendeSchuld $900,470,950; Schuld, deren Verzinsung wegen FäZigmerdens aufgehört hat, 81,196,530 ; nichtverzinsliche Schuld $392, 140,147. Der Baarvorrath im Staatsschatze bestand in: GoldReservefonds S150.000.000; Trust Fonds S949.156.600; General Fonds $141, 580,537; in Nationalbanken deponirt S166,595,774; im Schatze der Philippinen zum Credit für U. S.Zahlungsdeponirt S577.747; zusammen S1.413.110.668, melchen kündbare ausstehende Forderungen in Höh? von $1,034,365.583 gegenüberstanden, so daß als Baarvorrath im Schatzamte S378, 745.084 verblieben. Die Totaleinnahmen im Januar 1904 beliefen sich auf S41,583,370, die Ausgaben auf S48,372,553, was für den Monat ein Defizit von S6,74,185 ergiebt. Im Januar 1903 war ein Ueberschuß von S3,364,094 vorhanden. Die Zolleinnahmen betrugen $21, 190240 oder 3,000,000 weniger als im Vorjahr; die BinnenSteuern S16,468,336 oder S1,050,000 weniger als im Vorjahre. Die AnSgaben des Krieg - Departe ments find seit dem Vorjahr um fast S2,000,000 und die des Marine-De-partements um etwa S850,000 geftiegeu. Die 7 Monate des gegenwärtigen Fiskaljahrs ergeben einen Ueberschuß von S1,641,000.

Nachrichten aus Jndiana. Der Mädchenmord in Bed f o r d. B e d f o r d. Frl. Eva Love, eine Zimmergenossin Sarah Schäfer's, welche mehrere Tage krank gewesen ist, hat den Zeitungen folgende Notiz zugehen lagen : Ich weiß absolut nichts über die Ermordung Frl. Schäfer's. habe auch auf Niemand Verdacht. Wir waren intime Freundinnen und hatten keinerlei Geheimniffe vor einander. Man sollte also doch meinen Namen aus dem Spiele lassen." Als Geheimpolizisten die Schreiberin befragten, stellte es sich thatsächlich her--aus, daß sie über die blutige Affaire nichts Näheres weiß. Der Bürger-

meifter hat abermals eine Reihe von

Briefen erhalten, erklärte aber, daß alle seine Bemühungen und alle Anftrengungen der Beamten bislang noch keine Spur von Licht in das geheimnißvolle Dunkel gebracht hätten, welches den Mord umgiebt. Frau Dr. D. D. Nicholson, in deren Hause Frl. Schäfer ein Zimmer hatte, ehe sie in das Smith'sche Haus umzog, erhielt heute einen Brief von Herrn E. A. Schäfer in South Bend. In diesem Briefe erwähnt der Schreiher den Namen eines nicht in Bedford wohnhaften Mannes, gegen welchen die später Ermordete oft eine lebhafte Abneiauna anSaedrückt' hatte, und

fragt zugleich, ob der Betreffende je in unserer Stadt gesehen worden sei.

Frau Dr. Nicholson weigerte sich, den vollen Inhalt des Briefes bekannt zu

geben, erklärte aber auf eine dieSdezügliche Frage, daß der Mann, um den es sich handelt, ihres Wiffens niemals

in Bedford war. Neue Aufträge für die Car Company.

Jeffersonville. Die Ameri-

can Car & Foundry Co. hat einen

Contrakt für den Bau von zehn erst

klassigen Cars für die Pere Mar-

quette Bahn" erhalten, und etliche

andere, tresfliche Contrakte sind in Sicht. Ein weiterer Beweis, daß es

mit dem Schließen der Fabrik noch

gute Wege hat.

Co. B geht nach St. Lo u i S. T e r r e Haute. Die hiesige Miliz-Compagnie B wird vollzählig die Welt-Ausftellung in St. Louis besuchen. Sie wird sich dort vom 3. 11. Juni aufhalten und ihr Quartier in einer der Barracken aufschlagen, welche von den Ausstellungs Behörden speziell für das zum Besuche von auswärts kommende Militär be stimmt worden sind. Wahrscheinlich Mord. B o o n V i l l e. Zwischen Ralph Zimmermann einerseits, und Fred, und Arthur Gare andererseits fand in Lynnville ein Messerkampf statt, in dessen Verlauf der junge Zimmermann so übel zugerichtet wurde, daß er

; schwerlich mit dem Leben davonkommen

wird. Er ist der Sohn eines der reichsten Männer in Warrick County. Gefahr für die EvanS. ville Wasserwerk e. Evansville. Ein Theil des Erdgeschosses der Wasserwerke ist unterwaschen worden und es ist jetzt Gefahr für die Werke selbst vorhanden. Das von der Stadt Cincinnati geliehene Pump'Boot wird wahrscheinlich am Freitag oder Samstag hier eintreffen. Ungetreuer Schatzmeister einer Kohlengräber Union. B r a z i l. T. C. Lewis. Secretär und Schatzmeister der GrubenarbeiterUnion No. 244 und gemeinschaftlicher Repräsentant von Clav und Omen CountieS, ist unter der Anklage, S670.. 48, welche der Union gehörten, unterschlagen zu haben, verhaftet worden. Er wurde dem Friedensrichter Couch vorgeführt, vor welchem er sodann auf ein Vorverhör verzichtete. Der Richter überwies ihn hierauf unter S300 Bürg, schuft an das Kreisgericht. Da er dieselbe nicht leisten konnte, mußte er in das Gefängniß wandern. Sein Hang zum Trinken hat ihn auf Abwege ge bracht.

Rasch tritt der Tod den Menschen an. Lafayette. Lyman N. A. Andrews, welcher seit vielen Jahren bei der Wabash Bahn als Agent für Ansprüche angestellt ist, wurde am Dienstag auf dem Wegi. nach seiner Wohnung von einem Herzschlage befallen und er sank entseelt zu Boden. Der Verblichene war 77 Jabre alt und einer der beftbekannten Eisendahn-Be-amten in Central Jndiana. Selbstmord imGefängniß. Valparaiso. Sylvester Morris, ein wohlhabender Obstzüchte?, machte am Dienstag im Gefängniß seinem Dasein durch Erhängen ein frei-

williges Ende. Morris war verhaftet worden, weil er seine Frau und Tochter

mit einer Axt attackirt hatte Er lebte

seit seiner Ankunft im Gefängniß in

der Furcht, daß ein Mob ihn aus der Baftille holen und lynchen würde. Morris glaubte nämlich, daß seine

Frau, welche, als er verhaftet wurde, in Ohnmacht fiel, todt war.

Tödtliche Brandwunde

Erlitt die bejahrte Wittwe Mary Hock bridge.

Schwere, voraussichtlich tödtliche Brandwunden erlitt gestern Abend gegen 6 Uhr die bejahrte Frau Mary Hockbridge, Mutter der Frau Mary Best von No. 1115 West New York Str., bei der fie lhre Tage zu beschließen gedachte. Denn als die alte Frau um die genannte Zeit versuchte, in einem kleinen Heizofen ein Feuer zu entzünden, fing ihre Schürze Feuer, und ehe ihre Angehörigen ihr Beistand leisten konnten, hatte fie an Oberkör per, Kopf etc. derartige Brandwunden erlitten, daß fie ohnmächtig zu Boden sank. Sie wurde per Ambulanz in's ftädt. Hospital gebracht, wo jedoch die Aerzte sorgenvoll die Kipfe schüttelten. Denn eine Rettung der Unglücklichen, die obendrein die Flammen eingeathmet zu haben scheint und bis zu später Stunde noch bewußtlos war, erschien den Aerzten unmöglich.

ConsnmerS' Saft Trust o. Geheime Sitzung der Direcioren. Die Directoren der Confumers' Gas Trust Co." hielten gestern Abend in der Office der Co. eine Sitzung ab, in welcher, wie er heißt, die Berichte der derzeit zur Abschätzung des Eigenthums der Co. : Pacht-Contracte, Röhrenleitungen, Pump . Stationen etc., angestellten Experten zur Verlesung kamen. Die Sitzung fand hinter verschlössenen Thür?n statt und war Genaueres über die Vorgänge in derselben nicht zu ermitteln. Die Berichterstatter erhielten den Bescheid, daß die Directoren am nächsten Dienstag abrmals eine Sitzung abhalten und dann viel leicht Genaueres bekannt geben werden.

Großer Jahres'Ball der Bereinigte I. O. P. Logen der Stadt und der Eamp. A Pythian Guards, im deutsche Haus am Dienftag, den 9. Februar. Eintritt: 50 Cents für Herr und Dame; extra Dame 25.

Eine unternehmende Firma. Die Firma L. S. Ayres & Co. hat heute in der hiesigen Bundeszoll.Ojfice 890.40 als Eingangszoll für eine Sendung importirtem schlichten und ge köperten Jrishcn Barchent bezahlt. ES ist dieses ihr erster Import von dieser Waare für diese Saison. Unter den Auspicien der O d d f e l l o w S und unter Theilnähme von Delegationen der Großloge der I. O. O. F , der PythiaS Ritter und der Scottish Rite-Freimaurer, sowie zahlreicher Freunde wurden gestern Nachmittag die sterblichen Ueberreste des am Sonntag Morgen verstorbenen Ver. sicherungS-Agenten und Pioniers David B. Shideler im Crown Hill-Friedhofe beerdigt.

Raucht die Tish I Mingo.