Indiana Tribüne, Volume 27, Number 133, Indianapolis, Marion County, 27 January 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne, S7. Januar 1901

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Entsetzliche Foltern Erleiden deutsche (sglonialtruppcn in Süd-Wcst-Afrika durch Ausftnndige. prfiflel pödagSgM im IlTitstorlCinMe. Das Neueste aus (OstAßen. Kugelsicherer panm.

Tcntschland. ii i! 5 t l) a t ( ii d c r st ä ll d i s ch e n.

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London. 20. Jan. statt Depesche a Die Zentral News ' ftUtlN fhiOt znfslstk verüben die Buschleutc im Bettln mit hm S.Kebcllen in D. S. Afrika furchtbare Greuekthatek,. ( sMgene sollen lebendig verbrannt wer den. Berlin, 20 Jan. Die durch englische Depesche bekannt gelvordene ktzatssche, das; Deutsche in Sudwest AsrVs zu lobe gefoltert werden, hat im VbMM den schmerzlichsten ttilt&Tttd gemacht. Das (olonialamt hat keine BeftittHung, misttraut aber den ge machten Angaben nicht. Direktor Steubel vom (solonialamt ersuchte heute die Budget5ommifsiou, die Gerathuiig über das (olonial-Bttd get zu vertagen, da er in ffolge der Kuppen - Versendungen nach Afrika keine Zeit zur Erörterung der Voran schlage finde g Ganzen sind 2000 Mann zur Abfahrt bereit, eine Truppe, du kaum fir die Agreslive genügen dürfte. P r li g e l p ü d a g o g e im ,.M n st e r l ä n d l e" freistesprachen. Karlsruhe, 26. Jan. Im da difchen Mustcrlär.dle" scheint der Knüppel die Herrschaft Übernommen zu

haben, scheint man zur Prtigelpada gogik zurilckkehrn zu wollen. Hier ist schon wieder ein solcher PrUgelpädagoge, der augenscheinlich der Methode M Eiiibhiueiis" huldigt, aufgestanden. Der ugendbildner. der sich des Prügel als Erziehungsmittel bediente, ist HaupUchrer tfrfed. Er züchtigle einen Mol'jahrigeu Knaben weg?n lln aufmerkiamkeit mit einem Rohrstock. Nach einigen Zagen starb der Knabe, worauf der Lehrer in Anklagezustand versetzt ward.-. Er wurde jedoch frei gesprochen. Xsly freisprechende Urtheil das zweite derartige innerhalb kurzer Zeit hat allgemeines Kopfschü'teln hervorgerufen und die Angelegenheit bürste die Presse und wohl auch das Parlament noch in hervorragendem Vlje beschäftigen. N e n a n s i e d l u n g e n in Brasilien. Berlin, 26. Jan. Die demnächst zu Berlin in'S Leben tretende '.Kio (brande iedelungS'ttiesellfchaft hat sich ein große? Programm vorgenommen, das sie zur Ausführung bringen will. Sie bereitet die Besiedelnng eines 1,700,000 Morgen großen und nicht weniger als 17.000 Bauernhöfe umfassenden OJehiete in dem brasilianischen Staate Rio brande do Sul vor. Die weiter deZ Ganzen geben bekannt, daß die Regierung jenes brasilianischen Staates bereits die nöthige Concession ertheilt habe. Die gcncinnte Gesellschaft plant fer rt den Aal! einer Eisenbahn von 2 10 .Kilometer durch den Urwald und die Schissbarmachung des Taquary-lus-sei. Die Besiedelnng soll natürlich durch deutsche Kolonisten erfolgen, und die Werbetrommel wird in Bälde in gerührt werden. Ost-sien. Schlimme Zustände. Seoul. 26. Jan. Hundert bewaffnete Japaner sind nach Pyanyang gesanot worden um das Volk zu be schüfen. ES wurde berichtet, daß die

Häuser von reichen Eingeborenen durch koreanische Soldaten und Polizisten die als Räuber verkleidet sind, geplündert werden. Der Bericht, daß die Ameri kaner im Einverständnis mit der rufst3 scheu Gesandtschaft in Seoul aud, wird als grundlos erklärt. Der Kaiser hat 5 französisch: und 5 belgische Civilisten nach dem Palast berufen, um als feine Leibgarde zu die nen, er scheint einen Einfall der Japa nescn zu befürchten. Die Japanesen haben ihn direkt gefragt, ob er immer

noch den Rüsten günstig gestimmt ist. Die russische Antwort tu wartet.

sind allem Anscheine nach l. Rußland verweigert Japan derartig iinbeflreii; ten Einlaß in der Mandschurei, daß japanesiische Ausiedliingen geschaffen werden können. 2. Rußland gestattet Japan nicht die LandeScngen von Korea derartig zu befestigen, daß Japan Eontrollc über E?N' und Aus. fahrt hat. Verlangt A n t w o r t. Tokio. 27. Jan. Die japanische Regierung hat dem russischen Gesandten nahegelegt, daß Jspn eine baldige Antwort auf seine jüngst'' Rote ver laugt. Die Japaner wollen keine wei tere Zeit vergeuden, da sie zum 2oi schlagen fertig find. Entschiedene Aktion steht ia wenigen Tagen bevor. Mau erwartet, daß Japan Korea beletzea wird und daß Rußland keinen Widev stand dagegen leisten wird. K o r e a'S Neutralität. 1 Paris. 2'. an. Die koreanische Gesandtschast ist über bi Neutralität Erklärung im Kriegsfalle nicht informirt. jedoch der Ansicht, daß eine solche Erklärung gemäß früherer hier eingk' laufeneu Mittheilungen erfolgt ist. K r a n k h e i t e n n n t e r r u s s. Truppen. New 7) o r k . 2. Jan. Erna .(vnild Depesche aus Berlin zufolg.'

Familie, als er plötzlich hinstürzte und ohne ein Wort verschied. 'Frau Wright ist eine geborene Am? ri'a'ierin. Sie liegt in dem vrächtigen Landsitze WrightS in Surrey trank darnieder. Dort erregt der Tod Wright unter den Nachbarn tiefe Trauer, er war attgemein als "in goßliiüthiger. hilfsbereiter Mensch geschätzt. In londoner jnristifelien Kreisen ist mau Über Richter Bingham's Urtheil, welches als entschieden zu schross bezcich net wird höchst unzufrieden. Man führt die an den Tag gelegte Härte während deS Prozesses darauf zurück, daß Enthüllungen vermieden werden sollten durch welche Hof! reife in den Skandal verwickelt worden wären. Oesterreich Ungarn. Ein n e n e c kugelsicherer" P a u z e r. W i c u. 26. Jan, Abermals ist ein kugelsicherer Panzer aufgtauäN. Au derartigen Ersiuduugen war zwar be lanutlich in den letzten Jahrzehnten kein Mangel, doch bewährte sich die schöne Theorie in der Praiis nicht in dem Maße, daß man au eine baldige ,'iuug des Problems zu glauben be rechtigt gei'iescn wäre. Diesmal soll es sich jedoch wirtlich um einen kugelsicheren" handeln, denn die Erprobung eines neuen kugelsicheren Panzer zeitigte Überraschende Rcsultate. Auf hundert Meter Entser. ilttiig abgegebene Schüsse erzeugten auf dem Panzer lediglich einen leichten Druck, während die Projektile ganz de formirten. Ebenso günstige Resultate erzielte man auf 1K Meter Distanz, wobei bezüglich des Geschosses ähnliche Wakirngni wie bei der größeren ins fcrnung zu Tilge traten. Diese r-

fiudung hat vor anderen ähnlichen

wird die .iriede!,Shnug tot Ms fetaH nlftam ant Mtfitil vor. 1 rv .k Lt'jn i t . . . . tr! w " "

ziihlreichen Todesfülle unter den rusw

scheil Mandschurei!ruppen verstärkt, 81 fehlt an Wasser und Vorrathen und der Hospitaldienst soll den Anfordern!! gen nicht genügen. Die Auffassung in W a s h i n g t o n. Washington. 26. Jan. Die Lage ist nach hiesiger Aussassung nocts i immer ernst; jedoch vernimmt b(H Staatsdepartement aus verschiedenen Quellen, daß es dem machtvollen Eini flusse des ;aren auch jetzt noch gelingen

dürfte. sin den.

den Appell an 'iie Mächte zu

Genug Geld zum Krieg' führen. T o k i o, 26. Jan. Das Eabiuct und die älteren StaatSmännen be sprechen heute das Allianz. Programm für den gall eines Krieges. ! Die japanischen Financiers bieten in! großartiger Weise ihre Hilf,' an und' die Regierung kann eine enormez

Summe im Jnlande erhalten, ohne!:

vom Auslande borgen zu müssen. Ehina. Wollen sparen.

Peking. 6 Jan. Ein kaiser licheS Edikt betreffs Erlangung der Gelder für die neuen Armeepläne ist

veröffentlicht woiden. ES bestimmt.,

daß die Steuern t uf Tabak und Spi

rituolen für den Armee'ond benutzt j

werden sollen Die Einstellung aller'!

unwichtigen öffentlichen Arbeiten wird;!

anbefohlen, ebenso eine Einschränkung der Ausgaben deS kaiserlichen HausHaltes. Ein Telegramm lief von New Ehwang ein, meldend, daß der Bttrgermeistcr von Kin Ehiii j$u instruirt

aus : der neueste lugelgcfcite Panzer kostet nämlich nur zehn Kronen mehr. Will Professors T v ch t e r. W i e n, 28. Jan. Es verlautet, daß die Hochz"it des Erzherzogs Ferbi nand Karl von Qesterreich'Este mit Beeta Szuber, der Tochter seines frühereu Mathematit'Professors. im Februar iu Dresden stattjindett wird, trotz deS Einspruchs deS Kaisers kraliz Joses, worüber jüngst ausführlich gekadelt wurde. ES ist bezeichnend, daß in mehreren Wiener Blättern darauf hiugemiefcu wird, für den Erzherzog liege keinerlei Nöthiguitg vor. aus Rang und Würden zu verzichten, falls er die Tochter des HofrathS Sznber Heirathe. Es lägen ja Präzedenzfätte vor. So hätten die Erzherzöge Johann und Heinreich. der eine eine Pnstmeisterstochter. der andere eine Sängerin geheirathet und seien doch wohlbestallte Erzherzöge geblieben. San Domingo. Kreuzer Columbia" nach San D o m i n q o. San D o m i n g o, 2J. Jan. Es wurde in Erfahrung gebracht, daß die Insurgenten amerikanisches Eigen thnrn in San Domingo zerstören. Der Ver Staaten Kreuzer Eolumbia" wurde sofort abgesaudt um in San Pe)ro Macoris die ameritauischeu Interessen zu schützen. Der Kouhll in Pedro hat den Gesandten Powell auch benachrichtigt, daß auch die Interessen anderer Natioueu bedroht wären. Einige amerikanische juckerplantagcn sind besonders bedroht. Venezuela. Castro besucht deutsches Schiff. Caracas. 2. Ion. Der deut sche Dampfer Victoria Louisc" legte

vei La Guiara an. .ferr Miillpr der

wurdk, Ouarlier silr 70 ?salen z bk.!,g, öillje , P,gsj, 5aytt0 schaffen. l und Iran ein, an Bord zu kommen. Großbritannien. Dieselben leisteten der Einladung ?Zolge W h i t a ck e r W r i g h t Üp und blieben eine Zeit lang als Gäste t h e i l u n d T o d. ! auf dem deutschen Schiff. Castro trägt i'onbo n. 2(3. Jan. Der Proceß ! also Deutschland die Blockade nicht län von Whitacker Wright fand heute eineu er nach.

tragischen Abschluß.

Kurz nachdem der Finanzmann, dessen Riesen - Unternehmungen auf beiden Seiten deS Oceans Staunen erregte, wegen Betrugs zu 7 Jahren Zuchthaus verurtheilt war, lag er eutseelt im Borzimmer des Gerichtssaals. Ob der Tod durch Herzschlag in Folge der Proceßanstrengungen oder durch Gift, wie seine Freuude bitter behaupten, erfolgt ist. darüher laßt sich noch kein Urtheil fällen. Mit den Händen in den Taschen und leichenblaß, aber nicht so nervös wie während des Resume's des Richters.

vernahm Wright das Urtheil ohne Zei-

Paris, 26. Jan. Die russische j cheu ernster Erregung. Mit fester

Antwort ist bislang noch nicht an Japan gesandt worden. Die Haupt punkte die Erledigung finden müssen

Stimme betheuerte er Zseine Unschuld, entfernte sich dann mit seinem Anwalt und berieth über der Zukunft seiner

'eutjll, als slavische Sprache. Ter 'iVrriduci ftatter, der seinerzeit von tern Petnsburgtt Blatte Nowosti" nach iyy.- Schauplätze des makedonischen Ausßandes entsandt worden lvar, be nützte von Wien donaua''wärt das assagiers.l'iff der Donaudampfschifffahrt'ögesellschaft. An Bord des Dam-pfer-' befanden sich unter den ahrgi s en Russen. Polen. Tschechen, ftaten, Snben und Montenegriner, kurz Angehörige aller erdenklichen slavischen Rationalitäten. Aber ah diese verschiedenen Vertreter des Slaventhums ,ilervegs miteinander in Verkehr traten. bedienen sie sich insgesammt beim Gespräch der deutschen Sprcjie. Einer der am Gespräche theilneh'nenden slavischen Brüder bemerkte unter allgemeinem Gelächter: Die deutsche Sprache ist doch die allgemein slamische." Und alle Slaven, die zugegen waren, stimmten ihm ausnahmslos zu.

Ehrrngrab in fremder Erde. 1er f rüher d, VUHsOß Institut tr.t- ,!,d,,,lti,ie Viskt.uq sei,,,. Vichr. In der nnds,aup:stadt lind dieser T.e die irdischen Ileerreste von John Stt.ilhson, dev im Jayre L829 )crstorvei'en Begründers des Smithsonian Instituts, eingetroffen, um end giltig zu: letzten Ruhe besiattct zu wer K .'iach feinem Tode iu tenua wurde dic Leiche Smithson auf einem kLincn ennlischni Friedhofe in San Beiil..o begraben. Dieses Todtenield MUbte in letzte! Kit den Sieinoru!) arbeiten der ii.lienijen Regierung Platz machen. Die Todten wurden auSgegraben, und daK, tö&k v?n John Fmtthfon, dem bekannten englischen Seliristjtcller. n'ch iivrig ivar, wurde nach Vlmcriui gebracht, um auf dein Griknoe de.' von iluu in so munifienter Weise errichteten wissenschaillichen In. slituts. iii einen-, ande. er lebend nie gesellen hatte, die le.te '.!tuheslä!.e zu findeil. ,'hn Smithlon wurde als natiir sicher Sohn des dritten Herzogs von Vorthum verland zu Londvn geboren. Er erbiet feine ziehunsj in Orfl.'rd und fährte später, durch die eigenarti gen Umstände seiner Geburt veranlaßt, ein Wiiiderleven auf dem e lropäischen Kontinent, während dessen er sich mit vesv.derer Vorliebe dem Studium der Bhysti und Chemie ividmete. Als Kl starb, hiuierlies; er sein iiber $1000,000 betragendes Bernwgen einem Steffen, mit der Bestimmung, dab. falls dieser ohne u'aitirne lrbo sterve. die ganze Summe den Ber. Staaten zur iVrlln dung eines tvissenschaftlichen Instinkts fallen solle. Dee liesse starb im Jahre " und nach einem zu Gunsten

der Ber. Staaten entschiedenen Erd schftsprvzesse mit England wurde im Jahre 184". die Stiftung durch eine besondere Kongreszatte unter dem Titel Smithsonian Institute in'S Leben gerufen. Ter Sitz der Stiftung ist Washington und die Thätilik'.'it des Instituts el'irectt sich iu vier Wichhinaem ES särderi Untersuchungen, besonders über Ethnologie, Astronomie und Erdrnagnetismnö ut'd unterhält !BO0 magnetische Beovnchtungsslalio7.cn über den gSNM nordamerikanischen Kontinent: es publizirt wissenschaftliche Zeitschriften und vertheilt taeselbrn uuentgeitli'l) an alle üniversiiäten oee Welt; tauscht seltene am Kubische und fönst merkiviirdige Eiegenskände aus un? ist in dieser Beziehung fast .v',) Mittelpunkte der Kommunikation aller gelehrten lesellschaften der Erde gewor'ocii; es uuterhelt wissenschaftliche Korrespondenz mit bielhrten. Forschern irnd Schwesteeinstrtuten. Zur Zeit besitzt das Institut 8000 korrespvn!nde 'cilai-eder in den Ber. S!aten und 2SJjO0 in anderen Länder:'. :e iü.'isien, der Wissenschaft dienenden Einrichtungen der Bunderegie' rung,, wie beispielsweise das Wetterbureo.u. haben ihren Ursprung im S:nitlsonian -Institut. Da Institut begründete auch das Washingtoner Natit;nc.' IWuscuiu, eine der groszartigsten ethnogeaphifche Sammlungen, die ge. .ie!.!r,cirtig über 5,000,000 Gegenstände enthält und seit ihrem Bestände von mehr 7,500,(X0 Personen besucht 'wurde. Qchscn a Tcmonftrantcn. Vor dem Palaste der Präfekinr in dem durch seine Marmorbrüche beZariüten italienischen Städtchen Massa gab es jüngst eine stattliche Bersammlung von dreitgestienten Rindern, die von ihren Lenkern auf den Platz getrieben worde:, waren. UM durch ihre brüllenden Töne den Beschwerden kräfliae:en Ausdruck .zu vcrlcihen. die von einer Deputation der Fuhrleute wegen der Unfllhrbarteit der Straßen erhoben tj'.nde.t. Tie großen Marmorblo'cle werden nämlich aus den qeivaltigen

Steinbrüchen durch das Frigidothal zur Eisenbahn oder zum Hafen auf pri'uitivcn Ochsenicagen geschafft. Die elende Slras;c führle ab jeden Tag zu so einpfindliä'.en Unzllköiniulichkeilen und die Bitten um Abhilfe, die an die Stadtgemeinde gerichtet werden, waien von so geringem Erfolg bcgleitet. daß die erziociselten Fuhrleute die Intervention des Präsekten anriefen und Ztnar in der geschilderten originellca Art. Thatsächlich war das Mittel p:o: :u, die Redner sprachen so überzeugc'.'.d und die Hörner tragenden Demonüra'.'n brüllten so ergreifend, daß der Präsekk sich beloogen fand, der Stadtgemeinde Massa die sofortige Ausbesseruna der Straße vorzuschreiben. Bestialische R o h h e i t. Einem Akte der Limchjustiz ist kürzlich der Gemeindevorsteher des Torfes H,'rmanndorf in Böhmen zum Op'er gefallen. Die Bauern, welche den Ge :nein:eoorsteher eines ungerechten Vergehe'.is bei der Vertheilung von Nothstandssubvcntionen beschn'ldigten, rotteten iich zusammen und prügelten ihn mit Ki'.uppeln und Stöcken zu Tode.

In l-ewußtlsem Zustande wurde er in das Kraiikcnhauö transportirt. starb aber bereits während des Transports. Die gerichtliche Untersuchung wurde einqeieitet. Ä S i w c i B p f i st n 3 1 n dürfen nach Beschlüssen des Vorarlberg!scher Landtags und des liechtensteinischen Landtags nicht mit den Wurzeln auögehoden oder ausgerissen werden. Ebenso sind das Feilhalten und der Drkiu-f derartiger bewurzeltsr Pflanze?. rerboten.

Ziuslilchr KarrupUlM. köie die ci,i,ikkktt ,?s krr mandsllinrilchktt Vlcn'.'ai,n ,.qcl,i,l" werd,,,. Von d?r mandschurischen Eisenbaln eril)!t ei.i Reisender: Die Stadt Mutden erfreut sich eines russischen Fahrtartenverkäusers, der jeem (Chinesen auß'r dem amllich feilgesetzten Fahr preise nöch fünf .'topctcil , I )ilibt gleich toq Kopeken gleich 76 dentl) ..Auf. geld" abnahm. Dieses Aufgeld ließ er natürlich in seine eigme Tasche gleiten. Da der sindige Herr täglich bis r.K) Fahr karten verkauft, hätte er mit seinem Reingkivinn" ganz zusriedcn sein tonnen, aver er ivurde übermüthig und verlaiig! plötzlich, statt fünf Mo peken, zehn Kopien pro Fahrkarte. Die ll)incsca zahlten seuszeud. Manchmal kam es uer doch vor. daß ein Schlitz äugiger nur den richtigen Fabrprcis hinlegte. Blieb er trotz der Anffordernng des biederen VilletverkauferA, mehr zu zahlen, fest, so kam es zum Schluß meist zu einer Aiiscinanlvr sctzung Mit der Faust, und mar,.i,T Chinese büß bei solcher Gelegenheit feinen ,opf ein. Die Fahrkarte aver -etam er nicht, die lekcim ein Aiidcrer. und der viderspcnstigc Chinese lenn-e noch froh sein, tven sich der Berläuscr

bewegen ließ, ihm au, nächsien Tage dieselbe Fahrkarte mit l!'i bis 40 Ko peken Aufgeld" zu verkanfea. Die Gendarmen sahen diesem piel zuerst voll tanneii r, sie glaubten, daß es sich bei den Kämpfen zwischen dem Be' amten und den Chinesen immer um den wirklichen 'NreiS der Fahrkarien han dele. Als fit aber den wahren Sach verbalt erfuhren, schrieben sie feierliche Protokolle; diese Protokolle nahm der Fahrkartenverkäufer in Berwahruug, worauf das Fahrkartenaufgeld von I" auf 20 ilopcteii erhöht wurde, da der Verkäufer jetzt mit den Gendarmen theilen miiß. Widerspenstige Chinesen gibt es seit jenen, Tage nicht mehr; sie sind von den eildarmen beruhigt" worden. Petroleum alö Heizmaterial. Auf den Haivai-Jnseln ivird die Steinkohle als Heizungsmaterial all mälig durch Rohpetrvlenm verdrängt. Eine lvichtige Plantage nach der an deren führt (5rdöl als ausschließlichen Brennstoff' ein, so besonders aus den Inseln Maui, Haiku. Paia und Oahu. In Hoiiolulu, der auf Oahu gelegenen Hauptstadt der nselgrlppe. hat die Rapid Transit fo." alle ihre Ccscn in (5roö! Brenner uingeivandelt, und ailch das ßoUNg Gebäude brennt aub schließlich Oel. DaS Petroleum ti möglicht, der Kohle gegenüber, eine .osien (5-rsvarniß. ioelche durchschnittIhl) etiva .",:) Prozent beträgt. Sodann erfordert seine Hantirung viel weniger Arbeit, was auf den dortigen Plantagen, wo das Arbeitsangebot jetzt eine so ivichtige Frage biloet, ganz besondern in's Gewicht fällt. Ferner ist das Oel reinlicher, als die Kohle, und absolut rauchlos. Wenn ja aus dem Schlei Rauch dringt, so ist dies ein positiver Beweis dafür, daß am Brenner. oder am Ofen selbst, irgend etwas nicht in Ordnung ist. Die Rauchlostg keit ist in Honolulu von besonders großem Werth, da hier keine andere Ztohle zn Gebote steht, als Weichkohle. Allem Anschein nach wird in naher Zukunft das Oel auch als ttrafterzeugui'.gsMaterial in Hawai die Zlohle völlig verdräng! haben. Transozeanische Ballonfahrt. Der uftschiffer Graf de la Baulr in Paris äußerte sich kürzlich über die von dem Aeronauten Capazza, dem Professor Berget von der Universität Sorbonne und dem Geographen Reclus angekündigte Absicht, in einem Ballon üvcr den culantischen Ozean fahren zu wollen. Der Plan." so sagte de la Baulr. ist wunderbar, allein ein Versuch, ihn zur gegenwärtigen Zeit auszuführen, würde Thorheit sein. Tleoretisch kann ein Ballon eine Woche lang in der Luft bleiben, allein von der Theorie nach der Praxis ist es ziemlich lveit. In allen meinen Aufstiegeu ist es mir nie gelungen, länger als 41 Stunden in der Luft zu bleiben. Um den Plan erfolgreich auszuführen, sollten fortschreitende Vorbereitungen getroffen werden, bis das Projekt mit möglichst geringem Risiko unternom men iverden kann, denn in der Mitte des Ozeans würde die geringste UnVollkommenheit in einer Katastrophe resultiren. (?S ist verkündet worden, daß der Zweck der Fahrt in dem Siudium der Passatwinde bestehen soll, allein wie können solche Studien in einem rasch. vor dem Winde treibenden Ballon vorgenommen werden?" Bon den iZinwandererri waren im letzten Fiskaljahre nach di. n Berichte des Ber. Staatcn-Handcls-

sekretärs G13,li männlichen und 243,900 weiblichen Geschlechtes; 102.431 waren weniger als 14 Jahre iind 40,562 über 45 Jahre alt. Die (5inWanderer wiesen der Behörde zusam men $16,117,513 auf. Die Nationalbanken in den Ver. Staaten haben im letzten Fiskaljahre an Zahl um 4-41 zugenommen. Das Stammkapital und die Surplus-Fonds sind vou $714,000, 000 auf $753,000,000 gestiegen. I n den Tabakfabriken beschäftigt Frankreich 1550 Arbeiter und 15,000 Arbeiterinnen. Das Tabak-Monopol bringt Frankreich einen jährlichen Reinertrag von etwa 400,000 Francs.

Aerzte.

1K. I . M. PKAY, Spczialitt. Augen, Ohren, Nase und 5ia's, Ul Ost Ohio Stiaftc. ndianapoii. Hum, 4ttrlAuft. DR. C L. RITTER, Nrwton Claypool Gebäude, :mm,r ,-iZZ. Bleuel relepdzn m ' Vt iu'Hm au und Olno Str.) 2. Stock C 1 1 1 s t t u ii d t ii : IM 10:30, z Ml 3:30 Uhr 7 ti 8 Uhr Ädknd am MoiU g. Iiensta, Vvun!- k,,siau odnt,,,,: , i ah Vrsve, E rake Stunden I u Uhi Bormt't,,g und , Uhr achiittag. MiUti 7klkl't,0 930 !)r. J. A. 8utciiffe, Wund-Arzt, Geschlechts., Urin. nnd Rectum Rrankdeiten. Office : 155 Ost Market Str. Tel. 941 O'Nrr Stunden : bt 10 l!ür Wm. : JblHUtjr J.

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LAKE ERIE & WESTERN R. R, .... Fahrzeit der Züge . . . Adsal,rtnkuntt Toltdo. Zl4'aw und TOntiflaii 9rvvt... 7.15 tlO.l rotedv. Detroit und Eh'cagn Lim 12.20 f s.kb Vlchlan L,.iy, Muncit u.afavkakSpl .f 7.2 f,o,ö töglich t auSknommkn &umtint.

Notare in Preusen. Tie Zahl der Notare in Preußen beirug im Jahre 1) 2 1 :;:;. Tavc-n entfielen auf den 5lai:imergerichtsbezirk .':.",!, ant den Bezirk .Maln 2A'2, Ha mm 234, Brcslan 217. Tie wenigsten No. tare hatten die Äe')irke Frankfurt a. M. mit 6S und Dassel mit 0. In Berlin waren 1'?) Notare vorhanden, in (5harlottenbarg X, in den '.am Ämtsgericht 2 Berlin gehörigen Bororten 2 und in Potsdam 7. Nächst Berlin war in den Städten die Zahl der Notare am grös'.len in Frankfurt a. M. mit 28. in Bie.lau mit 27 nnd in Hannover mit 20; dann folgten Köln mit 23, Königsberg mit 2), Vlüonn und Magdeburg mit je Zl9, Kiel und Stettin mit je 17 Notaren. Tie Zahl der Orte, an denen Notare thälig waren, betrug insgesammt 742, darunter 339 mit je 1 Notar und 20'J mit je 2 Notaren.

Tod in Folge unsinniger Wette. Dn Seemann McMillan saß in San Francisco mit mehreren Freunden in einer Wirlhschaft. und es kam die Rede daranf. wie viel Jeder vertragen könne. McMillan wettete, das; er einen Schoppen Whisky und drei Schooners" Noihwein trinken könne, ohne daß es ihm im Gcriiigsten irgend ivelckie llnannehmlichkciten bereite. McMillan trank die vorgeschriebene Quantität und verließ dann schwankend das okal. A f dem Trottoir bracy er zusammen. (5r wurde nach dem Hospital gebracht, ws er als Leicke eintraf. Hund ans einer Giß schölle. Als der Zollkuttcr Mackinac" an einem Morgen Nobtxns Reef bei New Jork passirte. bemerkte der Sieuermann dicht vor dem Kutter auf einer mächtigen Eisscholle einen prächtigen Borstehhund, der mit dem letzten Aufwand seiner Kräfte bemüht war. sich von dem Eise loszumachen, in dem seine Hinterfüße festgefroren waren. Alsbald wurde von dem Befehlshabe' des Fahrzeuges ein Matrose beauftragt, mittelst einer Leiter auf die Scholle zu gehen und den Hund aus seiner Lage zu befreien. Der Matrose befreite den Hund und brachte ihn an Bord des Fahrzeuges, wo dem Thiere im Maschinenraume die beste Pflege zu Theil würd.-.