Indiana Tribüne, Volume 27, Number 129, Indianapolis, Marion County, 22 January 1904 — Page 6
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Jndiana Tribüne, 22. Januar 1901
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Europäische Nachrichten. öaysrrr. München. Miniaturmaler '. und unstexperte Konrad Probst verschied hier im 76. Lebensjahre. Derselbe feierte kürzlich mit seiner Gemahlin daö Fest der gdbenen Hochzeit in vollständiger Rüstigkeit, bis nun eine un genentzündung seiner künstlerischen Laufbahn ein schnelle? Ende bereitete. Augsburg. In einem Anfalle von Schwermuth erschoß sich hier (5ontorist Ganser. . A s ch a f f c n b u r g. Den Ftlgen einer bei einer Säbelmensur erljaltenen Verwundung erlag der Studirende der forstlichen Hochschule Königs dorser. dein (5orps Hubertia" enge hörig. Der Gegner Lorenz, dem Corp Hercrinia" angehorig und ebenfalls Studirender der forstlichen Hochschule, hat sich nach Bekanntwerden des Todes Königsdorfer's sofort der Staatsanwaltschaft gestellt. E n d o r f. In dem am Simsce gelcgenen ausgedehnen Oekonomieanwesen de GastwirthS Hürzinger rach ein grofzer Vrand ans. Jnfolg j des heftigen Sturmes zerstörte das "euer bai ganze Objekt. 'r i e de n fe l s. Der als Vi)linspieler bekannte Gastwirth und'Bäckermcister Johann Riedl verstarb infolge Schädelbruches, den er sich beim Sturze von der Treppe zuzog. V a r in i s ch. Die OekonomensWittwe Reiser zum Sperer hier wurde durch das Scheuen ihres Ochsengespannes unter den Wagen geschleudert nnd ihr ein ust abgedrückt. Außerdem erlitt sie schwere innere Verlehungcn, denen sie unter furchtbaren Schmerzen erlag. j H o f st e t t e n. In einem Anfalle voll Verfolgu'lgöwahn erträlilte! sich die Schneiderswittwe Anna Pickes W e u b ii r g. Anläßlich einer hiesigen l'nt.ollversammlung g!ngen inehrete Burschen aus Bruct eine Wette ein, daß, wer am längsten an einer &tg(Ute rauchte, einen Liter Bier zahlen müsse. Der Giitlerssohn Böck verspielte die Wette und fing in der Ausregung bierüoer mit dem Giitlerssohn andlmeier Streit an uid streck!:? ihn auf der Strafe durch einen Schi st ui Boden. V!andlmeicr wird schlv'rlich mit dem Leben davonkommen. Böct wurde sofort verhaftet. j O b r b r u n n r e u t h. Be! Abfahrt eines Pcrsonenzuges sprang in in der Station Zuchering der Unfall rcntner Xaver Wasserburger von hier vom Juge ab und gerieth unter dk Vtäder. (5s wurden ihm beide Füße abgefahren. Selbstmord dürfte vorliegen. R e g e n s b u r g. Bei einer jftan ferei schwer verletzt wnrde der Schlosser ztreitmeier durch mehrere Mjefferstiche. j S ch w a b a ch. Der verheirithete lascirbeiter Simon Räbel loitibj hier von dem hakcnartigenohr der tuftbremse des von München kommenden D-Zuges am Kopf erfaßt. Das Nohr durchschlug den Kopf Räbels, de? sofort todt war. Der Führer des uges licß. als er die Gefahr bemerkte, die Dampfpfeife ertönen und zog die Luftbremse an. Allein eS war gtl spät. W u n s i e d e l. Der als Venfasscr des Testspiels ..Die Losburg" attch in wetteren Kreisen bekannte Professor der hiesigen Realschule. Ludwig fyider, feierte sein 25jährlges Jubiläum als Lehrer an dieser Anstalt. ; ?lirrttenrlr. ! Stuttgart. Herzog Philipp Albrecht von Württemberg, der älteste Sohn des zukünftigen Württemberg!schen Thronfolgers, des Herzoge Älbrecht, wurde an seinem 10. Geburtstage zum Leutnant im Grenadier-Re-giment Ziönigin Olga No. 119 ernannt. Die ffirma Gebrüder Weber. Möbelfabrik, feierte das Festi ihres ".jährigen Bestehens. Die ffirma versammelte im Gartensaale, der Brauerei Frank ihre Angestelltes und Arbeiter um sich, die in der Zahl von 135 nahezu vollzählig erschienen. Die Jubilarin überwies der Arbeiter Unterstützungskasse der Fabrik eine nam hafte Summe, außerdem soll jeder Ars beiter, der 25 Jahre im Geschäft thätig ist. ein Geldgeschenk erhalten. Heilbronn. In Sontheim wurde der Weingärtner Heinrich Albrecht von der Straßenbahn übersahren, wobei ihm beide Füße fast gänzlich vom Körper getrennt wurden. .Nach der Verbringung in das hiesige lrankenhauö ist dr Schwerverletzte gestorben. N a g o l d Bei der Reichert'schen Oelfabrik wurde das 5jährige Kind des Schuhmachers Schittenhelm vom Znge überfah-en, wobei kl einen Schä
delbruch erlitt. Neckarsulm. Der vor einiger Zeit bei dcn Sprengungsarbeiten in Salzwerk Heilbronn verunglückte Bergmann Heinrich Bauer von hier und ist seinen Verletzungen erlegen. S ch w a n n. Wohnhaus und Scheuer des Goldarbeiters Ludwig Bohlinger. sowie Wohnhaus und Scheuer des Sägers Philipp Wacker wurden durch Feuer zerstört.' Der Brandschaden wird auf ungefähr 10.000 Mark geschätzt. Tübingen. Der ordentliche Professor Staatsrath Dr. v. Sigwart an der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität wurde seine:n Ansuchen gemäß in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß der c m a ii.J
X.IICI uno incmg eine verlieben.
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j&cifccn. Karlsruhe. Als der Lokalzug Karlsruhe-Blankenloch nach letztge nanntem Orte fuhr, fiel d-r derheirathete, 32 Jahre alte Schaffner Johannes Manz aus Durmersheim und dort wohnhaft, als er von einem Wagen zum anderen steigen wollte, vor dem Haus Karl-Wilhelmstraße 5 herab. Dabei wnrde der Unglückliche von dem Trittbrett des Wagens ersaßt unk bis zum 'sraelitischen Friedhof geschleift, wo er todt liegen blieb. Sein 4"jähriges Dienstjubiläum feierte Jnaenieur Schu'z als Beamter der Maschinenbaugesellschaft. Blauen. In dem Doppelhause Berqer und Kungert entstand Feuer, welches so rasch um sich griff, daß auch das Haus Asal ein Raub der Flammen wurde. Verbrannt sind sämmtliche Fahrnisse, 3 Kälber und 2 Schweine. Der Schaden beträgt 25 30,000 Mark. Man vermut!?.! Brandstiftung. Bühl. Die hiesige Gemeirde konnte das Gedächtniß des 5iX)jährigen Bestandes seines Wochcnmarktes und seiner Erhebung zum Marktort feiern Das Städtch.-n verdankt scin Emporblühen hauptsächlich dem 1403 von Ziön'g Rupprecht verliehenen MarktPrivilegium. Freiburg i. Br. Der Nestor des hiesigen adtrathskollegiums, Stadtrath Ka'prerer, beging die Feier seiner '.jährigen Zugehörigkeit zu dieser Körperschaft. Im Jahre 187 wurde er auf diesen Posten berufen. Bahnarbeiter Franz Zipfel wurde von einer Lokomotive erfaßt und lebensgefährlich verletzt. H a 6 l a ch. Der 20jährige ledige Bahnarbeiter Schätzte von Hofstettcn wurde hier, als er beim Bahnübergang die Barriere schließen wollte, von dem von Hausach kommenden Zug übersahren; er wurde eine Strecke weit geschleift und mit abgefahrenen Beinen und vom Rumpf getrenntem Kopf gefunden. Heidelberg. Auf schreckliche Weise büßte der 8 Jahre alte Volksschüler Karl Jakob Deckert sein Leben ein. Derselbe belustigte sich bei der PcterStirche mit Versteckenspielen. Als er sich hinter einem der an der Kirche befestigten Grabsteine verbergen wollte. stürzte dieser um und begrub den Knaben unter sich. Die schwere Last zermahnte den Unglücklichen vollständig, so daß nach Entfernung des Steines nur eine unförmliche Leiche gefunden wurde. Konstanz. Vandweber Brenner aus Rippolingen. Amt Säckingcn. der seine Tochter in grauenvoller Weise ermordet hat, wurde hier hingerichtet. Brenner hat kurz vor se'nem Tode einem ihn in seiner Zelle besuchenden Herrn gegenüber ein umfassendes Geständni'ß abgelegt. Der Grund seiner grauenhaften That (er hat seine Toch irr ermordet und zerstückelt) war Furcht vor Anzeige und Strafe wegen eines unsittlichen Angriffs auf seine Tochter Agathe. E i ti e g e h e i m n i ß v o l l e Tragödie hat sich in dem russischen Städtchen Modshibosch. im Podoli schen Gouvernemcnt. abgespielt. Bei dem Hauptmaun Galauewitsch weilten die Leutnants Ssmolinski und Kunze witsch als Gäste. Frau lalanewiisch und Leutnant Sjmvlintl spielten vierhändig Klavier; die beiden anderen Herren horten zu. l.egen 2 Uhr Nachts fielen mehrere Schüsse. Die Dienerschaft des Hauptmnns eilte herbei, fand aber die Thüren verschlossen. Nachdem sich die Polizei geivaltsam Zutritt zu der Wohnung verschafft hatte, fand sie in der Nähe des Klavierö Frau Galanewitsch und Leutnant Ssmolinski entseelt am Boden liegen; im Nebenzimmer lagen Haupt mann Galanewitsch und Leutnant Kunzewitsch in einer Blutlache. .Nunzewitsch war todt. Hauptmaun Galanewitsch ohnmächtig. Bei Kunzeivitsch fand man einen Revolver und einen Zettel, der die Worte enthielt: Die Bedingungen erfüllend, habe ich Frau ilanewitsch und Leutnant Ssmolinski erschossen." f, l r i
JA ye evau ok einer höh.' ren Schule zu Halberstadt spielte sich ein aufregender Vorgang ab. AnS einem neben einem Klassenzimmer gelcgenen Raume ertönte ein Knall; dann erfolgte ein dumpfer Fall. Zwei Schüler eilten in das Zimmer und fan den einen ihrer Mitschüler sinnlos betrunken aus dem Boden liegen, daneben den noch riuchenden Revolver. Man l?gL den Lebensmüden auf eine Bank, wo er anfing, mit Händen und Füßen um sich zu schlagen. Ein Schüler setzte sich nun auf feine Füße, ein anderer hielt ihm die Hände fest. Der Tobende riß sich jedoch wieder los, zog ein haarscharf geschliffenes Rasirmes ser aus der Tasche und schnitt dem ihm die Arme haltenden Schüler zwei Fingersehnen der linken Hand durch. Der Verletzte wurde ohnmächtig und mußte in einer Droschke za einem Arzt gebracht werden. Den Rasenden konnte man endlich überwältigen; in seinen Taschen fand man noch eine Hanf' schnür, im Revolver noch vier scharfe 7-miii-Patronen. Der offenbar geistesgestörte junge Mensch wurde vorläufig in ein Krankenhaus geschafft.
M a li z i 8 s. D Liberettist Timvfl muß schon ein schönes Vermogen haben." Ja, ein Erinnerungsver-mögen."
Allerlei für's Hau. Fliegenschmutz entfernt man von Metallgegenständen mittels eines Lederlappens, den man mit Spiritus anfeuchtet. Wo der Lappen nicht hinreicht, wie bei Verzierungen, muh man sich mit Vorsicht eines Bürstchens bedienen. Waschgesäßesetzenan ihren Wandungen einen fettige Schmutz ab, der sich schwer entfernen läßt; mit etwas Salz und einem feuchten Lappen gelingt das Reinigen sehr leicht. P f l e g e d e 6 H a a r e s. Um das Haar gesund und voll zu erhalten, ist es nöthig, daß der Haarboden rein gehalten wird. Ein gutes RcinigungsMittel ist das Eigelb, das mit Wasser zusammengequirlt und auf die Kopfhaut eingerieben wird, wonach mit reinein Wasser nachgespült werden muß. Auch die Ouillayarinde wird empfohlen. Sie wird zerkleinert, durch heißes Wasser zwölf Stunden ausgezogen. filtrirt, ausgepreßt und mit einein Zusatz von Spiritus oder Eau de Eologne angewandt. Zum Einölen der Haare nimmt man am besten ein reines Baum- oder Mandelöl, dem man einige Tropfen Salicyllösung und ätherischen Oelcs beimischen kann. R e z c p t f ü r s ch w a r z e T i n te. Fünfzig Gramm gepulverte Galläpfel werden 10 Tage lang in 3sl0 Quart Regenwasser belassen und täglich einmal aufgeschüttelt. Nach dieser Zeit seiht man die Flüssigkeit durch einen dichten Leinwandlappen und mischt sie mit einer Auslösung von 17 Gramm Eisenvitriol in 2sl0 Quart RegenWasser, worauf die Tinte zum Gebrauch fertig ist. Pomadenrecept. Man läßt sich vom Schlächter y2 Pfund Rindermark aus den Knochen lösen, schneidet es in kleine Würfel und läßt es 5 bis G Tage in einer Porzellanschüssel mit Wasser liegen, muß aber jeden Tag das Wasser erneuern. Dann drückt man die Masse durch ein Tuch, so daß das Wasser herausläuft, und rührt in einer Schüssel das Gane mit einem Kochlöffel flaumig. Nach und nach gießt man Perubalsam (am besten aus der Apotheke geholt) hinzu und verrührt denselben noch tüchtig. Diese Pomade verliert niemals ihre WeichfcU und Geschmeidigkeit. Behandlung derParketlf u ß b ö d e n. Nachdem der Boden mit Stahlspähnen vollständig abgerieben wurde, kehrt man dieselben zusammen. trägt alsdann mit Terpentin verdünnte, gelbe Bodenwichse mit einen wollenen Lappen gleichmäßig auf und bürstet hierauf mit der Bohnerbürste strichweise den Boden glänzend. Zuletzt wird noch ein Stück Flanell um die Bürste gelegt, um damit noch vollen Glanz zu erzielen. Dies ist von Zeit .itt Zeit zu wiederholen. Täglich jedoch ist der Boden mit dem Flanellläppen aufzureiben. Preißelbeeren ( Jranberriot) einzumachen. Auf 5 Quart Beeren rechnet man h Quart guten süßen Wein (Ausbruch). 2 Pfund feinen Zucker, ein Stückchen Zimmt und 6 Gewürznelken. Zunächst wird der Wein mit dem Zucler und dem Gewürz in einem zugedeckten Gefäße 1s) Minuten lang gekocht, alsdann schüttet man die Beeren hinzu und läßt dieselben ebenfalls gut aufkochen. Ist dies geschehen, so hebt man das Gesäß vom Feuer, rührt die Beeren mehrmals um, daß sie abkühlen, und füllt sie in Gläser. Solche Preißelbeeren schimmeln nie und schmecken nach zwei Jahren wie frisch ringckocht. Vertvendung alter Teppiche. Unbrauchbare Teppiche dienen vorzüglich als Unterk.ge für noch gebrauchte Der Boden wird dadurch wärmer und die Teppiche tverden geschont. Zunächst muß der gewöhnlich sehr schmutzige alte Teppich gewaschen werden. Dies geschieht am besten, indem man ihn nach kräftigem Aus klopfen im Hofe hinlegt und mittelst eines saubcrenSchrubbers n.It recht seiter Seifenlauge tüchtig scheuert. Dann begießt man ihn reichlich mit kaltem Wasser so lange, bis er klar abfließt, wobei man ihn zuweilen etwas aufhebt, so daß das sich darunter angesammelte Wasser abfließen kann. Dann läßt MSN ihn möglichst ablaufen und, kann man das, im Freien trocknen. Muß er auf dem Boden getrocknet werden, so sorge man, daß er recht glatt liegt. Ist er trocken, so schneidet man ihn. falls er größer als der aufzulegende Teppich ist. in die richtige Form, ringsum vier Zoll kleiner als der obere Teppich, und faßt ihn mit beliebigem Stoff ein. Nun ist er fertig und kann dem Teppich untergelegt werden. Kitt für Glas. Steingut n n d P o r z e l l a n. In ein kleines irdenes Gefäß schabt man von gewöhnlicher weißer Kreide einige Messerspitzen voll und mengt dieselben tropfenweise mit Gummi arabicum, bis die Masse dickflüssig geworden ist. Der zu kittende Gegenstand wird erst auf dem Rande des Bruches dünn mit Gummi arabicum bestrichen, alsdann, soba er ein wenig getrocknet, mit dem beschriebenen Kitt; zuletzt legt oder stellt man das gekittete Gefäß so, daß beide Theile fest an einander bleiben, und läßt sie trocknen. Falls der Kitt übergetreten ist und somit das Gefäß schlecht aussteht, kratzt man ihn, wenn er trocken, mit einem feinen Federmesser behutsam ab. Hat man sehr viel zu kitten, so streue man zu der Kreide noch ein wenig Stärkemehl. Ist ein Gegenstand in viele kleine Theile zerbrochen, so kitte man erst einen Scherben an.
Schimmelflecken am Leder. Wenn sich im Sommer bei großer Hitze Schimmelflecken z. B. an Stiefeln zeigen, so entfernt man dieselben am besten mit Holzessig, welcher aom Leder begierig verschluckt wird. Selbstverständlich i es nöthig, sämmtliches noch unangestecktes Ledeczeug soaleich zu entfernen und gut durchzulüften. Gutes Nähmaschine n-O e l. Man füllt eine gut gereinigte Weinflasche mit Oliven-Oel oder auch zerlassenem Klauenfett, schüttet eine Handvoll Schrottörner hinein und stellt die Flasche drei Wochen lang möglichst in die Sonne. Nach diesem Verfahren wird das Oel nicht ranzig; es bleibt klar und geruchlos, was nicht der Fall ist. wenn es mit Petroleum versetzt wird. Nutzen der Sonnenblum e n. Die Sonnenblume, die den Bienen eine so reichliche Nahrung gibt, läßt sich auch als Oelpflanz2 sehr gut verwerthen. Die Samen gebm ein sehr gutes Oel in ausgiebiger Menge, die Oelkuchen sind ein treffliches Futtennittel, die Stengel der Sinnenblume werden im Kaukasus, wo man diese Pflanze bereits im Großen ausnützt, zur Feuerung vcrwenoet und aus deren Asche macht man obendrein Potascke, wovon sie 25 bis '60 Procent ihres Gewichtes liefert. Gebeizte Möbel werden schön aufgefrischt, wenn man sie mit feinem Oel und Salz ein- und abreibt. Bei einzelnen Flecken bleibt das Salz einige Zeit darauf stehen, ehe man eö abreibt. R e i S b e s e Lnen sich zum Reirngen wollener Kl?ider besser als Bürsten, da sie die Wolle weniger angreifen. Das Schwimmen der Essiggurken zu verhüten. Man thue 20 Gramm schwarzen Senf in ein Leinwandstückchen, binde es zu und thue es zu den Gurken. Aus weißem Holz sind Fe!tflecke durch starkes Einreiben mit in Essig gelöstem Bolus zu entfernen. Man lasse nach dem Einreiben einige Zeit stehen und wascke dann mit warmem Wasser nach. Schweißflecke lassen sich lri Stoffen am besten entfernen mittels einer Mischung von 1 Theil Salmiak, 8 Theilen Alcohol und 4 Theilen Schtvefeläther (feuergefährlich), die man sich beim Drogisten bereiten läßt. Kitt für P f i f e n - B e -schlüge. Man nimmt gekochten Leim, schabt Kreide hinein, bis er ziemlich dick ist. füllt die Beschlagränder mit dieser Masse aus und drückt den Beschlag auf den Pfeifenkopf, welcher dann sogleich von dem hccaustretenden Kitt, bevor er erhärtet, gereinigt wird. F l a s ch cn spülen. Wenn Flaschen, Gläser etc. gespült werden sollen, nehme man lautvarmcn Essig und Sand. Hiermit werden die Gefäße tüchtig ausgespült und dann mit lauwarmem Wasser nachgespült. Es ist dies ein Mittel, um selbst die vernachlässigsten Gefäße schnell und sicher zu reinigen, ohne daß das Glas darunter leidet. Eitronen aufzubewahren. ?Nan stelle in die Ecke eines trockenen Kellers Besen von Birkenreiser und stecke die Citronen in s?in? Zweige. Oder man thut sie in ein irdnes Gefäß mit frischem Masser. das alle 4 Tage erneuert werden muß. Auch in durchgeglühten, abgekühlten Sand legt man sie zur Aufbewahrung, doch dürfen sie sich nicht berühren. Um zarte, feine Sp i tz e n zu reinigen, breite man sie sorgfältig auf einem feinen weißen Papiere aus und bedecke sie mit gebrannter Magnesia; dann lege man ein anderes Stück Papier darüber nnd lasse das Ganze, dem Druck eines schweren Gcgenstandes ausgesetzt. 2 bis 3 Tage liegen. Ein sanftes Schütteln genügt, um das Magnesiapulver zu entfernen, und die Spitzen sind wieder wie neu. Schwaben- und R u s s c n k äs e r zu fangen. Man verhüllt ein hoht2 Glas außen mit einem Tuche, um den Thieren das Emporklettern zu erleichtern und füllt dasselbe bis zur Hälfte mit süßem Wasser und geriebenen Kartoffeln. Die Insekten fallen in die Flüssigkeit, aus der sie wegen der Glätte des Glases den Rückweg nicht mehr antreten können. Den Holzgeschmack aus ?inem nei?en Eimer zu entfernen, fülle man ihn mit kochendem Wasser und lasse dies darin kalt werden, worauf es ausgegossen wird. Etwas Soda, in lauwarmem Wasser aufgelöst, dann ein wenig Kalk angefügt, giebt eine Mischung, mit welcher der Eimer gut ausgewaschen wird. Dann .brüht man ihn noch einmal mit kochendem Wasser aus und spült gut nach. Glasstöpsel zu locker n. Man kann das Anbacken der Glasstöpsel im Flaschenhalse dadurch der meiden, daß man sie vor dem Einstecken heiß macht, entweder durch Eintauchen in kochendes Wasser oder über einer Spirituslampe, und hierauf ringsum mit einer Paraffinkerze einreibt, so daß sich eine dünne Schicht um das Glas bildet. Derartig behandelte Glasstöpsel lassen sich stets mit Leichtigkeit anö der Flasche ziehen.
Der eingefleischte Fach-mann.
Auch ein St an dp. Sie meiden den Alkohol ganz?- Wegen seiner vielen Gefahren." DaZ ist aber feig!"
H J Irr H m X lfp-M W'kv i MM " '
Frau (eines berühmten Anthropologen. zu ihrer Freundin): Es ist zwar schön, die Gattin eines berühmten Mannes zu sein aber ärgern muß ich mich genug! Mein Mann hat nur Sinn für seine Forschungen!. . . Kommt er jüngst, als ich ausgegangen war, nach Hause, und überrascht unsere Köchin, wie sie bei sich in der Küche einen Hünenmenschen von einem Dragoner hat. Statt nun diesem unverschämten Eindringling sofort energisch die Thüre zu zeigen was meinst Du, daß er thut?. . . SchädelMessungen hat er in aller Gemüthsruhe an dem Soldaten Vorgenom-men!"
Falsch aufgefaßt.
HlA. J"
Der Photograph: Wollen Sie ein Kniebild? Der Bräutigam (begeistert niedersinkend): Ach ja! ! !
Zarter Wink. Fräulein Laura (das sehr viel Klavier übt und spielt): . . .Ach. besonders seit mich meine Schwester verlassen, ist mir da? Klavierspiclcn eine Wohlthat!" Zimmernachbar: ... . . Aber Fräulein. . . . ..Wohlthaten sott man im Stillen üben"!"
Individuelle Anschaun g.
..D'ös ich doch a' rechte Ungerechiigkeit auf dera Welt! Da wer'n von den Turnern Drei- und Sechskämpf' aufg'führt und Preis' vertheilt, und i' krieg', weil i' bei der Kirchweih mindestens a' Dutzend Bursch'n aus der Nachbarschaft verdrosch'n hab', sechs Wochm!"
DerSchuldige. Gläubiger: Wie. immer noch kein Geld, trotzdem Sie jetzt verheirathet sind? Junger Ehemann (wüthend): Ja. es ist unerhört. Sie kriegen fünfhundert Mark von mir, warum haben Sie sich nicht mal über meinen Schwiegervater er-kündigt!
Der lebende Beweis.
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Wenn die Frauen auch schlauer und findiger sind, so sind wir Männer ihnen doch an körperlicher Kraft weitaus überlegen."
A e n g st l i ch. Schuljunge (singend): Hopp, hopp, hopp! Pferdchen lauf Galopp!" Sonntagsreiter: Pst! Pst! Halt 'S aui, Du Lausbub!"
