Indiana Tribüne, Volume 27, Number 133, Indianapolis, Marion County, 27 January 1904 — Page 6
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(urovÄtscbc Nachrichten. ?y v C i i t , es; U l i o t s o s 1 1 $ i 1 1 . 3 ch I e I : ii i (. Verliehen wurde dem pensioiiirten städtischen Hafenmeister ?lsinus Laß das Allgemeine Ehrenzeichen. A l t o n a. i'in schwerer Unglücksfall ereiauete sich .ins de,n lrllttdjchcu' sIm-iv piai am Ztaiserplatz". Dort bat Die Firma Neumann ein Brette?" laar, bei welchem der Arbeiter Heinrich Dose beschäftigt war. Plötzlich niir'.te ein Stapel Äretter um uno auf den Arbeiter, der dadurch beql.iben wurde. Der Verunglückte trug schwere innere Verletzungen, einen Armbruch und eiuc ötopsverletzuttg davon . und milstte durch die Tanitätskolottue der ,'ei,erlrel)r in da städtisce Krankenbau gebracht werden. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten der in it'clleren 51 reifen bekannte Rentier I. Jven nebst Gattin im Vorort Vahrenscld. A u g u st e n b n r g. Die älteste ?rau auf Alscn, die vcrwittlvete rau .nutzen, ist tner itt dem hohen Vlltet von reichlich 99 fahren gestorben. B ll r g i. D. Das Wohnhauß des Heinrich schade bei der Äurger Fahre in gänzlich liiedcrgcbrannt. Das Vieh ist bis auf eine Ziege gerettet, während da! unversicherte Mobiliar verbrannt ist. Aach die chrotvorräth? de- Äesitzers Meinert in Beidensleth, lelche in dem Hause lagerten, lvurdeit ein Naub der Flammen. (y-1 m I h 0 r n. Ein schrecklicher Unglüäsfall ereiguete sich auf der Chans sce zlvischen hier und Barmftedt. Von dein mit Getrcidesääen schiver oeladenen Wagen des .Kaufmanns WördeMNN aus Varinstedt fiel dr; Ztut scher Podien wahrend der Fahrt herunter und gericth so unglücklich unter die Näd.'r. das; dieselben ihm über Arm, Vrust und Zlovf gingen. Friedrich st a d t. Der seit reichlich einem Jahr hier thätige Thiecarzt Jürgen Junge, ein etlva lojähriger Mann und Sohn des verstorbenen Jtmmermannes Junge aus Wilüer, ist auf dem Hofe seines Hauswirths, des Gastwirlhs Herrn. Vose, erstickt oder erfroren aufgefunden worden. Hadersleben. Maschinen Fabrikant Johannsen und Ehefrau seierten das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar wurde die (jhriibi
laumSmedallle verliehen.
R i t i. Im H2. Lebensjahre ver-
rchied hier d.'r Geheime Kegierungßrath W. H. Vokelman. DaS Fest der goldenen Hochzejj feierte der Rentier Will). Schneider mit seiner Ge?uahlin Friederitc. gtb. Schneidel. Das Ehepaar ist 7! dezw. Kl Jahre alt und erfreut sich noch der besten Gesnndheit. Kunden. Die hiesige freiwillige Feuerwehr feierte ihr 'jähriges !llf tungsfest dllrch Uiuzug. Brandmanöver. t5oiiimers lind Vall. K l l. o r f. eiu 25jährigeS Umtsjubiläum alsPastor unserer tirchengemeinoe beging Propst Petcrsen. Ali diesemAnlab Überbrachten die bei den hiesigen .Nompastoren Deuter llnd
3rf)lii ter ihr? Glückwünsche. Der Jubilar und Bemahlin feie.n im nächsten Februar das Fest der silberuen .Hochzeit. Schlesien. B r e s t a u. Der Kreistag des Landkreises Vreslau genehmigte einstimmig die Eingemeindung der Vororte Hecdain, Diirrgoy und Morgenau in die hiesige Stadt. B r i e g. Die Feier der diamantenen Hochzeit beging das ötentner Arndt'sche Ehepaar im Kreise seiner Söhne, Enkel und Enkelkinder. Das Jubelpaar wurde durch Pastor Lorenz eingesegnet, der auch die verliehene Ebejubiläumsiiledaille mit der Zahl SO überreichte. Arndt steht im W., seine Frau im 70. Lebensjahre. E r d m a n n s d o r f bei Hirschberg. Die große Bürsten Fabrik rannte nieder. Vernichtet lvurden oas mächtige, drei Stockwerke hohe i:id über 50 Meter lange Fabrikgebäude, das anjtoszende Maschittelibaus, in dein sich die Dampfkessel und die Dvnau'.oulaschine befanden, sowie das kleine jiontorhau. F l i n S b t r q. Hie? brannte diScholl 'sche Vesitzuna total nieder. Der jährige 7ohn halte mit Streichhölze,n gespielt, infolgedessen war das Feuer entstanden. Ha g a u, Einen plötzlichen Tod fand der Vesttzer des hiesigen ViktoriaHotels August Pietsch. Er walk seit einiger eit nier?n und nerzleidend. kürzlich sprang er in der Fieberarigst
allS dem Bett und lief in's Parterre des Hauses, woselbst er von seinen 0ä sten aufgefunden wurde Noch im Hausflur starb der 52jcihrige Mann. Herrnstadt. Im nahen Gcwehrselvitz erstickten die drei i in Alter von sechs Jahren und darunter sehenden ttinder der Wittlve Ulimpel. Die Wittwe, welche sich zur Arbeit begeben hatte, hatte ihre Binder in die Bchausuug eingeschlossen; die Nachbarii sahen dichten Qualm aus derselben dringen, aber obgleich sie sofort die Wohnung erbrachen und die .Minder in'S Freie brachten, waren diese doch nicht mehr zum Leben zu erwecken. i e g n i tz. Der bisherige Jnhader des Ease .aiserkrone".Jochmannst raste. SRax Ha der st roh. hat sich in seinein Gastlokal erschossen. Haberstroh. welcher früher Schauspieler war und noch im letzten Sommer mehrere
I Male im hiesigen Wilhelm . Theater
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Ter Win.? 'nrdni hlttt dn sim.'i, "l-iden, die Wilrde der Weiblichkeit m Tlonsten. !,.kem er reaeim.ls'.Itt? Zn?fs,i.,ti" kierdcslilt. i?r rcrtiitlrf die ferlobr der lUmien itaeiid rliir t '.Utrr ve i. rft n-
iicnhe v5 u'i ttottfctyiiirrAcn itd bcrtrcUN ulle Spuren von Weisel,,,, ,,k andere ,,t
ri(Ui,in r ptr -mm, r n hei der ', lirl. (U iiirnt e UirrcTr.ii t iiri , ineö tttude? und Hilft der Mul'er w einer rnftfi.ii enekung. tit d(, Viue ot Canlui die grauen ans den eiienswechsel nnd ein
t.r.fiie. r ,iu iiiioridi .lindniien. Er Hi'iit Uns, und fld,,in IKtuu Blutung Wenn der vkbenS,ileuk h
lunoeZ. oves viiicv vor.
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inrur ii iu vi iniiu'i ii, iL n ikiio (iiuno .'inoi reiii nt iuii ijaurii, uno in nvai icine oiitu'ii tu ,. eu lii nmt Iiiimi ii getäuscht worden, irgend ivele Linderung zu suiden. selbst wenn ihr .iil!nd dossniiiittoloz rour. Ktnn bt duS nliiiilit, ich diele grünen Übn den Win ot Curdul sageu. duun geht u iiuerm uotOitit und lauft beule niNi WH .üiiiche.
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Markus. WasH. NlS ich bermnn. den Wln ot Cnr.ia und Tvedssed'S Vlnkk'Deauadt w nebmen. der urlttchten nur nietne nian.ittichrn i luhcu Zchmrzen in meinet linken Leite. i,n aovte und dein Uiuerte.be,
und inriiie Periode trat nicht Anr richtigen ;;'it ein. 9iui! ntckeinen diese ovue I iLtiicrcti.
EtttO. d. ?ch bkitl nflilte von criitütnn. gen iviitireud deci gnnrn legten ?ouimerZ und wir ich dein lode nahe. ?ekcn fluschen Wino jf Cardul
iiiii? oi i 4'"'ieie .nen yf fsrd's Vtack.Dranht beil tyjir teil mich,
ffalcnrr. gt,. Ich litt bedeutend, und mein l?e den wiir mir l'i iiiade un'rtc iglich. &ü bcglNUt dea
I I,u Itt !, rlll I 1! ') Zdedford'z Black Draugl m uehmen und lütle ich tüU- lU'UiUlWVU.
ÄmetiltUt. (solo. Ter Viutter gemacht nachdem alles Rudere seine kötr .'ng octjugl halie.
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jiaf inru nniiiiTUMi lu-ii ,111,
teil im Unterleib, Tchmer'.eu tni ttovse und Genick. Mein Miiuii bewog ,u,.k den ot c'riui gu uch
nun. uno zu meiner gio s'.en greude bewiikten zwei .Unschen eine vollständige
vetmna.
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Lizzleviklk. Ala. Ich habe drei Ninder geboren zwei o.ioun waren todt geboren. Ich degann in i 0f itud Thed'ord vlakk rrauaht mich ln.r iU-r ordttiinn -tu ttebmli! und schenkt ,1111 ju. Zti l'.Hiä ciiiem st licht i gen miihiuh du.. Leben, der sich in best wpfiiiibbfit befindet. n 6 A ! ) CdL IV yinULUJ .;ui .ii. s lstiuilcothe. JJJo. - ch ivar eine geii lang am Le. bencivechsel triiuk gcnesen. -Jiutty h,,t mir uiluluu, biS lik, den te, ot ardil und Thedjord'o lUuit Traugbt nahm. Sie haer ng ! '"'i. TTZflJC-li TftdLv. giiio ctivas uiwerco. w
gastirt hat, war schon seit lanqercreli kränklich llnd nervös überreizt.
9t i in k a ii. In letzter Zeit kamen Kitt mehrere Brandstiftungen vor, so dast sich die Behörden genöthigt sahen, auf lLrgreifuuct. der Brandstifter 10(X)
Mark Belohnung auszusetzen. H'rc'vttLZ Älen. Pose n. HilsSbeamter Cegielski von der Landwirthschaftlichen Bank hier unterschlug verschiedene Briefe reicher Grundbesitzer und übte sich, die Unterschriften nachzl'ahmen, was ihm schließlich gelang. Die Nachahmungen benähte er, um Briefe zu fälschen, in welchen er die Ban! anwies, an vcr schieden? CottN'l'cen Beträge von insplmmt 64,500 Wart auszuzahlen. Unter anderem ließ er einen Betrag von 18,000 Mark an einen Äcitschuldigen in Llssa auszahlen, der in der That den Betrag entpfanaen hat. Diesem nlust jedoch schließlich das Gewissen geschlagen haben; denn er wachte unter Ablieferung des Geldes der Staatsanlvaltschast Anzeige. Daraufhin erfolgte die Verhaftung des Cegielski. I n o w r a z l u w. In einer Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten wurde StadtvrordmlenBorsteber (5omincrcienrath Gocckc und Stadtrath Ewald zu Ztrc'.c-tagsabgc-ordneten, u ihren Stellvertretern Nerarath Cricl und Stadtrath Jelsch oN a r. vaS lict)lmnen:cr Vuschke sche Ehepaar feierte das 'Zest der goldeneii Hochzeit. K t o n e a. B r. Im Verlaufe eines häuslichen Streites wurde der Schnei' der Johann Gorsli von seiner (5hefrau in Gemeinschaft mit drei Männern aus der Nachbarschaft arg misthandelt. Goruti ist an den Folgen der Miß' Handlungen gestorben. L a b i s ch i n. Der 20jährige Maurergeselle Franz Losiniecki von hier zer brach sich bei einem Sturze mit dem Nade das künstliche Gebist und verschluckte die eine Hälfte. Der Arzt vermochlc das Gebiß nicht zu entfernen. Da der Hals schnell anschwoll, wurde der junge Mann in das Diakonissenhaus nach Brombcrg geschafft und operirt, doch ist er infolge der Ver letzungen, welche das Gebist im Halse verursacht hat. gestorben. C st x o w 0. In Manülew kam das sechsjährig' Mädchen Olga Äcantav dem Feuer eines gedeiztcn Ofens so nahe, dast die Kleider in Brand geric thcn und das Mädchni infolge der erlittenen Wnndcn starb. . a w i t ch. Auf dem Grundstück der Getreide Firma M. (5ohn. Markt 5, brach fteucr aus. das sich in kurzer Zeit dem ganzen Gebäude mittheilte, so dast dieses zum größten Theil aus brannte. S ch u b i n. Im Alter von 07 Iah ren verschied hier der emeritirte Lehrer L. Braunhart. Im Februar 1901 war es dem Verstorbenen noch ver gönnt, mit seiner dann im März ver storbenen Gattin das est der eisernen Hochzeit zu feiern. "jafvotMiu SuHs4N. M a g d e b u r a. Dem Oberfener lnann rieorich Wilhelm Gerloss uno dem Femrmann Gustav Teller wurde fiir die von ihnen am 13, Februar 1 !;; bewirkte Errettung einesSchnei dcrlchrlings vom C'rstickungstode in cincia brcnilenden. mit Htailch ange füllten Raume die Nettungsnleaille am an,.'e verliehen. Der 17jährige KaufmannZKHrling Brno Peters, der am 9. Juli 1903 nach Unterschlagung von 17.000 Mark baar und eines Checks in Höhe von 9000 Mark bei einem hiesigen Geschäft flüchtig gelvor den war, ist in Rotterdam ermittelt und mit seinem mit ihm geflohenen Schwager Sengcjveck verhaftet wo?, den. Erhängt aufgefunden lvucde
auf der Bodenkammer eines Hauses der Tischlerbrücke der Arbeiter Emil Breitenstein. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. h t i I i a t ii st a d t. Schwer ver
unglückt ist der Schuhmachermeister' Reinhart hier. Er wollte ein Fuder Dünger in'ö Feld fahren, der beladene Waqen ful um und Neinhart kam unter den Lastwagen zu liegen. Er er-
litt eine schwere Quetschung der Brust. Sein Zustand ist bedenklich. N a u in b u r g a. S. Ern Land wirth Müller, der von hier nach seinem Heimathsdorfe Äcertcnoorf heimwärts fuhr, begegne le unterwegs einem Automobil; feine Pferde scheuten vor diesem und gingen durch. Müller gerieth unter die Räder seines Wagens; an den dabei erlittenen Verletzungen staro er alsbald im hiesigen Urantenhause. !1i a n i e s. Die ljähng? Tochter des Landwirths und Schmiedemeisters öcrause stürzte vom Boden derSchcune, von wo sie Garben herabwarf, herunter auf die Tenne und erlitt schwere Verletzungen. T h a l e a. H. Auf dem Eisenhüttenwerk wurde dem erst 19 Jahre alten Schlosser Vogt von der Transmission der Körper völlig itt Stücke gerissen. Vogt war beauftragt, einen Trcivriemen zusammenzuschrauben, während sich die lc'aschinen im vollen Gang befanden. Es ist eine strenge Unlrsuchung eingeleitet worden. W e r n i g e r o o e. Im 70. Lebensjahre verschied der hiesige fürstliche Forstmeister Bernhard Meißner. Er war erst kürzlich in den Nuhestand getreten und von Jlsmdukg hierher übergesiedelt, nachdem er .'jIahre hindurch unllnterbrcchen im fürstlich Stolberg'scheu Dienste aestandcn batte. A k c n. In der Eomthurstraße brannten die Hintcrgebäilde des Ackerbürgers Stephan nieder. Die Frau des Besitzers stürzte beinr Futterholen auf dem Heuboden mit der Laterne. Diese erplodirte und setzte die Vorräthe in Brand, der nicht im Entstehen zu löschen war. Burg. In dem benachbarten Dorfe Steglitz brach ans dein Grundstuck der Wittwe bersten euer aus, das sich bei dem sterrschenden Sturme sehr rasch verbreitete. Sieben Gcbände, Schcuilen lind Ställe, wlirden dlirch das verheerende Element ver nichtet. Das Vieh konnte gerettet werden. p a 1 1 e. Der außerordentlicheProfessor für mittlere und neuere Geschichte sowie Forstwissenschaft an der hiesigen Universität, Dr. phil. Albert Ewald, ist im Alter von 05 Jahren gestorben. gfrunu jbannevwv, Hannover. Die goldene Hochzeit feierten die Ehele::te Gött. Wörthstraße 14, Etage. Beide Eheleute sind jetzt kränklich und leben in bescheidenen Verhältnissen. Beim Spiel mit Streichhölzern geriethcn die itlci der des Töchterchens des ZNempiiers Nörlich in Brand. In eine Ztinder Heilanstalt gebracht, eriag das Minb den Brandwunden. E i m e. Arbeitsmann Karl Brandes Hierselbst stürzte vom Boden auf die Scheilnendiele llnd zog sich ganz erhebliche innere Verletzungen zu. Der Unglückliche, der eine sehr zahlreiche Familie hinterläßt, erlag den erhaltenen schweren Verletzungen. G ö t t i n g e n. Ein sehr beoauerlicher lliKÜMsail ereignete sich in dem Nachbaroorse Holzcrode. Dort hielt ans der Hauvtslraße der Wagen des hiesigen Schlächtermeisters Friese. Der Lenlcr hatte die Strange der Pferde vorschriftsmäßig abgehängt, als plötzdie Pferde durch einen von einem jungen Bursch m abgegebenen Pistolenschilß so erschreckt wurden, daß sie in Karriere die Dorfstraße entlang rasten. Dabei sah der kleine Schnltnabe Führer, wie das Gefährt ans ein kleines Kind losfnhr. das auf der Straße spielte, und wollte es vor dem heranbrausenden Gespanne wegreißen. Es gelang ihm auch, das Kind zu retten, er selber aber kam dabei zu Faste und die Räder des Wagens gingen ihm über Kopf und Hals. Er starb bald darauf. H i l d e 6 h e i m. Major z. D.
karl v. Reichmeister beging hier sein 50jähriges Officiersjubiläum. Er wurde IM zum Secondeleutnant in dem in Goslar a. H. liegenden Königlichen Hannov. Jäger - Bataillon er-nannt.
ptt uil'.urcichcndc Stoss.
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ssel, ter berühmte Astronom und
Preffor an der U'?iversilät von Kaigslerg i 7K 1846)( war bis zu seinei.! 7o.'.a',igstcn Iabre GehUft in rittest Lnemei Handlukgöhause, lvo er .nie seine freie e!t oeui u'.dium jener j.i "t nsv.: c;i wii.e!e, denen er spätc: feinen ''cUachni verdankte. Nichts an dem ci?:).'.e erinnerte jedcch an den ''.vcinjii.','".'. Kaufmann, nur eine gcvxüi 0ef( "' ,:c...ii;iiß ba'le er jich aus r.i:x Lebensepoche bewahrt. So geschah e. daß eines Tage . .;!. ci Ixi einem turzeu Aufenthalt in Leipzur Z;it oer 'JJtcfsc ; wissen t-e:, Verraufss ellen umherging, ein auSge legte: Stoff seine Au,ulcr:sa'n:eit er regte, ö tozi d.iv finster eines soeben in England patentirten T'ichia brikaie5 u:lo nnr wenig davon 'is Probe Nach Leipzig geschickt lvoroen, aber doch genug, daß Bessel. der von eem eigenartigen Stoff ganz entzück, 'var, einige Elle zu einem Rock kaufen konnte. Räch seiner Heimkehr nach Si'öwly berg schick ie er zu einem Schneider, um ihm die Anfertigung des Rockes zu übertragen; dieser aber, der ebenfalls den Stoff bewanderte, erklärte achsel zackend, daß der Stoff zu einem Rocke leider nicht reiche. Bessel schiele zu ?inent anderen Schneider, und siehe da. dieser fand die Quantität völlig ausreichend und lieferte schon nach wenigen Tagen den Rock ab, der zur vollen Zu fricdenheit des Astronomen ausgefallen war. Kurze Zeit darauf begegnete Bessel auf dem Wege zur Universität einem Knaben, der seine Schulbücher unter dem Arme trug und ein Jackct anhatte, dessen Stoff dem in Leipzig gekauften anf's Haar glich. Der Gelehrte hielt den Knaben an. fragte nach seinem Namen, und war sehr verwundert, zu erfahren, daß er der Sohn des Schneidcrs war. der ihm den Rock gemacht batte. Dieser Mann hatte also den Stoff noch reichlich genng gefundell. um ein Stück zu einer Jacke zu erübrigen. Bessel nahm den Knaben mit nach seiner Wohnung und ließ den Schneider rufen, der sich geweigert hatte, den Rock zu machen. Bitte, vergleichen Sie einmal," sagte r: zu dem Meister, dieses Jacket mit meinem Rock, und sagen Sie mir dann, ob beide von einem Stücke gefertigt sind." ..Ganz gewiß," sagte der Meister nach kurzer Besichtigung. N'.ln. so erklären ie mir," fuhr dr Professor in ernstem Tone fort. ..wie Sie denselben Stoff für unzulänglich erklären konnten, von dem Ihr Kollege noch genng zu einem Jacket für seinen Jungen ersparen sonnte? Sagen Sie mir offen, was war der Grund?" Ein sehr einfacher." lautete die Antwort des Meisters, mein Junge ist nänilich aröster und stärker!" Teutsland und Zyrattkrcicl,. Von 3eU zu Zeit zeigt sich, wie tvemg ein großer Theil des scanzösiscsen Volkes geneigt ist. Frieden mit dem Frankfurter Frieden zn machen. Viele Franzosen trösten sich damit, dast die Zeit Rosen bringt. Die Zeit arbeitet indessen tnchr für Deutschland als für Frankreich, wie eine Zusammenstettiing der Bev'ölkerungSzahlen schlageud be weist. Im Jahre M2 hatte Deulsch land die austerordentlich hohe Zahl von 2,089,000 Geburten zu verzeichnen. 80,2 aus 1000 Einwohner. Frankreich dagegen weist nur 845,000 Geburten oder 21,7 auf 1000 auf. Die Todesfalle betrugen in demselben Iabre in Deutschland 1.1 7.000 oder 10,r auf 1000 (53,000 Todesfälle weniger als Ml Iiihre 1001), in Frankreich 701. 0l0 oder 10.5 auf 1000 (24.000 weniger als im Iabre 1001). Deutschland hat demgemäß im Jahre 1002 nm rund 000.000 Einwohner zugeiwmmen, Frankreich dagegen nur um 84,000, daß ist rnnd zehnmal weniger als Deutschland. In wenigen Jahren, klagt der Figaro, werden auf jeden Franzosen in der Welt zwei Deutsche kommen.
'.'lltf c !' m ji p s o alle. Uns Tokio wird berichtet, daß ans einem Fest Balle ;nr Fcier des taiscrlichen Geburtstages die japanischen Prin Hessinnen in europäische !gaL Eojtümen erschi':?cn. in deneil sie sehr gut ausgesehen haben sollen. Die große Mehrzahl der japanischen vornehmen Damen erschien jedoch in dem für sie bedeutend kleidsonieren bunten japanischen Eostü.n. Die europäischen Modewaarenbänd.'er haben bii .'rhrnchmnnq gemacht, daß die Voiebe des schönen Geschlechts in Iapa.i sin curo päische KleidllNg stark in, Nöckgange begriffen ist. Man kann dies zum Theil dem wachsenden japanischen Selbstgefühl zuschrcibeu. doch glaubt man in Tokio, dieser Wandel in der Kleidermode sei in noch bedeutenderem Mäste dadurch ju erklären, dast japanische Damen häufig bei feierlichen Gelegenheiten ohnmächtig wurden, weil sie an das mit den europäischen l'ostümen verbundene Schnüret! nicht gewohnt waren. Es kam auch zu vtschenfällen. die zwar für die Zuschauer sehr belustigend, für die Trägerinnen der europäischen Kleider aber !?ii'es wegs angenehm waren. So lösten sich hier nnd da einzelne Theile d'- europäischen Eostü ms. die nicht genn.end festgebunden oder falsch i efeftigk wäre, zum Entsetzen der betreffender. D .men gerade im feierlichsten Mcn'.ent ab. ?c,n nltcn rtegVvctcrnncn atcr auZ Halle, der mit künstlichen Blumcn und Lampenschirmen von srt zu Or: hausirt und damit kärglich da ebcn fristet, ist kürzlich in Dessau eine große Ueberraschung widerfahren. Er hatte, beim Mittelstand und in oen Armen' vierteln Trepp auf Trepp ab. wandernd. so gut tvie nichls eingenolnmen und beschloss nun. die geringe Waare auch einmal in den reichen Hänsern" anzubieten. Dabei verlief er sich gleich beim ersten Gange in das herzogliche Schloß, das er nicht kannte. Im Trcp' penhause begegnete er, wie er erzählte, einem schönen, feinen Fräulein", dem er seine Waare anpries, und dem er auch verrieth, daß er die seine Brust schmückende Ehrenzeichen unter dem regierenden Herzog von Anhalt sich erkämpft habe. Sofort war er seinen ganzen Korb los. nnd ehe er sich- recht versah, statte er ihn bereits mit Eß. Waare uud Wein gefüllt wieder zurück nnd einen Hundertmarkschein in der Hand. Awei Soldaten geleiteten ihn. wie die Halles che Zeitung" berichtet, nach dm Bahnhof nnd brachten ihn in der zweiten Klasse nnker Einige Tage später erhieltVaier noch 50 Mark dnrch die Post als Bezablnng für die Waaren, woran? er endlich ersah, dast er sich in das Palais des Herzogs von Anstalt verlaufen batte. und dastPrinzessin Elife die freiaebig? Käufcrin geWesen war. Der deutsche Qartet t -Verein in Paris beging die Feier seines 25-jährigen Bestens. Was ei für einen deutschen Verein in Paris heißt, ein solches Dasein hinter sich zu haben. dessen Anfänge IN das Jahrzehnt nach dem deutsch französischen tr c ?n rückreichen, wissen nur die Veteranen des Vereins. Erst nach der Bonlanger Zeit. d. h. seit dem Be ginne der OO'cr Jahre, hat sich die gewerbSmästige Hele gelegt, die der chauvinistische Radan Patriotismus von .Zeit zu Zeit se'bst durch Thaten gegen die Deutschen und die dents 'zen 'Vereine in Paris in Szene setzte, um sein Dasein zu kennzeichnen. Hervorgegangen aus einem Männer - Quartett, hat sich der jetzige Quartett - Verein zu einer Gesellschaft entwickelt, die neben dem aktiven Männerchor auch zablreiehe andere Mitglieder zählt, deren Gemeinschaft und Feste im Winter den eigentl-chen und sozusagen einzigen Kern des gesellschaftlichen Vereinslebens in der deutschen Kolonie von Paris bilden. Zu welcher Blüthe und Leistungsfähigkeit es der Verein im Laufe der Jahre gebracht bat. davon zeugt die eine, der besonderen Erinnerung, werthe Thatsache, daß er den Ueberschwcmmten in Schlesien die Summe von 10.000 Franken senden konnte.
