Indiana Tribüne, Volume 27, Number 137, Indianapolis, Marion County, 1 February 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne, I Februar 190'i.

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Bleibt bei der Drohung. Angebliche neue Pläne zur Invasion des Isthmus von Panama.

Am Scheiden.

verband fatfyolifdjet Vereine. Lonzert-Abend in Washington. (Eine Vhttwt um nichts. llcucs Gruden-Unglück.

Drohende Worte aus Bogota. New 7) 0 rk, Sl. Januar. Nach der . Sun" lief gestern Nacht au? amtlicher Quelle in Bogota nachstehenoc Depesche ein: Die Regierung ist in ihrem Bestreben den Krieg zu verhindcrn. machtlos. In weniger als einem Monat trerden 10,000 Mann aus dem Isthmus stehend Diese Mittheilung kommt als eine Ucberraschnng. indem die lsolombier sich anscheinend in das Unvermeidliche fügten und sich auf Äeueral ReyeS der' liefen, um aus dem Schifsbruch zu retten, was zu retten war, meint die Sun. General Rehkß sollte gestern nach Barrnquilla abfahren, verschob aber zum zweitenmal? seine Abreise. Die General Neliphina und Cadellero, die Kommission College von ReyeS, schifften sich auf der ..Valeucia" ciii. Bon anscheinend guier Seite wird zugleich beuchtet, $en. ReyeS bleibe, weil seine Verhandlungen mit dem Staatsdepartement nicht völlig abgebrochen seien. Er habe eine bedingte Zusage von der amerik. Regierung, daß Volombia für seine verletzten Gefühle ein pekuniä re? Wundpflaster erhalten solle. Bezüglich der Droh.Depesche auS Bogota ließ sich im Hoffman HauS gestern Nacht von Gen. ReyeS nichts erfahren. Washington, W, Jan. Gene, ral Neues theilt in einem Brief aus New VJorl dem colombischen Geschäfts trager Herran mit, daß er sich zum 'Aufschub seiner Abreise nach lolombia entschlossen habe. Ein Grund hiersitr oder eine Nachricht bezüglich deS Reise ternlins wird nicht angegeben. Verband k a t h. Vereine. D e t r o i t. 81 . Jan. Einer heutj. gen M.nN'U'BersammllMg, mit welcher die halbjalirliche Session der Bera thuugs und (ccutiv'Behörde deS amerilanischen Verbands katholischer Vereine schloß, wohnten ungefähr 2000 Personen bei. Oberst Caspar Schulte. Präsident deö Wayne Vmmttz Verbands katholischer Vereine, führte den Vorsitz und

Bürgermeister M. S. Mahburh hielt die Willkomm'Ansprache. , Bischof McKaul. N. I.. die Ziele des Verbandes beleuchteno, bemerkte, es ließe sich viel erreichen, wenn man zwei große Mangel der katholischen Kirche beseitigen könnte. DaS eine sei da fehlen einer anerkannten und organi slrten katholischen Meinung, das andere das Nichtvorhndensein eines Organs, um einer solcheu Meinung Verdrcituug ui geben Husammenkünftc und Konventionen des Verbandes, sagte der Bischof, wür. den eine Klärung der Ansichten der Kirche über fragen wie Scheidung und ErnehuugSwkscn herbeiführen. DaS bisherige Svstem der össentlichen Schu len sei bekzubehalten. aber man solle die Katholiken ihrer Rechte als Bürger nicht berauben. Der Verband nimmt, iuhrte der Bischof aus, eine bemun

dcrnswerthe Stellung in dieser Frage

ein: daß keine öffentlichen Gelder für reliaiösen Unterricht in irgend einer

schule ausbezahlt werden dürfen. Allein man solle dem Staate die Prü futtg der katholischen Schulen gestatten.

und wenn es sich herausstellt, daß die dortige Erziehung den Erfordernden

deß Staates entspricht, so solle der Staat hierfür zahlen. Andere Redner waren: T. V. Minahan von New ?)ort. Walter G. Smith von Philadelphia. Bischof John S. Soley von Detroit, NichoiaS Eonner von Dubuque, Ja., und Erzbischo Meßmer von Milwaukee. Die Erecutiv'Behörde Änderte heute in ihrer Schlußsitzung das Datum für die JahreS'Eonvention in Detroit vom 19. Jnll auf 2. August. Das Comite, welchem die Vordere! tung für die Convention obliegt, br steht aus Anthony Matra von Cincinnah, W. G. Smith von Philadelphia und T. B. Minaban von New Iork. ES wurde beschlossen, einen Fond von 85,000 für daS katholische Jndia ner-Burean in Washington zu sammeln. um unter den Indianern zu wirken. Die Mitglieder sollen zu Bei

trüge von 2ö (5entS aufgefordert wer den. Heute Abend gab der hiesige Zweig des Kath. örfter.Ordens im ElkS Temvle ein Bankett.

Debüt einer europäischen Pianistin. Washington. Öl. Januar. Das Concert des Washingtoner Sym-Phonie-Orchesters. das heute Abend Re ginall. de Koven in Chase's Theater di rigirte, war durch Anwesenheit zahlrei cher angesehener Personen aus dem politischrn und socialen Leben der Haupt stadi bemerkenswerth, ferner durch erst maligcs Auftreten eines neuen ..Stern)" in Amerika. R Es ist dies Maria v. Unschuld. Hof Pianistin der Königin .i Rumänien, dii unter Patronage deS, öste .rrichifch n Botschafters und sein. Fru deS Herrn von Hengelmüller. nach diesem Lande kommt. Ihr Spiel zeichnete sich durch Gefühl, wie auch außerge wöhnliche Kraft u. Eleganz aus. Sie erhielt stürmischen Applaus und wurde nach jedem PianoSolo geruferz. U m nichts. Cincinnati, 31. Jan. M. Orr wurde heute von dem Aarbier E. Retting getödtet. R. ging mit feiner grau an Orr und 3 Anderen vorüber, als Frau Retting auSglitt uud von ihrem Gattcn aufgefangen wurde. Die Bestehenden lachten und verhöhnten nach R. seine Fruu. In dem sich alschließendsn Streite schlug Orr den Reiting zu Bo den. worauf dieser ein Messer zog. Er wird wegen Mordes festgehalten. 5. Bergleute getödtet. VI a it h a ii o v City. 31. Jan. n der Maplc Hill Grube der Philad. iSz Reading Coal Jron Co. kamen gestern Nacht Arbeiter auf der Stelle um 's Leben. Das llnglück erfolgte durch eine Bul ver Crplosion. welche den StahlKorb, in welchem sich die Männer befanden, entzuu'iriß und die verstümmelten IV chen der Arbeiter U0ü Fuß tief zum Gnmd? des Schachtes hinabschlcnderte.

Einem der Mstnner wurde der Kopf

abgerissen.

Die Maple Hill lrube gehört zu deu

Gruben, welche die HartkvhlcN'Streik'

Commission besuchte. Ihre Eiurich

tuugen nud unter den besten in der Harttohlen'Gegend.

Die Todten der Harwick

Grube. P i t , Z b n r g. Pa.. Januar. In der Harwick Grube, dem Schauplatz der Erplosion von letzter Woche, ruhte beute die Arbeit und die Zeit war Gedstchtnißfeiern und Begrabnissen gemid met. AuS allen Theilen von West Pa. strömten heute Leute nach dem kleinen Dorfe. Im Ganzen sind jetzt 1.72 Leichen geborgen, 111 identisicirt und in der Morgne nur noch 6. S ch i f f s . C o l l i f i o n. Nero York, 31. Januar. Der Dampfer ..Colorado" von der Wilson Linie, von Hull, stieß heute in der unteren Bay mit dem auSlaufenden Dampfer ..Boston City" von der Bri stol City Linie zusammen. Letzteres schiff wurde stark beschädigt und zur

Verhinderung des Sinkens in luchteö Wasser bugstrt. Die Colorado" er litt nur geringen Schaden. Zur Zeit des Unfalls herrschte klare Wetter und beide Schiffe fuhren langsam. VerhängnißvoUe Crplosion. P i t t S b u r g, 31. Jan. Durch eine NaturgaS'Erplofion im Keller deS Hauses von H. Magel verlor dieser selbst daS Leben. 6 andere FamilienMitglieder erlitten schwere Brandwun den. Magel wollte mit einem bren nenden Lichte Kohlen holen, als eine Crplosion, wahrscheinlich durch Beschädigung der in den Keller führenden Hauptröhre, erfolgte, die daS HauS völlig zertrümmerte. Nachbarn könn ten nicht zu dem unter einem Trümmer Haufen begrabenen Mabel heran und mußten dabeistehen, wie er zu Tode verbrannte.

ttriegsfesr.'tär Noots lettfer AmtS' lag in 'Va,h ngton. Washington, 31. Januar. Kriegssekretär und Frau Root verbrachten den letzten Abend ihres amtlichen Lebens in Washington im Weißen Hause, wo sie beim Präsidenten und Frau Roosevelt dinirten. Später fand sich auch der Nachfolger Gouverneur Taft ein. u,m mit dem Präsidenten und dem Sekretär Philip-pinen-Angelegenheiten zu besprechen. Auch Sekretär Moody brachte einige Zeit im Weißen Hause zu. S ch l i in m e r A u s g a n g e n e s Scherzes. Webster, Pa.. 31. Jan. Fünf Neger fchoßen gestern Na Izt auf eine Gesellschaft Weißer, die sich über sie

lustig machten. Zwei Weiße wurdenl

verwundet, einer lebensgefährlich; die Neger flohkn und einer ertrank im Monangalcha Flusse. Verunglückte Feuerwehrleute. New York. 31. Jan. Heute Abend kam bei einem Brande in der Fabrik der American Manufacturing Company zu Brootlyn ein Feuerwehr mann um'S Leben und 25 wurden vom Rauche überwältigt. Neun der Leute mußten in's Hospital überführt werden und einer davon durfte kaum mit dem Leben davontommen. Die Gesellschaft eignet auch zwei Fabriken in St. Louis. Diebische Gesellen. h i c a g o. 81 Jan. Nach dem heute veröffentlichtcnBerichte vonStadtanmalt John F. Smnlski sind gegen die Stadt Chicago Klagcn auf Grund persöiUicher Verletzungen im Betrage von 53N.GM.952 anhängig. Der Stadtrath, die Legislatur uud schließlich daS Volk werden n tu Abhilfe ersucht. Die meisten Klagen beziehen sich ans Verletzungen durch Bürgerfteige.

SmulSki weist nach, daß seitens der betreffenden Interessenten nahezu eine Organisation vorliegt, um die Stadt auf diese Weise zu plündern. Die Namen von Anwälten, meist jungen Leuten und Aerzten wiederholen sich mit großer Hänngkeit in den Klageschriften. Der Stadtanwalt s.kgt. die Ansthürmung der Klagen werde uuweigcr lich noch einige Jahre fortfahren, selbst

wenn die Stadt jeden hölzernen Bür gersteg sofort aufreißen lassen würde. Als Hauptgrund dieser Lage sieht der Stadtanwalt den beklagen 'werthen F staud der städtischen Finanzen an. welche eine genügende Fürsorge für Straßen und Bürgerstege unmöftlich

machen. B a h n u n f a l l. K a n s a S City. Mo., 31. Jan. Der Colorado Schnellzug der Missouri Pacific Bahn, der am Samstag von Denver nach KansaS City abfnhr. ent gleiste heute bei Miller. KanS.. wäh' rend einer Fahrgeschwindigkeit von 40 Meilen die Stunde. Nur die Lokomotive und ein Hinterer Pullman-Wagktt blieben auf den Ge leisen. Ein Passagier aus KansaS kam um'S Leven, ein anderer erlitt schwere uud 12 Personen leichtere Ver. letznngcn. Die Entgleisung war au geuschemlich eine Folge dc strengen Wetter. Der Zug hatte 2 Stunden Verspü tung. die er dnrch beschleunigte Eile einbringen wollte.

durch viele demokratische Stimmen für den Vertrag vermehrt nnrd. Im demokratischen CaucnS kam der

Vorschlag zur Zv?ache. wenn aart) nicht j

zur Erledigung, im grille von Conces' sionen an Colomkia sollen alle Demo traten für den Vertrag stimmen. Im Laufe der Woche wird die dring liche Nachtragsbemilligungs - Vorlage einberichtet, die im Falle der erwähnten Beiseiteschiebung derPanama-Frage zur Berathung kommt. HauS. In dieser Woche kommt daS Budget für den diplomatischen und Consulardienst znr Berathung. Morgen stehen Angelegenheiten des Distrikts Columbia auf der Tagesordnung, am Dienstag Vorlagen für Privat-Ansprüche und am Freitag Pensions - Gesetzgebung. Eine Anzahl Vorlagen geringerer Bedeutung stehen auf dem Calender; einige durften während der Woche ihre Erledigung finden.

Kongreß. Senat. Washington. 31. Jan. Der Senat fährt in dieser Woche mit Dis cussion der Panama Frage fort. Montag oder Dienstag sprechen die Senato ren FairbankS (Republ.). Clarke (Dem.) und Clay (Dem.), alle für den Vertrag. Auch noch andere Reden stehen bevor, später in der Woche wird eine Unterbrechung erwartet anläßlich deS Wunsches vieler demolr. Senatsren, die weitere Discussion bis zum

' Eingang einer Antwort auf die Unter

suchungs'Anträge von der Ececutive zu verschieden. Die Demokraten haben jedoch den

republikanischen Führern versichert, daß sie eine Verzögerung nicht blos zur Hinausschiebung der Abstimmung über

den Vertrag suchen. Zunächst wird die Berathung in offener Sitzung fortgesetzt; wenn man sieht,

daß hinter geschlossenen Thüren mehr

zu Stande kommt, werden Executiv

Ältzunge.i anberaumt. Es ist jetzt

sicher, daß die republikanische Seite

A u s d e m R h e i n - M a r n eCanal bei Nancy landeten Schiffer den Leichnam eines Mannes; der Körper wiesStichlvunden auf, war in ein blutiges Hemd gehüllt und ant einer Schnur umwickelt. Man stellte fest, daß der Todte identisch mit dem aus Oesterreich stammenden ttalifmann Alexander Horwitz war. Allem Anschein nach ist dieser in seiner Wobnung zu Nancy ermordet und beraubt worden, worauf die Verbrecher den Leichnam fortbrachten und in das Wasser warfen. Der That verdächtig sind zwei Landsleute des Äetödteten. Bernhard Schnapp und Jakob Seiner, die in Nancy mit Horwitz verkehrt hatten und jetzt verschwunden sind. V in Richterin S t. Louiz Irnt entschieden, daß eine inebiziuifct

Untcrrichtsanstalt keine Juriabiftr über die Liebesaffairen inrn 'Stuben ten und auch nicht das Recht habe, denselben das Diplom vorzuenthalten, wenn sie vor ihrer Graduirung ihr Herz verloren haben. Die Entscheid düng bezog sich auf einen MandamuS bcfehl, welchen der Studiosus Onus Aork aus Muökogee. Ind. Ter.. erwirken wollte, um die Leiter des Barues Medical College zur Ausliefe--rung deS ihm vorenthaltenen Diploms zu zwingen. Die College - Behörden stuften ihre Weig.'ulng auf den Ihn stand, daß Onus ')ort ein LiebesverHältniß begonnen habe. I m Alter v o n 0 0 I a h r t n ist kürzlich in der Wohnung seines Sohnes Alfred Lach Man in Bach' innn'ö Valley. Frederick County, Md.. in Filge einer Crkältnng Herr Wm. Bachman. der letzte Whig, aus dem Leben geschieden. rn Bachman wurde iu der Gegend, wo er starb, anch geboren und war iin ganzes Leben lana ein gesunder Farmer. Vor ungefähr 75 Jahren schloß er sich der deut sehen evangelischen Jernsalcmögemein de an und war im politischen Leben ein Mitglied der alten Whig-Partei. In lsellschaft von 200 berittenen Farmern nwhnte er in 1840 der gro ßen Whigderammlnnq in Baltimore bei. Bei jener Gelegenheit trug er ein Abzeichen, welches er bis zu feinem Tode aufgehoben hatte. Herr Bachman war als Farmer sehr erfolgreich und wurde als Direktor der Nationaldank in Wefttninfter erwählt. C i n e Frau M a r v C o h e n von Iamaica. N. ?)., erhielt dieser Tage aus England die Nachricht, daß eine dort verstorbene Frau McNamcc ihr letztwilli' die Summe von $1V 000 hinterlassen habe. Die überra schende Neuigkeit brachte Frau Cohen eine fast vergessene Episode ihres Le-bcn-ö tvieder in Crinncrnng. Vor etwa 10 Jahren hatte ihr Vater seinen Laden in 190 Atlantic Avenue. New Aork. Mary, die an Stelle der verstoibenen Mutter die Wirthschaft führte, vcrmiethete einige möblirte Zimmer. Einer ihrer Miether war ein junger Cngländer Namens McNamec, der nach Amerika geschickt worden war. damit er sich das Trinken abgewöhne. Er erhielt monatlich einen reichen Wechsel von Hanse, pflegte aber sein Geld sclwn immer in wenigen Tagen auszugeben. Dann konnte er seine Miethe nicht bezahlen, seine junge Wirthin sagte aber nichts, sondern wartete immer ab, bis er wieder nüchtern geworden war, um ihm dann in's Gewissen zu reden. McNamee pflegte bei solchen Gelegenheiten auch lange Briefe nach Hause zu schreiben und darin der Freundlichkeit des jungen Mädchens zu erwähnen. Schließlich führte sein unsolider Lebenswandel aber doch seinen Tod herbei und Mary Levy übermittelte die Nachricht davon seiner Mutter. Die Mutter antwortete einige Zeit später und es entspann sich eine, wenn auch nicht rege, Correspondenz zwischen der alten Frau und dem jungen Mädchen, das sich ihres Sohnes angenommen hatte. Einmal schrieb Frau McNamee, daß sie krank sei, daß Mary aber immerhin noch weiter an sie schreiben möge. Die nächsten Briefe des jungen Mädchens blieden unbeantwortet und Mary, die inzwischen Frau Max Cohen wurde, nahm an. daß die alte Frau todt sei. Dann kam dieser Tage der Brief mit der Mittheilung von dem Legat.

H,e welflschc Branorevc, die Kc Hamburger Pastor Budde bei rcr Feier der Silberhochzeit des Herzcg? und der Herzogin von Cumber land in Hannover hi.'lt. wird für die Hannoverschn Welsen aller Boraus sicht nach unerfreuliche Folgen haben. Der Hannoversche Polizeipräsident Dr. Steinmeister hatte nämlich bei der Anmeldung der Feier erklärt, er habe gegen deren Abhaltung nichts einzu' r?nden unter der Bedingung, daß der Veranstalter der Feier sich für die Vermeidung jeder politischen Demonstration verbürge. DieS Versprechen wurtt von dem Leiter der Feierlichkeit geeben. Wie es gehalten wurde, zeigt die Rede des Pastors Budde. Jetzt hat der Polizeipräsident dem Veranstalter der Festlichkeit Wortbruch vorgeworfen und ihm erklärt, hinfort werde er keine Rücksicht inebr walren lassen und gegen das Welfenthum mit der ganzen Schärfe des Gesetzes vorgehen. Die Welsen hätten es sich selbst zuzuschreiben. oenn.si? sich toundern muß' ten über die Art ihrer künstigen Br Handlung durch den Polizeipräsidenten. Man kann ja verschiedener Meinung oarüber sein, ob Polizeimaßregeln ein sonderlich wirksames Mittel zur Bekämpfung des Welsenthums sind. Indessen ist nach der gegenwäiigen Vereins und Versamm lnngögesetzgebnnsh in Preußen der Poliz?ipräsident von Hannover in der Lage, die Welsen zu schuhriegeln. und er taun nach den unerhörten Ausfällen des Halnburger politischen Pa stocs gegen den Staat und die Dynastie Preußens zu einer solchen Be Handlung auch ein gewisses morali' sches Recht sich vidiziren. Die Welsen in Hannover werden nachgerade wohl inne norden, daß allzu scharf schartig macht.

Aerzte.

0R. C L. RITTER, Newton Claypool ebäude, jlmmer 833. Ntue Zk!kp)on 4M1 löknrjylva! und Ohio Ltr.) 2. Stock rfstre Stunden: bi 10 30, s bis 3:S0 Uhr 7 di 8 Uhr dtnd am Msnta. Dienftag, Donnerfta. Samftag Mhua: t44ft Vro5v"t tofie, stunden : 8 Uhr vornmtag uub 1 Uhr achlttoa.I. NtUt Irlkphon 9306.

l)r. I. A. Sutcliffe, Wund-Arzt, Seschlechts-, Urin. und Rectum Krankkeiten. Office : 155 Ost Market Str. Tel. 941 O'ttce-Stunven : tt di in Udr Vm. ; i bt 4Udr

truoer etniunuusl legrüsst die sonst sehr c.gierungSsreundUche ..Schlcsische Leitung" lai p?ue Jahr folgendermahen: 'Wu stehen m einer ernsten 'iüeiiDt. vfinc geschichtlichen Ereignisse, sondern die Zustände, die sich im verflossenen Jahro entlvictelt haben, bringen dies zum Bewußtsein des deutschen Voltes: 1) Die Haltung einer Regierung, de ren Staatsinänner ihrer Verantivortlichkeit weder nach oben noch nach n ten genügenden iachdrnct geben, un vcranttvortlichen Rathgebern der Nrone schädlichen Spielrallm lassen uno revolntionäre Hetzer nicht init frischer That bekämpfen: 2) Die ntnervuna der zur Staate erhaltung hauptsächlich verpflichteten Bolkö- und lesellschastsschichteu. die sich von uuteu bedroht uud von obcu preisgegeben fühlen, lveder Vertrauen znr Obrigkeit gewinnen, noch zur Or ganisation ihrer sozialen Wehrtraft den rechten wutt fassen können, viel n.chr durch Beräußerlichung des Mc bnio in denselben Materialismus der elianschaunng versinken, dem die Sozialdemokraten huldigen ; 3) Verrohung nnd frevler Ueber niuth einer revolutionären Führer schst. die sich, da sie keine ziigeliil" Hand über sich fühlt, als Machtfaktor in, Staate geberdet und sich alles erlanden zu können glanbt. Diese Zustände reichen mit ihren Ansängen freilich schon weiter ziiriicf in den Laus unserer lescluchte: einzeln sind sie schon oft bedenklich hervorge treten und ernstlich erörtert worden: ihr gemeinaefäbrliches Auswachsen und Ineinandergreifen aber ist das Et gebnih dos Jahres l!tf:'..

Triiffdn üc( nunntnfl. Das fiiiwrliaV statistische Amt verössciitltchi im vierten Heft l der Bierteljahrsheftk zur Statistik de deutschen Aeiches eine achlveilllug über die Ergebnisse de Heeresergäw zungsgeschafts. auS welcher ersichtlich ist. daß liii Jahre 1902 auSaehoben sind für daß Heer 213.014, für die Marine 6944 Stckruten. rie johl der für das Heer Äubgehobenen hat sich seit ls!:i stetig vermindert, sie be. trug in dieieiu Jahre LM.KV4 iin Jahre nni .'7.75) uud 1901 220.l'i. Dagegen haben sich die sür di? Marine ausgehobeuen Mannschaften bis r.xu stetig vermehrt. Die Ziffer derselben stieg von 4101 für 1893 aus .sJln; für 1901 Daß Jahr 1908 weist Hiergegen einen Rückgang UM 1 Äusgehobene auch für die Marine auf. Die .'iabl lX'r lauglich Befundenen mv 1902 mit 7:t.:5 Vrozeitt um 0,1 sftrozenk höher als im Vorjabre. Die freiwillig Eingetretenen hakn stetig zugenonnnen. sie bezifferten sich VMr2 auf 31,098 Militärpflichtige und 2.Vi7 nort nicht im müttürprlichiigen Aller 3tehctiöc. Neb. r die Schul, bilduug der im Ersalzjahr 1908 in bei Heer uud die Ranne eingestellten Netruteu ergiebt die Statistik, da nur iO Aualphabeteu. gleich 0,04 Prozent aller Eingestellten, vorhanden waren.

In einer (3 r ii v e b e i Neunkirchen wurde der r7 Jahre alte Berg mann Bach aus Ottweiler von herabfallendem Gestein erschlagen. Bach sollte auf Drängen seiner Familie schon im Sommer v. I. in Pension gehen, er wollte aber das Bergfest im Sommer 1904 noch abwarten, weil er dann wegen seiner langjährigen Dienste von der Inspektion die übliche goldene Uhr erhalten hätte. Diese Jreuoe ist ibm durch jähen Bergmannstod ver,'itelt worden

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D i e russische Staatsb a n k liesz Vor Zturzein .Ili in Papiergeld verbrennen. Dieses Pa piergeld wurde im August WA zur Deckung des erwarteten Handelsbedar fes ausgegeben, aber nach Beendigung der ietreidesaison wurde das Geld nicht mehr gebraucht. Ausklopfen der Möbel. Zuerst werden die Teppiche und Decken herausgenommen, dann laste man die Polstermöbel gut aueklvpsen und auSbürsten. Dic'zürste muß sich je nach dem Stoff der Ueberzüge richten, eine härtere Reisbiirste sür Plüschmöbel, eine weichere für Sammet oder seidendurchwirkte Damaststoffe. Druckflecke aus Plüschmöbel entfernt man durch Bürsten mit weilig kochend heißem Wasser. Sehr oft werden die Schnüre, Quasten. Fransen flüchtiger abgebürstet, und gerade diese sind die besten Brutstätten der Motten. Ferner lasse man die Möbel umkehren und reinige auch die Sprungfedern, in denen sich sehr viel Staub ve. 'fängt. Dann bedecke man die Möbel, oder wenn möglich, stelle man sie in ein anderes Zim mer. bis Decken und Wände abgefegt sind. Unlängst fand die Versteigerung des gesammten Nachlasses des ermordeten serbischen Königspaares statt. Unter der Garderobe der Königin Draga befanden sich u. A.: das weiß, seidene Brautkleid, 19 Schlafröcke aus Seide und Battist, 35 Straßen- und Ballkleider, 40 Blusen. 11 Jackets. 17 Matinees. 52 Unterröcke. 112 Hemden. 18 Hüte. 186 Paar Schuhe. 6 Sonnenschirme, 46 Schleier. 15 verschiedene Gürtel. 18 Corsets. 122 Paar Seidenstrümpfe. Staubmäntel und Vademütel. Unter dem Nachlaß des Königs wurden aufgeführt drei Perriicken. Selorgt. Frau Professor (zu ihrem Gatten, der eine Ferienreisc nach Rügen macht): . . . und dann, lieber Alfons. nimm Dich in Acht, daß Du mit dem guten, schwarzen Rock nicht an den Kreidefelsen streifst."