Indiana Tribüne, Volume 27, Number 129, Indianapolis, Marion County, 22 January 1904 — Page 5
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Eochtcr und Sotzn. Ski,u aus dem UDrifchen von Armin iHonai. I. Hcrmim ist zweiundzwanzig Jahre alt, schön und ernst, von wunderbarer Gestalt und imposantem Auftreten. Wenn sie dieStrafze entlang geht, blickt man ihr bewundernd nach. In der Gesellschaft ist sie wohlbekannt und tvohlgelitten. Sie macht überall gute Figur, denn sie ist aus vornehmem Hause, sorgfältig erzogen und wäre sicher schon längst verheirathet. wenn zu allen Vortheilen ihrer gesellschaftlichen Stellung und ihres Aeußeren auch noch eine entsprechende Mitgifl hätte gereckt net werden können. Daran mangelte es aber, und deshalb war es auch der Mama bisher noch nicht gelungen, ihre schöne Tochter in den Hafen der (5he zu bugsiren. In der letzten Saison blinkte wieder eine kleine Hoffnung. Ein durchaus ernst zu nehmender junger Herr verliebte sich in Hern. ine. Doch er war ein Zauderer. Im ersten Ansturm hatte er sich nicht erklärt, und nun, als die Sache schon' notorisch geworden war, zeigte er sich immer reservirter. Die Welt sprach, er nicht. Auf dem Hausballe bei Amtsrichters schien etwas vorgefallen zu sein. Den scharfen Augen der Muma entging es
nicht, dast Hermine, am Zuavlcr sitzend, unruhig und falsch spielte, während Her? Bärwad ganz zerstreut die Notenblätter umwendete. Äciurn zu Hause angelangt, nahm die Mama ihre Tochter auch gleich in'S Gebet. ,,un, hat er sich endlich erklärt .'" Hermine drehte sich um liub seufzte: ..Ach, es ist besser, nicht davon zu sprechen." Was sagst Tu? So rcde doch klar!" Was nützt es auch zu ändern ist doch nichts daran." Ihr Ton wurde immer bitterer. ..Ich muß mich eben mit dem ledanken vertraut machen, ein altes Mädchen zu werden. Ohr.e Mitgist heirathct mich ja doch Nienianb." ,.Wa schivätzest Du da für lln nn usamlnen! Mädel, last mich doch endlich wissen, was vorgefallen ist! Ich habe gesehen, nie Bärwald mit Dir gesprochen hat. Du wirst doch vor Deiner Mutter keine Geheimnisse haben wollen? Also lieraus mit der Sprache! Was hat er gesagt " 0, Mama, das läßt sich doch ohne Weiteres errathen. Bärwald gestand mir. dast er mich liebt, schon seit sehr lange. Nun und?" .Daß er ohne mich nicht leben kann Dann ist doch Alles in Ordnung. Hermine. Habe ja Bärwald immer für einen Gentleman gehalten." ..freilich. Mama. Doch er setzte hinzu, dast leider graste Hindernisse unserer Verbindung entgegenstehen." So ein Tölpel! Was für Hindermsse denn?" ..Bärwald meinte, er habe kein Vermögen, sei aber gewohnt, auf grostem uste zu leben. Ich sei auch arm. hale leine Mitgift, sei aber ebenfalls zu einem anspruchsvollen Wohlleben erzogen. Kurz, wenn ihm auch das .Herz darüber breche, ohne eine entspreäxnde Mitgift könne er nicht an's Hcirathen denken. Wenn vielleicht doch irgend ein Onkel oder sonst Jemand " So eine Vermessenheit!" rief die Mutter ganz zornig: Ich war natürlich erst ganz consternirt. Dann fragte ich ihn, was ihn denn dazu berechtige, mir Derartiges zu sagen. Woher er den Muth nehme, sich um meine Vermögensverhältrnsse zu kümmern und die Unverschämtheit, mir von Liebe zu sprecln. Mit einem Wort, ich sagte ihm grün'il.ch meine Meinung, so daß er sich ganz beschämt davonschlich." Das hast Du gut gemacht. Schau nur mal an, so eine ttdhdl! Sollte froh sein, in eine solche Familie hineinheirathen zu können, und stellt noch Bedingungen. Wenn das Dein Bruder erfährt, wird er es ihm gewiß heimzahlen. Ein ganzes Jahr den Hof machen, sich überallhin mitschkppen lassen und dann erst fragen: Fräulein, wie viel Geld haben Sie? Na, war:e, Heinrich wird's ihm geben!" Hcrmine sank in einen Stuhl, bedeckte ihr Gesicht mit den Händen und weinte bitterlich. Du hast leicht reden, Mama." schluchzte sie, mir aber ist so weh, als wollte das Herz mir brechen." Aber, Hermine, wer wird denn das so tragisch nehmen? Sei ohne Sorge, Du wirst darum nicht sitzen bleiben." Doch, Mama denn ich '.verde nie heirathen.' Das ist ja Unsinn es wird der Rechte schon noch kommen." Der Rechte?" rief Hermine wie außer sich. Wie kurzsichtig bist Du, Mutter! Das war ja doch der Rechte. Diesen Menschen habe ich geliebt, für ibn wäre ich zu Allem fähig gewesen. Nun heirathe ich nie nie!" Höre auf meine Worte, liebes ttind." sagte die Mama mit liebevollem Ernst, (i6 gibt kein nie" im Leben eines Mädchens. Als Dein seliger Vater um meine Hand anhielt, sagte ich ihm: Wenn Sie. mein Herr, eine treue, hingebungsvolle, aufopfernde Gattin haben wollen, so werden Sie das an mir finden. Rechnen Sie aber auch zugleich auf eine große Mitgift, so will ich Ihnen sofort gestehen, daß ich
aune? metner guten lirziernrng unv meinen guten Absichten nichts in die the mitbringen kann. Darauf küßte mir Dein Vater die Hand in& sagte: Mein Fräulein, ich such ht gute Frau, das Geld, das wir zu einem sorglosen Leben benöthigen. werde ich T cl)un ju verdienen wissen. Dann heirateten wir uns und wurden über alle Maen glücklich. Siehst Du, Hermine, so spricht ein Äcann, da lhre und Würde besitzt. Wer aber seine Gefühle oen materiellen Verhältnissen unterordnet, der ist ein nichtsnutziger Geselle. Und das lvill ich Dir jetzt gleich sagen, sollte dieser .Herr Bärwald sich die Sache doch noch überlegen und um Dich anhalten, so werde ich Ihn die Treppe hinuntericcrfcn. Verstan-den?"
II. ! Während die Mama zu ihrer Tochter also sprach, war unbenieskt Heinrich, Herminens Bruder, eingetreten. Mit glänzenden Augen lauschte er den Worten der Mutter, und als sie ihren Speech sendet hatte, sprang er auf sie zu, umarmte sie und bedeckte ihr Geficht mit küssen. Bravo, Hcrzensmama," rief er mit Begeisterung, so ist es rechts Du hast zesproch'n wie eine Frau, deren Seele voll ist von den hehrsten Jkeasen. Ich bin stolz auf meine Mutter und glücklich. o, Mama, so unendlich gljicklich!" Siehst Du, .Hermine," sprach die Mutter, stolz und geschmeichelt, auch Dein Bruder denkt so wie ich. Nicht wahr, .Heinrich, jener Herr verdient ja gar nicht, daß ein anständiges Mädchen seine Frau werde." Aus jeder guten Gesellschaft müßte man ihn hinausweisen," rief 'Heinrich mit Ueberzeugung, hinausbohcottiren. lvnchckl. Da5 ist doch die niedrigste l''! sinnung, das Wesen seiner Liebe im Stich zu lassen, weil sie keine-Mitgift hat." Also beruhige Dich, Herminchen," meinte die Mutter und strich der Tochter begütigend üler den Scheitel. Du siehst nun. daß ich mit .Heinrich ganz übt rc in stimme. (5s ist ja zweifellos, daß jeder gutgesinnte Mensch über die Sache so denkt wie uir." Ganz gewiß, und auch HermZne wird in diesem (bedanken ihre Verubi gung finden. Ich gestehe übrigens, liebe Mama." meinte Heinrich leicht hin, daß ich nicht nur um HenninenS willen mich freue, Dich dieser Ansicht ZU wissen, sondern auch meinet'oeaen." Wie soll ich das verstehen?" Ach. Mama," begann Heinrich m:t der Redseligkeit glücklicher Menschen. :reißt Du. ich hatte bisher immer ge fürchtet, daß Du über die Yhe und was drum und dran genau so nüchtern und materiell denkst,' wie die übrigen Mütter. Weißt Du. wie jene, die nicht fragen: Lieben sie sich? sondern: WK hoch ist die Mitgift? Wie konnte ich nur so schlecht von Dir denken! Wahrhaftig, ich muß Dich tausendmal um Verzeihung bittcn. daß ich an Dir zweifeln konnte." I Wieso denn?" Und wie froh bin ich. nun zu wissen. daß die Mama nichts dagegen einzuwenden haben wird." Wogegen enn?" Nun, daß ich Klara Heirathe!" Klara? Meinst Du Direktor Hechler's Klara?" Ach nein! Klara Bach, jenes '.schöne, aber freilich arme Mädchen, djs bei unserer Bank angestellt ist." Die Mutter griff sich an dctt Ki.pf und fragte ganz zerstreut: ! Was sagst Du, .Heinrich?" ' Der junge Mann gcrieth gatz in Verzückung und merkte iar nicht die unerwartete Wirkung, die seine Worte erhielt nahen. O, wenn Du sie k?nn:est! Kl.ra ist ein toahrer (5ngel. Schon seit sechs Monaten sind wir mit einander einig, ich getraute mich nur nichts zu sagen. Wie gut, wie tüchtig und fleißig ist sie und wie gebildet! Die Damen unserer besten Kreise tonnen sich verstecken gegen Klara's Kenntnisse. Von früh bis spat arbeitet sie mit eisernem Fleiß, erhält sich und ihre Mutter schon seil langer Zeit. Sie ist ein Schah, liebt Mama. Und wenn Du erlaubst, werde ich sie Dir bringen, damit auch Du sie kennen lernst und uns Deinen Segen gibst." Nun hatte die Mutter die Situation erfaßt. Ganz rauh sagte sie: Zu mir bringen? Wou? Daß ich sie die Treppe hinunter stxrfe oder mit dem Besen hinausfege? Was füt Reden sind das? Wie konntest Du Dich so verirren und meine Hoffnungen derart zu nichte machen? Nie, hörst Du, niemals, mit meiner Einwilligung tvenlg stens nicht!" ' Heinrich stand da. wie aus len Wolken gefallen. (5r konnte seine Mutter gar nicht begreifen. Aber, Vibt Mama, was hast Du oenn gegen Klara einzuwenden?" Was ich einzuwenden habe das fragst Du noch? Ja, habe ich denn deshalb für Deine Erziehung und Ausbildung ein Vermögen geopfert, daß; Du eine Hergelaufene zur Frau nimmst ein Bettelmädchen, deren Familie Du auch noch wirst ernähren müssend Sollst Du deswegen gestrebt und äearbeitet haben, um wegen dieses Bettelpacks rn jeder besseren Gesellschaft gemieoen zu werden? Hast Du denn kein Gewissen? Hast Du denn nicht einen Miment an mich und Deine Schwester gedacht? Du hast eine großartige Carri're vor Dir. eine glänzende Zukunft wartet Dein nun wolltest Du Alles
zerstören, einer Laune wegen? Willst dieses Mädchen ohne Habe und Name heirathen. wo Du doch Anspruch machen kannst auf die vornehmste Aerbindung. die reichste Familie? Kein Wo?!' mehr darüber, Heinrich, daraus wird nie und nimmer etwas, schlag' Dir nur die verrückte Idee aus dem 5ropfe. Das wäre noch besser! Wenn das Fräulein NaschinenÄ)reiberin einen Man.", braucht, so sott sie nur den Aureaudiener heirothen, der wird sie loohl auch ohne Mitgift nehmen, loenn es ihm gerade aßt." Heinrich blickte wie erstarrt auf seine zornige Mutter. ..Aber, liebe, gute Mama." rief er und schla die Hände zusammen, erst vor ein paar Minuten sprachst Du doch ganz anders. Hier auf dieser Stelle sagtest Du, das sei ein nichtswürdiger Geselle, der nur auf die s)Ji't gift sieht, wtnn er h?irathet ..Natürlich." erwio.rte die Mutter im Tone unerschütterlicher Ueberzeuaung, damals war von meiner Tochter die Rede. Jtzt aber handelt cs sich um meinen Sohn. Und das ist ganz etl.'as Anderes!"
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Buchstaben Berschttörkeluttg.
Die bis zur völligen Unkenntlichkeit führende Verschnörtelung der Buchstaben in den modernen deutschen KunstZeitschriften wird von einem Vürger Weimar's in einer sarkastisch humori stisch gehaltenen Zuschrift an ein hervorragendes deutschläudisches Vlatt wie folgt gegeißelt: Verzeiben Sie. Herr Redakteur, daß ich schon wieder als buchstäblich angegriffen" vor Ihnen erscheine. Ich habe wirklich keinen Haß gegen Sie elt der Lettern: ich würde nie so weit gehen, zu behaupten: Der Buchstabe tödtet." ich sage nur. mancher Buchstabe stört, ärgert, reizt, quält, kratzt und kneift mich. Da war ich eben in der herrlichen weimarischen Stadtkirche: eine Feier zu ungewohnter Stunde, tausend Menschen um mich herum, festlicher Schmuck und Lichterglanz. An der Kanzel war eine ungewohnte Zuschrift groß angebracht: Qttty, Äiebe, lie den." Ich starre auf die Worte und 'inne nach: das Geben" verstehe ich, aber was ist Gicbe"? und was soll die Äicht auf einer christlichen Kanzel?
Jetzt steigt ein würdiger Priester hin auf und predigt über den Propheten Herder und sein Motto Licht, Liebe, Leben". Unter ihm aber steht deutlich sckiwarz auf weiß: Gicht, Äiebe, Geben. Man hatte offenbar einen Künstler gebeten, die Inschrift zu zeichNMZ unsere heutigen Künstler aber kennen die Buchstaben nicht mehr sicher. Cöer es ist ihnen egal, wie diese Dinge aussahen; wenn ein L ihnen nicht paßt, so biegen sie daran unten und oben, links und rechts, bis ein (1 daraus wird. Vor einem Jahre bat einer meiner Freunde einen Führer der Modernen um einen Buchtitel mit Linien Ornament drum herum. Als das Blatt kam. war es sehr schön, aber alle Buchstaben waren Vierecke! Es .var ein Buchstaben - Räthsel. Hätte ich mich doch an O. gewandt!" rief mein Freund, doch höhnisch antwortete ein Altmodischer: Dann hättest Du lauter Dreiecke bekommen, und von N. lauter Nullen. Sagen Sie. Herr Redakteur, ist denn das recht von unseren Kunstgewerbe - Reformern, daß sie so pietätlos mit unseren ältesten Erinnerungen umspringen? Man hört sie doch immer sagen, die Form der Gegenstände müsse durch ihren Zweck bestimmt werden, ein Stuhl z. B. müsse uns förmlich anschmeicheln: Bitte, nehmen Sie gesälligst Platz!" Was ist denn eigentlich der Zweck der Buchstaben? In den Kunstzeitschristen das habe ich allmählich begriffen ist ihr Zweck, zu dekoriren. Diese prächtigen Monatsschriften sind dazu da, besehen zu werden. Bilder wie Text. Der Text ist ein typographisches Stimmungsbild, Lettern und umrahmende Zeichnung schmiegen sich zu einer Harmonie zulammen. Gut, es muß auch Bilderbücher für Erwachsene geben. Auch für die immer noch fehlende Inschrift amNeichstagsgebäude schlage ich selber vor, daß 'uan sie einem avancirten Modernen überträgt; denn wenn sie nur Ornament und nicht lesbar ist, braucht man sich über die zu wählenden Worte nicht mehr zu streiten. Aber in der Regel sollte man doch wohl an der alten Umfassung festhalten, daß auch Inschriften. Ueberschriften und Bllchertitel lesbar sein sollten, und daß
es selbst den Größen der Kunst nicht gestattet werden kann, uns ein X für ein 0 vorzumachen oder ein G für ein h oder eine geometrische igur für eins der guten alten Schriftzeichen. Ueberlasse man doch die Lust am Buchstabenvertauschen dem hierin so bewährten Druckfehlerteufel und die Entzifferungs - Mühsal den schlechten Handschriften, woran ja kein Mangcl ist. Nicht wahr, Herr Redakteur? Errathen. Neffe: Liebstes Ontelchen, heute hast Du gewiß wieder die Spendierhosen an " Onkel: Ja, ja und Du wohj wiedr die Vumpbosen?" Schwer durchführbar. Lehrer (am Schnljahrsschlusse): Nun wünsche ich Denen, vie nunmehr hoch oben sitzen, daß sie ihre guten Plätze behaupten und Denen, die herunter gekommen sind, daß sie die alten wieder erobern mögen!
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m Sturm erfroren.
Drei zehnjährige Knaben, welche sich auf dem Wege zu den Fischerhütten ihrer Väter befanden, sind auf der Bai bei Bayport, Wis., erfroren. Sie verloren ihren Weg in einem starken Schneesturme. Tausende von Schafen verbrannt. In den Viehhifen zu Buffalo, N. brannten die großen Schafställe ab. Die Flammen griffen so rasch um sich, daß die h!ere nicht aus den Ställen herausgelassen werden tonnten; Schafe kamen in den Flammen um. Der Schad.-n beträgt ?73,000. Strittiger Verbrech er fall. Während einer amilienfühde
erschossen I. I. Snlith von Scm:rset, Kl)., und sein Sohn Dräne Blevins und dessen beide Söhne. Smith wak der Schlviegersohn des alten Blevins. fahrend der Schießerei standen die Blevins auf dem Boden von Tennessee. die Smiths dagegen in Kentucky. Es wird nun aeltend gemacht, dß die Smiths nicht in Kentucky proz:ssirt
werden tonnen, weil sie Leute tödteten, die nicht in Kentucky waren. D r e i h u n d e r t j ä h r i g e s O r t s j u b i l ä u m. Die Bürger von Nor,'o!k, Va., haben noch in der letzten Stunde durch die Subskription von q;l.l)s),) den Plan gerettet, den 300. Jahrestag der ersten Besiedelur.g Amerikas durch die Engländer in Jamestown durch eine große Ausstel lung zu feiern. Der Charter für dieselbe ioäre zur Mitternachtsstunde am 8X, Dezemvtt 1! verfallen gewesen, wenn der von $1,000.000 nicht zu der Stunde vollständig gewesen wäre. Blutthat i in (Berichts, z i m m e r. In eineni überfüllten &c richtozimmer zu Orange, N. I.. zcg Frau Barbato ein Rasirmesser aus der Tasche ihre- Kleides und schnitt Pavquäle de Parma über den Naäen. Der Mann und die Frau standen direkt vor de,u Richter, welcher von dem Blule ganz bespriyt wurde. Der Verwundet tourde in kritischem Zustande nach dem Hospiiale geschafft. Die Attcntäterin hatte Pacquale de Parma verhaften lassen, weil er sie auf der Straße b:--leidigte. Vor 15 Jahren waren die Beiden in Jialien Verlobte. Von Indianern ermord e t. Zwei amerikanische Bergleute, Wm. Jones und Henry Alexander, sii'.d in ihrem Lager in den Bergen unfern Ciilienttc-, Neu., von herumstreifenden Prute-Jndianern überfallen und ermordet worden. Man fand die Körper der Ermordeten von Kugeln durchbohrt und in grauenhafter Weise verstümmelt. Die Piutes sind über die Verurtheilung eines jungen Burschen ihres Stammes, der tvegen Ermordung eines Weißen zum Tode verurtheilt ist, auf' Höchste eroittert und haben gedroht, schreckliche Rache nehmen zu wollen, falls die Hinrichtung vollzogen werden sollte. F l e i s ch b e st e l l u n g e n für O jt a s i e n. Die Cudahy Packing Company in Omaha, Neb., hat letzthin eine Bestellung von über 1,000.000 Pfund Fleisch von der russischen Regierung erhalten. Dieses Fleisch ist fiir Ostasien veslimmt und muß sich in aller Bälde in San Francisco befinden, wo es an Bord von zwei russischen Transportschiffen verladen wird. Diese Schiffe nehmen auch noch weitere Muudvorräthc für die russischen Truppcn an Bord. Desgleichen bestellte die russische Regierung bei der Firma Armour & (lo. in Kansas City. Mo.. 1.500,000 Vfund Fleisch zur sofortigen Versendung nach San Francisco. Tragisches vom Jro. quoiö-Theaterbrand. In einen Straße:::, aynwagen stieg ein Mann ein, toelche.- die Leiche eines Keinen Mädchens in einer Cauvas-Hülle trug. Langsam und zögernd trat der Kondukteur an den unglücklichen Pas(uajer heran und sagte: Cs thut mir leid, aber die Regeln der Company erlauben keinen derartigen L-ichentrans-port. Ich nluß Sie bittcn, den Wagen zu verlassen." Ohne eine M':ene zu verziehen, erhob sich der Mann. Aber mit der freien Hand hielt er dem erstaunie:? Kondukteur einen großen Ncv?lver in' Gesicht und sagte: Dies ist meine Dochter. Ich habe nach ihr Tag und cacht gesucht und habe sie jeht gefunden, loer einen Wagen konnte ich nicht bekommen. Ich nehme jetzt mein Baby heim zu seiner Mutter, und ich wede es auf diesem Wagen thun' Ter .Kondukteur l'eß den armen Bater :nil der Leiche unbehelligt. Seltsam ist der folgende Zwischenfall: Der berhängnißoollcn Matinee im Jroquois-Tleater hatten auch die beiden 5Under des Ehepaares Herbert und Agnes Lange beigewohnt. Sie waren nicht zurückgekehrt, und der trostlose Bater fand schließlich nach stundenlangem erfolglosem Suchen seine Tochter Agnes in einem Leichen-bestatter-lZtablissement. Er trug die Leiche nach seinem Wagen. Zu Hause aber empfing ihn seine Gattin mit der Freuden-Botschaft. daß ihre beiden Binder gesund und munter zu Hause angekommen seien. Die Kinder waren dem Brande glücklich entronnen und dann in halöwirrcm Zustand in der Stadt umhergeirrt. Lange brachte die Leiche des kleinen Mädchens alsbald wieder nach der Morgue zurück.
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