Indiana Tribüne, Volume 27, Number 131, Indianapolis, Marion County, 25 January 1904 — Page 5
Jndiana Tribüne, S. Januar 1904.
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'j'ciuc lec önt3 Tyrau" sagte der Professor nach C ein bangen Pause, whh
rcnb dr man die Athem : der drc: Mmschen l)örl? Wiö hneu den Entschwi erlcichlern. SÖtt (igen 3ie ii ic7 ein. so haben Sie ach meitföttcfct Berechnung nur eine kurze Spanne eit noch vor sich -unb diese letzte wird entschlich quakvoll fern. Entschließen Sic sich aber sofort ju der Operation, nun" ti'y wurde dem, durch feinen Beruf hart und kalt i,cwordenen marine doch sch:v'r, so klar heraus rni: jchonuygslofn Sadfltchtrit, toie er'ö gewohnt war, zu sprechen an-
gefichts bet Todesangst in dem fchnee-j
weißen viiiiiit;, den weitgeöffneten Au, gen bet Frau, er MkK dk Achseln .inb sucht nach den i.iildesten Worten. JRun, ch meine, ):x sind auch nur '.'.Menschen u::d tonnen uns inen, und die Sache sann unglücklich ausaZhn, nickt wahr? Denn ich verhehle IKnen nicht, es ist. eine sch'.nere Operation. Ader dann ist e wenigstens ein leich M und schnelles Ende. Aber so Gott will, wird eö nicht das Ende sein, sondern wenn alles gut aeht, können Sie och einmal gärn aesund werden und nicht bioZ die silberne, sondern sogar noch die goldene Hochzeit mit Ihrem Herrn Gemahl feiern. Und nun iioer legen Sie sich die Sache in aller Rnhe bis morgen, nicht wahr?" Sie wandte das Antlitz und blickte ihren Mann an. es war ein trostloser Blitt. wie erloi ;en, ein Blick, der zu sagen schien: Last alle Hoffnung fahren! Ahm stampfte sich das Heiz zusammen. Ist Sterben nicht leichter als solche Todesangst um einen ienschen, den wir Ziel e,: j l5r preftte ihre Hand. SRuth, Marianne! Du tvarst doch immer so tapfer, kleine ftrcni. Und Du wirst gesund werden. Du bist ja iu den besten in den geschicktesten Händen!" Wie eine stumme, demüthig stehende Bitte war's an den Ant: Erbarme Dich, reite l. ir mein Weib! Also morgen! wiederholte Marianne lang'am. Und dann sich besinnend: ..'.'lusi ich schon beute in die Minis?" 1er berühmte Arzt stand einen Augcnblick wie in tiefen Gedanken und schaute auf das Paar. ES war üblich, reift die Patienten schon tags zuvor la wen. um sich den nöthigen Aorbereitungen zu unterziehen. Hier glaubte er eine Au nahm? machen zu dürfen. Nein, meine liebe gnädige Frau. Sie haben den ganzen heutigen Abend noch vor sich und die acht. Sie brauchen erst morgen früh um Acht zu kommen. Abcr bitte pünktlich! lind nichts zuvor geniefzen." Er nahm ihre beiden Hände zusammen, die des Man nes und die der ffrau. Und nun bitte ich Cie alle Beide: Seien Sie tapfer und czefasjt! Deuten Sie nicht daran. Erlagen Sie sich das Morgen aus dem Sinn und genicsten Sie das Heute so gut cie können. Es ist eine alte Erfabrung, daft ein Patient, der gefaßt und ruhig einer Operation entgegen aeht. dieselbe viel besser übersteht, als einer, der sich schon vorher in Angst fast verehrt. Guter Wille. Energie und Selbst'.iicht vermag da viel. Zer-
strenen Si' sich, geniefzen Sie den heu-
ttgen Abend. Berlin bietet ja so viel ftiir eine Sterbende! wollte die Frau aufschreien. Sie bezwäng sich aber, sie senile aaf ihren Hatten und mit mehr als Blitzesschnelle zogen die Jahre ihrer Ehe an ihrer Seele vorüber, seine Liebe, seine Geduld und Treue. alleL, Glück. daö sie ihm verdankte, all die frohen. weiteren Stunden, und die schweren, die er ihr tragen half, wo seine starke Hand sie stiite. leitete und aus dankbarster c. aus heißer, überströmender ärtlichke't ward in dieser Sekunde der todcömuthige Entschluß geboren: tapfer zu sein a seinetwillen, ihm zuliebe, dem sie einst ihr junges Veben und ihre Seele frendig dahtnsegeben. Noch ein H.iiinedruck, und sie lvaren entlassen. ' Marianne hörte noch wie im Traum daö verbindliche: Bitte der Nächste!" des Professors, sie sah wie durch einen Schleier die Gesichter all dieser im Vorzimmer wartenden Men scheu blasse, leidensvolle Gesichter, in denen Angst und Aufregung wie ein einziges grosies Fragezeichen gefchric den stand. Augen, die in ihre.n Antlitz zu forschen schienen: Wie ist es Dir ergangen da drinnen vor dem dichter st,'l,l des grosien Chirurgen, wo über Leben und Tod entschieden wiro? um ans ihrer stummen Antwort den van gen oder tröstlichen chhift für sich selber zu ziehen. Dann schloß der Diener lautlos dt Thür hinter ihnen sie standen dranln. Die Frau stützte sich schwer auZ' den Arm ihres Mannes. Sie schloß die Lugt tvie betäubt, ihre Zähne schlugen hörbar aufeinander. Bis jetzt wa reu sie immer zusammen gegangen. Hand in Hand, in guten und bösen Stunden. Was jetzt kam-da mußte sie ganz allein hindurch ganz allein! Wie durch eine gräßlich tiefe, finstere Schlucht. Und was lag dahinter? giebt -Ewigeö Dunkel? Sie schauderte -und er, im Halbdunkel deö
.reppenhujes. lcg:e den mm um Ihre biegsam Ästakt und führte sie scjrg l'.ch, Siufe um Stufe, die teppichbelegte Trepp t.r.:ab. Und preßte sie an sich. ,JJu ri :, mtiu Weib-!" im Ton unsäglichster Liebe. Da war sie fertig, mit einem Mal ganz ruhig, ganz lest acN'vrden. brn zi' liebe. Im H.n iluc, wo durch geschliffene Spiegelscheibe das toattnc 8Kcht des sonnigen llobertages hereinbrach, tonnte sie ibm schon wieder zulaa)?ln. .Jh bin ganz runig. Georg, iic- wiro gut gehen j Und dann werden loir 'erst icCi)i glücklich miteinander sein." j Auch er nahm alle Willenskraft zufarnrneu. Er war der Wann, er mußte der Stärkere sein. i'j-l!,. Liebling und den heutigen Tag wollen tvir ausnutzen bis zur letzt?u Minute, Der Proscsi or hat gern; recht. Und wir waren doch im:ner zwei tapfere ';ens'oen. die den Kops nie hängen li's,.'!'.. nicht wahr? Also was i" ichen tvir?" Jch m licote -;ucrst einen Visieii essen." sagte Marianne. ..So ein Appeulschnitlen. weisit Tu. einen ftpft Happen, Bin ganz sch'.vach geworden. I gs zkccistuttdenlange Warten, die Untrsucbung das strengt doch ein bischen an." (5r sah, das; ihr Gesicht schneelc s'. war. n i: dunklen Ringen unter den A'jgen. Hafi Tu Schmerzen, $Ra rianne .'" fragte er besorgt. Sie l.chclic. Nein, gar nicht. Aber Hunger hclv ich. borst Tu nicht? Komm, dort drüben ist ein Restaurant." ie saßkV an ein?m der weiß gcdec! teu Tischchen in dem um diese Nachmittaassinde fast leeren Lokal und sahen den bunten Menscbenstrom drausien an den honen Spiegelscheiben vorüber treiben. Georg !eidinger bestellte eine Flasche alten llngarwein und füllte die Gläser. ..Tein Wobl. ilinb! Auf da alles gut geht!" Sie stiegen an und tranken und ihre Blicke vecsenkten sich tief ineinander. Auf einmal blickte Marianne auf. wurde rotb und lachte. Sieh nur. Ge;?rg. loie in:pertinent der .e!,ner dort lächeltder denkt sicher, wir sind auf d.'r Hochzeitsreise. ÄN altes (hepaar und nc6) so verliebt." cin Bli.-k greifte ihre schlanke, anMUihige c5rscticinung. ihr hübsches, weiche.-, lie'.'c resi i , den der Wein Farbe und Jugend nerlicrj. Tu mi: Tcinen vierunddreiszig nimmst es noch mit der Jüngsten auf. Marianne!" sagte er stolz und liebevoll. Wart' nur. wenn Du erst ganz gesund bist, U'' -st Tu aussehen wie eine Achtzehnja! lige und ich komme mir dann ne en Tir vor tvie ein alter ehrwürdiger Grosipapa." Wie ein Gros'l'cipa er mit seinem schönen blonden U0llbart. seiner hoben kräftigen Gestalt, seinen elastischen BeN'eguzigen der Gedanke hatte für Marianne ettvas überwältigend polnisches. Sie lächle bell heraus. Iür einen Mornent schien wirtlich alle Sorge vergessen. Sie plauderten, tranken und is'n eil paar Bissen dazu. Nur so on passABt. .Heut' Abend soupiren ivir ordentlich, ich Niusi mich doch für den morqigei! Fasttag stärken." .Was nun J?vt bummeln wir durch die Leip,iigr "trasie. s.'beu die Läden cv. und kaufen ein paar Kleinigkeiten für !die Kinder schlug jNarianne vor. Der Wein hatte sie wirklich etwas belebt und ihr neuen Muth gegeben. Gie rVvM! sich sröblich an ihres Mannes A-m. Ist Tir ganz recht. Alter. Du hast das immer so gehasit, dies dnrch die Strasien bummeln utd Schanfenjter besehen Und nun muszt Tu! Tie seu lehten Gefallen kannst Tu mir doch nicht abschlagen." jcherzte sie beinabe tibermüthig. .Aber wird es Dich auch nicht zu sehr aiistrenarn. rtind '." Gott 'e.oahre? Tu willst Tich wohl dri: ;-, Li.'ber? Ich bin Karl lvie ein Niese. Eigentlich ein Unsinn, das; tvir zum Al .t gegangen sind. geerg!" Er dachte an die entsetzlichen Schmerzen. die sein tapfere? Weib aufgehalten. wo sie die jähne zusammengebisien hüttk, um nicht feint zu schreien, und nnr manchma! dumpf gestöhnt wie ein kranken ?hier -schluckte den ansss( ,?'u den Senf.er binnnirr nnd nite ihr ni. Il kauften ifilgel ?iir ie Kinder. dabei sprachen sie von ibi en. Ma' riannc l!)!is'.te immer allerlei ?rclliqcS und Hc igeö Zil erzählen, kleine, d!rn cbkn abgcltuischtc Zllge, rose nur eine Mnttcr sie beobachten und mit liebevoller Einheit und rklie !oiederae''kn kann. Sie lachten über Tettas ivür'volle 5)aii.!!!?itj?rchenmikne. wenn sie sich ?lamaö großes Schlüsselbund in den Gürtel Hemmte, uud iibrr NeUy t!ess!e- (mpörtsein. weil Bubi." Hx mit seinen tier Jahren schon ein richtiger Strick 'lud seinem Baters El n bild war. dn großen Schwestern n'cht gehorche?, trollte. Und während Ma rianne llnanskmrlich sprack) und erzählte, hatte sie im tiefsten, fernsten .'infel ibre' Gehirns, dort, wo die allerheimlichsten Gedanken arbeiten. eine sch.lttenhcifte LUsion von einer I liefmutt. die scheltend im Haust nrnheraing. die beiden grosien lieben 'idel schlecht anzcg und vernachlässigte und den kleinen pausbäckiaen Georg mit Pässen bin lind her stiest. Die keine Geduld für seine l luderttausend drolligen fragen hatte nnd sich nie über sein Bettchen beugte, damit seine kleinen derben braunen Fäuste ihren Hals umklammern könnten. Und ni mehr würde er sagen: Paft auf. Muttchen. nu diück' ich Tich aber
todt!" Sie hatte noch an ihrem Halse die blauen Flehen von scincn allzu stürmischen Liebkosungenerst heute Morgen liatie sie's im Spiegel ge sehen Und keine zärtlich vorsichtige Hand lvürde TcttaS und Nellvö diele Kpfe 'orgcuv und Abends kämmen und flechten und sie mit Mamilknthee waschen, das; sie ihr schönes lvunder vc.ic.: hellblond behielten. Und andere Kind sah sie, jüngere, die aus den silberneu Bechern ibrer .Ninder tranken und ihre Kinder au? des Baters liie: c bedrängten. Herraett, und nun schössen ihr doch dls Fbränen siedendbein in die Auaen. O dieje Sorge, diese entsetzliche, quälende. die Wie ein Alp auf ihrer Brust lag! Sie selbst wollte ja gern alles leiden und tragen, die fürchterlichsten Vchmerze, die grausamste 'j.ein nur die Kinder wenn sie deren jnng? sonniges Leben nur vor allem Schweren. Harten behüten könnte! Sie stand vor NNNN nw.'lierladen ttttd starrte wie hnpnoiistrt ans daö Gleiten und Funi.'lu darini'-n. und sah doch nichts vor aufguellenden Thränen nichts, als nnr immer tief im verborgensten Minkel ihres Gehirns diese traurig? Bision. ..Na. da komm. Kind." sagt ibreö Manneö gutherzige Stimme neben ihr. .Gehen wir hinein, da kannst Tu Tir etioa aufsuchen." Sie fuhr an? ihren wirren traurigen Gedanken empor, tvisebte hastig l-lit dem Taschentuch über's Gesicht nno sah ihn an. Er lächelte nachsichtig. .Ich weist ja ja)on lange, was Tein Herz begehrt. Einen Tuchessc Ning- ist es der dort mit dem Lchak? Sag's nur ruhig! Sag' es gan', ehrlich heraus -heut' soll,! Du itm leiben." S!e mußte in Thränen lächeln. Welcher '.nann. nnd wär's der beste, zärtlichste, kennt die geheimsten (bedanken einer ?tau und wär' diese Frau auch schon seil fünfzehn Iahren mit Leid und Seele sein eigen? Sie dachte an ihre Kinder und er sprach von Nlnaen t:nd Opalen. Sie lvc-llte ihn fort','ebcn. ,ick)t doch. Georg, ich dente ja gar nicht daran! Ich g.r.He blo-5 so gedankenlos darauf hin. Tu toir't dock keinen Ring taufen, jetzt wo alkeö al'.dere schvn fo schicklich viel kosten lvird! Dn arnier Ms Tu bast eine furchtbar theure Frau!'' Aber er bestand auf seinem Willen. Er lallte ihr durchaus eine Frcnde machen -die letzte vielleicht! ?Zcin. um Gottes willen nicht! Nur das nicht! Tas Wort nimt aussprcchen nicht einmal daran denken! Aber ein An denken sollte sie haben an diesen schweren Tag eine kleine Freude in den noch viel schlvereren. die kommen würden. Faft mit Gewalt zog er sie hin ein. Marianire nwchte bitten und zviderstrcoen so oi?l sie wollte, er sauste ibr richtig den Ring mit dem schmalen blassen Opal, der so wundervoll schillcrte und von lauter windigen Bril' lauten umgeben war. Es war ein königliches Gescbenk für seine Verhält nisse aber hätte der Ning anch das Doppelte getostet, heut' hätte er ihn seinem Weibe gekauft. Er fühlte, da st er sie noch nie so tief und hcisi geliebt wie heute, sein Leben hätte er hingeben können fiir sie. Sie Niustle den Ning sogleich an den Finger stecken, am liebsten hätte er da bei die blasse, schmale, ein wenig ar. beitihc.ite Fraucnhand ekiisit. Sc bangsciig beklommen war 'ihnen Beiden Zll Nllthe fast wie damals, too er ihr den Brautring auf den Finger schob. Nlln hatten sie alles. Sie gingen in's Hotel, um sich noch ein wenig auszuruhen. Abends woll ten sie in den Wintergarten Billets hatt? er schon besorgt. ..lassen Sie sie gr nicht zu Athem kommen." hatte der Professor im letzten Augenblick gesagt. Sie soll an nichts denken. Um so besser für sie." Im Grundc seiner Seele fand er keinen Geschmack an derartigen Zerskreulinaen. Und Marianne erst recht ui(lt, daö mM er. Aber jedes lvollte den, anderen so gern einen Gefalleii thun, die Gedanken dev anderen N jeden '"rcs uns andere Tin,ze lenken nur um'6 Himn'.cllZ lvillen nicht an das rgen denken, nichts merken lassen von der eigenen Angst, die da drinnen heimlich bohrte und fräst so brachte jedes in der Stille das Opfer. Ma'-i,:ine inustte sogar ein wenia Toilette machen, ihm zuliebe. Die dunkeliothe Seidenblnse mit dem ae schlichen Spitzenkragen stand so reifend zu ihrem blassen Gesichichen und dunklen Haar, flh ging eigens noch einmal hinunter, um aus dem nächsten Blu knengeschäft ein paar Marechal Wies. Hosen U holen, die sie anstecken sollt?. Trausien anf der treppe stand er sliN uud drückte die Faust an die Schläfe. War eil denn möglich, sollte er sie wirklich hergeben, diese Frau, an der seine Seele hing, sein .scrz mit allen Fa scrn. die Butter seiner Kind'r. mit der er fünfzehn Jahre lang in Glück und Frieden gelebt, die Frau, die er heute noch liebte wie in der ersten Stunde, da sie in Wonne und Seligkeit sein eigen geworden nein, inniger noch und treuer und tiefer- so ganz unzer reistbar fcstaewur.zelt Sein in Ceiu! Und war es nicht ein Mahnsinn, diese lehten armseligen paar Stunden, diese kostbaren Stunden, die ihnen noch gehörten, unter fremden gleichgiltigen Menschen zu sitzen, alberne Witze und Possen anzuhören, geschminkten Soubretten and Tänzerinnen zuzusehen während ihre Seelen danach schrieen, allein und beteiuander sein?
,.-eele meiner eele!" tprach er tm Hinuntergehen mit zusammengebissenen Zähnen. Worte eines Liedes, das er irgendwo gelesen oder gehört, flogen ihm zusammenhanglos durch den Sinn: Bist du die Zeele. die imch ganz versteht, Die al mir lebt Bild ohne nach vergeht. . . Seele meiner Seele," wiederholte er noch einmal halblaut wie im Traum, so das; der Portier ihm verwundert nachstarrte. Und ging hin und kaufte die Rosen. Wie man im Alterthum die Opfer schmückte, die in der Arena verbluten sollten, dachte er und wählte die schönsten von allen. (Schluß folgt.)
Tie Abschafsung des PostHorns lvufzten einzelne BerlinerZeituu gen rieser Tage zu berichten. Die Oberpostdirektion babe. fo wurde behauptet. die Zurückziehung des Hornes angeordnet, auch wurden bereits .Nla gen über das Bcrschwinden dieser alt;hrlvürdigen Einrichtung angestimmt. Es ist kein Grund zu Elegien. Taö Posthorn bleibt. Tie Nachricht gebort gU jencn Äiärchen. die merkwürdigerweise immer wieder Verbreitung sinden. Gerade in Berlin wird das Blasen des Posthorns mit solcher Liebe gepflegt, wie lautn in einem andern Be-; zirke. Bei der reicbeignen Posthalterei mit ihren mehr als 900 Postillonen werden die Postillone von einem musikverständigen Beamten des Postfuhramies im Blasen ausgebildet. Es besteht ein besonderes Musikkorps mit et wa 30 Manu, das i, B. bei zahlreichen postalischen Begräbnissen mitwirkt, für die- Geschiekli6)keit im Blasen hat der Oberpostdircktor soeben wieder eine gröstere Zahl silberner EhrcnpostHörner verliehen. Z n großes Risiko. Das Brücken Tepartement in New Dort sieht sich vergeblich nach Leuten um, welche bei täglich dreistündiger Arbeit in Schichten von je 1 Stunden $10 verdienen können. Es handelt sich um Inspektoren zur Prüfung des Manerwerks in dein Eaiipn einer im Bau befindlichen neuen Brücke. Ter Grund, das; trotz des verlockenden Angebots keine passenden Leute gefunden werden können, ist der. daß bereits elf Per sonen in Folge der Eaisson-Krankheit ihren Tod gefunden haben. c 1 1 c x b 1 1 r c v ?oitnovtrcib. Wie war's denn in der Sommerfrische, Herr .omn-erienrath?" - -Zum Sterben öde; aus purer Langweil hab' ich e paar Rittergüter iu erGegend ana?kaufl."
Msenvakn - Fahrplun.
Al Griechen beim Glücksspiel erwischt.
I! Kartenspiele und .Mö beschlagnahmt.
In der Polizei-Station war's gestern tagsüber wieder einmal sehr ruhig ge wesen, aber Abends kam Leben in die Bilde, und zwar sehr lauteö. Denn um die 8. Abendstunde lan beten Sergt. Kiefer uud die Polizisten Hosteiter und Albert dort 20 Mitglieder der hiesigen (Zriechcn Kolonie, Zmlcrz.'Ug und FrUchte-ausirer, von denen kaum ein einziger der englischen Sprache mächtig war. Die Bearnt-n hatten die Gesellschaft in einem ilN' mcr ttder David Daviö Wirthjchaft in No. 551 Ost Washington Str. bei einem flotten Kartenspiele um Baar geld erwischt und gleichzeitig 922As in Baar und : Kartenspiele beschlagnahmt. Der Name des griechischen Glücksspieles war nicht zu ermitteln, doch scheint dasselbe dem amerikanischen Poker iu vielen Beziehungen ähnlich zu sein. Als Spielhaltcr wurde ein schwarz. ha'irigcr Grieche, der sich ( Popo dogtos nennt, gedllcht. wahrend der Zchankwttrter Ade DaviS wegen Bex. micth.ns eines Raumes z,l Gliiclsspiel. Zwecken verhaftet wurde. Die Mehr zahl der Griechen verbrachte die Nacht in der Station, da das Anstreiben von Bürgcü sehr schtvierig war.
Indianapolis Männerchor. Allch die zweite Vrvbe dcS "i'ilkia,ttÄFcst' Ehs verlief U'hr erfolgreich.
Zu der zweiten Probe des IlibilüumS'Jest.EhorS, welche gestern Ruchmittag unter der Leitung des Herrn ?ranz Bellinper in der Mannerchor Halle abgehalten wurdc. hatten sich nahezu 200 Damen und Herren einge funden. Wohl der beste Beweis, dap nicht nur die jetzigen active, sondern auch die früheren von Begeisterung und Enthusiasmus erfüllt sind, um das Jubelfest zu einem großartigen rfolge zu verhelfen. Mit dem gemischten Chor des Deutschen ttlub und Musik'BereinS wird der Fest Chor Über ein Stimm Material von weit über !i0l) verfügen. Durchgenommen wurde gestern ..!orc ley" von Felix Mendelssohn. Dirigent Bellinger war mit den Leistungen sei ner Sänger sehr zufrieden.
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Ievelanb DibisU.
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