Indiana Tribüne, Volume 27, Number 129, Indianapolis, Marion County, 22 January 1904 — Page 4

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Judkana Tribüne, 2i, Januar 190 'I.

Jndiana Tribüne. Htraugtedn von dr utvg Jndianapoüs, Ind.

Harry O. Thuvium

Präfident.

WeschiiftSlocal: Ro 31 Süd Dclaware Sttabe. telbphoise

ilerd al lh Poit Office of Indianapolis M cend ciah matter.

3itr Gesckastslaac

Unsere Ausfuhr im Dezember war nach officiellem Ausweis um volle $11,000,000 größer, als die irgend eines vorausgegangenen Monat. In gleicher Weise war im Dezember der Uederschuß der Aussuhr über die Ein fuhr größer, ''als zu irgend einer Zeit uno beliefsich auf nahezu 8100, 000,000. Das gesammte Export und Import geschäft der Vereinigten Staaten er reichte im letzten Jahre die ungeheure Höhe von 2.480,000,000, d. h. eS war selbst i.och um Sl07.000.000 größer als 1901. Im gesammten Jahre war der Export um Sl89.000.000 grö ßer als der Import; im Jahre 1902 hatte der Uederschuß nur 8391,000,000 betragen, obschon im Jahre 198, 1900 und 1901 einen noch weit größe ren Ueberschuß der Ausfuhr aufzuweisen hatten. Das Jahr 1900 war ein Recordbrccher" gewesen mit einem Uederschuß von $ is,000,000. Die von der Regierung in Washing ton veröffentlichten statistischen Zif. fern geben auch einen interessanten Einblick, mit welcher nahezu nervösen Plötzlichkeit sich die Schwantungen im commerciellen Leben vollziehen ; wie groß die Unterschiede sind im Geschäft der drei Sommermonate und der nachsolgenden vier Monate des abge laufen? Jahres. In den drei Sommermonaten war der Export durchschnittlich monatlich um 810,000,000 höher, als die Ein fuhr, wahrend in der kühleren IahreSzeit der monatliche Ueberschuß sich aus durchschnittlich S63.000.000 bclief. und im letzten Dezember stieg er auf über S97.000.000. Die statistischen Ziffern der wichtig, sten Ausfuhrartikel sind stets vom all gemeinsten Jntereffe; sie bilden die BastS für die gedeihliche wirthschaft, liche Entwicklung des Landes, für die Prosperität der Ktzten 7 Jahre. So brachte W Ausfuhr von Baum wolle S378,000.000 au? dem Auslande nach den Vereinigten Staaten. Der Ausfuhrhandel mit Fleischprodukten und Schlachtvieh belief sich im letzten Jahre auf S200.000.000, das he'ßt um S10.000.000 höher, als im vor. auSg'gangenen ' Jahre. Für auSge führte Brodftoff. wurden 5192,000,000 eingenommen, gegen S187, 000,000 im Jahre 1892. Im Jahre 1901 aller. dingS hatte die Ausfuhr von Brodstoffen einen Werth von S207.000.000 reprä. fentZrt, Obwohl jdie auantilative Baumwoll Ausfuhr im Iahn 1908 geringer war, wie im Vorjahre, so Ketaug doch der da für erlangtt ErlöS $t4.000,000 mehr, wie im besten Ausfuhrjahre 1900. Damals brachte unS die Baumwollen. Ausfuhr S314.000.000. hingegen im Jahre 1903 die Summe von S378.000.000. Dies ist dem Steigen des Bau mwollen-PreiseS. dem man zu. erst mit großen Befürchtungen entgegen sah, zu verdanken. In Europa hatte man mit schwarzen Unheilsprophezeihungen von der ge. schSftlichen Zukunft der nächsten Jahre in den Vereinigten Staaten gesprochen. Nahezu allgemein erwartete man, daß der Kurssturz an der Wall Street, der immer von Neuem sich einstellte, wenn man schon meinte, daß das Schlimmste überstanden sei, nur der Vorbote einer großen allgemeinen Finanz und Ge

schäftSpanik in den Ver. Staaten fein werde, und auch bierzuZande überwogen bei Weiten die pessimistischen Stimmen, welche der Befürchtung Ausdruck ver liehen, daß es mit den sieden fetten Jahren wieder einmal bis auf Weiteres zu Ende gehe. Aber nichts von alle dem irrt ein. Nicht nur blieb die be fürchtete allgemeine Krisis ganz aus. Das GeschüftSleden schickt sich unverkennbar im Allgemeinen zn einem er. neuten großen Aufschwung an. Die Aussichten für das kaum erst begonnene Jahr haben sich wieder besser gestaltet, als seit langer Zeit ; selbst die zu er wartende politische Aufregung der bf vorstehenden Wahlcampagne, von der man erfahrungsgemäß einen nachtheilisten Einfluß auf daS Geschäftsleben

deS Lande? voraussetzen konnte, scheint in diesem Jahre kcinen großen Eindruck zu machen und auch in der Wall Street beginnt unverkennbar wieder neues Leben aus den Ruinen der letzten zwölf Monate blühen zu wollen, j DaS Geheimniß dieser ; überraschenden Vorgänge wird am betttn au 5 den obigen statistisch! Berichtn erkannt. welche die Regierung über unseccn auswärtigen Handel des letzten Jahres ver öffentlicht und welche wieder einmal in Ziffern von Hnndertmillionen angeben, wie viel größer unsere Ausfuhr im letzten Jahre war, als unsere Einfuhr.

3 der am Freitau Abend in der Halle der Deutschen Gesellschaft von Philadelphia adgehaltene?l' Jahresver sammlung der dortigen Deutsch'Amerikanischen Historischen Gesellschaft wurde auch das folgende Organisations Comite erwählt: Rev. Elmer E. Johnson. Dr. Albert Bernheimer. von Philadelphia: H. C. Bloedel. Alleghenu. Pa.; Noah Guter, Newark, N. I.; Carl Cberhardt. Boston; J o s. Keller, Indianapolis; John Tjarks. Baltimore, Kurt Voelk. ner. Washington. D. 6.; H. I. Nienstedt. St. Paul. Mnn.z C. C. i'ie nau, Newark; Dr. H. A. C. Ander, sen, George von Skal. New' ZZork; ß. W. Benae. Wheeling. W. Va.; F. OSkar Martin. Jdaho; Capt. Wm. BackuS, Cleveland. Ohio; Dr. Wm. Gaertner. Buffalo, Z).; Dr. H. F. Schneider. Hoboken, N. J.z Wilhelm Riipp, Chicago: Emil Mannhardt, Chicago.

Beinahe erschlagen

Die jährliche MittwinterVersamm lung der republikanischen Z'itungSher-auSgeber-Vereinigung von Jndiana ist gestern Abend mit einem Empfang und Banquet im Claypool.Hotel eröffnet worden. Als Toastmeifter jungirte Präs. Chas. W. StiverS vmn ,,2i

bertv Herald" und der Redyer deS Abends war ChaS. L. Henry, ber über ..die JffueS der bevorftehendejl Campagnc" sprach. Außerdem wurden noch andere Vorträge und DiS'üssionen gehalten. Die GeschaftS-Versammlung beginnt heute Vormittag um 9 Uhr. C o l. W. R. H o l l o w a y! unser neulich auS St. Petersburg zjlrttckgekehrte Mitbürger, der dort Gj Jahre als amerikanischer General Konsul fungirte, ist jetzt nach Halifax, N. S., abgereist, um dort seinen neuen? Posten als General.Consu! anzutreten.'.

Wurde gestern Nachmittag Etat Wheat, der eifert dcö Fcuerwehr.ChesS, durch eine herabstürzende Kiste.

Auch in Deutschland haben die (Großindustriellen, wie jetzt ik hiesigen Industriellen unter der Leitung Par ry's, gegeu die ausständigen Arbeiter gemeinsame Sache gemacht. Der seit Anfang August im Gange gewesene Strite der Tcrtilarbeiter in Crimmitschau, Sachsen, hat mit einem vollständigen Siege oer ffabrikantcn geendet. Trotzdem geberdct sich das sozialistische Hauptorgan, der .,Vor wärt", auch heute noch großspreche risch. Das Blatt schreibt, die Lage der kämpsenden Arbeiter sei keineswegs schwierig, aber sie seien zu der Ansicht gelangt, daß der Kampf nicht in unge wisie Zukunft sortqesilhrt werden dürft. Diesen löcheelichcn Phrasen gegenüber ist eS Thalsache. iafe die sozialistische Agitation einen furchtbaren Schlag er hielt. Die Machtprobe endigte mit ei ner schmählichen Niederlage der ver hetzten Arbeiter. Die Fabrikanten in Crimmitschau wurden durch die industriellen Verbände von ganz Deutschland moralisch und finanziell immer stärker u.'ltersttttzt, mährend unter den AuSstäudigen die Unzufriedcuheit in stetiger Zunahme dc griffen war. Noch am Sonntag be

schlössen die Textil.Jndustriellen in!

Crimmitschau, sie werden unter keinen Umständen nachgeben und sich aus keinerlei Verhandlungen einlösten. ES wird allgemein als zweifellos abgesehen, daß der Sieg der Fabrikanten in Wirth schaftlicher wie in politischer' Hinsicht von ungeheurer Wichtigkeit ist. Das Ende des Ausstände- kam über raschend. Die socialistische Presse renommirte bis in die jüngsten Tage hinein mit den unerschöpflichen HilfS quellen der Ausständigen. Letztere müs. sen die Kriegskosten tragen, da unge führ 2000 nicht wieder angestellt wer. den können. Als demerkenswcrthe Er scheinung wird allgemein die zur Thatsache gewordene Solidarität der Industriellen hervorgehoben. ' Mttwiter-Bersammlnng Der republikanischen eitungs'Herauszever.

Von einem schweren Unfälle betroffen wurde gestern Nachmittag auf der West Washington Straße nahe der Geiffendorff Str. der Clerk deS Feuer-wehr-Chefs Ben. Wheat von No. 820 Keystone Ave. Derselbe kam in Be gleitung des Superintendenten des Feuerwehr und Polizei Tel. Systems George Holderman, nachdem Beide die Eisstauungen etc. an der West Washington Str.'Brücke Mich, tigt hatten, au dem Fabrikgebäude einer Garmcttt Co." vorbei, als gerade von Angestellten der Fabrik eine Kiste vor dem Gebäude mittelst Tauen etc. in's zweite Stockvcrl emporgehoben werden sollte. Unglücklicher Weise brach entweder das betr. Tau oder die Schlinge löste sich, jedenfalls aber sauste die Kiste aus der Höhe herab und traf Wheat's Kopf. Wheat wurde bewußtlos aufgeho den und von Dr. Jeffrics vom DiSpen sarium mittelst Ambulanz in's St. Bincent's'Hospital überführt. Man hatte angenommen, daß -er einen Schädel bruch erlitten, doch ergab die Unter suchung im Hospitale, daß er mit etli chen, allerdings sehr schmerzlichen Kopfwunden davongekommen zu fein scheint.

Im Silberschmnck

Aus Stadt- und Counth-Ber-waltung.

In b e st e r Ordnung. Bau-Jnspcctor Stanley und Feuer-wehr-Chef Coots untersuchten gestern die St. John'S Kirche und Schule an der Capital Ave. bezüglich ihrer Feuer schutz-Vorrichtungeu und fanden die selben in bester Ordnung. AuSgenom men, daß die Veränderung aller Thü ren angeordnet wurde, sodaß dieselben sich nur nach auswärts öffnen. Bravo! Stadtanwalt Warrum hat gestern vom Mayor den Auftrag erhalten, eine Ordinanz auszuarbeiten, durch welche, wie nothwendig, die verfch. EisenbahnGesellschaften gezwungen werden sollen, an der Ost Michigau Str.. Kreuzung einen Wcchterthurm zu errichten, sowie Schlagdäume anzubringen. Die Ordi nanz soll dem Stadtrath in der nächsten Sitzung vorgeleg! werden. Jahresbericht des Stadt An a lies. Der Jahresbericht dcö juridischen Departements der Stadtverwaltung sttr 1903 ist gestern vom Stadtanwalte Warrum dem Mayor uuterbrciti.t wor den. Cr findet, daß die meiste Arbeit deS Departements im letzten Jahre sich auf Klagen betreffend mangelhafte Ver besierungen von Straßen, Seiten wegen, Brücken etc. erstrecke. Er trat sein Amt am 10. Oct. 1903 an, doch hat ihm sein AmtSdorgänger Fred. A. Joß bis jetzt noch keinen Bericht über die Ardciten des Departements vom 1. Jan. bis zum 15. Oct. 1903 zukam men lassen. Markt Händler Beschwerden. Die Händler vom Oft.Markte beab. sichtigen, eine Organisation zu grün, oen. um für ihre Rechte einzutreten. Sie verlangen unter Anderem, daß der Markt um Dienstag und Donnerstag bis 4 oder 5 Uhr offen bleiben, nicht aber um Mittag geschloffen werben sollte. Auch haben sie )loch viele andere Beschwerden, deren Beseitigung die Or ganisation durchsetzen soll.

Wichtige Mahnung

Der städtischen Gesundheits' ehörde.

Die städtische GesundheitS . Behörde hat gestern beschaffen, die Bürger schast ossiciell aufzufordern, alles ? r i n k w a s s e r , ob auS der Wasserleitung oder aus Brunnen kommend. vor dem Gebrauche abzukochen. Dies geschah deshalb, weil alle Waffer, ob im Fluffe

oder in Brunnen, bei dem jetzigen Thauwetter unbedingt verunreinigt werden müffen. nachdem Schnee und Eis wochenlang dagelegen und alle nur er denklichen Gifte, Microben jc. aufgeso gen haben. Ferner beschloß die Behörde, mit Hülfe der Polizei von jetzt ab für die stricte Durchführung der Ordinanz zu sorgen, welche das Ausspucken auf Seitenwegen, in Straßenbahnwagen :c. verbietet.

Feierten gestern ohn llliirf) und Frau den 25. Jahrestag iljrn glücklichen Ehe.

Fünfundzwanzig Jahre waren gestern verfloffen, seitdem Herr I o h n U l r ich. der Turner. Sänger,Künstler und Musi ker. seiner Herzallerliebsten. Frl. Katie Koster. Tochter deS wackeren Turnveteranen Charles Kostcr, die Hand zum Bunde sür'S Leben reichte. Echte, wahre Herzenslicde atte die Beiden damals zusammengeführt, und während der ganzen langen Zeit, welche seit jenem Tage, an welchem die junge Braut der Kranz der grünen Myrthe schmückte, verstrichen ist. wich sie nicht aus ihren Herzen. Sie war es, welche dafür sorgte, daß in den trauten Räumen, des Ehepaares die guten Hausgeister: Harmonie, Frohsinn. Begeisterung für daö Gute uud Schöne und Pflege der Freundschaft, stets ein warmes Ouarticr fanden. Auf eine 2-jährige glückliche Ehe. welcher fünf Kinder eutsproffen, die ihren Eltern nur Freude bereitet haben, schaute das Jubelpaar gestern zurück. Daß es sich im Laufe der Jahre viele Freunde erworben hat. hat ihnen ihr gestriger Ehrentag bewiesen. Von Nah und Fern, aus dem alten Vaterlaude, ans New Aock, Eincin nati. Louisville. St. Louis, Chicago (Oscar Sputh), Clyde. O., waren Geschenke, theilmeisc sehr prachtvolle, der silbencn Feier enijprechende silberne Gaben, sowie zahlreiche herzliche Glück wunschschreiben eingelaufen; hatten doch fo viele von den Gratulanten im Laufe der Jahre die herzliche Gastfreundschast des Jubelpaares genossen. Von diesen seien zwei Geschenke, welche demselben gewiß ganz besondere Freude bereiteten, hervorgehoben. Das eine kam von dem Lüderlichen Klee blatt", welche vor 25 Jahren am grünen Hochzeitstage zu den Gästen zählte uud sich aus den Herren Wm. Kothe, Charles F. Woerncr uud George Bauer zusammensetzt. Damals ge lobten sie in jugendlichem Uedermuthe, daß sie. wo sie sich auch immer besän den, in welcher Lebenslage sie auch immer sein würden, am silbernen Hoch zeitStage wieder ihr Erscheinen machen würden. Das lüderliche Kleeblatt", dessen Mitglieder heute zu den ange sehensten Kaufleuten der Stadt zählen,

war vollzählig erschienen. Die andere Gabe stammte vom Socialen Turn verein, besten Mitglied Herr Ulrich seit 26 Jahren ist. Als gestern Abend die eingeladenen Gäste, meistens Verwandte, uud die nächsten Freunde um das Jubelpaar in dessen Hause versammelt waren, trat Herr Armin Bohn vor und hielt eine kurze, herzliche Ansprache, in wel. cher er auf die treue Anhänglichkeit deS Herrn Ulrich an den Socialen Turn verein und feine Verdienste um dcnsel. ben hinwies. Hierauf überreichte er dem Paare im Namen des Vereins einen prachtvollen Blumenkorb, deffen Inhalt Rosen, Maiglöckchen und Nelken bildeten. Daß das silberne HochzcitSfest in fo lenuer Weise gefeiert wurde, braucht wohl kaum erwähnt zu werden; für prächtige UnterhaltnngS. und Tafel' musik sorgte Ulrich'S rühmlichst beka.tn teS HauSorchester (Mitglieder der Fa milien Ulrich uud Niebergall. Von auswärtigen Gästen wohnten der Feier grau Katie Knadler auö Louisville, eine Cousine der Frau Ul rich. und Herr Wm. Fleck, der frühere Turulehrer des Socialen Turnvereins und jetziger Vertreter der Turnzeitung". bei. Er hatte f. Zt. die jungen Ulrichs unter seiner Fuchtel gehabt. Zu den stillvergnügtesten der Hochzeitsgäfte aber zählte die noch immer sehr rüstige Mama Koster, die wackere Mutter der Jubilarin, welche sich ge ftern so recht im Glücke ihrer Kinder sonnen konnte!

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Grundeigenthums Uedertragungen. John G. McCullough u. A. an Elizadeth C. Chamberlain, ein Theil der Lot 19, Allen'S Subd. von Außen lot 81750. Anthony W. Bowen an Ja5per N. Gunder, Lot 75 Coburn's Subd. von Außenlot 182. S4000. Jasper & Gunder an Antbony W. Bower, Lot 18, Sorin's Subd. von Außenlotö 175 und 176. I4000. Maude M. JoneS an Wilder Bruce, Lot 40, McCaslin'S 1. Add. von Key. ftonc Park. $2500.

Raucht die Tish I Mingo.

i"M"M":";-8-H-H-:"H"i"i"i"i -i i ii-i-I Ausland I t X HH 1 1 1 l IM II Ml 1 1 111 ; IN J Vasall des G a m b r i u u . Was ein Brauer im Trinken leisten kann, zeigt ein 2i!iälzriger BrJudur,chc in Vunzenhaufey. Bauern, der. wenn er die töglichteit hat. täglich bis zu 85 Liter Bier konsumirt. Rimmi man auch nur 'So Liier pro Tag an, so mach! das im Jahr immer noch 110 Hektoliter im Äerkausöwerthe von 2640 Mark. Sekundärbahn-Freu-den. Ein komische-, Intermezzo erlebten jüngsl die Passagiere eine Zu ges der Strecke Zug-Zürich in dc Schweiz. Der Lokomotive ging nämlich bei der Station Bonstettm in Folge Wasjerinangels der Athem aus, ud so sah man das Schauspiel, wie mit 5rübeln au dem nahen Bache der Maschine Waffer zugeführt wurde, bis sie sich wieder restaurirt fühlte. Verspät tung: eine Stunde. Tragischer Ausgang eines dummen S p a s s e s. In dem hessischen Dorfe Hcppcnheiiu an der Wiese gab unlängst ein jungn Mann Namens Guty nach Beendigung einer im Gaftbof Zum Löwen" abgehaltenen Abendunterhaltung von der Straße aus durch ein Fenster zwei Re voloerfchüsse in das Gastzimmer ab, wobei von dem im Zimmer sitzenden Gästen einer sofort gelödtet und ein zweiter lebensgefährlich verletzt würd.'. Der Thäter, der die im Gastzimmer befindlichen Personen durch die Schießerei nur erschrecken wollte, hat sich dem Gericht freiwillig gestellt. Enttäuschte Spekulan t e n. Der berühmte polnische ftfa vieroirtuose Paderewsti hat kürzlich in Lausanne ini schweizerischen Kanton Waadt. wo er sich auf seinem Landsitz aufhielt, eine höchst unliebsame Ersahrung gemacht. P.iderelvsti hatte die Absicht, ein Wohlthätigkeitskonzert zu geben. Kurz vorher erhielt er jedoch einen Brief, durch den er von einer Cliqve von Lilletspetulanten. die die besten Plätze aufgetauft hatte, aufgcfordert wurde, die .Starten zum doppelten Preis zurückzukaufen, ividrig?nfalls das Publikum gcz;?unge.n wÄdc. den vierfachen Preis zu zahlen. V ' rcwöti gab nun fein .Nonzert auf und versetzte dadurch die Erpresser in solche Wuth, daß er sich durch Geheimpolizisten beschützen lassen mußte. Unschuldig v e r u r t h e i l t. Vor etiva fünf Jahren wurde in Maltighofcn bei Linz in Oberösterreich a: der öiränersfrau Thcrese Kranzing?r ein Nauv.nord verübt. Als der That verdächtig wurden der Landlvirih Karl Harter und die Frau Therese (Richtnger vor das Schwurgericht gestellt und zu Kerler vcrurthcilt. Harter starb u. Kerker. Fünf Jahre hatte die Gietzmger verbüßt, als sich kürzlich heraus stellte, dasj ein Justizirrthum vorgekommen war. Ein gewisser Mathias Kaufmann lvnrdc von Frau und Tochte? im Streit als Mörder der Kranzm ge? bezeichnet, Untersuchung wurde eingeleitet und thatsächlich bekannte sich Kaufmann der That. Die seelisch und körperlich gebrochene Äietzinger. beu!c eine lungenkranke Frau von 43 Jahren, wurde dieser Tage in Freiheit gesetzt. Auf der B r a u t s ch a u. Ein junger Kaufmann aus Schaag. Rhein Provinz, befand sich vor Kurzem o.u einer Tour in der Nähe von Jülich. Als ihm das Fremdenbuch vorgelegt wurde, trug er als Zweck seiner Rei'e Brautschau" ein. Die Behörde in dem Ort erhielt Kenntnis; von dem Vorfall und erblickte in dieser Ein tragung eine Verhöhnung der Polizeibchörde. Bei der Vernehmung, die vor d:m Bürgermeister in Schaag stattfand, erllär'.e der junge Mann, dafo er sich thatsächlich auf der Suche nach einer Frau befinde, und wenn er auch auf einer Geschäftsreise sei, so sei er doch auch, so lange er die feste Absicht habe, zu hcirathen, loerni er eine passende Frau finde, auf der Brautschau. Wenn dem Herrn Bürgermeister der Ausdruck Brautschau" nicht passe, so könne er das nicht ändern. Von weiteren Ivjaßnahmen gegen den jungen Mann wurde daraufhin Abstand genommen. japanisches Beervrgunqsgesetz. Auf dem (5t)p7 Hills-Friedhof bei Brooklyn, N. I., wurde kürzlich die vor 1 Jahren in Kobe, Japan, verstorbene Frau Stiebel beerdigt. Sechs Sarge wurden für den Transport benutzt. Der innerste, in dem die Reiche leg, war aus javanischer Eiche, der äußerste aus hartem Fichtenholz. Die vier anderen, di: da zwischen kamen, waren aus Zink. Frau Stichel starb auf einer Vergnügung reise um me Welt. Nach japanischem Gesetz muhte die Leiche ein Jahr in japanischer Erde ruhen, ehe sie crhumirt und fortgebracht werden durfte. Der größte Ochse der W . l t soll ein in Kokomo County, Jud., aufgezogenes männliches Rind sein, welches jüngst um den Preis von $280 an ein Syndikat verkauft wurde, welches das Thier mästen und auf der Weltausstellung in St. Louis als Sehenswürdigkeit ausstellen will. Der Ochse ist vier Johre alt und wiegt 2800

Pfund, welcb.es Gewicht ober durch Mästen auf 4000 Pfund gesteigert werden soll. Das Thier mißt von seiner

I Nase zum Schwänze 18 Fuß 6 Zoll.

W 6 Fuß 9 Zoll hch und mcht 1 Fuß 4 Zoll an der dicksten Stelle um dn Baucb bcrum.

Frenze! Bros.. 5!o. i W. Washington Str (M5chant8 National Bank.)

Ew europäisches Department.

Wechfel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europa.

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nach und so Europa.

An und verkauf ausländischen Geldes. Aluge Leute prosp riren durch systematische Ersparnisse. beweisend, daü Sparsamkeit ortunaö Fundament in! Benjmnin Franklin ''asttc : ..Ihr bester Freund ist der ersparte Dollar " Wenn derselbe in einer sicheren ank deponirt ist, so wird er zu dein denen freund den Eie je besahen, ftiir nnö Alle kommt eine Zeit, wenn wir gerade einen solchen grcund nöthig haben. Beginnen Sie ein (tont? sogleich mit der Indtana Trust Co. Wir bezahlen 3 Proz. Zinsen an allen 2 um nun von 25c aufm.

B u r c a n S : Jndiana Trnst (Gebäude, Ecke Washington Str. und Virginia Ave.

ome Brauerei Äctien-Gesell.-schast.

Jahres-Versammlung der Xctinäre etc.

In der Germania Halle hielten gestern Abend dtc Actiouäre der Home Brewingj Co." ihre Jahreöversammlung ab. Die Berichte der Beamten gelangtenszur Verlesung und bewiesen, daß die Brauerei auch im letzten Jahre florirt hat, und zwar derart, dak für Vergrößerungen und Verbesserungen, Anlage eines Flaschenbier - Departe mcnts etc. 565,000 ausgeworfen wer den können. Die sämmtlichen bisherigen Beamten wurden per Acclamation wiedererwählt. An die Geschäftsversammlung schloß sich eine gemüthliche Unterhaltung, zu der, wie üblich, der Indianapolis Lie derkranz" eingeladen war und die der selbe durch mehrfache prächtige Gesüuge verschönte. Gelegentlich diese.- UnterhaltungZ hieß Herr August M. Kühn auch den neuen Dirigenten des Lieder. lranz, Professor Carl Riegner, in hcrzlichen Worten im Namen des gesamm ten Detschthums der Stadt willlom men, andere Reden folgten, ebenso später SoliS,!Ductts k., und ak Theil, nehmer an der schönen deutschen Fest, lichkeit verlebten mehrere recht vergnügte Stunden.

Damen-Section der Knights of Fidelity ".

Trotz deS polizeiwidrigen Wetters, trotzdem eS Bindfaden vom Himmel regnete, hatten sich gestern Nachmittag doch etwa vierzig Mitglieder der Damen Section der kKnights of Fidelity" in der Südfeite Turnhalle eingefunden, um weitere.Vorbereitungen für den am 4. Februar in der genannten Halle stattfindenden Bcll der Knights of i delity" zu treffen. Die Damen werden einen Blumen" stand haben; sie werden einen Punsch servireu. von dessen Güte man noch viele Wochen lang sprechen soll, und sie werden auch im Deutschen Torfe domi niren.

Socialistischer Arbeiter-Club.

Der Socialistische Arbeiter.Club veranftaltet nächsten Sonntag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, in Gemein schaft mit dem Socialistischen Sänger Bund, einejgemüthliche Abendunterhal tung in derHarugari'Halle, Ecke Süd Delaware und'PearlStraße. Freunde sind eingeladen.

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