Indiana Tribüne, Volume 27, Number 130, Indianapolis, Marion County, 23 January 1904 — Page 4
Judtana Tribüne, 29. Januar lOO'i.
Indiana Tribüne. Htra'tgtdn oon der utvrg Indianapolis, Ind.
Harry C. Thudium Pri.kidet. eschäftSlocal! No 8 Süd Delaware Straße. TELBPHOlE
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Irformctt in Macedonien.
Unser Korrespondent in K o n st a n t i n o p e l schreibt: Der Sultan gibt in den einzelnen Fragen der Reformen sitr Macedonien schneller nach, als man hatte erwarten können, und so ist eS wahrscheinlich, daß mit der Durchführung der Nefor. men alsbald begonnen wird. Eine ganz andere Jrhge ist es, ob die Re formen wirklich die Herstellung von Rnhe und Frieden in dem schwerge prüften Macebonien bewirken werden. ES sind mehr als -'0 Iah her, daß ein noch viel umsasjenderes besetz für die Verwaltung der europäischen Tttr kei von den Mächten dekretirt wurde, von all' den vielen Titeln und Para graphen dieses G setzeS aber kam nur das Selfgovernement" für Ostrumelien zu Sttande mit dem tNett. das; wenige Jahre späterdiese Provinz von der TUrkei losgetrennt und von Bulgarien verschlungen wurde. Es ist sehr wohl möglich, daß die macedonischc Angelegenheit denselben Verlaus nimmt, und daß der macedonifche Bisjen nur mit der Sauce der Reformen begossen Wird, um desto glatter von dem stets geöffneten bulgarischen, chll.nde der schlungen zu werdest. So viel Über den Gesammtplan der Reformation. Von den einzelnen Bestimmungen will Kennern der Verhält niife die Einrichtung der beiden dem Generalinspekteur dazugebenden ivil agenten noch am besten gesassen. Bis. her ist in der türkischen Verwaltung nichts geschehen, als was der Sultan dezw. die auf seine Entschließungen Einfluß genießenden Persönlichkeiten wollen; diesen Hoseinsiussen gegenüber sind die an 'der Spipe der Verwaltung?. gebiete stehenden Männer stets ohn. mächtig gewesen. Die Civilagentcn aber, die ihrerseits Vertreter zweier so mächtigen Staaten, wie Oesterreich Ungarn un) Rußland sind, werden dem Gener alinspelteul sür Macedonien gegenüber den türkischen Hoseinflüffen einen Rückhalt gewähren, den er sonst niemals haben würde. So wird es ihm möglich sein, ohne Besorgniß vor einer fortwährenden Durchkreuzung seiner auf die Besserung der Zustande gerichteten Arbeit thätig sein zu können. Die Institution der (sivilagenten aber hat noch einen anderen großen Nutzen, zwar nicht für die Reformation und die Türkei unmittelbar, sondern für die Erhaltung deS Friedens in Europa überhaupt. Da der eine der Agenten Rußland, der andere Qester reich'Ungarn vertritt, so sind oadurch diese beiden Staaten zu positiver gemeinsamer Arbeit veranlaßt, was für ihr Verhältniß zu einander nur von Nutzen sein kann. Die zweite kgroße Resormmaßregel. welche die Gendarmerie betrifft, ist nicht so ganz günstig zu beurtheilen. Erstens sind die türkischen.Gendarmen an sich ganz gut, sodaß sich über die Nothwen digkeit der Reform in diesem Punkte streiten läßt. Zm zweiten ist die Ge fahr vorhanden, daß. wenn die fremd ländischen nd christlichen Gendarmerieoffiziere und Mannschaften nicht mit großem Takte vergehen. eS des öfteren zu Reibnngeu zwischen der muselmän nischen Bevdlk-rung und der Gen darmerie kommen wird; dann aber werden sich fortgesetzt Schwierigkeiten zwischen der türkischen Regierung und derjenigen Macht, zu deren Nationale
tät der etwa verletzte Gendarmeriebe amte gehört, rgeben. Endlich ist eS sehr fraglich, ob eS den Mächten gelin gen wird, für die Offiziers und Unterofftziersftellen genügend viele Persön. lichkeiten zu finden, die mit der Bevöl kerung in den Landessprachen (türkisch und eine slavische Sprache) sich verstän digen können; nur solche Persönlichkei ten aber find erwünscht, denn sonst können sich schon durch die Schmierigkeit der gegenseitigen Verständigung Miß. Verständnisse und unerwünschte Reibun gen ergeben. De Weiteren sieht das Reformpro. gramm die Neueintheilung d'? Bezirke unter Berücksichtigung der Nationalität und der Raffe vor. Die Nationalität läßt sich ade? nirgends so schwer seftftel. stellen, wie in Macedonien, wo schon
feit Jahrzehnten die benachbarten christlichen Balkanstaaten neben und gegen einander agitircn. Da nicht nur der moralische, sondern auch der politische Anspruch jedes Staates mit der Zahl seiner Nationalitätsangehörigen wächst, so werden dieselben Macedonier bald für Griechen, bald sür Bulgaren, bald sür Serben erklärt. Die Statistiker dieser verschiedenen Nationalitäten wer fen sich fortgesetzt Unwisnheit und Lüge vor. Sollte also cijic Einthei lung der Bezirke nach N'Itionalitäten erfolgen, so würden die grof'.ten Schwie rigkeiten entstehen, nicht sowohl mit der Türkei und der mufelmännischen Be völkerung. wie mit den christlichen Nachbarstaaten und unter der christli' chen Bevölkerung MaceonienS. Glück lichermeise braucht man lictjj über diese Schmierigkeiten einstweilen, noch keine Sorge zu machen: denn oieser Punkt des Programms ist mit der grjstdestim-
die Beruhig
Bevölkerung
mnng versehen: ..so bald gnng der makedonischen
festgestellt sein wird". Bis zu dieser
Feststellung aber dürste noch geraume Zeit vergehe. So müssen Kenner des Landes hinter bia Wirksamkeit der Reformen ein großcS Fragezeichen setzen; es' sollte mich freuen, wenn sich meine Anpassung als zu pessimistisch herausstellte.: - i Das; der frühere Postbeamte Ma chen machte was er machen" konnte, beweist, daß die Alten Recht hatten, wenn sie sagten nomina tttttt omina". Bei der lerichts-Berhattdlllttg gege.k Machen stellte c? sich heraus, daß er e5 verstanden halte, aus seinem Sa lair von $3500 jährlich 820.000 zu ersparen. Der Mann war wirklich zu schade für dc.i Postdicnst er sollte i Finanzminister werden.
AIS erster verein der deutschen Vereine im Staate steht der Deutsche NntcrstlitzttttgVerein von Zsjersonville auf der Ehrenrolle. Dieser echt deutsche Verein sandte folgende Zuschrift an Herrn Jos. Keller vom Verband deut scher Vereine: Werther Herr Keller. Ich bin vom Deutschen UnterstützungL Verein von Jeffersonville beauftragt, ailzufragen, ob die von Ihnen vvr einioxr Zeit an Hrn. Geo. I. Engelhardt ' hier über mittelten Bestimmungen übtr die Ko sten . behnfs Anschluß an denStaats UNd National'Bund deutsch-amerikani-scher Vereine korrekt v.uj jetzt noch maß gebend sind. 2z Cents pro Mitglied jährlich für beide Behörden. Unser Ver ein hat sich entschlossen, dem Bunde beizutreten, und möchte ich Sie freund, lichst ersuchen, mir osfiziell Zuschrift und etwaige neueste Drucksachen, in Bund betreffend, zuzusenden wir wer den dann die Bedingungen des AnschlusseS durch Beisteuer rcalxsiren. Die unserem Verein, sowie dem Singer dund" zugesandten Petitionen an den Kongreß habe ich vor einigen Wochen prompt nach Washington befördert, da ich Secretär beider Vereine bin. Hof send, baldigst von Ihnen zu hören, zeichne ich Achtungsvoll Hugo A l d eir, Secr. des Deutsch. Unterst. Verein?, 609 Kentucky Ave.. Jestersonmlle, Ind.
Prot. Diakonie-Verein von Indianapolis.
GrunbeigentbumS Uebertragungcn.
Sheriff an Joseph Schaf, ein Theil der Lot 1 und 2, Square 21. 84300. Derselbe an Hartford SaivingS und Investment Co.. 24 Lots tu Cleave land Centrat Park. 81100. Bertha Switman an Clara Sattin ger. Lot 119 in McCarty's lyudd. der Außenlot 120. 814S0. I John W. Thompson an sPearl M. Peterman, ein Theil der i'oi 19 zu Jrvington. 82000. William Hall an Henry Jameson. Lot 1 und ein Theil von Lot 2 in Pratt'S Subd. der Außenlot 172. 817.500. James M. Sheets an granceS M. Mohler ein Theil der Lots. 492 und 498 in McCarty'S 11. Westseite Add. 83000. Ella Holt an Walter I. Hubbard, Lot 4 in McKernan unb YandeS' Subd.. eines Theils von Prake und Mayhcw'S Add. 81700. Herman E.MurtcnS an Jesse C. Pike, Lot 22 in Johnson'S Clm Ado. 82450. 31 Josephine Jzor Stanton an David H. Robertson, Lot 9 und 10. Block 9, zu Nord Indianapolis. 81500. ! , VotNted L e u k h a r d t, Die gemüthliche Eckj," Ecke Noble und Market Str
Die gestrige Jahreö-V'rsammlung, 9flM ten'Berichte. 2Dat)l von 3 Mitgliedern deS Berwaltttng'Zrathes Uc.
In der Ev. Zions'Kirche an der West Ohio Straße fand gestern Abend die JahreS'Versammlung des hiesigen Protestantischen DiakonieVereins un ter Vorsiß deS Präsidenten Pastor I. P. Peters statt. Ans den Berichten der Beamten geht hervor, daß der Ver ein auch im verflossenen Jahre trotz mancher Widerwärtigkeiten sein edlcS Werk, das der Pflege der Kranken ohne Rücksicht aus laubcnsbekenntnib oder Vermögen, segensreich fortgesetzt hat. Der Bericht deS Präsidenten solgt im Auszüge : (beehrte Freunde und Mitarbeite!! Ein Jahr unserer Wirksamkeit aus dem (Gebiete der Krankenpflege liegt wieder hinter uns. Cs nur ein Jahr vieler Arbeit und Sorgen. Nicht mir, daß wir mehr Kranke verpflegt haben als je zuvor, sondern anch daß wir manche truurige Erfahrung gemacht haben. Trotz alledem stehen wir noch in der Arbeit und erfahren, daß Gott dieselbe segnet, und imRttckblick auf das verflossene Jahr sagen wir dem Herrn Dank für Alles. Der Verw.rltungSrath hielt 12 regelmäßige und 2 Cxtra-Ver sammlnngen und hat derselbe, sowie die verschiedenen Comites, oft unter großen Schwierigkeiten, gewissenhast für das Wohl des Werke gearbeitet. Herr John C. Schmid trat am Anfange des Jahres aus dem Vcrwaltnngsrath und wurde in der letzten Jahrcsversammlttng Herr John A. Schumacher an dessen Stelle erwählt. Herrn Schmid gebührt der Dank des Vereins für feine beteutenden Opfer an jeit und Kraft ttr unser Werk. Am Anfang? des Jahres war die Superitttendentenstclle im Hospital vacant und füllte Herr Henry Russe die selbe zeitweilig mit beschick und Treue aus. Am (i. April trat der neuerwühlte Superintendent Pastor (. A. Kienle sein Amt an. und hat derselbe seine Arbeit zur nfriecnheit des VrwallungSraths, zuweilen unter großen Sihwierigkeiten und mancherlei Ver druß, gethan. Gegenwärtig steht der VerwaltUngSrath mit dem evangelischen Diakonis senhause in St. Louis in Unterhand lung wegen einer Schwester als Oberin und hoffen wir, daß in diesen Tagen die Stelle passend beseyt wird. Außer den Schwestern arbeiten und studiren in unserem Hause eine Anzahl junger Damen, welche sich als tramed mirses ausbilden lassen. Herr Dr. C. E. Ferguson ist Superintendent der Training School for Nurses und find wir ihm und den Aerzten, welche unentgeltlich den Unterricht ertheilen, zu großem Dank verpflichtet. BesonderS hat sich noch Dr. C. R. Schae'er durch seine vielen treuen Dienstleistungen verdient gemacht und sei ihm an dieser Stelle herzlich gedankt. Auch im verflossenen Jahre wurde unser Werk von Freunden der Diakonissensache unterstützt. Aus dem Nach lasse des Herrn John Frick erhielten wir 8500, ebenso hatte der verewigte Herr George A. Dickson uns 8500 testamentarisch vermacht, welche bald nach seinem Abliben ausbezahlt wurden. Wir drücken den Hinterbliebenen unser Beileid aus und sagen sür die empfangenen Gaben herzlichen Dank. Am 16, Februar 1903 starb Herr H. H. Server, ein Insasse unseres Alten heim?, welchen wir 7 Jahre, zumeist als Patient im Hospital und dann im Altenheim verpflegt haben. Bei seiner Aufnahme in's Altenheim zahlte er 8250 und vermachte weitere 82ö0; die letzteren sind uns ebenfalls aus dem Nachlasse des Verstorbenen gezahlt worden. Am 0. April starb Herr John B. Stumph. ebenfalls ein Insasse des AltenheimS; während derselbe im Hause wohnte, übergab er dem VerwaltungS rathe 84000 zu 5 Procent Zinsen mit der schriftlichen Erklärung, daß ge nannte Summe dem Verein nach sei nem Tode zufallen solle. Diese 84000, worüber unser werhter Finanzsecretär schon früher berichtete, fielen nun dem Bereine zu; außer denselben erhielten wir noch 81100 in zinstragenden No ten. 8100 sind bereits abbezahlt und 81000 bringen S Procent Zinsen. Herr Christian Bernloehr schenkte unS auch im verflosseuen Jahre 8100 und oan ken wir ihm recht herzlich dafür. Herr Henry Klanke schenkte dem Verein 850.00, wofür ihm. dem bewährten
und treuen Finanz Sekretär des Vereins, herzlich gedankt wurde. Herr Dr. C. R. Schäfer, ein treuer Freund unserer Sache, hat uns 82000 zinscn frei auf unbestimmte Zeit geliehen. Allen Freunden und Wohlthätern, die auch im verflossenen Jahre unserer liebevoll gedacht und nnS mit Rath und That deigestanden. sei hiermit herzlich gedankt. Am 9. Mai schied Mutter Klanke in unserem Altenheim auS die sein Leben, alt und lcbenSatt. Gott hat sie zu der Ruhe gebracht, wonach sie sich sehnte. Gott tröste die Hintcrdliedenen! Im verflossenen Jahre wurden im Hospital 729 Patienten, in 14.825 Pslegetagen bchande:; aus jeden Kranken kommen 20 Pflegetage. Von die sen 729 Patienten waren 270 Ward Patienten, welche für ihre Verpflegung theilweise bezahlten ; 45 Kranke wurden ganz unentgeltlich behandelt und verpflegt. 078 sind geheilt oder gebessert entlassen, 51 sind gestorben. Unsere Einnahmen im Hospitale be trugen 825,0t)2.27, die größten Ein nahmen, die wir je hatten. Wie zu er warten, waren die Ausgaben auch be deutend höher, wie in srüheren Jahren, doch freuen wir uns, daß wir 85000 von unseren Schulden abbezahlen konnten. Endlich gedenken wir noch in dank' barer Anerkennung des werthen Phoebe Vereins, welcher auch im verflossenen Jahre fleißig arbeitete, um unsere Sache zu fördern. Der Verein hielt im December :inen Weihnachtsmarkt in der Tomlinson'Halle und realisirte über $1500. Wir danken den lieben Damen für ihre treue und opferwillige Arbeit; Gott segne sie dafür reichlich! Der Herr unser Gott sei uns freund' lich nnd fördere das Werk unserer Hunde bei uns. ja das Werk unserer Hände wolle er fördern! Achtungsvoll I. C. Peters. Präs. Indianapolis, 22. Jan. 1901. Der Bericht des FinanzSecretärs. Herrn beinr. Klanke. der sich mit dem des Schatzmeisters. Herrn Gustav A. schnull, deckt, lautete wie folgt: C i n n a h m e n : Kassenlc stand am öttten Ja nuar !3 $ 5,849 Pfleacflelder im verflösse nenahrcc ,sXi2.27 An Beiträgen eingegangen 722.00 H. D. Thudium, Schatzmeister vom Bauverein ... 4480 Geliehen von Dr. (5. Schäfer ohn: Zinsen ... 2,000.00 Geschenk von Christ Bernloehr . 100.00 Geschenk von H. lanke 50.00 Geschenk vom Frauen-Verein der ionö Kirche I t.ttl Geschenk von Frau NieS 1.00 Geschenk von I. N 50 Vermächtnih von John Frick .... 501' .00 Bermächtniß von H. H. Schröer, . 250.00 Vermächtnih von Geo. Ä. Tickson 500.00 Jahresfeier Collecte 2i.7s An Zinsen einacnommen 60.00 Frau Julie Bohn für Altenheim . 250.00 Note von I. i5. Nestel mit Zinsen lOrt.OO Summa $10,142.89 Ausgaben: Rechnungen im Hospital durch den Cupt. bezahlt 4,452.77 Arbeitslöhne für Dienstpersonal und Gehälter 5,:w:.0 Lebensmittel 5..M.83 Kohlen und Hol, 2,743.14 Leuchtgas.. 342.75 Verbesserungen und Reparaturen 1,21'0 54 Indianapolis Light und Power Company 401.35 HauSeinrichtungS Gegenstände . 578.64 Für Waschanstalt, Maschinen und Kesselhaus 3JH5 3i Drucksachen und Anzeigen 161.50 Arzneien und medizinische In strumente 1,413.07 Schnittwaren und Berbandstofse. . !'.! 77 Indianapolis Water fco 200 00 Anleihe zurückbezahlt an Merchants Nat. Bank 2.000 00 Anleihe zurückbezahk an Maria RhodiuS 3,000.00 An Zinsen bezahlt 1.3!,5.06 Telephone 12.00 G. A. Kienle für Reiseunkosten nach hier 50.00 Procente für Collectiren von Bei trägen 4.80 Jndplö. Germ. Mut. Fire Ins. Co., Feuer Versicherung 43.75 Jndiana Trust Co., Feuer Ver sicherung 187.50 Verschiedenes 10.60 Summa 52v.7o;,.;,3 Gestimmt Einnahmen 530,1 42. l! GesammtauSgaven wahrend deS JahreS 29,769.93 Bleibt in Händen des Schatzmei' sterS am 2tcn Januar 1904. . . 372.96 Nach Verlesung und Annahme dieser Berichte wurde zur Wahl von 3 neuen Mitgliedern deS Verwaltungsrathes geschritten und resultirte dieselbe mit der Wiedererwüylung der Herren Aug. lldag. G. A. Buddenbaum und Hy. Russe. Die Organisation deS Ver waltungsrathes wird am Montag. I. Febr., vorgenommen werden.
Laie nnd RechtSgelehrter.
Der unter obigem Kovf in der Tribiine" erschienene Artikel, in welchem die empörende Verschleppung der Prozessirung gegen den geständigen tftai tinnenmörder Knapp durch Nichter Swing, vom Standpunkt des Journa listen bezm. aien besprochen wurde und der in den ndz-ilen gipfelte: Der I n r i st. d e in die R e ch t s n o r m der Kate ch i S m u s seines Wissens ist. IN a g Richtern vom Schlage S w i n g's b e i st i in m e tt. d c r I o u r n a l l st aber r u s t j o l ch e nl Richter zu: ..Vorbei, vorbei und tummle Dich, ich wittere Theorie Nichts ist so dulnm und widerlich wie ein gelehrtes Bieh." hat uns ein höchst erheiterndes Eingesandt" seitens deS Herrn Rappaport verschasst. Ans demselben gtht hervor, daß Herr Rappaport dem Richter Swing den ihm von unö gegebenen Titel gelehrtes Vieh" nicht gönnt, sondern denselben siir sich in Anspruch nimmt. Diese unerhörte Anmaßung können wir uns nur dadurch erklären, daß das Prädikat gelehrt" dem Einsender so begehrlich erscheint, daß er gerne das Substantivum mit in den Kauf klimmt. Wir finden eö ferner nur imtlirlich, daß eS der Herr Einsender bedauert. sich mit uns eingelassen zu haben und glauben ihm aus's ort, wenn er detheuert, daß er ganz genau weiß, dafe es auch ungclehrte Viecher giebt. (Die Red.) Hier das Eingesandt. (Slngcjandt.) An die Redaktion '. Es ist im höchsten lrade zu bedauern, wenn ein Redakteur so sehr seine WUrde vergißt, daß er in über großer Empsindlichkeit ausfällig und beleidigend wird, weil man eS wagt. mit ihm zu diffcriren. Wo das der Fall ist, kann man nur bedauern, seine eigene Würde so weit vergesien zu haden. daß man sich mit ihm einließ. Der Redakteur Ihres Blattes hat intimirt. daß ich ein gelehrtes Vieh" sei. Für diese zarte Hslichkeit danke ich ihm und tröste mich :uit dem Be wußtsein. dak dies noch immer nicht das Schlimmste ist, denn es giebt auch ungelehrte Viecher". Ich weiß das ganz bestimmt. Ueber die Sache selbst habe ich weiter nichts zu saaen. Wenn jemand aus
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der Behauptung, daß ein Schuldbekenntniß ohne weitere Beweise nicht zur Verurtheilung genüge, herausliest, daß man behauptet habe, ein Schuldbe kenntniß schwäche diese Beweise ad; wenn Jemand aus dem Umstände, daß der Richter ein Schuldbekenntniß ab weist, folgert, daß der Angeklagte sich durch ein Schuldbekenntniß retten könne, so hat es gar keinen Zweck weiter mit ihm zu diskutiren, und jedes weitere Hin- und Herreden kann nur verwirren. Philip Rappaport.
Behörde für off. Werke.
Aus der gestrigen Sihung.
Die West Jndiallapolier p r o t e st i r e n. Der Behörde für össentliche Werke wurden gestern mehrere mit zahlreichen Unterschriften bedeckte Remonstranzen gegen den geplanten Canal in der Cli ver Ave., von der Division Str. bis zum Whitc River und von der Divi sion Str. bis zur Harding Str.. unter breitet. Dieselben wurden an den In genieur verwiesen. Obiger Canal sollte den Anfang für das bislang in West Indianapolis fehlende Drainagc-System bilden. An den Ingenieur verwiesen wurden ferner die Petitionen un:: Holzblockpfl. der Michigan Str.. von Blake bis HolmeS Ave.; Cementirung der Sw. an der Lexington Ave., von Virginia Ave. bis Shelby Str.; Erlaubniß zur Legvng eines SeitengeleiseS über die Railroad Str. in Jr vington. Verdächtiger Stall-Besucher.
Von den Radlern Griffin und Hull wurde letzte Nacht gegen 10 Uhr in Carl Shank'S Stallung in No. 329 Oft Wabash Straße ein gewisser Wm. Cunningham abgefaßt, nachdem er durch ein Fenster eingestiegen war. ?r hatte früher für Shank gearbeitet und wurde einstweilen wegen Einbruchs gebucht.
Frenzel Bros.. 5!o. l W. Washington Sir CM?chant8 National Bank.)
Ein europäisches Department.
echfel, Crcditbriefe und Postanweisungen
ans all StSdte Europas.
s
chissöscheine
nacv und von Europa.
und verkauf ausländischen Geldes.
Aluge Leute prosperiren durch systematische Ersparnisse. beweisend, daü Sparsamkeit ortunas Fundament ist! Benjamin ranklin saqic : ..Jl'r bctter freund ist der ersparte TolUw " Wenn derselbe in einer sicheren 'ank deponirt ist, so wird er m dein besten Freund den Sie je besaßen. Zvür uns Alle ko,n,nt eine ,eit. wenn wir gerade einen solchen grcund nöthig haben. Beginnen Sie ein (tonte sogleich mit der Indiana Trust Co. Wir bezahlen 8 Pro;. -Zinsen an allen Summen von 25c aus .
Hutrand: Indiana Trust (obände, 5cke Washington Str. und Virginia .'lve. Ans Stadt- nnd Conty-Ber-waltung.
WisjenSwertheS vom gestrigen .c age tn qc; drängter Form. Neffnung deß Flower Mis. sion'HoöpitaleS. Das Flower Mission.Hospital" ans den ftädt. Hospital'Gründen, deffen für den 1. Januar geplante Eröffnung verzögert wurde, da die Ausstattung nicht bei Zeiten eintraf, wird am Mon tag für die Aufnahme von Patienten bereit sein. Soweit sind die AufnahmeGesuche von 5 Personen gewährt worden. Alle Gesuche müssen an Frau John L. Grifsiths. No. f4 Nord Meridian Str., die Vors. des Hospital. Comites der Flower Mis. sion, gerichtet werden. Taufe der ChaS. Sum n e r S ch u l e. Am Donnerstag Nachmittag ist im ter zahlreicher Betheilignna. der Eltern der Schüler die feierliche Taufe der Schule No. 23 für farbige Kinder ans den Namen Charles Sumner'S" voll zogen worden. Frau Emma Brown, die seit der Gründung der Schule, Ansangs der 70er Jahre, in der Schule unterrichtet hat, schenkte derselben ein großes Portrait des Gegners der Scla verei Charles Sumner. Beschwerden über die Van Camp Packing Co. Im Namen der Bürger von West Indianapolis erhoben gestern A. R. Worm. W. A. For. H. C. Mordrell. Jewett Jones, W. H. Wood. George Bredewater, C. k. Heisey und Dr. I. HollingSworth bei der ftüdt. Gesund heitS'Behörde eine energische Beschwerde über die Van amp Packing Co. Die Bürger klagen, daß die Compagnie so viel Abfall, Asche, Blechbüchsen etc. in den Whitc River abgeladen hat, daß dadurch der Lauf deS Flusses völlig aus feiner alten Bahn gelenkt wird. Der GefundheitS'Beamte Dr. Spencer der sprach, die Angelegenheit genau zu un tersuchen.
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Auch Shideler tritt znrnck. G. A. H. Shideler von Marion hat formell angekündigt, daß er von seiner Candidatur um die Ernennung zum ljouverneurS 'Candidaten auf dem republikanischen Ticket zurücktritt, fkx ist zur Zeit schwer erkrankt. Seine Zurücktretung läßt 3 Kandidaten im Felde, nämlich: Wm. L. Taylor, In dianapoliS; I. F. Hanly. Lafayette, und Wm. L. Penfield. Auburn.
