Indiana Tribüne, Volume 27, Number 132, Indianapolis, Marion County, 26 January 1904 — Page 6

tt

Jndiann Tribüne, 2. Januar 1904U

mmmmmm

ÄW immm-s

7HADE MjlRK.

ktt l'f alfrn Ciri)rr)cit, furift

5t. Jakobs Oel NöckklischmrM und Hüttwch.

An fln t r hl . .1 .t r ti If iiicOI zu d.kr

Preis 25c und 50c,

riiS

5,

Ja. wir ersaufen"

Gxrljil ( lesen UUt

Möbeln und Teppiche zu den nicdriqstctt preisen.

WILLIG'S Möbel-Laden. 141 W. Washington Str. Baar der Vreött,

f&OM.

142 Nord Pennsylvania Ttrahe, Hauriiuarlier fu; Drittelt mtb &ptvtQl'dTev

(Luroxäische Nachrichten. rovirr.z ivmfconlntrfl. Berlin. Der verstorbene Direktor des Kupferstich - Ziabinettö Lippmann hat ein großes Vermächtnis für verarmte sMufauni3becniite und deren Hinterbliebenen .'stiftet. Der aus Wien stammende Maler Fielitz, der sei langer Zeit hier wohnt, hat auf dem riedhof der Insel Sylt Selbstmord verübt. Miiril.d) reiste Fielitz nofi Snlt und erfchog sich dort' ans dein QtaU seiner raut Meta Uloth. Bör der That h.itte er das Grab mit .gränzen umwunden, hm ahre 1901 ivar er veaen des V'rbacht, seine Faiu bei Muntmarfch, einem Badeort der Insel Svlt. emiiiikt zu hadcn. ocrhftet, bald darauf wieder in Freiheit qefetzt morden. - Ter 18 Jahre alte Arbeiter Willy Wehlis, der bei seinem Stiefvater, dein Arbeiter Geisler in der Richardstrasze 113 zn Rirdvrf wohnte, lvnrde in der Beleuchtung. korperfabrik von statt) & 6o.f( in der Boeckhstraße. in der er beschäftigt lvar. mit scblvcren Verletzungen im abx 1 ii til faioctir aufgefunden. Ge starb netd) tu ner '.eit im Krankenbaust am Il'rban. Wie sich der tödtliche Unfall ,z!ttrag, bat Niemand gesehen. Aersr üder die Trunksucht seiner (beliebten hgj den 48 Iah alten Schneider An ton Nilson ans der Fttsilierstrafze 14 in den Tod getrieben. Vilson wax seit l" Zahn Wittwer und lebte feit 3 Jahren zusammen mit einer eheverkrk jenen T ichdeckerfrau Henriette Mercjel. Diese ergab sich dem Trunk. D'r Mäan ärgerte sich darüber so sehr, daß c wiederholt älifzerte. er werbe Ikiftei wegen noch Hai! Lebe nehmen. DoS that er schließlich, iudeui er Salmiakgeist trank. - - Rath Gustav Richt vo königlichen Schouspielhallse sei--rte sein Wjöhrigeö Dienstjuvilaum.Ein schrecklichem amiliendrama hat sich auf dem Stadtbadnbof Stralau WiiimiieUbura aoge spielt. Der 30 Jach alte Schneider Johannes Man kieivic, der seine beiden kleinen 5l in der. einen Mnabeii und ein NlädcheU, an der Hand führte, warf sich mit du.' fen auf die Geleise, als ein Vorortzug in den Bahnhof einfuhr. Vater uud Solul wurden iidersohren und am llfiterkii so schwer verletzt, daß sie a.if der s telle todt blieben. Das Madchen war mit dem Oberkörper außerhalb des Geleises gefallen; ihm ivurde das rechte Bein aogefahte. Ei starb iin Nummelsburger Krankenhause. 8 h a r o t 1 1 D ii r g. Weil er US der Werkstatt Grnmwald entlasfen lvorden war und min keine Arbeit finden kannte, hat sich der hier MiwbelSdorfstraße 23 bei den FlttlkN 7ol)nhafte Slossergefelle Winch ?eyer in die Fpr gestürzt und ist ertrunken. Vorbeifahrende Schisser selben, dast sich der Lebensmüde bis anf's Hemd entkleidet hatte. Als sie ihm zuriefen, stürbe er sich kopfüber in'v Wasser und verfchioand. Die Leiche wurde nicht gefunden. D r e b k a u. Einen recht betrübenden Ausgang nahm das letzte diesjährige Schiefen des hiesige. i Schief;llibs, indciii der als Scheibenanzeiger angestellte Hausdiener des Schützen Hauses WaÜufchfa durch Schlossermeifter Lehmann erschossen wurde. Da der Schust durch den ftopf ging, trat der Tod sofort ein. Mattn schka war 18 Jahre alt und stammte aus(5hrons dorf bei Altdobern. Eine .utersuchung ist eingeleitet. ?f r e i e n w a l d e a. O. Der seit nahezu vierng fahren im Amte tdes Lehrers und KantorS der hiesigen Si) nagogengcmeinde thätige Leopold (5ohn, der sich weit und breit gros'.n Ansehens ersreut. und seine (Gattin be gingen das Zest der goldenen Hochzeit. Das lhepaar erfreut sich noch guter Rüstigkeit.

-U'Di S'ml (fr. üV

U tftnflm ivrrdr nach bc b?sten Mkthoden den ugcn aiiqkpasit. tküuftlichr Ätiqcn wrrde dtm:tslo9 tnQteW.

Welche Steke

9

Wünschen

wir bereiten Sie schnell vor ...als... Eartoni, B'ichlialter. Illustrator, tettoaravöist, Zeichner, Nechttungöführer. ZkeitungS-Artlst, Sekretär, Sldreiblehrer. Telegraphist, Persönliche u.ntcnveiluug jedes einzelnen Siudenten ln seiner .laNc. Wlr könn?'. Ihnen u einer 3tcU devilftich sein. 54. JahreS Kursus. Tretet jetzt ein. Tag oder bcnd. Sprechen 3t vor oberj schreiben Sie für Elnzelnheiten. 8nc!s.sp!i UF US1NESS UNIVERSITI Eingang im When Gebäude. P. 499. . Id, Präs.

rvin,! $flpVU$C1t. i ö ti i g & be x g. Dem Professor Dr. Ludwich, Allobilologen unserer Al'ertina. ist durch Patent vom .". November der Charakter als Geheimer '.kiegierungsrath verliehen lvorden. Negierunis und Vaurath ßkayfer van der königlichen Eisenbahn Direktion Königsberg ist nach ssen versetzt, in seine Stelle ist der (5isenbahnbau llnd Betriebs Inspektor cheffer Hierselbst berufen. Der ordentliche Professor der Theologie Stange in Königsberg ist an Siclle des verstorbenen Pozen ten (5. (5"emer nach ijreifswald berufen lvorden. liautehmen. liegen 2 Uhr Morgens brannte das am Markt gcleaene Hans des Kaufmanns Scheer, in ivelchem sich mehrere Geschäfte besänden. vollständig nieder. L a b i a u. Der Gefangenen Aufseöer Nemp in Labin, ist als Gerichtsdiener an das Landgericht zu Allenstein versetzt. , C r 1 1 l s b ii x g. Der Arbeiter Crfiidorra brachte ein? sichre Ml hl des Mühlenbesitzers Anders nach Li powitz. Schidora fiel hinab und Vorder ivie Hinterrad gingen über die Brnst de- VeningHirflui hinweg. Der im besten Mannesalter Stehende war nach einer Stunde eine Leiche. P u f s e n h e i m. Dem Privat Dozenten für Chemie an der Bonner ll.üversität. Assistenten am chemischen nstitut. Dr. phil. Georg Schröter aus Passenheim. ist der Professor - Titel verliehen lvorden. P i l l a u. Der Kanonier riedr. Äahlau von der 11. Kompagnie unjc ttl dritten Bataillons 7?unartill,ri,.

Regiments No. 2 wurde verhaftet, da er einem Leutnant vor versa .imelter Mannschaft d.mGehorsam veriveigerte. Pi l l lallen. Der Maschinenschuppen des Herrn Schmiedemeisterö Gicbler mit lverthvollem Inhalt an nenen Maschinen wurde vollständig eingeäschert.

N o m i n t e n. Das kaiserliche qdjchloft in Nominten wird einen Audau erhalten, und zwar soll das neue Gebäude die erforderlichcnNäum-

lichteiten für den Aufenthalt der Kaiserin umfassen. W o l l e h l e n. Die Altersrenteu empfönger .'.cimmii'schen lLheleute begillgen in unserer .Nirche das est ihrer goldenen Hochzeit. Crwähnenswerth ist. das; das tFhcpaar seit dem Jahre 1853 derselben Gnts Herrschaft (Voigt in Auerfluf;) mit der größten Treue gedient hat. A'rovitiz ?Y c sl p v o 1 1 0 c n . D a n z i g. Der seitherige HilfPrediger Herr llocrt Wunder ist zum Pfarrer an der evangelischen Kirche zu S::rakowitz, Diözese Carthans. beru fen worden. mne Trauerseier fand am Sarge des im rüstigsten Marnresalter aus dem Leben geschiedenen Herrn Justizratys Galt in dessen Behausung am Dominiksivall stati. Vfarrer Paul Schmidt aus KleistersjoalDe, der seit dem Jahre 1804 die dortige Psarr stelle neun Jahre verlvalet und die Erbauung der neuen Kirche und des Pfarrhauses erwirkt hat. ist auf seinen Wunsch nach vicichenbach versetzt. G r a u d e n z. Die Pächter der hiesigen Bahnhofswirthschaft. Gustav lind 7 rä ii iei ii Pauliue Spietermann. halten letztens 28 Jahre die Bahnhofswinhschaft inne. Ans diesem Anlasse widmeten Deputationen der Handelskammer und des Gastwirthsvereins Glückwünscht unter Überreichung von iFhrendiplomen. An der eicr nahwen auch die Vertreter der (Eisenbahnbebörde sowie viele Geschäftsfreunde mit ihren Damen theil. Woll ii h. Der hiesige Deutsche Ntännergesangvercin beging das Fest seines ."jähriaen Bestehens. 5t l e i n - S ch ö n b r ii ck. In den Stallungen des Hente'schen Gutes brach Ieuer aus, das auch einen ?tall ergriff, in dem sich nicht versichertes Jungvieh befand. Dn ältere Henke versuchte das Äieh herauszutreiben. wurde von deni-Rauch üLenociltia,t und stürzte u Boden. Der jüngere Henke falate seinem Bruder, ivurde ebenfalls betäubt und fiel weiter in den Stall hinein. ES gelang nur, den älteren Henkt ans dein Stalle heraiu-zuziehm, der jüngere fiel den 75lanliuen zum Opfer. M a l a n k o !v o. Gutsbesitzer Karl Voeste ging ki rzlich mit dem geladenen i1!e!vchr ans die Zirähenjagd. Als er durch di:' Jaunheckt seines Gartens uindnrchschlüpfen lvoilte. entlnd sich das Gewehr und der Schuf; tödtete ihn auf d?r Stelle. Voeste, welcher vor ei nein Jahr aus Zielen, 5ireis Briefen, in liniern Kreis zuzog, hinterläßt eine Wittwe mit füuf örind?rn. i) x o n. Die Verkäuferin Aloysta oiuict i von hier beging Selbstmord, indem sie vom I-ährdampfer, als dieser die Mitte der Weichsel erreicht hatte. in den Strom sprana. Das Mädchen ging sofort nnter und kam nicht mehr zum Vorschein, so daß alle RettungS versuche der Dampserbesatzung vergeblich tvaren. Was die Unglückliche in den Tod getrieben hat. ist nicht festgestellt. Sie lvar mit einem Sergeanten verlobt. e m p e l b u r g. (5in schirerer Unsail ereignete sich in der Mühle in Obgas,. Der Müllcrlehrling Schlieter, Sohn eines Ansiedlers ans Gr. Lostbürg, geri?th in das Getriebe der im Aangt befindlichen !1ühle. Dem Verunglürtten wurden die Arme undB:ine gebrochen, die Brust zerquetscht und innere Körpe'-theile schwer verletzt, so daß er bald darauf starb. wvin, Moznrnorn. Stettin. Matrose SchwebZc sprang von der Oberwict in der Nähe de Bahnhofs aus in selbstmörderischer Absicht in die Oder und ertrank. Seine Leiche wurde nach kurzer Zeit aufgefunden. A r 0 i tz. Im Verlauf eines Strei tes zwischen Knechten und Maurern wurde hier der Wavxtx Kalerow erschlagen. Die Thäter. 5 ftntchtc, wurden verhaftet. D r a m b u r g. Landrath a. D.. !ltittergut6besier von Brocthausen ans Mittelfeld? begab sich mit mehreren Treibern in seinen Wald, um einen Hirsch zu erlegen. Da er über ffrwarten lange ausblieb, auch kein Schuf; siel, oegaö man fiq naa) jemem Standcrie. Hier fand man ihn todt auf der lroe liegen, iin Gehirnschlag latte seinem Leben ein (5nde gemacht. Der Verstorbene war früher Landrath des kreise,; Franzburg. l5r hatte ein Alter von i!.'! Jahren erreicht. H e r i n i s d o r f. Amtsvorsteher und langjähriger Betriebsleiter dei' Aktien 'Gesellschaft deö hiesigen Sec dadcs. Hermann Liehr. ist verschieden. Dki V.-rs.vrbene stand seit mehr als 30 Jahren im Dienste de? genannten Gesellschaft. M ii s l i n. Seinem Leben machte der s.' iädriae ehemalige Chorsänger Albert 5a5par aus Danzig in einem i :gcn Gasthaus ein (5nde, indem er ' in seinem Zimmer an ?inem Spiegelhaten erhängte. Im vergangen mn Frühjahr war Caspar bei der hier aastirenden Ovcrnaelells'bast tbii

und viiev zurua, als jich vieje ausiojie. Mildthätige Menschen unterstützten den alten Mann, der kein Engagement mehr finden konnte, bis ihn jetzt die Verzweiflung in den Tod trieb. P o l z i n. Die Ehefrau des Eigenthümers Triebest in Kl -Rcihvcr gerieth beim Haferdresclzen mit der rechten Hand zwischen die Walzen der DreschMaschine und die Trommel. Die Hand wurde der unglücklichen ftnnt vollständig zerstückelt und abgerissen. S t r a l s u n d. Der Geheime Justizrath und zreisgerichts-Dir''ktor z. D. Adolf von Eckenbrecher ist hier im 95. Lebensjahre verschieden. S e l b e r g. Einen plötzlichen Tod fand der hiesige 4(! Jahre alte Eigenthümer Maaß. Seine fixem war mit dem Sohn zum Pollnower Markt gefahren. Als sie nach Hause z '.rückgekehrt waren, fanden sie den Maaß todt in seiner Wohnung liegen; er hat! während der Abwesenheit seiner Angchörigen stark gezecht und ist an Alko bolveraiftuna aestorbcn.

Ein wohlhabender S ch a szüchter von Bedminster bei Somerville, N. I.. hat einen Tdeil seiner Schas hcerden durch die Tollwuth verloren. Einige der Schase. die von der Krankheit befallen wurden, lieferten sich blu tige Schlachten, indem sie sich gegenseitig zerfleischten und tödtetcn. Die Schafe wurden dann sorgfältig ii vermacht und sobald sich das geringste Zeichen von Tollwuth bemerkbar machte, erschossen. Mehrere Dutzend ivlirden auf diese Weise getödtet. Der Trubel begann vor ungefähr einem Monat, als ein fremder Hund unter den Schafen gefunden ivurde. Man glaubt, daß er tollwüthig war und die Schafe ansteckte. Ein Enkel des SchafZüchters wurde durch ein tollwüthiges -chaf attackirt lind schwer verletzt. B u ch st ä b l i ch Hungers g e starben ist in New Vork, der reichsten Stadt der W'lt. eine ffrau McAvoy. Ihr Bruder. Patrick Keegan. stürzte eines Nachmittags in ein StationS hauS und bat den Sergeanten, so schnell al3 nur möglich einen Arzt nach einem näher bezeichneten Orte zu schicken, da seine Schwester schwer trank darniederliege. Anstatt des Arztes schickte aber der schlaue ?ergeant einen Polizisten, um eine Unter suchuna vorzunehmen. Der Blaurock fand eine abgemagerte ftnin auf dem mit Lumpen bedeckten J-ustboden liegend und neben derselben eine alte fixnu auf dein Stuhle sitzend. Es war die Äutter der Unglücklichen, die zusehen mustte. wie das arme Weib Hungers starb. Der Polizist requirirte endlich eine Ambulanz, aber es war schon ZU spät; als der Arzt eintraf, hatte rau McAvoy ausgelitten und der Doktor konnte nur den Tod constatiren. Aus allen Winkeln des Zimmers starrte das Elend. Das einzige Stück Möbel war der Stuhl, auf welchem die alte ffrau fast, kein Bett, kein Tisch . In dieser Wohnung hat Zrau McAvoy. ihre Illjährige Tocht r und ihre Mutter drei Wochen gelebt und gehungert. Während der bitteren Kälte konnte sie kein Heiz Material, kein Brod kaufen, denn der Verdienst der Tochter war sehr gering. Als der Polizist seine Untersuchung" vornah. n. war kein Stückchen Brod im .sause. E i n e B e st i e in Menschengestalt wurde kürzlich in Helena, M'ont,. in der Person von Jaii'.' Little Plume vom Bundesgericht zu 40 Jabren Zuchthaus verurtheilt. Er ist beschuldigt gewesen, sieben Äl'itglieder des Blcictfoot - Jndianerstamnies ermordet zu haben. In der neueren Jndiuergcschichtc war Plilme's Verbrechen eines der gräflichsten. Am 12. Oclover hatten drei Indianer im Verein mit Little Plume ein SaufqeInge und es wurde aller vorräthigc Whisky vertilgt. Als die Gäste fort waren, begab sich Plume nach dem Hause des Wakes-uplas.. mit den er vorher einen kleinen Streit gehaat. Der Mann war eingeschlafen und Plllmc schoß ihn in den .Stopf. Der Schuß beängstigte Wate - up - last's Tyrau und diese floh mit ihrem jüngsten Kinde. Little Plume folgte ihr und streckte sie durch einen Schuft nieder. Die dritte Kugel galt dem Kinde. Dann folgten als Oofcr die beiden Töchter von Wakce up last, die später ihren Wunden erlagen. Nun bestieg Pluntt sein Pferd und als er das Nunning Oil Haus paffirte. bemerkte er zwei junge grauen, Sussie und Agntß Big Noad. Plume feuerte wieder, Sussie tödtend und Agnes schwer verwundend. Nun begab sich Plume nach Hause und fing mit seiner eigenen rau zu streiten an. Da ihm uun die Patronen ausgegangen waren, zog er sein 'Hiesser und durchschnili seiner ft7ni die Kehle, so daß "ie augeu blicklich starb. Hierauf versuchte er sich selbst das Leben zu nehmen, indem er sich in den Hals schnitt; war aber ersolglos. Kurze Zeit darauf wurde er ?on der Jndianerpolizei gefangen genommen und nach Helena aebracht. E i g c n t h u m l i ch e r Zufall. Wissen Sie schon? Der Eschkelcs ist Amateur geworden. Neulich hat er eine Selbstphotog -aphie an gefertigt und bei dieser Gelegenheit ist er sogar in's ..Bad" gekommen!" Neuartige Operation. Ist die Gräfin zu sprechen?" JÖ daure sehr, soeben ist der Arzt getommen." ..Was? Doch nicht etwa aefährlich?" Nein, fixau Gräfin lästt sich nur die Hühneraugen Plombiren."

Hcdin in Gefangenschaft. AuS Sven v. 5?rdin's Werk Im Herzen von Asien. " Am 9. August herrschte wieder Leden und Bewegung in unserem offenen Kcsselthale. Eine Menge Reiter und Patrouillen zogen nach Südwesteu die nächsten Berghöhen hinauf und trieben die Herden dorthin. Bon allen Seiten ertönte Geschrei und Pferdegetrappel, das Blöken der Schafe und das verdriestliche Grunzen der ?)ake. Von den Zelten unserer Nachbarn ritten tlcineReiterscharen nach Nakktschu und nach Lhasa. ES gelang uns nicht zu ergründen, was alles dieses bedeutete; eS hatte den Anschein, als beabsichtigten die Nomaden, ihre Wohnsitze nach anderen Weidegründen zu verlegen, aber Schereb Lama, der hier alles in schwarzem Lichte sah. glaubte, daß sie das ffeld räumten, um freien ?pielräum zu haben, wenn der große, vernichtende Neitcrsturm gegen unser Zelt gerichtet würde. Um 10 Uhr erschien unser Freund, der Dolmetscher, von drei anderen Männern begleitet. Wir baten ihn. diese fortzuschicken, um mit ihm über verschiedene wichtige Angelegenheiten verhandeln zu können. Hiergegen protestirte er aber auf das bestimmteste; es w.lr ihm wohl unheimlich, mit so zweideutigen Personen allein zu sein. Er hatte übrigens, wie er sagte, einen besonderen Auftrag auszurichten und würde uns, sobald dies geschehen, verlassen. Er theilte uns mit. daß Kamda Bombo von Nakktfchn mit großem Gefolge angekommen fei und uns zu sehen wü tische. Ein ganzes Zeltdorf erhob sich ein paar Kilometer von uns entfernt auf der Straße nach Lhasa. Eines der Zelte hatte bedeutende Dimensionen; es war glänzend weiß und oben blau gestreift; die anderen, die es umgaben, waren kleiner, und vci mehreren von ihnen stiegen Rauchsäulen auf. Um das Dorf" herum schwärmten Manen von Reitern. Der Lama konnte das Fernglas nicht von seinen Augen neh inen und sich nicht von diesem großar tige Anblicke lasreisten; unablässig starrte er dorthin und war äugenscheinlich eine Beute imnier gröfzer werdender Unruhe. Der Auftrag des Dolmetschers bestand darin, uns in Kamba Bombos camen einzuladen, uns mit Sack nud Pack in seiner unmittelbaren Nachbarschaft anzusiedeln und heilte bei denr mächtigen Gouverneur ein Gastmahl einzunehmen. In einem der Zelte ti man bereits die Gerichte auf. In der Mitte stehe ein ganzes gebratenes Schaf, umgeben von Schalen für Thee uild Tfamba. und bei nnferer Ankunft würden wir jeder mit einer Haddik" beehrt werden, mit einer dünnen, hel lcn Binde, welche Mongolen und ibeter vornehmen Gästen als Ehrfurcht ö be ze i g li n g überreichen. Aus diese Einladung antwortete ich. ohne mich einen Augenblick zu bedenten. daß wenn iamba Bombo eine Spur von Nanier besitze, es seine Pflicht sei. uns erst einen Besilch zu machen, bevor er uns zum Gastmahle einlade; überdies hätten wir noch nie von ihm gehört und wüßten gar nicht, ob er überhaupt das Recht habe, uns gegenüber als zuständige Behörde aufzutreten. Er werde sich wohl nicht einbilden, das; ivir seiner Aufforderung, unseren Lagerplatz zu wechseln, gehorchten; wenn ihm daran liege, uns als Nachbarn zu haben, so stehe es ihm frei, seine Zelte in unserer 'Nach barschaft aufzuschlagen. Wir wollten nichts von ihm und hätten nicht nach ih.Hi geschickt; uuinsche er uns zu sehen und mit uns zu sprechen, so sei es ihm

i unbenommen, jederzeit unser Zelt zu

besuchen. Während der Tage, die wir in Dschallokk zugebracht, hätten wir hinsichtlich der Dreistigkeit der Tibeter viel zu gründliche Erfahrungen gemacht, um uns freiwillig zu Nachbarn von Kamba Bombo und seinem Gesolge zu machen. Wir seien friedliche Fremde aus dem corden, die dasRecht hätten, die Wallfahrt zu machen. und jetzt n ünschten wir nur zu erfahren, ob uns der Weg nach Lhasa offen stehe oder nicht; ivenn nicht, würden wir sofort nach unserem Hauptquartier itt rück kehren, und ökamba Bombo selbst habe die Verantwortung für die Fol gen zu tragen. Mit allem diesen und noch mehrcrem wurde der arme Dolmetscher traktirt. der in seiner unangenehmen llnlerhändlersiellung. die er bekleidete, sich ivie ein Wurm wand. Er bat und flehte und bediente sich seiner ganzen Uebcrcedungckunst, aber wir blieben unbeweglich. Das Gastmahl ist bereitet, und man erwartet Euch; venn Ihr n'cht timmt. trage id, die Tch..ld, falle in Ungnade und werde verabschied det." Er bestürmte uns über zwei Stunden; als ich jedoch meinen Entschluß nicht änderte, erhob er sich, um aufs Pferd zu steigen. Noch im Sattel bat er, wir möchten uns doch besinnen, und versicherte, daß uns kein Leid widerfahren werde. Ich antwortete ihm nur, es fei uns vollkommen gleichgültig, welchen Bescheid er dem Bombo zu bringen gedenke, aber zum Gastmahle kämen wir nicht, und belie be es dem Goliverneur nicht, nns eine Visite zu machen, so werde er keinen Schimmer von uns zu sehen bekommen. Da grüßte der Dolmetscher zum Abschied und ritt zu den Zelten zurück. Es mag den Anschein haben als sei

diese Antwort auf eine freundlichernladung ebenso arrogan: wie unhöflich und als hätten dSei arme Pilger sich einem so mächtigen, vornehmen Gouverneur gegenüber einen solchen Tn nicht erlauben dürfen. Denn er war eö. der in Nakktschu sauch Nagtschu. der Ort liegt am Flusse gleichen NamenS, der mit dem oberen Saluen gleichbedeutend ist) residine und dessen Pflicht es war, alle Karawanen ju untersuchen und alle Reisenden, Pilger und Wanderer, die sich Lhasa auf der großen Straße von Zaidam und über Tang la nähern, zu visitireil. Jetzt. da wirklich Gefahr im Anzüge zu sein schien und einegroße europäische Karaivane sich näherte, mußte er, um nicht sein Amt und vielleicht auch das o,uij aqi licu uiiD 'hziZ" :iuv,)z Leben zu verlieren, seine Autorität nachdrücklich wahren. Ganz gewiß hatte er auch durch besondere Eouriere von Lhasa Befehl erhalten, seinen Posten auf einige Tage zu verlassen und sich nach Dschallokt zu begehen, um dort die Sachlage zu untersuchen. Thatsächlich war es auch nicht reiner Oppositionsgeist, der unsere Antwort

so unfreundlich ausfallen ließ. Aber ringsumher hatte die ganze Zeit über Krieasstimmung geherrscht, die Tideter waren mobil gemacht und hatten ihre Streitkräfte gesammelt, und ich .einerseits würde ihnen verziehen haben, wenn sie über unser Untersangen, das ja darauf ausging, sie zu üverli sten, böse geworden iväreu. deiner hätte es ihnen verdenken können, i' sie erklärt hätten: Hier ist ein Europäer, der sich als Burjate verkleidet j hat. um nach Lhasa zu gelange:., und hier ist ein Lama, der seine Studien in

Lhasa gemacht hat und jetzt als Füb rer des ersteren auftritt; laßt uns ein für alleinal ein Eremvel statuiren und den beiden zeigen, das; solche Versüße kibel ablaufen!" Noch am 9. August ahnten wir nichts von nnserem Schicksal; das einzige, was man uns mit absoluter Sicherheit gesagt hatte, war. daß man uns unter keinen Umständen erlauben würde, uns nach der Hauptstadt zu begeben. Jetzt grübelten wir auch darüber nach, ob die heutigenVorbereitungen und die Unruhe, die unter den T'betern geherrscht hatte, etlvas BtsondereZ zu bedeulcn hätten. War die (Zinladuncr ein Versuch, iittl in eine Falle zu locken l Zu einem Aastmahl aeht man unbewaffnet; sollten die I i betn nur einen Vorivand suchen, um uns von unseren Waffen, vor denen sie gehörigen Respekt hatten, zu lrennen? Wenn es wirklich ihre Absicht war. uns nicht lebendig aus der Gefangenschaft kommen zu lassen, so wollten wir wenigstens erst die fünfzig scharfen Patronen, die wir bei uns hatten, benutzen. Es waren schon Europäer in Tibet verschu.mnden -lctzt Dutreui! de NhinL und 'Nijnhard wenn auch nicht so nahe bei Lhasa, wie wir uns jetzt befanden. Ein vertieidetcr Europäer mußte ncch viel größeren Gefahren augcfeiz: fen; deull sollten die Tibeter hinterher je zur Rechenschaft gezogen werden, so konnten sie mit vollem Recht sagen: Wir haben nicht gewußt, dast er ein Europäer war; er sagte selbst, er sei ein Burjate." Von diesem Gesichtspunkte aus hielt auch ich uusere Lage für ziemlich unsicher, obgleich mehrere unserer neuen freunde uns versichert hatten, daß wir für Leib und Leben nichts zu be fürchten hätten. Da ich mich aber !einen Aligenblick bedacht hatte, mein Leben einer so großen Gefahr inmitten eines den Europäern feindlich gesinnten Volkes auszusetzen, da ich das Abenteuer bis auf die Spitze getrieben hatte und so weit gegangen lvar. ivie es überhaupt möglich lvar, wollte ich das Spiel auch auf ehrenvolle Weise beenden! Unseren eigenenBetrachtungen überlassen, saszcn wir ein paar Stunden am euer und tauschten unsere Ausichten über die kritische Lage aus. Sitxnt Menschen zeigten sich in unserer Nähe. nnr in dem Zeltdorfe des Gouver neurs herrschte Leben und Bewegung; dort ivurde augenscheinlich über Ui'S Rath gehalten. Aber was steile man. in welcher Richtung gingen die Befchlüsse? Wir ahnten.' daß eine Entscheidung nahe bevorstand. Vielleicht hatte nnftre unhöfliche Antwort .Kam-. c . m (. - c

oo onn'0 oricioigt, uno er imickte ttck'

jetzt an. uns eine ordentliche Lettinn n I . m . . .

zu qeven. V war ein entsetzlich unbehaaliches Warten; ich erinnere mich dieser langen Stunden, als wäre es gestern gewesen!"

Dach etwas.

m

Zu dem berühmten französischen Musiklehrer I. kam jüngst eine Dame. Sagen Sie. bitte. Hcrr Professor, glauben Sie nich.. daß meine Tochter eine ausgezeichnete Pianistin werden wird?" Professor I. erwidert nervös: ..Ich kann darüber nichts sagen, gnädige rau." ..Ja, finden Sie denn nicht, daß sie ein wenig etwas wenigstens von dem hat. was zu einem Klaviervirtuosen jzehört?" Der Professor (erbittert): Ja. gnädige Frau, sie hat zwei Hände!" . 'Abschreckendes Beispiel. Redner: Ich glaube an körperliche Züchtigung. Als ich ein Junge war, bekam ich fast jeden Tag Prügel." Mehrere Zuhörer: Wer verlangt rioch weitere Beweise gegen die schrecklichen Folgen der Prügelstrafe?-

, - - -