Indiana Tribüne, Volume 27, Number 128, Indianapolis, Marion County, 21 January 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
IvinpvovMju. Köln. Matrose Peter Querbach fiel, als er bei Abfahrt eines Trajektbootes die Landungsbrücke zurückziehen wollte, infolge eines Fehttritts in den Nhein und ertrank. Barmen. Todt aufgefunden wurde der 28 Jahre ciltej Buchbindergehilfe Friedrich Albrecht. Derselbe ist vermuthlich in angetrunkenem Zustände nach Hause gekommen, hat sich zu Bet gelegt und ist dann aus demselben herausgefallen, und zwar so. das; er auf das Gesicht zu liegen kam und erstickt ist. Infolge Berwechle lung von Medizinf ascheninahm die 19
Jahre alte Hedwig UM und starb alsbald.
B o p p a r d. Vor SU
aus einem Gifenbahnübergang unter-
halb der Stadt die Leui'ej eines unbckannten Mannes gefundek. Nach erfolgte? Ermittelung tostj dies der Mittler Russolt aus T'oxrenbach bei St. Wendel, der von der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken wegen betrügerischen Bankerotts gesucht wurde. Man nimmt Selbstmord alt. Duisburg. In der Bürstenfabrik von Berghausen und in der mcchanischen Schreinerei von Daß & tfo. kam ein Großfeuer zum Altlvbruch, bei welchem auch das Breuer'sche Getreideluger eingeäschert wurde. Sin Pferd verbrannte und ein Mann,! der bei der Löscharbeiten thätig war. ffiei von ei neik. Dache und wurde schwer verletzt forlgetragen. Der Schaden ist gern; beoeutenv. E i b e r f e l d. Der älteste Stadttheil tlberfelds das Island wird nächsten Mai mit einem Schlage von der Bildsläche verschwinden, um eine modernen Strastenzuge mit entsprechenden Häusern Platz zu machen. Koblenz. Der kürzlich verstorbene Rentner Jos. Kautz hikrselbst hat der Stadt durch letztwilligc (Verfügung die Summe von 150.000 Mark der.-
macht; aufjerdem hat er für eine An zahl hiesiger Vereine Legate ausgesetzt. M e i d e r i ch. Der 37'Jahre alte Bergmann Körner stach seine 38 Jahre alte Ehefrau mit einem Küchenmesser derart in die Lung. daft der Tod infolge Berblutung eintrat. Rath. Auf dem hiesigen Bahnhofe wurde der einen Zug begleitende wa genwärter Smulz überfahren und sofort getödtet. Schulz ist vermuthlich in dein Augenblick, als er von der Platform aus nach der Bremsvorrichtunq sehen wollte, abgestür. Solingen. Die Stieidenabtheilung der'Wafsenfabrik Wkversberg, Kirschbaul & Co.. in welcher sich auch die Mcsserfabrik Karl August Bisk befand, brannte infolge Äroßf'uers nieser. Wesel. In seiner Wohnung erschofz sich der Leutnant Berger vom Infanterie - Regiinent Ro. W. Beraer war kurz vor dem Manöver hierber versetzt worden; der Gnind zum Selbstmord ist unbekannt. gprouinj "lafjau. Kassel. Der seit eil iger Zeit vermiete 21jährige Tourist Rudolf Weil! von hier, der bei schwierigen Schneeverhältnissen eine Besteigung des Navfelsen in der Schweiz unternehmen wollte, wurde am Fufze der sselswand todt aufgefunden. Die Leiche wurde nach Mantreux gebracht. Erhängt hatte sich in der Karlsaue. hinter dem Äuethor der 4 Jghre alte Arbeiter Rcinhold Schulz, der? sich von seiner Familie entfernt hatte 'und obdachlos umhertcieb. Seit längerer Zeit schon wurde er verinißt., B e b r a. Auf dem Hetmliege kam ein beim hiesigen Bahnhofsumbau beschäftigter älterer Arbeiter aus Media? Namens Schmidt um's Leben. Bei Blankenheim wollte er die üiier die Fulda gehende Eisenbahnbrücke passiren. stürzte aber von dieser ab und zerschlug sich dabei den Schädel, sodaß der Tod sofort eintrat. Die Leiche wurde nach Mecklar transportirt. D i e z. Dem pensionirten Kreise boten Friedrich Thoret wurde das 5treuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen. F r a n k f u r t a. M. Im Hause Hermanstrafe 1 stürzte sich der auf dem städtischen Hochbauamt angestellte Ingenieur Pfeifer vom Balkon des dritten Stocks in den Hof und blieb mit zerschmettertem Schädel todt licgen. Der erst 32jährige unverheiratbete Mann war in hohem Grade nervös. Arbeiter Dievel wurde in der Alten Mainzergassc bei einer Schlägerei mit dem Messer gestochen und erlag im Bürgerhospital seinen Verletzungen. Goßfelden (M a r b,u r g.) Schon seit längerer Zeit leben die Ehegatten Maurer Michael Weierhäusc? und Frau in Zank und Unfrieden, sodah es wiederholt zu blutigen Ehestandsscenen, zu Auöschreitungsn und Thätlichkeiten kam. So auch wieder kürzlich, wo der Ausgang jedoch ein tragischer wurde. Der Ehemann Weiershäuser machte seiner Frau die heftigsten Vorwürfe, gerieth dabei in helle Wuth und bedrohte sie mit gezücktem Messer; die Frau griff darauf in ihrem Zoene nach einem schweren Stück Holz und schlug damit ihren Gatten mit solcher Wucht übe den Kopf, dah der Schädel gespalten vurde und der Mann alsbald seinen ' Geist aufgab. Die Thäterin wurde v!erhaftet und alsbald in Untersuchungshaft aen-mmen.
Mitcrdettt'cHo tomcn. B d r s s u m. Die Schäfer Hernrich Heuerstacke'schen Eheleute feierten das ffest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erhielt von ihren früheren Schäferetinteressanten einen Regulator. ferner vom Kaiser die goldeneEheiubiläumsmedaille. G e r a. Ueber den kürzlich erfolgten Selbstmord des Rendanten Reimann von der hiesigen Textil-5rran-kenkasse. der während einer Nachprüfung der Bücher durch den städtischen Revisor sich erschoß, hat sich herausgestellt, daß nach den vorgenommenen UntersuchungenReimann gegen 80,000 Mark unterschlagen hat. Die Unterschleife reichen auf 10 Jahre zurück, durch geschickte Manipulationeii hat Reimann die Revisoren lange Jch?b zu täufchen gewußt. Er hat einen überailö luxuriösen Lebenswandel gefübrt. Zur Deckung der unterschlagenen Gelder soll der Kassirer Aschenbach berangezogen werden. Groß - Dahlum. Kürzlich waren 25 Jahre verflossen, seit F.Schnelle als Lehrer hier thätig ist. Die Saniler überreichten einen prachtvollen Tafelaufsatz und ein Lilör - Service. Auch sonst wurden dem Jubilar gar viele Glückwünsche und Ehrungen zu theil. Der gemischte Ehor, dessen Dirigent Schnelle seit dessen Gründung ist, brachte ihm ein Ständchen. H e l m st a d t. Ein Spazicrzänger fand auf dem Langen Walle den seit circa Jahresfrist hier in den Ruhestand getretenen Professor Dr. Wittcn todt am Boden liegend. Ein Herzschlag hatte wohl beim Sveiergang seinem Leben ein schnelles Ende bereitet. Der Verstorbene war 59 Jahre alt und erfceute sich großer Beliebtheit. K o t h e n. Kupferschuiied Krause von hier hatte in Trebbichau, wo er in Arbeit stand, den Zug hierher versäumt und trat den Heimweg auf dem Bahndamme an. Blutüberströmt wurde er in Preußlitzer Feldmark aufgefunden; auf dem Transport hierher verstirb er. Ob ein Unglücksfall vorliegt, konnte bisher noch nicht feftgestellt werden. Tanne. Der Stall des hiesigen Vastwirths H. Pleiser brannte total nieder. Das Vieh wurde gerettet. Man vermuthet Brandstiftung durch durchreisende Bettler. P Sortiert. Dresden. Generaldirektor der Königlichen Kapelle und dr Hoftheatrr Ercetten, Graf .cebach, wurde vvin König von Dänemark durch Verleihung des Großkreuzes des Dänebrog - Ordens ausge'.eick.net. - Die in der Eigarrenfabrik ..Suliina" beschäftigte Eigarrenarbeiterin Frau Ä)!arie Rosenkranz feierte das Jubiläum ihrer jährigen ununterbrochenen Thätigkeit in genanntem Etablis seinent. A u e i. E. Feiler zerstörte das AnWesen des Bäckermeistere Rcni. Beierfeld. Auf hiesiger Fin wurde der Fabrikarbeiter Franz Werner aus Bernöbach erfroren aufgefunden. B u r g st ä d t. Weberineister Vogel feierte mit seiner Ehefrau das 60jährige Ehejubiläum. F a l k e n a u. Der hiesige Einwohner Richard Eichler fand, ak er nach Haufe k"u, von seinen drei Kindern zwei im Blute schwimmend im Bette vor. Dem jüngsten, einige Wochen altenKnaben war das Handgelenk durchschnitten, während das älteste Kind, ein sechsjährige. Knobe. eine lebensgefährliche Schnittlvunde am Halse auswies. Dem dritten Kinde war nichts geschehen. Das jüngste Kind ist todt; für die Erhaltung des anderen verletzten Knaben ist wenig Hoffnung vorhanden. Die verehelichte Eichler. die Urheberin der That, hat sich in der Flöha ertränkt. Anscheinend ist Geistesstörung die Bcranlassung der That. Leipzig. Auf dem Südfriedhof wurde dem früheren Reichstagsabgeordneten Dr. Schönlank ein von Genassen gestiftetes großes Denkmal aus gehauenem Granit entbüllt. Die Theilnähme an der Enthüllung war nicht besonders zahlreich. M c t r a n e. Im Schöaberger Brauerei - Teiche wurde die Leiche der seit Kurzem oerschlvundenen 18jähri gen Zschunke von hier gefunden. Was das junge Mädchen in den Tod getrieben, ist unbekannt. M ü l s e n S t. M i ch e l n. Erfroren aufgefunden wurde hier der Weber Lippmann. O e d e r a n. Aus Verzweiflung über eine langanhaltende Krankheit nahm sich der hier wohnende 52 Jahre alte Schmied Bauer durch Erhängen das eben. Ries a. Steuermann Tietz aus Vittkau, der am oberen Elbkai hier auszuladen hatte, wurde von Bahn Waggons so unglücklich überfahren, daß er sofort todt war. T o l k e w i tz. Tödtlick verunglückt ist der hiesige Produktenhändler Thomas. als er versuchte, einen Wagen der Straßenbahn am Wasseriverke zu best?igen. Er gerieth dabei unter einen in entgegengesetzter Richtung ansahrenden Wagen und wurde so verstümmelt. daß, als man ihn uner dem Wagen hervorzog, der Tod schon eingetreten war. Den Fahrer soll keine Schuld treffen. Z i t t a u. Daö goldene Ehejubiläum beging Hausbesitzer Ernst Jungmichel mit seiner Ehegattin Christiane Juliane, geb. Schubert.
Lde ssen 3an labt . D a r m st a d t. Beim Ueberschreiten der Geleise im Ludwig - Bahnhof wurden dem 19'ährigen Bhnarbeiter Reinheimer beide Beine abgefahren. Der Verunglückte wollte dem nahenden Schnellzug ausweichen und wurde hierbei von einer Rangirmaschine erfaßt. Der Kaiser von Rußland hat dem Oöerwachtmeister Hein im Großherzoglichen Gendarmerie - Corps die große Silberne Medaille am Bande des St. Stanislaus-Ordens verliehen. B e ch e n h e i m. Die hiesige Gemeinde - Hebamme Förster blickte auf eine 50jährige Thätigkeit in unserem Orte zurück. In einer in Alzey stattgefundenen Versammlung der Hebam wen des Kreises Alzey wurde die noch rüstige Jubilarin in entsprechender Weise, gefeiert. Auch wurde ihr die zu diesem Zwecke gestiftete goldene Broche verliehen. Äoddelau. Privatier Ludwig Friedrich ll. beging mil seiner Ehefrau in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit, s ö tz e n h a i n. Ein Nestor unter den hessischen Föriern, Revierförster Jost von hier, ist infolge eines Hinschlage plötzlich verstorben. Der muntere alte Herr versah tntz seiner 81 Jahre noch bis zu seinem Todestage in voller Rüstigkeit seinen Dienst. Mainz. Mehrere Arbeiter hatten auf der Bahnstrecke in Guntersblum einen Wagen mit Schwellen auözuladen, als er umkippte und eine Schwelle dem Joh. Maurer von Guntersblum in den Unterleib stieß, während einige schwellen ihm auf den Kopf fielen. Der Schwerverletzte, welcher kaum ein Lebenszeichen von sich gab, wurde an den Bahnhof getragen, lvo bald der Arzt zur Stelle war und ihn mit dem nächsten Zuge hier in's Krankenhaus brachte. Der lebensgefährlich Verletzte ist Familienvater.
Mcik Haberfalk's Schreibebrief.
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unge Gante erkennt man an der Zartheit oer Haut unter den Flügeln und an den Flügelspitzen. Ferner haben sie einen biegsamen Schnabel, und um die Augen Ringe, die bei weißen Gänsen blaßgelb, bei grauen orangefarbig sind. Alte Gänse haben einen dicken starken, unbiegsamen Schnabel, starke Flügel, grobe Federn, dicke Haut, rauhe Füße und um die Augen röthliche oder rothe Ringe. Tintenflecke. Um Tintenflecke in hellen Beinkleidern zu tilgen, löse man Kleesclz (saures oralsaures Kali) in einem Porzellangefäß in heiße.n Wasser auf, tauche die befleckte Stelle hinein und st reue fein geraspeltes Zinn darauf. Wenn nach dem' Hin- und Herbewegen der Zinnspähne der Fleck verschwunden ist, wasche man sofort wiederholt in reinem Wasser aus, damit das Klcesalz das Gewebe nicht anareife. JnWinchestcrwurdeem Soldat vom schottischen Füselicrrcgimcnt gleichzeitig mit einem Arbeiter durch den Strang bingerichtet. Die beiden Delinquenten waren wegen Ermordung eines Nfädchens vcrurthcilt worden. Beide hatten bis zum letzten Moment ihre Unschuld betheuert, als sie jedoch auf dem Sckaffo! stände und dem Soldaten der Strick um den Hals gelegt wurde, rief er: Ehe ich aus dieser Welt scheide, gestehe ich. Beihülfe geleistet zu haben." Merkwürdigerweise gab dieses Geai.dniß dem heftig zitternden Arbeiter Hoffnung. daß man ihn doch begnadigen werde. Als ihm der Henker, ohne auf seine Bitten, man möge ihn fünf Minute lang anhören, zu achten, die lvciße Hülle über den Kops zog. betheuerte er nach wie vor seine Unschuld. Im nächsten Moment öffnten sich unter dem Mörder die Fallthüren, und der irdischen Gerechtigkeit war Genüge geschehen. Für das schottische Füsilicrrcgiment kam das Geständniß des Hingerichteten Soldaten unerwartet. Kein Mann des Regiments glaubte an seine Schuld, und es herrschte große Erregung darüber, daß oer Homesecretary ein Gnadengesuch für den verurtheilten Kameraden unberücksichtigt gelassen hatte. Ein Bild entsetzlichster Verkommeicheit wurde in Hamburg durch die Untersuchungen enthüllt, welche von den dortigen Gerichten wegen der an einer Frau Kampf verübten Blutthat angestellt worden sind. Die Kampf ist allem Anschein nach von ihrer Schwester erschlagen worden. Die beiden Frauen, die etwa 50 Jahre alt sind, lebten seit längerer Zeit von ihren Ehemännern getrennt. Sie hatten einen gemeinsamen Liebhaber, den in einer Wandsbeter Herberge wohnenden Arbeiter Kapplitz. Die Schwestern. der Liebhaber und die Tochter bei Frau Kampf waren alle dm Trinke stark ergeben; als die Polizei die Wohnung der Kampf betrat und diese in ihrem Blute todt vorfand, lag die ganze übrige Gesellschaft bis zur Besinnungslosigkeit betrunken am Boden und war noch mehrere Stunden hindurch vernehmungsunfähig. Es steht nach den bisherigen Ermittelungen so gut wie fest, daß sich zwischen den Weibern eine Eifersuchtsscene wegen des Kapplitz abgespielt hat und die Frau Kampf von ihrer Schwester im Streit mit einem Feuerhaken niedergeschlagen worden ist. Die Thäterin sowie der Kapplitz und die Tochter der Kampf bekümmerten sich dann in ihrer Trunkenheit nicht um die Schwerver?tzte. die schließlich vcrbl'atete.
veöhrter Mister Edithor! Mein Neffjuh, wo e Woch odder so zurück aus die alte Kontrie komme is, steht mit uns un ich muß sage, er is en arig feiner Kerl, awwer dieselwe Zeit duhn ich doch seine Wehs nit gleiche. Er Hot off Kohrs e gute Ettjukehschen gehabt, awwer die hen ich auch un doch duhn ich nit so mit blohe wie er un das is grad wo ich am mehrschte zu komplehne hen. Am erschte Dag hen ich ihn mi! ausgenomme for ihn die SeitS zu zeige UN ihn e wenig ecktvehntet zu mache. Awwer ich hen mich nur zu ärgern brauche. In die erschte Lein hen ich ihn das Jnscheinhaus gezeigt un mer sin grad zu die rechte Zeit komme, wie das Departement ausgetörnt is. for zu e Feier zu gehn. Ich hen eckspecktet, daß er for Surpreis uff de Buckel falle deht; awwer denke Se emol er Hot gesagt: Das is kicks; das Departement is hier viel zu schloh, bei uns in Deutschland is die Jnschein schon bei den Feuer befor daß der Alarm komme is. Well do hen ich gefühlt als wann ich ihn en Kick geiowe sollt. Das Feuer i ganz in die Nehberhutt gewese un do hen ich mit hingenomme. for daß er emol sehn sollt, wie die Jnschein schaffe duht. Das Hot awwer auch keine Jmpreschen uff ihn gemacht; er Hot gesagt, das deht ja ganz schön gucke un wann mer en Dahler for Ettmischen bezahlt hätt, dann deht mer wenigstens sein Geld werth kriege, bikahs es deht lang genug nemme, awwer in die alte Kontrie do'wär das Feier schon aus. wann die Jnschein uff den Platz komme deht. Dann sin mer zu den Christ gange un der Hot uns mit in die Polies - Stehschen genomme. wo er den junge Mann zu Ehrn, da ganze Departement Hot antrete losse. Awwer instett. sich iwwer die gute Eppierenz ,;u wunnere un zu freue, Hot er laut gelacht un Hot gesagt, die dehte jo gucke, als wenns dt.r KrchwinklerLandstorm wär; un wann mer jedem noch en Mappstick in die Hand deht gcwwe, dann dehte se uff einige Mäskerehd den erschte Preis kriege, bikahs es wär zu fonnie. Was sage Se da derzu. Mister Edithor? Der Christ Hot e Fehs gemacht, als wann er den Kunne uffresse könnt, awwer ich hen dann en Tschohk gemacht un do hen mer all so driwwer lache müsse, daß der Christ gar nit mehr an die Jnsolts gedenkt Hot. Mer hen den Fetter dann so schn.'ll wie en Hund gauzt fortgenomme UN dann hen mer ihn die Zittiehahl gezeigt. Do Hot er off Kohrs auch alle mögliche Riemarks driwwer gemacht; er Hot gesagt, in Schcrmennie hätt das armseligste Nest e schöneres Bilding for den Porpes UN dann hätte die deutsche Leit ennihau viel bessere Männer. Wann do einer in e Offis gehn wollt mit den Hut uff denKopp, dann deht er enaus' geschmisse wer'n, awwer hier deht zu ihn alles gucke, als wann's lauter Wilde wärn, wo noch gar nicks von Siffileifehschen un Ettjukchschen gehört hatte. Wann mer in die alte Kontrie zu en hoche Offischel gehn deht, dann müßt mer erscht schön an die Dohr rävpe un wann dann kommin gerufe deht wer'n, dann debt mer fein sein Deis adnemme un deht bann erscht inseit gehn. Dann deht mer en Bau mache, deht haudiduh sage un deht sich ecksjuhse toann mer störe deht. In dies hier Kontrie do debt mer mitaus zu frage in so e Offis gehn deht den Mehr odder wer's auch is uff die Schulder Noppe un deht sage: Hello John! Er hätt sogar gehört, dch wann mer zu de,l Pressendent von die Juneitet Stehts komme deht, dann müßt mer sage: Hello Teddie. schoh juhr Tuhtses. So ebbcs wär awwer gar nit inanierlich un wär ganz mitaus Riespeckt un for deu Riesen deht er auch die deutsche Kostems und Häbbits den Präferenz gewwe. Do hen ich gesagt: Nau luclehier jong Männ, was du do sage duhst. das is zu en gewisse Eckstent der Kehs. awwer mir sin hier nit in Schern. ennie un wann du's so arig gut in die alte Kontrie gegl'che hist. for Hewl?ens Sehks, warum bist du denn nii dort gebliwwe, es Hot dich doch deiner gefragt zu komme. Do Hot er gesagt: Onkel, du duhst jetzt tahke. wie alle Leit wo nit mehr als wie en Nickels werth Brehn hen. Die Jenkies die denke, es gibt kei anneres Kontrie wie die Juneitet Stehts un wo nit Juh Eß dran geprint is, das is no gut. Wann die Leit dran denke dehte, dah biseids dieEmmerikens auch noch annere Leit in die Welt lewe, wo auch die Hose nit mit die Beißzang anziehe, dann wäre se e darnseit besser ab. Es is gut genug, dies hier Kontrie Hot sei Gutes ahlreit, awwer die annere Picbels wohne auch nit hinner den Muhn un lerne kann jedes un wann's noch so alt is un ganz pertickeler die Jenkies die könne noch e ganze Latt lerne. Es is ja gut genug, daß
Jedem Nerr sei eigene Kapp gefällt un for den Riesen kann ich auch weiter nicks dagege hen, daß die Jenkies ihr Kontrie gleiche, awwer Do hen ich ihn gestappt un hen gesagt: Mister, solang du m't mich stehn duhst, will ich. daß du deine Eidies for dick behalte duhst; drcs hier iö e freies anv un for den Riesen Host du ganz dein Mund zu halte, wann du ebbes sage willst, sieh? Do Hot er obgeschott un das war gut. Bei Galle, das wär mich noch schöner wann so e Grienhorn do creingeschncit kömmt un wollt rieforme. Die Juneitet Steht sin gut genug for mich un ich denke for ihn auch. Off Kohrs deht ichs auch gleiche, wann nit jeder Tschennitor zu mich sage deht: Hello, Meik hau ahr juh? e wenig mehr Riespeckt deht ich ennihau verdiene un ich muß emol sehn, ob ich in die Lein nit e wenig Jmpruhfment erziele kann, awwer enniweg brauche mir so kein Feller, wo uns das sage duht, das wisse mir schon mitaus sie. Mir sin verdollt auch keine Rindsviehcher. ei geh nit. Mit beste Riejahrds Juhrs trulie Meik Ha ber sack. Eskweier un Sheriff von Appel Jack, Holie Tcrrer Kauntie. Der moderne Einbrecher. Auch Einbrecher schreiten mit ihrer Zeit vorwärts. In einem Londoner Blatte plaudert ein bekannter englischer Detektiv über einige in der letzten Zeit vorgekommene Einbrüche und die dabei von den Einbrechern benützten Werkzeuge und angewendeten Vorsichtsmaßregeln. Eine in neueren Tagen sehr gebräuchliche Waffe des englischen Einbrechers ist Choloform, das er mit Vorliebe benützt, wenn nur eine Person zu überwältigen ist. So brachen vor kurzem mehrere Einbrecher in :in Haus in Northumberland ein und erbeuteten eine beträchtliche Summe Geldes, nachdem sie die überraschte Haushälterin mit Cloroform betäubt hatten. Die englischen Einbrecher legen jetzt überhaupt Werth darauf, ihr Geschäft, wenn irgend möglich, ohne Anwendung von Gewalt zu betreiben, denn im Falle sie gefaßt werden, ist der Unterschied in der Strafausmessung außerordentlich groß. Die Anwendung von Chloroform erspart ihnen die verbundenen großen Risiko! Einbrecher die auf die wissenschaftlichen Fortschritte ihrer Zeit achten, sind br sonders darauf bedacht. daS ihnen so gefährliche Hinterlassen eines Fingerabdruckes zu vermeiden. ??ast jeder Einbrecher vom Fach trägt jetzt Glacehandschuhe bei der Arbeit, so daß der Eindruck einer Hand auf einem staubbedeckten 'egal oder Glas keinen verrätherischen Fingerabdruck hinterlassen kann. Der englische Einbrecher trägt ferner nur noch in seltenen Fällen einen Revolver. Denn das Gesetz bedroht einen bewaffneten Dieb erheblich schwerer und die Richter lassen in solchen Fällen nicbt mit sich spaßen. Wenn die Anwcndung von Gewalt nicht zu umgehen ist. leistet auch ein Brecheisen sehr gute Dienste. Die Brecheisen neueren Stils sind gewöhnlich an einem Ende mit Gummiringen umgeben. Diese dämpfen das Geräusch eines Schlages, wenn ein solcher nöthig ist. Die Hauptwaffe des modernen, auf der Höbe der Zeit stehenden Einbrechers besteht jedoch in planinäßigen Vorarbeitcn und einer oft mustergültigen Organisation. Der Detektiv erzählt dasür folgendes Beispiel: 'Vor einiger Zeit gelang es ihm, einen Mann festzunehmen, der gerade im Begriff stand. in ein Landhaus einzubrechen. Seinen Genossen, die bei dem Einbruch betheiligt waren, gelang es, zu cntkommen. Bei der körperlichen Durchsuchung fand man bei dem Mann eine Anzahl Pläne des Hauses und seiner Räumlichkeiten. Einige davon zeigten die inneren Einrichtungen, andere die äußeren. Jeder Gegenstand wa'. absolut correkt verzeichnet und ein kleines Kreuz in rother Tinte zeigte das Fenster auf der Rückseite des Hauses, das sich am besten zum Einsteigen eignete. Man sieht, Oktave Mirbeau hat in seinem ..Dieb" gar nicht einmal so ausschweifend phantasirt, wie man zunächst zu glauben geneigt sein mag. Der älteste geschlossene Brief. Sehr dürstig ist unsere Kenntniß über die äußere Form und zumal über die Art des Verschlusses der Briefe bis zum 13. Jahrhundert- erst dann nimmt ihre auf uns gelangte Anzahl allmählich zu. Um so Werthvo2er ist daher ein kürzlich von L. Schmitz im sürstlich Salm - Horltmarschen Archiv entdecktes Schreiben des Mainzer Erzbifchofs Konrad von 1188 an den Bischof Herniann von Münster (1174 1202). Daß es sich um ein Original handelt, geht zweifellos aus der auf der Rückseite stehenden Adresse, der noch genau erkennbaren Faltung und aus den Einschnitten in dem Pergament hervor, durch die der Pergamentstreifen für den Verschluß und die Besiegelung gezogen war. Gleichfalls ist noch deutlich sichtbar, in welcher Weise der Brief gefaltet gewesen ist; er war völlig geschlossen, und so weit bekannt, dürfte dies der älteste im Original erhaltene geschlossene Brief sein, der bis auf uns gekommen ist. N a t ü r l"i ch. Was macht Ihr zukünftiger Schwiegersohn.Herr Com mercienrath?" Was wird er machen?!... Sein Glück!"
